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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sport und Dialoge in unterhaltsamer Harmonie, 17. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Fair Play - Spiel ohne Regeln (DVD)
Die ganze Zeit über besteht der Film nur aus zwei wesentlichen Elementen: Sport und Intrigen. Ständig betätigt sich einer der Protagonisten körperlich, joggt, spielt Golf oder Squash, schwimmt und rudert. Gleichzeitig reden die Figuren dabei über sich, über andere, über ihre Pläne und Ziele, manchmal versteckt und hintergründig, manchmal offen und berechnend. Den Schauspielern dabei zuzusehen, macht ungeheuren Spaß, denn abgesehen davon, dass alle wirklich gut in Form sind und die Sportszenen dem Film viel Dynamik geben, bekommen die Figuren herrlich hinterhältige Züge, und jeder versucht, jeden anderen zu hintergehen. Zwei stechen besonders aus diesem munteren Kabalespiel hervor: Eric Savin, der bereits in Baillius Kurzfilm den Charles gab, überzeugt auch hier wieder als charismatischer Chef, der seine Ziele mit allen Mitteln erreichen will. Daneben ist es vor allem Benoît Magimel, sonst eher als Draufgänger oder Frauenschwarm bekannt, der als Jean-Claude mit roten Haaren und Bierbauch ein paar Schmunzler für sich gewinnt. Auch der übrige Cast ist gut aufgelegt und trägt den Film auf herrlich boshafte Weise. Das Lachen bleibt einem allerdings viel zu oft im Halse stecken oder äußert sich in gelegentlichem fiesem Grinsen - eine witzige Komödie mit einem Gag nach dem anderen darf hier also nicht erwartet werden.
Gleich die zweite Szene ist eine der besten des Films: Chef Charles und sein Untergebener Alexandre spielen eine Partie Squash. Die anfangs noch harmlose Unterhaltung nimmt währenddessen immer mehr an Ernsthaftigkeit und Verbissenheit zu, und mit jedem gewechselten Wort ändert sich auch die Squashpartie. Diese Wechselwirkung zwischen Sagen und Tun tritt in jeder Szene des Films auf und ist eine seiner ganz großen Stärken, egal ob die Charaktere nach oben buckeln und nach unten treten oder auch mal umgekehrt. Trotz des wiederkehrenden Szenenaufbaus, bestehend aus sportlichen Duellen verknüpft mit den beruflichen Wettstreiten, wird es nicht langweilig, da die Dialoge authentisch sind und nie dröge werden. Zudem treiben sie die Handlung jedes Mal ein Stück voran.
Was noch als unterhaltsamer, augenzwinkernder Blick in die intrigante Arbeitswelt beginnt, entwickelt sich spätestens ab der Hälfte des Films zu einem spannenden Thriller, der aus fiesem Spiel plötzlich bitteren Ernst macht. Der Zuschauer kann durch diesen Wechsel absolut nicht vorhersagen, wie das Ganze ausgehen mag - und wird am Ende mit einer kleinen, fiesen Überraschung belohnt.

An Extras hat die DVD bedauerlicherweise nur ein paar Trailer zu bieten und wird dem guten Film dadurch nicht gerecht.

Fair Play" ist eine böse Satire aus Frankreich, die mit ihrer guten Besetzung ebenso überzeugen kann wie mit einer interessanten Handlung, die mit jedem Dialog ein kleines bisschen die Richtung wechselt. Lionel Bailliu ist es gelungen, das Maximum aus einem Kurzfilm herauszuholen und eine gute Idee zu einem unterhaltsamen Spielfilm auszubauen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Unterhaltung: anders, frisch und stimmig, 13. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Fair Play - Spiel ohne Regeln (DVD)
Durch Zufall sind wir die Tage auf diesen Film gestossen und haben dementsprechend nur bedingt etwas erwartet, weil wir ja gar nicht wussten was uns da bevorsteht.
Bekommen haben wir aber für uns einen der besten Filme der letzten Zeit (also von denen, die wir gesehen haben, versteht sich. *G*).

Wirklich hervorheben könnte ich erstaunlicherweise nichts, was konkret den Film so besonders macht, aber er ist es einfach.

Das gesamte Szenario war z.B. schon mal erfrischend anders:
Die alltägliche Intrigen, Sticheleien, Lügen und Halbwahrheiten im Büro (in überspitzter Form dargestellt), aber eben NICHT im Büro sondern immer nur als "Beiwerk" beim Nach-Feierabend-Sport und Smalltalk mit den Kollegen im eigentlich Privaten.
Immer alles schön höflich und gesittet und so ganz nebenbei kommt dann halt ma ein kleiner Kommentar aus dem Off, der die wahre Intention der Charaktere zeichnet und die Situation umschlagen lässt. Die Idee als solches und speziell die Umsetzung der Selbigen war für mich schon mal ganz groß, ziemlich neu und hat für mich einwandfrei gezündet.
Hierdurch wirkte alles frischer, andersartiger und "neuer" wie viele andere Filme die man so sieht, auch wenn das Thema an sich natürlich schon mal auf die ein oder andere Art verwurstet wurde.

Die schauspielerischen Leistungen waren für meine Begriffe ebenfalls top.
Zwar stach kein Schauspieler jetzt irgendwie besonders hervor so dass man ihm mit Oscars beschmeissen möchte, aber man kaufte jedem Darsteller seine Rolle und seine Intentionen glaubwürdig ab und darum gehts ja in erster Linie. Auch die Charakter-Zeichnung war voll in Ordnung und jede Rolle hatte genug Platz im Film um sich selbst Leben einzuhauchen.

Am positivsten empfinde ich es aber nach wie vor, dass der Film bis zum Schluss absolut stimmig blieb und trotz seiner unterschiedlichen Intrigen, Absichten, Lügen, (Halb-)Wahrheiten und Wissensstände der jeweiligen Protagonisten immer nachvollziehbar und schlüssig blieb, ohne das uns auch nur ein einziges nennenswertes Logikloch aufgefallen wäre.
Gerade bei solchen Filmen und Thematiken passiert dies ja leider viel zu häufig und bricht den Filmen dann das Genick, trotz aller guten Ansätze.
Hier eben passierte aber genau dies nicht!

Der Film ist zwar mit Sicherheit kein Meilenstein der Filmgeschichte und für mich auch schwer zu kategorisieren, aber aufgrund des erfrischenden Settings, der guten Darsteller und der in sich geschlossenen und stimmigen Story für mich einfach ein großartiger Film! :)
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Fair Play - Spiel ohne Regeln
Fair Play - Spiel ohne Regeln von Eric Savin (DVD - 2009)
EUR 13,11
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