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Kundenrezensionen

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am 13. Oktober 2005
... aber dieser Longplayer wird bleiben! Gebt dieser CD eine Chance: den Player of repeat und schön laut! Nach dem fünften Hören gefällt's und nach dem zehnten Mal ist klar, dies ist eines der besten Stones-Alben. If you can't rock me ist der klassische Opener, danach kommt die für diese Zeit typische "Verbeugung" der Stones Richtung Motown - Ain't too proud to beg - paßt übrigens nicht gerade in das Jagger-Macho-Image dieser Zeit. Danach kommt dier Titelsong, eigentlich eher einer der schwächeren Songs, zäh, holpernd, klanglich breiig. Der Text ist m.E. eher eine Absage an den Glamrock "wärst Du endlich zufrieden, wenn ich mich auf der Bühne umbringe?". Bowie, der anno 1972 schon "Rockn'Roll Suicide" begangen hatte und auch Alice Cooper konnten das besser. Only Rock'n' Roll - but I DO Like It! If you really want to be my friend, die Ballade, auch eher Motown als Blues, eine schöne ruhige Ballade. Danach kommt mit Time Waits ... eines der Highlights des Albums, schöne Melodie, tolle Gitarren und der Text - Mick, hör Dir doch mal zu! Dann könntest Du viel ruhiger alt werden. Die "zweite Seite" begint mit 2 schönen Rockern, Dance Little Sister mit Trend zur Discothek, in Luxury jammert Jagger über das liebe Geld und die unersättliche (Ehe-)Frau (made a million for the Texans, 20 Dollar me, working so hard, to keep you in your Luxury). Till the next time, say good-bye wäre eigentlcih eine schöne ruhige Ballade zum Ausklang, aber es wird noch besser. Short and Curlies, eine kurzer Ausflug in den Blues/Boogie (Mick stöhnt schon wieder über die Frauen, die ihn unter Kontrolle haben ... ) bildet die Überleitung zum wohl besten Song des Albums: Fingerprint File! Musikalisch eher ruhig, Motown (kein Disko!), im Text schimpft Jagger auf den Überwachungsstaat!
Fazit: Starke Melodien, gute Texte, schöne Stones-Riffs und klasse Solo-Gitarren und - hey! - ein Bass Solo! Play it Loud!
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am 4. August 2008
ich finde, man tut den alben der stones in den mittleren siebzigern unrecht: die sind nicht so schlecht (und ich finde "some girls", das angebliche "comeback", dann auch wieder nicht soo gut).

natürlich haben sie ihre allerbeste zeit hinter sich (niemand schafft zweimal im leben eine serie wie "baggar's banquet" bis "exile"). aber sie halten von damals bis heute ein hohes niveau. es mag dienst nach vorschrift sein, aber dieser dienst ist besser als anderer leute schnaps. es gibt kein stones-album, auf dem nicht wenigstens ein paar songs, ein paar momente für die ewigkeit drauf sind.

auf diesem album ist es "time waits for no one", ein damals, aus dem mund von mick jagger, vielleicht auch koketter text, der heute eine ganz andere, auch tragische bedeutung hat - niemand außer mick jagger versucht so hartnäckig, der zeit davonzujoggen. dazu eine wunderbare, gleichzeitig tief traurige UND ganz sachliche melodie, fast lapidar tönen die strophen, bevor das lied in den refrain fällt, von ungeheuer eleganten gitarren begleitet. ABER: dann dieses unglaublich gute, sich windende, nach oben, ans licht kletternde und wieder abstürzende gitarrensolo von mick taylor! das ist ohne zweifel einer der stärksten momente im gesamten schaffen der stones.

der hit des albums ist der titeltrack, mick jagger hat ihn ronnie wood abgekauft oder besser, gegen einen seiner songs eingetauscht. "it's only" wurde ein enormer erfolg, gilt als klassiker und ist stammgast im hit-run-teil der konzerte (und ronnie kriegt keine tantiemen; er hat nur ein credit als "inspiration"). ganz versteh ichs ja nicht: ein netter rocker mit sarkastischem text übers showbiz, aber im kern halt nicht viel mehr als leicht sumpfige rock 'n' roll-routine.

auffälligster titel ist sicher "fingerprint file", tiefschwarzer funk, wie einem blaxploitation-film entnommen, dazu ein gehetzter, bitterer text über paranoia und überwachungsstaat, damals wie heute keineswegs nur fiktion. großartig, wie zwei weiße musiker wie taylor und richards hier durch tiefste wah-wah-sümpfe waten, auch bill wymans bass klingt nicht anbiedernd schwarz, sondern originell und respektvoll.

was hamma da noch? "if you can't rock me" geht heftig ab, groovt aber irgendwie schwammig und bremst sich ständig selbst. "ain't to proud to beg" dagegen groovt sehr fein, und der text ist natürlich, von jagger gesuungen, erstaunlich und/oder ironisch. "till the next goodbye" ist eine dankenswerter weise ganz kitschfreie, ehrlich wirkende ballade. "luxury" stößt erstmals richtung reggae-land vor. "dance little sister" ist ein geschäfter rocksong, der immer nur beinahe und dann doch nie ganz abhebt, irgendwie wirkt das stück außer atem. "if you really want to be my friend" ist ein schwermütiger, aber nicht allzu behäbiger gospel. "short and curlies" ist ein netter boogie.

ein interessantes album mit starken songs, die man vermutlich noch stärker hätte spielen können.
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am 11. Dezember 2012
Eine der besten Scheiben der Stones! Kann man gar nicht oft genug hören, wird nie langweilig. Jeder Song hat seinen eigenen "Flair". Coole Riffs, rauher Sound (besonders Luxury/Dance little Sister). "Time waits for no one" und "Fingerprint File" sind wohl die Highlights. "Short and curlies" ist ebenfalls sehr anspielenswert, weil ich einfach Ians Klavierbegleitungen sehr schätze!
Auf jeden Fall macht mir diese Scheibe viel mehr Spaß anzuhören, als das Goats Head Soup Geseier. Das einzige, was ich wirklich schwach finde ist das ziemlich schwache Cover. Für solch eine Kracher-Scheibe und dessen Titel hätte es mehr aussagekräftige Grafiken/Bilder gegeben, als treppenherabsteigende Lithos, eingerahmt von engelsähnlichen Winselstuten... Hey, der Titel war "It's Only Rock'n`Roll" und nicht "It's Only Heaven`n`Wimp".
In diesem Sinne: It's Only Rock'n`Roll.. but WE like it (Stand übrigens auch auf der Anzeigentafel des Olympiastadions Muc am 10. und 11. Juni 1982)
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am 28. Dezember 2009
Ich möchte nichts zur Qualität der Songs sagen, sondern zum 2009er Remastering:
Also, ich hatte das Album in der Ur-CBS-Version und muss sagen, dass es in der hier vorliegenden Version das Label Remastering eigentlich nicht verdient.
Gut, zugegeben, es macht wohl etwas mehr "Wumm" (ist also komprimierter) und einiges klingt "weiter vorne", aber nichts ist in meinen Ohren und über meine durchaus gute Hifi-Anlage klarer.
Man hatte hier definitiv (im Gegensatz zu den gelungenen Remasters aus dem Abkco-Katalog) KEINEN Zugriff auf die Originalmasters, und hat lediglich etwas an den Reglern herumgespielt.
Wer das Album bereits besitzt, für den lohnt sich die Neuanschaffung nicht!!!

======Ergänzung 2011==============
Nach nochmaligem Prüfen, muss ich sagen, dass sich für mich die Virgin-CD-Version am besten anhört. Es soll auch eine neue SACD-Version herausgekommen sein, die ich allerdings mangels Hardware noch nicht beurteilen kann.
Also: Finger weg von Universal, und nach Virgin (vermutlich gebraucht) suchen.
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Man kann von keiner Band erwarten, das hohe Level, das die Stones zwischen '68 und '71 mit ihren eher düsteren und bedrohlicheren Alben "Beggars Banquet", "Let it bleed", "Get yer Ya-Ya's out!" und "Sticky Fingers" vorlegten, ewig halten zu können ("Exile on Main Street" nehme ich hier bewusst aus); das wurde ihnen dann auch selber klar, sie schalteten einen Gang runter und verlegten sich ab '73 mit "Goat's Head Soup" mehr aufs Entertainment.

"It's only Rock'n'Roll" markierte '74 mehrere Wendepunkte: es war das erste Stones-Album seit langem, das ganz auf Bläser verzichtete, das erste, das Jagger & Richards als "Glimmer Twins" selbst produzierten, und es war Mick Taylors Ausstand bei den Stones. (Man einigte sich damals für die Presse auf den üblichen Terminus der "künstlerischen Differenzen"; rückblickend scheint jedoch die Tatsache, dass Taylor von Mick und Keith fast nie an den Autorentantiemen beteiligt wurde, ein nicht unwesentlicher Faktor seines Ausstiegs gewesen zu sein.) Nicht zuletzt fand sich hier auch Ronnie Woods Einstand bei den Stones: beim Titelsong war er an den Aufnahmen beteiligt, und sein Autorenbeitrag wird immerhin als "Inspiration" gewürdigt.

Die Zutaten waren ansonsten ähnlich wie beim Vorgänger "Goat's Head Soup", nur dass die Songs eine Idee straffer waren und die Aufnahmen diesmal in München stattfanden; wieder setzten Nicky Hopkins und Billy Preston an den Tasten ihre unverwechselbaren Akzente.

Von den 10 Songs bleiben 4 etwas blass: If you can't rock me scheint noch nicht ganz ausgearbeitet, ein etwas unglücklicher Start für das Album; einer der wenigen Songs, die von der Live-Version auf "Love you live" übertroffen wurden. Von Luxury erschien auf den CBS-CDs Mitte der 80er eine 4:29-Version, auf den '94er und den 2009er Remasters gibt's wieder die 5-Minuten-Version - nicht, dass man den Unterschied ohne Blick aufs Display des CD-Spielers merken würde. Short and Curlies ist ein etwas farbloser Boogie, und das gospelige If you really want to be my Friend dümpelt streckenweise etwas vor sich hin.

Der Rest ist erste Sahne: It's only Rock'n'Roll (But I like it) ist zwar ein etwas altmodischer Rock'n'Roll-Song - aber er macht (wie der Titel schon sagt) einfach Laune (man achte auf die Toms gegen Ende, diesmal von Kenny Jones statt von Charlie Watts gespielt) und ist bis heute fest verankerter Live-Favorit. Obwohl sich die Stones bei Ain't too proud to beg zur Abwechslung ziemlich notengetreu ans Original der Temptations halten, machen sie sich den Song richtig zu eigen; das wäre die bessere Startnummer gewesen! Till the next Goodbye ist eine gefühlvolle Ballade über ein oder mehrere Rendez-vous, und Dance little Sister schiebt einfach gut nach vorne, auch wenn musikalisch nicht allzu viel passiert - die Stones am Kochen!

Time waits for no one besticht besonders durch Mick Taylors elegantes Schlusssolo - ein würdiger Abschied. Am besten gefällt mir das richtig intelligent und dynamisch durcharrangierte Fingerprint File, inhaltlich eine Mischung aus Überwachungsstaat-Fiktion und Agententhriller.

Wie gesagt, "It's only Rock'n'Roll" hat nicht mehr die Tiefe der eingangs erwähnten Alben, aber gute Unterhaltung bietet es allemal, und es bleibt - nach "Sticky Fingers" - mein zweitliebstes Stones-Album der Siebziger.
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Man kann von keiner Band erwarten, das hohe Level, das die Stones zwischen '68 und '71 mit ihren eher düsteren und bedrohlicheren Alben "Beggars Banquet", "Let it bleed", "Get yer Ya-Ya's out!" und "Sticky Fingers" vorlegten, ewig halten zu können ("Exile on Main Street" nehme ich hier bewusst aus); das wurde ihnen dann auch selber klar, sie schalteten einen Gang runter und verlegten sich ab '73 mit "Goat's Head Soup" mehr aufs Entertainment.

"It's only Rock'n'Roll" markierte '74 mehrere Wendepunkte: es war das erste Stones-Album seit langem, das ganz auf Bläser verzichtete, das erste, das Jagger & Richards als "Glimmer Twins" selbst produzierten, und es war Mick Taylors Ausstand bei den Stones. (Man einigte sich damals für die Presse auf den üblichen Terminus der "künstlerischen Differenzen"; rückblickend scheint jedoch die Tatsache, dass Taylor von Mick und Keith fast nie an den Autorentantiemen beteiligt wurde, ein nicht unwesentlicher Faktor seines Ausstiegs gewesen zu sein.) Nicht zuletzt fand sich hier auch Ronnie Woods Einstand bei den Stones: beim Titelsong war er an den Aufnahmen beteiligt, und sein Autorenbeitrag wird immerhin als "Inspiration" gewürdigt.

Die Zutaten waren ansonsten ähnlich wie beim Vorgänger "Goat's Head Soup", nur dass die Songs eine Idee straffer waren und die Aufnahmen diesmal in München stattfanden; wieder setzten Nicky Hopkins und Billy Preston an den Tasten ihre unverwechselbaren Akzente.

Von den 10 Songs bleiben 4 etwas blass: If you can't rock me scheint noch nicht ganz ausgearbeitet, ein etwas unglücklicher Start für das Album; einer der wenigen Songs, die von der Live-Version auf "Love you live" übertroffen wurden. Von Luxury erschien auf den CBS-CDs Mitte der 80er eine 4:29-Version, auf den '94er und den 2009er Remasters gibt's wieder die 5-Minuten-Version - nicht, dass man den Unterschied ohne Blick aufs Display des CD-Spielers merken würde. Short and Curlies ist ein etwas farbloser Boogie, und das gospelige If you really want to be my Friend dümpelt streckenweise etwas vor sich hin.

Der Rest ist erste Sahne: It's only Rock'n'Roll (But I like it) ist zwar ein etwas altmodischer Rock'n'Roll-Song - aber er macht (wie der Titel schon sagt) einfach Laune (man achte auf die Toms gegen Ende, diesmal von Kenny Jones statt von Charlie Watts gespielt) und ist bis heute fest verankerter Live-Favorit. Obwohl sich die Stones bei Ain't too proud to beg zur Abwechslung ziemlich notengetreu ans Original der Temptations halten, machen sie sich den Song richtig zu eigen; das wäre die bessere Startnummer gewesen! Till the next Goodbye ist eine gefühlvolle Ballade über ein oder mehrere Rendez-vous, und Dance little Sister schiebt einfach gut nach vorne, auch wenn musikalisch nicht allzu viel passiert - die Stones am Kochen!

Time waits for no one besticht besonders durch Mick Taylors elegantes Schlusssolo - ein würdiger Abschied. Am besten gefällt mir das richtig intelligent und dynamisch durcharrangierte Fingerprint File, inhaltlich eine Mischung aus Überwachungsstaat-Fiktion und Agententhriller.

Wie gesagt, "It's only Rock'n'Roll" hat nicht mehr die Tiefe der eingangs erwähnten Alben, aber gute Unterhaltung bietet es allemal, und es bleibt - nach "Sticky Fingers" - mein zweitliebstes Stones-Album der Siebziger.

Die 2009er Remasters sind zwar gestalterisch genauso spartanisch wie ihre Vorgänger, klanglich aber etwas differenzierter und voller ausgefallen als die '94er Remasters (mit denen ich die letzten 15 Jahre aber auch schon gut leben konnte), leider aber auch sehr stark komprimiert.
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am 14. Januar 2012
Ich bin Jahrgang 1970 und wurde Stones-Fan 1983 mit der damals neuen (und sehr guten) Scheibe "Undercover". Dann flaute meine Leidenschaft etwas ab. 1985 machte mir ein älterer Freund ein Mix-Tape (jaja, das waren Zeiten!) mit seinen Insider-Stones-Faves aus rund 20 Jahren. Ich hörte erstmals den Song "Time waits for no one" von diesem Album und war sogleich verzaubert. Und bin es noch. Ein geradezu hypnotischer Track! Das Album selbst ist etwas durchwachsen aber ca.die Hälfte der Stücke zündet, z.B.ist "Fingerprint file" mein zweiter Fave des Albums. Check out "Time waits for no one"!
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am 18. Juni 2011
Es scheint mir, als ob die Stones bei diesem Album nicht so viele echte Inspirationen gehabt haben, und sich vielleicht auch nicht so viel Mühe mehr gemacht haben, als z.B. bei vielen Vorgänger- Alben! Man hat auch den Eindruck, die Stones experimentieren ein wenig, und sind auf der Suche nach ihrem zukünftigen Sound. Auch wirkt die Scheibe stellenweise doch ein wenig flach.
Nichtsdestotrotz mag ich das Album dennoch; denn es ist doch irgendwie ein typisches Stones- Album, bei dem der Stones- typische Blues fast überall durchkommt (es ist eher KEIN echtes Rock and Roll- Album!). Auch kommen bei vielen Songs Tasteninstrumente, wie Orgel, sehr vorteilhaft zum Einsatz. Auch Mick Taylor beweist hier oft eindrucksvoll seine selten erreichte Gitarrenvirtuosität.
DIe großen Rock- Schocker sucht man hier vergebens; es ist vor allem ein ruhigeres, typisches Stones- Balladen- ALbum.

Besonders gut gefällt mir der Titel- Song; er ist ja inzwischen zu einer regelrechten Hymne der Rock and Roll- Fans geworden; spricht er doch so einfach wie richtig aus, was uns bei dieser einfachen, aber doch unglaublich dynamischen und vitalen Musik so fasziniert: "It's only Rock and Roll, but I like it!". Diese Musik ist einfach gut, man spürt es, sie macht gute Laune; es ist nichts zum Drübernachdenken!
Die anderen Songs sind nicht unbedingt die großen Knaller; aber eben auch nicht schlecht. Von diesen finde ich noch das schnelle "Dance little sister" zimlich bemerkenswert, sowie "Fingerprint File". "Time waits for no one" ist eine typische Stones Ballade. "Short and Curlies" ist eine ganz gute Boogie- Nummer. Der Rest ist weniger bemerkenswert; aber für Blues- Balladen- Fans dennoch hörenswert.
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Wie eine zermanschte Fliege am Fensterbrett hat IT'S ONLY R&R seinen Fixplatz in der Stones-Chronologie eingenommen: Für Kritiker und (viele) Fans ist es der Brückenschlag schlechthin zwischen dem berühmten EXILE... (1972) und seinen tollen Vorgängerplatten bis hin zum vielfach überschätzten SOME GIRLS von 1978.

Tatsächlich finde ich - und ich bin ein bekennender Stones-Verehrer - IT'S ONLY R&R nicht besser als das 1973 erschienene GOATS HEAD SOUP oder das chillige BLACK & BLUE aus dem Jahre 1976.
Ein bisschen kommt es mir so vor wie "It's only Rock `n` Roll, but YOU HAVE TO like it". Meiner Meinung nach ist die Scheibe oftmals schöner geredet worden als sie in Wirklichkeit ist.
Und dabei startet die Platte sehr gut! "If Ýou Can't Rock Me" ist - wennauch vielfach gescholten (von Ziellosigkeit und dergleichen mehr war da schon öfter die Rede!) - meine Lieblingsnummer auf der Scheibe. Begeisternd geht es weiter: Die groovende Cover-Version "Ain't Too Proud To Beg" ist - wie ich finde - der eigentliche (objektive) Höhepunkt auf IT's ONLY R&R.
Mit dem Titeltrack kann ich nach wie vor ehrlich gesagt eher wenig anfangen. Ja, es hat ein paar ganz gute Passagen und auch Mick Taylors Anteil an der "Webmühle" (dem Stones-typischen Gitarrenspiel) ist deutlich herauszuhören - den Kult, der um diese Single teilweise gemacht wird, kann ich aber nicht nachvollziehen. Wenn schon, dann kann ich mich (zumindest ein wenig) mit der Live-Version auf dem LIVE-LICKS-Mitschnitt anfreunden...
"Till The Next Goodbye" ist die typische Stones-Ballade auf dem Album. Keineswegs ist es schlechter als beispielsweise "Angie", aber es ist halt im Grunde bestenfalls ebenso bedeutungslos und schmalzüberladen. ("Wild Horses" oder "Memory Hotel" oder auch "Out Of Tears" finde ich eindeutig besser - aber das ist halt wohl wieder einmal nur Geschmackssache vermutlich.)
Und der Rest? Ja, der Rest ist eigentlich bis heute (immer noch) - und ich habe die Scheibe mittlerweile wirklich schon oft gehört - mehr oder minder spurlos an mir vorübergezogen.

Irgendwie kann ich nachvollziehen, dass ein Mick Taylor zu jener Zeit nicht mehr so recht wollte (es sind übrigens, neben K. Richards, gleich drei verschiedene Gitarristen hierauf zu hören!). Natürlich ist IT'S ONLY R&R insgesamt keine schlechte Platte, aber als Album funktioniert es nicht vollends reibungslos und auch die Songs als einzelne betrachtet hauen einen nicht unbedingt vom Hocker...

Fazit: In keinem Fall würde ich IT'S ONLY R&R über irgendeines der anderen 70er-Jahre-Stones-Alben stellen. Ich denke, dass die Platte mehr von ihrem Ruf als von ihrer tatsächlichen Qualität lebt. Da sieht man einmal, wie sehr Musikkritiker den Geschmack der Konsumenten zu beeinflussen wissen. Denn warum beispielsweise etwa GOATS HEAD SOUP (1973) oder auch BLACK & BLUE (1976) ernsthaft schlechter sein sollen als IT'S ONLY... ist mir bis heute ein unerklärliches Phänomen geblieben.

Ja, es ist eine Stones-Platte und sie ist nicht schlecht. Gleichzeitig aber ist es mit Sicherheit keines jener Stones-Alben, das man gleich am Beginn der Stones-Sammelphase besitzen muss! Ich persönlich würde IT'S ONLY... nicht einmal unter die besten 10 Stones-Scheiben wählen...
Übrigens (bei eventuellem Interesse): Meine subjektive Albenreihung bezüglich Rolling Stones ist unter meinen "Lieblingslisten" einsehbar!
Wie gesagt: Den Anfang finde ich wirklich gelungen. Aber der 2. Teil von IT'S ONLY R&R hört sich durch und durch mittelmäßig an, wenn Sie mich fragen.

Resultat: 3 Sterne geradeaus. Für eingfleischte Fans natürlich empfehlenswert, für andere (weniger eingefleischte) - so würde ich meinen - eher nicht.

------------------ANHANG für Fans und Interessierte------------------

Zur Veranschaulichung meiner obigen "Weisheiten" möchte ich abschließend kurz auf die einzelnen Songs des Albums eingehen. Die Bewertung dieser erfolgt in Anlehnung an die bewährte amazon-Skala (1-5 Sterne).

1. IF YOU CAN'T ROCK ME ++++/+++++
Ein wirbelnd-beißender Opener in bester Stones-Tradition, der oft und gern ein bisschen übersehen oder zu kritisch beäugt bzw. beohrt wird. Charlie groovt hier unwiderstehlich und auch die Riffs entzücken mit müheloser Leichtigkeit, wenngleich sich recht hart und trocken daherkommen. Mick Jagger klingt angriffslustig und verleiht dem bebenden Instrumentalgerüst, was es braucht... Ein wunderbarer Starttrack, wie ich ihn mag!

2. AIN'T TOO PROUD TO BEG +++++
Eine der allerbesten Coverversionen, die die Steine jemals von der Leine gelassen haben. Tolles Piano-Spiel, tolle Rhythmusarbeit, fließende Songübergänge - Stones-Herz, was willst du mehr? Zudem ist der Sound schön erdig und dirty, aber dennoch angenehm warm. Funktioniert übrigens auch live (selbst heute noch) wie geschmiert - wie man z.B. auf dem (offiziellen) Bootleg-Download LIGHT THE FUSE - LIVE IN TORONTO 2005 hören kann. Für mich der Hauptkaufgrund für IT'S ONLY R+R. Superb!

3. IT'S ONLY ROCK AND ROLL (BUT I LIKE IT) +++
Der Titeltrack des Albums liegt mir offenbar weit weniger am Herzen als einem anderen großen Teil der Fangemeinde. Freilich: Der Track ist interessant aufgebaut und hat seine starken Momente. Insgesamt ist er mir live dargeboten aber um einiges lieber (man höre z.B. LIVE LICKS oder SWEET SUMMER SUN), was nicht zuletzt wohl auch am (für mein Empfinden) eher glatten Soundbild des Songs liegen dürfte. Ein Stones-Hit (ein Klassiker ist's für mich nicht, sorry liebe Fans!), der mich nicht so sehr berührt...

4. TILL THE NEXT GOODBYE +++
Eine tadellose Komposition, die recht schnell im Ohr hängen bleibt. Irgendwie klingt der Track für mich insgesamt aber nicht authentisch. Mick hört sich für meine Begriffe ein wenig (zu) unglaubwürdig an, fast so, als fühlte er sich (aber bitte nicht falsch verstehen) dazu genötigt, hier eine Ballade jener Art interpretieren zu müssen...

5. TIME WAITS FOR NO ONE +++
Ist eine Spur stimmiger. Der Text scheint hier dem Front-Stone mehr zuzusagen, weshalb er vielleicht auch etwas mehr aus sich herausgehen kann. Insgesamt dennoch keine Großtat - trotz tollem Mick-Taylor-Solo!
Anm.: Der Anfang und der Sound erinnern entfernt an Falcos "Jeanny", wenn man genau hinhört... (Oder geht's da nur mir so?)

6. LUXURY ++/+++
Hier beschwert sich Mick darüber, dass er schuftet wie ein Irrer, damit seine Angebetete im Luxus schwelgen kann. Grundsätzlich ein geerdeter, stoniger Track mit schönen Gitarrensounds und ebenso passender Pianobegleitung. Der Aufbau ist jedoch nicht aufregend. Läuft halt so dahin...

7. DANCE LITTLE SISTER +++
Und noch ein eher durchschnittlicher Song, bei dem mir Charlie und Bill am besten gefallen, aber auch Mick Taylors Zutun ist hier noch einmal deutlich herauszuhören. Dennoch überwiegt auch hier - die Komposition betreffend - Ideenlosigkeit. Keine Glanzleistung, aber insgesamt OK!

8. IF YOU REALLY WANT TO BE MY FRIEND ++
Ein ruhiger Track, der mich ehrlich gesagt nicht wirklich berührt. Harmlose Soft-Kost im Stones-Format, aber auch hier will sich kein Herzenszugang meinerseits einstellen. Ist mit über 6 Minuten Spielzeit zudem etwas gar lange geworden... Nicht so mein Fall!

9. SHORT & CURLIES ++/+++
Ein lässiger Blues, aber auch so ein bisschen ein x-beliebiger, den man wohl genauso gut auf jede andere Stones-Platte der 70er hätte packen können (wo er wohl noch stärker untergegangen wäre). Ebenfalls eher belanglos, wie ich finde - dennoch freilich nicht grottenschlecht...

10. FINGERPRINT FILE ++/+++
Hier kündigt sich bereits ein wenig die Marschrichtung für die kommenden Alben der Steine an. Ein Track, der vermutlich gar nicht so schlecht aufs - für meinen Geschmack unterkühlte - SOME GIRLS gepasst hätte.
Interessant sind hier vor allem die funkigen Elemente (zwischendurch hört man sogar Bill Wymans Bass schön deutlich und klar heraus), insgesamt - vom Sound her - für mich aber zu wenig stoneslike... Abermals ein etwas zu lange gearteter Track. Naja...

Resümee: Verglichen mit den starken Anfangstracks der insgesamt ganz passablen A-Seite, ist die B-Seite des Albums fast schon erschreckend schwach.
Ich persönlich würde ja sämtliche Kritiken, die man ja immer wieder gerne auf den Vorgänger (GOATS HEAD SOUP von 1973) abwälzt, eher vorliegender Scheibe zusprechen. Meiner Meinung nach hören sich (zu) viele Songs auf IT'S ONLY R+R austauschbar und x-beliebig an. Ich finde jedenfalls nicht, dass man hier besonders inspiriert ans Werk gegangen ist.

Ein Stones-Album ist es freilich dennoch (und da ist ja bekanntermaßen fast immer etwas drauf, was man trotzdem haben muss) und alles in allem ist auch der Klangcharakter der Scheibe eine befriedigende Angelegenheit (mit Schwankungen von Titel zu Titel, freilich).
"If You Can't Rock Me", "Ain't Too Proud To Beg" und auszugsweise wohl auch der Titeltrack (den ich trotzdem nicht soooooo mag) sind und bleiben essenziell für jede ernstzunehmende Steine-Sammlung.

Es gibt bessere und schlechtere Alben der Rolling Stones, als IT'S ONLY ROCK & ROLL!
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Dezember 2009
Also neben dem Meilenstein der Musik "Exile on Main Street" steht diese Platte hier in der Rangliste auf Platz 2, zusammen mit Goats Head Soup.
"It's Only Rock'n'Roll" bietet gute Songs, die aber -trotz des Titels- eher weniger mit Rock and Roll was zu tun haben.
Die meisten Songs gehen weit über 4 Minuten und sind, bis auf den krachenden Titelsong, das schmissige "Dance Little Sister" und das bluesige "Short and Curlies", eher Balladen. Gute Balladen. Man höre sich nur mal die beiden 6-minütigen Stücke "Times Waits for No One" und "If You Really Want to Be My Friend" an und man weiß, woran bei diesem Album ist!
"It's Only Rock'n'Roll" markiert außerdem den Beginn der schwierigen und experimentellen Phase der Stones, in der es zunehmend zu bandinternen Spannungen kam, besonders zwischen Keith Richards udn Mick Jagger. Man kann also sagen, das ist die letzte Platte mit der alten Stärke der Stones, wie man sie kennt.
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