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141 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der wenigen ganz großen deutschen Filme!!!
Nach dem nunmehr dritten Kinobesuch möchte ich auch gerne einige Eindrücke zum Besten geben und diesen Film rezensieren:
"Der Untergang", dessen Regisseur Oliver Hirschbiegel im wahrsten Sinne des Wortes untergegangen ist - alles redet nur über Eichinger und Bruno Ganz, - ist ein in höchstem Maße beeindruckender Film. Er enthält Szenen,...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2004 von A. Wolf

versus
68 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Film - Schlechte DVD
Über den Film braucht man keine Worte zu verlieren, eine ganz ausgezeichnete, historisch korrekte Darstellung der letzten zehn Tage im Führerbunker mit einem in einem brillianten Ensemble über sich hinauswachsenden Bruno Ganz. Dem Film gelingt es in beeindruckender Weise, die apokalyptische Atmosphäre dieser "letzten Tage" authentisch...
Veröffentlicht am 18. Dezember 2005 von Karl Mauk


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141 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der wenigen ganz großen deutschen Filme!!!, 4. Oktober 2004
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang (Premium Edition, 2 DVDs) (DVD)
Nach dem nunmehr dritten Kinobesuch möchte ich auch gerne einige Eindrücke zum Besten geben und diesen Film rezensieren:
"Der Untergang", dessen Regisseur Oliver Hirschbiegel im wahrsten Sinne des Wortes untergegangen ist - alles redet nur über Eichinger und Bruno Ganz, - ist ein in höchstem Maße beeindruckender Film. Er enthält Szenen, die - völlig ohne Worte - unglaublich dicht dargestellt und sehr bewegend sind. Die gewaltige Bunkeranlage mit ihrem Tunnelsystem bietet viel Atmosphäre, während in den Außenszenen der Häuserkampf von Berlin tobt. Doch Kampfszenen sind auf ein Minimum zurückgefahren, wichtigster Bestandteil des Films sind die unglaublichen schauspielerischen Leistungen; zwar wird Bruno Ganz es womöglich mit einer Oscarnominierung schwer haben, aber verdient hätte es diese Leistung auf jeden Fall!! Er zeigt Hitler als Menschen, ja, aber dieser Mensch bleibt einem unentwegt fremd: Das dramatische Verlusterlebnis, das es immer beim Tod von Hauptfiguren gibt, setzt in seinem Fall nicht ein! Und dennoch spielt Ganz sich in Hitlers cholerischen Wutausbrüchen wortwörtlich die Seele aus dem Leib. Daneben spielt die 25-jährige Alexandra Maria Lara einen entscheidenden Part, nämlich Traudl Hums (die spätere Traudl Junge), Hitlers Sekretärin: Durch ihre Augen nehmen wir ihre Sorgen, die Wirren, die letzte Hoffnung, die Faszination Hitlers, aber auch ihren Überlebenswillen wahr. Corinna Harfouch in der Rolle der Magda Goebbels spielt sensationell; sie redet nur wenige Worte, vermittelt aber eine eisige erhabene Kälte, eine ganz beeindruckende Präsenz vor der Kamera. Es ist allerdings fast schon unfair, nur diese Rollen hervorzuheben - alle, wirklich alle spielen ausgesprochen gut und eindringlich; ein in jeder Hinsicht erstklassiges Ensemble!!!!
Der Film selbst basiert auf Joachim Fests Buch "der Untergang", das die letzten Tage des Regimes beschriebt, sowie Traudl Junges Lebensbericht "Bis zur letzten Stunde". Allerdings hat Bernd Eichinger ein fantastisches Drehbuch daraus gemacht und mit Hirschbiegel einen Regisseur verpflichtet, der ein gutes Gefühl für dunkele "Kelleratmosphäre" hat, was er in "das Experiment" bewiesen hatte.
Die in einigen Fällen nicht allzu positive Kritik an diesem Film erscheint völlig unverständlich, man fragt sich, ob diese Stimmen den Film tatsächlich in voller Länge gesehen hatten, ich möchte es bezweifeln. Der grausame Nihilismus der feigen Naziführung ist allerbestens dargestellt. Die Schauspieler füllen die Rollen mit Leben, sie werden dennoch nicht greifbar und bleiben einem in ihrer Grausamkeit (Hitler), in ihrer Kälte (Magda Goebbels), in ihrem Wahn (Joseph Goebbels) und in ihrer Verblendung (Eva Braun) doch sehr fremd. Trotz aller unermesslicher Schandtaten waren dies Menschen und man darf der Geschichtsaufarbeitung Eichingers dankbar sein, dass ihm ein Maß an Psychologie gelungen ist und der Film in kein Schwarzweißgemälde verfällt.
Endlich mal wieder ein wirklich hervorragender DEUTSCHER Film, endlich ein Beitrag aus diesem Land zu seiner eigenen Geschichte, der in guten Einblick in die Führungsriege erlaubt. Es ist schön zu wissen, dass auch in Deutschland noch große Filme gemacht werden können.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur wegen Bruno Ganz: Chapeau!, 27. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang (Einzel-DVD) (DVD)
Alle mitwirkenden Schauspielerinnen und Schauspieler, alle, die maßgeblich an der Entstehung dieses Films mitarbeiteten, haben einen ganz großen Wurf gelandet. Natürlich gibt Bruno Ganz - erschreckend menschlich und unmenschlich zugleich - einen Adolf Hitler, der überzeugen, aber eben auch anwidern und abschrecken kann. Dennoch liegt es nicht nur an ihm alleine, sondern in überwältigender Manier auch an Corinna Harfouch als Magda Goebbels und
an Ulrich Matthes, der als Joseph Goebbels schier unglaubliche Schauspielkunst vollbringt! Aber auch alle anderen Darstellerinnen und Darsteller bis in die kleinsten Nebenrollen verstehen ihr Schauspiel-Handwerk so gut, dass ein enorm beklemmendes Klima entsteht. Dadurch hält man das Filmgeschehen stellenweise für so realistisch, dass man sich sehr gut vorstellen kann, wie es damals gewesen sein könnte und wie sehr man selber unter den damaligen Umständen und den daraus resultierenden Eindrücken in diverse Gedanken- und Gefühlsdilemmata gestürzt worden wäre.
Meiner Meinung nach kann niemand von diesem Film unberührt bleiben!
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72 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harter Tobak, 19. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang (Premium Edition, 2 DVDs) (DVD)
Mir stellte sich spontan die Frage: Kann man Hitler überhaupt verfilmen? Ist es möglich, diese Bestie in Menschengestalt glaubhaft zu spielen? Ein begründete Frage, wegen der Hitler in bisherigen filmischen Auftritten meist nur kurz oder von hinten zu sehen war. Ich persönlich habe es bisher nur sehr selten erlebt, dass ein Schauspieler derartig mit seiner Rolle verschmolz, dass ich nur noch die Figur und nicht mehr den Schauspieler sah. Was Bruno Ganz hier jedoch abliefert, raubt einem schier den Atem und stellt die Leistungen seiner Kollegen um Längen in den Schatten.
Sein Hitler ist in Punkto Aussehen, Verhalten und Sprechweise nicht mehr vom seinem Vorbild zu unterscheiden. Wenn man es sich nicht ständig vor Augen halten würde, man könnte glatt vergessen, dass es sich um einen Schauspieler handelt. Kein Wunder, dass Ganz die Dreharbeiten zwischendurch abbrechen wollte, da die notwendige Identifikation mit der Rolle, soweit das in diesem Zusammenhang überhaupt möglich ist, für ihn zu stark geworden war: Man kann niemanden spielen, den man nur hasst.
Dennoch, trotz der grenzenlosen Nähe durch das „Was", die hier auf diese Weise gegeben ist, besteht weiterhin eine grenzenlose Distanz zu Hitler, denn das „Warum" kann auch Ganz nicht beantworten.
Einige werden dem Film ankreiden, er lasse zu viele zu wichtige Dinge aus, z.B. die Judenvernichtung werde völlig außen vor gelassen. Doch genau das will der Untergang nicht sein, ein weiterer Film, der das Leiden der Opfer zeigt. Trotzdem gibt es zumindest eine Anspielung: Wenn Magda Goebbels (unbeirrbar fanatisch gespielt von Corinna Harfouch) kaltblütig Mord an ihren sechs unschuldigen Kindern begeht, weil sie sie nicht in einem Land ohne nationalsozialistischen Gedanken aufwachsen lassen möchte, dann ist das Holocaust im Kleinformat.
Begeistern konnte mich der Untergang auch auf technischer Ebene: Die meisten deutschen Filme erkennt man bereits an ihrer Bild - und Tonqualität, die IMO einfach nicht mit der der Traumfabrik mithalten kann. Ganz anders hier: Ich habe selten eine nicht-amerikanische Produktion gesehen, die mit soviel Aufwand daherkam. Und auch Bild und Ton lassen nichts zu wünschen übrig, bei dem permanenten Donnergrollen im Hintergrund und den vielen Kulissen zerstörter Gebäude habe ich mich streckenweise an Der Soldat James Ryan erinnert gefühlt.
Den Kritiken, Produzent Bern Eichinger habe hier zu vieles zu verarbeiten versucht und somit am Ende viel halbes, aber nichts ganzes erzielt, kann ich in keinster Weise zustimmen. Meiner Ansicht nach wird der Film in jeder Hinsicht seinem Titel gerecht und zeigt zudem noch den Wahnsinn „hinter den Kulissen", von der beispiellosen Darstellung Hitlers ganz zu schweigen.
Fazit: Ein Must-Have für jeden!!!
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68 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Film - Schlechte DVD, 18. Dezember 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über den Film braucht man keine Worte zu verlieren, eine ganz ausgezeichnete, historisch korrekte Darstellung der letzten zehn Tage im Führerbunker mit einem in einem brillianten Ensemble über sich hinauswachsenden Bruno Ganz. Dem Film gelingt es in beeindruckender Weise, die apokalyptische Atmosphäre dieser "letzten Tage" authentisch wiederzugeben. Pauschallob dafür an Regie, Kamera, Musik und Produktionsdesign.
Jetzt zur Downside, und das ist die Bild- und Tonqualität dieser Extended Edition DVD, die weit unter der der DVD mit der Originalkinofassung liegt. Die Extended Version DVD entspricht nicht annähernd dem Qualitätsniveau, das von DVD Veröffentlichungen neuer Filme erwartet werden kann. Das Bild ist durchgehend verrauscht, was
vor allem bei dunklen Szenen ausgesprochen störend wirkt. Man hat hier offensichtlich die ARD Abtastung fürs Fernsehen 1:1 übernommen anstatt die neueingefügten Szenen auf ähnlich hohem Niveau zu mastern, wie die ursprüngliche Kinofassung. Der Ton ist ebenfalls auf Fernsehniveau im schlechtesten Sinn. Das liegt nicht nur am Format (Dolby Digital 2.0 anstatt DD 5.1. bzw dts 5.1). Man kann auch mit Stereosurround einen sehr guten Ton machen, da gibt es viele Beispiele dafür. Hier ist der Ton wie tot, das liegt in erster Linie an der Abmischung und nicht am Format.
Ich habe beide Versionen auf DVD und es tut mir auch nicht leid, dass ich zusätzlich zur Originalfassung auch noch die Langfassung gekauft habe. Allerdings sei Leuten, die das Geld nur einmal ausgeben wollen und die auf Bild-und Tonqualität wert legen, die DVD mit der Kinofassung ans Herz gelegt, zumal die zusätzlichen Szenen den Film nicht wirklich aufwerten, teilweise stören sie sogar das Pacing des Films, etwa die Szene mit den Rotarmistinnen. Die DVD mit der Originalfassung bietet exzellente Bild- und Tonqualität und auch bei den Extras braucht die 2-Disk Ausgabe den Vergleich mit der 3-Disk Extended Version nicht zu scheuen.
Fazit: Dem Käufer sei die Kinofassung empfohlen
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40 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der wenigen ganz großen deutschen Filme!!!, 7. Oktober 2004
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang (Premium Edition, 2 DVDs) (DVD)
Nach dem nunmehr dritten Kinobesuch möchte ich auch gerne einige Eindrücke zum Besten geben und diesen Film rezensieren:
"Der Untergang", dessen Regisseur Oliver Hirschbiegel im wahrsten Sinne des Wortes etwas untergegangen ist - alles redet nur über Eichinger und Bruno Ganz, - ist ein in höchstem Maße beeindruckender Film!!! Er enthält Szenen, die - völlig ohne Worte - unglaublich dicht dargestellt und sehr bewegend sind. Die gewaltige Bunkeranlage mit ihrem Tunnelsystem bietet viel Atmosphäre, während in den Außenszenen der Häuserkampf von Berlin tobt. Doch Kampfszenen sind auf ein Minimum zurückgefahren, wichtigster Bestandteil des Films sind die unglaublichen schauspielerischen Leistungen; zwar wird Bruno Ganz es womöglich mit einer Oscarnominierung schwer haben, aber verdient hätte es diese Leistung auf jeden Fall!! Er zeigt Hitler als Menschen, ja, aber dieser Mensch bleibt einem unentwegt fremd: Das dramatische Verlusterlebnis, das es immer beim Tod von Hauptfiguren gibt, setzt in seinem Fall nicht ein! Und dennoch spielt Ganz sich in Hitlers cholerischen Wutausbrüchen wortwörtlich die Seele aus dem Leib. Daneben spielt die 25-jährige Alexandra Maria Lara einen entscheidenden Part, nämlich Traudl Hums (die spätere Traudl Junge), Hitlers Sekretärin: Durch ihre Augen nehmen wir ihre Sorgen, die Wirren, die letzte Hoffnung, die Faszination Hitlers, aber auch ihren Überlebenswillen wahr. Corinna Harfouch in der Rolle der Magda Goebbels spielt sensationell; sie redet nur wenige Worte, vermittelt aber eine eisige erhabene Kälte, eine ganz beeindruckende Präsenz vor der Kamera. Es ist allerdings fast schon unfair, nur diese Rollen hervorzuheben - alle, wirklich alle spielen ausgesprochen gut und eindringlich; ein in jeder Hinsicht erstklassiges Ensemble!!!!
Der Film selbst basiert auf Joachim Fests Buch "der Untergang", das die letzten Tage des Regimes beschriebt, sowie Traudl Junges Lebensbericht "Bis zur letzten Stunde". Allerdings hat Bernd Eichinger ein fantastisches Drehbuch daraus gemacht und mit Hirschbiegel einen Regisseur verpflichtet, der ein gutes Gefühl für dunkele "Kelleratmosphäre" hat, was er in "das Experiment" bewiesen hatte.
Die in einigen Fällen nicht allzu positive Kritik an diesem Film erscheint völlig unverständlich, man fragt sich, ob diese Stimmen den Film tatsächlich in voller Länge gesehen hatten, ich möchte es bezweifeln. Der grausame Nihilismus der feigen Naziführung ist allerbestens dargestellt. Die Schauspieler füllen die Rollen mit Leben, sie werden dennoch nicht greifbar und bleiben einem in ihrer Grausamkeit (Hitler), in ihrer Kälte (Magda Goebbels), in ihrem Wahn (Joseph Goebbels) und in ihrer Verblendung (Eva Braun) doch sehr fremd. Trotz aller unermesslicher Schandtaten waren dies Menschen und man darf der Geschichtsaufarbeitung Eichingers dankbar sein, dass ihm ein Maß an Psychologie gelungen ist und der Film in kein Schwarzweißgemälde verfällt.
Endlich mal wieder ein wirklich hervorragender DEUTSCHER Film, endlich ein Beitrag aus diesem Land zu seiner eigenen Geschichte, der in guten Einblick in die Führungsriege erlaubt. Es ist schön zu wissen, dass auch in Deutschland noch große Filme gemacht werden können.
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59 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Wahnsinn unmenschlichen Wahns..., 11. Oktober 2004
Von 
robotgeorgie "robotgeorgie" (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang (Premium Edition, 2 DVDs) (DVD)
Im Eingang diversester Filmrezensionen stand mit der Veröffentlichung von "Der Untergang" wiederholt die Frage: Darf man? Darf man überhaupt (noch dazu in Deutschland, mit einem deutschen Regisseur, einem deutschen Produzenten) sich dieses Themas bemächtigen?
Die Filmgeschichte zeigt uns: Man darf. Genug oft wurde, meist recht klischeehaft, die Persönlichkeit Adolf Hitlers filmisch thematisiert, inszeniert, oder gar karikiert - wie bei Charlie Chaplin's "The Great Dictator". Doch von dieser schwarzen Komödie mal abgesehen - die als Meisterwerk ihren Stellenwert in der Filmgeschichte Platz gefunden hat - waren die Ergebnisse des Versuchs einer Hitler-Biografie meist klischeehaft verfärbt, historisch verfärbt, oder schlichtweg pauschalierend-verzerrt, um nur ja den Führer als "Monster" darzustellen, damit es auch das dümmste Kind begreift.
Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Oliver Hirschbiegel wollten nun einen Neuzugang wagen - und die Figur Adolf Hitler aus einer völlig neuen Perspektive zeigen. Natürlich nutze man zu einem gewissen Grad die gesellschaftliche und mediale Präsenz der Thematik, die, von Autoren wie Jörg Friedrich, zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus, Bomben auf deutsche Städte, etc. zu verkaufsträchtigen Themen stilisiert haben; aber angesichts eines Produktionsbudgets von 12 Mio Euro ist es schon verständlich, nicht nur einen guten, sondern auch an den Kinokassen erfolgreichen Film abzuliefern.
Gestattet die filmische Inszenierung "Der Untergang" als packende Geschichte zu verfilmen, die von den letzten Tagen des 'tausendjährigen Reichs' Zeugnis ablegt, und den 'Führer' als von Krankheit gezeichneten Mann, zwischen 'gutem Onkel' und 'judenhassendem Monster' wandelndes Individuum präsentiert; als Geschichte aber auch, die nicht anklagt, sondern schlichtweg darstellt?
Soll aber auch heißen: Nach welchen Maßstäben soll man einen Film wie "Der Untergang" bewerten - sofern hier eine Bewertung, im Sinne von Sternen, Punkten oder Prozenten überhaupt legitim (moralisch) ist?
Rein von der Inszenierung her, der Intensität seiner Bilder, ist "Der Untergang" mit Sicherheit einer der ausgereiftesten Filme, die in Deutschland seit der Nachkriegszeit produziert wurden. Und auch die Umsetzung der Geschichte weiß zu überzeugen: "Der Untergang" ist da wörtlich zu nehmen, ist zum greifen nah, stets präsent, im Führerbunker der zur letzten Festung für die Letzten an den 'Endsieg' glaubenden, engsten Mitarbeiter Adolf Hitlers wird. Die Angst liegt wie eine bleierne Last in den engen Räumen, menschlicher Wahnsinn und unmenschliche Grausamkeit liegen in ihren letzten Zuckungen, während in den verwüsteten Straßen von Berlin das letzte Gefecht begonnen hat, auch ein Gefecht gegen die eigene Bevölkerung, gegen Dessateure, Alte, Kranke: Der Wahnsinn menschlicher (verzweifelter) Abgründe zeigt seine schwärzeste (makaberste) Seite - wozu ist der Mensch fähig, wenn Wahnvorstellungen sich in die letzten Ritzen der klaustrophobischen Enge eines Bunkers verkriechen? So realistisch, wie Iflandring-Träger Bruno Ganz Adolf Hitler 'darstellt', aber auch Corinna Harfouch als Magda Goebbels (gnadenlos und eiskalt jene Szene, als sie ihre Kinder vergiftet). Da verschwimmen die Grenzen des Schauspiels, da überfällt einen das blanke Entzetzen, und wenn die Goebbel'schen Kinder zum 'Onkel Adolf' drängen, das Mitgefühl. Das ist Kino in seiner pursten Form, die intimsten Momente des Films sind seine Stillen, und die berührendsten liegen in der Ruhe des Führerbunkers, wenn die Granateneinschläge nur als fernes Donnern zu hören sind.
Regisseur Oliver Hirschbiegel begann seine Karriere mit dem ambitionierten TV-Projekt "Mörderische Entscheidung" - der von ARD, ZDF und ORF produzierte Fernsehfilm lief 1991 synchron auf zwei Fernsehkanälen, in der Version eins wurde die Kriminalgeschichte aus der Sicht des Killers, in der Version zwei aus der Sicht der Polizei geschildert. Nicht minder engagiert waren seine "Tatort" Filme, bis er mit "Das Experiment" internationale Aufmerksamkeit erzielte. Kompromißlosigkeit und Geradlinigkeit überforderten zwar das Mainstream-Publikum, filmisch waren es Werke von erster Güte. Oliver Hirschbiegel jedenfalls darf sich als absolutes Ausnahmetalent wähnen - und Deutschland kann gute Filme machen, wenn es will. Wolfgang Petersen, der mit "Das Boot" ein historisches Ereignis in einen Film von bleibendem Wert umsetzte, hat mit seinen neuen Werken 'Made in Hollywood' vielleicht kommerziell erfolgreiche Filme geschaffen, aber der Wert, der Inhalt? Und Roland Emmerich liefert ohendies zwar unterhaltsames (und technisch perfektes) aber inhaltlich anspruchsloses und amerika-patriotisches Mainstrem-Kino.
Nach "Der Untergang" soll jedenfalls niemand behaupten können, es gäbe keine Regietalente in Deutschland (mehr). Wer, wie Hirschbiegel, zu Kompromißlosigkeit und Risiko bereit ist, und den Mut besitzt, 'brisante' Geschichten filmisch zu thematisieren, wird auch international akzeptiert werden - und man sollte nicht den Fehler begehen, sich am 'Mainstream' zu orientieren, oder nach Amerika zu schielen. Das ist eine andere Welt.
Daher darf man nicht nur, man muß sich Themen wie diesem widmen. Konsequent, ehrlich, direkt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Geschichte, tolle Schauspieler,... ABER: Hände weg von der Einzel-DVD!!, 17. August 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang (Einzel-DVD) (DVD)
Um von Anbeginn weg gleich Klarheit zu schaffen: Der Film ist KLASSE und darf eigentlich an niemandem spurlos vorübergehen - deshalb auch klare 5 Sterne!!

ABER: Wer sich die DVD zulegt, sollte gleich zur ausführlicheren 3- oder 2-DVD-Version greifen!
Ich habe den Streifen bereits im Fernsehen gesehen, wo er - in 2 Teile aufgesplittet - gezeigt wurde. Ich habe diese auch auf Videokassette aufgezeichnet. Natürlich habe ich mir auch sofort die DVD zugelegt und griff - wie's als Student halt so ist - zur billigsten Version. Nun bereue ich das aber etwas, da gut 10 bis 20 Minuten des Originals auf dieser DVD einfach fehlen - meiner Meinung nach gerade Szenen, die sehr tief unter die Haut gegangen sind... Bei der ersten weggeschnittenen Szene handelt es sich um einen Dialog zwischen Hitler (von einem hervorragenden Bruno Ganz verkörperlicht) und Eva Braun, wo Hitlers menschliche Seite sehr gut zum Vorschein kommt.
Die zweite, hier entfallene Szene, zeigt wie ein Kind des "Volkssturmes" (das letzte Aufgebot des Regimes, bestehend aus alten Männern, Frauen und Kindern) einen Sowjetsoldaten erschießt, nachdem dieser auf russisch gesagt hatte, er würde nicht gegen Kinder kämpfen (was der Junge natürlich nicht vertsanden hatte...).
Ich bin mir außerdem nicht ganz so sicher, ob nicht auch noch andere Kleinigkeiten fehlen, denn soweit ich mich erinnern kann, betrug die Gesamtspielzeit der Fernseh-version tatsächlich knappe 3 Stunden, während die Einzel-DVD gerade mal mit 2enhalb Stunden am Ende angelangt ist...

Nichtsdestotrotz ist es natürlich trotzdem ein Klasse-Film, der den bestgespielten Adolf Hitler aller Zeiten zeigt. Auch alle anderen Rollen wurden großartig besetzt!

Natürlich ist das Thema an sich bedrückend, nahe gehend, teilweise auch ekelerregend, aber (leider) ist dies (nur ein kleiner Teil) Menschheitsgeschichte, der wohl gar nicht so verabscheuend gezeigt werden kann, als dass er der Realität gerecht werden könnte.

Was mir persönlich sehr an "Der Untergang" gefällt ist die hervorragende Auswahl der Schauspieler bezüglich Aussehen, Statur etc. Die Gesichter der Darsteller kommen den Originalen verblüffend nahe - was ich hier als Lob verstanden wissen will!
Ein absolutes Highlight ist natürlich die Verkörperung Hitlers durch Bruno Ganz, der wirklich das Letzte aus sich herausgeholt hat! Er hat es geschafft, einen stellenweise bemitleidenswerten, kranken, (ge)alte(rte)n Mann zu spielen, dem es egal war, wenn mit ihm noch Millionen andere in den Tod gehen sollten...

Wahrscheinlich zahlt es sich, aus oben genannten Gründen, wohl tatsächlich aus, die ausführlicheren DVD-Versionen zuzulegen... Da auch diese um 13 Euro angeboten werden, kann man da ruhigen Gewissens zugreifen... "Der Untergang" ist ein echtes Schnäppchen - vielleicht derzeit sogar das größte am Markt!!
UNBEDINGT anschaffen - denn ich denke, dass der Preis für diesen Streifen in den nächsten Jahren rapide nach oben steigen wird...

KLARE 5 Sterne für den Film, aber nicht für diese Version!!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend, 20. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang (Einzel-DVD) (DVD)
Ich habe von diesem Film kein 100% korrektes Geschichtswerk erwartet, denn dann wird man immer enttäuscht. Stattdesen hoffte ich auf ein Stimmungsbild. Diese Erwartung wurde voll erfüllt.

Die schaupielerischen Leistungen sind wirklich beachtlich (erst recht für eine Deutsche Produktion) und tragen die Atmosphäre hervorragend weiter.

Ich finde es wichtig, dass Hitler und seine Schergen menschlich dargestellt werden, denn das waren sie. Für mich ist die Hauptbedrohung des Faschismus, dass es keine unmenschlichen Monster braucht, damit er entsteht. Faschismus bedient sich ganz gewöhnliche menschlicher Gefühle und Verhaltensmuster. Wer die Täter des 3. Reiches leichtfertig zu andersartigen Monstern macht, verdrängt, dass 99% (d.h. du und ich) wahrscheinlich genauso gehandelt hätten.

Die Vegetarier-Diskussion finde ich geradezu lächerlich. Als wäre es ein Makel der Esskultur, dass Hitler sich dazu bekannt haben soll. Ich denke, die Aussage wird im Film nur beiläufig von einer Nebenrolle gemacht - jemand, der vielleicht auch nur der Goebbels'schen Propaganda vom asketischen Führer erlegen war. Dass Hitler im Film meist vegetarisch isst, lässt sich gut damit erklären, dass er einen ohnehin sehr empfindlichen Magen hatte und sich deshalb in seiner schlechten körperlichen Verfassung erst recht weitgehend vegetarisch ernährte. Damit könnte man die unterschiedlichen Aussagen der Biografen und Leibärzte harmonisieren. Dazu würde passen, dass seine "Henkersmahlzeit" fleischhaltig aussah (er würde ja nicht lange genug leben, um Magenbeschwerden zu bekommen.)

Ich bin Mitglied einer vom NS-Regime hart verfolgten Minderheit. Man kann mir daher schwer NS-Sympathien vorwerfen. Aber ich Hasse sie auch nicht. Im Krieg gibt es fast nur Opfer, doch während Hitler als verbitterter, hoffnungsloser und manisch-depressiver Mensch, der Millionen Menschen für einen gescheiterten Plan opferte, letztlich einen feigen Selbstmord beging, sind meine Leute mit reinem Gewissen und Überzeugung in den Tod gegangen.

Vielleicht ist das schwer nachzuvollziehen, aber wenn ich mir den Untergang dieser (geistig und moralisch) armseeligen Kreaturen ansehe, die damals die Elite unseres Landes darstellten, ist ein aufrechter Tod im KZ nicht die schlechteste Alternative.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastischer Film, der Geschichte greifbar macht, 21. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang (Einzel-DVD) (DVD)
Da ich es versäumt hatte mir den Film im Kino anzusehen habe ich mir diese DVD gekauftund legte sie mit einer gewissen Skepsis in meinen DVD-Player. Zwar hatte ich von aus Fachzeitschriften und von Bekanten schon sehr viel positives gehört, jedoch kannte ich viele andere Filme über das 3.Reich und war von den wenigsten überzeugt. Ich machte es mir also an einem Abend auf dem Sofa bequem, hatte das Licht gedemmt und drückte gespannt auf "Play".
Ich war von der 1. Minute an gefesselt, mitgerissen und zugleich erschüttert. Ich habe den 2. Weltkrieg zwar zum Glück nicht selbst aktiv miterleben müssen, jedoch habe ich mir in den letzten Jahren meiner Meinung nach soviel Wissen darüber angeeignet, dass ich folgendes beurteilen kann.
Der Film schildert die damalige Zeit sehr realistisch und korrekt und ich finde es schade, dass manche Bewerter ihm dieses vorwerfen. Ich gebe zu, dass der Film einer Dokumentation sehr ähnelt und vielleicht als eine Mischung zwischen Dokumentation und Spielfilm betrachtet werden kann. Dies sehe ich jedoch keineswegs negativ, da es für mich wichtig ist, das Geschehen von damals so genau es möglich ist zu begreifen und ich es schade Finde, wenn in manchen Film über ähnliche Themen sehr viel erfunden und gelogen wird um den Unterhaltungswert zu steigern.
Bei den Schauspielern merkt man, dass sie sich anscheinend sehr gut auf ihre Rollen vorbereitet haben und ein sehr ausgeprägtes Können besitzen. Besonders sticht dabei Bruno Ganz hervor, der Adolf Hitler authentisch und dabei nicht zu extrem (in beide Richtungen gemeint) spielt. Adolf Hitler wird keineswegs als nett oder sympathisch dargestellt, jedoch auch nicht als Mensch, der seine Mitarbeiter, Freunde..... pausenloas anschreit. Denn dies ist wirklich niht der Fall gewesen. Besonders gut spielt Herr Ganz die Tobsuchtanfälle Hitlers, die auch orginalen Reden des echten Hitlers sehr ähneln.
Ich betrachte "Den Untergang" als einen überdurchschnittlich gelungenen Film`. Davon überzeugt war ja auch eine neutrale europäische Jury, die den Film bei der Oscar-Verleihung als besten Nicht-englischsprachigen Film ins Rennen geschickt hat. Ich bedaure sehr, dass die gesamte Film-Crew nicht mit diesem Preis ausgezeichnet worden ist.
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64 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historisch wertvoll, technisch enttäuschend, 28. September 2005
Die 3 Stunden Version von "Der Untergang" bietet viele interessante Details und Ergänzungen die in der Kinoversion leider "der Schere" zum Opfer gefallen sind. So werden bestimmte Ereignisse näher erläutert oder Personen deferenzierter eingeführt bzw. dargestellt.
Der historischen Genauigkeit dieses Film ist das sehr zuträglich und verbessert den ohnehin sehr guten Film nocheinmal stark.
Ich als Geschichtsstudent mit Schwerpunkt "Drittes Reich" bin sehr froh endlich in den Genuß dieser Version zu kommen denn nach der Lektüre von "Bis zur letzten Stunde" (Junge, Traudel) und "Hitler - Eine Bilanz" (Fest, Joachim) erkennt man schnell, dass viele Details und Hinführungen im Film stark gekürzt bzw. gerafft wurden.
Einziger Wehrmutstropfen dieser DVD: Anders als die Kinoversion bietet diese DVD kein DD 5.1 sondern lediglich das veraltete Dolby Surround-Format. Laut Hersteller liegt dies daran, dass keine 5.1-Abmischung existiert jedoch bin ich - und viele andere DVD-Fans - der Meinung dass dies kein echtes Argument ist, da andere Produktionen (z.B. "Das Boot - Directors Cut") sehr eindrucksvoll beweisen, dass eine qualitativ hochwertige Neuabmischung durchaus möglich und lohnenswert ist!
Von daher (leider nur) 4 Punkte!
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