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5.0 von 5 Sternen Einmal "noch gut" und einmal "sehr gut" - insgesamt empfehlenswert - vor allem für Mingardo-Fans, 23. Oktober 2009
Von 
Bajazet30 (Göttingen, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Gloria (Audio CD)
Das bekannte "Gloria" (RV 642) von Vivaldi liegt schon in etlichen Einspielungen vor - meist zusammen mit Bachs "Magnificat". Auch Alessandrini hat dieses Werk im Jahr 2000 mit seinem Concerto Italiano eingespielt (bei Opus 111). Auch bei dieser Einspielung hat Sara Mingardo die Altpartie übernommen. Es liegt also der Verdacht nahe, dass das Label Naive einfach die alte Einspielung von 2000 in seine Edition aufgenommen hat, wie dies kürzlich bereits ärgerlicherweise mit der Oper "Farnace" geschehen ist. Dem ist aber nicht so: Bei dem "Gloria" auf dieser CD handelt es sich um eine Neueinspielung von 2009 mit anderen Sopranstimmen. Allerdings kann man die Neueinspielung durchaus etwas kritisch hinterfragen, denn von der Interpretation her sind im Vergleich zur 2000er-Aufnahme keine signifikanten Unterschiede festzustellen: Allessandrini geht extrem forsch an das Werk heran, denn die Tempi sind durchweg sehr zügig gewählt (was ihm bereits 2000 ziemliche Kritik eingebracht hat). Ich würde sogar sagen, dass der erste Sopran (Deborah York) 2000 besser war als Anna Simboli von 2009.
Interessanter ist ohnehin das zweite und weniger bekannte "Gloria" (RV 588), welchem eine zweisätzige, aus Arie und Rezitativ bestehende Einleitung (RV 639) vorausgeht. Die Abfolge sieht wie folgt aus:

Introduzione (RV 639): Aria "Jubilate o amoeni cori" (Alt)
Recitative "In tam solemni pompa" (Alt)
Aria "Sonoro Modulamine" (Alt) -- Gloria in excelsis Deo RV 588 (Chor)
Et in terra pax (Chor)
Laudamus te (Sopran I und II)
Gratias agimus tibi (Chor)
Domine Deus (Tenor)
Domine, Fili unigenite (Chor)
Domine Deus, Agnus Dei (Sopran)
Qui tollis peccata mundi (Chor)
Qui sedes ad dexteram Patris (Alt)
Quoniam tu solus sanctus (Sopran)
Cum Sancto Spiritu (Chor)

Erfreulicherweise wird die verhältnismäßig umfangreiche Altpartie auch hier von Sara Mingardo gesungen, um die es ja in letzter Zeit leider etwas stiller geworden ist. Auch wenn ich ein großer Fan von ihr bin, so muss ich dennoch sagen, dass sie in den schnellen Arien nicht mehr so souverän, voll und sicher klingt, wie dies in den Aufnahmen vor einigen Jahren noch der Fall war. Insbesondere produziert sie kaum noch ihre fantastischen Brusttöne (eine Tendenz, die mir schon auf der kürzlich erschienen Duett-Platte mit Piau etwas negativ aufgestoßen ist). Das ist ein kleiner Wermutstropfen! Allerdings singt sie ihr Largo "Qui sedes ad dexteram Patris" so berückend schön, dass sich allein schon deshalb die Anschaffung der Platte lohnt. Die anderen Solisten leisten in ihren kurzen Auftritten ordentliche Arbeit, allerdings ohne zu brillieren.
Auch dem ersten Gloria wird die Kantate "Ostra picta" vorangestellt. Diese wird solide von Monica Piccinini vorgetragen und ist eine gelungene Einstimmung auf das "Gloria".

Fazit:
Für Mingardo-Fans - trotz der genannten Einschränkungen - ohnehin ein Muss. Auch das zweite Gloria liegt in einer exemplarischen Interpretation vor. Ansonsten hätte ich mir in Bezug auf das erste Gloria eine von der 2000er-Version mehr differierende Interpretation gewünscht - alles in allem 4,5 Sterne.
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Gloria
Gloria von Sara Mingardo (Audio CD - 2009)
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