Kundenrezensionen

8
4,6 von 5 Sternen
Sonaten für Viola da Gamba & Cembalo
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Für seine sechs Sonaten BWV 525 bis 530 sah Johann Sebastian Bach keine explizite Besetzung vor. Da diese sogenannten Triosonaten aber zu den großartigsten Werken des Thomaskantors zählen, gibt es dementsprechend viele Aufnahmen mit den verschiedensten Besetzungen. Am häufigsten wird die Orgel als Instrument gewählt.
Die deutsche Gambistin Hille Perl wählt die Besetzung Cembalo und Viola da Gamba und verstärkt die kammermusikalische Betonung in der ersten, dritten und sechsten Sonate durch den Einsatz einer Laute. Gemeinsam mit der Cembalistin Christine Schornsheim und dem Gitarristen Lee Santana feiert sie so ein wahres Feuerwerk der Musik.

Bachs Triosonaten erweisen sich in ihrer stets dreisätzigen Anlage als abwechslungsreich. Sie scheinen göttlichen Odem einzuatmen. Die Sonaten BWV 525, 526, 529 und 530 sind konzipiert auf die Satzfolge schnell - langsam - schnell, die anderen beiden auf die Satzfolge langsam - langsam - schnell.
Die Sonaten sind knapp und konzentriert. Während die schnellen Sätze in der Regel ausgelassenen, feierlichen oder tänzerischen Charakters sind, zeigen sich die langsamen schlicht und tiefsinnig. Dur oder Moll spielt bei den Ausdruckswelten dieser wundervollen Werke keine Rolle.

Man werfe exemplarisch - denn alle Sonaten sind gleichermaßen herausragend - auf die C Dur Sonate BWV 529 einen Blick: Der Kopfsatz strotzt vor Kraft und Vitalität. Dann folgt das dazu in krassem Kontrast stehende Largo, das den Hörer beinahe entrückt. Danach wirkt das Finale beinahe verklärend, was durch den vollen, wuchtigen Klang der Gambe unterstützt wird.

Wie gesagt ist das Zusammenspiel der Akteure famos. Das Cembalo steht gleichberechtigt neben der Gambe - was ja auch im Sinne der Triosonate ist. Das Spiel ist flott, scharf akzentuiert und wundervoll, traumtänzerisch nuanciert. Alle drei Interpreten spielen auf historischen Instrumenten, so dass sich der Hörer - auch dank der ausgezeichneten Tonqualität - in eine ganz fremde, aber erfüllende Welt versetzt fühlt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Mai 2012
"Die Gambistin Hille Perl wird für ihre CD-Produktionen von den Medien stets mit höchstem Lob gefeiert. Bereits dreimal ist sie mit einem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnet worden. Nach ihrem erfolgreichen Dowland-Album »In Darkness let me dwell« mit Dorothee Mields präsentiert sie auf ihrer neuen CD Werke von Johann Sebastian Bach. Die Sonaten BWV 525'530 werden heute relativ selten in ihrer überlieferten Form als Orgelsonaten gespielt. Viele Versuche sind gemacht worden, eine kammermusikalische Darstellung dieser bedeutenden Werke zu ermöglichen. Die Beschäftigung mit den Sonaten BWV 1027-1029 für Viola da Gamba und obligates Cembalo brachte Hille Perl und Christine Schornsheim auf den Gedanken, diese sechs Sonaten in der gleichen Besetzung zu spielen. Christine Schornsheim wählte für die Aufnahme eines der weltbesten erhaltenen historischen Cembali, das Cembalo von Johannes Ruckers aus dem Jahre 1624."

Hier treffen zwei Vollblutmusikerinnen aufeinander, die Bach mit viel "drive" spielen.
Die Kritik nahm diese Aufnahme sehr freundlich auf:"Hauchzarte Schleier. Perfekt in der Balance zwischen Farbdetail und großem Bogen. Inspirierte und fesselnde Darstellung. Erstaunlich, wie wenig man in ihrem unangestrengten Spiel das Original vermisst."

Das Original würden ich nicht missen wollen (zB in der herrlichen Einspielung von Daniel Chorzempa).

Aber diese Bearbeitung ist ebenso erfreulich wie diejenige von Malcolm und Julian Bream.

Es macht grosse Freude, die Intensität des Musizieren geniessen zu können.

Eine wunderbare Aufnahme!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2009
Vor Jahr und Tag gab es eine Transkriotion der Bach'schen Orgel-Triosonaten für Laute und Cembalo.

Julian Bream und George Malcolm spielten diese hinreissend.

Nun eine Transkription für Gambe und Cembalo.

Die Kritik dazu."...ls sie die eigensinnig vehemente Cembalistin für dieses frauenpowernde Duo im Dienste Bachs anheuerte. Und die Gleichung, dass zwei gestaltungswütige Spielernaturen in der Liebe zu einem Komponisten ein wunderbares Doppel abgeben können, erfüllt sich auch hier. Mit beredsamen Fingern beatmen sie sechs eigentliche Orgelsonaten in anders instrumentierter Form mit blühendem Klangleben. Die Kirsche auf dem Barockkuchen: die herrliche Fülle des Ruckers-Cembalo aus dem Colmarer Unterlindenmuseum."

In der Tat , wie mit Bach-Musik so oft. Sie wird durch Transkription nicht schlechter. Die Musik ist immer starl. Eine Transkription zeigt andere Facetten.

Die beiden Vollblut-Musikerinnen lassen diese Triosonaten leuchten. nicht die ältere Version vom Bream und Malcolm vergessen, aber eine weitere Farbe wird hinzugefügt." Man muss schon ein großer Gambenfreund sein, um hierbei nicht an Migräne zu denken." meint Robert Fraunholzer.So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen.

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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Oktober 2009
"Auch wenn Bach nur diese sechs Triosonaten geschaffen hätte, würde man ihn zu den größten Orgelkomponisten zählen." Das schreibt der Schriftsteller Maarten 't Hart in seinem reizenden Buch "Bach und ich" über diese Werke und wer sie schon kennt, der kann sich gut vorstellen, daß es eben diese Sonaten waren, über die Goethe sagte, es sei "als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte". Der erste Bach-Biograph Johann Nikolaus Forkel (ein Universitätsmusikdirektor in Göttingen, zu dessen Studenten August Wilhelm Schlegel und Wilhelm von Humboldt gehörten) gab an, Bach habe die Sonaten zu Übungszwecken für seinen ältesten Sohn Wilhelm Friedemann komponiert. Und da Forkel mit jenem in persönlichen Kontakt stand, gibt es keinen Grund, daran zu zweifeln. Auf dem Autograph der Partitur hat Bach "à 2 Clav. e Pedal" angegeben, so daß es plausibel erscheint, daß diese Übungsstücke auf einem Pedal-Clavichord (oder Pedal-Cembalo) gespielt wurden, sozusagen einem Übungsinstrument für Organisten (das die sich aber praktischerweise in die Wohnung stellen konnten). Und daß der alte Bach auf solchen Instrumenten musiziert hat, weiß man von den Konzerten seines Collegium Musicum's im Zimmermann'schen Kaffeehaus. Es erscheint mir daher völlig selbstverständlich, diese Musik auch in einem kammermusikalischen Rahmen zu präsentieren. Heinz Holliger hat im Vorwort zu seiner Einspielung der Triosonaten als Transkription für Oboe, Viola und basso continuo (die zwanzig Jahre lang meine Referenzaufnahme für diese Werke war) gesagt, auf diese Weise würde die Musik wesentlich mehr von den Affekten (Gemütsregungen, die musikalisch dargestellt werden) und dem sprechenden Ausdruck offenbaren, als wenn sie, wie üblich, auf der Orgel gespielt werden.

Die vorliegende Aufnahme geht noch einen riesigen Schritt weiter: Den ersten Satz der Sonate e-moll BWV 528 hatte Bach bereits als Sinfonia zum zweiten Teil der Kantate "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes" BWV 76 verwendet, und zwar als ein Trio für Oboe d'amore, Viola da Gamba und Continuo (Man geht heute übrigens davon aus, dass die Bearbeitung auf eine instrumentale Sonate dieser Besetzung zurückgeht). Hille Perl und Christine Schornsheim haben sich daher der herkuleskanmutenden Aufgabe gestellt, alle sechs Sonaten als Gambensonaten mit obligatem Cembalo einzuspielen. (Es sei nochmal auf Maarten 't Hart verwiesen, der schrieb: "Schade nur, daß die Sonaten so tierisch schwer sind.") Lee Santana ergänzt die Sonaten Es-Dur, d-moll und G-Dur mit einem Lautencontinuo, so daß der konzertierende Charakter noch deutlicher hervortritt. Ohnehin perlt die Musik in den schnellen Sätzen von einer Spielfreude und Lebenslust daher, daß Bach sicherlich seine helle Freude daran gehabt hätte. Und doch sind es gerade die langsamen Sätze dieser CD, die unglaublich faszinieren und den Hörer in die süßeste Melancholie versetzen. Carl Philipp Emanuel Bach schrieb an Forkel: "Es sind einige Adagii darin, die man heut zu Tage nicht sangbarer setzen kann." Und so singt Hille Perl uns so zärtlich und emotionsgeladen auf ihrem Instrument diese Adagii daher, daß man glaubt Bach, hätte nie etwas anderes als eine Gambe für diese Musik vorgesehen. Natürlich sind bei Bach alle Stimmen gleichberechtigt und so entfaltet sich die atemberaubende Wirkung der bezaubernden Gambenstimme erst im kontrapunktischen Wechselspiel mit dem Cembalo. Christine Schornsheim gelingt es, aus diesem berühmten Ruckers-Cembalo ein ausdruckstarkes Spiel zu kitzeln, das schlichtweg begeistert. Die Künstler präsentieren hier einen Bach, den viele von uns so sicherlich noch nicht kennengelernt haben.

Wer Bach's Musik schätzt, der sollte sich diesen Genuß nicht verwehren!
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am 26. Februar 2014
wunderschön, dieser weiche, warme Klang! Cembalo und Gambe passen auch perfekt zusammen. Ich wünschte mir, man würde diese Kombination öfters hören.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Januar 2014
Musikalisch ist an dem Album nichts auszusetzen und die Transskription dürfte als äußerst gut gelungen gelten.

Nur die Technische Nachbearbeitung ist sehr irritierend: das Cemballo ist zum einen für meine Begriffe etwas zu leise ausgesteuert und ist dabei aber stereophonisch über beide Kanäle verteilt; .. die Viola sitzt so dann zentral mitten in dem Musikmöbel. -- Dies mag ja durchaus so gewollt sein, als eine Art der Huldigung, ist mir aber zu verwirrend.
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am 7. Juli 2013
Viola da Gamba & Cembalo sind gleichermassen leise,unaufdringlich und zurückhaltend. So kann man diese CD sehr gut nebenbei hören, ebensogut mit Kopfhöhrer ganz bewusst. Wunderbar gespielt von Frau Perl! Hoffentlich bringt sie noch mehr heraus.
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am 15. November 2013
Hille Perl is really a great musician, and what better that Bach to make a CD? I believe she's one of today's best on this instrument today; not perfect but very musical.
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