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Kundenrezensionen

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am 25. April 2001
Nachdem ich irgendwo in einer Zeitung eine kurze Buchbeschreibung gelesen hatte, dachte ich: genau das Buch muß ich haben. Gekauft habe ich es am Flughafen um mir die Reise zu versüßen, war aber schon nach den ersten Seiten bitter enttäuscht. Das war alles??? Viel zu oberflächlich. Über die Witze kann man anfänglich noch grinsen aber nach 20 Seiten kostete es mich doch eine große Überwindung weiterzulesen. Bis zum Ende habe ich es noch nicht geschafft. Schade.
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am 17. Juli 2001
Ein Bestseller - wie mir der Aufkleber auf dem Cover verrät - für bzw. über eine ganze Generation. Allerdings bleibt der Autor m.E. zu sehr an der Oberfläche der Ereignisse und Lebensgewohnheiten einer Altersgruppe, mit der mehr zu verbinden ist als besagtes Auto, Nena, Wetten, dass...? mit Frank Elstner oder Fit for Fun. Wo bleibt die Beschreibung des wahren Lebensgefühls und der moralischen Werte der Pelikan-Schreiber, Playmobil-Spieler und Pepsi-Trinker? Stattdessen erschöpfte sich die Erzählung in einer langweiligen Aneinanderreihung vermeintlicher "Wegbegleiter" der Generation Golf. Das Buch ist eine Ansammlung von Markennamen, Fernsehsendungen, Sängern und Promis, die diese Generation, der auch ich angehöre, geprägt haben soll. Natürlich bin auch ich damit aufgewachsen, keine Frage. Nur müssen wir uns als Generation fragen, ob wir uns darauf reduzieren lassen wollen. Ich jedenfalls schleppte mich von einer oberflächlichen Betrachtung zur nächsten; die ausgelösten Aha-Effekte waren nur von kurzer Dauer und in meinen Augen einfach nicht ausreichend für ein ganzes Buch. Die schriftstellerische Schlagkraft und der Humor Illies' haben es jedenfalls nicht geschafft, mich an die Lektüre zu fesseln.
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am 13. September 2002
Dieses Buch las sich am Anfang wie ein Horoskop: Wie bei einem solchen traf einiges tatsächlich zu, vieles war aber auch Sache der subjektiven Interpretation. Wie auch immer; es machte Spaß und war unterhaltsam ohne jedoch tiefsinnig zu sein. Je weiter sich Illies aber von der Jugend bis zur heutigen Gegenwart bewegte, desto weniger konnte ich mich in seinem Bild unserer Generation (genau, ich gehöre dazu) wiedererkennen. Wie schon im richtigen Leben, so war es dann auch im Buch. Als Kind hatte man noch richtig Spaß, als Erwachsener findet man vor lauter Schranken seinen Weg nicht. Illies hat vor lauter Absicht, ein möglichst breites Themenspektrum abzugrasen, leider sein geplantes Ziel verpaßt.
Ich habe schon ein Problem mit dem Begriff Generation X, aber Generation Golf paßt mir nun gar nicht. Das schlimme ist: trotzdem fahre ich einen. Am meisten nervte der lehrerhafte Ton im letzten Drittel des Buches und die zunehmenden Pauschalisierungen mit denen dann auch der letzte Wiedererkennungswert verloren ging. Vielleicht sollte dies auch nicht so sein, jedenfalls bin ich Individualist und nicht angehöriger des Golf-Kollektivs. Schade das Florian Illies den Humor und die "Trefferquote" des wirklich guten Anfangs nicht über das ganze Buch retten konnte.
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am 3. Dezember 2008
Florian Illies Buch "Generation Golf" beginnt stark um dann Kapitel für Kapitel stark nachzulassen. Es wird von Kapitel zu Kapitel immer langweiliger. Konnte ich (Jahrgang 1974) mich anfangs noch öfter in diesem Buch wiederfinden, so häuften sich im Verlauf des Buches die Situationen, die ich gänzlich anders erlebt habe. Zum Beispiel war mein Schüleraustausch mit Frankreich einfach nur gut.

Vor allem glaube ich nicht, dass unsere ganze Generation in erster Linie auf das Aussehen achtet und schon als Student nur damit beschäftigt war teure Klamotten zu kaufen. Illies schreibt hier wohl eher über sein Leben, dass er anscheinend schon im Teenageralter als ziemlicher Spieser verbrachte. Einer ganzen Generationen dieses eher traurige Leben als Etikette zu verpassen ist doch sehr weit hergeholt.

An alle, die in den 60ern und 70ern geboren sind und bisher ein halbwegs spannendes und nicht nur auf Äußerlichkeiten ausgerichtetes Leben hatten, kann ich nur appellieren: Kauft dieses Buch nicht - ihr ärgert euch nur ob der vertanen Zeit.
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am 28. September 2001
Als ich die ersten zwanzig Seiten des Buches las, war ich hellauf begeistert, meine Vergangnheit so exakt beschrieben zu finden.
Leider lässt diese Begeisterung mit steigender Seitenzahl zunehmend nach. Der Witz des Autors scheint sich ungefähr auf die erste Hälfe der Kapitel zu verteilen, die nächsten 50% wirken dann irgendwie, als hätte der Autor eine bestimmte Seitenzahl errreichen MÜSSEN. Einzig das IKEA-Kapitel ist nochmal wirklich GUT!
Alles in allem seinen Preis aber auf jeden Fall wert, und ein guter Anlass mit gleichaltrigen Leuten mal wieder herzhaft über die eigene Vergangenheit zu lachen!
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am 8. Januar 2002
Nach einem starken Anfang (Beschreibung eines archetypischen Samstagabends Anfang der 80er) lässt das Buch stark nach. Generell schließt der
Autor zu sehr von seinen persönlichen Erfahrungen auf eine ganze Generation. Mir (Jahrgang 70) fällt in meinem ganzen Abi-Jahrgang von 90 Leuten gerade mal 1 (!) Mitschüler ein, auf den die Merkmale der Generation Golf so in etwa passen. Sicher, es gab
solche Hansel, vielleicht sogar ziemlich viele, aber sie sind sich nicht die dominierende Gruppe.
Mein persönlicher Eindruck von dieser "Generation" ist eher der eines sehr, sehr heterogenen Haufens.
Die Beschreibung mag vielleicht auf den typischen
späteren Jura/VWL/BWL-Studenten zutreffen, aber waren die jemals anderst ? Generell findet sich in dem Buch viel alter Wein in neuen Schläuchen, eine
hedonistische, geschniegelte, konservative Generation, die sich an der linken Vorgänger- generation reibt, hatten wir das nicht schon Anfang/Mitte der 80er Jahre ? Aber das hat Illig in seiner Kleinstadt wohl nicht so mitgekriegt.
Auch ist der öfters recht snobistische/arrogante Unterton des ganzen ziemlich peinlich.
Dennoch, so zum Zwischendurch lesen ist das Teil recht unterhaltsam, es gibt genug lesenswerte
Datils über die 80er.
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am 15. Juli 2006
Etwas mehr Struktur hätte dieser Bestandsaufnahme definitiv gut getan! So wie er in fröhlicher Beliebigkeit von den 70ern in die 90er springt und von dort zurück in die 80er, so scheint sich der Autor auch thematisch einer "guten Überleitung" kategorisch verweigern zu wollen. Von eigenen Kindheitserlebnissen geht es gnadenlos weiter zu einer Bewertung verschiedener Lifestyle-Magazine, woraufhin wir uns damit zu beschäftigen haben, was irgendeine Stefanie so für ein Mensch ist.

Stilistisch enttäuscht der Text - besonders in der 1. Hälfte - durch einen teilweise recht unübersichtlichen Satzbau sowie durch den recht bemüht wirkenden Versuch, unbedingt witzig sein zu wollen. Ungefähr ab der Mitte kommt diese Ambition zum Glück etwas zur Ruhe. Dadurch wird der Text dann stellenweise tatsächlich witzig. Inhaltlich hinterlässt er bei mir eher einen Nachgeschmack des Zweifels, und zwar in doppelter Hinsicht:

Zum einen zweifele ich daran, ob der Entstehung des Buches wirklich immer gründliche Recherchen vorausgingen, bzw. ob ihr ein sorgfältiges Lektorat folgte. Einige Passagen vermitteln eher nicht diesen Eindruck. So schwappte nach meiner Erinnerung die "Jogging"-Welle definitiv bereits Ende der 70er aus USA nach Deutschland, spätestens Anfang der 80er; auf keinen Fall aber erst, wie auf Seite 71 behauptet, Mitte der 80er Jahre. Und wer sich jemals das "Woodstock" - Video angesehen hat, der weiß, dass die Kleidung der Damen seinerzeit durchaus jede Menge an tiefen Einblicken gewährte, ebenso, wie meisten die Herren ihre durchtrainierten Oberkörper nicht verstecken mochten. Von jener unerotischen Verhüllung, die uns der Text auf S.167 suggerieren möchte, kann in diesem Zusammenhang jedenfalls keine Rede sein.

Zum anderen habe ich mich gefragt: Kann es tatsächlich sein, dass der durchschnittliche Angehörige der im Klapentext genannten Altersspanne (also der heute 31 bis 41 jährigen) Altbauwohnungen mit Parkettboden und Stuckverzierung bevorzugt, Daily-Soaps gut findet und "Monitor" hasst, Fitness- und Sonnenstudios bestürmt, kein schlechtes Gewissen entwickeln kann, wenn er andere für sich arbeiten lässt, und dass ihm die Auswahl des richtigen Deos in der Drogerie wichtiger ist als die Auswahl des richtigen Politikers im Wahllokal?!? Oder wird hier nicht doch eher nur ein Teil dieser Generation angesprochen - eine Minderheit gar -, der sich selbst für repräsentativ hält oder sich unbedingt dafür halten möchte? Der Text selbst räumt diese Möglichkeit ein; wenn auch bemerkenswert spät, nämlich erst auf Seite 159: "... aber so ist die Haltung unserer Generation, beziehungsweise natürlich des Starnberger-See-Düsseldorf-Bonn-Berliner-Teils von ihr, aber von ebendem ist ja ohnehin die ganze Zeit die Rede."

Was alle diese Kritikpunkte freilich entscheidend aufwiegt, ist die Wiederbegegnung mit längst vergessen geglaubten Namen, Produkten, Musiktiteln und Lebensgewohnheiten sowie der zuweilen herrlich "böse Blick" auf den Zeitgeist von damals und heute.

Als Angehörigem der "Generation Golf" ist mir dieses Leseerlebnis drei Amazon-Sterne wert ...
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am 22. Februar 2002
Kaum zu glauben, aber sehr detailliert und treffend beschriebene Klischees der 80‘er. Sehr oft habe ich mich in meiner eigenen Jugend zurückversetzt gefühlt. Mir ist bewußt geworden, daß wir, obwohl es ja die Popper, die Punker, die Öko’s, die Ted’s und was weiß ich noch alles gab, alle irgendwie doch eine oder mehrere Gemeinsamkeiten hatten. Na ja, bei den Punkern ist es vielleicht doch ein bißchen übertrieben, aber Zufall ist es mit Sicherheit nicht, daß ich so viele Übereinstimmungen mit meinen vergangenen Erlebnissen gefunden habe. Ich war so fasziniert von der Vergangenheit, daß ich das Buch in einem Rutsch verschlungen habe. Auch wenn dies zeitweise auf dem stillen Örtchen stattgefunden hat, schmälert das nicht die Qualität dieses Buches. Also, alle die Kritik an sich selbst ausüben wollen, sollten sich der Vergangenheit stellen und eine Inspektion über sich ergehen lassen, vorausgesetzt Du gehörst „dazu“.
Frank Eberlein
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am 27. September 2001
Moin, okay, fünf Sterne würde ich dem Buch nicht unbedingt geben, denn an ein, zwei Stellen ist es doch etwas zäh. Ansonsten aber kann ich mich über einige der schlechten Leserkritiken an dieser Stelle nur wundern. Was Herr Ilies beschreibt, das sind die 80er. Vielleicht waren es nicht die 80er in einem Frankfurter Plattenbau-Komplex, es waren auch nicht die 80er der DDR, denn Herr Illies ist nun einmal ein Kleinstadt-Wessi (wie 75 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung). Aber was er beschreibt, trifft dieses Zeitalter sehr genau. Was sein Buch sympathisch macht ist die Tatsache, dass er nicht der Supermann ist, der schon damals seine Zeitgenossen für ihren schlechten Gschmack verabscheute und über allen Dingen stand. Er ist ein vollkommener Normalo in einer Zeit, die von sich geglaubt hat, neonfarbene Brillenbänder seien etwas Normales! Dies zuzugeben, das bedarf heutzutage, in einer Zeit, in der jeder Mensch etwas Besonderes sein möchte, fast schon Mut. PS: Gewonnen hat die Taschenbuchausgabe bei mir übrigens auf Seite 34 im Kapitel über einen Schüleraustausch mit Frankreich. Ich möchte bestätigen, dass alles, aber auch wirklich alles, was er auf dieser Seite beschreibt, der Wahrheit, der reinen Wahrheit und nichts als der Wahrheit entspricht.Ich habe es genau so 1986 in Witten an der Ruhr genau so erlebt.
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am 23. Mai 2013
Teilweise konnte ich viele Phänomene, die Illies in diesem Buch schildert, wiedererkennen. So kam ich in der Grundschule durchaus die Bedeutung von Pelikan und Geha als kindische Statussymbole meit Mitschülern mit. Auch scheint "Wetten Dass" bei vielen Familien meiner Klassenkameraden gesehen worden zu sein.

Allerdings schildert Illies doch eine Kindheit und Jugend aus ziemlich kleinbürgerlicher Sicht. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass nur die Vertreter der Mainstreammusik, nicht aber innovative Bands aus dem Punk-, Hardcore-, No Wave-, Metal- und Technobereich Erwähnung finden. Aber gerade in diesen Musikrichtungen gab es in den 80er Jahren zahlreiche gute Musiker, die auch von jungen Menschen gehört wurden.

Allerdings wohl nicht von Illies, der damit nur zeigt, dass er eine sogenannte Mainstreamjugend hatte. Für diesen Teil der damals jungen Menschen ist die Bezeichung Generation Golf vielleicht zutreffend, sicher aber nicht für den großen Teil der Jugend, die damals schon andere Musikformen kennenlernte.

Aber auch die Bedeutung des Golfs ist übertrieben. Als Traumautos galten bei uns doch eher Sportwagen aus Italien oder BMWs. Aber der Golf?

Die Abneigung gegen den Sonntag dürfte Illies ebenfalls nicht mit jedem gemein haben, war dies doch der einzige wirklich schulfreie Tag. Anscheinend schien sich Illies aber nicht mit sich selbst oder mit Freunden beschäftigen zu können.

Und was sagt es aus, wenn er schreibt, dass die seit Anfang der 1990er Jahren verbreiteten Seifenopern zum beherrschenden Fernseherlebnis seiner Generation wurden? Er war doch damals schon über zwanzig Jahre alt und eigentlich nicht mehr so jung, um mit dem Konsum eines derartigen sich ständig wiederholenden Schwachsinns anzufangen.

Zusammengefasst ist Generation Golf die Sicht eines zumindest damals kleinbürgerlichen, an die kulturlose Konsumgesellschaft angepassten Kindes und Jugendlichen auf die 1980er Jahre. Das muss man wissen, um sich nicht total zu wundern, warum man sich nicht in dieser Beschreibung wiederfindet.
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