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am 13. Juni 2015
Ali (Hilmi Sözer), seit dem 2.Lebensjahr in Deutschland lebend, ist ein glücklicher Mann. Er hat ein gutgehendes Geschäft, zahlreiche Schnellimbisse, ein tolles Haus imGrünem mit Lager nebenan, und seine jüngere attratktive Ehefrau Laura (Nina Hoss).Als er angetrunken seinen PKW in den Graben setzt, hilft ihm Thomas (Benno Fürmann), unehrenhaft aus der Armee entlassen, indem er die Schuld auf sich nimmt, er ist ja nüchtern.
Thomas, arbeitet zur Zeit als Landwirtschaftshilfe, aber Ali, der kurz darauf noch betrunken am Steuer erwischt wurde, worauf der Lappen weg ist, macht ihm ein verlockendes Angebot. Thomas soll fahren, wenn Ali die Betriebe beliefert und kassiert. Der Job wird gut bezahlt, und Laura ist eine schöne Frau, mit der er jetzt auch zusammenarbeitet und die er begehrt. Schnell beginnen sie eine Beziehung, und bald reift der Plan, Ali zu beseitigen, nur dann kann Laura frei sein. Ali hatte sie nach der Verbüßung einer Haftstrafe geheiratet und ihre Schulden, die sie lebenslang gedrückt hätten, übernommen, aber laut Ehevertag bleibt sie auf den Schulden sitzen, wenn sie sich von ihm trennt. Der Plan erscheint todsicher, aber kurz vor der Ausführung riecht Ali Lunte.

Filme von Christian Petzold mit Nina Hoss, für mich inzwischen fast eine Garantie für exzellente Werke mit einer Darstellerin, die nicht nur für mich zu den überragendsten Darstellerinnen ihrer Generation weltweit gehört. Bekannt geworden ist sie einem breiteren Publikum durch "Das Mädchen Rosemarie", ansonsten nicht der Star, der einem breiten Publikum aktuell ein Begriff ist, trotz einer höchst beeindruckenden Anzahl an Film- und Theaterpreisen und Verleihung des Verdienstordens am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Benno Fürmann ist sicher ein den meisten Filmfans bekannterer Darsteller, Hilmi Sözer hatte ich bisher nicht als auffallend gut empfunden.

In "Jerichow" ist für mich Sözer der Mittelpunkt. Er spielt den Ali als tragische Figur. Er liebt seine Arbeit und hat es zu etwas gebracht, aber er ist in Deutschland nie so richtig heimisch geworden. Er ist anerkannt, aber nichr geliebt, er liebt Laura, aber er weiß, daß er sie "Gekauft" hat und die ihn nur im Sinne des Versorgers geheiratet hat, ohne den sie lebenslang die Schulden abstottern dürfte. Diese Zerrissenheit, sicher auch Grund für seinen Alkoholkonsum, kommt im Spiel von Hilmi Sözer wunderbar zum Ausdruck, Fürmann und Nina Hoss spielen hier für mich eher Nbenrollen.
Benno Fürmann als Thomas, den ebenfalls Schulden bei seinem Bruder (André Hennicke beeindruckend wie immer) hat, dem er den Anteil des geerbten Elternhauses auszahlen muß, ist, warum auch immer, aus der Bundeswehr unehrenhaft entlassen worden. Er ist durchaus auch hilfsbereit, mitleidsvoll, sein Verhältnis zu Laura ist eher Begehren einer attraktiven und gut verfügbaren Frau, ansonsten bleibt er als Persönlichkeit unschärfer als Ali.
Das gleiche gilt für Nina als "gekaufte Ehefrau", ihr Seelenleben bleibt auch eher blass. Sie hätte auch fast jeden anderen Mann als Geliebten genommen. der nicht gerade ein Unsympath ist.
Diese Charakterisierungen sind keine Kritik an Nina oder Benno Fürmann, was ihre Rollen hergeben, das schöpfen sie voll aus, eindimensional sind sie sicher nicht.

Allein Hilmi Sözer ist hier ein Mensch mit vielschichtigem Seelenleben, erfolgreich, ungeliebt, sich als Fremder in einem Land fühlend, in dem er seit dem 2. Lebensjahr lebt.

Daß Nina Hoss und Benno Fürmann in diesem Film etwas blasser bleiben., als es prinzipiell möglich gewesen wäre, ist kein Vorwurf an den Film.
Hätte man ihren Charakteren die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet wie Ali., wäre der Film erheblich länger und vielleicht auch unübersichtlicher geworden.

Insgesamt ist "Jerichow" nicht der beste Film von Petzold/Hoss, aber immer noch weit überdurchschnittlich, und eine Stimmung von Traurigkeit, Unglück und verpfuschtem, perspektivlosem Leben und Lebensläufen vermittelt er überrragend.

Ich empfehle den Film unbedingt; als Erstling für Filmfreunde. die Nina Hoss noch nicht kennen, empfehle ich eher das Meisterwerk "Barbara".

Doc Halliday
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am 26. Juni 2010
Seine Stars heißen Julia Hummer, Benno Fürmann und Nina Hoss. Und jedesmal verkörpern sie spröde, einsilbige Figuren, hinter deren zugeklappten Visieren man die Seelenabgründe nur erraten kann. Mit denselben Schauspielern erzählt Christian Petzold im Prinzip auch immer dieselbe Geschichte: Verletzliche Seelen in zerbrechlichen Körpern geraten in eine Konfliktsituation, die sie zu zerreißen droht, und reden dabei selbst dann nicht mehr als unbedingt nötig, wenn sie gefragt werden. Mit dieser, man kann schon sagen, Masche einen ergreifenden Film nach dem anderen abliefern zu können, ohne dass dem Zuschauer langweilig wird, das grenzt ohne Frage an Genialität. Petzolds Erfolgsrezept ist so einfach wie wirkungsvoll: Er beschränkt sich auf ein Minimum an Figuren, verbindet diese durch ein alle betreffendes Verhängnis wie die Nemesis in Die innere Sicherheit und Yella oder eine fatale Begierde wie in Wolfsburg und "Jerichow". Kurzum, Petzold hat bei der griechischen Tragödie gelernt, worin Tragik besteht, nämlich darin, immer das Falsche zu tun, auch wenn es richtig aussieht; darin, dass ihre Helden menschlich handeln und gerade darin ihr Scheitern begründet liegt. Wie schon in Wolfsburg, demjenigen Petzold-Film, dem "Jerichow" am nächsten kommt, sind Leidenschaft und Anziehung Auslöser eines menschlichen Dramas ohne Aussicht auf einen glücklichen Ausgang. Damals war Benno Fürmann der Autofahrer, der sich in die Mutter des Kindes verliebt, das er überfahren hat. Hier verliebt er sich in die Frau des Mannes, der ihm aus dem größten Schlamassel herausgeholfen hat.

In der Rolle des unehrenhaft entlassenen Soldaten Thomas ist Fürmann in das Haus seiner verstorbenen Mutter am Rande der öden ostdeutschen Landgemeinde Jerichow (übrigens auch Schauplatz bei Uwe Johnson) eingezogen, hoch verschuldet, arbeits- und mittellos. Ali Özkan, ein türkischer Imbissbuden-Unternehmer,der mitunter etwas zu tief ins Glas schaut, verschafft ihm eine solide Arbeit als Fahrer, nachdem er selbst seinen Führerschein abgeben musste. Alis Frau Laura (Nina Hoss), die Ali ebenfalls aus einer Notsituation gerettet hat, ist mit ihrem Mann nicht glücklich und es ist nicht schwer vorherzusehen, dass zwischen Thomas und Laura bald das verzehrende Feuer der Leidenschaft entflammt ist. Petzold lässt sie daher auch nicht in Form eines psychologisch schlüssigen Reifungsprozesses über seine Helden kommen, sondern wie einen Blitz vom Himmel fallen. Ali steht dem vermeintlichen Liebesglück im Wege. Laura und Thomas beschließen ihn umzubringen und plötzlich befindet man sich in einem beklemmenden Existenzdrama wie aus den besseren Tagen Claude Chabrols. Wie dieser nutzt Petzold die Kunst des Verschweigens, um auf subtile Weise Spannung zu erzeugen.

Vor einer schlichten Kulisse, mit wenig Aufwand und einem Minimum an Figuren und Dialogen ist es Petzold erneut gelungen, ein klassisches Drama zu inszenieren, dessen Stärke gerade in der spartanischen Beschränkung auf das Wesentliche besteht. Auch seine Schauplätze haben etwas von griechischer Theaterkulisse: Fast schon fahrlässig ist Petzolds Missachtung von Continuity-Regeln. Bereits in Die innere Sicherheit fiel auf, dass der Filmemacher sich nicht die Bohne um Jahreszeiten kümmert, die sich bei einem Dreh in Deutschland nun mal immer an der Natur ablesen lassen. Im Grunde beansprucht der Regisseur die Einheit von Ort, Zeit und Handlung, nur dass das Medium Film die nicht zulässt. So kommt es zu dem Kuriosum einer Gurkenernte im April - oder einem aberwitzigen Zeitsprung. Gleichwohl ist der Schauplatz, wie schon in "Yella", keineswegs austauschbar. Es geht Petzold ja ganz bewusst um ostdeutsche Zustände und Befindlichkeiten, auch äußerer Art. Fazit: "Jerichow" ist Provinz-Porträt, antike Tragödie und Chabrol-Krimi in einem. Mit minimalem Aufwand die maximale Wirkung zu erzielen, das schafft im deutschen Film im Moment nur Christian Petzold.

Für Freunde von Die untreue Frau und Wolfsburg.
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am 11. November 2010
Jerichow ist ein Ort im Osten Deutschlands. Thomas kehrt nach dem Tod seiner Mutter dorthin zurück. Seine Vergangenheit folgt ihm in Form seines von ihm betrogenen Freundes, der sein gestohlene Geld zurückfordert. Bereits hier bemerkt man: Thomas hat ein moralisches Defizit und die Leute aus seinem früheren Leben haben wohl ebenso wie er einen (klein-) kriminellen Hindergrund. Doch auch die Leute denen er in Jerichow begegnet, haben alle irgendwie Dreck am Stecken. Jeder betrügt Jeden.
Thomas kriegt bei Ali einen Job und verliebt sich in Laura, dessen Frau. In Petzolds Filmen gibt es keine Idyllen. Jerichow ist eine Art Niemandsland. Und seine Protagonisten sind Verlorene. Weder Ali, noch Laura scheinen eine Familie oder Freunde zu haben. Eine perfekte Vorraussetzung für eine spannungsvolle Dreier-Konstellation. Petzold beruft sich auf den Roman "The postman always rings twice" von James M. Cain aus dem Jahr 1934. Er wurde 1943 von Lucino Visconti unter dem Titel "Ossessione" (Dts: "Besessenheit") und 1981 (USA/BRD) von Bob Rafelson unter dem Originaltitel (dts: "Die Rechung ohne den Wirt" bzw. "Wenn der Postmann zweimal klingelt") verfilmt.

Stets schafft es Petzold Banales mit Poetischem und Alltägliches mit Bedrohlichem zu verbinden. Jerichow ist gleichermaßen eine Liebesgeschichte, wie ein Thriller und erinnert tatsächlich ein bisschen an den Film Noir, an Chabrol oder aber auch an Dostojewski. Nur einen Satz hätte ich einem Christian Petzold - Film nie zugetraut: "Ich habe nur noch drei Monate zu leben". Das ist zu platt und zu einfach.
Kann es eigentlich sein, dass Petzold mit "Jericho" das erstmals zwinkert? Da fällt z.B. das Wort "Waschbär". Thomas vergleicht Ali mit Alexis Zorbas und Ali trifft genau die Intonation und den Wortlaut eines seiner vietnamesischen Imbissbudenpächters.
Der Hauptdrehort ist wieder das Innere von Autos. Hier kommen sich Ali und Thomas näher. Von hier aus observieren sie gemeinsam Laura. Hier stößt Laura Thomas mit den Worten: "Ohne Geld kann man nicht lieben" von sich. Ein seltsamer Satz.
Vermag Liebe nicht alles? Thomas und Laura machen sich schuldig, allein durch den Plan des Verbrechens. Ein solchermaßen begonnene Beziehung kann nicht glücklich enden. Außerdem sind beide Figuren zu triebhaft um ihr Leben erfolgreich meisten zu können.

Die DVD ist mit folgenden Extras ausgestattet: Interviews mit Christian Petzold, Benno Führmann und Nina Hoss, Audiokommentar von Christian Petzold, 12-seitiges Booklet, Trailer.
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am 3. März 2010
Thomas ist wieder in seiner Heimat Deutschland und sucht nach Arbeit. Er war als Berufssoldat in Afghanistan und wurde unehrenhaft entlassen. Nach einem Autounfall hilft er dem Geschäftsmann Ali aus der Patsche. Dieser revanchiert sich und stellt Thomas als Fahrer ein.

Ali hat eine Kette von Imbissbuden und fährt diese täglich an. Nach seinem Führerscheinverlust wird Thomas für ihn zunehmend wichtiger. Das Leben lehrte Ali misstrauisch zu sein. Überall wittert er Betrug und nicht selten hat er auch damit recht. Zwischen Ali's Frau Laura und Thomas entwckelt sich eine Liaison, die auf Dauer nicht verborgen bleiben kann. Das Unglück nimmt seinen Lauf.

Die Geschichte wird spannend und unterhaltsam erzählt. Feine Dialoge und lange Kameraeinstellungen feilen an den Charakteren der Protagonisten. Gut gewählte Szenenplätze und viel Sinn für realistischen Details zeichnen diesen Film aus. Regie und Schauspieler leisten hervorragend Arbeit.
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am 23. September 2013
ich liebe solche filme. ruhig, ohne große hetze zeigen die 3 darsteller echt eine super leistung. 3-ecks beziehung klingt zwar nicht spannend und etwas abegdroschen. aber dieser film ist etwas anderes.
ein der film der ohne große worte viel zu sagen hat - ohne alles wilde drum rum!
absolute empfehlung!
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am 11. Mai 2013
Nicht reisserisch, sondern besticht durch seine Ruhe und Gelassenheit. Sehr gut gespielt von Nina Hoss und Benno Fürmann. Unbedingt anschauen- ein MUSS für Fans von Nina Hoss!
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am 14. Mai 2011
Eigentlich ist Jerichow ein wirklich guter kleiner deutscher Film: wie in fast allen seinen Werken gelingt es Chrsitan Petzold auch hier, eine dichte und intensive Geschichte mit viel Gefühl und einfachen Mitteln zu erzählen... und wer Nina Hoss als Hauptdarstellerin in seinem Film hat, kann ohnehin nur noch wenig falsch machen. Es liegt also weder an der Geschichte noch am Buch oder den Schauspielern, vielmehr liegt der Schwachpunkt bei Jerichow außerhalb des Films, wiegt meiner Meinung nach aber tonnenschwer darauf: zum einen hat man Nina Hoss in der Rolle der derangierten jungen Frau und auch Benno Fürmann als ausgeschiedenen Soldaten schon in anderen ausdrucksstarken Filmen gesehen, so dass ihre "Rückkehr" hier etwas seltsam wirkt; zum anderen hat auch auch genau dieses Schauspielerduo ja ebenfalls unter Petzolds Regie bereits in Wolfsburg eine unglaublich starke und eindrückliche Vorstellung gegeben, so dass sich auch diesbezüglich beim Sehen hier immer wieder Reminiszenzen einschleichen, die bei Jerichow eigentlich nichts zu suchen haben - und das "verdirbt" diesen Film leider ein wenig.
Ansonsten, wie gesagt: der Film ist toll und für sich genommen auf jeden Fall eine Empfehlung wert!!
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am 1. April 2013
If you like the "Berlin School" of film making, you will enjoy this film. Wonderful acting, great cinematography, well differentiated characters.
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am 18. Februar 2013
gute Einführung insThema -sehr gut bearbeitet- - Der Kauf lohnt sich auf jeden Fall und ich empfehle es gern weiter !
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am 13. August 2015
ich bin sehr zufrieden mit dem Produkt umd mit der Abwiclung des kaufs und mit der Sendung.
Immer wieder. Sehr gerne
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