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Kundenrezensionen

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am 14. Dezember 2006
Den Film "O Brother, Where Art Thou?" kenn ich (noch) nicht -- aber dieser Soundtrack ist einmalig! Eine Querfeldein-Tour durch die Wurzeln der amerikanischen Musik -- die Musik der kleinen Leute: Worksongs der schwarzen Landarbeiter, oft noch mit lebhaften Erinnerungen an die Sklaverei; Spirituals; die Musik der weißen Sharecropper, die oft genug von der Hand in den Mund lebten; die Songs der Kettensträflinge; aber auch Tanzmusik der europäischen Einwanderer... Diese atemberaubende Tour de force führt einen durch alle möglichen Facetten von Bluegrass, Blues, Spiritual, Folk und frühem Country. Traditionals vom Feinsten kriegt man hier so authentisch zu hören, wie's authentischer nimmer geht -- und das, obwohl es sich bei den meisten Tracks um Neueinspielungen zeitgenössischer Musiker handelt. Allerdings ist hier die Crème der Szene beteiligt (u.a. Alison Krauss, Norman Blake, Chris Thomas King, Gillian Welch, Emmylou Harris, die Stanley Brothers und Ralph Stanley solo), die ihre Klasse nicht zuletzt durch bewundernswertes Einfühlungsvermögen in diese Traditionals beweisen.

Hinzu kommen noch einige wenige Originalaufnahmen, etwa Harry McClintocks unbekümmertes "Big Rock Candy Mountain" von 1928, oder, gleich als erstes, ein Worksong der Art, wie sie von Kettensträflingen gesungen wurden: "Po Lazarus" von James Carter mit Gefangenen. Nicht nur einfach gut, sondern ehrfurchtgebietend gut...

Erwähnenswert ist auch ein Überraschungseffekt der etwas anderen Art, nämlich die Peasall Sisters mit einem weiteren Carter-Family-Klassiker: "In the Highways" von unbekümmerten Kindern gesungen...Im ersten Moment gewöhnungsbedürftig... Aber diese drei Mädels, die sich absolut nix scheren, sind auf ihre Art hinreißend. Jelängerjelieber...

Aber die wahren Juwelen liegen woanders; dieser Soundtrack jagt einem einen Schauder nach dem andern den Rücken hinunter. Jeder Song ist einfach phantastisch -- schwer zu sagen, was aus diesem musikalischen Hochgebirgsmassiv besonders hoch emporragt... Ich versuch's mal:

Sicher gehört Alison Krauss' a capella "Down to the River to Pray" zu den allerbesten Songs dieser CD; ein ergreifendes Highlight... Sie singt diesen Spiritual dermaßen eindringlich, dass man nur die Augen schließen muss, und schon befindet man sich mitten im tiefsten verzweifelten Süden der 1930er Jahre. In Höchstform präsentieren sich auch Alison Krauss, Gillian Welch und Emmylou Harris bei "Didn't Leave Nobody but the Baby" -- drei stimmgewaltige Sängerinnen, die sich auch zurückzuhalten wissen, machen nahezu a capella diesen Spiritual zu einem Ereignis. Das einzige Instrument im Hintergrund ist -- eine "singende Säge"; vermutlich das erste und einzige Beispiel in der Musikgeschichte dafür, dass dieses Instrument seine Berechtigung hat.

Ähnlich überzeugend: "I'm a Man of Constant Sorrow", gleich zweimal von den Soggy Bottom Boys (zusammen mit Dan Tyminski, dem Sänger von A. Krauss' Union Station) -- diese Bluegrass-Version sticht sogar die von Bob Dylan aus... Eindrücklicher geht's schier nicht. Beeindruckend sind aber auch die Instrumental-Versionen: Zum einen besticht die des Gitarristen Norman Blake, und John Hartfords einsame Fiddle ruft der ganzen Menschheit Jammer ins Bewusstsein.

Chris Thomas Kings "Hard Time Killing Floor Blues" gehört sicher auch zu den aller-allerbesten Songs dieses Albums -- er zeigt hier, welches musikalisches Potential bereits im scheinbar schlichten Country-Blues steckt.

Wunderschön ist auch "Keep on the Sunny Side of Life" der Whites, ganz auf den Spuren der Carter Family.

Ein ähnlicher Höchstkaräter wie Alison Krauss' "Down to the River to Pray" schließlich ist Ralph Stanleys "O Death" -- die verzweifelte a-capella-Klage eines alten Mannes, der dem Tod noch einen Aufschub abhandeln will. Man muss das gehört haben, wie der große alte Mann Ralph Stanley hier seine brüchige Stimme einsetzt! Fast schon gespenstisch.

Stilistisch wieder ganz anders, aber nicht minder hinreißend sind ein weiteres Mal die Soggy Bottom Boys, diesmal mit Jimmie Rodgers' Klassiker "In the Jailhouse Now" -- mit Jodeleinlagen, wie sie auch Rodgers auf Lager hatte... Auch ein Must-Hear..

Und dann die Fairfield Four mit "Lonesome Valley" -- ein Einblick in die Ursprünge des Spiritual. Ein archaisches Monument des Chorgesangs -- ich konnte es nicht glauben, dass das keine historische Aufnahme ist, sondern neu eingespielt wurde. Unglaublich...

Keine Folk-, Blues-, Spiritual-, Bluegrass- oder Country-Sammlung kann ohne den Soundtrack von "O Brother, Where Art Thou?" vollständig sein. Wer ein wenig über die Ursprünge der gegenwärtigen Musik wissen will, sollte sich diese CD ebenfalls nicht entgehen lassen.

Und wer mit Sammlungen und Musikgeschichte nichts am Hut hat, sondern "nur" ganz einfach gute Musik hören will, dem sei dieser Soundtrack ganz besonders an Herz und Ohr gelegt.
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am 13. März 2002
Von klassischem Violinen getragenen Südstaaten Country über Balladen Gospel, zu tiefschwarzem Acapella Blues, der "O Brother, Where Art Thou?" Film Soundtrack ist ein Country Sampler der besonderen Art.
Abwechslungsreich und in verschiedenen Stilrichtungen präsentieren sich 19 Musiktitel wie sie unterschiedlicher, überraschender und unterhaltsamer nicht sein können.
Handelt es sich hierbei nun um den Country Song der Soggy Bottom Boys "I Am A Man Of Constant Sorrow (selten so eine virtuose Blues Guitar gehört), welcher gleich in 4 völlig unterschiedlichen Versionen vorliegt (wobei hier sogar die beiden Instrumentalversionen ein Genuß sind), oder aber der vielstimmige Gospel "Down To The River To Pray" der einem einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt.
Die absoluten Knaller sind allerdings "Hard Time Killing Floor Blues" von Chris Thomas King und „O Death" von Ralph Stanley. Letzterer ein tiefschwarzer Solo Acapella der das Prädikat Soul Song mehr als verdient und einen das leiden des Interpreten förmlich spüren läßt.
Alles in allem ein wunderbares Soul, Blues, Gospel, Country Album welches 100% Glaubwürdig nach Südstaaten Musik der "einfachen Leute" in den 30er Jahren klingt.
Das besondere hierbei im Gegensatz zu sonst üblichen Aufnahmen ist, das auf dem "O Brother, Where Art Thou?" Sampler, die schwarze Musik der unteren Gesellschaftsschicht ebenso vertreten ist wie die Country Musik des "einfachen Weißen", der mit "Negermusik" eigentlich nichts zu tun haben wollte.
Wer genau hinhört wird sich wundern wie nahe sich die Stilrichtungen eigentlich sind, obwohl an Gesellschaftlichen Berührungspunkten dieser Zeit wohl kaum etwas vorhanden war.
Noch ein kleiner Tipp zum Schluß: Achten Sie mal auf das Instrument im Hintergrund des vermeintlichen "Acapellas" Didn't Leave Nobody But The Babe". Und dann soll noch mal einer sagen mit einer "Singende Säge" kann man keine Musik machen ;-)
Für mich eines der empfehlenswertesten Alben der letzten Zeit!
-- Peter Mueller --
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am 1. Juni 2009
Am Anfang waren die Coen Brüder. Sie schufen einen Film, der nicht zuletzt durch die Hauptrolle von George Clooney in der Welt berühmt wurde.

Und dann war da natürlich die urwüchsige amerikanische Hinterwäldler Musik aus den Südstaaten, die homogen zur Gesamtatmosphäre des Filmes beitrug.
Für Viele, gerade in unseren Breitengraden, erschloß sich damit eine völlig neue musikalische Welt. So hatte noch kaum jemand die amerikanische Folkmusik gehört. Fernab von jedem radiotauglichen Western-Glamour-Kitsch und Cowboy Geschrammel.

Infolge des großen Erfolges des Filmes und des hier rezensierten Soundtracks stiegen die Verkaufszahlen von Bluegrass- und Oldtime Scheiben hierzulande beträchtlich.
Alison Krauss hatte ja auch vorher schon einen gewissen Bekanntheitsgrad bei uns, aber jetzt wurden auch John Hartford, Gillian Welch, Norman Blake, Ralph Stanley und einige andere ein Begriff. Bluegrass- und Oldtime Musik sind salonfähig geworden. Mehr als fünf Millionen Mal verkaufte sich der Soundtrack weltweit und wurde mit drei Grammys ausgezeichnet.

Und was wir auf dieser Scheibe zu hören kriegen, kann kaum schöner sein. Ländliche Südstaaten Musik, die in ihrer Schlichtheit, Schönheit und Ruhe ihresgleichen sucht. Herzerweichende Acapella Worksongs, warme Oldtime Country Songs, erdiger, ruhiger Bluegrass und ergreifender Bluegrass Gospel entführen uns in die dreißiger Jahre des amerikanischen Südens während der großen Depression. Wer den Film dazu gesehen und lieben gelernt hat, für den ist dieser Soundtrack natürlich unverzichtbar. Und alle Bluegrass und Oldtime Freunde haben dieses Album sowieso schon längst in ihrem Regal stehen.

Eingeleitet wird das Album von zwei alten Original Aufnahmen. James Carter & The Prisoners mit dem in den fünfziger Jahren aufgenommenen Worksong "Po Lazuras" und dem 1928 von Harry McClintock aufgenommenen humoristischen Oldtime Country Song "Big Rock Candy Mountain". Anschließend hören wir zeitgenössische Künstler wie Norman Blake, Alison Krauss, Gillian Welch, John Hartford, Emmylou Harris, The Cox Family, The Whites, Dan Tyminski, Ralph Stanley und The Fairfield Four. Aber alles so liebevoll und authentisch eingespielt, als befänden wir uns noch tatsächlich 70 Jahre in der Vergangenheit. Den krönenden Abschluß bilden die Stanley Brothers mit ihrem "Angel Band", eine Original Aufnahme aus den 50er Jahren.

Der Produzent des Albums ist T Bone Burnett. Ihm gebührt neben den Coen Brothers der größte Dank für diese großartige Arbeit. Ja, die Welt wäre ärmer ohne diese wundervolle Musik. Wenn ich nur drei Scheiben mit auf die einsame Insel nehmen dürfte, wäre diese auf jeden Fall dabei.

Absolute Kaufempfehlung! Ein Muß für JEDE Musiksammlung!
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Diese CD erhielt zurecht fünf Grammies, auch den für das Album des Jahres. Unabhängig davon, ob man den Film gesehen hat: Diese CD ist ein "Must" für Country-Fans, für Bluegrass-Fans, für Folk-Fans. Aber man kann durch diese CD auch erst zum Country-Fan werden! Als Einstieg ist diese CD nicht zu übertreffen.
Als Emmylou Harris die Stimme des betagten Dr. Ralph Stanley erstmals im Auto hörte, war sie so fasziniert, dass sie beinahe in den Graben gefahren wäre. Also Vorsicht!
Die kleinen Mädchen Sarah, Hannah und Leah Peasall schmettern ihr "In The Highways" so schnell und schwungvoll, das der Song nach kaum mehr als eineinhalb Minuten schon zu Ende ist.
Manche diser Lieder könnte man sich auch in einer Dorfkirche irgendwo in den Bergen von Kentucky vorstellen, alle sind scheinbar alltäglich und sprechen doch den Menschen aus der Seele: In Constant Sorrow...
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am 9. Januar 2007
Neben den bereits erwähnten Beschreibungen der Musik an sich ist hervorzuheben, daß die CD auch ein audiophiler Leckerbissen ist. Aufgrund der hohen Musikalität und der gleichzeitig hervorragenden Aufnahmequalität eignet sie sich ganz famos für die Beurteilungen von Wiedergabeketten.

Gleich zu Beginn sorgt die Chaingang für einen Moment des Erschreckens, wenn unvermittelt das harte perkussive Geräusch aufschlagender Hämmer die Lautsprecher martert. Die Anlage muß in der Lage sein, jede einzelne Stimme des Chorgesangs darzustellen und nachvollziehbar zu machen. Hochauflösende Anlagen werden wegsplitternde Steinchen aufzeigen.

Das Aufnahmeteam hat sehr sorgfältig und liebevoll gearbeitet und läßt den Musikstücken die verdiente Ruhe: Die Stücke werden am Ende nicht einfach abgeschnitten oder ausgeblendet. Vor allem, aber nicht nur hier, läßt man auf Track 8 und 9 das Mikro offen bis die Saite ausgeschwungen ist.

Auf Track 13 fängt das Mikro nicht nur den Geigenton an sich auf, sondern auch das Streichgeräusch, das leichte Kratzen des Bogens auf der Saite. Feinauflösende Anlagen zeigen hier auf, wie sich Geige spielen definiert: Das Reiben eines Pferdeschwanzes an einem Katzendarm ;-)

Fast als Abschluß der CD (Track 18) ein a capella der Fairfield Four: Fantastische, eindringliche Stimmen, räumlich gestaffelt. Man sieht die Sänger geradezu ums Mikrofon versammelt vor sich.

Eine Anlage ist dann als gut zu bezeichnen, wenn sie die technischen Details dieser CD herausarbeitet und dabei - vor allem - in der Lage ist, auch die Emotion der Musik zu transportieren. Wem bei dieser CD der Taktfuß stillbleibt, sollte umgehend den nächsten HiFi-Fach(!)händler aufsuchen.

(gehört mit Mark Levinson 38s PreAmp, ML 36s/37 Wandler-Laufwerkkombi, Spectral DMA 250 Endstufe und HGP Fuga2 ST Lautsprechern).
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am 8. Juni 2001
Als Countrymusikfan verfolge ich ziemlich viele einschlägige Radiosendungen. Seit Herbst 2000 wurde die Musik vom Soundtrack 'rauf und 'runtergespielt und machte neugierig auf den Film, der allerdings nicht überall lief. Endlich ab Mitte April als Leih-Video erhältlich, das ich mir mehrmals nacheinander ansah. Habe mich lange nicht so amüsiert. Das Video machte neugierig auf das Soundtrackalbum. Das Album hat ein höchst interessantes Booklet, die CD selbst ist wie eine Miniausgabe einer Vinylscheibe gestaltet - auch sehr interesant und zu dem Soundtrack und zur Filmhandlung passend. Dazu die schönen alten Songs - leider wieder ohne Songtexte. Beim Hören des Soundtracks sehe ich wieder die Bilder des Films vor mir, denen jegliches Grün fehlt, alles wurde in warmen gelblichen Tönen gehalten. Ein schönes und interessantes Album, wenn man diese Good Ol' Country- und Bluegrassmusik mag. Sehr empfehlenswert.
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am 13. Februar 2016
im hintersten Süden der Klan-Gesellen der ausgehenden Zwanziger. Allein der Soundtrack ist der Kauf wert, tatsächlich habe ich zum ersten mal zeit Urzeiten mal wieder eine CD gekauft, anstatt online zu streamen. Also die schwarze Soundtrack-CD in Form einer
Vinyl-Single.
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am 13. Januar 2014
Eine herrliche Zusammenstellung aktueller Bluegras Künstler, hier mit der Version, die in dem Film der Coen Brüder verwendet worden ist, und zum Anhören bestens geeignet. Mit diesen Künstlern gibt es auch eine sehr stimmungvolle Dokumentation eines Konzerts auf DVD Down From the Mountain mit den Live-Versionen der meisten Titel auch auf CD Down From the Mountain.

::-- Bluegras, der weiße Blues, hat mit der schrecklichen Country-Musik nun aber garnichts gemein -- außer den Grammys für Alison Krauss. --::
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am 21. Mai 2014
Witzige Musik zu einem witzigen Film. Sollte man gesehen und auch gehört haben. Bin nicht unbedingt ein Country fan aber das kann man sich schon mal anhören. Nicht immer aber doch ab und zu und dann mit vergnügen
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am 26. November 2013
für eine wirkliche bewertung bin ich leider nicht qualifiziert. eine einteilung in die richtige musikrichtung kann ich nicht machen. mir gefällt der sound einfach, - vermutlich kauft man diese CD auch hauptsächlich, weil man den film gesehen hat.
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