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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwieriges Meisterwerk
Mit "The Incident" legen Porcupine Tree das stilistisch ausgereifteste Konzeptalbum ihrer bisherigen Laufbahn vor. Entgegen einem sich hartnäckig haltenden Gerücht, handelt es sich dabei NICHT um einen einzigen Longtrack, wohl aber um einen thematisch zusammenhängenden Songzyklus, bei dem sich einige der Stücke auch melodisch komplementieren. Die Idee...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2009 von Marcus G.

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irgendwie so gewollt
Nachdem ich die Scheibe jetzt mehrfach unter verschiedenen Bedingungen (Auto, in Ruhe zu Hause) gehört habe und auch bereits auf der Incident-Tour war, muss ich sagen;
ja, ist nett die Scheibe. Hat sehr schöne ruhige Momente, es sind einige Bretter vorhanden, teilweise ist sie wieder ein wenig härter, alles in allem nett anzuhören, aber definitv...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2009 von Kai


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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwieriges Meisterwerk, 25. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
Mit "The Incident" legen Porcupine Tree das stilistisch ausgereifteste Konzeptalbum ihrer bisherigen Laufbahn vor. Entgegen einem sich hartnäckig haltenden Gerücht, handelt es sich dabei NICHT um einen einzigen Longtrack, wohl aber um einen thematisch zusammenhängenden Songzyklus, bei dem sich einige der Stücke auch melodisch komplementieren. Die Idee hinter dem Album greift vermeintlich alltägliche Ereignisse (Incidents eben) auf, wie man sie nur zu häufig in den Nachrichten hört oder vielleicht sogar selbst schon beobachten konnte: Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang, das Treiben einer Sekten-Gemeinschaft irgendwo im mittleren Westen der USA, der Fund einer im Wasser treibenden Leiche. Der Clou: Dem Zuhörer wird dabei die Neutralität, die schützende Distanz geraubt, da all diese Dinge aus der Sicht einer jeweils unmittelbar betroffenen Person geschildert werden.

Der Sound von "The Incident" entpuppt sich als abwechslungsreiches Fazit aus knapp 15 Jahren bisherigen Schaffens (ich zähle ab Signify): Die Härte und Düsternis jüngerer Alben finden sich hier ebenso, wie auch die elegischen und psychedelischen Elemente älterer Scheiben. Die Band erfindet sich also keineswegs neu, aber muss sie das denn mit jedem Album? Die Qualität der Songs hat jedenfalls nicht darunter gelitten, und einige Tracks sind auch losgelöst vom Rest schön anzuhören. So etwa der aggressiv-rockige Ohrwurm "Blind House", der unheilschwangere Titelsong "The Incident", der ab dem zweiten Drittel eine unerwartete und herzzerreißend schöne Metamorphose durchmacht, oder das wunderbar leichte und grandios melancholische "Time Flies". Darüberhinaus finden sich auf der Scheibe auch viele kürzere Tracks (etwa 1:30 bis 2:30 min), die für sich genommen wenig bemerkenswert und nach halbfertigen Lückenfüllern klingen. Erst im weiteren Kontext des Albums entfalten diese "Songschnippsel" ihre volle Wirkung; als herausragendes Beispiel sei hier "The Seance" und "Circle of Manias" erwähnt, die sich mit "Octane Twisted" zu einem gänsehauterzeugenden Erlebnis ergänzen -- immer vorausgesetzt, man lässt sich auf das zugrundeliegende Konzept ein und beschäftigt sich auch einmal damit, worum es in den Songs eigentlich geht. (Wohl dem, der sich zur rechten Zeit über Rhino Records die limitierte Edition des Albums gesichert hat, samt 116-seitigen Hardcover-Bildband mit begleitendem Fotomaterial -- war die Kohle allemal wert ;-)).

Die zweite CD stellt mit vier großartigen Tracks mehr als nur eine nette Beigabe dar: Der Opener "Flicker" breitet mit seinen entspannt dahin rollenden Beats einen akustischen Teppich aus, in den man sich am Liebsten einwickeln möchte, um so den Tag zu verträumen. Ein unheilvoll gezupfter Bass und bedrohlich geflüsterte Lyrics kennzeichnen den zweiten Track "Bonnie the Cat", und schlagartig ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Wenigstens bis mit "Black Dahlia" wieder etwas Tempo und Härte rausgenommen und statt dessen gepflegte Melancholie verbreitet wird. Und schließlich noch die wohl schönste Art einen Schlußstrich zu ziehen (pun intended): Das grandiose "Remember Me Lover". Es macht einfach Spaß diesen Jungs beim Spielen ihrer Instrumente zuzuhören -- bedauerlicherweise keine Voraussetzung, um in der Musikbranche Erfolg zu haben. Jedenfalls könnten die Heerscharen heutiger Möchtegern-Trommler von Gavin Harrison lernen, dass ihr Drum Set noch ein wenig mehr hergibt als BUM-TSCHING-BUM-TSCHING oder (die Wagemutigen) BUM-BUM-TSCHING. Aber ich schweife ab...

"The Incident" ist gewiss kein leichtes Album: Es möchte ganz allmählich erforscht und erobert werden, bevor es sein volles Potential entfaltet, und bestimmt nicht jeder kann oder will sich die Zeit dafür nehmen. Speziell die oben erwähnten "Songschnippsel" sind ein Stück weit auch Geschmackssache. Für mich aber ist die Platte Bestätigung für den Ausnahmestatus dieser Band, die einfach konkurrenzlos schönen, melodischen Prog-Rock spielt, der sich simpler Kategorisierung widersetzt.
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I was born in '67, the year of Sergeant Pepper, 3. September 2009
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
Diese Zeile singt Steven Wilson über sich selbst auf The incident. Dieses Geburtsjahr ist damit nicht nur irgendeine Zahl, sondern durch das genannte Beatles-Album quasi die Geburtsstunde Album orientierter Rockmusik im Allgemeinen und des Konzeptalbums im Speziellen. Und in dieser Tradition ist The incident nicht nur der Name des neuen Porcupine Tree-Albums, sondern zugleich der Name des knapp 56-minütigen Herzstücks des neuen Machwerks. Ein einzelner Song, aufgeteilt in 14 Akte. Aus diesem Grund wird The incident auch auf zwei Silberscheiben ausgeliefert. Auf CD Nr. 1 findet sich das Kernstück, während die restlichen vier Titel mehr oder weniger schmückendes Beiwerk sind.

Obwohl es sich bei den ersten vierzehn Stücken um ein zusammengehöriges Werk handelt, sind die einzelnen Teile doch mehr lose verknüpft und folgen keiner durchgehenden Geschichte. Vielmehr greift Steven Wilson hier wieder seine düstere Weltsicht auf und schildert verschiedene Vorfälle (engl. Incidents) aus der Ich-Perspektive; z.B. über die Evakuierung weiblicher Jugendlicher von einem religiösen Kult in Texas, eine Familie die ihre Nachbarn terrorisiert, einen toten Körper, der in einem Fischernetz treibend gefunden wurde oder bei "Time flies" auch ganz persönlich über sich selbst, was er mit dieser Direktheit noch nie tat. Ähnlich wie die erzählten, unterschiedlichen Geschichten klingen auch die einzelnen Songs sehr variantenreich und folgen keiner durchgehenden Linie, selbst wenn sie immer wieder ineinander fließen. Die Umsetzung eines derartigen musikalischen Konzepts hätte man sich vielleicht ein wenig anders vorgestellt. Denn eine derart einnehmende Atmosphäre wie bei Fear of a blank planet fehlt dem Album damit komischerweise.

So ist es auch nicht immer ganz leicht der Reise von The incident zu folgen. Überhaupt klang kein Porcupine Tree-Album in den letzten Jahren so sperrig - aber auch selten so bunt. Von kurzen Singer-Songwriter-Fragmenten, über Math Rock-Ausbrüchen, schwebenden Passagen in Pink Floyd-Manier und einfach schönen melodischen Passagen findet man so einiges vor. Dabei wagt Steven Wilson auch einen Blick weit zurück in seine Vergangenheit. Schon lange war er nicht mehr so dicht an Alben wie Up the downstair oder Signify dran. Das wunderbare und überlange "Time flies" wirkt gar wie ein unerwarteter Nachfolger von "Stars die". Aber auch die bekannte Atmosphäre von Stupid dream und Lightbulb sun feiert immer wieder ihre Auferstehung. Von einem reinen Retrotrip ist das Album allerdings noch weit entfernt und spätestens bei den Meshuggah-artigen Metalriffs von "Circle of manias" fühlt man sich voll und ganz ins Jetzt versetzt.

Während viele der kurzen Stücke als einzelne Songs nur wenig Wirkung entfalten, wirken sie nach mehrmaligem Hören immer schlüssiger und man kommt langsam hinter das Geheimnis des Albums. Dem gegenüber stehen auch Stücke wie das mit seinen metallischen Akkorden an In absentia erinnernde "The blind house", das bereits genannte "Time flies", das maschinelle "The incident", das mit einem ansteckenden Refrain versehene "Drawing the line" oder das fast kindlich gesungene und recht floydige "I drive the hearse", die auch ohne Drumherum ihre Wirkung entfalten. Die zweite CD wirkt ohne das angelegte Korsett wie eine gratis beiliegende EP oder eine Art Entschuldigung dafür, dass man den Hörer so lange auf die Folter spannte. Aber trotz allem sind "Flicker" (Crosby, Stills, Nash & Young meets Psychedelic), "Bonnie the cat" (roboterhaft, kalt und industriell), "Black dahlia" (eine auf angenehme Weise monotone und unspektakuläre Ballade) und "Remember me lover" (mit ein bisschen Dramatik und all dem Guten was diese Band ausmacht) allesamt gute Songs, die man nicht missen möchte.

Wie ist The incident nun um Ende zu beurteilen? Ein Fazit zu diesem Brocken ist hier alles andere als einfach zu ziehen und wohl erst mit gewissem Abstand möglich. Wer sich auf ein weiteres songorientiertes Album gefreut hat wird vielleicht etwas enttäuscht sein, ebenso derjenige welcher auf ein hypnotisches Stück Musik oder eine Rückkehr zu pop-rockiger Eleganz gewartet hat. Porcupine Tree gehen wieder einen anderen Weg, einen schwierigeren, aber einen nicht weniger faszinierenden. Dabei ist The incident ähnlich mutig wie Steven Wilsons Soloalbum Insurgentes und verbindet Härte und Gefühl so gut, wie wahrscheinlich noch kein Album vor ihm.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ereignisreich, 20. September 2009
Von 
Andre Schuder (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
Eigentlich wollte ich ein umfangreiches Review schreiben, um dem Album angemessen gerecht zu werden. Irgendwann saß ich aber einfach nur noch wie in Trance vor dem Bildschirm und habe den hypnotisch-schönen Klängen gelauscht, die da aus den Boxen drangen.
"The Incident" ist eindeutig das bisher ausgereifteste, geschlossenste, aber auch sperrigste Werk dieser fantastischen Band. Die ganz großen Melodien finden sich hier zwar nicht, aber dafür stellt das Album eine mehr als gelungene Symbiose der metallischen Schwere von "Fear of a blank planet" und dem Abwechslungsreichtum von "In Absentia" dar, wobei sich aus jeder Schaffensphase bestimmte Elemente auf "The Incident" wiederfinden lassen. Das Werk ist damit nicht zuletzt auch eine Zusammenfassung von mehr als 20 Jahren Porcupine Tree.
Herausragend ist meiner Meinung nach vor Allem das Trio "Great expectations", "Kneel and disconnect" und "Drawing the line". Man muss schon über verschwenderisch viel Kreativität verfügen, wenn man es sich leisten kann, tolle Ideen wie in "Great expectations" und "Kneel and disconnect" in nur zweiminütigen Songs unterzubringen. Ebenfalls großartig ist das finale "I drive the hearse". Gesangsharmonien zum Niederknien! Oder auch "Time flies", das sich in der Mitte zu einem bitterkalten Prog-Monolithen emporhebt.
Doch eigentlich verbietet es sich, Einzelsongs aus "The Incident" hevorzuheben, denn das Album funktioniert nur als Ganzes, schließlich handelt es sich um einen 55minütigen Longtrack, in dem alles im Fluss ist und alles ineinander übergeht.
Im Gegensatz dazu ist die beiliegende EP eine lose Ansammlung selbstständiger Songs. Natürlich haben alle die gewohnte Klasse, aber "Remember me lover" ist eindeutig das Highlight. Schade nur, dass der Song nicht ohne Metal-Riffs auskommt. Als lupenreine Ballade hätte er meines Erachtens besser funktioniert.
Für mich persönlich ist Porcupine Tree die Band meines Lebens. Kennengelernt habe ich sie mit "In Absentia", wobei "The sound of muzak" mein erster jemals gehörter Song war (quasi mein Incident...). Seitdem finde ich mich in jedem Wort und in jeder Note zu 100% wieder.
"The Incident" bildet da keine Ausnahme. Es fehlt zwar ein Übersong im Stile eines "Arriving somewhere...", "Anesthetize" oder "Trains", doch dafür stellt das Album eine Entdeckungsreise sondergleichen dar. Ständig findet man Neues, entfalten bekannte Momente neues Potenzial und erschließt sich der gesamte Vorfall nach und nach. Abschließend beurteilen kann man das Album wahrscheinlich erst im nächsten Jahr.
Porcupine Tree musizieren seit inzwischen 6 von insgesamt 10 Studioalben auf schwindelerregend hohem Niveau, entwickeln sich permanent weiter und scheinen immernoch nicht mit ihrem Latein am Ende zu sein. Vielleicht sind Steven Wilson & Co. (noch?) nicht die "wichtigste Rockband der Neuzeit" (das meint zumindest das Fachmagazin Ecplised), aber definitiv die interessanteste, kreativste, vielseitigste und qualitativ konstanteste.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischenfall? - Ach was, ein abermals großartiger Vorfall!, 26. Juni 2011
Von 
Alexander Hoefer "Animus" (Pähkinäkolo) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
The Incident - oder zu Deutsch - Zwischenfall oder Vorfall - betitelt Steven Wilson dieses Mal sein Album, bei dem es sich alles andere als nur um einen Zwischenfall handelt. Nachdem mich - Fear Of The Blank Planet - schon restlos überzeugte, und das Musikgenie zwischenzeitlich mit - Schoolyard Ghosts - zusammen mit no-man eine abermals großartige Scheibe veröffentlichte, und ebenfalls nur wenige Monate zuvor mit - Insurgentes - auch ein bärenstarkes Soloalbum herausbrachte, das ich jedem - Porcupine-Tree-Liebhaber - nur wärmstens ans Herz legen kann, schafft es Steven Wilson mit - The Incident - abermals ein Album, oder besser gesagt ein Musikstück in 14 Teilen vorzulegen, das keine Wünsche offen lässt.

Ungewohnt kurze, mal harte mal samtweiche Titel, wechseln sich ab und machen diese CD zu einem sehr kurzlebigen Trip durch alle Fassetten - Porcupine Trees - wobei dieses Mal auch sehr viel tiefe Bassläufe aus den Boxen brummen, die einem bei einer bestimmten Lautstärke durch Mark und Bein gehen. Herzstück des Albums ist für mich ohne Zweifel das absolut fantastische, fast 12-minütige Stück - Time Flies - das mit seiner anfänglichen Atmosphäre ein bisschen an - Dogs - Pink Floyd - erinnert, aber wenig später eine völlig eigene Dynamik erfährt, und sich zu einem Riesensong entwickelt, nämlich dann, wenn der Basspart einsetzt. Time Flies - ist für mich, neben den vielen großartigen Titeln, die Steven in seiner Karriere geschrieben hat, einer der allerbesten Songs.

Neben dem Konzeptalbum gibt es noch eine knapp 20-minütige Bonus-CD mit vier ebenfalls sehr hörenswerten Musiktiteln, die aber in eine völlig andere Richtung tendieren, als die Titel von - The Incident. Fazit: The Incident - ist kein Zwischenfall, sondern das Album ist ein großartiger Vorfall.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das Warten hat sich gelohnt, 2. Oktober 2009
Von 
B. Suerkamp (Braunschweig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
als langjähriger Fan von Porcupine Tree bin ich sicher nicht unbefangen. Eine wirklich schlechte Platte ist mir von denen entsprechend auch noch nicht untergekommen. Insofern bleibt mir höchstens noch zu beschreiben, wie sich The Incident in die Reihe der bisherigen PT Platten einfügt : Steven Wilson selbst sagt, dass es sich mehr oder weniger um eine zufällige Aneinanderreihung von Songschnipseln handelt, die inhaltlich (das betrifft sowohl Text als auch musikalische Stimmung) von einschneidenden Ereignissen erzählen, nach denen das Leben nie wieder so sein wird wie vorher. Dieses Vorhaben ist Steven Wilson und seinen Mannen meiner Meinung nach sehr gut geglückt. Die musikalische Gangart dabei auf einen oder wenige Aspekte beschränken zu wollen, wäre ein hoffnungsloses Unterfangen, da dieses Album wie auch schon einige Vorgängeralben zwischen Stilrichtungen und musikalischen Stimmungen nach Belieben hin- und herspringt. Dies geschieht teilweise sehr gefühlvoll und allmählich, teilweise aber auch abrupt und kontrastreich. Es plätschern die Keyboardteppiche, es stampfen der Industrialbeats, es schmeichelt Wilsons Kopfstimme, es brettern die Riffs, die wunderschönen Melodien reißen dich mit, es bohren sich die Texte zwischen die Hirnwindungen - kurzum es ist ein Feuerwerk der neoprogressiven aber auch stellenweise hintergründig düsternen musikalischen Handwerkskunst, für die Porcupine Tree mittlerweile auch bei Nichtfans sich einen wohlverdienten Namen und Platz in der Hall of Fame des Progrock erspielt haben.
Nach etwa 30 Durchgängen nutzt sich das Album in keinster Weise ab. Vielmehr präsentiert es sich bei jedem weiteren Durchgang in neuen Facetten und demonstriert so auf eindrucksvolle Weise, auf welchem musikalischen Niveau diese Band Musik produziert : nichts geringeres als ein (weiteres) MEISTERWERK und einen Höhepunkt des musikalischen Schaffens von Steven Wilson, Richard Barbieri, Colin Edwin und Gavin Harrison halten wir in unseren Händen.
Anspieltipps : The Blind House, Great Expectations, Kneel and Disconnect (Tracks 2-4)

Gesamtwertung : 13/15
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schaf im Wolfspelz, 3. November 2009
Von 
Thomas Meyer (am Harz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
Wie schon beim Vorgänger "Fear of a blank planet" ist es mir auch mit "The Incident" passiert, dass ich die CD anfangs eher nicht so spannend fand, aber mit einigem Abstand zu einer völlig anderen Beurteilung komme. Zwar hat es ca. 20 Hördurchläufe bedurft, bis die Raupe zum Schmetterling wurde, aber die Geduld hat sich gelohnt. Ernsthafte Künstler haben es ja generell gern, wenn man sich intensiv mit ihrem Schaffen auseinandersetzt. Ich habe das Gefühl, Porcupine Tree bzw. Steven Wilson verlangen das gerade zu, indem man immer ein wenig gegen die Erwartungen der Fans produziert. Das ist zwar ein schmaler Grat, der auch durchaus als provokativ und arrogant empfunden werden kann, aber solange letztlich doch solche Klasse dahinter steht, lasse ich mir das gerne gefallen (soviel Geduld schenke ich eigentlich keiner anderen Band). Ich frage mich nur, ob bzw. wie man solchen Effekt (scheint ja mehreren mit PT so zu gehen) planen kann. SW Wunderkind. Wird mir langsam unheimlich der Typ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brauchte einige Zeit zur Meinungsbildung!, 16. April 2013
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
In einer der bereits verfassten Rezensionen schrieb jemand, dass "The Incident" kein einfaches Album ist und dass man sich dieses Album durch mehrmaliges Durchhören "erarbeiten" müsse. So erging es auch mir, nachdem ich es mir nach seinem Erscheinen im Jahre 2009 sofort angeschafft habe. Erst jetzt, und nach dem Kauf von "Octane Twisted" äußere ich mich zu "The Incident". Nun habe ich diese Doppel-CD nicht permanent vier Jahre durchgehört. Aber immer mal wieder ließ ich es laufen und schwankte in meiner Einschätzung immer zwischen einem anerkennenden Naja und einem begeisternden Genial. Jetzt bin ich mir aber endlich sicher: "The Incident" ist ein durchgängig sehr, sehr gutes Album. Knallige, rockige Stücke befinden sich in einem wohl dosierten Wechsel mit ruhigen Songs. Diese Einschätzung spiegelt sich sofort zu Beginn des Albums mit "The Blind House" wieder. Dieser Song ist schon ein echter Genuss. Mein Lieblingsstück aus diesem Konzeptalbum ist aber "Drawing The Line". Einfach traumhaft! "Time Flies" ist natürlich ein wahrer Kracher. Hier lässt Pink Floyd tatsächlich mal wieder musikalisch grüßen. "Octane Twisted" ist wieder von Stimmungswechseln geprägt. Besondere Schmankerl mit den Songs "The Flicker" und "Remember Me Lover" befinden sich auf der zweiten CD. Deshalb lohnt sich auch der Erwerb der Doppel-CD.
Es hat, wie bereits erwähnt, einige Zeit gedauert bis ich mich so eindeutig positiv für dieses Album aussprechen konnte. Ich schließe mich deshalb gerne den Fünfer-Bewertungen an.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk!, 16. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
'The Incident' ist für mich ein Titel, den man an sich nicht in den einzelnen Abschnitten bewerten kann, sondern nur als Komplettwerk betrachten sollte. Ein roter Faden zieht sich durch das Stück, verschiedene musikalische Themen werden wiederholt und verwandelt und die 14 Teile hängen nahtlos aneinander. Während die kürzeren Stücke (das Intro 'Occam's Razor', 'Great Expectations', 'Kneel and Disconnect', ' Your Unpleasant Family', 'The Yellow Windows of the Evening Train', 'Degree Zero of Liberty', 'The Séance' und das geniale, an Meshuggah angelegte 'Circle of Manias') eher als Verbindungspassagen diehnen - die trotzdem alle mit einer großen Genialität auftreten - sind die längeren Stücke ganz klar die Herzmomente des Albums ('The Blind House', Drawing the Line', 'The Incident', das wunderschöne 'Time Flies', 'Octane Twistet' und das depressiv schöne Abschlussstück 'I Drive the Hearse').
Für mich der größte Moment des Albums ist zum einen 'Time Flies', das durch einen großartigen Songaufbau und eine wunderbare Atmosphäre besticht, das kurze 'Circle of Manias' (genialer Prog Metal!) und - vor allem, wenn man sich das Album vorher am Stück angehört hat - der Abschluss des Albums 'I Drive the Hearse'. Es ist wirklich erstaunlich, wie Steven Wilson es schafft, einen solch depressiven Titel so schön erscheinen zu lassen. Grade unterm Kopfhörer sind die letzten 2 Minuten des Albums ein einziger Ohrenschmaus, bei dem zumindest ich komplett abschalten konnte und gefühlsmäßig zu schweben begann.
Die zweite CD wirkt zwar im Vergleich zum Titeltrack der ersten CD etwas blass, dennoch wird einem auch hier die pure Genialität geboten. Besonders 'Bonnie the Cat' hat es mir da angetan, fast durchweg getragen durch eines der wohl kompliziertesten Drumpatterns, dass ich je gehört habe.

Fazit: Traurig, wunderschön, depressiv, hart - 'The Incident' hat alles, was sich der Prog-Fan nur wünschen kann. Wenn man nichts dagegen hat, dass wenig fröhliche Melodien vorhanden sind, gilt hier die absolute Kaufempfehlung!
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36 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf dem Höhepunkt ihres Schaffens, 3. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
Porcupine Tree haben es geschafft, auf ihrem nun zehnten Studioalbum vereinen sie sämtliche Elemente ihrer bisherigen Karriere. Von den ersten floydisch angehauchten Alben, über die Songorientierten Meisterwerke Stupid Dream und Lightbulb Sun, bis hin zu den aktuelleren komplexeren, metallischen Alben, fließt auf The Incident alles mit ein. Und das so perfekt das sie für mich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens asngekommen sind.

Nach nun ca. zehn Durchläufen offenbart mir das Album immer wieder neue Details und immer wieder bekommt man Gänsehaut bei all den vielen tollen Melodien und Gitarrensoli.

Das Album wirkt wie aus einem Guss und es ist schwer einzelne Tracks hervorzuheben. Seien es die vielen kleinen Interludes wie OccamŽs Razor, The Yellow Windows of the Evening und Degree Zero of Liberty oder toll herausgearbeiten "Minisongs" wie Great Expectaions, Kneel and Disconnect und The Seance, die teilweise nahtlos ineinander übergehen und nur im Zusammenhang ihre wahre Pracht entfalten. Aber auch die "normal" langen Lieder wie z. B. The Blind House, Drawing the Line oder I drive the hearse, wissen zu überzeugen.

Einzig Time Flies der knapp zwölf minütige Monolith ragt hier heraus. Der Song beginnt solide steigert sich zwischendurch zu einem gigantischen Gitarrensolo und greift am Ende schließlich das Thema vom Anfang auf. Besonders die Atmosphäre die hier im Mittelteil erzeugt wird ist Gänsehaut pur. Klasse!

Auf der zweiten CD finden sich vier weitere jedoch unabhängige Tracks. Black Dahlia besticht mit seiner ruhigen fast schon gemütlichen Art, was vor allem durch WilsonŽs "Unterwasserstimme" und den sanften Gitarrenklängen unterlegt wird. Bonnie the Cat lässt deutlich erkennen das Wilson hier Einflüsse von seinem Soloalbum Insurgentes miteinbezogen hat. Und mit Remember me Lover haben Porcupine Tree einen der besten Songs ihrer Karriere geschrieben. Ruhiger harmonischer Beginn, getränkt mit zauberhaften Melodien, gefolgt von tollen Gitarrensoli. Traumhaft!

Fans von Porcupine Tree die alle ihre Alben gut fanden werden vielleicht ähnlich denken wie ich. Die Anderen welche nur von manchen Schaffensphasen begeistert waren, werden sicherlich auch ihre Freude haben, jedoch auch manches bemängeln, da Porcupine Tree hier eben alle ihre Stärken vereint haben.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen `Drawing the line...`, 11. Dezember 2009
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
"The Incident" von 2009 wurde wieder eingespielt von Richard Barbieri (Keyboards), Colin Edwin (Bass), Gavin Harrison (Drums) und natürlich Steven Wilson (Vocals, Guitars, Keyboards). Produziert wurde das Album von Porcupine Tree und Steven Wilson. Steven hat wieder fast alle Songs im Alleingang geschrieben.

Nach dem ersten Durchlauf war ich ein wenig enttäuscht. Irgendwie wollte das Werk nicht sofort zünden. Auch nach dem 2. Durchgang war ich noch etwas ratlos. Meine Gedanken waren z.B. "was will uns der Meister hier sagen?!". Nach jedem weiteren Durchlauf jedoch hellte sich meine Miene weiter auf. "The Incident" ist ein Album welches `erobert` werden will. Nur mal kurz nebenbei hören reicht nicht. Hier ist volle Konzentration erforderlich. "The Incident" ist nicht ein einziger Song, welcher über 50 Minuten lang ist, es sind 14 einzelne Stücke die jedoch perfekt miteinander verwoben wurden. Thematisch haben sie eins gemeinsam, es handelt sich um verschiedene Unglücke/Unfälle, die passiert sind bzw. so passieren könnten. Musikalisch jedoch bekommen wir hier die gesamte musikalische Breite von Porcupine Tree geboten. Einige Stücke erinnern an die Phase aus "In Absentia", "Deadwing" und "Fear Of A Blank Planet". Andere eher an "Signify" oder sogar "The Sky Moves Sideways". Steven Wilson hat dieses angabegemäß absichtlich so gewollt. Auch die Pink Floyd-Anleihen bei `Time flies` sind natürlich pure Absicht. "Animals" war wohl das erste Album des PT-Masterminds. Somit ist "The Incident" sehr abwechslungsreich ausgefallen. `Drawing the line` z.B. rockt herrlich und die Melodie setzt sich sofort fest. `Time flies` erinnert an Pink Floyd (siehe oben), ist aber (fast) besser als Floyd es je waren. `I drive the hearse` ist herrlich melancholisch, `Flicker` extrem athmosphärisch. Mit `Remember me lover` endet das Werk sehr nachdenklich und ruhig.

Porcupine Tree sind und bleiben eine der wichtigsten Bands, wenn nicht sogar DIE wichtigste Band, der heutigen Musikszene. Das wird auch wieder mit "The Incident" bewiesen. Das Album funktioniert übrigens auch Live prima, davon konnte ich mich überzeugen. Es gibt zwar bessere Alben der Gruppe, aber "In Absentia" von 2002 wächst heute noch bei mir. Für "Fast Food Hörer" sind PT jedoch nichts. Die sollten besser die Finger von lassen. Daher natürlich folgerichtig die Höchstnote für "The Incident".

Auf der 2.CD sind Songs, die thematisch nicht ins Konzept gepaßt haben. Sie sind teilweise etwas `lockerer`, teilweise etwas härter, aber nicht schlechter.
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The Incident
The Incident von Porcupine Tree (Audio CD - 2009)
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