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136 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Filmkritik der Klasse 9c
Der Film "Der Junge im gestreiften Pyjama" ist eine gelungene Verfilmung des gleichnamigen Buches von John Boyne. Im Gegensatz zum Buch hat der Film leider nicht die Möglichkeit, die Ereignisse ganz aus der kindlichen und naiven Sicht Brunos zu schildern, worunter die Atmosphäre der Geschichte etwas leidet. Ansonsten wurde das Buch jedoch sehr gut umgesetzt. Die...
Veröffentlicht am 21. Juni 2011 von AnnDie

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessantes Thema mit Schwächen
Die Story: Ein Berliner Junge muss aufgrund der Versetzung seines Vaters mit der ganzen Familie umziehen - und zwar in unmittelbare Nähe eines KZ.
Ob es sich um ein Arbeitslager oder ein Vernichtungslager handelt, wird leider nicht richtig ersichtlich, da der Film meines Erachtens über weite Strecken zu oberflächlich bleibt und historisch gesehen...
Veröffentlicht am 9. Mai 2011 von DerAltmärker


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136 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Filmkritik der Klasse 9c, 21. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Junge im gestreiften Pyjama (DVD)
Der Film "Der Junge im gestreiften Pyjama" ist eine gelungene Verfilmung des gleichnamigen Buches von John Boyne. Im Gegensatz zum Buch hat der Film leider nicht die Möglichkeit, die Ereignisse ganz aus der kindlichen und naiven Sicht Brunos zu schildern, worunter die Atmosphäre der Geschichte etwas leidet. Ansonsten wurde das Buch jedoch sehr gut umgesetzt. Die Handlung wurde kaum abgeändert und keine wichtigen Szenen ausgelassen. Dem Film gelingt es, den schmalen Grat zwischen anrührend und kitschig nicht zu überschreiten, obwohl die dramatische Handlung geradezu dazu verführt. Die Schauspieler sind sehr überzeugend, vor allem Bruno und sein Freund Schmuel agieren natürlich und unbefangen vor der Kamera. Alles in allem bietet der Film tiefgründige Unterhaltung für die ganze Familie. Auch Jüngere können sich den Film bedenkenlos ansehen, da die Gräueltaten der Nazis nur indirekt dargestellt werden und auf unnötige Gewaltszenen verzichtet wird. Aufgrund der sensiblen Thematik, die unserer Meinung nach nie mit Füßen getreten wird, ist die Altersfreigabe ab 12 Jahren durchaus angemessen. Eltern jüngerer Kinder könnten sich schnell mit den gleichen, kaum zu beantwortenden Fragen konfrontiert sehen, die Bruno auch seinen Mitmenschen stellt.
Nicht stören sollte man sich an kleinen Ungereimtheiten und unglaubwürdigen Stellen, denn Ziel des Filmes ist es keineswegs, ein genau recherchierter Dokumentarfilm über die Nazizeit zu sein, sondern dem Zuschauer eine wichtige Botschaft mit auf den Weg zu geben:
Alle Menschen sind gleich und Grenzen, die von Menschen zwischen Menschen errichtet werden, können auch jederzeit von Menschen eingerissen werden!

Wir empfehlen den Film für die Schule sowie privat weiter!!
Deutschklasse 9c Leininger Gymnasium Grünstadt
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Junge im gestreiften Pyjama, 21. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Junge im gestreiften Pyjama (DVD)
Berlin in den 40ern. Eine Familie muß den geschätzten Wohnsitz verlassen, da der Vater als Kommandant eines Konzentrationslagers eingesetzt wird. Die beiden Kinder sind eher weniger begeistert und können der neuen Heimat anfänglich nicht viel abgewinnen. Da entdeckt der kleine Bruno einen "Bauernhof" in dem seltsame Menschen wohnen. Alle tragen einen Pyjama mit Nummer versehen und können da merkwürdigerweise nicht raus. Am Zaun begegnet er einem Jungen in seinem Alter mit dem er sich anfreundet.

Der Holocaust durch die Augen von Kindern ist die Thematik mit der wir hier konfrontiert werden. Wer jetzt aber eine rührselige Brühe erwartet ist falsch gewickelt. Der Hauptstrang ist zwar die sich entwickelnde Freundschaft der beiden Jungen, aber es sind weitere hochinteressante Nebenplots vorhanden. Zudem ist die sich anbahnende Freundschaft fantastisch inszeniert, was den Dialogen und Ansichten der Jungs zu verdanken ist. Die gegenseitigen Fragen und Antworten sind wunderbar naiv und das ist keinesfalls despektierlich gemeint.

"Die Soldaten haben uns die Kleider weggenommen" - "Mein Vater ist Soldat, aber der würde nie jemandem was wegnehmen".

Die Judenvernichtung wird uns hier somit nicht durch die Keule, sondern sehr einfühlsam entgegengebracht. Auch bleibt uns eine überdeutliche schwarz-weiß Malerei erspart. Der Vater ist auch einfach nur Vater und die Mutter eben einfach auch Mutter. Man wird nicht von Beginn an dazu verdammt jeden in Uniform sofort zu hassen. Natürlich sind aber auch hier einige direkte Unsympathen am Werk, die aber nachvollziehbar eingebaut wurden.
Die Charaktere sind sowieso hervorragend ausgearbeitet, was bei der Spieldauer eine reife Leistung ist. Die Darsteller tun ihr übriges dazu, da sich ein glänzend aufspielendes Ensemble zusammengefunden hat. Besonders hervorheben möchte ich aber Vera Farmiga und David Hayman. Da war jede Minute Screentime vom Allerfeinsten obwohl sie nur in Nebenrollen zu sehen sind.

Einziges Manko ist die historische Genauigkeit aber die stand auch nicht im Vordergrund. Deshalb hat man wahrscheinlich absichtlich auf die Mitteilung von Orten und Daten verzichtet. Dadurch kann man diesen Aspekt getrost vernachlässigen.
Verzichten werde ich allerdings auf den Vergleich zur Romanvorlage. Dies liegt aber daran das ich das Buch nicht kenne und somit nur den Film bewerten kann.

Wer sich also für Filme die in dieser Zeit spielen oder aber auch "nur" für Freundschaft interessiert, kann hier bedenkenlos zugreifen.
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80 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Holocaust aus Sicht eines Kindes - geht stark an die Nieren, 14. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Junge im gestreiften Pyjama (DVD)
Der Junge im gestreiften Pyjama - ich musste diesen Film einfach anschauen. Nachdem ich die Romanvorlage an einem Nachmittag verschlungen hatte, war ich sehr gespannt wie man diese herzzerreißende Geschichte filmisch umsetzen würde. Und was soll ich sagen - der Film ist wirklich gelungen.
Erzählt wird die Geschichte des kleinen Brunos (8 Jahre), dessen Familie aufgrund einer Beförderung seines Vaters nach Auschwitz zieht. Sie leben nun in einem Haus in der Nähe der Baracken und Bruno versteht nicht, warum die vielen Menschen auf dem "Bauernhof" alle gestreifte Pyjamas tragen.
Beim "Forschen" stößt er nun an einem Zaun auf den kleinen Schmuel (ebenfalls 8). Dieser erzählt Bruno, dass er gefangen sei, weil er Jude ist. Bruno versteht die ganze Ideologie, welche hinter dem Holocaust steckt, und den Hass auf die Juden nicht. Warum sind denn alle Juden böse? Es muss doch auch gute Juden geben - so wie Schmuel.
Der Film zeigt in gelungener Art und Weise, wie schrecklich diese Zeit war und welche Opfer sie verlangte.
Besonders begeistert war ich von der schauspielerischen Leistung der beiden Jungschauspieler, aber auch David Thewlis und Vera Farmiga überzeugen in ihren schwierigen Rollen.
Der Junge im gestreiften Pyjama erinnert uns an eine unvergessene und schreckliche Zeit, welche nie in Vergessenheit geraten darf. Ich denke, dass dieser Film geeignet ist, um Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren an das Thema Krieg heranzuführen, da der Großteil der Geschichte aus der Sicht eines 8-Jährigen erzählt wird.
Äußerst ergreifend war für mich und auch alle anderen Zuschauer das bewegende Ende des Streifens, welches die Sinnlosigkeit des Holocaust noch einmal zum Ausdruck bringt und dem Zuschauer einen bitteren Nachgeschmack bereitet und ihn zum DIskutieren anregt.
Alles in allem ein wirklich gelungener Film, welcher die Romanvorlage in großem und ganzen auch sehr gut verfolgt hat. Kleinere Fehler in der Handlung haben das Gesamtbild des Romanes nicht zerstört und somit eine gelungene Verfilmung ermöglicht.

Dieser Film hat die 5 Sterne wirklich verdient.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die Bauern sehen aber komisch aus", 20. September 2009
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Junge im gestreiften Pyjama (DVD)
Dies sagt der achjährige Bruno zu seiner Mutter, nachdem er aus seinem Zimmerfenster im neu bezogenen Haus in der Ferne einen "Bauernhof" entdeckt hat. Es ist die kindlich-naive Sicht, die den Film von Beginn an prägt, in der Spiel, Fantasie und Realität noch eine Einheit bilden und im besten Sinne des Wortes Unschuld vermitteln. Bereits die, den Film eröffnenden Szenen machen den Gegensatz aus kindlichem Blick und tatsächlicher Realität deutlich: Er zeigt Bilder der Deportationen: deutsche Soldaten, die jüdische Familien in einem Berliner Innenhof zusammentreiben. Dann rückt Bruno ins Bild, der mit seinen Spielkameraden auf dem Weg nach Hause ist und fortwährend mit ausgebreiteten Armen Jagdflieger spielt. Gut gelaunt trifft er zuhause ein und erstarrt, als er Männer sieht, die Möbel wegschleppen. Doch die in diesen kurzen Einstellungen aufgebauten Assoziationen laufen ins Leere. Brunos Eltern sind keine Juden, deren Zuhause zwangsarisiert wird. Im Gegenteil, sein Vater ist eine echte Nazi-Größe. Den bevorstehenden Umzug "aufs Land" feiert er standesgemäß mit Parteigenossen. Mit seinen Eltern und seiner vier Jahre älteren Schwester Gretel reist Bruno den deportierten Juden hinterher. Er selbst ahnt freilich noch nichts davon, dass sein Vater Leiter eines Vernichtungslagers ist, eben jenes "Bauernhofes"(um welches Lager es sich handelt, bleibt im Film ebenso offen, wie ein Bezug zu realen historischen Personen).
Der Film nimmt fortan den Zuschauer mit auf die Entdeckungsreise von Bruno, der am liebsten Abenteuerbücher liest und keine Gelegenheit auslässt, um sich gegen das Verbot seiner Mutter von zuhause fortzustehlen. Bruno landet bei einer seiner Expeditionen am Lager. Auf der anderen Seite des Zaunes hockt ein verwahrloster jüdischer Junge, Shmuel. Schnell freunden sich die beiden Kinder an, unterhalten sich über 'ihre' jeweilige Realität, spielen Dame und können sogar miteinander lachen. Schließlich begegnen sie sich sogar einmal bei Bruno zuhause, wo Shmuel zur Arbeit hingeschickt wurde. Hier ereignet sich jener schicksalshafte Freundschaftsverrat, der zuletzt in die Katastrophe führt.
'Der Junge im gestreiften Pyjama' ist ein ergreifender, aufwühlender, nie rührseliger Film, der sich dem Holocaust auf eine irritierend naive, zärtliche Weise annähert und gerade dadurch dessen perverse Banalität offen legt. Einen Vergleich mit dem Roman braucht er nicht zu scheuen, da er die Grundaussage des Buches in einem anderen Medium auf eigenständige, aber großartige Weise genauso ergreifend und überzeugend zu vermitteln weiß. Sehr sehenswert, gerade auch für Jüngere!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neuer Blickwinkel, unvergleichlich, 12. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Der Junge im gestreiften Pyjama (DVD)
"Wunderschöner Film" - sowas kann man ja schlecht sagen, wenn es um sein solches Thema geht. Aber ja, der Film ist auf seine Weise großartig. Bewegend. Er lässt mich das Thema Holocaust von einer anderen Seite sehen. Er nimmt mich mit in andere Gedanken zu diesem Thema. Er dreht "den Spieß" um.

In unserem Land leben nicht mehr viele Juden und man ist immer geneigt zu sagen, was den Juden passiert ist, das ist schlimm. Die Juden, diese Juden, die fernen Juden, die, die mit mir nichts zu tun haben, haben Schlimmes erlebt. Aber was, wenn mir als Nicht-Jude dasselbe passiert. Dann bin ich plötzlich Jude. Und dann fange ich an, alles wieder umzugraben und muss einsehen, dass mich diese Unwillkür, mit der Menschen vernichtet worden sind, auch hätte treffen können. Dass es nur ein Zufall ist, dass es nicht so gekommen ist. Und so begreife ich, was ich selbst nicht für möglich gehalten hatte, nämlich - und da bin ich ganz ehrlich - dass ich eigentlich selbst bislang in Rassen gedacht habe. Dass ich von "den Juden" und im Gegensatz dazu von "uns" gedacht habe - dabei gibt es nur ein wir.

Wir sind alle gleich. Alle Juden hätten auch keine Juden sein können. Alle Atheisten und Christen hätten Juden sein können. Der Film vermischt uns zu eben diesem Uns und das ist für mich ein Blickwinkel, den ich bisher noch nicht kannte. Ich kenne kein Buch und keinen Film, der die Dinge am Ende auf diese "Pointe" bringt, die Juden und eben Nicht-Juden, uns, so auf eine exakt gleiche Stufe stellt. Das ist sehr, sehr weise.

Ein wertvoller Film.
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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliant!, 21. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Junge im gestreiften Pyjama (DVD)
Ich habe das Buch an einem einzigen Abend durchgelesen und hatte Tränen in den Augen. Ich habe heute den Film auf DVD gesehen und habe geheult wie ein Schloßhund!
Was für ein großartiges Meisterwerk dass das Grauen und die Tragigk dieser Zeit unter Verzicht von Special Effects und Blockbuster-Elementen in einfachster Weise darstellt.
Eine einfach gestrickte Geschichte mit einem Ende, das zu keiner Zeit voraussehbar ist und einen sprach- und fassungslos zurücklässt.
Die Atmosphäre die in dem Film herrscht und die phantastischen Darsteller haben mich für 90 min. in eine komplett andere Welt abtauchen lassen und ich habe keine Sekunde daran gedacht dass ich hier ein Schauspiel sehe.
"Schindlers Liste" war schon ganz großes Kino, "Der Junge im gestreifen Pyjama" ist einfach nur atemberaubend.
Ich kann mich einem meiner Vorredner nur anschließen: Dieser Film sollte im Schulunterricht zur Pflicht werden um allen Kids, die es nicht besser wissen können, zu veranschaulichen, was wahre Werte sind. Ganz abgesehen davon wird sich der eine oder andere sicherlich mehr mit dieser Thematik der absurden Morde beschäftigen wollen.
Auch das Buch sollte zur Pflichtlektüre werden, wobei hier die Ehefrau eher hintergründig bleibt während sie im Film eine tragende Säule bildet.
Eine bewegende und grandiose Inszenierung, BRAVO!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht traurig und nachdenklich!, 24. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Junge im gestreiften Pyjama (DVD)
Egal ob dieser Film den Tatsachen entsprach, ob er historisch völlig korrekt ist...
er geht zu Herzen, macht traurig und nachdenklich. Schließlich handelt es sich
um einen Spielfilm und KEINE Doku. Der Film ist ruhig gemacht,
wie viele schon sagten, das Grauen wird nur angedeutet und spielt sich somit
im Kopf ab. Ich kann ihn allen, die sich mit dem Thema befassen wollen,
nur ans Herz legen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfühlsam und frei von Vorurteilen, 8. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Den Holocaust darzustellen ist sicherlich einer der schwierigsten Aufgaben für den Film überhaupt. Vor allem da es gerade für uns Deutschen um eine Frage der Schuld geht. Zu viele Filme die von fiesen und unmenschlichen Nazis handelt habe ich gesehen. Alle maßlos überspitzt. Dieser Film ist einer der wenigen, der es schafft Vorurteile und Klischees außer Acht zu lassen. Insbesondere da er die Geschichte der Judenverfolgung aus der Perspektive von Kindern erzählt. Die naive und unschuldige Freundschaft zweier Kinder (ein Deutscher und ein Jude) kennt keine Rassengesetze. Dieser Film schafft es die sinnlose Brutalität und die Schwäche des Menschen unmissverständlich darzulegen. Sehr ergreifend!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd, 23. März 2015
Von 
Sandra "BuchZeiten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich wollte schon das Buch nicht lesen, doch als mir eine Freundin jetzt sagte, ich solle unbedingt den Film gucken, wagte ich es. Und wie erwartet ist er so erschütternd, dass mir fast die Luft zum Atmen wegbleibt.

Die Geschichte des zweiten Weltkrieges kennen wir. Auch viele der schmutzigen Einzelheiten. Durch den Geschichtsunterricht, durch Bücher, durch Dokumentationen. Und doch ist die Grausamkeit immer wieder aufs Neue einfach etwas, was einen sprachlos hinterlässt.

Ich fand den Film eine gelungene Mischung, der zeigte, wie die heile Welt vorgegaukelt wurde, wie verschönigt die Arbeitslager nach außen gezeigt wurden, wie leichtgläubig die Menschen waren, wie sie die Augen schlossen um sich eigenes Leid zu ersparen. Und immer wieder die Frage, wieviel hätte anders laufen können, wenn nicht so viele weggeschaut hätten.

Erschütternd fand ich auch die Geschichte des 8jährigen Bruno, der lange brauchte, um zu begreifen. Der beeinflusst von der Liebe zu seinem Vater nicht glauben wollte, was geschieht, der sich aus Bruchstücken die Wahrheit zusammensuchen muss und der am Ende doch nicht begriffen hatte.

Mitgelitten habe ich mit Brunos Mutter. Ihre Hilflosigkeit, ihre Verzweiflung als sie endlich sah, was wirklich geschieht.

Und sprachlos machte mich das Verhalten der Männer. Wie immer frage ich mich, wie man so blind, so gefühlstaub, so hart und unbarmherzig sein konnte ....

Und genau aus dem Grund, weil ich das alle so weiß und fühle, schaue ich diese Filme sonst eigentlich nicht - nicht, weil ich die Augen zu mache, sondern weil ich das Leid einfach kaum ertragen kann und so hilflos bin, weil man nichts ungeschehen machen kann.

Trotzdem war es eine großartige Verfilmung, das kann ich nicht absprechen...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschütternder Film aus der Perspektive eines Kindes gesehen, 1. August 2013
Von 
Joko (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Junge im gestreiften Pyjama (DVD)
Ich muss sagen, dass ich immer noch ganz ergriffen bin von dem Gesehenen. "Der Junge im gestreiften Pyjama", nach dem gleichnamigen Roman von John Boyne, ist für mich ein sehr gelungenes Werk mit überzeugender schauspielerischer Leistung.

Aus der Sicht eines achtjährigen Jungen schildert der Film die Gefühle und Eindrücke eines Kindes in einer mehr als wichtigen Epoche unserer jüngeren Geschichte.
Bruno ist der Sohn eines wichtigen Wehrmachtoffiziers aus Berlin, der eines Tages als Leiter eines Konzentrationslagers aufs Land versetzt wird. Bruno fällt es sehr schwer Berlin, aber vor allem seine Freunde zu verlassen.In seinem neuen Zuhause angekommen, sieht er aus seinem Fenster einen " Bauernhof " und hofft dort neue Freunde zu finden. Doch seine Eltern wollen nicht, dass Bruno die Gegend erkundet und Kontakt mit den Kindern vom " Bauernhof " aufnimmt. Die Villa , in der Bruno mit seiner Familie lebt, ist stark abgeschirmt und von Soldaten bewacht, die Bruno ein Entkommen aus diesem Haus und dem Grundstück sehr schwer machen. Doch eines Tages gelingt es Bruno vom Grundstück zu entkommen und auf Entdeckungstour zu gehen. Was er entdeckt, ist ein Konzentrationslager, dass er aber nicht als solches erkennt, da er auch nicht um seine Bestimmung weiß.Er freundet sich mit Shmuel an, einem ebenfalls achtjährigen Jungen, der in dem Lager lebt und den er am Zaun des Lagers trifft.

Ja, dieser Film sollte wirklich in Schulen eingesetzt werden, da er sehr überzeugend die damalige Zeit und die Zerrissenheit des achtjährigen Bruno widerspiegelt, der das erste Mal im Leben mit den Taten des 3. Reiches konfrontiert wird.Sich nicht des schrecklichen Gräuel bewusst, ist er doch nur auf der Suche nach einem Freund, den er auch in Shmuel findet. Auch wenn ihm in den Gesprächen , die die Eltern miteinander führen und durch die Doktrin seines Hauslehrers, immer wieder bewusst gemacht wird, dass Juden anders und verabscheuenswürdig und für die Schmach der Deutschen verantwortlich sind, kann er dies nicht mit seiner Freundschaft mit Shmuel in Zusammenhang bringen, da er für ihn ein Freund ist.Trotzdem wird er durch eine Situation dazu gezwungen Schmuel zu verleugnen.

Ich finde, es ist dem Regisseur sehr gut gelungen, die Zerrissenheit und das Unverständnis des achtjährigen Bruno rüber zu bringen. Bruno fühlt schon eine gewisse Bedrohung und die sich immer mehr zuspitzende Situation in seinem Elternhaus (auch die Eltern streiten sich immer öfter), aber er kann es mit seiner kindlichen Weltanschauung nicht in Zusammenhang bringen. Ihm ist es wichtig, seine Freundschaft mit Schmeul zu retten und dafür ist er auch bereit zu lügen.

Mir fallen noch so viele Dinge ein , die ich zu diesem Film sagen möchte, daran merke ich auch, wie sehr er mich beeindruckt und tief bewegt hat,Doch ich glaube ich würde einfach zuviel verraten und ich finde es sollte sich jeder sein eigenes Bild machen über dieses außergewöhnliche Werk. Mein Dank gilt vor allem John Boyne, der dieses wichtige Thema aufgegriffen hat und eines meiner Meinung nach sehr gut nachfühlbar macht. Die filmische Darstellung dieses herausragenden Werkes ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen und man kann so etwas nicht oft genug zeigen , um die Taten der damaligen Zeit lebendig zu erhalten.Dies gilt meines Erachtens als die beste Abschreckung.
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Der Junge im gestreiften Pyjama
Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne (DVD - 2009)
EUR 11,06
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