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Kundenrezensionen

11
4,1 von 5 Sternen
Only Built 4 Cuban Linx II
Format: Audio CDÄndern
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am 30. Dezember 2009
Stell dir vor, du gehst irgendwohin, sagen wir mal, in einen Lebensmittelladen oder ein Restaurant und dort wiederum begibst du dich auf der Stelle in einen hinteren Laggerraum, ein Hinterzimmer, Büro, was auch immer. Dort sitzt er, der Chef der Bande: Verhältnismäßig ein klein wenig in die Jahre gekommen, mit einer Statur auf die der Spitzname "Biggie Smallz" wohl besser zutreffen würde als auf Biggie selbst. Dieser jemand sitzt also da, vor ihm Unmengen an Koks auf dem Tisch, während im Hintergrund Filme aus Fernost laufen. Du setzt dich hin und fängst an zu lauschen, denn dieser Jemand hat dir viel zu erzählen und das tut er verdammt filmreif: Über die Herstellung und Verbreitung von Koks, über das Leben im Knast und dem Ausbruch aus selbigem, Raub, Mord und anderen unmoralischen aber lukrativen Tätigkeiten. Seine rauhe, rauchige Stimme zieht dich sofort in den Bann und sie lässt keinen Zweifel an der erfahrenen Ernsthaftigkeit ihrer gesprochenen Worte.

Willkommen bei Raekwon und seinem Opus "Only Built 4 Cuban Linx... Pt.II", welches satte 14 Jahre nach dem ersten Teil nun auf die Menschheit losgelassen wurde. Und zwischenzeitlich schien es, als würde es nie rauskommen: Zwischen ersten Ankündigungen und tatsächlichem Release lagen locker mindestens 4 Jahre, der Erwartungsdruck war somit, auch angesichts des wegweisenden Debüts, unermesslich hoch. Und auch nach dem Release sind die Stimmen durchaus geteilt, manche finden es langweilig und enttäuschend, andere ernennen es zum Album des Jahres. Die Wahrheit liegt wohl vermutlich irgendwo dazwischen.

Musikalisch fährt Rae zweigleisig und präsentiert zumindest im ersten Drittel des Albums den sehnlichst erwarteten, typischen Wu-Sound, womit er gleich eine direkte Brücke zum 1995er Album schlägt: Vertraute Klänge ertönen im Intro, nämlich die des Outros von vorher. Dann geht es Schlag auf Schlag: "House of Flying Daggers" ist so unfassbar knüppelharter Wu-Tang Scheiss wie er selbst schon in den 90ern begeistert hätte, ebenso wie "Gihad" und "New Wu". Doch danach lockert das Soundbild auf und präsentiert von nun an größtenteils den New-Yorker Sound des laufenden Milleniums. Rae leitet behutsam über und verlegt sein Mafiababy erfolgreich in die Jetztzeit, in dem nun mehr Raum für Abwechslung gelassen wird: Alchemist lässt in "Surgical Gloves" einen mächtigen Synthieorgelstampfer von der Leine, der von Rae meisterlich gehandhabt wird und auch RZA betont bei "When the Fat Lady Sings" eher das cineastische Ambiente des Projekts und spätestens bei den beiden simplen wie sehr effektiven Dr.Dre Bangern weiss man, dass man einen kleinen, schelmischen Mittelfinger auf musikalischen Komplettstillstand gibt.
Es ist natürlich diese musikalische Auflockerung, die der geneigte Hardcorefan nicht sehr gerne sieht und die im Anbetracht der Erwartungen durchaus zunächst einmal gewöhnungsbedürftig erscheinen kann. Doch gerade hier zeigt sich die Eigenschaft, die wirklich große Alben ausmacht: "Only Built 4 Cuban Linx... Pt. II" ist ein Grower wie er im Buche steht und wird mit jedem Komplettdurchgang besser. Keine Ansammlung von Hits, sondern ein durchdachtes Werk, dass letztendlich mehr als die Summe seiner Teile ist: Pickt man nur einzelne Tracks heraus, üben sie längst nicht dieselbe Faszination aus, wie es "Pt. II" im Gesamten tut und das kann man Raekwon nicht hoch genug anrechnen.

Und auch was die rappenden Protagonisten angeht, so kannt gesagt werden, dass hier niemand was anbrennen lässt. Raekwon klingt wie ein altehrwürdiger Mobsterdon, dessen unheimliche Präsenz keinen Zweifel daran lässt, dass es sich bei ihm um das Epizentrum dieses Ereignisses handelt. Sein Partner in Crime Ghostface Killah spuckt hitziges Feuer wie eh und je und beide lassen die alte Chemie aufleben, für die sie einst als eines der besten Duos überhaupt im Rap angesehen wurden. Nahezu der komplette Restclan bringt motivierte Verse mit ein, wobei ganz besonders ein scheinbar wieder erstarkter Inspectah Deck genannt werden muss, der auf "Black Mozart" den wohl spielerischsten Flow des Albums sportet und an glorreiche Zeiten erinnert und an ihnen anknüpfen kann.

Nummer 1 bei Itunes. Top 10 der besten Alben des Jahres 2009 im "Times Magazine", auf Platz 7 (und damit das einzige Rapalbum in dieser Liste).
Die letztendlich doch für eher weniger möglich gehaltene positive Rezeption ist berechtigt: Inhaltlich unbeirrbar und kompromisslos, musikalisch generationenumspannend und in raptechnischer Hinsicht nach wie vor ein einzigartiges Gebirge in der Brandung, ist "Only Built 4 Cuban Linx... Pt. II" tatsächlich ein würdiger Nachfolger geworden, der auch durch seine 77 Minuten und 24 Anspielstationen (in der europäischen Fassung) epische Ausmaße annimmt. Ein Album, das auch diese Bezeichnung redlich verdient: Es ist scheinbar unmöglich es nicht in einem kompletten Durchgang zu hören, wenn man es würdigen möchte. Klassiker? Hab ich nicht gesagt. Aber wenn das Teil so weiterwächst wie bisher, dann stehen die Zeichen definitiv günstig. Wir reden nochmal in 10 Jahren darüber.
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am 27. Juli 2013
Viel besser als von mir erwartet kommt der zweite Teil von Cuban Lynx rüber. Das Original lebte von der unglaublich tighten realen Atmospäre; bedrückend und schwer wie ein nächtlicher Alpdruck, durch die Kunst des RZA Atmosphären zu erschaffen, die wirklich unter die Haut gehen und einem massiven Aufgebot von talentierten Rappern und Freunden veredelt. Dennoch waren mir andere Solo Wu Solo-alben lieber : Ironman oder Gza's Liquid Swords. Egal; all das war vor einer gefühlten Ewigkeit und der Clan existiert in der Form schon lange nicht mehr. RZA hat anderes zu tun als mit Rae oder sonst wem vom Clan ein ganzes Album zu poduzieren. Darin liegt aber eben auch die Stärke von Part II. Die Produzenten hier haben großartige Arbeit geliefert, fast müssig hier jemand besonders zu loben, denn so gut wie die Beats hier mit den Raps funktionieren ist aussergewöhnlich und die Jungs am Mic erst mal ! Mann hey , man könnte bei fast jedem Track auf dem Album in's schwärmen geraten. Die Dre Beats verbreiten noch am meisten sommerliche Vibes, Necro's Beats und der Alchemist sind am anderen Ende des Spektrums zu verorten. J-Dilla und Pete Rock gefallen mir ebenfalls super. Habe ich jemand vergessen ? Sorry aber bei so vielen Köchen jeden Gang einzeln zu bewerten fällt mir schwer und dazu habe ich auch keine Lust. Ich weiss nur dass das Album pumpt und ich es mitunter 3 mal am Stück durchgehört habe um noch das letzte Bröckchen Weisheit aus den Raps und Beats zu saugen. Herausragend sind besonders 2 songs hier, die einfach das besondere Flair haben. Asur Jones - das ist eine Ode an ODB, die wirklich in's Herz trifft. Ohne Worte - R.I.P..
Dann natürlich We Rob You und die Songs drum herum. Mann das ganze Album ist voll mit wirklich deftigen Stories von der Strasse und aus den Projects und ihrem Block, wo eine Unterwelt herrscht,von der man normalerweise nix mitkriegt. Doch wie hier jeder einzelne bragged und boastet, was für Tricks er drauf hat und wie er auch ohne Knarre knallharte Dealer aus lauter Spass an der Freude ausraubt, das hat schon wieder klasse.
Ausserdem noch erwähnen möchte ich die berührende Geschichte des inhaftierten Familien Vaters, der versucht Einfluss auf die Erziehung seines Sohns zu nehmen obwohl er für den Rest seines Lebens wohl nur in Besucher Raum dafür Gelegenheit hat. Es ist diese Ambivalenz aus Härte und Gefühl. Glorifizierung eines Lebens Stils, der zum Scheitern verurteilt ist um den es hier textlich geht. Man kann darüber streiten ob man das heute noch von einem erfolgreichen Rapper hören will aber das ist eben, der Stoff aus dem Cuban Lynx gemacht war und Part II ist für mich persönlich noch unterhaltsamer. Eine echte Überaschung übrigens wie gut selbst die selten im Rampenlicht stehenden Clan Member Masta Killha, Poppa Wu und Inspectah Deck hier am Mic abgehen.
Jadakiss, Cappadonna, GZA , Beanie Sigel, Styles P, Blueberry und Busta Rhymes veredeln die Riege um den Chief und Tony Starks.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Dezember 2009
Endlich ist es soweit: Raekwon's "Only Built 4 Cuban Linx... Pt. II" ist endlich auf dem Markt! Vor einer Ewigkeit angekündigt, dann ständig verschoben, außerdem sollte es auch über Dr. Dre's Label Aftermath erscheinen, woraus bekanntlich nichts wurde - diese Platte hatte schon vor Erscheinen eine wahre Odyssee hinter sich gebracht. Nachdem Die letzten beiden Alben des Chefs ja eher mäßig ankamen, kann man hier etwas skeptisch rangehen, allerdings machen die Erinnerungen an den Klassiker von 1995 und die aktuell sehr starke Release-Phase des Wu-Tang Clans doch richtig Mut hierauf. Massig Stars an Gastrappern und Producern konnte Raekwon ankarren, um seine Dealer-Weisheiten musikalisch aufzuwerten und das Ganze auf stolzen 23 Titeln, die europäische Version bekommt zusätzlich noch einen Bonus Track spendiert. Nach all den Jahren Wartezeit ist man nun richtig ungeduldig, also ab damit in den Player.

Schon am Cover, das dem ersten Teil nachempfunden ist, erkennt man, dass es in den Shaolin Kammern wieder harmonisch und voll motiviert zur Sache geht, zu hören bekommt man das auch gleich mit "House Of Flying Daggers". Produziert vom seligen J Dilla, verfeinert mit den altbekannten Samples aus Martial Arts Filmen, donnert der Beat kraftvoll und ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Speaker. Inspectah Deck zeigt mit seiner ersten Strophe, dass er wohl nach wie vor den elegantesten Flow vom Clan hat, zusätzlich greifen noch Ghostface Killah und Method Man neben Raekwon ein. Was für ein Brett, so kann es weitergehen. Die Folgende Phase erlebt einen eher ruhigen Sound, teilweise sehr von Soul geprägt und angenehm anzuhören. Die Namen Pete Rock und Marley Marl an den Reglern versprechen hier leider etwas mehr, insgesamt sind ihre Songs aber eher im gehobenen Mittelfeld anzusiedeln. Besser machte da das Mastermind himself, die Rede ist von RZA, seinen Job. Seine erste Produktion erleben wir mit "Black Mozart", das dunkel und brachial beginnt, durch Samples aus dem "Der Pate" Soundtrack natürlich auch einen Touch von Mafia bekommt, noch dazu sorgt der melodisch gehaltene und eingesungene Refrain für ein lockeres Element, das Abwechslung hinein bringt. Am Mic ist hier neben Raekwon und RZA erneut der Inspectah vertreten und liefert wie die anderen eine gute Show.

Lyrisch in ernstere Gefilde geht "Gihad", das trotz des Titels überraschend slow und relaxt gehalten ist, da hat Necro ganze Arbeit geleistet, denn er schmiedete das Instrumental. Deutlich düsterer macht "Penitentiary" weiter, bietet neben einem super aufgelegten Chef seinen nicht minder motivierten Cousin Tony Starks. Beide harmonieren wunderbar mit diesem unbehaglichen, sehr finsteren und fast schon unheimlichen Sound, der einen richtig in seinen Bann zieht. Leider leistet sich Raekwon auch immer mal wieder Lieder wie "Baggin Crack" oder "Surgical Gloves". Man kann nicht sagen, dass sie schlecht seien, aber Hand aufs Herz: sie sind teilweise zäh wie Kaugummi, absolut nichts besonderes und eher ein Makel auf dem Gesamtbild von "Only Built 4 Cuban Linx... Pt. II". Energiegeladen pumpt die Kollabo mit den beiden Ruff Ryders Jadakiss und Styles P namens "Broken Safety". Zwar dumpf, doch richtig dick wummern die Bässe, voll aufgedreht vibriert die gesamte Umgebung. Die drei Jungs machen mit souveränen Vorstellungen alles richtig und wieder einmal sind es die Film Samples, die für aufgeheizte Stimmung sorgen. Dass ODB immer noch allgegenwertig ist, spüren wir spätestens mit dem ihm gewidmeten "Ason Jones". Es wurde ein sehr gefühlvolles Stück von J Dilla ausgewählt, dessen Streichermelodien für pure Emotion sorgen, Raekwon's besonnene und warmherzigen Reime tun ihr Übriges dazu, außerdem wurde die Stimme von ODB mit eingebaut, sodass man fast das Gefühl hat, er würde aus dem Jenseits zu uns sprechen - Gänsehaut garantiert!

"10 Bricks" zusammen Cappadonna und Ghostface Killah erinnert etwas an den Wu-Tang Style aus den späten 90ern. Soulful, leichter Asia Touch und ein selbstbewusst pumpender Beat, könnte fast von RZA stammen, ist aber tatsächlich mal wieder J Dilla zu verdanken, man ist schon richtig erstaunt, was da noch alles an fertigen Produktionen im Keller liegen muss. Auch Dr. Dre, bei dem Raekwon ja auch schon unter Vertrag stand, kann sich in die Production Credits eintragen. Sein erster Song wäre "Catalina" (feat. Lyfe Jennings), ein pompöser Titel, der mit Steeldrum ähnlichen Klängen für etwas karibisches Flair sorgt, man kann sich dazu richtig vorstellen, wie Raekwon auf Kuba diverse Deals abwickelt. Freunde der alten Schule werden sich über "We Will Rob You" freuen. Schon die Einleitung, in der Slick Rick wie anno 1988 nach einer Gutenachtgeschichte gefragt wird, ist ein Highlight, der Refrain von eben Rick The Ruler im "We Will Rock You" Rhythmus toppt das noch einmal, außerdem schmettern GZA und Masta Killa noch richtig gute Gastauftritte hin. Bis zur Schlussphase ist dies das letzte größere Highlight, es folgt wieder einmal der ein oder andere mittelmäßige Song, dafür haut "Kiss The Ring" aber noch einmal richtig rein. Sizilianisch anmaßende Klänge direkt aus den Mafia-Katakomben sind für ein entspanntes und sommerliches Feeling verantwortlich, ein runder Beat und diese wunderbaren Melodien finden sofort den Weg ins Gehör, was auch für die smoothen Reime von Raekwon, Deck und Masta Killa gilt. Am Besten wäre es, wenn das Album mit diesem Hit geendet hätte, denn die letzten beiden Lieder sind kaum noch erwähnenswert, "The Badlands" macht seinem Namen sogar alle Ehre und kling tatsächlich sehr "bad".

Viel Licht, wenig Schatten - so kann man "Only Built 4 Cuban Linx... Pt. II" kurz und knackig beschreiben. Dass die Qualität des ersten Teils unerreichbar war und ist, sollte jedem schon im Vornherein klar gewesen sein, daher war es wichtig, die mittelmäßigen Alben dazwischen zu übertreffen und das hat Raekwon locker geschafft. Besonders Wu-Tang Fans dürften sich freuen, die Jungs sind wieder da! Allerdings eignet sich die Platte auch für Neulinge. Hätte man die Tracklist auf die 16 besten Titel zusammengestaucht, so wäre das Album eine Bombe, so "nur" gut. Nichts desto trotz ein weiteres Highlight 2009, das man als Wu-Tang Fan und East Coast Liebhaber unbedingt in die Sammlung aufnehmen sollte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2013
Man merkt der neuen Cuban Linx von Raekwon den Einfluss von Dr. Dre und Busta Rhymes als Co-Produzenten sehr deutlich an. Die Platte fetzt durchweg sehr gut und das geht natürlich an der ein oder anderen Stelle ein wenig auf Kosten der Lyriks. Das kann man bedauern. Ich finde jedoch, dass Cuban Linx II diesen kleinen Makel durch andere Qualitäten ohne Weiteres kompensiert. Da wäre zunächst einmal die Tatsache, dass fast kein Track auf dem Album langweilig ist. Die Platte ist durchgängig spannend und abwechslungsreich gehalten. Cuban Linx II ist kein Konzeptalbum wie Cuban Linx I oder das ebenfalls großartige Good Kid - Mad City von Kendrick Lamar. Solche Platten sind textlich herausragend, dafür aber eben nicht unbedingt so mitreißend wie diese hier. Zweitens ist Cuban Linx II endlich mal wieder ein sehr gutes Wu-Tang Album, dass den Namen auch verdient. Dazu tragen in ganz beträchtlichem Umfang die Collaborations mit Ghostface, Inspectah Deck und Masta Killa bei. Insbesondere der Masta Killa, der im Vergleich zu den anderen Wu-Tang Mitgliedern in der Vergangenhet etwas zu kurz gekommen ist, blüht hier geradezu auf, etwa in dem genialen "Kiss the Ring". Auch der Inspectah kommt mit insgesamt drei Auftritten wahrlich nicht zu kurz. Schließlich wartet Cuban Linx II mit einigen extrem guten Party-Tracks auf, die einfach nur mitreißen und Spaß machen. Neben dem bereits erwähnten "Kiss the Ring" sind hier vor allem "Cold outside", "Black Mozart" und das ebenfalls geniale "Mean Streets" zu nennen.

Fazit: Cuban Linx II ist zwar kein Konzeptalbum à la Cuban Linx I. Es macht aber rundheraus Spaß, ist klasse produziert und somit für mich eine der besten Platten der letzten 3, 4 Jahre. Ganz großes Kino!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. September 2009
Es gibt zwei Alben, auf die ich schon sehnsüchtig seit Jahren warte, einmal Dr. Dres "Detox" und Raekwons "Only Built 4 Cuban Linx Pt. II", zwei Alben, die völlig unterschiedliche Musik versprechen, da Dr. Dre den typischen West-Coast-Sound entwickelt und Raekwon die typische New-Yorker East-Coast-Musik. Nun habe ich endlich die CD bekommen und höre seitdem nichts anderes mehr (obwohl ich bereits ca. eine Woche vorher schon viele Tracks im Internet hören konnte). Meine Erwartungen waren riesig, der erste Teil gehört zu den drei besten Hip-Hop Alben, die ich je gehört habe und ich habe mir nichts eindringlicher gewünscht, als eine qualitativ gleichgestellte Fortsetzung und, um das vorweg zusagen, die habe ich im Großen und Ganzen auch bekommen.

Zwischen 1995 und 2009 liegen knapp 15 Jahre, seitdem hat sich viel verändert und eine CD, die genau wie der erste Teil klingen soll, kann man nicht erwarten. Wie denn auch, soll Raekwon, der jetzt in Atlanta lebt (glaube ich zumindest), wieder irgendwas über das Strassenleben in New York berichten? Soll der fast 40 Jahre alte Rapper immer noch so rebellisch abgehen wie in der Veragangeheit? Soll er davon reden wie hart das Leben ist, jetzt, wo er finanziell keine größeren Probleme haben dürfte?? Natürlich nicht, also sollte man am besten gar keinen Vergleich zum Erstling starten, man würde nicht glücklich werden. Da die Erwartungen so immens hoch sind bei den Fans, wird es natürlich viele Stimmen geben, die viel auszusetzen haben an Raes neuem Werk, eben weil es nicht genau den gleichen Stil hat wie Pt. I, der vollkommen von RZA produziert wurde und mit einer Ausnahme nur Wu-Features hatte.

Nun aber zur CD, die auf jeden Fall erst paar mal durchgehört werden muss, ehe man sich ein richtiges Bild machen kann. Positiv zu vermerken ist, dass wir fast 80 Minuten Material vorgelegt bekommen! Heutzutage ein seltener Fall, da man befürchtet, in Eintönigkeit und in Langeweile zu verfallen, bei dieser CD ist das sicherlich nicht der Fall. Man merkt, dass Raekwon sich wirklich sehr viel Mühe gegeben hat, wie er es desöfteren den Fans angekündigt hat. Alleine die Produktion lässt große Augen machen: RZA, Dr. Dre, J Dilla, Mathematics, Pete Rock, Necro, Alchemist... alle auf einer CD! Das muss man erstmal hinbekommen, was sicherlich nicht automatisch heisst, dass sich alles gut anhört. Dies ist jedoch der Fall, fangen wir mit RZA an, "New Wu" dürfte wohl bekannt sein, aber "Fat Lady Sings" und "Black Mozart" sind bis dato nicht bekannt gewesen und wissen zu gefallen; besonders letzteres ist ein Wahnsinnsstück, ein typischer, moderner, bearbeiteter RZA-Track (mit seinem typisch traurig gesulzten Versen am Ende des Songs). J Dilla bringt mit "House Of Flying Daggers" einen Track, der am ehesten an Pt. I erinnert (ähnelt "Guillotine (Swords)" wie ich finde) und eigentlich sehr nach RZA früherer Tage anhört. Gespannt war ich auf die Dre-Beats, ich mag zwar Dr. Dre, aber konnte mir nur schwer vorstellen, wie seine Musik zu Raes Stil passt. Und es funktioniert prächtig, "About Me" ist ein Beat, der verdeutlicht, wie genial Dr. Dre als Produzent sein kann, und der mit Raekwons und auch Busta Rhymes' Strophen einen tollen Einklang findet (Bustas tiefe Stimme passt perfekt zu diesem Track). Sehr gut produziert ist auch "Kiss The Ring" (produziert von Scram Jones), der eine tolle Atmosphäre verbreitet. Zu den Lyrics, Raekwon präsentiert sich in Topform, rappt überlegt, cool und mit seinen 39 Jahren immer noch voller Elan; das gleiche lässt sich auch über Ghostface, der auch auf diesem Werk recht oft vertreten ist, sagen, der z. B. in "Gihad" eine traumhafte Vorstellung bietet. Eigentlich gibt es raptechnisch gesehen keine Ausfälle, alle Features wissen zu gefallen, herauszunehmen wäre vielleicht noch Inspectah Deck, der für mich nach wie vor ein ausgezeichneter Lyriker ist und dies in "Black Mozart" eindrucksvoll unter Beweis stellt (wegen seinen Versen habe ich das Lied ca. 6-7 mal hintereinander anhören müssen, ähnlich wie sein Part in "Assassination Day" vom Ironman-Album, - meisterlich!). Etwas neuartig an an OB4CL Pt. II ist, dass es viele gesungene Refrains gibt in den Liedern (etwa "Cold Outside", "Mean Streets", "Black Mozart" oder "Catalina"), die für mich gewöhnungsbedürftig waren, aber keinesfalls stören. Am Ende gibt es mit "Walk Wit Me" noch einen schönen Track, bei dem ich nicht nachvollziehen kann, weshalb er auf der US-Version des Albums weggelassen wurde.

Ok, das Album hat auch einige Tracks, die etwas schwächer sind (deswegen "nur" 4,5 Sterne statt 5), allerdings gibt es für mich persönlich keine Filler und Skipptracks, und bei 23 Titel plus Bonus-Track darf man auch mal den einen oder anderen schwächeren Song bringen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass OB4CL Pt. II bis jetzt das beste Hip-Hop Album 2009 ist und durchaus als einen Neuzeit-Klassiker bezeichnet werden kann. Hoffentlich wissen auch die angekündigten Alben von Ghostface und Method Man zu überzeugen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. September 2012
Ich kann hier die schlechten Bewertungen überhaupt nicht verstehen! Dieses Album ist eines der besten, wenn nicht DAS best Hip-Hop Album des 21. Jahrhunderts! Only Built 4 Cuban Linx Pt. 3 bitte Chef! ;)
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. September 2009
Wenn man seine beiden eher mittelprächtigen Nachfolger nach Ob4CL mal außer Acht lässt, hat der Chef hier einen mehr als würdigen echten Nachfolger zu seinem absoluten 90er Classic vorgelegt.Bin fast geneigt ihm hier ganz persönlich meinen Dank auszusprechen für 'keepin it real', wie es immer so schön heisst.
Das Ding hört sich wirklich so an, als ob es auch vor 10, 15 Jahren hätte releast werden können, ohne Zweifel das Beste, was der Clan in diesem Jahrtausend überhaupt releast hat.
Endlich hört sich alles wieder nach (modernem) Wu-Tang-Sound an, auch wenn RZA nur 3 der Tracks selber produziert hat. Düstere, dreckige Beats, Kung-Fu-Samples und Gangster-Lyrics in absolut purer Form, dazu geniale Raps der Gäste und v.a. von Raekwon selbst - so gut und hungrig hat er schon Jahre nich mehr geklungen!
Unterstützt wird er auch hier wieder vom GfK; die Harmonie ist einfach unbestreitbar, wenn die beiden zusammen am Mic sind. Aber auch Inspectah Deck haut auf seinen Parts einfach geniale Raps raus, mit so viel Power, dass man gleich an 'Triumph' denken muss.
Produziert wurde das Ganze wie schon in den anderen Rezensionen anklang von vielen verschiedenen Beat-Bastlern, dennoch - ganz im Gegensatz zu so ziemlich jedem Rap-Album dieser Tage - bleibt hier aber ein ganz bestimmter Vibe und eine Atmosphäre erhalten, die über die gesamte Album-Länge anhält und einfach phantastisch ist, wenn auch nicht ganz mit dem Original zu vergleichen.
Fällt mir recht schwer, hier besonders herausragende Tracks zu nennen, das ganze Album is einfach auf unglaublich hohem Niveau und klingt wie Rap aus einer Zeit, die echte Fans sehnlichst vermissen. Ganz besonders zu gefallen wissen die Wu-Hymne "House of the Flying Daggers", "Baggin Crack" , das geniale Alchemist-Meisterwerk "Surgical Gloves" , "Broken Safety" mit Jadakiss und Styles P oder "10 Bricks" Auch die beiden Dre-Produktionen "Catalina" und "About me" hört man zwar als "seine" Beats gleich raus, passen aber wundervoll auf das Album und zu Raeks' Style.

Zwar sind diese Jahr noch viele andere brauchbare Sache erschienen, aber von Ace Hood zu Fabulous, Jadakiss, Rick Ross oder wem auch immer, findet man leider auch immer wieder überall verwässerte Pop-Produktionen von The Runners oder Justice League mit RnB-Hooks von Trey Songz, The Dream, Ne-Yo oder sonst wem, die sich alle gleich (schlecht) anhören - kaum mehr ein Artist macht heutzutage noch authentische und individuelle Rap-Musik und bleibt seinen Wurzeln treu.Und grad deswegen wird das Ding in der Szene so gefeiert und erhält überwiegend nur herovoragende Reviews. JEDER, der auf echten Gangster-Rap im Stile der 90er steht, muss das Album einfach haben, Punkt.

Und auch wenn Jay-Z mit einem eher mittelmäßigen Album (nicht sonderlich überraschend) in der ersten Woche ein vielfaches mehr verkauft hat, bin ich guter Dinge, dass Raekwon mit dem Album den verdienten Erfolg einfahren wird, denn für ganz viele ist das Ding (schon jetzt) fast ein modernen Klassiker und wird hoffentlich zu den Releases gehören, deren Verkaufszahlen nicht nach ner schlechten Radio-Single innerhalb von 2 Wochen in den Keller stürzen, sondern vielleicht sogar noch steigen.

Kann jeden Fan von echtem Eastcoast-Rap nur inständig bitten, sich doch vielleicht lieber das Album
hier, anstelle eines schwachen Mainstream-"Hit"-Album zu holen - Support REAL RAP!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. September 2009
Man durfte im Vorfeld gespannt sein, da dieses Album >3 Jahre Entstehungszeit beanspruchte, was u.a. aus
Labelgründen, abgesprungenen Produzenten und lt. Künstleraussagen an der qualitativen Auswahl aus manigfachem
Material resultierte. Nun ist also der Klassiker-Nachfolger erschienen und mit 24 Tracks (Laufzeit: 77:49 Min.)
stark startet Rae's Opus mit einer Reminiszenz an den Vorgänger - solide, sogar Popa Wu (mittlerweile selbst 2
mässige Alben herausgebracht) wurde (re-) aktiviert; die Produktion von BT passt.
Der nächste (wirklich nach vorne gehende) Track : "House of Flying Daggers" u.a. mit Clan-Beteiligung: Deck, Mef
& GFK, von keinem anderen produziert als J Dilla, setzt schon den ersten Höhepunkt des Albums. Man muß Rae hoch
anrechnenn, dass er einen bisher unbekannten Dilla-Beat aus dem Hut zaubert, in Zeiten wo jeder X-beliebige Dilla-
Schnipsel verwurstet wird- Respekt! Warum allerdings der GZA-Hook auf dem Album nicht gelandet ist,
bleibt mir ein Rätsel. Ebenso hätte meiner Meinung nach der wiedererstarkte U-God (passables Solo-Album dieses Jahr herausgebracht)auf den Track gepasst, naja nur so ein Gedankenspiel. Weiter geht's mit dem nächsten Top-Producer: Pete Rock schickt sich mit einem sehr sphärischen Track an, der allerdings für meinen Geschmack etwas zu kurz geraten ist. Marley Marl's "Pyrex Vision" kann man eigentlich nur als Interlude bezeichnen aufgrund der 0:56 Min. Spielzeit- nett, aber wie die bereits bestehenden Rezensionen sagten: bekannt! "Cold Outside" kommt als Balade daher, durchaus anlehnend an GZA's Cold World. Trotz GFK & Sugar Bangs Beteiligung bleibt der Track leider bei mir im Gehörgang nicht sitzen... Weiter geht's mit einem sehr starken RZA-Song. "Black Mozart" ist ein kleines Werk in sich: die starken Rae & Deck rappen und RZA veredelt das Teil mit einem (gesungen!!!) Hook, sowie dem Outro.
Danach kommen 2 Tracks, die bereits seit einer gefühlten Ewigkeit im Internet kursieren.
"Gihad", mit starken Rae & GFK - Vocals, zündet bei mir nicht wirklich, was sicherlich an der Necro-Produktion liegt. Der nächste Track ist bereits seit Mai (erste Single!) zu hören, ein guter, smoother, fast schon zeitloser Wu-Beat, wieder mal von RZA produziert und mit Clan- Beteiligung: Mef & GFK. (Da hätten die anderen Clanmitglieder in meinen Augen sich auch mal bemühen dürfen)
Die kommenden 5 Tracks plätschern für meinen Geschmack so vor sich hin, ohne recht zu überzeugen. Einzig "Baggin
Crack" fällt durch seine soulangehauchte Machart auf.
Dann kommen wir zu einem guten Dilla-Stück: "Ason Jones", welches als Rae's Tribute an den vor 5
Jahren verstorbenen O.D.B. anzusehen ist. Besonders zu gefallen wissen der melancholische Dilla-Beat, sowie die
O.D.B.-(Interview-)Snipets zwischen Rae's Parts- sehr geungen!
"Have Mercy" ist die 2. Ballade auf dem Album. Und diese stellt die Erste locker in den Schatten!
Melancholisch und sehr gut arrangiert weiß dieses Stück zu gefallen. Unter anderem kommt hier Blue Raspberry nach
längerer Wu-Auszeit wieder zum Vorschein, was mir persönlich sehr gut gefällt. Nicht zu vergessen an der Stelle, Beanie Siegel, der ebenfalls aufläuft und den Track abrundet.
"10 Bricks" mit GFK & Cappadonna wurde von meine Vorrezensenten als sehr guter Song gefeiert, ich bin da etwas
zurückhaltender: nach mehrmaligem Durchhören nutzt sich der Dilla-Beat für meinen Geschmack zu schnell ab! Zudem scheint Cappadonna stimmlich nicht ganz auf der Höhe zu sein...naja.
Der nächste (und letzte) RZA-Song ist meiner Meinung der Schwächste. Zu kurz und irgendwie nichtssagend.
Aber dann kommt der erste Dr. Dre + Rae- Schmankerl: ruhiger, sphärischer Track mit Lyfe Jennings im Hook-
absolut gelungen; einziger Kritikpunkt: zu kurze Laufzeit (etwas > 2Min.) Wie bereits auf GFK's "Fishscale", als
sich MF Doom & GFK als starkes Producer/MC- Gespann herausstellte, sind Dre & Rae dem absolut ebenbürtig!
Ich greife vorweg, auch der übernächste Track "Catalina" (feat. Busta Rhymes) überzeugt voll und ganz! Da wünscht man sich, Dre & Rae hätten ihre Zusammenarbeit auf ein paar Stücke mehr ausgeweitet...
"We will rob you" mit dem (re-) aktivierten Slick Rick (grandioses Intro & Hook) sowie Masta Killa (stark!) und GZA
(leider einziger Part auf dem Album- wo blieben die anderen, wie im vorhinein versprochen?!?)
überzeugt durch eine sehr gute Produktion von Karim.
Track 21: "Mean Streets" von Allah Mathematics ist gut, vorallem Deck & GFK veredeln dieses durchaus hörenswerte
Stück. Was man von dem nächsten Song "Kiss the ring" nicht wirklich behaupten kann. Trotz starker MC- Unterstützung von Deck & Masta Killa (gewohnt grandios) will der von Scram Jones produzierte Track nicht richtig bei mir zünden. Besser macht er dies beim vorletzten Track. Düster und sphärisch unterlegt, beendet Rae sein Album.
Der Bonustrack: "The Badlands", von BT produziert, ist allerdings eine etwas sehr kurze Zugabe, da der Track bereits nach 2:30 Min. endet.

Fazit: Wie bei GFK's "Fishscale", so kann man auch hier die Parallele ziehen und sagen, dass für einen (weiteren)
Klassiker zu viele Aussetzter auf dem überladen wirkenden Album vorhanden sind. Es weisst große Abwechselung auf, ebenso ein Raekwon, der lyrisch & stimmlich wieder auf der Höhe ist, was u.a. beim letzten Clan- Album (8 Diagrams) und diversen anderen Collaborations nicht immer der Fall war. Die sehr gut integrierten Feat., ebenso die gelungenen Kung Fu-Film-Samples die als In-& Outro einzelner Songs eingestreut wurden, werten das Ganze auf. Allerdings stören manche Produktionen den Gesamteindruck und wie gesagt manche Filler sind definitiv zu viel (manchmal ist weniger mehr!).
Für alle Wu-Anhänger ist dieses Album bedingungslos zu empfehlen und alle Interessierten sollten auf jeden Fall mal reinhören und sich selbst einen Eindruck verschaffen, da es sich um ein qualitativ gutes Wu-Tang Solo-Album handelt.
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am 5. Juni 2010
Um mal die überaus positiven Bewertungen hier zu dämpfen muss ich mal das Wort ergreifen.

Raekwons originäres Album ist um Klassen besser als dieses mies geratene Nachfolge-Album. Das erste "Only Built .." war ein echtes Street-Album: frisch, unverbraucht und ein hyperrealistisches Kaleidoskop der Strassen New Yorks! Man hat es "gefühlt" und es zählt immer noch zu den 5 besten Alben der Wu-Tang-Posse.

Teil 2 ist ein Studio-Album mit Gesangeinlagen, langweiligen Raps und keinem durchgehenden Konzept. Es ist wie eine Art Sampler mit einer eindrucksvollen Produzentenriege. Enttäuschend als Nachfolger ... Wenn man das Album nicht direkt mit dem Klassiker vergleicht kann man von einem akzeptablen Album sprechen:

- House of Flying Daggers ist das perfekte Intro zu einem Wu-Album. Ein Posse-Cut.
- Sonny's Missing ist der Top-Track auf dem Album. Die Pete-Rock-produzierte Bassline sowie Rae's Hyperrealismus wirkt lange nach. Sehr sehr geil

Dann kann man die nachfolgenden Tracks skippen, ich bitte euch, Gihad hört man einmal, aber bestimmt kein zweites mal.

- Penitentiary bringt alte Erinnerungen an die Härte des ersten Albums hoch
- Baggin Crack ist hervorragend produziert und gerappt.
- Fat Lady Sings ist ein Gänsehautlied wie man das aus den guten Zeiten von RZA kennt. Zeitlos genial.
- About Me passt zwar auch nicht in das Konzept des Albums, aber ist wegen Busta Rhymes rauhen Charme hörenswert
- We will Rob You und The BadlandŽs sind feuerig gut gerappt und sehr sehr tight. Richtig street. Genial produziert und stark von Raekwon, GZA und Ghost gerhymt.

Die anderen vielen Tracks sind dem Album nicht zuträglich und hätten wegfallen können.
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Dezember 2011
Bevor ihr meiner Rezension einen Daumen Runter gebt, lest euch bitte meine Gründe für die Bewertung durch & handelt nicht gleich nach dem Motto ''Er sagt was gegen 'Real Rap', verbrennt ihn...

Der gute Raekwon hat '95 mit seinem Debüt ''Only Built 4 Cuban Linx...'' das für mich beste Eastcoast Album der 90er Jahre herausgebracht, mit seinem Album zugleich einen episch Musikalischen Epos geschaffen, der bis heute nicht wiederholt wurde sowie spielend leicht die Debüts seiner Wu-Kollegen aus dem Weg geräumt. Nach 2 nur guten Alben '99 & '03 kündigte er eine Fortsetzung für sein Meisterwerk an, wo sogleich alle Herzen höher schlugen. Nach gefühlten tausend Verschiebungen sowie dem 1000 prozentigem Versprechen, dass es 2006 kommen soll, erschien der Nachfolger also 2009. Natürlich überschlugen sich gleich alle Kritiken mit der Meinung ''Große Klasse'', ''Das ist echter Rap'' und ähnliches. Ich war anfangs auch stark von dem Album begeistert, doch das lag daran, dass ich den fatalen Fehler begangen hatte, Part II vor dem ersten zu hören. Als ich dann Part I nachgeholt hatte und diverse Geschichten über diverse Tracks des Zweiten Teils gehört hatte, änderte sich meine Meinung zu diesem rapide.

Zu allererst sei der fatale Fehler genannt, dass das Album nach 1995 klingen soll. Sowas bekommt man heute gar nicht mehr hin, dazu ist die Technik und das Soundbild viel zu viel verändert worden. Nicht, dass ich den 90er Jahren raptechnisch nicht nachtrauern würde, im Gegenteil, lediglich sollte man diese Zeit in Ehren halten und auch mal nach vorne schauen, und die Acts, die man aus den 90ern liebte, sollten sich der Zeit anpassen und sich weiterentwickeln. Wenn man hier in Deutschland schon auf einen Bushido schimpft, dass er nach 3 Jahren seinen Stil nicht ändert, wie kann man dann einen Raekwon vergöttern, der seit 14 Jahren seinen Stil nicht geändert hat?! Das Album hätte zudem ein zeitgemäßes Update für den Ersten Teil sein können, der evtl. über Veränderungen der Zeit, auch im Leben des Künstlers, berichtet. Stattdessen werden die selben Crackgeschichten wie früher aufgetischt, nur unkreativer. Zu früheren Zeiten war es einfach etwas Neues und vor allem glaubwürdiger. Raekwon hat mit seinen Albumverkäufen, der Mitgliedschaft im Wu-Tang Clan, diversen Gastauftritten bei anderen Künstlern, Live Auftritten und seinen eigenen Marketing sicher eine Menge Geld gemacht, weshalb er mir nicht 50 Cent like erzählen kann, ''ich bin trotz all der Kohle immer noch der Gangster, der um die Ecke Koks verkauft & der härteste der Straße ist''. Diese Parole wird auf diesem Album überwiegend durchgezogen. Und Argumente wie ''man soll halt nicht so große Erwartungen haben, die Fortsetzung kann nicht so gut sein wie der erste Teil'' kann ich auch nicht verstehen...wenn das jedermann klar ist, wieso macht Raekwon bitte einen, wenn die Blamage schon vorprogrammiert ist?

Darüber hinaus ist KEIN roter Faden auf diesem Album vorhanden. Es ist weniger ein Album, mehr ein Mixtape oder eine Kompilation. Ich fange gern gleich beim Anfang des Albums an: ''House Of Flying Daggers'', ein wunderbarer Brecher wie er im Buche steht, da hat J Dilla sehr gute Arbeit geleistet, auch Raekwon sowie seine Kumpels gehen hart zur Sache. Bloß war der Track bereits 2005/06 als Single angekündigt und überall im Internet zu finden. Von neuem Material kann man bei einem fast 4 Jahre alten Track also nicht sprechen. Ein ähnlicher Weg wird bei ''Sonny's Missing'' eingeschlagen: Es wurde das Instrumental von Pete Rock's Banger ''Questions'' (2008) verwendet, dazu eine Snare noch hinzugefügt, fertig ist ein BRANDNEUER Track. Darüber hinaus klingt Raekwon nicht mal halb so bissig wie auf dem vorherigen Track, und so geht es auf dem restlichen Album auch weiter. Die nächste Katastrophe folgt sogleich; die Zusammenarbeit mit Marley Marl: 'Pyrex Vision'' hat eine unglaubliche Dauer von 55 Sekunden...Alter...
Der erste Track, der auf diesem Album von RZA produziert wurde, wird selbstverständlich noch vor dem Anhören als Highlight betitelt. Und ehrlich gesagt ist die Produktion gar nicht mal so schlecht, wenn man von dem fast einschlafenden Raekwon, der unglaublich grausamen Hook vom singenden RZA sowie der Tatsache, dass bereits auf ''Experience and Education'' von Remedy das gleiche Sample benutzt worden ist, absieht, hätte es durchaus ein ganz guter Track werden können. Der von Necro produzierte Titel ''Gihad'' ist ebenso Langeweile pur, bis auf einige Vocals im Hintergrund hämmert einfach nur stupide ein Schlagzeug vor sich hin (wobei Ghostface Killah's Part hier wirklich stark ist). Ein ähnliches Prinzip wird auf ''New Wu'' betrieben: ein Vocalsample im Hintergrund und eine vor sich hinhämmernde Snare sind das gesamte Instrumental, Raekwon langweilt erneut, da ist es um Method Man & Ghostface Parts wirklich sehr schade (sehen wir mal davon ab, dass der Song bereits 2008 zu hören war und hier als BRANDNEU verkauft wird). Die nächsten paar Tracks lassen sich alle perfekt skippen: Keinerlei Wu-Tang Feeling, wie es ja so versprochen wurde, dazu lahme Hooks, viel Gesang, ein schlafender Raekwon, dessen Nuschelflow lange nicht mehr den Charme wie früher hat sowie unpassende Gäste (Styles P & Jadakiss...womit haben wir das verdient, Rae?).
Mit ''Ason Jones'' lässt sich mit Track Nr. 14 (!!!!) endlich ein Song finden, an dem nichts auszusetzen ist (obwohl...wenn man ganz kleinlich ist: auf ''8 Diagramms'' gab es bereits einen ODB Tribut Song & J Dilla Fanatiker kannten das Instrumental durch intensives Suchen eh sicher schon vorher). Der Track überzeugt ansonsten in allen Dingen: warme Worte von Rae an seinen verstorbenen Freund, ein gefühlvolles Instrumental von J Dilla (R.I.P.) und eine gelungene Atmosphäre. Raekwon verfügt mittlerweile über das Talent, jede Sonnenscheinphase grandios zu ruinieren. Wer bitte tut sich freiwillig auf ''Have Mercy'' eine nervige Sängerin (die sich dann auch noch als Blue Raspberry entpuppt) an, die die erste Minute vollkommen einnimmt, sowie einen nervigen Beanie Sigel an? Auf ''10 Bricks'' hören wir den dritten Dilla Beat des Albums. Wie man es von diesem MIXTAPE bisher kannte, wird einfach von einem älteren Track (diesmal von ''The Red'' von Jaylib, 2003) das Instrumental übernommen und ein neuer Song wird draus. Wenn ich sowas hören will, kann ich auch einfach von einem Raekwon Track die Acapella Version nehmen, auf das legal käufliche Instrumental von ''The Red'' legen und fertig. Dann muss ich mir seine aufgewärmten Crack, Mafia & Shaolin Geschichten nicht in kaum merklich umgeänderter Form antun. Bei ''Fat Ladys Sing'' stand offiziell RZA am Beattisch, aber da gibt das Büchlein sowie offizielle Quellen was Falsches her. Der gute True Master, hat diese Produktion übernommen. Somit stand RZA mit 2 Produktionen für ein Album mit 24 Tracks als ausführender Produzent dar! Damit es auch schön offiziell Wu-Tang & Real ist. Selbst, wenn RZA den Beat doch selbst gemacht hat, ist das ehrlich gesagt ein Armutszeignis, da man sich dieses seichte Beatgehämmer sowie den nervigen Gesang der Fat Ladys nicht antuen muss.
Dann kommen die 2 Dr. Dre Produktionen, auf die ja alle so gespannt waren. ''Catalina'' lädt dazu ein, zum x-ten Mal Raekwon dabei zu hören, wie er Crack vertickt (diesmal irgendwo im Süden), dazu wieder ein gesungener Hook, und ein Instrumental, dass nach 1 Minute seinen Reiz verloren hat. ''About Me'' klingt ungefähr so, wie jede Dr. Dre Produktion von 2005/06, z.B. ''Lost One'', ''Imagine'' oder ''Westside Story''. Da sich bereits 2008/09 seine Produktionen wieder anders anhörten, kann man davon ausgehen, dass auch dieser Track BRANDNEU von 2005/06 stammt (und im Endeffekt auch wieder eine Minute gefällt, und WTF hat bitte Busta da zu suchen?!). Auf ''We Will Rob You'' zeigt sich der Mixtape Flavor stärker denn je: Masta Killas Part ist sicher gut, jedoch hat er mit dem Songthema und em Text der anderen gar nichts am Hut, ganz so, als hätte man einfach einen Acapella Part von ihm genommen und dort eingefügt, damit auch möglichst viele Wu-Member Namen auf dem Credits stehen. Dann folgt mit Track Nummer 22 ein weiteres Verbrechen: wieso bitte wurde hier Elton John gesampelt? Elton John & Wu-Tang... Davon abgesehen pumpt das Instrumental immerhin gut, die Raps von Inspectah & MK gehen eh wie immer klar, Raekwon wiegt sich erneut selbst in den Schlaf, lediglich die Elton John Story dürfte vielen Realkeepern die Lust am Track nehmen. Zum Ende gibt es nochmal einen Vorboten für den nächsten Beschiss aus dem Hause Wu: Warum ''Badlands'' (macht seinem Namen übrigens alle Ehre) wohl nie in den USA offiziell erschien? Weil dort GFK's Part einfach später für ''Criminology 2.5'' verwendet wurde (eigentlich ziemlich schwachsinnig, da dort bereits ein GFK Part vorhanden war sowie einer von Rae, beide wurden aber rausgeschnitten, ein alter Part von GFK eingefügt und fertig war ein BRANDNEUER Track...einzig Method Man's Part war Neu, der Mixtape Flavor ging auf ''Wu-Massacre'' also genau so weiter).

24 Tracks...so viel Kritikfläche...und das als Fortsetzung eines Meilensteins...Unglaublich.
Es ist eine unglaubliche Frechheit, einfach munter alte Acapellas & Beats von anderen Artists für diverse Tracks einzufügen und als Neu zu verkaufen. Es ist beschämend, dass Rae bei seinem Legenden Status solche Taten überhaupt in den Sinn kommen. Man erhoffte sich hiermit ein gutes Album, man bekam ein Mixtape vorgesetzt, in dem Raekwon fast 80 Minuten lang nur gequirlte Langeweile rappt. Den Kritikpunkt der Texte habe ich oben bereits angesprochen. Für weiteren Mixtape Flavor sorgt die Tatsache, dass es so viele Tracks sind...und so viele auch noch so kurz! Rakims Album aus dem selben Jahr mag ebenso Mist gewesen sein, aber immerhin hat er keine alten Tracks rausgesucht, sondern alles neu aufgenommen. Es ist zudem unglaublich albern, dass RZA 2 Tracks produziert hat, die dann auch nichtmal vollends überzeugen können. Dem seine Zeit ist anscheinend auch vorbei, oder hatte für Rae keine besseren Beats auf Lager. RZA ist Wu-Tang. Punkt! Egal, wie mies er auch geworden sein mag, er hat die Atmosphäre der alten Klassiker 36ChambersOB4CLTicalLiquidSwordsusw geschaffen.
Anstatt wie schon erwähnt mit der Zeit zu gehen, wie andere alte Kollegen, versucht sich Rae an was altem. Und das wird natürlich gefeiert, weil es ja echter Hip-Hop ist, voll real und all das. GFK's Werk aus dem selben Jahr mag auch nicht so doll gewesen sein, aber immerhin innovativ und auf einem R'n B Album sind Gesänge auch verständlich, auf einem Wu Album hat nur eine Blue Raspberry gesangsmässig was zu suchen (und ihr einziger Auftritt ist ein solcher Reinfall...). Auch die Gäste passen überhaupt nicht, Wu scheint mittlerweile für jeden offen zu sein. NaS war damals nachvollziehbar und mit seinem Part auf ''Verbal Intercourse'' auch voll gerechtfertig auf einem Klassiker zu hören, Leute wie Styles P oder Jadakiss, die mit Swizz Beatz verkehren, will ich auf einem Wu-Tang Album nicht hören. Dann soll Rae halt nur ein Album mit GFK machen, wer ihre Zusammenarbeit kennt, weiß, wie dope das wäre (Kritiker daran mögen sich bitte ''Glaciers Of Ice'' anhören...göttliches Zusammenspiel). Doch trotz 6 Gastauftritten höre ich GFK auf diesem Mixtape eigentlich so gut wie nie und sein Zusammenspiel mit Rae war auch schonmal eleganter. GFK ist dir mittlerweile weit voraus, Raekwon, sowohl raptechnisch als auch musikalisch..

Aber ich könnte ewig so weitermachen, so viel Fläche der Kritk bildet OB4CL2. Um meine Ohren zu heilen, werd ich jetzt lieber erstmal den ersten Teil hören, einen glaubwürdigen Mafia/Shaolin/Rap Film, wie er im Buche steht...
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