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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehrung eines vergessenen Helden
John Rabe ist in Europa so gut wie unbekannt. Auch die Kriegshandlungen zwischen Japan und China in den 30er Jahren noch vor dem offiziellen Start des 2. Weltkriegs sind hierzulande kaum geläufig. Der Film bringt beides dem Zuschauer näher. Zum einen die historische Figur des John Rabe, Chef der SIEMENS Niederlassung in Nanking, der damaligen Hauptstadt Chinas...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2009 von Filmfan

versus
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wieder nicht die Langfassung, enttäuschend für eine blu-ray
Der Film ist toll, die Schauspieler sind toll, Ton- und Bildqualität ist Klasse, dazu umfangreiches Bonusmaterial... Was kann man mehr wollen?

Ich, ich hätte gerne den vollständigen Film bekommen. Leider befindet sich auf der blu-ray auch nur die "gekürzte" Kinofassung und nicht die kürzlich im Fernsehen gezeigte Langfassung, die um...
Veröffentlicht am 7. November 2011 von Ulf Evers


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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehrung eines vergessenen Helden, 8. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: John Rabe [Blu-ray] (Blu-ray)
John Rabe ist in Europa so gut wie unbekannt. Auch die Kriegshandlungen zwischen Japan und China in den 30er Jahren noch vor dem offiziellen Start des 2. Weltkriegs sind hierzulande kaum geläufig. Der Film bringt beides dem Zuschauer näher. Zum einen die historische Figur des John Rabe, Chef der SIEMENS Niederlassung in Nanking, der damaligen Hauptstadt Chinas. Zum anderen die Situation der Stadt im Jahr 1937, als die Japaner begannen die Stadt anzugreifen und schließlich zu besetzen und John Rabe mit Hilfe seiner Mitstreiter mit Mut und Hartnäckigkeit eine Schutzzone einrichten konnten und so tausenden von Chinesen das Leben retteten.

Der Film schildert die Ereignisse des Jahres 1937 aus der Sicht von John Rabe. Dabei hält er sich möglichst genau an die historischen Ereignisse. Selbst viele Requisiten wie Zeitungsausschnitte oder Unterschriftenlisten entsprechen dem damaligen Original. Seine große Authentizität erreicht der Film auch dadurch, dass komplett in China gedreht wurde. Viele Szenen sind - soweit heute noch möglich - an den original Schauplätzen gedreht worden, z.B. der (noch erhaltenen) Stadtmauer von Nanking.

Mit Ulrich Tukur hat man einen überzeugenden Darsteller für die Hauptfigur gefunden. Noch dazu sieht er dem echten John Rabe sehr ähnlich. Auch die weiteren Rollen sind erstklassig besetzt und hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Zur Verdeutlichung der Kriegssituation wurden in den Film historische Aufnahmen aus dem Jahr 1937 integriert, die sich nahtlos in die Handlung einfügen. Toll gemacht.

Insgesamt ein sehr gut und mit Liebe zum Detail gemachtes Kriegsdrama, das eine kaum bekannte Persönlichkeit mit selbstloser Zivilcourage ehrt und dabei ein vergessenes und verdrängtes Kapitel der 30er Jahre aufarbeitet.

Laufzeit des Films: 134 Minuten

TON

a) Synchronfassung (dts HD Master 5.1)
John Rabe und seine Kollegen sprechen deutsch, die Japaner sprechen auch meist deutsch. Problematisch wird's wenn John Rabe mit Japanern und Chinesen zusammen in einer Szene ist.

b) Originalfassung (dts 5.1)
John Rabe spricht privat (z.B. mit seiner Frau) deutsch, sonst meist englisch. Japaner und Chinesen sprechen englisch bzw. ihre Landessprache.

Es gibt Untertitel...
...in deutsch für Hörgeschädigte
...in deutsch für die Originalfassung (nur was nicht deutsch gesprochen wird)
...in englisch für die Synchronfassung (nur was deutsch gesprochen wird)
...in chinesisch

EXTRAS

Audiokommentar
Der AK ist in deutsch mit dem Regisseur, Ulrich Tukur und weiteren Leuten vom Team. Es gibt sehr viele interessante Infos zur Entstehung des Films. Eine deutsche Untertitelung ist möglich.

Making Of
Interessanter Bericht über die Dreharbeiten in China (deutsch - 30 min).

Visuelle Effekte
Einige visuelle Effekte (Green Screen) werden erläutert (deutsch - 5 min).

John Rabe
Ausführliche Doku über die Person John Rabe (deutsch - 52 min).

6 entfallene Szenen
optional mit Audiokommentar des Regisseurs (deutsch - insges. 8,5 min)

Deutscher Filmpreis 2009 (4 Preise gewonnen)
Ausschnitte aus der Preisverleihung (10 min)

Deutscher Trailer zum Film (2 min)

BD-live (John Rabe online, nicht ausprobiert)

Leider kein Wendecover
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Jetzt und für immer! Egal was!", 3. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: John Rabe (DVD)
Auch nach 27 Jahren Ehe schwört Dora Rabe(Dagmar Manzel) ihrem Mann John(Ulrich Tukur) die Treue. Und das in einer verdammt schweren Zeit. Rabe ist Leiter der Siemens AG in China und soll dort ein Staudammprojekt realisieren. Wir schreiben das Jahr 1937 in Nanjing. Als japanische Streitkräfte zunächst Shanghai und dann Nanjing angreifen, wird das Projekt eingestampft. Der Nazi Fließ(Matthias Herrmann) übernimmt das Werk und Rabe soll ausreisen. Doch der Angriff der japanischen Luftwaffe kommt dem zuvor. Rabe sieht nicht tatenlos zu, er handelt. Unter den Augen des fassungslosen Fließ lässt er die chinesischen Arbeiter auf das Firmengelände. Dort zieht er die Hakenkreuzflagge auf. Da die Japaner mit Deutschland ein Bündnis eingegangen sind, wird die Fabrik von den Luftangriffen verschont.

Zusammen mit dem Arzt Robert Wilson(Steve Buscemi), der Internatsleiterin Duprey(Anne Consigny) und dem jungen Botschaftsrat Rosen(Daniel Brühl) richtet Rabe eine Sicherheitszone in Nanjing ein. Rosen weiß aus eigener Erfahrung in Shanghai, dass dies die einzige Möglichkeit ist, Menschenleben zu retten. Schnell strömen 200.000 Menschen in die Zone. Als kurze Zeit später die japanischen Soldaten die Stadt stürmen, beginnt eines der größten Massaker an der Zivilbevölkerung, im 20.Jahrhundert. Nur mit Tricks, Zugeständnissen, unermüdlichem Eifer und einem unverrückbaren Glauben gelingt es Rabe und seinen Mitstreitern, eine noch größere Katastrophe zu verhindern. Aber die Sicherheitszone steht dabei auf tönernen Füßen. Wenn nicht innerhalb weniger Tage internationale Diplomaten zurück in die Stadt kommen, werden auch Rabe und seine Mitstreiter die Sicherheitszone nicht mehr lebend verlassen...

Die besten Geschichten schreibt noch immer das Leben. Florian Gallenberger hat sich bei seinem -John Rabe- ganz dicht an die Tagebücher des "Guten Deutschen von Nanjing" gehalten. Was Rabe dort erzählt, ist so beeindruckend, wie grausam und entsetzlich. Das Menschen, die eigentlich nur als Gäste im Land waren, sich so für ein Volk eingesetzt haben und dabei ihr Leben mehr als einmal riskierten, das verdient noch heute allerhöchsten Respekt. Die legendäre Geschichte vom Drahtseilakt Rabes, zwischen der Hilfe für Verfolgte und der Kooperation mit den Japanern ist nichts für schwache Nerven. Vor allem Ulrich Tukur und Steve Buscemi füllen dabei ihre Rollen mit einer Extraportion authentischem Leben aus. Wie der Arzt Wilson und der Nazi Rabe zu Freunden werden, das ist eine Geschichte, die allein einen ganzen Film wert gewesen wäre. Die Nebenrollen sind mit Daniel Brühl, Anne Consigny und allen anderen Mitwirkenden ebenfalls hervorragend besetzt.

-John Rabe- ist großes Kino mit Anspruch und Geschichte. Dabei ist der Film trotzdem unterhaltend; die 124 Minuten Spielzeit vergehen wie im Flug. Die DVD ist zudem mit einer bombastischen Tonspur ausgestattet.

Wie diese einzigartige Geschichte vergessen werden konnte, ja wie ein John Rabe nach seiner Rückkehr nach Deutschland schließlich noch von der Gestapo festgenommen wurde und später vergessen in Berlin starb, das wirft nicht unbedingt ein gutes Licht auf den Umstand, wie wir Deutschen in der Nachkriegszeit mit unseren "wirklichen Helden" umgegangen sind.

Ich überlasse ihnen die Entscheidung heute einmal nicht selbst, sondern lege ihnen -John Rabe- ganz fest ans Herz. Der Film ist absolut empfehlenswert und hat nicht umsonst etliche Filmpreise eingeheimst.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wieder nicht die Langfassung, enttäuschend für eine blu-ray, 7. November 2011
Von 
Ulf Evers (Wattenbek) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: John Rabe [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film ist toll, die Schauspieler sind toll, Ton- und Bildqualität ist Klasse, dazu umfangreiches Bonusmaterial... Was kann man mehr wollen?

Ich, ich hätte gerne den vollständigen Film bekommen. Leider befindet sich auf der blu-ray auch nur die "gekürzte" Kinofassung und nicht die kürzlich im Fernsehen gezeigte Langfassung, die um etwas mehr als 45 Minuten länger ist als die Kinofassung.
Und wer einmal die Langfassung gesehen hat, der ist es leid, in den "entfallenen Szenen" nach dem suchen zu müssen, was ihm nach dem Schauen der Fernsehfassung fehlt.

Ich empfinde dies als höchst ärgerlich, trotzdem werde ich mir später mit geballter Faust in der Tasche die ZDF-Langversion für teures Geld auch noch kaufen.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gute Nazis - kein Widerspruch, 9. November 2009
Von 
Philipp Löpfe (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: John Rabe (DVD)
Der Film illustriert mit bewegenden Bildern den zentralen Lebensabschnitt von John Rabe. Von der deutschen Firma Siemens zum Leiter der Sektion China nach Nanking entsandt, erlebt er hautnah die Massaker, welche die japanische Armee ende 1937 in der alten chinesischen Hauptstadt anrichtete. Während dieser Zeit konstituiert sich ein zumeist aus Ausländer bestehendes Komitee, welches sich um die Versorgung und den Schutz der Zivilisten kümmerte. Diesem stand John Rabe vor und half somit tatkräftig mit, zehntausenden von Chinesen das Leben zu retten. Die durch das Komitee eingerichtet neutrale Zone wurde paradoxerweise gerade durch die Hakenkreuzfahne, welche aus heutiger Sicht für die Unmenschlichkeit steht, gestärkt, da sich die japanischen Soldaten von der Fahne des Verbündeten abschrecken liessen.
Der auch der wissenschaftlichen Forschung erst kürzlich zugänglich gemachte Stoff wurde in diesem Film dramatisch zugespitzt, ohne allerdings die historische Korrektheit zu verfälschen. Ein äussert sehenswerter Film, besonders für historisch interessierte.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Darstellung eines vergessenen Helden, 13. Dezember 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: John Rabe (DVD)
John Rabe - der gute Deutschen von Nanking - war NSDAP-Parteimitglied und leitete das Siemens-Werk in Nanking. Er lebte dort für über 27 Jahre bevor er nach Berlin zurück beordert wurde - woraus zunächst einmal nichts wurde.

Oft als der "Schindler Chinas" bezeichnet (von denen, die von ihm gehört haben) hat er zusammen mit seinen Mitstreitern in Nanking etwa 200.000 Chinesen nach der Eroberung der Stadt durch die Japaner das Leben gerettet. Eigentlich unglaublich, dass sein Name vor diesem Film nicht bekannter gewesen ist.

Der Film selbst stellt die Ereignisse kurz vor und während der Eroberung und Besetzung Nankings dar und zeigt neben den Heldentaten Rabes und der anderen auch die Grausamkeiten der japanischen Besatzer, die man allerdings schon aus anderen Quellen kennt. Zum Teil sind diese Darstellung sehr sehr drastisch und eindringlich.

Alle Darstellerinnen und Darsteller sind absolut glaubwürdig und die Vermischung dokumentarischer Schwarz-Weiß-Cinematographie mit moderner Technik macht das Gesehene noch viel eindringlicher, als wenn der Film in einer Form durchgefilmt wäre. Dringend zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut gemachter Film der berührt!, 25. April 2014
Rezension bezieht sich auf: John Rabe (Blu-ray)
Dieser Film berührt und arbeitet ein schwieriges, geschichtliches Kapitel auf. Es geht um den zweiten Weltkrieg in Nahost, genauer gesagt um den Krieg der Japaner gegen die Chinesen und das Massaker von Nanking, das hier aber nur sm Rande behandelt wird. Die eigentliche Handlung dreht sich um John Rabe und ist gewissermaßen als dessen Biographie anzusehen. Spannend und eindrucksvoll verfilmt, in jedem Fall einen DVD Abend wert.
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5.0 von 5 Sternen Ulrich Tukur als John Rabe, der gute Deutsche von Nanking - Eindrucksvoller Spielfilm von Florian Gallenberger, 20. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: John Rabe (DVD)
John Rabe (1882-1950) war ein deutscher Kaufmann, Siemens-Repräsentant und Mitglied der NSDAP, der in China geschäftliche Erfolge feierte bis 1937 der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg ausbrach.
Im Winter 1937/38 zogen die japanischen Soldaten plündernd durch die damalige chinesische Hauptstadt Nanking (chin. Nanjing) und viele chinesische Zivilisten wurden Opfer von Massakern und Frauen und Mädchen wurden Opfer von Vergewaltigungen und sonstigen Gräueltaten.
Doch John Rabe, der von den Gräueltaten erschüttert war, entschloss sich was für die chinesische Zivilbevölkerung zu tun und errichtete mit weiteren Ausländern eine Internationale Schutzzone, in der die Zivilisten geschützt werden konnten.

Jahrelang war John Rabe nur in China bekannt und wird noch heute als Held verehrt, während er in Deutschland in Vergessenheit geriet bis jedoch seine Tagebücher veröffentlicht wurden.

Schließlich und endlich verfilmte Florian Gallenberger, bekannt als Regisseur des Oscar-prämierten Kurzfilms "Quiero ser", die außergewöhnliche Geschichte von John Rabe, dem guten Deutschen von Nanking.
Voll begeistert über die ersten Ankündigungen zur Verfilmung hatte ich nochmal das Tagebuch des John Rabe gelesen.

Der Film ist wirklich ein mitreißendes und bewegendes Meisterwerk, das bedauerlicherweise mit geringem Erfolg in den Kinos anlief.

Was mir an dem Film so gefällt, dass man überzeugend historische Filmaufnahmen mit der Filmhandlung verschmolzen hatte und Wert auf authentische Darstellung legte.

Ulrich Tukur, den ich bisher aus den Filmen "Die weiße Rose", "Bonhoeffer - Die letzte Stufe", "Stauffenberg" und "Das Leben der Anderen" und als Sprecher des Katers Francis aus dem Zeichentrickfilm "Felidae" kannte, legt einen wundervollen Auftritt als John Rabe. Ziemlich verblüffend wie er dem echten John Rabe ähnelt.

Steve Buscemi, bekannt aus Filmen wie "Pulp Fiction", "Fargo" und "Mr. Deeds", überzeugt in seiner Rolle als Dr. Robert Wilson, der versucht Menschenleben zu retten und gegenüber dem Nazi John Rabe zunächst einfach nur Antipathie empfindet.

Die weiteren Darsteller werden ihren Rollen gerecht und man hat das Gefühl mit in die Handlung reingezogen zu werden.

Zwar erlaubt sich der Film einige Freiheiten gegenüber dem Tagebuch von John Rabe, wie die aufkeimende Beziehung zwischen Dr. Rosen (dargestellt von Daniel Brühl) und der Chinesin Langshu (dargestellt von Zhang Jingchu) oder weitere Szenerien. Jedoch finde ich, dass der Regisseur Florian Gallenberger trotz aller kleineren Freiheiten ein angemessenes filmisches Denkmal für John Rabe hinterlassen hat.

Ein mitreißender und bewegender Film, über einen Mann, der durch seinen Einfluss und mit Zivilcourage 250.000 Menschenleben retten konnte.

Für alle, die sich schon von Filmen, wie "Schindlers Liste", "Der Pianist" und "Hotel Ruanda" bewegen ließen.

In der DVD kann man sehr interessante Hintergründe zum Film und über den echten John Rabe finden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Heldenbild - ein Menschenbild, 1. November 2011
Rezension bezieht sich auf: John Rabe (DVD)
Es wird eine spannende Kinogeschichte erzählt - aber es gibt einen historischen Hintergrund, der leider vielen der heutigen Kinobesucher zu wenig bekannt ist: Die Massaker der japanischen Armee an chinesischen Kriegsgefangenen und der Zivilbevölkerung - und all das bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges (Ich habe das erste Mal davon in Murakamis großartigem Roman "Mister Aufziehvogel" erschüttert gelesen): Allein dafür ist der Kinofilm hoch zu loben. Es gibt eine geschickte Verknüpfung des Dokumentarmaterials mit der erzählten Geschichte. Der Film spart durchaus drastische Szenen von dem sinnlosen und grausamen Morden nicht aus. Die Pervertierung der Samuraitradition, die dann in Weltkrieg mit den Kamikazefliegern ihren Höhepunkt fand, wird mit der Präsentation der Köpfe der mit dem Samuraischwert Enthaupteten im Kriegsgefangenenlager bereits deutlich. Und Ulrich Tukur zeigt durchaus kein Heldenbild John Rabes auf, sondern den Versuch in einer pervertierten Zeit menschlich zu bleiben. Es wird auch deutlich, dass der Einzelne gar nichts bewirken kann. Die Rettungsaktion war nur durch viele unerschrockene internationale Helfer möglich. Natürlich war Rabe, der seit 27 Jahren in China für die Weltfirma Siemens arbeite, 1937 wie viele Deutsche noch ein überzeugter Anhänger des nationalsozialistischen Deutschlands. Bei der Beurteilung seines Handelns muss man dies mitdenken. Der Film erzählt dies anschaulich und mit großem Aufwand, aber immer spannend und menschlich berührend.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen John Rabe, 12. September 2010
Rezension bezieht sich auf: John Rabe (DVD)
Erstmal finde ich es absolut hervorragend das sich jemand einer Thematik angenommen hat, die in der Geschichte nur noch eine Randerscheinung zu sein scheint. Vor allem hierzulande vergißt man oft das der 2.Weltkrieg auch ohne deutsche Beteiligung stattfand. Obwohl das natürlich in diesem Fall auch nicht ganz stimmt, da John Rabe Deutscher war und diese Tatsache allein damals einiges bewirken konnte. Diesmal allerdings Positives, was für die Zeit zwischen 1933 und 1945 nicht unbedingt selbstverständlich war.

John Rabe ist Leiter einer chinesischen Siemens Niederlassung. Er lebt dort seit nunmehr 27 Jahren mit seiner Frau, ist glühender Verehrer von Adolf Hitler und steht kurz vor seiner Rückkehr nach Berlin. Diese schmeckt ihm allerdings nicht so ganz, aber er muß sie auch nicht antreten. Am Vorabend seiner Abreise greifen die Japaner nämlich die chinesische Hauptstadt an und begehen damit 1937 die ersten Kampfhandlungen des 2. Weltkrieges.
Anfänglich noch zögernd stellt er sein Leben in den Dienst der Menschlichkeit und versucht soviele Chinesen wie möglich, vor den Japanern zu beschützen. Dies gelingt zum Teil, aber auch er ist bei vielen Massakern und Massenvergewaltigungen hilflos.

Der Film ist absolut realitätsnah, obwohl er einiges an vorhandener Härte nur vage andeutet. Trotzdem sind genügend Greueltaten eingebaut und zeigen schonungslos die Verachtung von Menschenleben. Mehr wäre vielleicht auch deplatziert gewesen.
Geschickt verwebt Regisseur Florian Gallenberger Originalaufnahmen und serviert jeweils fulminante Überleitungen zu den Filmaufnahmen. Die Charaktere sind für die kurze Spieldauer von knapp über 2 Stunden sehr gut gezeichnet, obwohl man gerne noch mehr erfahren hätte, da einiges nur angerissen erscheint. Kurz deshalb, weil das Thema eben noch viel mehr hergibt. Das Ensemble ist absolut fantastisch und Ulrich Tukur spielt hier meisterlich. Die anfängliche Arroganz gegenüber dem chinesischen Volk und die Hingabe zu seiner selbstgestellten Aufgabe ist bravourös gelöst. Steve Buscemi an seiner Seite spielt ebenfalls hervorragend, wobei sich aber auch der Rest nicht verstecken braucht.

Die einzige Fehlentscheidung sehe ich in der Synchronisation. Alle Völker haben deutsche Stimmen bekommen, was teilweise etwas befremdlich wirkt. In diesen Szenen wäre mir wegen der Authentizität die Originalsprache mit Untertiteln lieber gewesen. Das hätte aber wahrscheinlich einen großen Teil des Publikums überfordert.

Wer also einen wirklich guten Film über ein sträflich vernachlässigtes Thema sehen möchte, liegt hier richtig. Geschichtsunterricht gibt es oben drauf und Vorkenntnisse sind zwar nützlich, aber keinesfalls Voraussetzung. Klare Empfehlung!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beherzter Einsatz., 4. März 2010
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: John Rabe (DVD)
Nach dreißig Jahren soll der leitende Ingenieur John Rabe aus der Siemens-Niederlassung Nanjing, China nach Deutschland zurück kehren. Sein Nachfolger Fließ ist bereits vor Ort. Das Jahr 1937 geht zu Ende und ein japanischer Fliegerangriff setzt Rabes Abschiedsfeier ein dramatisches Ende. Schnell entfaltet man eine deutsche Flagge auf dem großen Firmengelände und hofft vor weiterem Schaden verschont zu bleiben. Doch vor den Werkstoren stehen die chinesischen Arbeiter mit ihren Angehörigen. Rabe lässt sie auf das Betriebsgelände.

Rabe reist nicht ab und bemüht sich in den nächsten Tagen, gemeinsam mit anderen Europäern, in Nanjing eine entmilitarisierte Schutzzone für die Zivilbevölkerung einzurichten. Widerwillig lassen sich die Japaner auf dieses Ansinnen ein. Doch der filigrane Frieden hinter dieser Zone wird immer wieder in Frage gestellt und bedroht.

Das kurze dramatische Stück Zeitgeschichte wird spannend und ergreifend in Szene gesetzt. Der Druck der Besatzer lastet schwer auf den Protagonisten. Filigrane Dialoge unterstreichen dies. Überraschende Wendungen und pfiffige Lösungen zeigen an welch dünnen Seidenfäden Menschenleben hängen. Die Szenarien wurden pittoresk ausstaffiert. Regie und Schauspieler leisten sehr gute Arbeit.
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John Rabe
John Rabe von John Rabe (DVD - 2012)
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