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33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brilliante Platte - aber bitte in der "Limited-Edition" kaufen...
Wer die zahlreichen Rezensionen zur Limited Edition dieser Scheibe liest (ASIN: B002GYGSXG), wird - völlig zu Recht - überwiegend hymnische Kritiken finden, denn das Album ist wirklich hervorragend.
Trotzdem würde ich unbedingt versuchen, eben jene Limited Edition zu erwerben, auch wenn diese teurer ist, und NICHT diese CD kaufen.
Dafür gibt...
Veröffentlicht am 17. Juni 2010 von Bajazet30

versus
0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ...zu lange Lieferzeit
...die CD ist o.k.
Was allerdings die Lieferzeit angeht - untragbar.
Kommt wohl aus Canada.Dauerte ca.3 Wochen!
Hier sollte Amazon nach einem anderen Lieferanten suchen.
Veröffentlicht am 14. Dezember 2012 von zigarillopeterle


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33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brilliante Platte - aber bitte in der "Limited-Edition" kaufen..., 17. Juni 2010
Von 
Bajazet30 (Göttingen, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium "La scuola dei Castrati" (Audio CD)
Wer die zahlreichen Rezensionen zur Limited Edition dieser Scheibe liest (ASIN: B002GYGSXG), wird - völlig zu Recht - überwiegend hymnische Kritiken finden, denn das Album ist wirklich hervorragend.
Trotzdem würde ich unbedingt versuchen, eben jene Limited Edition zu erwerben, auch wenn diese teurer ist, und NICHT diese CD kaufen.
Dafür gibt es zwei Gründe:
1. Zum einen ist die Aufmachung der LE wesentlich edler: Es gibt ein sehr informatives und ansprechend gestaltetes Booklet mit einem 100-seitigen "Kastratenlexikon".
2. Noch wichtiger ist allerdings die Bonus-CD mit den folgenden drei Titeln, wobei vor allem der erste Track ein absolutes Highlight in der Bartoli-Diskographie darstellt.

1. Son qual nave [Arbace] from Act III of Artaserse (Broschi)
2. Ombra mai fu [Serse] from Act I of Serse (Händel)
3. Sposa, non mi conosci [Epitide] from Act III of Merope (Giacomelli)

Fazit:
Gute Platte, aber lieber die Limited Edition kaufen. Das Geld ist gut investiert!
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationelles Konzeptalbum im Hardcoverbuch, 1. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (Ltd.Edition) (Audio CD)
Obwohl ich mich schon als kulturell aufgeschlossen bezeichnen würde, bin ich nicht der Mensch, der von sich aus nach Opern-CDs sucht. Dass das mitunter ein Fehler sein kann, zeigt das aktuelle Werk von Cecilia Bartoli. In diesem Fall bin ich sehr dankbar, dass diese CD es in die Amazon-CD-Top100 geschafft hat, denn sonst wäre mir das Cover nicht aufgefallen und ich hätte mich nicht gefragt, weshalb diese Opern-Scheibe sich dort neben Rammstein und Tokio Hotel tummelt. Und weil ich neugierig bin, habe ich mir glücklicherweise die Hörproben angehört. Nun ja, Operngesang, dachte ich, aber irgendwie war es noch mehr, was da über die Hörschnipsel zu mir durchgedrungen ist, sodass ich mir tatsächlich meine erste Opern-CD kaufte. Und das will schon was heißen: Normalpreis für eine Musikrichtung, um die ich für normal einen Bogen mache ...

Dann kam die CD an und ich war einfach nur bass erstaunt, dass ich nicht nur eine schnöde Plastikhülle in den Händen hielt, sondern ein Hardcoverbuch im CD-Format mit zwei CDs und einem dreisprachigem Begleitbuch inklusive Lexikon von 150 Seiten. Hatte ich beim Einkauf noch mit dem Preis gehadert, war ich ab da absolut begeistert. Für ähnlich ausgestattete CDs kann man nämlich normalerweise locker das Doppelte hinlegen (was dann nach meiner Meinung auch noch angemessen wäre).

Dass mich die Musik selbst nun in voller Länge auch absolut überzeugt hat, zeigt wohl der Umstand, dass ich mir die Mühe mache, eine Rezension zu schreiben. Ich bin ganz gewiss niemand, der sich mit den musikalischen Gegebenheiten auskennt, die hier vorgeführt werden. Aber ich denke, ich darf behaupten, dass auch ein Laien-Ohr wie meines durchaus hört, dass diese CD Musik in einer absoluten Qualität enthält. Und ich möchte behaupten, dass man mitnichten erst Musikwissenschaft studieren muss, um zu merken, dass etwas wirklich gut ist. Diese CD hatte die Kraft, mich zu überzeugen, ja, mich für weitere Opernstücke zu interessieren, mit mit dem enthaltenen Buch zu beschäftigen und darüberhinaus weiterzurecherchieren. Für mich hat dieses Album einfach etwas Magisches. Ich hoffe, dass ich mit meiner Rezension eben diejenigen Anspreche, die wie ich, keine Opern-Liebhaber sind. Ja, ich möchte euch ermutigen, dieser CD eine Chance zu geben, weil die Arien, die Cecilia Bartoli hier zusammengetragen hat, meiner Meinung nach einfach über irgendwelchen Schubladen stehen. Mir jedenfalls macht es auch als Laie Spaß, den schier endlosen Tonabfolgen und halsbrecherischen Koloraturen zu folgen. Und erstaunlicherweise habe ich es auch nach dem x-ten Durchhören nicht über. Vielmehr halte ich immer mal wieder inne und staune, bin ergriffen und einfach mitgerissen. Die ausgewogene Mischung von schwermütig bis ausgelassen spricht dafür.

Aber auch Opern-Liebhaber dürften in dieser CD eine absolute Bereicherung für ihre Sammlung finden, denn es handelt sich eben nicht um die üblichen Stücke, die immer und immer wieder von unterschiedlichen Interpreten auf CD gepresst werden. Ich denke, dass gerade das auch einer der Punkte ist, die mich überzeugt haben: Hier hat man sich Gedanken gemacht, ein Konzeptalbum zusammenzustellen, das eben nicht in erster Linie gefällig sein möchte, um auch solche Leute wie mich zu verleiten. Hier darf die Kunst für sich sprechen. Und das tut sie.

Das Cover-Design empfinde ich als edel und dennoch werbewirksam. Mich hat es neugierig gemacht und ich empfinde die Bilder zur Thematik auch durchaus passend und "schön".

2010 soll die CD auch als Normal-Version erhältlich sein. Aufgrund des günstigen Preises empfehle ich aber jetzt schon diese Special-Edition. Die Aufmachung ist ihr Geld mehr als wert und die drei zusätzlichen Arien auf der zweiten CD (immerhin 20 Minuten Hörgenuss) möchte ich auch nicht missen.

Fazit: Opern-Fans sollte blind zugreifen und Opern-Laien sollten mit dieser CD ihren Horizont erweitern - es lohnt sich!
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109 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ersehnte Rückkehr zum Barock!, 2. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (Ltd.Edition) (Audio CD)
Heute Früh habe ich mir gleich das neue Album Sacrificium von Cecilia Bartoli ergattert und konnte meinen Ohren nicht trauen! Was hier dem durchaus kritischen Zuhörer geboten wird, übersteigt die kühnsten Erwartungen und scheint auf der vokalen Seite jede technische, emotionale und physische Grenze des Menschenmöglichen zu sprengen. Großartig dabei: trotz aller vokalen Pyrotechnik bebt jeder Ton (auch im Orchester) vor emotionaler Sinngebung (ohne dabei in Übertreibung auszuarten!). Diese CD ist wohl das beste Album, welches uns La Bartoli in ihrer Karriere vorlegt und wird wohl zur Referenzaufnahme des barocken italienischen Ziergesangs schlechthin werden. Der Kastratengesang wird mit all seiner Pracht, Virtuosität und Tiefe dargebracht, so dass man endlich die Faszination verstehen kann, welche diese Sänger auf ihr Publikum ausgeübt haben müssen.
Wieder legt uns Frau Bartoli ein Album mit 11 Weltersteinspielungen vor, welche zum Schönsten gehören müssen, was für die menschliche Stimme je geschrieben wurde. in Arien wie Come Nave, In Braccio A Mille Furie und Cadro Ma Qual Si Mira (unglaublich, dass diese Arie von einer menschlichen Stimme bezwungen" werden kann!) wird ein Koloraturfeuerwerk gezündet, welches seinesgleichen sucht. die langsamen Arien Parto Ti Lascio und Misero Pargoletto (Als Heimwehberliner bin ich natürlich stolz, dass der Berliner Graun als Komponist auf diesem uritalienischen Album vertreten ist!) haben mich mit der kompositorischen Schönheit und dem berührendem Gesang zu Tränen gerührt.
Mit den bekannten Arien Son Qual Nave und Sposa Non Mi Conosci setzt La Bartoli neue Maßstäbe, indem Auszierungen, Pianokultur und Koloraturgesang in neue Dimensionen vorstoßen. selbst das vielbemühte Ombra Mai Fu scheint wie neu zu klingen. Auch an das begleitende Ensemble Il Giardino Armonico unter Antonini kommt nicht so schnell ein anderes Orchester heran: Energie und tiefer Ausdruck gesellen sich zum beseelten Gesang von La Bartoli.

Schön auch, dass uns la Bartoli/Decca mit einem 2 CD-Album in Buchform (keine Angst: passt in jedes CD-Regal...) von über hundert Seiten (mit Kastratenlexikon!) verwöhnen und das Thema mannigfaltig und vorbildlich darstellen und erst noch zum Preis von 15.95. Da sollten sich andere Veröffentlichungen mal ein Beispiel nehmen und vielleicht über ihre Verpackungs-, Veröffentlichungs- und Preispolitik (Plastikhülle mit oft lausigem Booklet zum selben Preis) nachdenken.

Fazit: ein rundum perfektes Album, das in Repertoire, Interpretation und Booklet seinesgleichen sucht. Das Visuelle des Albums kann man wohl diskutieren, scheint aber bei all der Grausamkeit des Themas wohl mehr als gerechtfertigt! Viva La Bartoli, die FarinellA der Gegenwart!
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56 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchstes Lob! Ganz außerordentliche Kunst!, 2. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (Ltd.Edition) (Audio CD)
Bewunderung genießt Cecilia Bartoli eh zu Recht, als Sängerin, die mit ganz eigenem stimmlichen Reiz immer außerordentlich fasziniert, als begnadete Interpretin, deren Repertoire-Entdeckungs- und Wiedererweckungslust zu längst vergessenen, verschollenen, verblüffenden, alten/neuen Hörgenüssen führt ..., Cecilia Bartoli, die in ihrer eigenen gesanglichen Art auf unnachahmliche Weise stets tief berührt, als Mensch mit vitaler Ausstrahlung, natürlichem Charme und großem Charisma beeindruckt.

Nun gebührt ihr zu alldem neuerlich größter Respekt und größte Anerkennung, in die Rolle diffiziler Kastraten-Gesangskunst geschlüpft zu sein, mit ihrem neuen Album 'Sacrificium' ein sowohl stimmlich, interpretatorisch, orchestral (Orchester: Il Giardino Armonico, Dirigent: Giovanni Antonini) wie gesamtkünstlerisch einzigartiges Denkmal geschaffen zu haben, zur Erinnerung an faszinierende Kompositionen, außergewöhnliche Stimmen, menschlich bewegende Schicksale gleichermaßen, so durchaus auch als Imperativ zu verstehen ('Denk mal ...!'). Ganz außerordentliche Kunst!

Disk 1:
01. Come nave in mezzo all'onde [Siface] from Act II of Siface
02. Profezie, di me diceste [Sedecia] from Sedecia
03. Cadrò, ma qual si mira [Demetrio] from Berenice
04. Parto, ti lascio, o cara [Arminio] from Act II of Germanico in Germania
05. Usignolo sventurato [Siface] from Act II of Siface
06. Misero pargoletto [Timante] from Act III of Demofoonte
07. In braccio a mille furie [Mirteo] from Act III of Semiramide riconosciuta
08. Qual farfalla [Decio] from Act II of Zenobia in Palmira
09. Nobil onda [Adelaide] from Adelaide
10. Deh, tu bel Dio d'amore ... Ov`è il mio bene? [Farnaspe] from Act II of Adriano in Siria
11. Chi temea Giove regnante [Berenice] from Farnac
12. Quel buon pastor son io [Abel] from Act I of La Morte d'Abel

Disk 2:
01. Son qual nave [Arbace] from Act III of Artaserse (Pasticcio)
02. Ombra mai fu [Serse] from Act I of Serse
03. Sposa, non mi conosci [Epitide] from Act III of Merope

Cecilia Bartoli dokumentiert mit stimmlicher Variabilität ohnegleichen einfühlsamst die so genannte »Kastratenkunst« mit diesem neuen Album, das erstmals umfassend das Phänomen dokumentiert. Seit der Spätantike gab es den Verstümmelungswahn zu Gunsten des 'ewigen (Knaben)Soprans'; im 18. Jahrhundert galt der Ausruf »Es lebe das Messerchen!« in Italiens Opernhäusern als höchstes Lob für die auf der Bühne ihre Vokalkunst dem vergnügungssüchtigen, amoralischen Publikum zur Schau stellenden Kastraten. Bis zum 19. Jahrhundert gab es (obwohl verboten) diese Barbarei; der letzte (bekannte) Kastrat 'Alessandro Moreschi' starb 1922.

In der Musik betonte man bislang die artistische, wohlklanggesättigte Seite dieses musikalischen Phänomens. Cecilia Bartoli lässt bei diesem spektakulären Phänomen auch die Schattenseite nicht vergessen: Unsägliches Leid, Demütigungen und unmenschliche Profitsucht, die mit dem Begriff »Kastrat« verbunden sind. So ist das Album »Sacrificium« auch eine Verbeugung vor zigtausend Knaben, die alljährlich dem obskuren Kunstgenuss einiger weniger geopfert wurden.

Fazit: Faszinierend, bewegend interpretiert, sehr hörenswert! Und ein ganz wichtiges 'Denk mal ...!', das nicht nur in die Sammlung der Bartoli-Fangemeinde gehört. Danke Cecilia.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Jahr 4000 - in Italia, 1. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (MP3-Download)
"Die Kastraten des 18. Jahrhunderts lebten an der Gelenkstelle zur Aufklärung, in der das Individuum erst geboren wurde. Sie entstammten mehrheitlich kleinen Verhältnissen, doch ihre Kunst verschaffte ihnen ein Höchstmaß an Bildung und Wohlstand. Sie verkehrten in höchsten Adelskreisen, überwanden damit die Schranken ihrer Herkunft ,eine extreme Ausnahme im 18. Jh., aber wurden ihr zugleich entfremdet."

Sacrificium nennt Frau Bartoli ihr Album: Opfer

"Wie Farinelli erging es im Barock vielen Jungen, nur wenige jedoch konnten aus ihrem Unglück Kapital schlagen. Die Hälfte aller Kastrationen endete mit dem Tod des Jungen. Die Vorstellung, wie es in den Hinterstuben im barocken Italien zuging, ist furchteinflößend: Da die Kastration offiziell verboten war, wurde sie meist von nicht ausgebildeten Barbieren durchgeführt. Die Jungen wurden betäubt, dann schnitt man ihnen die Samenstränge durch. Nur rund fünf Prozent der Kastraten verdienten tatsächlich mit ihrer Stimme ihren Lebensunterhalt. In Folge des sensationellen Ruhmes und Reichtums kastrierter Opernsänger in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es eine wahre Kastrationswelle: Eltern ließen ihre Jungen kastrieren, in der Hoffnung, sie würden ebenfalls erfolgreiche Opernstars. Doch auch eine überlebte Kastration war kein Garant für späteren Starruhm. Der Schnitt mit der scharfen Klinge konnte fehlendes musikalisches Talent nicht ersetzen." lesen wir bei Planet Wissen.

Denjenigen, die überlebten und talentiert waren, wurde eine jahrelange und harte Ausbildung ihr Los. Ein zweites Opfer.

Was ihnen abverlangt wurde, kann man auf dieser CD bewundern. Halsbrecherische Artistik.Im Vordergrund stand die stupende Virtuosität. Selbst Frau Bartoli meint, vielleicht ihre bisher technisch anspruchsvollste Aufnahme.

Solange schon im Geschäft, und so frisch wie vor zehn Jahren. Man muss das Timbre mögen, kann aber der Viruosität aber seinen Respekt nicht versagen.

Gleiches gilt für Antonini mit lestro armonico. Auch sie , fast länger als die Bartoli dabei, aber auch sie spielen nach wie vor in der ersten Liga. So beherzt und frisch. So umwerfend lebendig.

Wieder einmal eine Kostbarkeit dieses Teams.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen La Bartoli auf dem Höhepunkt ihrer Kunst, 13. Oktober 2009
Von 
Ein kritisches Ohr "Jommelli" (Bavaria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (Ltd.Edition) (Audio CD)
Mit Cecilia Bartoli ist es wie mit New York- you love her or you hate her.
Doch selbst eingefleischte Gegner der Diva (die sich nach der leider nur teilweise geglückten Malibran-Produktion des vorletzten Jahres vervielfacht haben dürften) werden wohl nach Hören ihrer neuesten Cd respektvoll den Hut ziehen, denn so überzeugend hat man sie bislang noch nie erlebt.
Die manchmal nervtötenden Manierismen ihrer früheren Einspielungen sind hier auf ein kaum merkbares und durchaus reizvolles Minimum reduziert, eine sichtlich gereifte Bartoli präsentiert sich stimmlich, technisch und vor allem emotional auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.
Dazu trägt auch ganz maßgeblich die überaus gelungene Arienauswahl dieser CD mit 11 Weltpremieren bei. Endlich einmal (bis auf die kleine Zugabe des Largo auf der Bonus-CD) nicht Händel! Die Majors scheinen kapiert zu haben, dass die Zeit des Abspulens des immergleichen Repertoires vorbei ist und es bei Araia, Vinci, Caldara und vor allem Porpora jede Menge allerbester Musik zu entdecken gibt. Dabei ist eine Arie schöner als die andere, das gesamte barocke Emotionsspektrum von tiefer Verzweiflung über Liebesglück bis hin zur wütenden Racheszene ist hier exemplarisch vertreten und die Bartoli gibt ohne zu versuchen, ein besonders männliches Timbre zu simulieren, einen hervorragenden Eindruck davon, wie diese Musik -seinerzeit von Größen wie Farinelli oder Caffarelli gesungen- geklungen haben könnte. Kongenial einfühlsam und prägnant begleitet auch das Barockorchester "La Scintilla" Zusammen mit Jaroussky`s "Carestini" ist diese CD für mich die absolute Referenz in Sachen Kastraten-Renaissance.
Sehr erfreulich ist auch das dicke Begleitbüchlein, das einen knappen, aber sehr fundierten Überblick über die Epoche der Kastraten gibt. Für mich völlig überflüssig hingegen sind die der Pop-Kultur geschuldeten stylishen Fotomontagen, die das Gesicht Bartolis mit einem antiken Männertorso kombinieren, um so wohl die befremdlich-reizvolle Androgynität dieser bedauernswerten Kreaturen auszudrücken.
Absolute Kaufempfehlung, man höre und staune!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bartoli ist immer ein MUST HAVE!!, 19. November 2009
Von 
Dancer "JH" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (Ltd.Edition) (Audio CD)
Das Tolle an Cecilia Bartoli ist, daß sie sich, unbeeindruckt vom Musikmarkt und dessen zunehmend boulevardesken Tendenzen jedes Jahr zu einer hochgradig individuellen CD entschließt. Ihr ist egal,ob die Musik, die sie auswählt, gerade 'in' ist, sie singt, was ihr wichtig ist. Sie will Hörer/innen auf Musik aufmerksam machen, die nicht so im Fokus steht (was sich mit ihren CDs dann ja immer ändert). So kann man mit jeder Bartoli-CD eine Musikreise antreten und Entdeckungen machen.

So auch mit SACRIFICIUM. Diesmal geht es um "il coltello", das Messer, mit dem seinerzeit Knaben in Kastraten verwandelt wurden. Das war grausam - außerdem sollte man sich immer vergegenwärtigen, daß nicht jeder entmannte Junge zu einem Farinelli heranwuchs... Ich frage mich allerdings schon, sind wir im aufgeklärten 21. Jh. tatsächlich so viel weiter, wenn sich weltweit Männer und Frauen unters Messer legen, vermeintlicher Schönheitsideale wegen? Wie freiwillig diese Entscheidung fallweise ist, mag dahingestellt sein...Politisch unkorrekt gehe ich noch eins weiter: die Schönheits-OPs zeitigen in der Regel grauslige Ergebnisse. Die Musik, die für Kastraten geschrieben wurde, berührt noch heute in einer Intensität, die ihresgleichen sucht. Anders gesagt, man kann verstehen, daß die Menschen seinerzeit einen unstillbaren Hunger nach diesen Stimmen hatten!

Es ist ungewohnt, Kastraten-Musik nicht von einem Counter, sondern von einem Mezzosopran gesungen zu hören - man muß sich wirklich einhören. Bartoli wählt, wie immer, Stücke, die nicht schon tausendfach eingespielt wurden. Es macht einfach Vergnügen, ihr und dem Orchester zuzuhören. Großartig! Mille grazie, Cecilia!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, 28. Dezember 2009
Von 
R. Lehmann (Offenbach am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (Ltd.Edition) (Audio CD)
Unter dem Weihnachtsbaum fand ich diese CD.
Oh was hat mir das Christkind angetan !
Zur Zeit hänge ich nur noch mit meinen Ohren an diesem Tonträger und genieße eine Musik, die ich als Spitze des Menschenmöglichen bezeichnen möchte.

Diese Musik wurde komponiert um die Tiefe des Menschenmöglichen auszuloten.
Dabei ging man damals sogar über Leichen !
Wie dankbar darf ich sein daß Cecilia Bartoli sich mit ihren Fähigkeiten und einem unglaublich spielfreudigen Orchester dieser Kunststücke angenommen hat.

Und wenn ich dann noch die opulente Austattung dieser CD-betrachte ,kann ich nur von einem absoluten Sonderangebot sprechen !
Diese CD würde ich auf jeden Fall mit auf die einsame Insel nehmen.
100%ige Kaufempfehlung
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43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bartoli und Barockmusik - das passt einfach..., 3. Oktober 2009
Von 
Bajazet30 (Göttingen, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (Ltd.Edition) (Audio CD)
Zugegeben: Ich bin kein sonderlich großer Fan von "La Bartoli" und habe ihre letzten Projekte ("Maria" und "La Sonnambula") auch alles andere als gelungen empfunden, doch bei dem vorliegenden Album knüpft die temperamentvolle Italienerin nahtlos an die grandiose Leistung von "Opera proibita" an. Bartoli widmet sich hier der legendären Zeit der Kastraten und gräbt 11 Weltersteinspielungen von Porpora, Graun, Leo, Vinci Caldara und Araia sowie Broschi und Giacomelli aus - insgesamt 100 Minuten (es gibt eine 20-minütige Bonus-CD!) feinster spätbarocker Musik. Die CD verdient also schon allein aufgrund ihres Repertoirewertes besondere Beachtung. Auch die Arienauswahl ist sehr lobenswert, denn es werden alle Affekte dargeboten, welche die damalige Opera Seria so reizvoll gemacht haben: Atemberaubend schwierige "Zornesarien", berückend schöne "Gebetsarien", bewegende "Abschiedsarien" sowie die obligatorischen "Gleichnisarien" (z.B. "Nachtigallen- und Meeresturmarien"). Auch die Interpretation ist exemplarisch, wobei das Hauptverdienst dem "Il Giardino Armonico" unter seinem Dirigenten Giovanni Antonini zukommt: dynamisch-flott, akzentuiert, lebendig und voller Emotion. Der Hörer erlebt die Musik richtig, ja, wird von ihr mitgerissen und nicht - wie etwa bei Alan Curtis' kürzlich erschienenem Porpora-Album - allmählich eingeschläfert. So kann man sich die Begeisterung des zeitgenössischen Publikums bei der Darbietung der Arien durch Caffarelli & Co jedenfalls sehr gut vorstellen.
Doch kommen wir nun zur Leistung der Primadonna: Bartoli kommt auch auf dieser Einspielung nicht ohne ihre bekannten Manierismen aus: aspirierte und nicht immer ganz lupenreine Koloraturen und eine gewöhnungsbedürftige Atemtechnik. Kurzum: Technisch gibt es inzwischen sicherlich Sängerinnen, die Bartoli übertreffen (z.B. eine Genaux, Kozena oder DiDonato). Trotzdem ist die Gesamtleistung der Italienerin tadellos, denn sie geht mit jener Expressivität und Leidenschaft an die Musik, dass es eine wahre Freude ist. Sie ist eben mit Herz und Seele dabei und durchlebt die Affekte ihrer Figuren, damit degradiert sie die Stücke nicht zur Musik für reine "Gesangsmaschinen". Bartoli kann also mit Klugheit, Leidenschaft und ihrer großen Musikalität ihre kleineren Manierismen mehr als ausgleichen.
Besonderes Lob verdient das Booklet der "Deluxe-Edition": Es ist hochwertig verarbeitet, äußerst ansprechend gestaltet (auch wenn die Fotomontagen von Frau Bartoli ein wenig reißerisch wirken) und außerordentlich informativ: So gibt es neben Erklärungen zu den eingespielten Arien auch noch ein 30-seitiges "Kastratenlexikon", welches einen gelungenen Mix aus musikwissenschaftlichen Informationen und unterhaltsamen Anekdoten und Kuriositäten enthält.

Fazit:
Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Album: Bartoli + Barockmusik, das passt einfach! Hoffentlich wird in Zukunft noch mehr dieser hervorragenden Musik ausgegraben und eingespielt. Danke, Cecilia!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ganz große Musikerlebnis, 18. November 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sacrificium (Ltd.Edition) (Audio CD)
Mit dem Kauf von Sacrificium / Cecilia Bartoli haben sich bei mir Glücksgefühle eingefunden, von denen ich nicht geglaubt hätte, dass so etwas möglich sein könnte.
Ich bin begeistert. Ein rund herum gelungenes Werk.
Was ich mir gewünscht hätte, wäre die Möglichkeit vor dem Kauf Ausschnitte aus den Aufnahmen zu hören.
Das ist mein Anliegen an Sie.
Mit den besten Grüßen, Jürgen Lembcke
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