Kundenrezensionen


24 Rezensionen
5 Sterne:
 (14)
4 Sterne:
 (8)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach Bowies Meinung, eine seiner relevantesten Aufnahmen ever. Ich widerspreche ihm nicht! :-)
Es ist schon erstaunlich, das es einen Engländer bedurfte, der hierher kam, um unsere ureigenen Gefühle und Atmosphären perfekt zu vertonen.

Man könnte sagen, seit dem Krautrock und seinem unendlichen Output, gab es keine adäquatere Platte mehr, die den Zeitgeist so fantastisch dokumentiert, wie Bowie hier auf Heroes...
Veröffentlicht am 5. Juni 2008 von Toshé

versus
43 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen unangenehm
ich weiß, ich begehe hier und jetzt ein sakrileg und werde dafür vermutlich mit vielen nichthilfreichs abgestraft, aber irgendwer muss die sakrilege ja begehen, sonst wäre das leben fad.

als bekennender nicht-bowie-fan (aber als bewunderer seines muts zum wandel und zur entwicklung sowie seines charismas) kannte ich von diesem album nur den...
Veröffentlicht am 28. Juli 2009 von guitar


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach Bowies Meinung, eine seiner relevantesten Aufnahmen ever. Ich widerspreche ihm nicht! :-), 5. Juni 2008
Von 
Toshé "Toshé" (Inner Outer Space) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Heroes (Audio CD)
Es ist schon erstaunlich, das es einen Engländer bedurfte, der hierher kam, um unsere ureigenen Gefühle und Atmosphären perfekt zu vertonen.

Man könnte sagen, seit dem Krautrock und seinem unendlichen Output, gab es keine adäquatere Platte mehr, die den Zeitgeist so fantastisch dokumentiert, wie Bowie hier auf Heroes.

Andererseits braucht man dafür natürlich gerade einen Künstler seines Kalibers. Das hätte zu der Zeit keiner von uns geschafft.

Wenn man das Album dann auflegt und völlig unvoreingenommen laufen läßt, ist es einfach nur unglaublich, mit welcher Sensibilität und Anteilnahme hier gearbeitet wurde. Wer die Berliner Straßen, Menschen und Szenen aus dieser Phase wirklich kennt, und weiß was los war, dem muß das Kinn schier bis auf den Fußboden fallen! Unsere haß-geliebten Klischees werden durch das dritte Ohr gedreht und auf die Essenz gestrippt, das man glaubt zu halluzinieren.

So kühl, berechnet und stilisiert werden da Klangwelten erschaffen, die so leicht klingen, und doch so tonnenschwer wiegen.

Eigentlich gibt es keine passenden Worte dazu. Man muß diese Gefühle durchlebt haben, dann versteht man diese Musik ohnehin ohne Umwege.

Sehr schön auch das Konzept, den ersten Teil mit obskuren Songs zu gestalten und dann im zweiten Abschnitt, die dunklen Meditationen zur Underground-entspannung.

Danke David, für ein einmaliges Album, das du uns geschenkt hast. Womöglich kam dir das Ergebnis selbst wie ein Wunder vor.
Eine Aufnahme, die es nicht nochmal gibt; in ihrer Art unübertrefflich.
Ein Album, das das Genre "Klassiker" deutlich mitdefiniert hat!

Liebe Grüße und ganz viel Freude damit!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Heroes": Berlin, 2. Teil, 5. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Heroes (Audio CD)
Der perfekte Berlin-Soundtrack: Die Musik ist roh, dreckig, düster und wahnsinnig romantisch - mit Betonung auf wahnsinnig. Bowie beweist echtes Talent, seine Umgebung musikalisch abzubilden.

Der raue Sound der Platte ist entstanden, weil die Preproduction-Aufnahmen verwendet wurden. Das lag daran, dass Bowie und Eno einige Sounds nicht reproduzieren konnten, weil sie sich nicht mehr erinnerten, wie sie entstanden waren. Das hatte natürlich nichts mit Bowies damaligen Alkoholproblemen zu tun.

Mit dem Titeltrack hat Bowie einen perfekten Popsong abgeliefert - wer außer John Lennon kann das schon von sich behaupten - eine großartige Hymne, mit unglaublicher Leidenschaft vorgetragen. Die anderen Stücke der ersten Seite wirken skizzenhaft, unfertig, wie merkwürdige Pop-Mosaike.

Die Ambient-Musik der zweiten Seite malt schaurig-schöne Sound-Landschaften, in den stärksten Momenten versetzt sie den Hörer in wohliges Gruseln. Hier ist eine echte Weiterentwiccklung seit "Low" festzustellen, die Ambient-Tracks wirken sehr viel ausgefeilter als beim Vorgänger.

Anstatt die Platte wie "Low" mit Ambient-Sounds ausklingen zu lassen, überrascht Bowie den Hörer mit "Secret Life Of Arabia", das mit der düsteren Stimmung der Platte bricht, und mit seinen orientalischen Klängen auf das Nachfolge-Album "Lodger" hinweist.

Fazit: Zusammengenommen mit "Low" - denn die beiden Alben gehören zusammen - Bowies größter Wurf. Ein Meilenstein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zukunftssicher, 3. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Heroes (Audio CD)
"Heroes" mag, was seinen Aufbau und seine Dramaturgie angeht, eine Fortführung von "Low" sein. Stimmung und Ausdruck der beiden "Berlin"-Platten unterscheiden sich allerdings (Das Gerede über die "Trilogie" aus diesen beiden Alben plus "Lodger" kann ich persönlich gar nicht so richtig nachvollziehen, da "Lodger" zwar auch experimentelle Anteile und Brian Eno enthält, ansonsten aber in Montreux aufgenommen wurde und eher eine Sammlung von Songs ist, ohne die konzeptionellen und visionären Implikationen von "Low" und "Heroes"; aber die Menschen mögen Trilogien, siehe "Aller guten Dinge sind 3", Tick, Trick & Track usw.usf.) - "Low" als Antithese zu Bowies Kokain-Exzessen thematisiert Implosion, den Rückzug nach innen und klingt dementsprechend fast kataton (nicht nur auf den Instrumentals, gerade "Sound & Vision" hört sich an, als hätte sich das Leben komplett in die Innenwelt des Künstlers verabschiedet). "Heroes" geht viel mehr nach außen, allerdings ohne deswegen gleich mit der Welt sprechen zu wollen. Eine Platte über Drop-Outs und komische Vögel. Der Protagonist der paranoiden Metropolis-Disco von "Beauty & The Beast" gehört wahrscheinlich zu den Leuten, zu denen man auf dem Tanzboden oder wo auch immer, lieber einen Sicherheitsabstand hält, weil man so ein Zeitbomben-Gefühl bekommen hat. "Sons Of The Silent Age" - Sie sind unter uns, sie haben ihre eigenen Reproduktions- und Lebenszyklen, aber sie bleiben unter sich. Zu "Heroes" selbst schließlich will Bowie von der Beobachtung eines jungen Liebespaares, das sich immer an der Beliner Mauer traf, inspiriert worden sein. Ob das nun so stimmt oder nicht - "Heroes" ist das, wovon oft gesprochen wird, was man aber selten antrifft: DER PERFEKTE SONG. Gebrochenheit, Verzweiflung, Schönheit, Hoffnung und das alles eingebettet in ein Arrangement, daß diese Emotionen spiegelt, trägt und sublimiert. Sowas gibt's nur ein Mal im Leben. Nebenbei: Was soll das ganze trutschige Verzücktsein über DIE DEUTSCHE VERSION des Songs? Da halte ich es doch eher mit Heinz-Rudolf Kunze, der in einem vor Jahrzehnte veröffentlichten, ganz wunderbaren Essay über Bowie sagte, daß dies einer der wenigen Momente wäre, in denen Bowie sich erschreckend unsouverän anhört - außerdem wäre die Übersetzung blöd. Recht so! Ich muß immer an Nicole denken, wie sie 1980 mit "Ein bißchen Frieden" den Grand Prix gewinnt und nach ihrer Krönung das Lied in 3 verschiedenen Sprachen singt. Jede neue Sprache wird mit artigem "Hui, nette Geste!"-Applaus bedacht. Das ist Kitsch und paßt nicht zu Bowie.
"V2-Schneider" hat Vocoder-verfremdete Fantasie-Vocals, aus denen sich erst in der letzten Quasi-Strophe der Titel herausschält - eine Hommage an KRAFTWERKs Florian Schneider, auf einen Marschrhythmus gespielt und dann auch noch die Erwähnung der deutschen Boden-Boden-Rakete aus dem 2. Weltkrieg - naja, Bowie und sein Rumgespiele mit faschistischen Bildern...aber die Musik, der Titel, das Image von KRAFTWERK und die Tatsache, daß Bowie sie als großen Einfluß benannte, sind als Kombination ohne Frage faszinierend, von Bowies konsequent gegen den Strich getutetem Saxophon mal gar nicht zu sprechen.
"Sense Of Doubt" ist neben "Warszawa" der eingängigste von allen Instrumentaltiteln, die Bowie & Eno gemacht haben: 4 chromatisch absteigende Töne, große Räume, ein paar Synthesizer-Flächen - mehr braucht es nicht, um ein hochgradig visuelles, beklemmendes und dystopisches Stück Musik zu erschaffen, das schonmal "Alien" und "Blade Runner" andenkt. Diese Platte gehört, wie man so sagt, in jeden gut sortierten Haushalt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Destillat, 3. Juli 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Heroes (Audio CD)
Von der Berlin Trilogie, also von 3 ganz starken Alben, ist das hier das Beste, nicht wegen des Titelsongs, sondern weil es Rock und Elektronik auf eine bis dahin nie gehörte Art und Weise verband.

,Heroes' rockt härter als ,Low' und enthält im Gegensatz zu diesem auch nur 2 quasi ,Ambient' Stücke, die allerdings auch wieder ein wenig ermüden können; dafür wird man aber danach mit dem erstklassigen und leicht mystisch angehauchten ,The Secret Life Of Arabia' voll entschädigt. Sicher einer der bemerkenswertesten songs aus dieser Schaffensphase.

Kompositorisch ebenfalls äußerst interessant ist ,Sons Of The Silent Age', denn spätesten bei diesem song spürt man bei den Strophen Bowie's Hochachtung und Verehrung für Peter Hamill, der erhebenden Refrain wiederum erinnert an seine songwriter Phase von ,Hunky Dory'.

,Heroes' und die Rock-Nummern ,Beauty & The Beast', ,Joe The Lion' und ,Blackout' glänzen einerseits durch die innovative aber stimmige Gitarrenarbeit von Robert Fripp und andererseits durch ein sehr modernes songwriting. ,Blackout' ist das aufwühlendste Stück das Bowie je komponiert hat.

Die instrumentals ,V-2 Schneider' und ,Sense Of Doubt' sind beide gelungen, aber äüßerst unterschiedlich. Das positive und erhebende feeling das ersteres durch den Saxophon part und die Stimmen erzeugt, wird durch die gespentische, minimalistisch dargebrachte Atmosphäre von ,Sense Of Doubt' völlig konterkariert; doch genau diese Gegensätze machen die Faszination des flows dieses Albums aus.

,Heroes' ist zu Tode gespielt, zugegeben, so wie ,Bohemian Rhapsody von Queen, zurecht ein Klassiker ist es aber allemal; und davon abgesehen gibt es auf diesem Album sowieso noch viel mehr zu erleben, denn hier werden Bowie's und die Experimente anderer Künstler aus Prog, Rock und Elektronik von ihm zu kurzen, aber nicht weniger anspruchsvollen Pop Songs destilliert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hansa by the wall, 12. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Heroes (Audio CD)
Berlin 1977, Bowie lebt mit Iggy Pop Wand an Wand in Schöneberg. Neben täglichen Streifzügen durch die Stadt nimmt er im Sommer 1977 mit Visconti, Eno, Alomar "HEROES" auf. Der signifikanteste Unterschied zum Vorgänger LOW ist der Tagesausflug von Robert Fripp. Kam, spielte, flog davon.
Ich finde "HEROES" grandios, eine Platte voller Fragmente (eigentlich ein Nachteil), vier von zehn Liedern instrumental, die Songs haben nur selten eine klare Linie, sie brechen ab, und dennoch entsteht ein Flow. Natürlich muss man Zugang zu solch einer Musik haben. Findet man den nicht, kann das Ding sicher sehr nerven. Geht mit aber absolut nicht so.

Heroes ist von der reinen Komposition her eigentlich nichts Besonderes. Live konnte man das manchmal hören. Aber der fertige Song, der Sound, die Stimme, das Arrangement, entwickeln eine schier überwältigende Präsenz. Ein sehr gelungener Song und zurecht ein Klassiker. Der Opener Beauty And The Beast, druckvoll, zwei fragmentarische Strophen, eine Art Refrain, Wiederholung, dann so etwas wie eine Bridge, nochmal Strophe und Ref, seltsam und dennoch im Fluss. Auch bei Joe The Lion findet man keine klassischen Songstrukturen. Zu Beginn ein Rockriff, die Drums, dann der Gesang, eine kurze Bridge unterbricht die formlosen Strophen. Doch der Song klingt dennoch fesselnd und zusammenhängend.

V-2 Schneider, Bowies Hommage an Kraftwerks Florian Schneider zähle ich instinktiv nicht zu den Intrumentalstücken, obwohl außer dem Titel (zweimal) nichts gesungen wird. Ein klarer, grauer Popsong, groovender Bass, schönes Saxophon. Sense Of Doubt vermittelt eine kalte, dunkle, bedrückende und beindruckende Atmosphäre. Korrespondiert mit Warszawa von LOW. Moss Garden mit japanischer Koto ist der meditativste und friedlichste Song auf "HEROES". Klingt ein wenig wie die ersten Anzeichen des Frühlings auf diesem meist kalten Album. Auch bei anderen Momenten hört man optimistische Anflüge. Neuköln greift die Stimmung von Sense Of Doubt wieder auf, dazu hören wir orientalische Saxophontöne. Bowie sagte, dass er mit dem Lied die Isolation der türkischen Immigranten in Neukölln und Kreuzberg darstellen wollte. Ich finde dies sehr anschaulich.

Die Instrumentaltitel gefallen mir auf LOW etwas besser, sind aber für mich dennoch sehr gelungen. So hört sich Berlin (aber auch viele andere Städte) zwischen Oktober und März wirklich an, wenn man in der Stimmung dafür ist. Eine sehr emotionale Scheibe, karger als sein Vorgänger. Beim letzten Berlin-Besuch , April, sehr kalter Ostwind, beim Verlassen des Brücke Museums, in den Straßen Schönebergs, in Friedrichshain etc., an vielen anderen Plätzen oder Straßen, die Platte passt (auch heute noch) als Soundtrack. Jedenfalls für mich. Ich finde "HEROES" auch zeitlos und keineswegs schlecht gealtert. Blackout schließt sich den ersten beiden Stücken an, fragmentarische Melodiephrasen werden verworfen und wieder aufgegriffen. Schräg, abgedreht, hämmerndes Klavier, der Sänger ist "...under Japanese influence...", der Ruf nach dem Doktor. Der größte Teil des Gesangs, der Texte von "HEROES" , ist vor dem Mikro spontan geschrieben und eingesungen worden. Das hört man und das ist für meinen Geschmack durchweg sehr gelungen.

Sons Of The Silent Age ist der einzige Song der (neben vielleicht V-2 Schneider und mit Abstrichen Heroes) klassischen Songstrukturen folgt. Ein sehr schönes, nachdenkliches Stück, würde auch gut auf die 22 Jahre später erscheinende "hours..." passen. The Secret Life Of Arabia ist ein unglaublicher Song. Zwei sehr kurze Strophenfragmente, die auch noch verschieden sind, dazu dann ein sich wiederholender Refrain & das Ding funktioniert, nimmt mich mit. Beim Ausklingen des Songs habe ich nicht selten das Gefühl, die Strophen wären länger, als der Text offenbart. Beim Fadeout-Refrain mit clapping hands und lockerem Piano führt der Song zum Tanzboden an der Mauer. Ein "HEROES"-Popsong, wenn es so etwas gibt.

Ein seltsames Album, fragmentarisch, viel Raum für Intrumentalstücke und Improvisationen, beeindruckend und zurecht ein Klassiker!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker in vier Variationen, 19. Oktober 2009
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 'Heroes' / 'Helden' / 'Héros' E.P. (MP3-Download)
Es ist nicht nur einer der bekanntesten Songs Bowies, sondern auch einer seiner besten. Auf dieser EP sind die deutsche Version "Helden", die französische Version "Heroes", die deutsch/englische Version "Heroes/Helden" und die Liveversion vorhanden.

Bei diesem Song passt einfach alles, die Musik, der wirklich starke Gesang von Bowie, sowie ein herausragender Text. Der wirklich starke Text handelt von der Geschichte zweier Liebender die sich im Schatten der Berliner Mauer treffen.

Alle Versionen können hierbei überzeugen, wobei die Liveaufnahme gesanglich nicht ganz die Qualität der Studioversion hat, aber gerade daraus ihren ganz speziellen Reiz zieht. Ebenfalls unvergleichlich die beiden Versionen: deutsch und deutsch/englisch, die einfach wunderbar sind und der deutsche Text durchaus ansprechend ist.

Ein wenig schwächer empfinde ich die französische Version, aber das ist nun mal Geschmacksache.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Nicht (ganz) so gut wie sein Vorgänger, 5. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heroes (Audio CD)
Insgesamt ist “Heroes“ wieder ein anständiges Album, mit einigen guten bis sehr guten Tracks. Fünf Sterne wie bei Low kann ich hier allerdings nicht vergeben (aus unterschiedlichen, v.a. subjektiven Gründen).
Der Titeltrack “’Heroes’“ ist natürlich ein zeitloser Klassiker mit seiner Wall-of-Sound Produktion, den schaurig-schönen Melodien (Synth und Gitarren) und Bowies Porträt eines Liebespaars an der Berliner Mauer.
Das Krautrock artige“V2 Schneider“ überzeugt und erinnert an schmissige Tracks wie “Speed of Life“ oder “A New Career in a New Town“ von der Low.
Die drei instrumentalen Synth/Ambient-Stücke (“Sense of Doubt“, “Moss Garden“, “Neuköln“) sind wieder sehr beschaulich, unterschiedliche Stimmungen evozierend, von schön/besinnlich bis unheimlich/schaurig (keins dieser Synth/Ambient-Stücke wirkt allerdings so genial und ausgefeilt wie “Warszawa“ von der Low).

Abgesehen von den o.g. Tracks wirkt der Rest (immerhin die Hälfte der Stücke) wie eine milde Enttäuschung oder ein Rückschritt. Waren auf der Low fast alle Tracks ausnahmslos innovativ und brillant (außer vielleicht “Be My Wife“), überzeugten u.a. durch ihre unüblichen Sounds/Arrangements und hatten eine futuristisch-distanzierte Aura…, so wirken auf “Heroes“ manche (ca. die Hälfte) Tracks eher banal, nicht so überzeugend.
“Joe the Lion“ und “Sons of the Silent Age” beispielsweise klingen für mich eher nach dem alten Bowie aus Glamrock-Tagen (welche mir persönlich nicht so zusagen).
“The Secret Life of Arabia“ wirkt zudem unglücklich platziert: ist man nach Hören der (instrumentalen) Synth/Ambient-Tracks in einer beschaulichen Stimmung, holt einen “The Secret Life…“ recht nüchtern (und auch bisschen affektiert) wieder in die Realität zurück (ein Bowie-Biograf meinte ebenfalls, das Album hätte mit den letzten Noten von “Neuköln“ enden sollen).

Weil eben ca. die Hälfte der Tracks selber nicht so gut gefallen, kann dem Album höchstens 4 Sterne geben (diese sind aber auf jeden Fall verdient durch die andere/bessere Hälfte der Tracks, v.a. das geniale “’Heroes’“ {der Titeltrack}).
Das ist natürlich eine rein persönliche Wertung; andere mögen an den eher rückschrittlichen (Glamrock artigen) Tracks (1., 2., 4., 5. und 10.) vielleicht Gefallen finden und dem Album durchaus 5 Sterne geben (selber finde “Heroes“, trotz der Abstriche, auf jeden Fall noch deutlich besser/überzeugender als das eher enttäuschende Lodger).

PS: zum Remaster von 1999 kann ich nichts sagen. Es klingt für mich sauber und ordentlich produziert; weiß aber nicht, inwiefern sich das von der 1991 (Rykos) Version von “Heroes“ unterscheidet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Davids Heldentat, 13. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Heroes (Audio CD)
"Heroes" ist künstlerisch eins der ausgereiftesten Bowie-Alben, auch wenn ihm der große kommerzielle Erfolg versagt blieb. Bowie nimmt den Faden des Vorgängeralbums "Low" auf und entwickelt ihn zielstrebig weiter. Wieder bietet er eine Mischung aus ungewöhnlichen Gesangsstücken und elektronisch geprägten, z.T. schroffen Instrumentals, an denen sich der Einfluß Brian Enos deutlich ablesen läßt. Während auf "Low" aber eine depressive Grundstimmung dominiert, zeigt sich auf "Heroes" ein kraftvollerer Bowie. Die musikalischen Ideen werden nicht nur skizzenhaft angerissen, sondern vollständig ausgeführt. Eins der schönsten Beispiele ist das Titellied, zu dem ihm der Anblick eines Liebespaars vor der Berliner Mauer inspirierte. Schroffen Rockern wie "Beauty and the Beast" und "Joe the Lion" werden dekadent-theatralische Töne wie in "Sons Of The Silent Age" gegenüber gestellt. Auch die Instrumentals haben es in sich. "V-2 Schneider" ist noch ein gitarren- und drums-lastiges Powerstück. "Sense of Doubt" und "Moss Garden" gehen in eine eher meditative Richtung, während bei "Neukölln" insbesondere das einsame Saxophongequäke am Ende eine Stimmung totalen Verlorenseins entstehen läßt. "Heroes" erschließt sich dem Hörer nicht leicht. Wer sich jedoch auf dieses musikalische Abenteuer einläßt, der wird reich belohnt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen David Bowie - ''Heroes'', 26. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Heroes (Audio CD)
1977 gab es zwei Neuerscheinungen von David Bowie, das erste davon war Low, dessen Anfänge sich in Frankreich finden, welches aber in Berlin fertiggestellt wurde. ''Heroes'' ist ganz in Berlin entstanden und wurde 1977 zum besseren der beiden Alben erklärt. Das wird heute oft angezweifelt und das zeigt, wie sich die Zeiten ändern und Vergleiche der Zeit oft nicht zu lange stand halten. Denn wie man weiß gibt es 'Old Wave, New Wave und Bowie.'.
Die A Seite sind 'normale' Rocknummern, die unter Zuhilfenahme von Visconti und Eno genial umgesetzt wurden, aber heute von dem Lied ''Heroes'' einfach in den Schatten gestellt werden, genau wie die B Seite, die außer dem letzten Titel rein instrumentell ist. Dabei ist gerade V-2 Schneider ein Höhepunkt der Platte. Die anderen Stücke sind alle gut, fügen sich aber dem Gesamtkonzept und scheinen relativ homogen, also ein bisschen abgedreht, negativ/positiv, es spiegelt Berlin Ende der 70'er sehr gut wieder, alle Gegensätze, einfach Klasse, das Album
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Musikgeschichte, 15. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 'Heroes' / 'Helden' / 'Héros' E.P. (MP3-Download)
Die Überschrift sagt eigentlich schon alles. Dieser Song egal ob in Deutsch Englisch oder Französisch gesungen ist ein Meilenstein der Musikgeschichte. Wenn man dann auch noch den Film:
Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
gesehen hat dann ist dieser Song noch einmal um einiges besser.
KAUFEN!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen