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29
4,0 von 5 Sternen
So ist Paris
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wie oft mag Paris schon als Filmkulisse gedient und so selbst schlechten Filmen wenigstens einen Hauch von Mittelmaß verliehen haben?

Nun, dieser Episoden-Film zeigt wunderbare Parisimpressionen - der Bildschirm kann gar nicht groß genug dafür sein - aber Mittelmaß ist er nicht. Er führt uns ins Paris abseits des Weltstadtglamours, in das Leben der Leute, die man seltsamerweise die "Normalbürger" nennt, und lässt uns für eine kleine Weile an ihren Leben, die mehr oder weniger aufeinanderprallen, teilhaben.

Getragen wird der Film von der zauberhaften, ausdruckstarken Juliette Binoche. Elise ist Sozialarbeiterin und alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Den Verlust ihrer Illusionen ersetzt das Leben mit fatalistisch-melancholischer Zerbrechlichkeit; Firnis für darunter verborgenem Stahl. Ihr Bruder Pierre (Romain Duris), ein professioneller Tänzer, wartet auf ein Spenderherz und lenkt sich durch das Beobachten des Lebens anderer Menschen ab. Die lebensbedrohliche Situation bringt die beiden Geschwister wieder näher. Elise zieht trotz eigener Probleme mit den Kindern zu ihm, um Stütze zu sein.

Dem feinsinnigen Professor Roland (Fabrice Luchini) rinnt das Leben durch die Finger. Er leidet unter seiner Einsamkeit. All sein Wissen und wissenschaftlicher Erfolg kann sie nicht überdecken. Nicht mehr. Zumal sein jüngerer, bourgeoiser Architekten-Bruder Philippe mit einer noch jüngeren Frau verheiratet ist und Vaterfreuden entgegensieht. Doch auch dieser wird von Albträumen heimgesucht. Als die schöne, lebenshungrige Studentin Laetitia (Mélanie Laurent) beiläufig auf seine blödsinnigen, tollpatschigen Avancen eingeht, gerät der ältliche Professor in einen Strudel von Gefühlen, denen er nicht gewachsen ist.

Die Gefühle des Mannes, der auf dem afrikanischen Kontinent Leib und Leben riskiert, um ins gelobte Land zu kommen, sind von Angst geprägt. Wir ahnen es, auch im schillernden Paris, in der Parallelwelt der Illegalität, wird sie nicht nachlassen. Derweil sucht eine hochnäsige Bäckerin mit veritablen Vorurteilen eine Verkäuferin - und findet sie in einem arabischen Mädchen, das sich wiederum für Pierre interessiert. Und da sind noch die Händler vom Großmarkt Rungis um Jean, Mourad und Franky. Wird die stets in Eile einkaufende Elise die zarten Avancen von Jean irgendwann wahrnehmen? Das Leben kann schnell vorbeisein, die kurze Episode mit der resoluten, zupackenden Gemüseverkäuferin führt uns das drastisch vor Augen.

Elegant nachlässig, ähnlich dem beiläufigen Spiel der weltläufigen Pariserin mit ihrem Chiffonschal, zelebriert der Regisseur Cédric Klapisch mit "So ist Paris" sein Spiel mit Protagonisten, Schauplätzen und Ereignissen. Er lässt Großstadtmenschen aufeinanderprallen oder achtlos aneinander vorbeigehen. "So ist das Leben" scheint er uns zuzurufen, "irgendwie werden wir es schon bewältigen, dieses schöne, verflixte, erbärmliche und kostbare Sein." Und ganz nebenbei setzt auch er, wie schon so viele Regisseure vor ihm, Paris ein liebevolles, filmisches Denkmal. Ein wunderbarer Film über die Brüchigkeit des Lebens, aber auch ein Hoch auf das Leben, die Hoffnung, die Liebe.

Helga Kurz
2. November 2008
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Mai 2009
Episodenfilme, bzw. Filme die eigentlich ein ganzes Thema zeigen, aber einzelne Ausschnitte und Personen genauer beleuchten, haben immer etwas besonderes. Das ist für mich dann wie ein Film im Film im Film. Faszinierend finde ich daran auch, wie die Beziehungen der Figuren miteinander verstrickt sind. Obwohl es auf den ersten Blick nicht so scheinen mag. So wie im richtigen Leben.

Die erste vorgestellte (und auch letzte, ohne etwas vorweg zu nehmen) Person in diesem Drama ist der Tänzer Pierre. Er ist auch gleichzeitig die Hauptfigur, auf dessen Leben die Story immer wieder zurückläuft. Pierre erfährt von seinem Arzt, dass er ein schweres Herzleiden hat und so schnell wie möglich ein künstliches Herz bekommen muss. Seine Lebenserwartung ist aber trotz der Operation eher gering. Schwermütig beichtet er sein Schicksal seiner Schwester Elise, einer, mit 3 Kindern und ohne Mann lebenden, Sozialarbeiterin. Nach anfänglicher Trauer & Wut, beschliesst sie ihrem Bruder die Tage bis zur OP besonders angenehm zu gestalten. Vielleicht wäre die allein lebende Melanie von gegenüber ja etwas für Pierre?

Dieser Film besticht hauptsächlich durch seine Normalität. Normale Menschen meistern die großen und kleinen Dinge ihres Alltags. Für den ist das von großer Bedeutung, ein anderer lächelt nur darüber, denn sein Leben scheint viel schwerwiegendere Fragen aufzuwerfen. Und ein Dritter plagt sich mit etwas gänzlich anderem. Genauso wie man es als Zuschauer aus seinem Leben und dem der Mitmenschen kennt. Das gibt dem ganzen Film eine sehr sympathische Note.
Sehr gut gewählt fand ich auch die Auswahl der Darsteller. Kaum einer fällt negativ aus der Rolle. Eher im Gegenteil. Juliette Binoche z.B. (bekannt aus "Chocolat" oder "Der englische Patient"), hat mir richtig gut gefallen. Man nimmt ihr die Rollen irgendwie immer sofort ab.
Einen Stern Abzug würde ich eigentlich geben, da alles insgesamt nicht ganz so packend wie in vergleichbaren Filme dargestellt wird. Der Inhalt und Umfang der Special Edition überzeugt aber völlig und daher gibt es die ganzen, strahlenden Sterne von mir!

Mein Fazit: Ein ruhiger & kraftvoller französischer Film, der zum Denken anregt und eine ganz spezielle Magie durch das scheinbar Banale ausstrahlt.Ansehen!

Inhalt der Special Edition:
> Proben und Interviews (11 minütig)
> Arbeit an der Kulisse
> Dokumentation "Die Entstehung von So ist Paris" (circa 50 Minuten)
> Bonusfilm "Was ihn bewegt" (Laufzeit 51 Minuten)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Oktober 2008
Nachdem ich als großer Paris-Fan Paris je t aime als ziemlichen Fauxpas empfand, war ich ein wenig skeptisch, was den nächsten Film anging, der sich mit der Seine-Metropole im Titel schmückt.

Ich muss sagen, dass ich am Ende doch sehr positiv überrascht war. Der Regisseur versucht hier nämlich nicht krampfhaft, die Stadt zum Hauptdarsteller werden zu lassen, sondern lässt sie nur eine wunderbare Kulisse für die Handlung bilden. Eine Handlung, die mich sehr anspricht und von den Darstellern glaubhaft in Szene gesetzt wurde. Herzkranke Tänzer, liebeskranke Professoren... der Mix aus Tragik und Komik ohne Übertreibungen stimmt hier einfach.

So ist Paris hat sicher seine Stellen, wo es dann wirklich lang wird. Von daher ist das bereits erwähnte ...weniger wäre mehr gewesen... absolut nicht von der Hand zu weisen. Einige Passagen hätte man sich schlichtweg sparen können. Das trübt meinen durchweg positiven Eindruck aber nicht. Zum ganz großen Film, den man sich immer wieder anschauen möchte, fehlt was. Dennoch ließ mich So ist Paris lächelnd und nachdenklich den Kinosaal verlassen. Die Mischung aus guter Story und guten Darstellern überzeugt mich einfach. In meinen Augen ein sehenswerter Film, nicht nur für Paris-Fans.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2012
Ein schöner Film in der Art wie "Tatsächlich Liebe" - mehrere Handlungsstränge, die sich berühren, kreuzen, mehr oder weniger miteinander zu tun haben, gut gemacht, gut gespielt (sympathisch: Juliette Binoche als Elise). Der Titel ist zwar mal wieder irreführend. Es spielt zwar alles in Paris, aber es könnte genauso gut in jeder anderen Stadt spielen. Es geht auch gar nicht um Paris, es ist nur die Kulisse. Die DVD-Hülle verspricht eine "wunderbar lebensnahe Liebeskomödie mit französischem Esprit". Auch das ist nicht wahr. Okay: es ist lebensnah. Aber es ist wirklich keine Komödie, und was da "französischer Esprit" sein soll, weiß ich nicht. Der Film ist ernst und macht nachdenklich. Die Hauptaussage kommt kurz vor Schluss: Leute, ihr wisst gar nicht, wie gut es euch eigentlich geht. Ihr seht immer nur das Negative und beschwert euch. Warum nehmt ihr nicht mal das Positive im Leben wahr? Carpe Diem - das Leben ist kurz und kann schnell vorbei sein...
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2011
Ganz toll und intensiv gespielter Film und eine Liebeserklärung an Paris und vor allem an seine Bewohner. Hier werden ganz verschiedene Charaktere dargestellt und wer was lernen will über die französische Mentalität und Wesensart, ist hier goldrichtig. Dafür gibt es den fünften Stern.

Dazu noch kurzweilige Unterhaltung, weil alle Schicksale und Personen irgendwie miteinander im Zusammenhang stehen. Den Film kann man sich auch noch ein zweites Mal ansehen und vor allem gut für französisch Lernende.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Oktober 2008
Ich hatte bei dem - ehrlich gesagt - nichts sagenden Titel keine Erwartungen, außer dass dies ein Film für Paris-Fans sein würde. Doch, Überraschung: Es ist einer der besten Filme der letzten Jahre.

Das Schicksal von Pierre (Romain Duris) ist der rote Faden durch den Film, um ihn herum spinnen sich die Geschichten verschiedener Menschen, und natürlich Paris. Fast sprachlos hat mich jedoch gemacht, wie gut besonders die Schauspielerinnen hier agieren: Juliette Binoche sowie auch die junge Mélanie Laurent und Julie Ferrier spielen, als wenn sie dir direkt gegenüber sitzen - wirklich unglaublich und ein hoher Maßstab für das was man sonst so in Film (und TV) sehen kann. Offenbar ein Glücksfall in der Zusammenarbeit mit Regisseur Cédric Klapisch.

Paris wird zwar auch als die schicke Metropole präsentiert, wie wir es aus dem Reiseführer kennen, aber das erwarten wir ja wohl auch. Doch dann begleitet man die Personen in ein Industriegebiet irgendwo weit draußen. Oder beobachtet Paris aus der Entfernung des afrikanischen Dorfbewohners, der endlich in die reiche Erste-Welt-Kapitale will. Cédric Klapisch verbindet alle diese Bilder durch das Leben seiner Personen. Erstklassig die Erzählstruktur und auch der Soundtrack des Films.

Die männlichen Darsteller sind neben den Schauspielerinnen nicht ganz so strahlend und überzeugen eher durch ihre echte Sexyness (Romain Duris, Albert Dupontel) oder ihre umwerfende (Tragi-) Komik (Farbice Luchini).
Achtung: Wer diesen Film gesehen hat wird in Zukunft hohe Maßstäbe an (Film-) Schauspieler haben - Unbedingt sehenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Niemand ist jemals zufrieden und alle beklagen sich...so ist Paris. Als der ehemalige, schwer erkrankte, Tänzer Pierre(Roman Duris) am Ende des Films diesen Satz spricht, ist -So ist Paris- in einer wunderbaren Symbiose aus Poesie und Sinnkino auf dem Höhepunkt angelangt. Bis dahin braucht Regisseur Cedric Klapisch allerdings einen kleinen Anlauf.

Wie verstreute Teile eines Puzzles stösst uns Klapisch in die Geschichte "seiner" Stadt hinein. Was da anfänglich, zerrissen, verwirrend und kaum zusammensetzbar erscheint, wird nach und nach zu einer Geschichte verdichtet. Klapisch nimmt uns an die Hand und führt uns durch ein Labyrinth von Einzelschicksalen zum Porträt der Stadt der Liebe. Sein roter Faden dabei ist der ehemalige Tänzer Pierre. Er ist herzkrank, hockt in seinem Appartement, blickt aus dem Fenster auf die Stadt, verliebt sich in eine unbekannte Schöne im Nachbarhaus, und wird von seiner Schwester Elise(Juliette Binoche) umsorgt. Elise ist allein, ihre Suche nach einem Partner ist alles andere als einfach. Es entwickeln sich zarte Bande zu dem Gemüsehändler Jean(Albert Dupontel), aber der ist noch immer mit seiner letzten großen Liebe beschäftigt. Erst, als er sie verliert, kann er sich Elise öffnen. Bis dahin lernt er mit seinen Freunden auf dem Großmarkt ein paar Fotomodelle kennen. In einer rauschenden Nacht auf dem Markt erzählt uns Klapisch die Geschichte vom Model, das in Afrika einen einheimischen Bademeister kennen lernte und ihn ermunterte nach Frankreich zu kommen. Der junge Mann macht sich tatsächlich auf die Reise und tritt eine abenteuerliche Flucht an.
Währenddessen müssen der Architekt Phillipe(Francoise Cluzet) und sein Bruder, der Professor Roland(Fabrice Luchini), ihren Vater beerdigen und feststellen, dass sie sich nicht mehr verstehen. Roland verliebt sich in eine junge Studentin(Melanie Laurent) und wird, obwohl unendlich älter, sogar ihr Liebhaber; zunächst. Die Studentin ist Pierres unbekannte Schönheit von nebenan. Pierre vergisst sie, da ihn eine junge Araberin(Sabrina Quazani) in ihren Bann zieht. Das Mädchen arbeitet in der Bäckerei, in der Pierre täglich einkauft und muss sich mit der eingebildeten, hochnäsigen Chefin auseinandersetzen.
Am Ende gibt Elise für ihren Bruder Pierre eine Party und fast alle Personen aus den Handlungskreisen des Films kommen zusammen. Pierre wird hier zum tatsächlichen Mittelpunkt der Story. Aber er muss den Kreis verlassen und nimmt sich ein Taxi zur Klinik. Ein neues Herz wartet auf ihn. In der Stadt der Liebe wird er das brauchen.

Cedric Klapisch erzählt uns die französischste aller Geschichten: Eine Romanze, die ganz große Liebe. Zwischen Menschen und zu einer Stadt. Dabei fängt er Paris in wunderbaren Bildern ein, erwartet ein wenig Geduld von uns, nimmt uns anschließend an die Hand und führt uns durch sein Paris, seine Menschen und ihre kleinen Schicksale. Das gelingt ihm überaus warmherzig und kreativ. Was anfänglich ziemlich verloren wirkt, findet sich am Ende in einer unglaublichen Wohltat aus Poesie und Herzblut.
Zur Besetzungsliste gibt es nichts hinzuzufügen. Egal ob Binoche, Dupontel oder Cluzet. Das Who ist who des französischen Films ist hier am Start. Atemberaubend!
-So ist Paris- ist ein herrlicher Film für einen ruhigen Abend, am besten mit der, oder dem, Liebsten im Arm. Also bewahren sie Geduld, lassen sie sich mitnehmen und gewähren sie in dieser Zeit dem Herz Vorfahrt vor dem Verstand.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Irgendwie konnte dieser Film mich nicht ganz befriedigen. Die verschiedenen Handlungsstränge spielen in Paris oder haben einen direkten Bezug dazu (die afrikanische Geschichte), doch dies stellt durchaus einen austauschbaren Aspekt dar.
Pierre kann nicht mehr als Tänzer arbeiten, da sein Herz kurz vor dem Kollaps steht. Er beobachtet sehnsuchtsvoll von seinem Balkon aus das Leben der anderen, die noch mitten im Leben stehen. Auch das der Studentin, die gegenüber wohnt und die er überaus reizend findet. Doch sie hat ein Techtelmechtel mit einem Mitstudenten und zudem eine Affäre mit ihrem Professor. Die alleinerziehende Schwester von Pierre zieht mit ihren drei Kindern bei ihm ein, um ihn zu unterstützen. Sie wiederum trifft auf dem Gemüsemarkt auf einen Händler, der unter der Trennung von seiner Frau leidet, die nun mit einem Kollegen unterwegs ist. Außerdem gibt es da noch die Frau aus der Modebranche, die in Afrika einen Einheimischen beim Schwimmunterricht ihrer Tochter leichtfertig ihre Handy-Nummer gibt. Dieser macht sich auf den Weg ins gelobte Frankreich, natürlich nicht legal....

Viele Geschichten, alle miteinander verwoben und dennoch entsteht für mich kein schlüssiges Gesamtbild. Dafür wird zu viel in den Film hineingepackt. Man neigt dazu, sich in den Handlungssträngen zu verlieren, da keine der beschriebenen Personen so wirklich an einen herantritt. Die Schauspieler agieren nicht schlecht, und es sind ja auch ein paar große Namen darunter, aber das alleine reicht nicht, um einen wirklich guten Film entstehen zu lassen. Und diese ewigalte Geschichte über den ergrauten Professor, der seiner hübschen Studentin nachstiert... ich weiß nicht.

Ich würde stattdessen den Film "Paris je t'aime" zum Thema 'lieben und leben in Paris' empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 11. April 2013
124 Minuten träumen von Paris und Geschichten erleben von einer Sozialarbeiterin,einem Gemüsehändler,einem Uniprofessor,einer Studentin,einer Bäckersfrau, einem Tänzer und einem illegalen Immigranten,die alle auf der Suche nach der anderen Liebeshälfte sind.Und Juliette Binoche zeigt wieder einmal mehr was sie drauf hat,wer selbst schon in Paris war,kann sich hier bestimmt mit einigen Charakteren identifizieren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. März 2012
Der noch junge alleinstehende Tänzer Pierre hat ein krankes Herz und droht daran zu sterben, wenn er nicht ein Spenderherz bekommt. Als seine Schwester Elise davon erfährt, zieht sie kurzerhand mit ihren drei Kindern bei Pierre ein. Sie spürt, dass sich Pierre nach einer Frau sehnt und unternimmt einiges Abenteuerliches, um diese Wunsch zu erfüllen.

Da gibt es noch den in die Jahre gekommenen Professor Roland Verneuil, der wegen dem Verlust seines Vaters trauert, Sitzungen beim Psychologen besucht, in einer Fernsehnreihe über die Geschichte Paris berichtet und mit einer seiner Studentinnen per SMS flirtet.

Die zahlreiche Episoden sind nicht ganz leicht zu überschauen. Nicht alle Figuren werden gut vorgestellt und ausgelotet. So ist es an dem Zuschauer, seine Favoriten zu entdecken und weiter zu verfolgen. Die Szenarien wirken authentisch und vermitteln viel Atmosphäre. Regie und Schauspielern ist ein interessantes Potpourri gelungen.
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