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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In vino veritas
Nach "About Schmidt" About Schmidt und "The Descendants" The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten ist "Sideways" der dritte Film den ich von Regisseur Alexander Payne gesehen habe. Es zeichnet sich ab, dass dieser Mann traurige, tragische und recht realistische Filme dreht, in denen sich kleine Inseln des Humors und des Trosts finden. Mein absoluter Favorit...
Veröffentlicht am 1. August 2012 von junior-soprano

versus
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen technisch wirklich mies
Also der Film gehört sicher zu denen, die 50% völlig langweilig finden und 50% sehenswert. Auf den Film möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen nur all diejenigen, die mit der Blu-Ray liebäugeln über die technische Umsetzung informieren. Die ist nämlich absolut Blu-Ray unwürdig. Ich hatte mich schon auf die tollen Landschaften in den...
Veröffentlicht am 22. Februar 2009 von Rallyfirst


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In vino veritas, 1. August 2012
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sideways (DVD)
Nach "About Schmidt" About Schmidt und "The Descendants" The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten ist "Sideways" der dritte Film den ich von Regisseur Alexander Payne gesehen habe. Es zeichnet sich ab, dass dieser Mann traurige, tragische und recht realistische Filme dreht, in denen sich kleine Inseln des Humors und des Trosts finden. Mein absoluter Favorit von ihm bisher bleibt das Hawaii-Drama "Descendants" mit George Cloony.

Wer nach Kalifornien reist kommt wohl an "Sideways" nicht vorbei. Der Film läuft bereits im Flugzeug, wird von Freunden der stillen, feinen Filmkunst gelobt und glänzt tatsächlich durch sehr schöne Landschaftsaufnahmen. Santa Barbara und Santa Maria sind eindeutig Höhepunkte dieser Reise. Im Vergleich zu Italien dann möglicherweise weniger imposant, noch dazu im Erdbebenstaat Kalifornien, aber in diesem Film sehr authentisch und reizvoll eingefangen.

Ein Booklet über Wein wäre ein netter Gag für die DVD gewesen, gibt es aber nicht, dafür erfreulicherweise ein Wendecover. Zum Zusatzmaterial hätte noch ein Audiokommentar des Regisseurs hinzugefügt werden können, tatsächlich kommen aber nur die beiden Hauptdarsteller zu Wort. Die Qualität von Bild und Ton ist, da bin ich mal ganz Laie, so wie es auf einer DVD eben ist: gut.

Der Film macht schon vom Zusehen ein wenig betrunken. Sehr gut wiedergegeben wird etwa ein Telefonat unter Alkoholeinfluss, bei dem die Zeit deutlich langsamer zu vergehen scheint. Das Philosophieren über Wein wirkt teils amüsant enthält aber auch interessante Informationen und ist ein Plädoyer für genussvolles Genießen in Maßen. Die Schattenseite, also Alkoholsucht, Filmrisse und ähnliches wird nicht verschwiegen. Politisch völlig unkorrekt und damit ebenso wie zwei Sex-Szenen im Film abseits vom Hollywood-Mainstream: hier wird ständig betrunken Auto gefahren.

Englischlehrer Miles (Paul Giamatti) leidet unter Depressionen und der Scheidung von seiner Frau, die er noch immer zurückhaben will. Am Leben hält ihn die Vorfreude auf die Veröffentlichung seines zweiten Romans. Mit der Frauenwelt hat er abgeschlossen. Ganz anders sein Kumpel, der nicht übermäßig erfolgreiche Schauspieler Jack (Thomas Haden Church), der bald heiraten wird und vorher noch mal Sex mit einer anderen Frau haben will. "Sideways" beginnt an einem Samstag, wie eine Einblendung verrät und begleitet die beiden ungleichen Männer, den wagemutigen Jack mit der zügellosen Libido und den zickigen, übervorsichtigen Zweifler Miles eine Woche lang durch eines der bekanntesten Weinanbaugebiete Kaliforniens. Immer wieder werden die Ortsnamen eingeblendet und besonders Montagen von mehreren Bildern in einem wirken wie ein Werbeclip für Winzer. Verkostungen, Autofahrten und danach zurück ins Hotel und Fernsehen, so wünscht sich Miles die Reise, der immer öfter trinkt, um seinen Schmerz zu vergessen. Jack interessiert das Fachsimpeln über Wein kaum, er möchte lieber so schnell wie möglich Erfolg bei einer Frau haben. Durch Jacks unnachgiebiges Drängen lernen die Männer Maya (Virginia Madsen) und Stephanie (Sandra Oh) näher kennen. Miles hat Maya bereits öfter auf seinen Reisen getroffen, sein Blick gilt aber ganz der Vergangenheit, er will seine Ex-Frau zurück. Nun wird alles komplizierter und aus einer ruhigen, beschaulichen Reise wird Trip, der alle vier Beteiligten mehr durcheinander bringt als der Wein.

Thomas Haden Church hatte hervorragende Auftritte in "Spider-Man 3" und der wundervollen Komödie "Einfach zu haben" mit der grandiosen Emma Stone. Paul Giamatti scheint einen Sohn zu haben, zumindest wird seine Mimik aus "Sideways" verblüffend stark von der Rolle des Stuart aus der Serie "The big bang theory" nachgeahmt.

Das Thema mag etwas anders sein, aber dennoch geht es doch ebenfalls um einen Autor in der Krise und Liebeslust und Liebesleid, für mich der eindeutig stärkere, weil sehr lustig, erbaulich und temporeich: "Immer Drama um Tamara". Immer Drama um Tamara

Die üppigen Nominierungen für den Academy Award und die Auszeichnungen mit einem Oscar für "Sideways" lässt sich leicht nachvollziehen: wer in Hollywood wäre nicht gerne selbst so legendär wie Hemingway, hadert aber mit sich weil ihm nicht so tolle Sätze gelingen wie einem Bukowski und das Leben ohne Suff und Sex so unglamourös und sinnlos erscheinen kann, wenn man es denn so sehen will, nur weil man selbst noch nicht ganz oben angelangt ist. Dieses Thema, das harte Aufeinandertreffen des Amerikanische Traums mit der Wirklichkeit, ist offenbar das Lieblingssujet von Alexander Payne.

Der Film ist enttäuschend, er ist langweilig, überbewertet und unspektakulär. Um so befreiender wirken einige sehr befreiende Lacher gegen Ende des Films. Amüsant ist auch die klare Rollenverteilung: Miles ist zickig, leidet unter heftigen Gefühlsschwankungen. Jack ist betont cool, unreflektiert und knipst, wie auf Kommando, seinen Charme ein, um die nächste Frau ins Bett zu kriegen.

Die Aussage des Films ist nicht schwer verständlich. Das Ende ist traurig, aber nicht ohne Hoffnung. Das Leben ist wie Wein: wachsen, Hochphase erreichen und dann verwelken. Aber dazwischen gibt es immer wieder Chancen und Überraschungen. Jeder kann aussehen wie ein völliger Versager, wenn die Erwartungen zu hoch sind. "Der Weg ist das Ziel" oder ähnliche Botschaften lassen sich aus dem Film herauslesen, aber wirklich aufgedrängt wird dem Zuschauer nichts und das ist nur ein erfreulicher Aspekt dieses Films. Ein typischer Blockbuster ist Fastfood, "Sideways" ist "Slowfood", etwas für erwachsene Genießer, die sich Zeit nehmen und statt in Fantasiewelten zu flüchten das reale Leben aushalten können, auch wenn das manchmal schrecklich ernüchternd sein kann.

3,5 Sterne

Laufzeit: ca. 122 Minuten, Ton: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Bild: 16:9, 1.85:1, Wendecover, Extras: Audiokommentar von Paul Giamatti und Thomas Haden Church, Hinter den Kulissen-Featurette, 7 unveröffentlichte Szenen, Twentieth Century Fox 2009
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feiner, lakonischer Film, 20. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Sideways (DVD)
Leidenschaftliche Weinliebhaber sind rätselhafte Menschen. Sie trinken nicht, um etwa gepflegt betrunken zu werden, wie etwa der gemeine Bierfreund, sondern praktizieren feierlich bei jedem Glas ihr elitäres Verkostungsritual: skeptisch wird der edle Tropfen im Gegenlicht beäugt, bedächtig wird nach den absurdesten Aroma-Nuancen geschnüffelt, schmatzen der Probierschluck minutenlang als Zahnreiniger missbraucht, um sich danach in einem ausgedehnten Vortrag, gespickt mit Fachvokabular, über den Trank auszulassen. Zur Verblüffung des Unkundigen, der sich vermeintlich vor einem Glas säuerlich schmeckenden Traubensaftes wähnt.

Auch Miles zählt zu jenen elitären Feinschmeckern. Aus Prinzip verachtet er jene Menschen, die im Lokal einen Merlot bestellen, weil dies der einzige Wein ist, dessen Name ihnen einigermaßen über die Zunge geht. Es braucht aber nicht viel, um hinter seiner Fassade den Verlierer zu erkennen. Sein Job als Englischlehrer am College füllt ihn nicht aus. Viel lieber würde er von der Schriftstellerei leben, findet aber für seine Bücher keinen Verleger. So auch nicht für seinen aktuellen Roman mit den schön komplizierten Titel "Der Tag nach gestern". Seit seiner Scheidung von seiner Frau vor zwei Jahren ergeht er sich endgültig in Selbstmitleid und Depression und kämpft mit einem Promilleproblem. Ein dicklicher, verkorkster Intellektuelle, der von gutem Wein schwärmen kann, sein eignes Leben aber nicht genießen kann.

Ganz anders dagegen sein Freund Jack, ein ehemaliger Zimmergenosse aus Collagetagen. Als Schauspieler längst drittklassig, ergattert er sich im Fernsehen nur noch Kurzauftritte in Werbespots, was ihn aber nicht daran hindert, vor Selbstbewusstsein nur so zu strotzen. Ein braungebrannter Weiberheld, mit einer entwaffnenden Oberflächlichkeit. In der Woche vor seiner Hochzeit lädt Miles ihn zu einem letzten Junggesellen-Trip durch das kalifornische Winzergebiet Santa Barbara County ein. Für Miles heißt das: verkosten, bis der Boden schwankt. Für Jack: auf Weiberfang gehen, bis die Betten wackeln.

Je gründlicher die beiden ihre Ziele umsetzen, umso fataler und lustiger wird es. Jack bricht unbekümmert Herzen, ihm selbst wird die Nase gebrochen. Miles trifft auf die Kellnerin Maya, die ihn bereits von früheren Weinproben kennt und eine stille Zuneigung für ihn hegt. Doch leider kann Miles ihre Zuneigung nicht halb so unbeschwert genießen wie einen guten Roten, zum Ärger des schlicht gestrickten Jacks. Virtuos lavieren sie sich aber auch noch aus de größten Misslichkeit und verletzen dabei in beiläufiger Verschlagenheit jede erdenkliche Anstandsregel.

Bei allen aberwitzigen Situationen, die Inszenierung bleibt stets von einer wunderbaren Lakonie. Die Kunst des Regisseurs Paynes besteht darin, die Durchschnittsmenschen gänzlich ungeschönt, neurotisch, kindisch, aber so liebevoll zu zeichnen, dass sie einen gerade in den lächerlichsten Momenten ans Herz wachsen.

Das Schönste an "Sideways" bleibt aber die umwerfende Darstellerleistung von Paul Giamatti als Miles, dessen Augen Spiegel seiner Seele sind. Von Komik über Ironie bis hin zur echter Seelennot verkörpert er alle Emotionen hinreißend glaubhaft. Und wie er sich als ebenso weinseliger wie weinerlicher Intellektueller ein ums andere Mal ins Unrecht setzt und trotz allem die Schuld für seine Misere bei den anderen findet, ist eines Woody Allen würdig.

Und wer selbst dem Weine abgeneigt ist, nach Ansicht dieses kleinen, feinen, atmosphärischen, trefflich beobachteten Filmes kommt man nicht umhin es Miles gleichzutun und ebenso wie er einen Roten liebevoll zu verkosten.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In der Regel missverstanden, 6. April 2008
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sideways [Limited Edition] (DVD)
Der Witz in diesem, in allen seinen vielen Details gelungenen Film ist natürlich, dass es so gar nicht um Wein geht. Und auch nicht um besondere Traubensorten, gutes Essen oder die wunderschöne Landschaft Nordkaliforniens. Nachweis gefällig? Als der schüchterne Miles, geschiedener Lehrer und Möchtegern-Schriftsteller, endlich mit seinem Flirt allein ist, ist es völlig egal, wie gut der Wein ist und was Miles über diesen zu sagen hat. Er will vor allem gefallen, er will Kontakt bekommen. Und so gibt es viel Wichtigeres als Bouquet, Abgang oder Geschmack. Und als er nicht viel später seine Begeisterung über eine Traubensorte erläutern soll, spricht er eigentlich nur über sich selbst, über seinen eigenen Charakter. Und um das Maß voll zu machen, kann Miles sein Glück am Ende erst finden, nachdem er eine seiner liebsten Flaschen in einem Fastfoodrestaurant aus dem Pappbecher trinkt, versteckt unter dem Tisch.

Worum geht es dann? Um Liebe, Freundschaft und vor allem um die schwierige Balance zwischen Abenteuerlust und Vorsicht, die man im Leben braucht, um glücklich zu werden. Zu Beginn sind Miles und Jack hier der völlige Gegensatz. Miles hat vor allem Angst. Jack geht jedes Risiko ein. Und während Jack nichts lernt und daher am Ende die Frau seines Lebens zu Gunsten einer kuriosen Ehe opfert, hat Miles am Ende einen Ausweg. Für seine Freundschaft zu Jack geht er zum ersten Mal ein Risiko ein. Und das hilft ihm dann, sich aus der engen Existenz seiner Theorien zu befreien. Auch der Theorien über die vielen Weinsorten, die im Film erscheinen. Denn ohne Bereitschaft zum Risiko gibt es keine Leidenschaft, kein Glück, schon gar nicht solches mit anderen Menschen.

Und das zeigt uns allen dann, dass es das Glück erst jenseits des Weingenusses zu finden gibt. Darauf ein Prost. Von mir aus auch mit einem kalifornischen Pinot Noir.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Selbstfindung in den Weinbergen Kaliforniens, 5. Januar 2009
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sideways (DVD)
Miles ist Lehrer und schreibt schon seit Jahren an einem Buch, das niemand veröffentlichen will. Seine Frau hat ihn verlassen und einen lebensfähigeren Menschen geheiratet. Jack hingegen will in der nächsten Woche seine armenische Freundin ehelichen und in das gut laufende Geschäft seines Schwiegervaters einsteigen. Bis es soweit ist, wollen Miles und Jack noch einmal einige Zeit zusammen verbringen und fahren in die kalifornischen Weinanbaugebiete. Während es Miles auf gute Gespräche, Weinverkostung und Golfen abgesehen hat und dafür seiner Mutter Geld klauen muss, braucht der etwas unterbelichtete, aber direkte Jack noch etwas sexuelle Erregung, bevor er sich an eine einzige Frau bindet.

Das ist auch schon fast die ganze Handlung dieses zur Komödie erklärten Films, der sich vor Auszeichnungen nicht retten kann. Die sich daraus entwickelnden Geschichten sind irgendwie immer vorhersehbar. Aber sie werden sehr genau und mit viel menschlicher Wärme erzählt.

Fazit.
Wenn man die erste Hälfte dieses Films durchhält, wird es später recht amüsant und unterhaltsam. Die Erzählweise ist für einen amerikanischen Film ungewöhnlich präzise. Liebevoll und sehr treffend werden die Verhaltensweisen bestimmter menschlicher Typen dargestellt. Kein schlechter Film, aber auch keiner, den man noch lange im Gedächtnis behalten wird.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nette Geschichte des Lebens eingepackt in einer Weintour, 12. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Sideways (DVD)
In "Sideways" geht es um 2 Freunde, beide um die 40. Der eine, Miles (gespielt von Paul Giamatti), ein erfolgloser Schriftsteller, im Hauptberuf deprimierter Lehrer, ist frisch geschieden und ein Weinfreund. Der andere, Jack (gespielt von Thomas Haden Church), ein mittelmäßiger Schauspieler, der vom Ruhm früherer Tage lebt, und kurz vor seiner Hochzeit steht.
Um den Junggesellenabschied von Jack gebührend zu feiern, machen sie einen Wochenausflug in die kalifornischen Weinbaugebiete. Und dort tanken sie zum Beginn ihre Rundreise ordentlich viel Wein. Miles entpuppt sich dabei als verkannter Weinexperte, allerdings lehnt er die Idee von Jack ab, sein Hobby zum Beruf zu machen. Jack hingegen verfolgt neben dem Probieren und Trinken der verschiedensten Weine ein weiteres Ziel. Er will unbedingt noch vor seiner Hochzeit noch mal eine andere Frau rumkriegen und am besten für seinen Kumpel noch eine zweite Frau dazu organisieren. Allerdings ist Miles davon zunächst nur wenig angetan.
Und so entpuppt sich "Sideways" als ein Film der sich beim tieferen Betrachten nicht nur als Komödie ums Thema Wein entpuppt, sondern als vielschichtige Studie menschlicher Beziehungen und Bedürfnisse. So werden in "Sideways" viele Themen angesprochen wie Freundschaft, das Verhältnis zwischen Mann und Frau, Moral und Ethik, beruflicher Erfolg und Erwartungen ans Leben.
Der Leser wird hier merken das "Sideways" kein Film ist bei dem man vor Lachen nicht mehr atmen kann. "Sideways" ist eher amüsant, die Komik ist eher szenenbezogen, aber dennoch sieht man den Großteil des Films mit einem schmunzeln auf den Lippen.
Auch das hohe Niveau und der eigene ebenso hohe Anspruch des Films machen ihn zu einer intelligenten Komödie. Sicherlich ist der Film weniger geeignet für Leute die eine platte Komödie erwarten. Man kann auch nicht sagen das er nur eine Komödie ist, er ist zugleich auch Charakterstudie und Drama!
Die Schauspieler sind hervorragend und spielen ihre rollen perfekt, überzeugen aber wahrscheinlich dadurch das es sich um eher unbekannte, also wenig verbrauchte, Darsteller handelt.
Alles in allem ist dieser Film für alle geeignet die auf höhere Ansprüche stehen und mal einen etwas anderen Film sehen wollen.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk jenseits des Mainstreams, 4. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Sideways (DVD)
"Sideways" ist einer der besten Filme, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Ich war es langsam Leid, im Kino immer nur Filme zu sehen, wo total tolle Menschen in 08/15-Hollywood-Plots immer total tolle Dinge machen. Zu meinem Glück findet das Alexander Payne, der Regisseur von "Sideways" genauso: er will halt einigermaßen alltägliche Menschen zeigen, die fast alltägliche Dinge tun.
Das klingt jetzt natürlich danach, dass der Film eine Schlaftablette ist. Das ist er aber ganz und gar nicht, denn wir alle wissen doch auch, dass der Alltag manchmal die besten Geschichten schreibt. Und "Sideways" erzählt so eine Geschichte:
Miles (Paul Giamatti, spielt grandios!), knapp über 40, geschieden, erfolgloser Autor (weil er einfach zu verquast schreibt), Weinkenner und frustrierter Englischlehrer, will seinem Freund aus College-Zeiten, Jack (Thomas Haden Church, auch sehr glaubhafter Hallodri) vor dessen Hochzeit noch per Reise durch die Weinberge Nordkaliforniens (super Landschaftsaufnahmen!) aus dem Junggesellenleben verabschieden. Doch Jack, abgehalfterter Schmalspurschauspieler, will eigentlich nur nochmal "einen wegstecken" vor der Hochzeit - und Miles die Freuden des Lebens wieder näherbringen (wobei er -wie man erraten kann- was ganz anderes unter "Freuden des Lebens" versteht). Konflikte zwischen den beiden sind vorprogrammiert und Payne schafft es meisterhaft, diese beiden total gegensätzlichen Charaktere (die trotzdem aneinander hängen - so ist nun mal bei Mitbewohnern aus Collegezeiten: zusammengewürfelt, aber halten halt doch manchmal zusammen) sich die Bälle zuspielen zu lassen. Die beiden Frauen, die sie dort in der wine country treffen, wirbeln dann ihre Leben vollends durcheinandern - jede auf ihre Weise.
Manche haben hier angemerkt, dass der Film deprimierend wäre, aber ich finde das nicht, sondern er zeigt das Leben in seinen Facetten, wozu neben Genuss auch Enttäuschung gehört, neben Liebe auch Trauer. Miles ist nun mal von seinen Misserfolgen und seiner Scheidung deprimiert - wer wäre das nicht? Und Jack ist nun mal ein Hallodri, der nicht wirklich drüber nachdenkt, was er macht. Solche Leute gibt's. Und die Gegensätzlichkeit von Miles und Jack zeigt nur verschiedene Lebenskonzepte. Dass sie Alkoholiker seien, finde ich etwas weit hergeholt. Weinproben haben nicht sofort was mit Alkoholismus zu tun und sie sind nicht -wie hier öfters gesagt- dauernd betrunken, sondern nur hin und wieder. Der Film ist vielmehr eine Fabel, wie man eben aus solchen Krisen kommt oder wie man sich mit seinem Leben arrangiert. Muss man ja nicht nachmachen, wenn's einem nicht gefällt. ;)
Wer sich von der hollywoodschen Erwartungshaltung lösen kann, Leute mit Problemen nicht direkt als Loser abstempelt, auch scheinbar unspektakulären Geschichten was abgewinnen kann, Nordkalifornien liebt, bei nachdenklichen Momenten in einer Komödie nicht überfordert ist - der ist hier sehr gut bedient. Die Auszeichnungen hat der Film ab-so-lut zurecht bekommen.
Auch zu empfehlen ist tolle Soundtrack von Rolfe Kent, er fängt mit leichtfüßigem, poppigem Jazz super die Stimmung von Sonne, Wein und Nordkalifornien ein!
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum Pinot?, 23. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Sideways (DVD)
Ich bin eher zufällig über diesen Film gestolpert, was meistens ein Garant für köstliche Unterhaltung ist. Und köstlich wurde es allemal. Zwei alternde Mid-Life-Crisisten probieren sich durch die kalifornische Weinwelt, der eine auf der Suche nach dem perfekten Gaumengenuß, der andere nach dem eregensten Bettgeflüster. Oberflächlich scheinen die beiden Protagonisten verschiedener nicht sein zu können, doch im Verlauf des Filmes deutet sich mehr und mehr an, dass sie sich eher ergänzen (und vielleicht auch gegenseitig bewundern) als ausschließen.

Der Film lebt von vielen un-hollywoodianischen Stilelementen, die ihn wirklich gut und unterhaltsam werden lassen. Er basiert auf natürlichen Dialogen und nicht auf einem Stunt-Team. Die Schauspieler sind erfahren und routiniert, aber nicht allzusehr bekannt in Europa (außer vielleicht Paul Giamatti, der u.a. auch kleinere Rollen in Truman Show oder Saving Private Ryan hatte, eine etwas größere zuletzt in Cinderella Man). Die Komik wird subtil gereicht und nicht mit der Brechstange. Alles in allem ein Film, der Liebhabern von Filmen wie Faktotum, Lost in Translation oder L.A. Crash auf jeden fall gefallen wird.

Zwei kleine Tipps zum Schluss: Unbedingt im O-Ton anschauen. Es wäre zu Schade, die wuderbar verspulte Stimme von Paul Giamatti und den dazu gegensätzlichen Raubein-Tonfall von Thomas Haden Church zu verpassen. Außerdem: den Film auf jeden Fall mit einer Flasche Pinot genießen. Wenn man Glück hat, schafft man es, ein Stück der kalifornischen Sonne zu sich ins Wohnzimmer zu holen ;-)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feiner, lakonischer Film, 20. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Sideways [Blu-ray] (Blu-ray)
Leidenschaftliche Weinliebhaber sind rätselhafte Menschen. Sie trinken nicht, um etwa gepflegt betrunken zu werden, wie etwa der gemeine Bierfreund, sondern praktizieren feierlich bei jedem Glas ihr elitäres Verkostungsritual: skeptisch wird der edle Tropfen im Gegenlicht beäugt, bedächtig wird nach den absurdesten Aroma-Nuancen geschnüffelt, schmatzen der Probierschluck minutenlang als Zahnreiniger missbraucht, um sich danach in einem ausgedehnten Vortrag, gespickt mit Fachvokabular, über den Trank auszulassen. Zur Verblüffung des Unkundigen, der sich vermeintlich vor einem Glas säuerlich schmeckenden Traubensaftes wähnt.

Auch Miles zählt zu jenen elitären Feinschmeckern. Aus Prinzip verachtet er jene Menschen, die im Lokal einen Merlot bestellen, weil dies der einzige Wein ist, dessen Name ihnen einigermaßen über die Zunge geht. Es braucht aber nicht viel, um hinter seiner Fassade den Verlierer zu erkennen. Sein Job als Englischlehrer am College füllt ihn nicht aus. Viel lieber würde er von der Schriftstellerei leben, findet aber für seine Bücher keinen Verleger. So auch nicht für seinen aktuellen Roman mit den schön komplizierten Titel "Der Tag nach gestern". Seit seiner Scheidung von seiner Frau vor zwei Jahren ergeht er sich endgültig in Selbstmitleid und Depression und kämpft mit einem Promilleproblem. Ein dicklicher, verkorkster Intellektuelle, der von gutem Wein schwärmen kann, sein eignes Leben aber nicht genießen kann.

Ganz anders dagegen sein Freund Jack, ein ehemaliger Zimmergenosse aus Collagetagen. Als Schauspieler längst drittklassig, ergattert er sich im Fernsehen nur noch Kurzauftritte in Werbespots, was ihn aber nicht daran hindert, vor Selbstbewusstsein nur so zu strotzen. Ein braungebrannter Weiberheld, mit einer entwaffnenden Oberflächlichkeit. In der Woche vor seiner Hochzeit lädt Miles ihn zu einem letzten Junggesellen-Trip durch das kalifornische Winzergebiet Santa Barbara County ein. Für Miles heißt das: verkosten, bis der Boden schwankt. Für Jack: auf Weiberfang gehen, bis die Betten wackeln.

Je gründlicher die beiden ihre Ziele umsetzen, umso fataler und lustiger wird es. Jack bricht unbekümmert Herzen, ihm selbst wird die Nase gebrochen. Miles trifft auf die Kellnerin Maya, die ihn bereits von früheren Weinproben kennt und eine stille Zuneigung für ihn hegt. Doch leider kann Miles ihre Zuneigung nicht halb so unbeschwert genießen wie einen guten Roten, zum Ärger des schlicht gestrickten Jacks. Virtuos lavieren sie sich aber auch noch aus de größten Misslichkeit und verletzen dabei in beiläufiger Verschlagenheit jede erdenkliche Anstandsregel.

Bei allen aberwitzigen Situationen, die Inszenierung bleibt stets von einer wunderbaren Lakonie. Die Kunst des Regisseurs Paynes besteht darin, die Durchschnittsmenschen gänzlich ungeschönt, neurotisch, kindisch, aber so liebevoll zu zeichnen, dass sie einen gerade in den lächerlichsten Momenten ans Herz wachsen.

Das Schönste an "Sideways" bleibt aber die umwerfende Darstellerleistung von Paul Giamatti als Miles, dessen Augen Spiegel seiner Seele sind. Von Komik über Ironie bis hin zur echter Seelennot verkörpert er alle Emotionen hinreißend glaubhaft. Und wie er sich als ebenso weinseliger wie weinerlicher Intellektueller ein ums andere Mal ins Unrecht setzt und trotz allem die Schuld für seine Misere bei den anderen findet, ist eines Woody Allen würdig.

Und wer selbst dem Weine abgeneigt ist, nach Ansicht dieses kleinen, feinen, atmosphärischen, trefflich beobachteten Filmes kommt man nicht umhin es Miles gleichzutun und ebenso wie er einen Roten liebevoll zu verkosten.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr amüsant, 16. März 2006
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sideways (DVD)
Eine Geschichte, die sich so o.ä. auch im wahren Leben ereignen könnte. Wer kennt sie nicht - die seelischen Ereignisse und Tiefpunkte, die in Sex, Drugs und/oder Alkohol ausgelebt werden. Natürlich könnte man stattdessen auch ein gutes Buch lesen, aber wer tut das schon?
'Sideways' ist ein Film der zumeist leisen (Zwischen)Töne. Die Handlung schwankt zwischen tiefgründig und haarsträubend komisch, die musikalische Untermalung ist dezent - welch Wohltat für geplagte Ohren!
Von den 4 Hauptakteuren waren mir 3 völlig unbekannt, da habe ich mir wohl in der letzten Zeit zu wenig Filme angesehen. Allein schon die 'schlagfertige' Reaktion der irregeführten Geliebten (Sandra Oh) ist sehenswert und geradezu herzerfrischend - sie prügelt den unehrlichen Lover krankenhausreif und traut sich damit genau das umzusetzen, wovon Millionen (betrogene) Frauen nur zu träumen wagen.....
Die zwei männl. Charaktere sind soweit voneinander entfernt wie nur gerade möglich - man hat aber trotzdem das Gefühl, daß die Freundschaft durch nichts und niemanden zu zerstören ist.
Die Landschaft der kalif. 'Weinmeile' erinnert an Italien, schon deshalb ist bei mir sofort gute Stimmung aufgekommen.
Ich kannn den Film nur empfehlen, er stellt eine herrliche Abwechslung zu vielen anderen völlig an den Haaren herbeigezogenen Produktionen 'made in Hollywood' dar.
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27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feiner, lakonischer Film, 4. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Sideways (DVD)
Leidenschaftliche Weinliebhaber sind rätselhafte Menschen. Sie trinken nicht, um etwa gepflegt betrunken zu werden, wie etwa der gemeine Bierfreund, sondern praktizieren feierlich bei jedem Glas ihr elitäres Verkostungsritual: skeptisch wird der edle Tropfen im Gegenlicht beäugt, bedächtig wird nach den absurdesten Aroma-Nuancen geschnüffelt, schmatzen der Probierschluck minutenlang als Zahnreiniger missbraucht, um sich danach in einem ausgedehnten Vortrag, gespickt mit Fachvokabular, über den Trank auszulassen. Zur Verblüffung des Unkundigen, der sich vermeintlich vor einem Glas säuerlich schmeckenden Traubensaftes wähnt.

Auch Miles zählt zu jenen elitären Feinschmeckern. Aus Prinzip verachtet er jene Menschen, die im Lokal einen Merlot bestellen, weil dies der einzige Wein ist, dessen Name ihnen einigermaßen über die Zunge geht. Es braucht aber nicht viel, um hinter seiner Fassade den Verlierer zu erkennen. Sein Job als Englischlehrer am College füllt ihn nicht aus. Viel lieber würde er von der Schriftstellerei leben, findet aber für seine Bücher keinen Verleger. So auch nicht für seinen aktuellen Roman mit den schön komplizierten Titel "Der Tag nach gestern". Seit seiner Scheidung von seiner Frau vor zwei Jahren ergeht er sich endgültig in Selbstmitleid und Depression und kämpft mit einem Promilleproblem. Ein dicklicher, verkorkster Intellektuelle, der von gutem Wein schwärmen kann, sein eignes Leben aber nicht genießen kann.

Ganz anders dagegen sein Freund Jack, ein ehemaliger Zimmergenosse aus Collagetagen. Als Schauspieler längst drittklassig, ergattert er sich im Fernsehen nur noch Kurzauftritte in Werbespots, was ihn aber nicht daran hindert, vor Selbstbewusstsein nur so zu strotzen. Ein braungebrannter Weiberheld, mit einer entwaffnenden Oberflächlichkeit. In der Woche vor seiner Hochzeit lädt Miles ihn zu einem letzten Junggesellen-Trip durch das kalifornische Winzergebiet Santa Barbara County ein. Für Miles heißt das: verkosten, bis der Boden schwankt. Für Jack: auf Weiberfang gehen, bis die Betten wackeln.

Je gründlicher die beiden ihre Ziele umsetzen, umso fataler und lustiger wird es. Jack bricht unbekümmert Herzen, ihm selbst wird die Nase gebrochen. Miles trifft auf die Kellnerin Maya, die ihn bereits von früheren Weinproben kennt und eine stille Zuneigung für ihn hegt. Doch leider kann Miles ihre Zuneigung nicht halb so unbeschwert genießen wie einen guten Roten, zum Ärger des schlicht gestrickten Jacks. Virtuos lavieren sie sich aber auch noch aus de größten Misslichkeit und verletzen dabei in beiläufiger Verschlagenheit jede erdenkliche Anstandsregel.

Bei allen aberwitzigen Situationen, die Inszenierung bleibt stets von einer wunderbaren Lakonie. Die Kunst des Regisseurs Paynes besteht darin, die Durchschnittsmenschen gänzlich ungeschönt, neurotisch, kindisch, aber so liebevoll zu zeichnen, dass sie einen gerade in den lächerlichsten Momenten ans Herz wachsen.

Das Schönste an "Sideways" bleibt aber die umwerfende Darstellerleistung von Paul Giamatti als Miles, dessen Augen Spiegel seiner Seele sind. Von Komik über Ironie bis hin zur echter Seelennot verkörpert er alle Emotionen hinreißend glaubhaft. Und wie er sich als ebenso weinseliger wie weinerlicher Intellektueller ein ums andere Mal ins Unrecht setzt und trotz allem die Schuld für seine Misere bei den anderen findet, ist eines Woody Allen würdig.

Und wer selbst dem Weine abgeneigt ist, nach Ansicht dieses kleinen, feinen, atmosphärischen, trefflich beobachteten Filmes kommt man nicht umhin es Miles gleichzutun und ebenso wie er einen Roten liebevoll zu verkosten.
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Sideways
Sideways von Rex Pickett (DVD - 2009)
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