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5.0 von 5 Sternen Eine Neuaflage ist dringend erforderlich!, 18. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Tempelhauptmann. Historische Erzählung aus der Zeit der Zerstörung Jerualems. EA. Farb. illustr. OLnbd, feines sauberes Exempl. - 376 S. (pages) (Gebundene Ausgabe)
Anton Ohorn: Der Tempelhauptmann
(Historische Erzählung aus der Zeit der Zerstörung Jerusalems)

1899 erschien diese spannende und historisch sehr interessante Erzählung!
Anton Ohorn gelingt es einen Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite zu schlagen.
Ohne schwülstige Überhöhung werden hier die Ersten Christen gezeichnet und ihren Mut, Nachfolge Christi in Wort und Tat zu sein.

Anders als in vielen Werken des Falles Jerusalem wird nicht die Sichtweise des Flavius Josephus beibehalten, - sondern Ohorn versucht - ein wirkliches Bild der Lage in Jerusalem zu zeichnen, um die sich drehende Spirale der Macht und Gewalttätigkeiten dreht.
Alle Figuren der Erzählung sind kraftvoll und glaubhaft geschildert, auch ihre Glaubens ' Patriotischen Gefühle und Handlungen erscheinen einen - zum Teil - einzuleuchten
Der Jude als Held und Patriot , so wird der Tempelhauptmann Eleazar beschrieben und nicht als der Verblendete der die 'Güte der Römer' ablehnte .
Die Erzählung Ohorns macht deutlich wie vielschichtig die Zustände damals waren die zur Zerstörung Jerusalems führten.
Natürlich wird in dem Roman auch die Wolkenkonstellation des Schwertes über Jerusalem und die Prophetischen Weherufe sowie die Hungersnot die zu m Kindsmord führt behandelt.

Eingewoben ist eine zarte Liebesgeschichte zwischen Römer und Jüdin.

Besonders hervorzuheben sind die hervorragenden Einsichten - die uns erschließen- um die damaligen, politischen und religiösen Parteien und Gruppierungen im damaligen Israel kennen und besser verstehen zu können.

Ein Buch, als wäre es heute geschrieben! Sehr zu empfehlen für Theologen und Lehrer!

Eine Neuauflage wäre sehr zu wünschen!

Dieter Göbler
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