Kundenrezensionen


78 Rezensionen
5 Sterne:
 (24)
4 Sterne:
 (24)
3 Sterne:
 (14)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (10)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alpha Protocol: Mass Effects kleiner Stiefbruder im guten Sinne
Der Titel meiner Rezension sagt es: Alpha Protocol erinnert hinten und vorne an die RPG Serie von Bioware, krankt aber dabei an einigen Fehlern und Kinderkrankheiten.

Aber der Reihe nach: Man spielt Michael Thorton, einen Mann, der zu Beginn in einem Labor aufwacht und nicht weiß wo er ist. Dies wird nach einem Tutorial aufgeklärt. Er befindet sich...
Veröffentlicht am 12. Juni 2010 von Kevin Seitz

versus
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviel Unausgegorenes
Zuallererst: Alpha Protocol ist eigentlich ein wirklich tolles Spiel, das locker 5 Sterne hätte erreichen können. Viele Möglichkeiten an Aktionen, und wie ich finde, allgemein eine schöne Grafik. Storymäßig auch ein wirklich gelungener Agententhriller mit toller Erzählweise und viel Komplexität.

Nun aber die Punkte, die...
Veröffentlicht am 15. Juli 2010 von Armand


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alpha Protocol: Mass Effects kleiner Stiefbruder im guten Sinne, 12. Juni 2010
Von 
Kevin Seitz (Bad Hersfeld, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
Der Titel meiner Rezension sagt es: Alpha Protocol erinnert hinten und vorne an die RPG Serie von Bioware, krankt aber dabei an einigen Fehlern und Kinderkrankheiten.

Aber der Reihe nach: Man spielt Michael Thorton, einen Mann, der zu Beginn in einem Labor aufwacht und nicht weiß wo er ist. Dies wird nach einem Tutorial aufgeklärt. Er befindet sich in der sog. Graybox, dem Komplex der geheimen Organisation "Alpha Protocol". Für die geht Thorton auf eine Mission nach Saudi Arabien, steht danach plötzlich als Verräter da und muss sich seine Freunde gut aussuchen, um zu überleben.
(Ich habe absichtlich versucht, massive Spoiler zu vermeiden)

Ich mag Alpha Protocol. Wirklich. Die Story ist klasse und abwechslungsreich, die Charaktere interessant und die (rein englische) Sprachausgabe super vertont. Die Story wird aktiv vom Spieler beeinflusst. An einem Punkt muss man entscheiden, ob man das Leben vieler opfert, um eine nahestehende Person zu retten. Je nachdem, wie man sich entscheidet, wird man später im Spiel auf Konsequenzen treffen. Dies ist wirklich ganz ordentlich gemacht und hält die Motivation auf einen 2. oder gar 3. Walkthrough enorm hoch, da man nie wirklich weiß, wie seine Entscheidungen auf die Story Einfluss haben werden.

Nach Saudi Arabien wird man in 3 Städte geschickt: Rom, Taipeh (Taiwan) und Moskau. Die wurden sehr abwechslungsreich gestaltet und wirken (trotz der angestaubten Grafik) sehr atmosphärisch. Auch die Missionen in den Städten bieten Abwechslung. Mal trifft man sich "nur" mit Kontaktpersonen um der Story eine Wendung zu geben; identifiziert mit einem Snipergewehr eine Zielperson inmitten von Unschuldigen; ein weiteres Mal schleicht man durch einen CIA Horchposten auf der Suche nach Daten.

Aber jetzt zur Grafik und einem der Schwachpunkte von Alpha Protocol: Die Grafik ist alt. Mehr kann man nicht sagen. Einfach alt. Es wird an vielen Effekten gespart, die man in modernen Spielen betrachten kann. Trotzdem stört es mich gar nicht, da die Charaktermodelle durch brilliante Gesichtsanimationen punkten können und, wie bereits erwähnt, die Schauplätze trotz alter Grafik sehr stimmig wirken.

Ein weiterer Schwachpunkt: Ich schrieb vorher "Man schleicht". So leicht ist es dann doch nicht. Man versucht zu schleichen, wird aber verdammt oft entdeckt und greift dann doch zur Waffe. Dies liegt vor allem an einigen üblen KI Fehlern. Die Gegner entdecken Mike durch Hindernisse, sind unberechenbar in ihren Bewegungsmustern und wirken beinahe allwissend. Oft meint man: "Hier müsste man mich nicht entdecken können" und ZACK! Schießt eine Wache auf einen. Das nervt schnell, da auf der Packung von einem "Spionage RPG" und "Stealth" gesprochen wird. Man kann auf das ganze Geschleiche pfeifen udn sich einfach durchballern, wenn man will. Ich hab's nicht getan, nur zur Info ;)

Wo ich RPG erwähne...Puh, Obsidian, das ist leider kein RPG. Es hat ein an Mass Effect 1 angelehntes Fähigkeiten Interface, auf der man Punkte in Gebiete wie Sabotage, Technikverständnis, Kampfsport und Tarnung, sowie die 4 Waffenarten Pistole, Gewehr, Maschinenpistole und Schrotlinte verteilen kann. Leider wirken sich die Fähigkeiten aufgrund der Bugs und des Kampfsystems an sich nicht aus. Ich habe mich mehrfach dabei erwischt, wie ich durch einen Raum mit 4-5 Gegnern einfach durchgeprügelt habe, obwohl meine Kampfsportfähigkeit sehr niedrig war. Selbe Szene mit höherer Kampfsportfähigkeit: Selbes Spiel. Etwas schneller aufgrund des höheren Schadens, aber das war's auch. Man hätte hier einfach die Rollenspielelemente mehr einbringen müssen, denn das hätte Alpha Protocol sicher bessere Wertungen eingebracht.

Und nun zu meinem letzten Punkt, der Sprachausgabe und den Dialogen: Perfekt. Obsidian haben es mit AP geschafft, eine perfekte Inszenierung zu schaffen, was vor allem an den Dialogen liegt. Man merkt, was für eine Person man hier vor sich hat. Von der technisch versierten Mina, über den leicht bekloppten Steven Heck, bis hin zum schmierigen Henry Leland. Alle Figuren wirken durch ihre Präsentation während den Dialogen lebendig und echt. ABER: Nur auf Englisch. Obisidian/Sega hat an einer Lokalisierung gespart, was mich als englisch-sprachigen Abiturienten nicht stört. Für die Deutschen gibt es aber dt. Untertitel, welche aber nicht gut geschnitten sind und man sich oft auf die Untertitel, anstatt auf das Geschehen konzentrieren muss. Trotzdem: AP muss sich in Sachen Präsentation sicher nicht hinter Spielen wie Mass Effect oder Dragon Age verstecken.

Fazit: Alpha Protocol ist gut. Es ist ein unverbrauchtes Szenario und hat eine faszinierende und gutdurchdachte Story, welche zum mehrmaligen Durchspielen lockt. Leider ist die Grafik nicht das Neuste und es wird teilweise wirklich frustrierend, besonders in den Bosskämpfen, da man sehr schnell sterben kann, wenn man nicht die richtige Ausrüstung gewählt hat. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, ob er sich mit dem Szenario "Spion wird verraten" anfreunden kann. Wenn ja, erwarten euch klasse Dialoge und eine motivierende Story.

EDIT: Ich habe bewusst Sachen wie Minispiele etc. aus der Rezension gelassen, da die Minispiele nach 1-2mal schnell von der Hand gehen und zur Routine werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviel Unausgegorenes, 15. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
Zuallererst: Alpha Protocol ist eigentlich ein wirklich tolles Spiel, das locker 5 Sterne hätte erreichen können. Viele Möglichkeiten an Aktionen, und wie ich finde, allgemein eine schöne Grafik. Storymäßig auch ein wirklich gelungener Agententhriller mit toller Erzählweise und viel Komplexität.

Nun aber die Punkte, die bei mir für nur 3 Sterne Endbewertung gesorgt haben:

Vieles ist einfach absolut unausgegoren. Beim Schleichen wird man an Stellen gesehen, wo man es eigentlich nicht für möglich hält, was diese Fähigkeit fast nutzlos werden läßt. Und die Schleichanimation selbst ist wohl mit das Schlechteste, was ich je in einem Spiel gesehen habe. So oder so artet jede Vorgehensweise in wilde Ballereien aus. Und bei denen ist das vielleicht gutgemeinte Zielsystem, das eine gewisse Zeit zum Anvisieren beansprucht, absolut hinderlich, aber ohne dieses Anvisieren wirken Gegner fast unverwundbar, meist leider auch trotz anvisieren.
Auch bei der Steuerung tauchen Störungen auf, die den Spielspaß sehr hemmen. So springt hier und da die Kameraansicht einfach mal um, und man läuft auf einmal in eine Richtung, die man garnicht eingeschlagen hat, meist gegen irgendeine Wand.
Auch gibt es diverse Abstürze, vereinzelte Grafikfehler will ich garnicht mehr aufzählen.
Einer der größten Kritikpunkte jedoch ist für mich die Umsetzung der Dialogführung.
Gerade bei einem derart dialoglastigen Spiel ist es für mich heutzutage in Deutschland ein absolutes NoGo, KEINE deutsche Lokalisierung anzubieten!
Es ist zwar deutsch untertitelt, aber der Text läuft so schnell ab, dass man kaum mit dem Lesen nachkommt, und gleichzeitig werden manchmal auch noch diverse Infos eingeblendet, die man wärend eines Dialoges natürlich schon garnicht lesen kann. Auch fällt somit die Möglichkeit weg, wärend der Gespräche ein wenig die meiner Meinung nach wirklich gelungene Grafik und Animation der Gesichter oder des Umfeldes zu betrachten.
Die wenigsten dürften ein derart gutes Englisch beherrschen, um auf die Untertitel verzichten zu können. Auf diese Weise geht für mich einfach ein Teil der Tiefe des Spieles verloren, weil Dialoge und auch die Entscheidungsoptionen für eine passende Antwort zu hektisch ablaufen. Und selbst da reagiert die Steuerung nicht immer wie sie soll, und schon hat man ganz schnell eine Antwort gegeben, die man garnicht wollte.

Wenn man jedoch mit all diesen Defiziten leben kann, ist Alpha Protocol ein spannendes und gut gemachtes Agentenabenteuer mit Rollenspielelementen, und das komplexe Spielinterface mit seinen Einsatzkarten, Dossiers und Waffeninfos usw. verstärken das Agentenfeeling ungemein.
Für mich aber sind es leider zuviele schwerwiegende Minuspunkte, und ich hoffe, daß ein entsprechender Patch schnellstens nachgereicht wird, auch trotz schlechter Verkaufszahlen.
Schade, daß hier ein Spiel wiedermal zu schnell auf den Markt geworfen wurde und einige Möglichkeiten verschenkt wurden, es hätte wirklich super werden können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes RPG mit kleineren Macken, 29. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
Die ersten paar Stunden sind frustig pur, ich dachte echt schon, es sei ein Fehlkauf gewesen. Ab ca. Level 3 jedoch und wenn man sich einfach mal an ein paar Dinge gewöhnt hat bzw. einige Dinge gelernt (!) hat, nimmt das Teil richtig Fahrt auf. Der Charakterentwicklungsaspekt ist trotz anfänglichem Zweifel bezüglich Fähigkeiteneinsatzes sehr gut, die Interaktionen hervorragend (obwohl sich immer wieder die Entscheidungen mit den Untertiteln überschneiden und man sich gewaltig konzentrieren muss und sehr schnell entscheiden).

Ich kann jedem nur empfehlen sich in das Spiel "reinzufuchsen", es hat in jedem Fall eine um Längen höhere Spieltiefe und Spielsubstanz als "Splinter Cell: Conviction". Grafisch ist es nicht ganz so geleckt, aber das interessiert nur Grafikjunkies, die Probleme damit haben, ein Spiel nach der Relation von Grafik, Atmosphäre, Story und Spielzeit zu bewerten.

Insofern muss man sagen, ist die Kritik an dem Spiel teilweise arg überzogen, die technischen Mängel sind minimal (z.B. das "Nachladeruckeln" an manchen Stellen). Die KI ist nicht besser und nicht schlechter als in anderen Spielen. Die Minispiele nerven bis auf das Hacken gar nicht (das Schlösserknacken finde ich perfekt umgesetzt, besonders wenn man Feinde in der Nähe hat - Adrenalin pur!), beim Hacken muss man sich erstmal reinfinden, dann geht das auch und ist nicht zu einfach.

Die Spielweise ist ebenfalls veränderbar: Zwar kann man sich auch einfach quer durch alles durch ballern (wie in fast jedem vergleichbaren Spiel), aber man kann auch den Leisetreter spielen, sich völlig unentdeckt durch die Missionen schleichen und Gegner lautlos auf vielfältige Weise ausschalten. Letzteres kostet allerdings auch einiges mehr an Zeit und Geduld.

Insgesamt eine runde Sache, die sehr zäh beginnt, dann aber richtig einschlägt. Wer jedoch einen reinen Shooter sucht, der ist im falschen Genre.

Gruß
B.D.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superbes und intelligentes Spiel, 10. Juni 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
Ich hab es zwar noch nicht durch, vergebe aber trotzdem schonmal 5 Sterne! Den Spieler erwartet hier ein Spiel der Extraklasse! Zumindest wenn man Spiele wie z.b. Commandos 1 + IADE, Deus Ex 1, System Shock 2, Splinter Cell und etwas schwerere Shooter als Moorhuhn oder CoD mag. Also ne Combi aus Stealth, Technikverständniss und Egoshooter. Dabei sind die Gegner oft verschieden: manche bekommen Alles sofort mit, andere sind nicht ganz so aufmerksam und manchmal auch schlicht total unaufmerksam, also scheinbar nicht so sauber programmiert. Die Gegner haben oft gute Laufwege, die es aufmerksam auszukundschaften gilt, das Leveldesign stellt aber oft genug Verstecke bereit, wenn nicht, muß man auf seine Stealthfähigkeiten (z.b. temporäre Unsichtbarkeit) zurückgreifen. Auch ist das Leveldesign echt clever gemacht, was man spätestens nach ein paar erfolglosen Versuchen merkt, nämlich daß man ein bißchen in die Irre geführt wurde, was den Überblick anbelangt. Die Missionen sind herausfordernd und wirklich spannend, dazu bekommt man eine düstere Agentenstory präsentiert, wie Sie die Wirklichkeit nicht anders darstellt. Die Grafik ist auf meinem Rechner hervorragend und unglaublich authentisch. Zudem zeigen die Entwickler, wie man, (ähnlich wie bei Bioshock 1) ein wirklich intelligentes Kunsterlebnis darstellt, die intelligente Kunst, die im Spiel vorkommt, ist meisterlich integriert, also klar ein Aha-Erlebnis für erwachsene Spieler! Überhaupt würde ich vermuten, daß man erst ab einem gewissen Reifegrad wirklichen Genuß am Spiel empfindet, in blinder Rambomanier durch die Level zu stürmen, bringt den Spieler wahrscheinlich erheblich um die permanent empfundene Hochspannung, die das Nicht-entdeckt-werden-wollen bietet!

Zu empfehlen ist nur Hardcore-Zockern der schwerste Schwierigkeitsgrad, manche der Endgegner sind sonst wohl zu hart!
Bei Installationsproblemen sollte man die kompletten Dateien von DVD in einen seperaten Ordner kopieren. Danach müssen die data.cab's einzeln in denselben Ordner extrahiert werden, dies sind ca. 2 oder 3 Dateien. Die beiden anderen data.cab's, die nicht manuell extrahiert werden können, werden beim setup, daß man aus dem eigenen, seperaten Ordner startet, vom FFsoundso.exe extrahiert. Kann alles ziemlich lang dauern und nervig sein, aber das Spiel macht das zu 100% wieder wett!

p.s. Alpha Protocoll ist das, was Deus Ex HR gern sein wollte, Spannung pur und äußerst intelligent gemacht!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich will hier mal ne bresche Schlagen, 4. April 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
Nachdem ich Deus Ex Human Revolution plus Missing Link durchgespielt hatte,
war ich auf der Suche nach einem ähnlichem Spiel.
Empfohlen wurden unter anderem Mass Effect und Alpha Protocoll.
ich besorgte mir bei Amazon günstig ME2 und AP.
AP habe ich zuerst installiert und bin jetzt halb durch.

Bis jetzt ist das Spiel sehr fesselnd und stellenweise witzig und schwer.
Man kann leider nicht jederzeit speichern, sondern nur den letzten Autosave.
Das endet meistens darin einen level erneut spielen zu müssen,
wenn man entsprechend schlecht gespielt hat oder falsche Entscheidungen getroffen hat.
Was solls, bei anderen Spielen konnte man früher gar nicht speichern.

Die Umstellung von Deus Ex zu Alpha Protocoll war etwas gewöhnungsbedürftig.
Aber mit ein bischen Übung geht es später gut von der Hand.
Das schleichen macht später keine Probleme, wenn man die entsprechenden Spezialfähigkeiten einsetzt.

*** SPOILER ***
Eine der Missionen, welche ich zweimal Spielen mußte, war die Infiltrierung des CIA Horchpostens in Rom.
beim erstenmal schlich ich mich gekonnt die Stockwerke hoch, überwältigte alle Agenten, löste leider den Alarm beim
misslungen hacken eines PC im obersten Stockwerk aus, konnte die Agenten aber mit Betäubungspfeilen ausschalten.
Dann manipulierte ich die Klimaanlage, damit der letzte Agent aus dem letzten Raum flüchten musste.
Leider blieb ich zulande auf der Aktionstaste "E", so daß ich ihn kurzerhand mit dem Messer erstach.
Im weiteren Spielverlauf verlor ich 2 Vertrauenspunkte zu Mia und mir wurde ein Massaker angehängt.
Beim zweiten durchlauf verzichtete auf den hack des abgelegen PC und konnte den letzten Agenten ohne Tötung
überwältigen,ergo Übung macht den Meister.

Alle Spezielfähigkeiten sind auch nacheinander einseztbar, erst unsichtbar anschleichen, ersten Gegner überwältigen,
umschalten auf gezielten schuß, mit der Pistole drei Gegner anvisieren und per Betäubungsgeschoß ausser gefecht setzten.
Dass macht echt Spaß. Zudem ist die Story echt gut. Die meisten weiblichen Charaktere kann man zu eienem schäferstündchen
überreden, bzw bewegen, keine Angst, alles Jugendfrei ;-)

Ich gebe aber gerne zu, daß die Auswahl der richtigen Antwort bei Gesprächen nicht einfach ist. bei mr geht es am besten über
die Tasten W A S D. Für oben links unten rechts. Das geht schneller als über die Maus zu klicken.

Wie gesagt, ich bin leider noch nicht durch, aber weder die veraltete Grafik, noch die gewöhnungsbedürftige Steuerung
haben mich dazu bewegt nochmals DEUS EX oder erstmals MASS EFFECT 2 zu spielen.
Immoment bin ich darauf bedacht dei Story zu beenden und wenigstens Madison und Mia verführt zu haben, als auch von SIE
flachgelegt zu werden :-D
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein RPG, aber trotzdem gut, 23. Oktober 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
Habe dieses Spiel gestern durchgespielt, und ich hatte einigen Spass dabei.

Technik:
- Habe mit den höchsten Grafikeinstellungen gespielt. Die Grafik finden anscheinend viele andere Rezensenten schlecht, ich fand sie gut. Ist lege da aber im Allgemeinen keinen grossen Wert drauf.
- Spiel lies sich zunächst nicht aktivieren. Musste dann eine Weile nach einem Patch suchen. der Patch 1.10 beseitigt sogar die sonst zwingend notwendige Aktualisierung des Spiels. Sehr löblich! Aber wieso weist die SEGA-Webseite nicht gleich darauf hin? Bzw. wieso ist der Patch nicht gleich mit auf einer der DVDs? ;-)
- Bugs: Aufgefallen sind mir:
- An einer Stelle bin ich mal 'in den Boden gefallen', ich kam aber gleich wieder raus.
- An manchen Stellen laden sich Zusatztexturen am Charakter erst nach, was recht seltsam aussieht.

Design:
- Das Spiel ist in der Welt der Spionage und der Geheimorganisationen angesiedelt. Die Spielfigur kann sich in 9 verschiedenen Talentbäumen verbessern, so z.B. im Schleichen, im Gebrauch verschiedener Schusswaffen etc..
- Ausserdem erhält man nach und nach kleine 'Perks' für erreichete 'Achievements', die den Charakter ein bisschen verbessern (So zm Beispiel, wenn man eine Zielperson verschont, oder wenn man viele Nachforschungen anstellt.
- Aber: das alles ist nur ansatzweise RPG, 'Klassen' im eigentlichen Sinne gibt's hier eigentlich nicht.
- Die Handlung findet an 4 Standorten statt (Saudi-Arabien, Rom , Moskau, Taipeh) + Anfangslevel. An diesen absolviert man dann Unteraufträge. Diese sind sehr abwechslungsreich, so gibt es neben den zu erwartenden Ballerereien auch Levels, in denen man eher Schleichen sollte. Noch dazu Missionen, in dnen man nur Konversation betreibt. Das ist sehr gut umgesetzt, teilweise werden Missionen erst freigeschaltet, wenn man mit Kontaktpersonen darüber geredet hat... Man 'ermittelt' quasi, statt anch Schema F eine Mission anch der anderen abzuspielen.
- Zwischen den Missionen kann man in seiner Unterkunft seine Emails lesen und beantworten, Ausrüstung kaufen und verkaufen, fernsehen und sich gesammelte Dossiers über Personen und Organistionen anschauen. zum Ausrüstungskauf gehört auch, dass man sich gegen Bares sogar genauere Infos über Missionen kaufen kann, oder z.B. jemanden dafür bezahlt, in einer Mission Gegener abzulenken. Das alles trägt sehr viel dazu bei, sich in der Welt 'eingebettet' zu fühlen.

Interface:
- Gespeichert werden kann nur an Speicherpunkten. Das ist sehr nervig, denn
- Wenn man sich entschliesst zu schleichen, und sich mal ungesehen durch ein Level bewegen will, beisst man am liebsten ins Keyboard, wenn man nun nochmal alles vom letzten Punkt wiederholen muss (so man den Ehrgeiz hat, unbemerkt durch Levels zu kommen ;- .
- Während der (exzellenten) Gespräche mit anderen Charkateren muss man Entscheidungen treffen. Oft weiss man nicht, was eine bestimmte Auswahl jetzt so eigentlich bringt, und muss dan ewig warten, bis man wieder laden kann, um dann wieder zu der Stelle zu spielen...
- Gekämpft wird entweder im Nahkampf, oder mit Pistole, Schrotflinte, SMG oder Sturmgewehr. Man kann in jede Mission zwei Waffen mitnehmen. Die Waffen (ich hab nur Schrotflinte und SMG nicht benutzt) scheinen gut gegeneinander gebalanced zu sein.
- Man kann die Waffen verbessern oder neue erwerben... es gibt aber keine so grosse Item-Abhängigkeit, das Speilgefühl pro Waffenklasse bleibt gleich. Nur bei der Pistole macht der Schalldämpfer einen grossen spürbaren Unterschied.
- Wenn man in eine Talentart Punkte investiert (die man durch Levelaufsteige bekommt, die man wiederum durch Sammeln von Erfahrung in Missionen bekommt), kann man ein paar Fähigkeiten erhalten und verbessern. Die Fähigkeiten haben meist einen Cooldown, sodass man nicht umbegrenz sien Superfähigkeiten einsetzen kann. Mana is' nicht :-)
Fähigkeit kann z.B. begrenzte Unsichtbarkeit sein oder eine Art 'Bullettime' bei Pistolen (seeehr krass). Die Fähigkeiten sind dabei stimmig, so betonen z.B die Fähigkeiten des SMG das Dauerfeuer.
- Neben der Gesundheit des Charakters, die sich nur über im Level gefundene/erwerbbare Medikits regeneriert, gibt es noch 'Endurance'. Schaden geht zuerst auf Endurance, ist quasi ein Schild. Dieser regeneriert sich mit der Zeit und kann auch durch Ausrüstung verbessert werden.
- Es gibt 3 Minispiele: Schlösserknacken, Schaltungen umleiten und das Hacken. Das hacken sit echt das nervigste am ganzen Spiel. Es geht darum, in einem Feld sich ständig ändernder Zahlen und Buchstaben unter Zeitdruck zwei feststehende Codes zu finden, und diese rechtzeitig zu markieren. Die Steuerung sit aber (jedenfalls auf dem PC) dermassen bescheiden umgesetzt, dass ich im Tutorial kurz davor war, das komplette Spiel wieder zu deinstallieren. zum Glück hab ich's nicht. Es ist echt nervig. Insbesondere, da die Erklärung, wie das ganze denn geht, im Englischen falsch ist.
Hinweis: W, A, S, D steuern die _linke_ Zeile, Leertaste markiert sie. Per maus steuert man die _rechte_ Zeile, und per _linkem_ Mausklick setzt man sie.
- Springen kann man nur an bestimmten Orten, die unmissverständlich markiert sind. Ebenso so sind, wenn beispielsweise ein Panzer zu zerstören ist, auffällig viele Panzerfäuste in der Landschaft. Hmm... Man merkt hier deutlich die Konsolenentwicklung.
- In den Missionen liegen öfter Goodies rum, wie Munition oder Geld. Leider viel zu viel und viel zu viel offensichtlich, da wäre weniger mehr gewesen.

Story:
- Die Story ist sehr gut, der absolute Hammer aber ist die Einbeziehung der Personen darin. Etwas derartiges hab ich noch nie gesehen:
- Zu allen wichtigen Personen gibts Dossiers mit Informationen über sie. Nach und nach kann man mehr Infos bekommen und diese auch einsetzen, um sie zu manipulieren
- In den Gesprächen mit den Personen muss man in Echtzeit entscheiden, wie man das Gespräch führen will. (Wie in diesem sagenumwobenen RL.) Je nachdem, was man über eine Person weiss, wie sie einen sieht und was man bisher im Spiel für Entscheidungen getroffen hat, kann die komplette Handlung einen völlig anderen Verlauf nehmen. (Wobei viele Handlunsorte gleich bleiben, sich aber die 'Vorzeichen' ändern... so kann es passieren, dass man gegen bestimmte Gegner gar nicht kämpfen muss, oder sie sogar zu Verbündeten werden).
- Die NPCs haben unterschiedliche Persönlichkeiten und reagieren daher auch unterschiedlich.
- Man hat wirklich das Gefühl, eine Person zu steuern, mit einer eigenen Persönlichkeit. Man kann durchaus durch gezielte Komplimente und Gefälligkeiten alle möglichen zu Personen zu Freunden machen. Man kann aber auch ein richtig mieses A....loch sein und alle anpissen. Beides (und natürlich alles dazwischen) steht einem offen.
- Die Gesprächsoptionen sind stimmig. Es gibt kein 'Richtig' oder 'Falsch'. Wie man sich auch entscheidet: Es passt in die Welt. Wer mag, kann sich mal bei Youtube ein paar Schlüsselszenen angucken. Da kommt es vor, dass in einem Video der Held mit einer Frau in den Sonnenuntergang entschwindet, die ihn in einem anderen Video kurzerhand ins Beinn schiesst, und von der Person getötet wird, die man in einem anderen Video hilflos zurücklässt...
- Man _muss_ sich an manchen Stellen entscheiden: Rette ich das Leben der jungen Frau, die ich in den Schlamassel reingezogen habe, oder entschärfe ich eine Bombe, die sonst viele Unschuldige tötet? Rette ich das Leben eines mächtigen Politikers, oder versuche ich, Unruhen zu verhindern? Man muss in jedem Fall die Konsequenzen tragen und wird damit auch konfrontiert. Es gibt keine Tricks mit denen man unangenehmen Entscheidungen ausweichen kann.
- Wie in fast allen Spielen mit Charakterinteraktion, in denen Frauen vorkommen, kann man auch hier welche verführen... *seufz*. Das übliche 'SagdierichtigenDingeundwirtuns*. Glücklicherweise sehr dezent. Es würde einem kaum auffallen, hätte man ein Gespräch nicht in die Richtung geleitet...
- Ein paar wenige Charaktere sind ausgefallen (SIE), aber nicht so abgedreht, dass es nerven würde.

Was manchen sicherlich stören mag, ist die englische Sprachausgabe, die deutschen Untertitel sollen wohl schlecht sein. Da in der Interaktion mit den Charakteren der stärkste Teil des Spieles liegt, kann ich das Spiel nur Leuten empfehlen, die gut englisch verstehen.
Wiederspielwert sehe ich, ich werde das noch mal mit anderen Talenten durchspielen und verschen, als Charakter mieser zu sein.

Wer auf eine gute Story mit super Dialogen steht, sollte zugreifen. Wer einen reinrassigen Shooter will, eher nicht.

Ich gebe nur deshalb 5 Sterne, weil ich die Story so gut fand. Wer eher Balleraction will, sollte da 2 Sterne abziehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel besser als sein Ruf, 19. Dezember 2011
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
Seit längerem habe ich mit "Alpha Protocol" (AP) geliebäugelt, mich aber von einigen "niederschmetternden" Rezensionen dazu bis vor kurzem abschrecken lassen. Für die einen ist es kein Stealth-Game, für anderen kein RPG, sondern ein mit zu vielen Macken behafteter Genre-Mix. Dabei waren die durch die Fachpresse vergebenen Noten recht überdurchschnittlich, was ja nichts Schlechtes bedeuten muss. Zudem ist Obsidian Entertainment nun wirklich kein Anfänger unter den Spieleentwicklern, mit "Star Wars - Knights oft he Old Republic 2" und "Neverwinter Nights 2" haben sie mehr als brauchbare Rollenspiel-Referenzen abgeliefert. Da stellte ich mir die persönliche Quizfrage:
Was ist AP denn eigentlich nun ? Und für wen eignet es sich am ehesten ?
Nach 1 1/2 Jahren im preiswertem Low-Budget-Gebiet gelandet, obsiegte meine Neugier dann doch, und da eine auf Spiele ausgerichtete "Fachzeitschrift" (die Gänsefüßchen stehen hier bewusst, denn ich spreche von "Computerbild Spiele") praktischerweise eben AP als weihnachtliche Vollversion anbot, waren mir die paar Kröten für die Heftausgabe am Ende auch nicht zu schade.
Nachdem die Installation satte 12 GB auf meine Platte geschaufelt hatte, waren die Erwartungen an üppiger Spieldauer nebst vorhandenem Spielspaß nicht gering. Und ich wurde nicht enttäuscht: AP fordert den Zocker locker 25-30 Stunden, wegen hohem Wiederspielwert (auf den ich nachher zurückkomme) kann sich die Spielzeit aber nochmal um einiges vervielfachen. Was die in Frage gestellte Genre-Ausrichtung anbelangt:
Nach einem kompletten Durchgang sehe ich AP als einen taktischen Third-Person-Shooter mit zugänglichen RPG-Komponenten, der auch Stealth-Elemente beinhaltet, sofern der Spieler seinen Charakter dazu passend "züchtet". Darüber hinaus bietet es eine spannende, sehr wendungsreiche Spionage-Thriller-Geschichte, mit wenigen spielrelevanten Schönheitsfehlern.

Story:
Der Abschuss eines Passagierflugzeuges durch islamistische Terroristen ruft den jungen Agenten Michael Thornton auf den Plan. Vom Geheimdienst "Alpha Protocol" nach Saudi-Arabien gesandt, sucht er nach Hintermännern und Drahtziehern dieses Anschlags. Kaum hat er die Zielperson gestellt, wird er selbst fast Opfer eines gezielten Raketenangriffs. Sein eigener Auftraggeber wendet sich plötzlich gegen ihn und macht ihn zum neuen Staatsfeind. Bis auf eine Kontaktperson völlig auf sich allein gestellt, muss er in den Untergrund flüchten und auf eigene Faust herausfinden, ob bzw. welche Organisationen sich noch gegen ihn verschworen haben und zu welchem Zweck...

Vor Spielbeginn liegt es an einem selbst, sich für eine Charakterklasse zu entscheiden, die die Vorgehensweise im Spielgeschehen maßgebend beeinflussen soll. Es wäre jetzt übertrieben, von der berühmten "Qual der Wahl" zu sprechen, denn mit Agent, Techniker, Soldat und Söldner ist die Anzahl an Berufsgruppen sehr überschaubar. Damit werden zunächst nur Grundwert-Einstellungen übernommen, erst nach der überstandenen ersten Groß-Mission in Saudi-Arabien folgt eine detailliertere Spezialisierung, mit der bestimmte Fertigkeiten und Talente mit Maximalstufen festgelegt und mit im fortschreitendem Spiel gesammelten Erfahrungspunkten (EPs) weiter ausgebaut werden können. Es macht sich durchaus ein Unterschied in der Spielweise bemerkbar, wenn man z.B. den Umgang mit Technik und Waffen hochlevelt oder mehr Wert auf Tarnung, Körperkampf und allgemeine Fitness legt. Waffengeschulte treffen ihr Ziel genauer, während Freunde des heimlichen Agierens gegnerische Einheiten leise und effektiv ins virtuelle Nirvana schicken dürfen. Ergo kommt das Gefühl des Schleichens nur dann auf, wenn die dafür prädestinierten Charakterattribute mit EPs gefüllt werden. So hab ich es beispielsweise getan, und genau hier war die Spielmechanik am Ende der eines "Splinter Cells" so unähnlich nicht.
Modifikationen erlaubt AP aber nicht nur an Charakter-Skills, auch äußerlich kann man Thornton - abgesehen vom Geschlecht - nach Belieben gestalten und zwischen den Aufträgen auch immer wieder verändern und ihn mit diversen Waffen, Rüstungen und Gadgets über den Schwarzmarkt ausstatten oder diese widerum verkaufen; ebenso gibt es wertvolle Informationen und Dienste zur Erleichterung einer Mission, genug Cash vorausgesetzt.
Für eingefleischte RGP-Hasen ist das alles nicht mehr als die bekannte Grundausstattung von Hardcore-RPGs und ermöglicht dieser Zielgruppe nicht unbedingt sehr tiefgreifenden Raum zu Austoben, für Anfänger und Leicht-Fortgeschrittene ist der Reiz aufgrund des verständlichen und klar strukturierten Charakter-Systems umso größer.

Nachhaltiger als das Vorherbeschriebene ist die Dialogführung. Die Art, welchen Ton man wählt und wie man auf seinen Gegenüber zugeht - egal ob Freund oder Feind - hat nicht nur maßgebende Auswirkungen auf das Verhältnis zu ihm/ihr, sondern auch nachtragende Konsequenzen für die Handlung und nachfolgende Missionen. Viel hängt davon ob, ob man mit seinem Missions-Coach sympathisiert oder es sich mit ihm verscherzt, gleiches gilt in Situationen, wo es wohl überlegt sein darf, ob die Zielperson verschont, verhört oder lieber doch an Ort und Stelle exekutiert werden soll. Die Erfolgschancen in der nächsten Mission steigen und fallen mit dem eigenen Verhaltensmuster, moralisch Entscheidungen kommen hinzu, und wer mit seiner Wortwahl sehr geschickt ist, kann sogar das eine oder andere Betthäschen für sich gewinnen.
Wie man sich also gibt, so gestaltet sich auch die Story. Aus diesem Grund lohnt es, sich mehrmals an AP zu versuchen, möchte man denn sehen, wie sich z.B. die provokante Variante von der "Machen wir auf Freundlich"-Art unterscheidet. Auch nur so käme man in den Genuß von insgesamt 130 (!) Stunden Dialogvertonung, was bei einmaligen Durchspielen nicht möglich wäre.

Zwischen Konversationen und dem Ausschalten der Feinde hat unser Hr. Thornton auch mit viel Technik zu kämpfen. Unter Zeitdruck können/müssen Schlösser geknackt, Computer gehackt oder Alarmsysteme deaktiviert werden. Simple Minispiele, die stets die gleiche Form behalten und im weiteren Spielfortschritt leicht an Schwierigkeit zunehmen. Mit guten Augen und etwas Konzentration sind diese ohne besondere Mühe zu bewältigen, wer jedoch davon schnell überdrüssig wird, kann mit hilfreichen Gadgets Abhilfe schaffen.

Der Story-Part von AP weiss ohne Frage zu fesseln, so wie auch das eigentliche Spiel, doch möchte ich vorhandene Problemstellen des Spiels keineswegs verschweigen.
Die Aufträge spielen sich in relativ linearen Gebieten; offene Areale erlauben leichte Routenfreiheiten, geschlossene Räume dagegen nicht. Doof nur, dass die Designer künstliche Barrieren wie Kisten oder Container vor Eingänge oder Treppen setzen oder nur ausgewählte Gitterzäune erklettert werden können. AP verspielt hier wie der Großteil der Genre-Konkurrenz nicht wenig Kredit, es kann doch nicht sein, dass kaum eine Spielfigur in Stealth-Gefilden solch lächerliche Objekte nicht überwinden kann. Elitespion Sam Fischer, Lara Croft oder Assassine Altair/Ezio haben es doch alle naselang und genreübergreifend gezeigt wie das geht, und das nicht erst seit gestern.
Besonders schwierig ist es für den Spieler einzuschätzen, ob man von einem Gegner entdeckt wurde oder wie weit seine Sichtweite allgemein reicht. Bei Überwachungskameras deutet ein farbiger Sichtkegel genau den Radius, in welchem man droht entdeckt zu werden, so wie man es schon aus "Commandos" oder anderen Taktik-Spielen kennt, doch bei menschlichen Kontrahenten zeigt nur ein Richtungspfeil mit wechselnder Signalfarbe (sofern man ein bestimmtes Skill erreicht hat), in welche Richtung dieser gerade schaut und wie wachsam er momentan ist (grün=ohne Verdacht, gelb=erregte Aufmerksamkeit, rot=alarmiert). Aufgrund dieser Problematik kann leises Anschleichen von der hinteren Seite schon mal in die Hose gehen, weil man schlecht abschätzen kann, wie breit/spitz der Sichtwinkel des Gegners vor einem nun wirklich ist.
So ganz ohne Waffengewalt geht es an vorgegebenen Stellen so oder so dann doch nicht, und hat man dann Wachen und Soldaten am Hals, sind diese nicht zwangsläufig eine unüberwindbare Gefahr, wurden diese Herrschaften doch nicht mit der besten Zielgenauigkeit gesegnet.
Sonst konnte ich - mit Bezug auf die gepatchte Version des Spiels - keine weiteren Schnitzer oder gar Bugs ausfindig machen.

Auch wenn es nicht den Anschein macht, aber hinter der Grafik verbirgt sich tatsächlich die Unreal3-Engine. Mag man eigentlich kaum glauben, denn bezüglich Animationen, Texturqualität und Level-Design kann AP im Vergleich mit dem, was andere Spiele auf Basis derselben Technik zustandebringen, fast nirgends mithalten. Das Meiste ist von mittelmäßiger Güte, die Gegner allesamt geklont, die Animationen steif und hie und da gar albern. Wären nicht die teils beeindruckenden Lichteffekte, detaillierten Charaktermodelle und deren schöne Mimik in gut inszenierten Cutscenes, würde man hinter der sonst recht angestaubten Optik einen Titel aus der XBOX/PS2-Generation vermuten. Nicht sonderlich schön, eher zweckmäßig, dennoch erstaunlich, dass die Spielatmo darunter kaum leidet.
Liegt u.a. an der grandiosen Vertonung, denn die (englischen) Sprecher, die Sounds und die Musik können sich wahrlich hören lassen und machen AP zu einer seltenen Stimmungsgranate. Die fehlende Deutsch-Lokalisation würde man nicht zwingend vermissen, wenn man bei der Untertitelung nicht auf die skurille Idee gekommen wäre, immer nur Satzbruchstücke durch den Bildschirm zu jagen. Mein Englisch ist ja nicht das Schlechteste, trotzdem lese ich gerne und entspannt eine verfügbare Übersetzung, um so die eigenen Sprachkenntnisse weiter zu verbessern. Diese gehetzte Wort-für-Wort-Einblendung ist hier alles andere als entspannend; jene, die nicht schnell genug mitkommen und ohnehin schon Schwierigkeiten mit der Weltsprache Englisch haben, werden automatisch zu Verlierern.

Fazit:
Von der etwas unzeitgemäßen Optik, der dürftigen Gegner-KI und kleineren Detail-Schnitzern im Gameplay abgesehen ist "Alpha Protocol" ein üppiges und sehr unterhaltsames Action-Rollenspiel, das weniger für RPG-Profis, mehr für Spieler gedacht ist, die für vielfältige Genre-Mixes offen sind und auf RPG-Einflüsse trotzdem nicht verzichten möchten. Es bietet vielleicht nicht die Präsentation und Epik eines "Mass Effect", hat dafür aber auch weniger Leerlauf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Okay, aber einfach nichts für mich!, 11. Juli 2010
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
Die Atmossphäre im Spiel und das Agenten-Setting haben mir auf Anhieb sehr gut gefallen, weit bin ich allerdings trotzdem nicht gekommen. Die Maussteuerung ist sehr schwammig und wirkt unausgewogen, daran habe ich mich aber gewöhnt.
Was mir das Spiel allerdings nach bereits 1 Stunde Spielzeit entgültig verleidet hat waren die Dialoge. An sich sind die sehr gut und die Geschichte scheint ebenfalls spannend zu sein, allerdings sind sie komplett auf Englisch. Es gibt dazu deutsche Untertitel, die laufen aber viel zu schnell ab, zusätzlich muss ich unter teils extremem Zeitdruck eine Antwort aus einem Menü auswählen, wobei hier die bereits erwähnte unpräzise Maussteuerung nicht gerade hilfreich ist. Von den dazu ablaufenden Szenen mit zum Teil guter Mimik der Charaktere bekomme ich dabei kaum etwas mit, weil ich viel zu beschäftigt mit dem Verstehen, dem Auswählen einer Antwort, es ist ganz einfach extrem hektisch.
Einige werden diese Hektik vielleicht passend zu einem Agentenspiel finden, für mich war es Stress und zudem hatte ich das Gefühl, 50 % der Story laufen an mir vorbei.
Liebe Entwickler, wenn ihr schon Geld für die Lokalisation sparen wollt, dann baut doch nicht solche Fallen ein. Zudem werden die Story und die Entscheidungen, die der Spieler treffen muss, als Hauptfeatures des Spiels beworden, da muss das dann so nicht sein.
Hinzu kommen noch andere kleine Mängel wie angestaubte Grafik, nervige Minispiele und ein Kontrollpunktspeichersystem. Mit denen kann man aber wohl gut leben.
Alpha Protocol ist sicher ein Spiel mit großem Potential, dass aber gründlich verschenkt wird! Schade!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für Rollenspieler und Stealth-Shooter-Fans, 3. August 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
... dabei könnte man, oberflächlich urteilend, durchaus meinen, es wäre als netter Mix eben dieser beiden Genres erdacht. Tatsächlich hingegen reicht es weder für die Klasse Splinter Cells noch für die des im Winter erschienenen Mass Effect II. Alpha Protocol bemüht sich um eine spannende Story, hinkt jedoch in sämtlichen anderen Belangen unübersehbar. Und das, obschon das awardbedachte Obsidian die Feder schwang ..

1. Animation und Grafik

Wenn ich ein Rollenspiel verreiße, kümmert mich eines am wenigsten: Die Grafik. Was in Shootern oft den Löwenanteil des Spielspaßes ausmacht, schien mir in guten RPGs seit jeher allenfalls Nebensache. Hier stieß sie mir dennoch übel auf, was ich schlicht darauf schiebe, dass es an anderen Reizen mangelte - das leidige Los moderner Action-Rollenspiele. ME2 wusste sich diesbezüglich besser zu verkaufen, wohl wissend, dass sich mit hübschen Texturen die eine oder andere Schlampigkeit prima kaschieren lässt.

Alpha Protocol seinerseits stützt sich auf durchschnittliche Modelle und lausige Animationen. Das hat gar das vor fünf Jahren erschienene Chaos Theory um Längen besser gemacht. Dafür serviert das Haus hier performancelastige Tiefen- und Bewegungsunschärfe. Als würde das den Kohl noch fett machen ...

2. Keine deutsche Sprachausgabe

Keine deutsche Lokalisierung? Blödsinn! Schließlich ist alles Geschriebene auch brav in unsere Sprache übersetzt. Was fehlt, ist eine heimische Synchronisation der Gespräche. Das muss kein Beinbruch sein, wie Thief: Deadly Shadows und Vampire - The Masquerade: Bloodlines bewiesen. Da Alpha Protocol allerdings richtig Dampf macht und die Konversationsgeschwindigkeit nicht dem Spieler überlässt, wird aus einer Mücke ein Elefant. Jeder Satz wird bröckchenweise übersetzt, nie mehr als vier oder fünf Wörter auf einmal, die dementsprechend schnell über die Mattscheibe flimmern, um mit dem Tempo der Sprecher mitzuhalten. Das macht das Lesen nicht einfacher. Zwischendurch heißt es, mit einem knapp bemessenen Countdown im Rücken zu entscheiden, wie man antworten möchte. Die Wahl beeinflusst dabei die Beziehung zu der jeweiligen Figur nachhaltig.

Kurzum: Panik pur für viele, die Englisch nur dürftig verstehen. Von einer Rollenspielatmosphäre nichts zu spüren.

3. Rollen...was?

Die Möglichkeiten der Charaktererstellung sind lächerlich, das Fähigkeitensystem rudimentär, allein die Modifikationsmöglichkeiten der Waffen erscheinen annehmbar. Dennoch steht man zu oft so sehr unter Druck, dass das Gefühl für Handlung und Hauptfigur flöten geht. Antworten werden nicht wohl überlegt, sondern nur andeutungsweise gegeben. Man entscheidet sich für einen Tenor, mit dem man seinem Gesprächspartner entgegnet, nicht für den exakten Wortlaut.

Das Gameplay selbst hat wenig Taktisches. Gegner sehen durch Wände und Hindernisse, als trügen sie Röntgenbrillen, zielen jedoch, als täten sie es zum ersten Mal. Schleichen ist also aus zwei Gründen meistens vertane Liebesmüh. Und das in einem Agentenspiel, das inhaltlich suggeriert, viel auf Geheimhaltung zu geben. Besonders nervtötend: Die hektischen Hack-, Knack- und Entschlüsselungsspielchen, bei denen ich fast jedes Mal den Alarm ausgelöst habe, weil ich augenscheinlich zu blöd war, eines der 9 Live-Rätsel innerhalb von 20 Sekunden zu lösen. Spätenstens dann stehen die bösen Jungs auf der Matte und wir sind wieder in einem "Army of One"-Third Person-Shooter.

4. Fazit

In puncto Spielmechanik weder RPG noch Stealth-Shooter, sondern anspruchsloses Herumgeballer mit Reaktionsspielchen für die Abwechslung. Sogar die Laufwege sind wie bei einer Schnitzeljagd idiotensicher vorgegeben. Die fehlende deutsche Sprachausgabe brachte mich nicht ins Schwitzen, mag anderen aber die Beine wegtreten. Die Handlung kann was, vermochte das Spiel für mich dennoch nicht mehr zu retten. Dabei war ich nach Obsidians Kostenvoranschlägen (Neverwinter Nights 2 und Knights of the Old Republic 2) so guter Dinge gewesen. Mit diesen hat Alpha Protocol allerdings nichts mehr zu tun.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Am Anfang hatte ich das Gefühl..., 30. Mai 2010
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Alpha Protocol (uncut) (Computerspiel)
...einen Fehlkauf getätigt zu haben. Jetzt mit ein paar Stunden Spielerfahrung gefällt mir das Spiel immer besser.
Die ersten zwei Spielstunden haben mich echt Überwindung gekostet. Die Einführung durch das "Tutorial" im HQ der Organisation hat mir überhaupt nicht gefallen. Sie wirkt
oberflächlich und stumpf. Auch die ersten Missionen in Saudi Arabien machten auf mich einen ehrer dünnen Eindruck. Wenn die Handlung dann aber so langsam Fahrt aufnimmt entpuppt sich
Alpha Protocol als ein sehr spannendes Agentenabenteuer. Ein Rollenspiel im klassischen Sinn ist es mitnichten. Dafür aber ein erstklassiges Actionrollenspiel.
Rollenspielfeeling kommt nur beim Aufwerten der Fähigkeiten oder dem Konfigurieren der Ausrüstung auf. Der beste Vergleich wäre meiner Meinung nach Splinter Cell.

Was mir etwas sauer aufstößt ist die Technik.
Leider (liebe Konsoleros bitte seid mir nicht böse.) wird man bei Alpha Protocol nicht von den Macken einer Konsolenentwicklung verschont. Hackelige Steuerung, mittelprächtige Grafik und Speicherpunkte sind hier nur ein Teil der negativen Auswirkungen, welche Multiplattformentwicklungen mit sich bringen. Und selbst auf Konsolen ist man schon seit langem Besseres gewohnt.

Mein Fazit: Wer spannende Agenten Action und eine weitverzweigte Handlung mag und nicht unbedingt die beste Grafik braucht ist mit Alpha Protocol gut bedient. Man darf sich nicht vom zähen ersten Eindruck täuschen lassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Alpha Protocol (uncut)
Alpha Protocol (uncut) von SEGA (Windows Vista / XP)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,34
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen