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TOP 1000 REZENSENTam 2. November 2010
Es ist noch immer eine Großtat, alle 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens einzuspielen, nicht nur, weil das Corpus derart umfangreich ist, sondern auch weil es unglaublich schwierig ist, alle Sonaten durchgehend homogen zu interpretieren. Alfred Brendel zählt ohne Frage zu den größten Pianisten unserer Zeit. Die vorliegende Gesamtaufnahme entstand von 1992 bis 1996 im Rahmen von Konzerttourneen an verschiedenen Orten in ganz Europa. Die Sonaten fünf und sechs liegen gar als Konzertmitschnitte vor. Als kleinen Leckerbissen gibt's als Zusatz das berühmte "Andante favori" in F Dur WoO 57. Die Aufnahmequalität kann durchgehend - wie fast immer bei der Decca - als herausragend bezeichnet werden. Als ärgerlich empfinde ich nur die Verpackung der einzelnen CDs in billigen, anonymen Papierumschlägen.

Brendel hat immer viel Beethoven gespielt. Dieser letzte Zyklus kann also durchaus als Essenz seiner langjährigen Erfahrung mit dem beethovenschen Sonatenkosmos angesehen werden. Dessen wird man sogleich beim Hören der frühen Sonate gewahr: Brendel spielt mit dem nötigen Zug, lässt aber den langsamen Sätzen genügend Zeit, um sich zu entfalten. Er legt in eindrucksvoller Manier den Improvisationscharakter dieser frühen Meisterwerke offen. Man höre sich beispielsweise seine Deutung der c moll Sonate op. 10,1, die er appassioniert und voller Einfühlung darbietet!
Die "Mondschein" Sonate spielt Brendel sanft und schlicht, lädt sie nicht mit überflüssigem Pathos auf, und die wundervolle As Dur Sonate op. 26 habe ich noch nie wärmer und einfühlsamer gehört.

Die mittleren, hochvirtuosen Sonaten deutet Brendel fesselnd, packend und eigenwillig. Er betont bewusst den virtuosen Habitus dieser Kompositionen. Die "Waldstein" Sonate erstrahlt in selten gehörtem Glanz. Besonders den langsamen Satz dieses Stückes, der oftmals vernachlässigt wird, bringt er tiefsinnig zu Gehör.
Seine straffe Akzentuierung und seine differenzierte Nuancierung verhelfen ihm ebenso zu einer grandiosen Einspielung der berühmt berüchtigten "Appassionata". Auch den drei nachfolgenden, kleineren Sonaten nimmt sich Brendel mit derselben Akribie und Transparenz an, zeigt auf, dass auch diese vermeintlichen sonate facile ihren Reiz haben.

Den späten sechs Sonaten erweist sich der Österreicher ebenbürtig. Innerhalb der "Hammerklavier" Sonate erzeugt er den größtmöglichen Kontrast und bietet das Finale derart transparent dar, dass es sich in seiner Komplexität selbst einem Laien erschließen muss.
Besonders farbenreich fällt die wundervolle, göttliche Schlussfuge der As Dur Sonate op. 110 aus. Dem Leid, welches Beethoven hier auszudrücken trachtete, spürt Brendel auf den Grund und erforscht die verschiedensten Ausdrucksformen menschlichen Empfindens.
Natürlich kommt dem zupackenden Brendel die c moll Sonate op. 111 bestens entgegen. Er gliedert und ordnet sie, bringt die jazzartigen Ausbrüche in der Arietta trefflich zur Vollendung.

Fazit: Die Beethoven Dokumente Alfred Brendels werden wohl auf lange Bestand und Gültigkeit besitzen. Seine Darbietung ist einheitlich und zeitlos - ebenso wie die beethovenschen Sonaten...
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am 14. Dezember 2013
Alfred Brendel hat sich im Laufe seines Wirkens intensiv mit Beethoven auseinandergesetzt. In seine 1976 begonnen Essays "Nachdenken über Musik" finden sich interessante und aufhellende Gedanken zu den Klaviersonaten. Nicht umsonst gibt es beginnend mit Alfred Brendel den Begriff des "philosophierenden Pianisten". Bis heute zählen die Einspielungen der Beethofschen Klavierkonzert mit James Levine und dem Chicago Symphonie Orchestra als Referenz. Nach einer Doppel-CD von Philips mit einer Auswahl berühmter Klaviersonaten habe ich mir nun die Gesamteinspielung von DECCA geholt - und seit zwei Wochen läuft kaum noch etwas anderes. Aufnahmetechnisch ein Leckerbissen und was die Interpretation anlangt klassisch, durchdrungen, packend, innig. Für mich eine Referenz und nach der großen Enttäuschung über Andras' Schiff Einspielung - Klang und Interpretation gleichsam irritierend - eine Wohltat. Weshalb? Ich finde in seiner Interpretation den gelungene Ausgleich von Emotionalität und Intellekt. Hier wird nicht probiert, gejagt, geblendet, gehämmert und getrommelt oder ein Firlefanz und Popanz aufgebaut, um einen Effekt zu erzeugen, bzw. ein kurzes mediales Strohfeuer zu entzünden. Alfred Brendel musiziert.

Die meinem Empfinden nach wundervollste Einspielung der Mondscheinsonate befindet sich allerdings auf der Philips-Compilation von 1993 (Philips Duo). Eine der schrecklichsten und zerhacktesten hat Schiff abgeliefert. Man muss ja nicht alles glauben, was in der FAZ steht.

Interessierte sollten sich das Eloquenceangebot ansehen:
http://www.amazon.de/Brendel-spielt-Beethoven-Eloquence-Alfred/dp/B0040IAZUS/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1387027790&sr=8-1&keywords=brendel+levine+beethoven
.... ein echtes Schnäppchen.
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am 5. Juni 2016
Das was ein anderer Rezendent als "Kleinigkeit" bezeichnet hat, ist für mich der Grund dieser Einspielung nur einen Stern zu geben. Dieses ständige, gut hörbare Hineinsummen und das laute Atmen ist für mich einfach nur unerträglich. Das ist keine Kritik an Brendel, sondern an dem Tontechniker, der offenbar nicht in der Lage war das Mikrofon richtig zu platzieren. Ich liebe Brendels Art Beethoven zu spielen, aber seine Einspielung der gesamten Sonaten und Konzerte ist bei weitem besser (https://www.amazon.de/Piano-Sonatas-Concertos-Alfred-Brendel/dp/B0043UOQ26/ref=sr_1_7?s=music&ie=UTF8&qid=1465134058&sr=1-7&keywords=Beethoven+Brendel). Die letztgenannte, die ich als zweite erworben habe, würde ich immer wieder kaufen. Diese hier auf keinen Fall.
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am 30. Mai 2016
Was soll man sagen? Es sind "halt" Ludwig van Beethoven und Alfred Brendel.
Eine Musik höheren Niveaus ist kaum mehr denkbar, die Interpretation durch Brendel
durch eine unfassbare Perfektion ausgezeichnet: noch die leiseste Nuance holt dieser Pianist
aus dem Notentext. Die CDs selbst sind gut unterteilt, die Packung schick, der Sound
sauber, klar und deutlich. Ganz klare Kaufempfehlung, ohne Wenn und Aber!
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am 2. August 2013
Alfred Brendels Beethoven-Sonaten sind für mich aus meiner Musik-Sammlung nicht mehr wegzudenken. Ich höre regelmäßig hinein. Seine Interpretationen sind zeitlos, solide und unverschnörkelt. Jede Sonate ist aus einem Guss. Man wirft Brendel gelegentlich vor, altmodisch zu sein und man hört tatsächlich immer mal wieder Interpretationen einzelner Sätze, die spannendere Passagen enthalten. Die Sonaten im Ganzen fallen aber für mein Ohr oft auseinander. Der rote Faden fehlt einfach. Und dies kann man Brendel nie vorwerfen. Die Sätze bauen immer logisch aufeinander auf und bilden eine künstlerische Einheit.

Eine winzige Kleinigkeit stört mich gelegentlich: Man hört den Pianisten hier und da mitsummen (was bei vielen Musikern der Fall ist und bei der Schönheit der Musik auch verständlich ist). Dem Hörgenuß schadet dies leider etwas. Ich wünschte die Soundtechniker könnten dies retuschieren.
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am 21. November 2013
Die Musik und die Interpretation sind einfach erstklassig.
Auch die erklärenden Bemerkungen im Beiheft sind sehr gut.
Einziger Kritikpunkt wäre eine bessere Übersicht der Sonaten und ihrer einzelnen Sätze
mit Laufzeitangaben auf der Verpackung.
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