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TOP 500 REZENSENTam 18. Dezember 2011
Als 1992 diese Aufnahme von Engelbert Humperdincks beliebter Märchenoper veröffentlicht wurde, habe ich sie offen gestanden zunächst nicht weiter beachtet - viel interessanter erschien mir die 3 Jahre früher entstandene Einspielung unter Jeffrey Tate mit einer Besetzung junger, aufstrebender Stars, allen voran Barbara Bonney und Anne-Sofie von Otter.

Sir Colin Davis dagegen versammelte ein Ensemble von altgedienten Routiniers, denen man teilweise nicht mehr unbedingt den großen Stimmzauber zutraut. Wer sich aber von derartigen Vorurteilen leiten lässt, verpasst eine der schönsten und inspiriertesten Aufnahmen von Hänsel und Gretel überhaupt:

Edita Gruberova, damals 46 Jahre alt, als Königin des Belcanto längst etabliert und für ihre hoch artifiziellen Interpretationen ebenso geliebt wie angefeindet, singt die Gretel mit einem ganz einfachen Jungmädchen-Ton, fast ohne Vibrato, natürlich, entzückend.

Ann Murray, ihr Hänsel, war zwar eine der führenden Mezzosopranistinnen auf der Bühne, hatte aber eigentlich keine echte Mikrophonstimme. Zum Hänsel passt ihr vibratoreicher Klang jedoch ganz ausgezeichnet, sie klingt tatsächlich knabenhaft. Beide Sängerinnen harmonieren so gut wie kaum eine andere Paarung in der der Diskographie der Oper.

Die Knusperhexe der 64-jährigen Christa Ludwig ist die eigentliche Sensation der Aufnahme: Die Sängerin war damals eigentlich schon dabei, sich sukzessive von ihrem Publikum zu verabschieden. Dass sie hier noch einmal eine Rolle übernahm, mit der sie 1971 einen Sensationserfolg gehabt hatte, war durchaus ein Risiko - das sich aber gelohnt hat: Aus der erotischen Verführerin der ersten Aufnahme ist jetzt eine scheinbar mütterliche Gestalt geworden, die sich in eine herrlich böse Vettel verwandelt.

Der große Charakterbariton Franz Grundheber singt den Vater in der Tradition eines Walter Berry nicht nur als freundlichen Trunkenbold, sondern durchaus auch als die gesellschaftskritische Figur, den bewussten Proletarier, als den ihn der Komponist gezeichnet hatte.

Dame Gwyneth Jones, auch schon 56 Jahre alt, vermag als exaltierte, überforderte Mutter ebenfalls zu überzeugen. Sie gerät allerdings sängerisch tatsächlich an Grenzen (scharfe Höhe, waberndes Vibrato), ohne aber der Aufnahme wirklich zu schaden.

Barbara Bonney und Christiane Oelze erweisen sich als Idealbesetzungen für Sand- und Taumännchen.

Dieses unglaublich engagierte Ensemble bekommt von der Staatskappelle Dresden einen unglaublich warmen, aber trotzdem brillanten Orchesterteppich untergelegt. Sir Colin Davis dirigiert einfühlsam mit mäßigen, aber nicht schleppenden Tempi und geht sehr sensibel auf die Sänger ein.

Es gibt wahrhaftig nicht wenige Gesamtaufnahmen von Hänsel und Gretel, darunter erstaunlich viele gute. Ich kenne aber nur wenige, die den Charme und Zauber des Stückes so überzeugend und authentisch einfangen wie diese. Große Empfehlung!
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