26 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Bild Top, Ton... bescheiden...
Vorweg, ich bewerte die BluRay, und nicht den Film, da sich hier sowieso die Geister scheiden.
Also, zur BD.
Das Bild der BluRay ist nahe an der Perfektion, die Schärfe ist Grandios, die Farben und der Kontrast sind Top und es gibt nicht einmal irgendwo ein Rauschen zu sehen.
Die Schärfe an sich wird gut deutlich, wenn man Objekte im...
227 von 353 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Viel Action, wenig Star Trek
Kinofilme mit einer dicken Fangemeinde lassen sich oft aus wenigstens zwei verschiedenen Blickwinkeln heraus betrachten und rezensieren. Zum einen aus dem des Insiders, der schon im Vorfeld der Veröffentlichung eine erregte Erwartungshaltung einnimmt und daher besonders leicht respektive schwer glücklich zu machen ist. Zum anderen aus dem des neutralen Zuschauers, der...
Vorweg, ich bewerte die BluRay, und nicht den Film, da sich hier sowieso die Geister scheiden.
Also, zur BD.
Das Bild der BluRay ist nahe an der Perfektion, die Schärfe ist Grandios, die Farben und der Kontrast sind Top und es gibt nicht einmal irgendwo ein Rauschen zu sehen.
Die Schärfe an sich wird gut deutlich, wenn man Objekte im Hintergrund betrachtet, oftmals "verschwimmen" dort Lichter o.ä (auch bei BD's) hier jedoch ist das gesammte Bild von vorn bis hinten Knack scharf und wirkt wirklich Perfekt.
Fazit zum Bild: Referenz verdächtig für einen "Real" Film !
Nun zum weniger guten, dem Ton, dieser ist eher des Filmes unwürdig, denn es fehlt an Bass, selbst die DVD bietet mehr "Wums". Das ist ein bisshen Entäuschend, da auf der BluRay in Deutsch auch "nur" Dolby Digital vorliegt. Das ganze wirkt, als ob man einfach einige Frequenzbereiche "abgschnitten" hat. Und das darf eigentlich so nicht sein. Der Rest des Tones (besonders Surround Effekte) passen wieder Perfekt, aber wirken mangels Bass oftmals nicht so Kraftvoll wie sie sollten.
Fazit zum Ton: Daneben, es geht deutlich besser, dass zeigt alleine schon die DVD !
Nun zu den Extras, ich habe mir noch nicht alles anschauen können, aber es sind viele Extras vorhanden, und vorallem auch in HD !
Gesammtfazit: Empfehlenswertes Bild, aber am Ton hapert es. Wer guten Ton mag sollte zur DVD greifen, wer aber auf ein Top Bild steht und mangelnden Bass verschmerzen kann, der kann bzw. Sollte zur BD greifen !
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Kinofilme mit einer dicken Fangemeinde lassen sich oft aus wenigstens zwei verschiedenen Blickwinkeln heraus betrachten und rezensieren. Zum einen aus dem des Insiders, der schon im Vorfeld der Veröffentlichung eine erregte Erwartungshaltung einnimmt und daher besonders leicht respektive schwer glücklich zu machen ist. Zum anderen aus dem des neutralen Zuschauers, der wahrscheinlich nicht beurteilen kann, wie gut ein bestimmtes Ereignis oder eine Figur in den jeweiligen Kanon passt, sich also einfach berieseln lässt. Das ist bei "Star Trek" nicht anders. Ich möchte mich an beiden Blickwinkeln versuchen.
1. Bizarres Handlungsgerüst
Die Handlung in J. J. Abrams Neubeginn schien mir - aus welchem Blickwinkel auch immer - ein einziges Durcheinander zu sein. Vier verschiedene Zeitzonen sind de facto eine zu viel. Dazu kommt, dass die Idee, mit Nero einen zentralen, rachsüchtigen Gegenspieler für die Crew der Enterprise zu schaffen, nach "Star Trek II - Der Zorn des Kahn" und "Star Trek X - Nemesis" schlicht ausgelutscht wirkt. Der Romulaner selbst bleibt blass, einfallslos und somit weit hinter seinen Vorgängern zurück. Besaß Kahn noch psychopathisches Charisma und entstammte der Picard-Klon noch einer interessanten, wenngleich skurrilen Idee, kommt Nero schlicht wütend aus der Zukunft.
Für Kenner womöglich langweilig, alle anderen wird es kaum stören.
2. Durchwachsene Einbindung der Hauptrollen
Dieser Part meiner Kritik dürfte vornehmlich Trekkies interessieren, wartete man als eingefleischter Liebhaber des Franchise doch aufgeregt auf die Einführung der großen Namen in die neue Ära. Die gelingt leider nicht immer zur Gänze.
So macht Chekov mit seinen zarten 17 Jahren einen geradezu putzigen Eindruck und scheint ferner weitaus cleverer und impulsiver zu sein, als ich ihn in Erinnerung hatte. Scottys Rolle wirkte, als hätte man ihn glatt vergessen und kurz vor Ende des Films noch auf Teufel komm' raus im Plot unterbringen wollen. Es fehlt ihm an Ernsthaftigkeit und Professionalität; stattdessen hangelt er wie ein Kasper von einem flachen Witz zum nächsten, wodurch sein eigentliches Talent völlig in den Hintergrund tritt.
Zachary Quinto als junger Spock hingegen scheint im Ansatz annehmbar, wenngleich ihm die herablassende Art seines ruhmreichen Vorbilds noch nicht derart anzusehen war. Auch Kirk ist trotz hier und da überspitzter Aggressivität ordentlich inszeniert. Er sollte nur für den Chefsessel auf der Brücke erst einmal erwachsen werden. Mein persönlicher Favorit: Unser aller Éomer Karl Urban alias Leonard McCoy, sprich die Besetzung, die ich zunächst als besonders gewagt empfand, weil der Darsteller nicht zuletzt im zweiten und dritten Teil der Herr der Ringe-Saga von sich reden gemacht hatte. Rasiert, gekämmt und in seine blaue Uniform gesteckt, trifft er das Original jedoch verdächtig. Urban und John Cho als Hikaru Sulu passten auch deshalb, weil sie vergleichsweise zurückhaltend und nicht krampfhaft komisch, talentiert oder aggressiv agierten, mit Abstand am besten ins Bild.
3. Viel Action, wenig Star Trek
Wer den Film gesehen hat und behauptet, er wäre nicht unterhalten worden, schwindelt wahrscheinlich. Allerdings geht es gerade Star Trek-Fans natürlich nicht nur um nackte Unterhaltung, sondern um das, was Gene Roddenberrys Universum unverwechselbar macht. Dazu gehören mitunter psychologisch tiefgreifende Dialoge und ein moralischer Pathos, den man andernorts vergeblich sucht. Kann man auf Ersteres noch verzichten, bleibt die Moral dieser fernen Zukunft eigentlich Pflicht, soll sie weiter Star Trek heißen. "Eigentlich", weil in Abrams "Star Trek" nicht viel davon geblieben ist und etliche Begebenheiten nicht in den Kanon passen, der zuletzt nur noch wenige Zuschauer in die Kinos lockte.
Man musste also etwas verändern, sollte nicht auch der elfte Teil finanziell floppen. Und das tat man. Action diktiert die Handlung in beinahe jeder Sekunde, Bilder überschlagen sich, was sich - fast klingt es paradox - negativ auf die Spannung auswirkt. Kein Scherz: Meine Star Trek-begeisterte weibliche Kinobegleitung langweilte sich zuweilen (es lag angeblich nicht an mir), weil die Dramaturgie des Films trotz Handlungsreichtum litt. Die Story ist dürftig nachvollziehbar erzählt, dafür explodiert ständig irgendetwas. Die chicen Spezialeffekte und modernen Möglichkeiten, Raumschlachten und gewaltige Schiffe darzustellen, kommen dem Thema natürlich zugute. Dann und wann wäre weniger jedoch mehr gewesen. So glich der Film in Farbe, Action und Tiefgang ein bisschen der Adaption eines Star Trek-Comics.
Echte Probleme machten mir einige Wagnisse der Drehbuchautoren. Dazu gehörte beispielsweise die Liebesbeziehung zwischen Spock und Uhura, auf die in allem, was vorher war, nicht einmal ein Indiz verwies. Andere Zeitlinie hin oder her - das macht des Vulkaniers wichtigsten Wesenszug, sein Bestreben, Emotionen zu unterdrücken und logisch zu handeln, mit einem Kuss zunichte. Was bleibt den Spock-Groupies da noch? Zudem dürfte Bewanderten ein Widerspruch beim Kobayashi Maru-Test, bei dem Kirk bekanntlich geschummelt hat, um ihn als einziger Kadett jemals zu bestehen und dafür mit einer Auszeichnung für originelles Denken belobigt zu werden, aufgefallen sein. Hier setzte es stattdessen eine disziplinarische Maßnahme.
4. Unterm Strich
Was dem Film fehlt, ist echtes Star Trek-Flair. Das mag dem einen oder anderen vielleicht entgangen sein, weil er überglücklich darüber, die bekannten Namen und einen betagten Leonard Nimoy frisch in Aktion zu sehen, die Philosophie vorherige Filme und Serien vergaß. Das wiederum macht den Film auch für Nicht-Fans und Neueinsteiger interessant. Zudem will ich dem neuen Team einen bunten Neubeginn zugestehen und darauf hoffen, dass man einige lachhafte Experimente im Keim erstickt und sich wenigstens in puncto Moral und Intelligenz der Geschichte Roddenberrys Intention besinnt. Ob der mit dem neuen Film zufrieden gewesen wäre, wage ich nämlich zu bezweifeln.
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Gegenstand dieser Rezension ist der elfte Kinofilm des Star Trek-Franchise.
Da die DVD noch nicht erschienen ist, zunächst ein paar generelle Anmerkungen.
Paramount Pictures plant nach dem momentanen Informationsstand, drei verschiedene DVD-Sets zu veröffentlichen. Dazu gehört die hier gezeigte 1-Disc DVD-Version sowie eine Special Edition mit 2 DVDs und eine Blu-Ray-Fassung, die sogar drei Discs enthalten soll.
Die beiden zuletzt genannten Sets sollen diverses und sehr umfangreiches Bonusmaterial beinhalten. Dazu gehören sowohl die aus der endgültigen Kinofassung geschnittenen Szenen, als auch mehrere Making-Ofs zu den im Film vorkommenden Raumschiffen, Aliens usw. Ebenfalls zu sehen sein, sollen Ausschnitte des Castings, sowie Interviews mit dem Regisseur J.J. Abrams und den Produzenten, die verschiedene Themengebiete abdecken.
Soweit der kurze Überblick zu den bisher geplanten DVD-Sets.
Da hier die Einzel-DVD besprochen wird, die wahrscheinlich nahezu kein Bonusmaterial enthält, ist der Schwerpunkt der weiteren Rezension eine Kritik des Films "Star Trek".
Zunächst eine knappe Zusammenfassung der Story:
Im Film wird beschrieben, wie die Crew um Captain Kirk und Mr. Spock zusammenfindet.
Aufhänger der Story ist die Zeitreise des Romulaners Nero, der aus dem 24. ins 23. Jhdt. zurückreist, um den Planeten Vulkan und die Föderation zu vernichten. Zu diesem Zeitpunkt kommandiert noch Captain Pike die "Enterprise" und ein Großteil der Besatzung inklusive des späteren Captains James T. Kirk besucht noch die Sternenflottenakademie. Im weiteren Verlauf der Geschichte treffen die Mitglieder der originalen Crew auf der "Enterprise" ein und lernen, dass sie zusammenarbeiten müssen, um Nero zu besiegen. Der Film endet damit, dass James T. Kirk zum Captain der "Enterprise" befördert wird und mit Spock, McCoy, Uhura, Scotty, Sulu und Chekov zu einer ersten Mission aufbricht.
Meiner Meinung nach ist "Star Trek" ein durchaus gelungener Film, der insbesondere schauspielerisch überzeugen kann.
Nachdem die letzten beiden Star Trek Filme mit der "Next Generation" Besatzung um Captain Picard hinter den finanziellen Erwartungen von Paramount zurückgeblieben sind und auch die letzte TV-Serie Enterprise nicht an den Erfolg vorangegangener Serien anknüpfen konnte, entschlossen sich die Produzenten zu einem radikalen Schnitt und kehrten zu den Ursprüngen des Franchise zurück.
Als Konsequenz wurde Star Trek radikal verjüngt. Der neue Film ist voller Actionszenen und überaus humorvoll; beides Eigenschaften, die man bisher nur aus den bislang (finanziell) erfolgreichsten Star Trek Filmen ST IV "Zurück in die Vergangenheit" und ST VIII "Der erste Kontakt" kannte.
Star Trek wendet sich damit von dem früheren philosophischen Ansatz und seinen Wurzeln als Kinofilmreihe, die auf einer Fersehserie basiert, ab und vollzieht die Entwicklung zu einem modernen Sommer-Blockbuster.
Das hat durchaus einen großen Nachteil, der darin besteht, dass die Story zugunsten der Effekte und des Schauwerts stark an Aussagekraft verliert und auf ein Minimum reduziert wird.
Allerdings wird dieser negative Aspekt meiner Meinung nach bei "Star Trek" durch zwei positive Entwicklungen kompensiert.
Zum einen rechtfertigt nur der Blockbusteransatz ein großes Budget und damit die Realisierung der hervorragenden Special Effects, die wirklich State-of-the-art sind und nicht mehr wie bei früheren Star Trek Filmen (vergleiche dazu beispielsweise: Star Trek V "Am Rande des Universums" und "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug"; beide aus dem Jahr 1989) den Vergleich mit anderen aktuellen Filmen scheuen müssen.
Zum anderen ist der Cast des Films überragend. Insbesondere sind hier Chris Pine als Kirk, Zachary Quinto als Spock und besonders Karl Urban als Doktor McCoy zu nennen, die eine fantastische Darstellung liefern und die bekannten Charaktere mit ihren jeweiligen besonderen Eigenheiten hervorragende verkörpern. Auch die restlichen Rollen sind gut besetzt und vermitteln in ihrem Habitus und ihrer Interaktion TOS-Flair.
Ebenfalls positiv zu bewerten, sind die vielen kleinen Anspielungen auf die anderen Star Trek Filme und Serien wie z.B. ein versteckter Tribble usw., die Fans durchaus überraschen und erfreuen.
Abschließend kann man sagen, dass "Star Trek" durchaus ein gelungener Film mit hervorragenden Schauspielern, ein wenig Star Trek Flair und großartigen Effekten ist, der das Potenzial hat, dass gesamte Franchise wiederzubeleben. Mit diesem Film ist Star Trek wieder populär und erfolgreich. Es ist jung, dynamisch und modern. Wenn es den Verantwortlichen nun noch gelingt, in einer Fortsetzung das typische Star Trek Flair, die Anspielungen auf heutige Problem und die Aussicht auf eine bessere Menschheit, einzubauen, dann ist der Neustart perfekt.
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Ich bin Trekkie, ich habe die UR Serie gesehen als ich so klein war wie heute mein 5 jähriger Sohn und
war fasziniert von den Aliens, den Raumschiffen und all den tollen Dingen die Star Trek zu dem machten
was es war, ich hätt auch heute noch gern Schiebetüren mit dem bekannten Zischen^^
Ich kann mich auch erinnern wie schwer es mir damals fiel als Next Generations startete, erst bei der
2ten Ausstrahlung auf Sat1 bin ich dann aufgesprungen und ließ mich auf die neue Zeit ein.
Jetzt Jahre später bin ich scheinbar aufgeschlossener, den der neue Film war für mich ein Höhepunkt im
Star Trek Universum von dem ich hoffe das er der Anfang einer neuen Ära darstellt.
Der Zwiespalt in der Star Trek Fangemeinde ist nicht neu ich erinnere mich noch mit Schrecken an die
Trekkie vs Trekker Diskussion^^
Jede neue Serie löste doch Brüche im FanBlock aus, auch die Filme waren Qualitativ sehr Unterschiedlich,
und jeder neue Captain bzw Commander brachte einen ganz eigenen Stil in Erzählweise bzw moralischem
Codex der agierenden Crew.
Star Trek 11 ,auch wenn man sagen muß das der Titel eigentlich falsch ist und 2.1 besser gewählt wäre, ist ein
fulminanter Neustart in ein neues frisches Universum, ein durch Zeitreisen verändertes Universum voller neuer
Möglichkeiten und Herausforderungen.
Die Charaktere sind perfekt besetzt, teilweise frischer und humoriger angelegt und man freut sich "bekannte"
Gesichter wieder zu sehen. Der einwand das ein Scotty nicht zur Geltung kommt ist Gerechtfertigt aber es
kommen noch mindestes 2 Filme die Scotty mehr Raum zur Entfaltung geben können.
Was ich an Star Trek immer gemocht habe war diese Mischung aus Action, Humor und Spannung die auch im aktuellen
Film voll einschlägt.
Star Trek hat immer gern neue Techniken benutzt und mit den Möglichkeiten der Filmgestaltung gespielt sodaß ich
nicht überascht war das hier eine Art MusicVideoStile zum Tragen kommt, das verleiht dem Film an manchen Stellen
atemberaubenden Schwung, der durch einen genialen Soundtrack noch an Fahrt gewinnt.
War ich von Transformers 2 ein wenig entäuscht, weil eben MEHR allein nicht alles ist war Star Trek wieder mal so
ein Film der in einem dieses Gefühl perfekter Unterhaltung auslöst, ein Film der die gesamte Palette an Gefühlen
durchspielt und auch das Auge verwöhnt.
Die Technik in Star Trek ist ungewohnt, bis auf Archers Enterprise war die Technik immer sehr steril dargestellt
was meiner Meinung nach aber eher unglaubwürdig ist, den Rohrleitungen zur Kühlung egal mit welchen Mittel sowie
Kabelstränge und ähnliches werden auch im 23.Jahrhundert noch notwendig sein, wenn vielleicht auch andere Materialien
zum Einsatz kommen werden, wenn man als Fan die Technikbücher studiert sieht man das relativ viel Platz für Technik
in den Schiffen reserviert ist, also kann der berühmte Warpkern mit seinen 10 Bedienterminals nur die Spitze des
Eisbergs gewesen sein. Nun wird die Technik als greifbar präsentiert, das ist realistischer.
Ich habe es als genialen Schachzug empfunden mit der Zeitreise eine Parallele Realität zu schaffen und damit allen
Logikfehlern aus dem weg zu gehen, diese Schlitzohren haben die einzig gangbare Lösung gefunden, es gibt einfach zu
viele Lexika, Serienhandlungen und Bücher zu Star Trek als das man sich nicht alsbald in einer Handlungsschlinge
strangulieren würde.
Mit einer neuen Realitätsschiene kann man wirklich vollkommen kreativ neue Geschichten erzählen und theoretisch
unendlich viele neue Plots generieren, möglicherweise sogar die eine oder andere bekannte Begebenheit neu aufrollen.
Fazit: Star Trek 2.1 ist Popkornkino erster Güte, überzeugt mit Cast, Soundtrack und Handlung und schreit eindeutig
nach mehr, es ist für mich keine Frage ob ich mir den Film zulege sondern eher wann, ob als DVD , Blueray oder am besten
gleich beide^^
Für jene die ihn im Kino verpaßt haben zugreifen und Spaß haben.
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Ich habe den Film bereits viermal im Kino gesehen und war nun massiv gespannt auf das englische Original. Die Erfahrung zeigt, dass Filme in ihrer ursprünglichen Sprachfassung vollkommen anders herüberkommen. Hier eine Auflistung der Charaktere in der Originaltonspur:
Kirk: Der neue Kirk besitz keine dominant einnehmende Aura und keinen bestechenden Charme und tut sich nur in den Actionszenen hervor. Seine Fähigkeiten als Anführer muss er noch nicht unter Beweis stellen, denn bislang hat Pike das Kommando. Was im Deutschen noch recht drollig und amüsant wirkte, rutscht in der Originaltonspur ins Nervige ab. Kirk wirkt mit seiner bisweilen quäkenden, unausgereiften Art zu sprechen deutlich jünger als im Deutschen.
Spock: Die Rolle des gefühlskalten, arroganten Logikers scheint Quinto wie auf den Leib geschnitten, und seine Besetzung war sicherlich eine gute Wahl. Leider fehlt ihm die trockene Präsenz, die den alten Spock ausmachte, was sich vor allem in der englischen Stimme stark bemerkbar macht. Sie ist zu hoch, er spricht blass und leiernd und erinnert bisweilen eher an einen zickigen, verweichlichten Yuppie als an einen Vulkanier. Mir scheint, er arbeitet fleißig an seinem Status als geliebtes Bordscheusal, was viele gewiss stören wird, aber auch für neuen Spritz sorgt.
McCoy: Mit Karl Urban wurde ein großartiger Nachfolger für Kelly gefunden. Obwohl er viel größer und kräftiger ist als er, stimmt von den Haarspitzen bis zu den Füßen alles, sowohl in seiner Erscheinung als auch in seiner Art zu spielen. Er wirkt so warmherzig, elanvoll und einfühlsam, dass man ihm den engagierten Arzt zu 100% abnimmt, mehr noch als dem grummeligen, ruppigen DeForest. Doch es fällt ihm schwer, Wut in seine Stimme zu legen und so Spock die Stirn zu bieten, und mit dem Südstaatenakzent klappt es auch nicht so richtig.
Pike: Der neue wahre Captain. Greenwood spielt Jeffrey Hunters lustlose, charakterschwache Darstellung aus dem Handgelenk an die Wand. Der neue Pike ist in jeder Hinsicht ein vollkommen anderer Typus als die Vorlage; er kommt als erfahrener, gefestigter Mann und ganzer Kerl herüber und ist eine zugleich machtvolle und zutiefst menschliche Führungspersönlichkeit. Seine Synchronstimme war bereits gut, im Englischen legt er noch einmal einen gehörigen Zahn zu und erreicht mit wenigen Mitteln ein Höchstmaß an Wirkung.
Uhura: An die Grundzüge ihres Charakters wurde sich gehalten, jedoch der modernen Zeit angemessen. Die neue Uhura ist ebenso zartfühlend und impulsiv wie die alte, dabei aber forscher und frecher. Sie hat sich Spock aus seinem überzeugten Zölibat geangelt, was klar über das Ziel hinausschießt, liest dem neuen unreifen Kirk die Leviten und nimmt sich auch sonst, was sie will. Zoey Saldana ist eine bessere Schauspielerin als Nichols, was jedoch leider nicht unbedingt so viel heißen will; ihre englische Stimme klingt recht lasch und untalentiert.
Scotty: Eine ziemliche Überraschung nach der unsäglich albernen deutschen Fassung. Simon Pegg liefert eine ernst zu nehmende, durchaus sympathische Darstellung ab (also Hände weg von der ruinierten Synchro!), aber er ist ein anderer Typ als der brummige alte Schürzenjäger Doohan und verkörpert nicht seine polterige Bierruhe und seinen kauzigen Humor. Das schottische Urgestein gibt es nicht mehr.
Chekov: Im englischen unverändert nervig, gewöhnungsbedürftig auch hier durch den grauenvollen Akzent.
Sulu: John Cho wirkt offener und solider als der undurchsichtige George Takei, in beiden Sprachfassungen.
Sarek: auf den ersten Blick ein Missgriff, aber wenn man in der englischen Fassung die Augen schließt, glaubt man, Mark Lenard wäre wieder auferstanden
Amanda: Winona Ryder ist eine Fehlbesetzung; die Originaltonspur bietet keine Verbesserung
der alte Spock: Nimoy hat seinen großen Auftritt, aber leider einen, den man mit Mitleid betrachten muss. Die Verzweiflung über das Ende der alten Zeiten sitzt ihm beim Sprechen wie ein Kloß im Hals und ruiniert fast den Mythos, den er geschaffen hat. Mit einer Aufwertung im Gegensatz zur gebrochenen deutschen Synchro ist also nicht zu rechnen.
der Schurke: Eric Bana ist zu weich, ihn überzeugend zu verkörpern. Ihm fällt es schwer, zu brüllen, und ohne sein grausiges kleines Lieblingstier ist er wenig Furcht erregend.
Leider sind die Darsteller, die in der Originaltonspur verlieren, ausgerechnet die, die die größten Rollen innehaben, was dem Film nicht sonderlich gut tut. Das eine oder andere fehlende Hintergrundgeräusch ist plötzlich da, manch schlecht übersetzter Satz wird aufgewertet, aber das ist alles. Wer den Film im Kino nicht überzeugend fand und hofft, er könnte im Original besser sein, dürfte eine Enttäuschung erleben. Im Gegenteil haben die ambitionierten Sprecher so manches kaschiert, so dass die massiven Lücken, Patzer und Ungereimtheiten im Drehbuch nicht ganz so schwer zu wiegen schienen. Vor allem dass das neue Kirk-Spock-Gespann einen so schlechten Eindruck im Ohr hinterlässt, lässt es einen noch schmerzlicher empfinden, dass gerade die besten Schauspieler am wenigsten zu tun hatten und so viele menschliche Szenen fehlten, während sich mit Überflüssigem aufgehalten wurde. Es wäre besser gewesen, Pike wäre die ersten drei Filme lang Captain geblieben, und man hätte dem jungen Trio ein wenig Zeit gegeben, sich zu finden. Kirk in seinen Anfangsjahren als jungen Offizier zu erleben hätte etwas sehr Reizvolles gehabt, viel Raum für neue Ideen und Chris Pine Möglichkeit zur Entwicklung gegeben, aber den Machern war ein Kirk ohne "Captain" vor dem Namen wohl ein zu großes Risiko.
DAS BONUSMATERIAL der Doppel-DVD:
entfernte Szenen: leider nicht die, auf die man gewartet hat; in einer einzig wirklich guten, die unbedingt in den Film gehört hätte, sieht man den einsamen kleinen Kirk zusammen mit seinem älteren Bruder und erfährt die Gründe für seine selbstzerstörerische Autofahrt; Amandas frische Mutterschaft ist hübsch gemacht, aber ihre Entfernung sinnvoll, da zwei Geburten für einen Actionfilm zu viel geworden wären; es gibt einen Streit zwischen Sarek und seiner Frau zu sehen, die grüne Gaila hat einen weiteren Auftritt, ein dusseliger Kirk quatscht die falsche Frau an, weil für ihn alle Orionerinnen gleich aussehen; die übrigen Sequenzen lohnen sich nur für Eric Bana- und Actionfans oder für solche, die mehr über die Figur Nero erfahren wollen
das Casting: fast eine halbe Stunde lang, aber nicht wirklich informativ; einbezogen werden die gesamte Kerncrew, Captain Pike und Nero, doch man erfährt nichts darüber, wie manche Akteure entdeckt wurden oder andere Anwärter für die Rolle. Alle übrigen Darsteller wurden ausgespart. Man bekommt etwas vom Treiben auf dem Set und Castingfotos zu Gesicht, die Darsteller kommen zu Wort, doch es sind eindeutig bessere Interviews im Internet zu finden; alles in allem nur ein Anriss
Aliens: ein viertelstündiger, recht interessanter Einblick in die Herstellung der Masken, Spitzohren und die Schminktechniken; der Entwurf des digitalen roten Eismonsters wird gezeigt, andere Kreaturen fehlen
Musik: eine kurze Featurette mit JJ und dem Komponisten
Leonard Nimoy und Abrams reden über die Roddenberrysche Vision, was ich nicht angesehen habe, weil ich das Thema für ausgereizt halte
Alles in allem lohnt sich das Bonusmaterial nicht wirklich, denn es ist kein umfangreiches Making-of dabei. Es fehlen Beiträge zur Entstehung der Kulissen, Effekte und Kostüme, zum Neuentwurf der bekannten Charaktere und ihrer optischen Gestaltung, und ich hätte mir gewünscht, mehr Einblicke in die Dreharbeiten zu erhalten. So, wie man Paramount kennt, wird das ganze vielleicht in ein paar Monaten noch einmal als Sonderposten auf den Markt geworfen.
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Ich weis nicht, ob das überhaupt sonst jemandem klar geworden ist. Die Zeitlinie wurde verändert. Vulcan wurde zerstört, Kirks Vater, Spoks Mutter vieles wurde verändert. Ich habe die Geschichten dieses Universum seit frühester Kindheit verfolgt. Alle Serien, alle Filme, das alles hat sich ja nun anscheinend alles verändert. Wenn es nach diesem Film geht, fängt nun alles neu an und nichts muss mehr so sein wie seit über dreißig Jahren gewohnt. Wie sagt Kirk im Film: "In der Zeit zurückreisen ist Schummeln". Meiner Meinung nach ist dies ein mieser Trick um sich nicht mehr an die Serienlogik halten zu müssen.
Da ich diese MTV-Wackel-Kamera sowieso hasse, wird das wohl mein letzter Film aus dem Star Treck Universum gewesen sein, den ich mir anschaue. Schade, das Ende einer Ära.
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Ich komme soeben aus dem Kino und bin doch recht glücklich. Ich muß zugeben, als jemand der absolut alles bisherige aus dem ST-Universum auf DVD besitzt und mehrfach gesehen hat, war ich doch sehr, sehr skeptisch was den "Neuen" anbelangt. Aber ich muß sagen, ich bin wirklich SEHR positiv überrascht!
Was fällt mir positiv auf:
- Ich finde die Darstellung der Charaktere sehr stimmig. Ich hatte wirklich das Gefühl die Enterprise-Besatzung als junge Heißsporne vor mir zu haben.
- Die Charakterdarstellung erscheint mir als logische "Hinführung" zur Classic-Serie
- Meine Befürchtung, das Inhalt und Tiefe der Optik geopfert würden hat sich nicht bestätigt.
- Der Schurke ist böse aber nicht zu überzogen. Er ist aber auch nicht wirklich wichtig, sondern eher ein Anlass um die Enstehung der Enterprise-Crew zu zeigen.
So richtige negative Dinge fallen mir persönlich nun nicht ein. Aber es gibt sicherlich einige Punkte, an denen sich der ein oder andere Trekkie reiben kann:
- Die moderne Optik der Enterprise. Technologisch wurden hier viele Dinge hineingepackt die heute einfach "Up-to-Date" sind, wie transparente Touchscreens etc. Die Bauform der Enterprise ist aber gleich geblieben. Die weiße, helle Farbgebung erinnert an die alten Kinofilme, und auch einige der Bedienelemente haben einen "Retro-Touch". Die BRückensounds sind eher historisch gehalten.
- Die Special-Effects und Kampfszenen sind sehr modern und zeigen den Stand des Technisch machbaren. Die Physik und Kameraführung erinnert hier an die neue Galactica-Serie. Das mag mancher beklagen, allerdings macht es auch wenig Sinn einen Kinofilm des Jahres 2009 wie eine Serie der 60er aussehen zu lassen oder einen Kinofilm der 80er. Das würden ja auch viele beklagen....
- Die ware Größe der Enterprise wird fühlbar. Daführ verliert Sie natürlich ein wenig von dem anheimelndem Charme den man in den letzten Jahrzehnten so lieb gewonnen hat. Das Maschinendeck ist riesig und erinnert an eine Raffinerie oder ein Kraftwerk. Aber ein Maschinenraum in der Größe eines Wohnzimmers würde ja eigentlich auch seltsam wirken....
- Die Romanze zwischen Spock und Uhura ist mehr als überraschend :-D
- Und wie zur hölle bekommen wir nun Vulcan wieder zurück????
aber das wird wohl der nächste Film klären....
Ich habe das Gefühl jedenfalls mit einem sehr guten Gefühl verlassen! auch wenn ich mir natürlich wünschen würde, Admiral Picard zu sehen, wie er Captain Janeway ihr neues Schiff übergibt, um dem Dominion die Stirn zu bieten....
Dieser Film ist jedenfalls um Welten besser als Nemesis!
Die DVD wird auf alle Fälle ein Teil meiner Sammlung werden!
Viele Grüße
Christian
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Nachdem der Film zu Ende war, gab es für mich folgendes Fazit: Ziel(gruppe) verfehlt! Was hier gezeigt wird, ist die Mission von Schuljungen/-mädchen im Weltraum.
Die Dialoge sind flach und fernab der gewohnten Hintergründigkeit und Tiefe. Völlig daneben z.B. der erste Auftritt des "Feindes" auf dem Schirm der Enterprise. Ein Dialog der in etwa so beginnt: Hallo, ich bin der Nero. Und am anderen Ende dann: Hi, und ich bin der Christopher. Wer bitte hat da Dialogregie geführt? Etwa der Praktikant von der Filmakademie?
Insgesamt versucht der Film lediglich krampfhaft, die altbekannten Charaktere (Jim, Pille, Spok gleich zweimal, Checkov, Ohura, etc.) aufs Neue einzuführen oder vielmehr zu transportieren, doch mit der Verjüngungskur der Crew ist das wohl gründlich in die Hose gegangen. Chekov als minderjähriges Besatzungsmitglied mit einem doch arg dämlichen tschechischen Akzent, wauw, was für eine Glanzleistung. Der Bursche hätte besser einen Platz als Türöffner auf der Brücke bekommen sollen. Einige andere wie Scotty kommen, wie bereits von einem anderen Rezensenten erwähnt, mangels Zeit gegen Ende zu kurz und werden dann auch noch ins Lächerliche gezogen. Das ist einfach unverzeihlich.
Schöne, und vor allem knackscharfe Bilder und einen akzeptablen, wenn auch nicht referenztauglichen Ton, hat die BD ja zu bieten. Aber die Masche, einen Film auf der Basis von "was vorher geschah" zu erstellen, ist einfach nur einfallslos und kopiert die Strategie eines George Lucas mit seinen hinzugesponnenen Episoden I-III. Ich überlege mir ernsthaft, die BD wieder zu verkaufen. Der Film hat m.E. nichts, wofür ich mir im Regal einen Platz freihalten muss. Und noch etwas: Ich bin kein ausgewiesener Trekkie. Ich mag die Filme und die Originalserie halt und das sie umgebende Flair. Aber die schönste Zeit ist wohl auch hier endgültig vorbei. Für drei Sterne reicht es dann aber so gerade noch. Schade.
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Regisseur J.J. Abrams erfindet auf raffinierte Art das "Star Trek"-Universum neu: Der elfte Film kehrt zu den Ursprüngen von Kirk und Spock zurück und ebnet den Weg für die nächste Generation von Fans. Mit sehr hohen Erwartungen bin ich ins Kino gegangen - sie wurden nicht nur alle erfüllt, sondern in einigen Punkten sogar übertroffen.
Meine Vorfreude auf den elften "Star Trek"-Film begann bereits, als im Jahr 2006 das erste Teaser-Plakat veröffentlicht wurde. Das Poster zeigte das Emblem der klassischen Serie auf einem Hintergrund, der zur einen Hälfte aus einer gelben und zur anderen Hälfte aus einer blauen Uniform bestand. Das Plakat schaffte es auf brillante Weise, mit diesen wenigen Mitteln eine große Botschaft zu verkünden: Das kommende Kinoabenteuer kehrt zum Anfang von "Star Trek" zurück und zeigt, wie sich Kirk (symbolisiert durch die gelbe Uniform) und Spock (symbolisiert durch die blaue Uniform) zum ersten Mal begegnen.
Inszenieren sollte das Ganze J.J. Abrams, der Erfinder von Erfolgsserien wie "Lost" und "ALIAS - Die Agentin", der durch seine Regie bei "Mission: Impossible III" bereits einige Erfahrung bei der Kinoadaption einer Fernsehserie mitbrachte. Sein Konzept sah vor, mit jungen, unverbrauchten Darstellern das Franchise wieder in Schwung zu bringen und neben den alten Fans vor allem auch ein völlig neues Publikum anzusprechen. Durch eine aufwendige und zeitgemäße Umsetzung sollte "Star Trek" auf eine Weise erzählt werden, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat...
Nachdem dann im Spätsommer 2007 bekannt gegeben wurde, dass Zachary Quinto (Sylar in "Heroes") den jungen Spock spielt, und auch dessen ursprünglicher Darsteller Leonard Nimoy noch einmal für einen Gastauftritt in seine Paraderolle schlüpft, wuchsen meine Neugier und meine Begeisterung für das Projekt mit jedem verstreichenden Monat. Nach und nach wurden weitere Darsteller offiziell bestätigt, und in den Internetforen ließen sich auch gleich die Reaktionen der Fans darauf nachlesen. Und wahrscheinlich ist die Rollenbesetzung des elften "Star Trek"-Films das am besten dokumentierte Casting in der Filmgeschichte, denn auch jeder noch so kleine Nebendarsteller oder Statist fand auf den News-Seiten Erwähnung.
Ende 2008 gab es dann die ersten Szenenbilder und Trailer zu bewundern. Das Gezeigte fühlte sich nicht nur nach "Star Trek" an, es fühlte sich vor allem nach einem jungen, frischen und innovativen "Star Trek" an, das die Filmlandschaft der nächsten Jahre nachhaltig prägen könnte. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen, als ich dann am 7. Mai im Kino saß: Ich hatte einen perfekten Logenplatz in der 20-Uhr-Vorstellung reservieren können (siebte Reihe von oben, mittig zur Leinwand) und wartete mit einer angenehmen Mischung aus Spannung, Neugier und Nostalgie-Feeling darauf, dass das neue "Star Trek"-Abenteuer anfängt. Und schon gleich ab der ersten Szene hatte mich der Film vollends gepackt...
Während einer dramatischen Raumschlacht mit einem romulanischen Schiff, das aus der Zukunft stammt, übernimmt ein junger Offizier namens George Kirk das Kommando über die "U.S.S. Kelvin". Kurz darauf opfert er sich selbst, um das Leben seiner Frau zu retten, die gerade ihren gemeinsamen Sohn zur Welt bringt. Dieser Junge, James Tiberius Kirk (Chris Pine), lebt Jahre später im ländlichen Iowa auf der Erde und weiß nichts mit seinem Leben anzufangen. Nach einem Flirtversuch mit der attraktiven Xenolinguistin Uhura (Zoe Saldana) gerät der Frauenheld in eine Kneipenschlägerei mit einigen Kadetten. Captain Christopher Pike (Bruce Greenwood), ein alter Freund von Kirks Vater, kann die Auseinandersetzung jedoch stoppen. Er rät dem jungen Jim Kirk, die Akademie der Sternenflotte zu besuchen, da er so die Möglichkeit hat, etwas aus seinem Leben zu machen.
Dort findet Kirk in dem knauserigen Arzt Leonard "Pille" McCoy (Karl Urban) auch schnell einen neuen Freund. Mit seiner direkten und draufgängerischen Art macht sich der Kadett aber auch Feinde. Bei einer Übungsaufgabe, dem Kobayashi-Maru-Test, gerät Kirk mit dem Halbvulkanier Spock (Zachary Quinto) aneinander. Als dann aber der Romulaner Nero (Eric Bana) mit seinem Schiff den Planeten Vulkan angreift, und die "Enterprise" unter der Führung von Captain Pike auf Rettungsmission geschickt wird, müssen die beiden Rivalen notgedrungen zusammenarbeiten...
Gleich vom ersten Augenblick an legt Regisseur J.J. Abrams ein ungeheures Erzähltempo vor. Dabei wechseln sich mitreißende Actionsequenzen gekonnt mit dynamisch geschriebenen Dialogszenen ab - und auch die stilleren Charaktermomente fügen sich passend ins Gesamtbild. Von denen gibt es zwar nicht sehr viele, aber die wenigen ruhigen Passagen überzeugen dafür umso mehr durch ihre emotionale Tiefe. Dazu kommt durchweg ein äußerst erfrischender und lebendiger Humor, der vor Selbstironie und Insidergags nur so strotzt.
Das Verblüffendste an dem Film ist jedoch, wie unglaublich gut die neuen Darsteller in ihre jeweilige Rolle passen. Bereits nach wenigen Minuten stellt sich das Gefühl der absoluten Vertrautheit ein. Wenn sich Chris Pine als Kirk auf den Kommandostuhl setzt, wenn sich Karl Urban als McCoy über die Gefahren des Weltraums auslässt, oder wenn sich Zachary Quinto als Spock über das unlogische Verhalten der anderen wundert - dann sind das Momente, in denen man sofort die ursprünglichen Schauspieler wiedererkennt. Gleichzeitig schaffen es die neuen Akteure aber auch, ihren Figuren eine eigene Note zu verleihen und ihnen zusätzliche Facetten abzugewinnen.
Zwar haben alle Hauptfiguren ihre individuellen Szenen, aber der Fokus des Films liegt klar auf Kirk und Spock und ihrer Hintergrundgeschichte. Besonders die Charakterisierung des Halbvulkaniers ist dabei sehr gut gelungen. Spock ist ein Kind zweier Welten, und doch ist er auf keiner der beiden Welten zu Hause. In ihm tobt ein ständiger Kampf zwischen Logik und Emotionalität, was das Finden einer Identität sehr schwierig macht. So sieht man im elften Film auch mal einen Spock, der sich zu extremen Gefühlsausbrüchen verleiten lässt. Und es wird eine ganz besondere Beziehung angedeutet, die im nächsten Teil der Reihe hoffentlich noch vertieft wird. Einigen wird das sicher nicht passen, weil es in der Serie so nie vorkam. Aber gerade mit solchen Überraschungen hat der Film bei mir sehr viele Pluspunkte gesammelt, da hier neue Wege beschritten werden, die sich sehr stimmig anfühlen.
Im Vorfeld des Films haben sich vereinzelt Fans darüber aufgeregt, dass die Geschichte des elften Teils in vielen Bereichen einen Bruch mit der "Star Trek"-Kontinuität darstellt und bestimmte Aspekte - wie der eben erwähnte - nicht dem Kanon der Serie entsprechen. Streng genommen stimmt das aber nicht. Das Geniale an Abrams' Konzept ist es ja, dass er einen Weg gefunden hat, wie er "Star Trek" neu erzählen kann, ohne die Kontinuität zu verletzen. Dadurch dass Nero in die Vergangenheit versetzt wird und Einfluss auf bestimmte Begebenheiten nimmt, entwickelt sich die Zeitlinie einfach nur anders weiter, als wir sie aus den Serien und Filmen kennen. Das stellt absolut keinen Kanonbruch dar und eröffnet für die weiteren Teile völlig neue und vor allem sehr interessante Erzählperspektiven. Bisher endeten Zeitreisegeschichte in "Star Trek" immer damit, dass zum Schluss der Status Quo wiederhergestellt wurde. Abrams' Film ist in diesem Punkt einfach deutlich radikaler - was mir persönlich sehr gut gefällt - und etabliert die veränderte Zeitlinie als diejenige, in der "Star Trek" zukünftig spielt.
Sicher werden ein paar hartgesottene Fans an dem Film das eine oder andere auszusetzen haben und bestimmte Aspekte vermissen. Aber wer versucht, es allen recht zu machen, wird es am Ende keinem recht machen. J.J. Abrams ist seinem Stil jedenfalls treu geblieben und hat einen innovativen, frischen und sehr lebendigen "Star Trek"-Film geschaffen, der am Puls der Zeit inszeniert ist, und der Lust auf mehr macht - auf sehr viel mehr. In gewisser Weise kann man ihn sogar mit "Batman Begins" vergleichen. Beide Filme markieren den erfolgreichen Neuanfang eines beliebten Franchise, das noch wenige Jahre zuvor als abgehakt galt. Führt man diesen Gedanken weiter, dann liegt folgender Schluss nahe: Der zwölfte "Star Trek"-Film könnte für die Science-Fiction das werden, was "The Dark Knight" für das Genre der Comic-Verfilmung darstellt - die Messlatte.
Fazit: Mit dem elften Film hat J.J. Abrams nicht nur den besten Teil der "Star Trek"-Reihe geschaffen, sondern auch ein durchweg unterhaltsames und mitreißendes Science-Fiction-Abenteuer, das jeden Genrefan begeistern dürfte.
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Die Zeichen stehen auf Anfang. Nachdem sich das altehrwürdige Star-Trek-Franchise zuletzt angesichts eher enttäuschender Inszenierungen in Serie und Kino schier totzulaufen drohte, war ein Neuanfang unausweichlich. Ausgerechnet der eher durch Fernsehprojekte bekannt gewordene Regisseur J.J. Abrams sollte diese ambitionierte Aufgabe lösen und dabei ein jahrzehntealtes und mit zahllosen Mythen schier überfrachtetes Star-Trek-Universum wiederbeleben.
Gelungen. Abrams' Star Trek XI schafft sich im wahrsten Sinne des Wortes ein eigenes Universum und dreht die Sternzeit auf die Vorgeschichte und den Werdegang des wohl kultigsten Star-Trek-Kapitäns ever zurück: James T. Kirk - sein Name ist Programm. Nachdem ich die durchweg jungen Darsteller im Trailer eher skeptisch beäugte, leiste ich nur zu gern Abbitte, denn die Akteure, allen voran Chris Pine als Kirk und Zachary Quinto als Spock, erweisen sich als hochtalentierte Mimen und echte Charaktere: Kirk ist der personifizierte (diesmal durchtrainierte) Draufgänger, Spock ist nunja... Spock, Uhura ist der schärfste Feger der gesamten Galaxis und ebenso wurden sämtliche altbekannte Figuren wie Scotty, Pille, etc. erstklassig gecastet und mit ihren prägendsten Eigenschaften sowohl eingefangen als auch weiterentwickelt. Statt eines Aufbruchs in neue Welten, erweist sich der Film als Aufbruch einer neuen Mannschaft, die erst in einem Feuerwerk aus persönlichen Fehden und Laserexplosionen zusammengeschweißt werden muss, bevor denn der Aufbruchsbefehl Richtung Schlacht und Rettung der Galaxis erteilt werden kann. Apropos Schlacht, hier werden "echte" Star-Trek-Fans, sofern sie dies wünschen, durchaus ambivalenter Meinung sein. Star Trek XI ist kein "Trekkie-Film", sondern richtet sich durchweg an den allgemeinen Mainstream, was sich als gewagter Balanceakt erweist: Die Chance einer gänzlichen Neuausrichtung wird ergriffen, während die Star-Trek-Mythologie mit zahllosen Anleihen und Running Gags stets in Sichtweite bleibt. Keine Utopie mit philosophischen Betrachtungen, sondern eine visuell bombastische und rasant durchstartende Space-Opera, die mit gewaltigen Feuergefechten, beinharter Action, epischen Bildern und korkenknallendem Humor besticht. Und eines ist erfreulicherweise sicher: Da ist noch bedeutend mehr drin. Wenn man denn einen kritischen Blick auf den nicht gänzlich ausgefeilten Film werfen möchte, dann dass er zur Hälfte hin inmitten einer vereisten Szenerie stark an Fahrt verliert, ohne anschließend zum Tempo und Brillianz der ersten Hälfe wieder aufschließen zu können. Vorher fielen mir die schnörkellose Handlung, der nicht zu unterschätzende Gefühlsduselfaktor und der trotz Kriegsbemalung eher blasse Schurke aber auch so was von gar nicht auf. Kleiner Schönheitsfehler. ;-)
Fazit:
Wahrlich und wahrhaftig war ich in der ersten Hälfte als bis dato reiner Star-Trek-Heide drauf und dran zum Trekkie zu konvertieren, so fasziniert, hingerissen und begeistert war ich. Ein glänzender Auftakt, der die Tür zum Star-Trek-Universum und der Entdeckung neuer Welten ganz weit aufgeschlagen hat. 4 Sterne für den Film und ein Extra-Stern für die gelungene Reanimation.
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