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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal "in Tief"..., 28. August 2009
Von 
Bajazet30 (Göttingen, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Händel-Arie Italiane Per Basso (Audio CD)
Für sein erstes Solo-Album wählte sich der italienische Bassbariton D'Arcangelo Händel aus, obwohl der Komponist in dessen Repertoire bzw. Diskographie bisher eher ein Schattendasein fristete. Immerhin hat D'Arcangelo schon etwas Erfahrung im Bereich der Barockmusik mit Vivaldi sammeln können. Wie dem auch sei, die vorliegende CD ist auf jeden Fall eine Bereicherung im Händeljahr - schon allein deshalb weil hier eine Stimmgattung vertreten wird, die insgesamt - zu Unrecht - unterrepräsentiert ist. Gerade Händel hat für Bass bzw. Bariton einige wundervolle und sehr anspruchsvolle Arien geschrieben. Und damit wären wir schon beim ersten Pluspunkt der CD: die sehr abwechslungsreiche Arienauswahl. Praktisch alles, was Händels Musik so reizvoll macht, wird hier dargeboten. D'Arcangelo singt Händel mit einer recht großen Stimme, allerdings nicht mit so einer Urgewalt wie Bryn Terfel auf seinem Händel-Recital. Dafür hat D'Arcangelo allerdings auch kaum Schwierigkeiten mit den Koloraturen, allerdings werden sie auch nicht ganz so unangestrengt wie von Regazzo auf dessen Händel-Album bewältigt. D'Arcangelos Stimme ist recht beweglich, ziemlich sicher in der Höhe und größere technische Schwierigkeiten treten auch nicht auf. Selbst die höllisch schweren Intervallsprünge in Händels schwerster Bassarie "Fra l'ombre e gl'orrori" (Aci, Galetea e Polifemo) bewältigt der Italiener Achtung gebietend. Alles in allem eine tadellose Leistung. Nur auf das obligatorische "Ombre mai fu" hätte verzichtet werden können...
Außerordentlich gut hat mir das Dirigat gefallen. Sardelli wählt zwar durchweg zügige Tempi, ohne allerdings in überexpressives Gehetze zu verfallen. Auch vermeidet er, das Orchester zu stark in den Vordergrund zu rücken; vielmehr steht es dem Sänger als gleichwertiger Partner zur Seite. Schade, dass Sardelli diesen Ansatz nicht auch bei seinen Vivaldi-Aufnahmen wählt.

Fazit: Endlich ein Händel-Recital "in Tief" und das auf musikalisch und interpretatorisch sehr hohem Niveau. Daher: absolute Kaufempfehlung!

Kleiner Nachtrag: Es ist schade, dass man ein großes Label und entsprechendes Marketing braucht, um eine CD zu promoten. (Der gut aussehende) D'Arcangelo hat das Glück. Deshalb möchte ich hier unbedingt noch auf das kürzlich erschienene Händel-Album von Lorenzo Regazzo "Arie Per Basso" hinweisen, welches mindestens genauso gut, wenn nicht sogar noch besser ist. Das Schöne ist, dass es zwischen den Alben fast keine Überschneidungen gibt, sodass man sich getrost beide zulegen sollte.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Auswahl, Gutes Orchester, teilweise etwas schnelle Tempi, 4. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Händel-Arie Italiane Per Basso (Audio CD)
Auswahl der Stücke:
Durchweg gelungen.
Langsame und getragene Stücke ("Invida sorte" aus Ariodante; Nr. 6) wechseln sich ab mit grosser und prachtvoller Barockmusik (Sibilar gl'angui d'Aletto aus "Rinaldo"; Nr. 9).Klassiker wie "Ombra mai fu" fehlen nicht. Einige Arien kamen mir unbekannt vor ("Gia risonar d'intorno" aus Ezio), sind aber sehr schön. Vielleicht hätte man noch einige Arien aus der Oper Alcina heranziehen können (ich denke an "Verdi prati, selve amene"), aber letztlich wirklich eine gelungene Mischung.

Orchester:
Mit ca. 30 Musikern ein kleines Barockorchester. Der Klang ist hell und klar.
Phrasierung und Artikulation stimmen perfekt (Beispiel: Das Orchester Vorspiel zu "Lascia Amore, e segui Marte; Nr2). Die typischen Synkopen von Händel werden schön herausgearbeitet. Schade nur, dass man aus dem Begleittext nicht erfährt, ob es Orginalinstrumente sind oder nicht.

Zum Solisten:
Ein kraftvoller Bass-Bariton. Bedauerlich, dass manche Stücke etwas schnell gespielt sind. Dadurch fehlt dem Solisten die Zeit, die einzelnen Töne einer Koloratur auszusingen. Man hat das Gefühl, dass der Sänger manche Läufe eher "heruntersingt", aber nicht als Bestandteil der Arie sieht.
Beispiel: Die Arie "Sorge infausta una procella": Der Sänger wirkt getrieben und bringt die Arie in 3:56 min durch. Man fragt sich, wer hier wen vor sich hertreibt: Treibt das Orchster den Sänger oder umgekehrt ? Hier hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht. Zum Vergleich: Bryn Terfel lässt sich ich immerhin 4:39 Zeit und geniesst es anscheinend, jede Note zu singen.

Insgesamt vier Sterne.
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Händel-Arie Italiane Per Basso
Händel-Arie Italiane Per Basso von Ildebrando D'Arcangelo (Audio CD - 2009)
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