Amazon.de: Kundenrezensionen: Manafon

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Bambi oder Waldschrat?
"Manafon" entsagt nicht nur der Songstruktur wie wir sie von "Brilliant Trees" oder "Secrets from the beehive" kennen, sondern auch dem sphärischen Element, das David so gut beherrscht. Doch anders als bei seinem ersten Harmonie- und Songstruktur-Entsagungsalbum "Blemish" finden sich hinter seinem Gesang und den Gitarrensounds feinsinnige Klangstrukturen, die sich als...
Vor 2 Monaten von Alfred Knoedler veröffentlicht

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versus
16 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Geräuscherzeugnis
Entschuldigung vorweg an songx ,ich verstehe was von Musik, bin selbst Musiker und Sylvian Fan erster Stunde und scheue auch nicht vor neuartigen Klangexperimenten zurück, aber diese CD ist wirklich für mich nur ein daherimprovisierter Müll. Dieses gerede "wir lösen uns von althergebrachten strukturen und haben uns in der stimmung treiben lassen etc" ist imo schon nah an...
Vor 2 Monaten von T. Weidner veröffentlicht

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Bambi oder Waldschrat?, 21. September 2009
"Manafon" entsagt nicht nur der Songstruktur wie wir sie von "Brilliant Trees" oder "Secrets from the beehive" kennen, sondern auch dem sphärischen Element, das David so gut beherrscht. Doch anders als bei seinem ersten Harmonie- und Songstruktur-Entsagungsalbum "Blemish" finden sich hinter seinem Gesang und den Gitarrensounds feinsinnige Klangstrukturen, die sich als Geflecht einer eigentümlichen Hörwelt erweisen - fernab von dem, was wir Musik nennen. Durch sie finde ich Zugang zu diesem Album. Seit "Tin Drum" hat David Sylvian mich in subtile, fragile Welten geführt und ich gehe auch diesmal mit, wenngleich ich die Kluft zwischen 5 Sternen und einem Stern durchaus nachvollziehen kann. Freilich setzt sich Sylvian dem Aufteufelkommrausavantgarde-Vorwurf aus. Und obwohl ich mich frage, ob ich mir diese Hörmühe nur deshalb mache, weil Sylvian der Held meiner jungen Jahre war, schlage ich mich auf die 5-Sterne Seite. Denn besser eine solche Reise ins musikalisch Ungewisse als ein weiter 80er-Jahre-Held, der sich nur immer selbst kopiert.

Und wenn die Planken von Davids Waldhäuschen morsch geworden sind, wird er vielleicht das "Manafon" gegen das "moneyphone" austauschen und der Welt mitteilen, dass er wieder ein paar leichtverdauliche Songs geschrieben hat.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vermutlich das beste Album von David Sylvian, 15. September 2009
Kermit hat offensichtlich nichts verstanden. Ich verfolge die Karriere von David Sylvian seit Japan Tagen. David ist immer konsequent seinen Weg gegangen. Wer bitte erwartet von David Sylvian, dass er an seine alten Erfolge anknüpft. Joni Mitchell hat einmal gesagt, niemand würde zu einem Maler wie Van Gogh sagen "paint us starry night again". Aber von Musikern wird seltsamerweise erwartet, dass sie immer und immer wieder das gleiche Repertoire wiederholen.

Vielleicht sollte Kermit dann einfach Phil Collins hören, da weiß man, was man hat. Nun aber zu Manafon: Wer nicht mit musikalischen Scheuklappen durch die Welt läuft und bereits Blemish vieles abgewinnen konnte, wird mehr als belohnt. Die rhythmischen Strukturen treten noch mehr in den Hintergrund, Davids Stimme bleibt das tragende Element, rauhe, auf das absolute Minimum reduzierte, improvisierte Musik, die doch alles innehat was man braucht: Bilder, Emotionen, Farben, Wärme, Harmonie und Disharmonie. Ein musikalischer Kosmos ohnegleichen.

Die einzelnen Instrumente als Klangfacetten sind so flüchtig und scheu wie das Reh auf dem Cover. Nichts ist zum festhalten, alles ist im Fluß und doch wiederkehrend. Mich erinnert die Botschaft dieser Musik an die Bücher von Hermann Hesse.

Ich würde nie behaupten, dass diese Musik jedem gefällt. Aber diejenigen, die sich mehr für die Kunst denn für die Unterhaltung interessieren, werden etwas wahrhaft seltenes in heutigen Zeiten finden: wirkliche Kunst in der Musik.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen konsequent, 18. September 2009
David Sylvian ist einer der wenigen Künstler der immer wieder neue Wege beschreitet. Man muß ihm nicht folgen, wer es tut wird belohnt mit einer musikalischen und poetischen Reise, die einmalig ist. Wer nicht, kann ja weiter die alten Sachen hören. Auf seinem neuesten Werk folgt er den Spuren Hollis, der leider in der Stille verschwunden ist. Hoffen wir, dass Sylvain uns länger erhalten bleibt und immer wieder überrascht.
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16 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Geräuscherzeugnis, 16. September 2009
Entschuldigung vorweg an songx ,ich verstehe was von Musik, bin selbst Musiker und Sylvian Fan erster Stunde und scheue auch nicht vor neuartigen Klangexperimenten zurück, aber diese CD ist wirklich für mich nur ein daherimprovisierter Müll. Dieses gerede "wir lösen uns von althergebrachten strukturen und haben uns in der stimmung treiben lassen etc" ist imo schon nah an dem gerede einiger selbsternannter Künstler ,die ja vom rest der welt nicht verstanden werden. In wahrheit sind diese allerdings oft entweder nicht mehr kreativ genug, wirkliche songs zu erfinden oder befinden sich auf einem selbstverklärtem Egoprojekt umgeben von Leuten, die Ihnen nach dem Mund reden. Es mag sein, dass auch ich überfordert bin, die wahre Tiefe des "Geräuscherzeugnisses" zu verstehen , ich betone aber ausdrücklich, dass ich Mainstream jeder Art hasse und meine Ohren und mein Hirn auch nicht Collins verseucht sind. Bitte schluss mit diesem Schubladendenken, dass Kritiker automatisch immer gleich kein absolutes Gehör haben müssen.

Für mich bleibt es dabei, diese CD ist keine Musik und das konzeptlose Gedudel lieblos zusammengebastelt, Sylvian hat sich vom anstrengenden Songwriting gelöst und schwebt in ihm eigenen Sphären, leider möchte ich ihn dort nach 25 Jahren nicht mehr begleiten,
ich sehe den Verfall eines zeitweilig genialen Sängers und Songwriters. Ein grosser Verlust für alle, die ein Minimum an Songstruktur noch erwarten möchten von einer CD. Goodbye David, auch nach dem xten mal hören ist es einfach unkonsumierbar und an der Unerträglichkeitsgrenze. Ist das Cover mal wieder wirklich gelungen wie soviele visuelle Darstellungen von ihm , so erschreckt uns beim Aufklappen des Booklets ein psychopatisch dreinschauender ergrauter David mit einem (toten?) Hasen in der Hand. Blemish war wirklich interessant, jedenfalls die stücke ohne das furchtbare freejazz gedudel, aber die Cd hier ist einfach unerträglich.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ... für hochsensible Geister, 26. Oktober 2009
David Sylvian macht hier konsequent deutlich, dass er Musik als Meditation versteht. Es ist deshalb mehr als ein romantisches Songalbum für die Kuschelmusikbedürftigen unter den David Sylvian Anhängern. Hier zelebriert er mit seinen Mitmusikern die Schönheit von Klängen und die Stille drumherum. Er liefert eine hochwertige Alternative zu billig und primitiv gemachten Esoterikmüll. Und zum Glück hat er die Größe und Klasse, um kein Dienstleister für Musikhörer sein zu müssen. Und dabei tut er mehr als andere Musiker. Er bietet einen wertvollen sensiblen Teil seines Inneren an, um uns an seinem Denken und mehr noch Fühlen teilhaben zu lassen. Ein idealer Soundtrack für den Herbst-Winter 2009 und für hochsensible Geister, die Schönheit im feinen Klangkosmos entdecken können und wollen. Das Wunder, dass es unbeirrbare Künstler wie David Sylvian gibt, sollte man dankbar annehmen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Monofan, 19. Oktober 2009
Ein Männlein steht im Walde und überreicht uns den Ehrenbambi, weil wir jetzt so richtig alt aussehen? -
Oder ist es der Bambi in der Kategorie Pop International? Nein, natürlich nicht!
Hier schreibt auch nicht der Fan des "Einzigen", geschweige denn des "Einfachen" oder "Eintönigen". Es geht um die
Würdigung einer Musik, die in ihren Vocals gibt, und die in ihrer instrumentalen (Schlag-)Seite
wieder nimmt. Aber das Ganze hebt sich nicht auf; die menschliche Stimme hat noch alles niedergerungen,
was ihr zu Ohren kam, ganz gleich, ob dabei das harmonische Prinzip zur Anwendung gekommen ist oder nicht!
Sylvian macht seine Sache sehr gut: Seine Stimme hat etwas Tröstliches, etwas Lichtspendendes, etwas
Vertrautes. - Und die Musik macht das einzig Richtige: Sie transportiert in der Vielzahl ihrer Möglichkeiten
die inneren Stimmen unseres Waldemigranten, der sich scheinbar im Unterholz der Töne verlaufen hat.
Aber schon sehen wir die nächste Lichtung, die sich vor unseren Ohren auftut: seine Gesangskunst. --
Wer löffelt nun die ganze Ratlosigkeit aus, die die Kritiker umtreibt, seitdem das Rabbit seine Löffel
abgab? - Ich denke, rückbesinnend auf den o. g. Titel, daß der, dem sich diese Musik erschließt, der die Polarität
überwindet, in all ihrem Wechselspiel von Anziehung und Abstoßung -, ein-geweiht zu nennen ist, und somit ... ein
Geweihter. Allen anderen - mit Blick auf das Cover - sind die Hörner aufgesetzt. Sie sind die mit sanften Augen
und schweren Herzen ausgestatteten Geweihträger.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Unzugänglich aber einzigartig, 14. Oktober 2009
Hier ist eine andere Art des Hörens gefragt. Horizontale Songstrukturen wurden komplett zugunsten einzelner, in der Zeit isolierter Tonereignisse aufgegeben. Diese treten dafür um so brillianter in Erscheinung während sie kommentierend neben die Stimme gesetzt sind.
Auch ich finde keinen leichten Zugang zu dem Album. Trotzdem möchte ich mein subjektives von einem objektiven Urteil trennen und festhalten, dass es sich um sehr differenzierte und sensibel komponierte Musik/Klangpoesie handelt in die man von Mal zu Mal besser hinein findet. Zu empfehlen ist eine Art vorsichtig tastendes Hören, dann gibt es sehr viele schöne Details zu entdecken.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen beauty at seventh sight, 21. September 2009
Mit einem musikalischen Hintergrund von Roger Waters, späten Talk Talk bishin zu den Einstürzenden Neubauten fiel es mir nicht schwer Zugang zu dem oft gescholtenen Album -Blemish- zu finden. Konkret ging das bei einer Vielzahl von Stücken beim ersten Hören. Nun "vorgewarnt", dass -Manafon- eine Art -Blemish prt II- werden sollte, waren die Erwartungen bei mir hoch angesetzt.

Dem ersten Hören von -Manafon- folgte eine deutliche Ernüchterung. Die atonalen Sphären, die für mich bei -Blemish- das perfekte Basisrauschen für die Akzentuierung von Sylvians Stimme bildeten, löste sich in vereinzelte und lediglich angedeutete Fragmente ohne jeglichen Zusammenhang auf. Nach dem ersten Hören blieb lediglich Ratlosigkeit und eine gewisse Enttäuschung für vordergründig bereits bekannte Gesangslinien zurück. Viele lose Enden schienen ohne Bezug aufzutauchen und wieder zu vergehen.

Da ich mich gerne mit unzugänglichen musikalischen Ideen auseinandersetze, habe ich immer wieder mal in das ein oder andere Stück hereingehört und konnte so allmählich mehr und mehr links zwischen besagten Fragmenten erhören. Mittlerweile finde ich Zugang zu den meisten Stücken, sehe einen Kontext und der vordergründig schon bekannte Gesang ordnet sich gänzlich anders in die Stücke ein. Das Album erscheint nun in einem völlig anderen Licht und schafft es schwer zu beeindrucken. In gewisser Weise erinnert mich die Atmosphäre des Albums an die von Mark Hollis Meisterwerk -Mark Hollis-. Manafon geht nur wesentlich weiter. Vier Sterne für das soweit "decodierte" Album, ein weiterer wird bestimmt noch folgen...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen In the Art of Aging ,, 18. August 2009
so könnte man MANAFON untertiteln, in Anlehnung an den WIRE-Song "In the Art of Stopping", oder besser noch:
Songs of Wreckage (Lieder vom Schiffbruch). David Sylvian zeigt auf inspirierende Weise, wo es langgehen kann
für die sophisticated Generation 50 plusminus.
Lebenserfahrungen, ästhetische Empfindungen, kleine Glücksmomente, Nuancen und Reflektionen des Scheiterns,
so etwa würde ich den literarisch-narrativen Gehalt dieser 9 Song-Frames ( Manafon sollte zunächst 7 Frames heissen)
umschreiben, der sich wunderbar einfügt in eine kulturelle Kleinodsammlung von Negation und Nüchternheit
(wie schon zuvor Blemish). Und die Musik dazu ist ein mutiges, gar nicht profit-trächtiges Wagnis
(was künstlerische Anerkennung nicht ausschließt, im Gegenteil).
So wie man aus Streichhölzern ("a pocket full of matches") und Kastanien kleine Männchen bastelt, so bastelt
DS seit langem schon seine Songs aus Versen, Sounds und Samples. Diese Klangbasteleien sind nie perfekt,
sie haben etwas Fragiles, Tentatives, Gediegenes an sich und nehmen den Hörer mit auf eine Reise in die eigene
Einbildungskraft und ermuntern dazu, selbst Musik zu machen. Mehr als jede andere Musik würde ich das Gesamtwerk
von DS, angefangen von "Oil on Canvas" und "Brilliant Trees", und jetzt bei "Manafon" angelangt, als meine
musikalische Heimat bezeichnen, der Kastanienmännchen wegen.
Es ist zu hoffen, daß David Sylvian weiter bastelt in seinen Alchemie-Studios und daß seine Erzählungenen von der
Reise einer musikalisch-poetisch wandernden Seele ("its the narrative, that must go on ...") sich fortsetzen -
... until the end of time.
Geschrieben am 02.11.09


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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Blind gekauft und eingebrochen, 2. Oktober 2009
Blemish gefiel mir sehr.... aber hier verliere ich die Geduld. Für mich absolut reizlos. Ich bringe es einfach nicht über mich, David's leidvolle Monologe mit diesem zerfahrenem Hintergrund auszuhalten. Trotzdem, ich gönne jedem seinen Hörgenuss, falls er/sie ihn hier erlebt. Glück auf.
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