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TOP 500 REZENSENTam 14. September 2013
Über den Sinn und Unsinn von Reboots kann man lange und trefflich streiten - gerade im Bereich Science Fiction ist dies ja ein Trend, welcher in den letzten 10 Jahren verstärkt zu beobachten war, und meiner Ansicht nach gelang der Reboot einer bekannten Marke mal besser und (deutlich häufiger) mal schlechter.
Bei STAR TREK war ich zugegebenermaßen anfangs mehr als skeptisch, muss aber sagen: der Reboot ist meiner Ansicht nach sehr gelungen.

Klar ist: STAR TREK schafft nicht nur eine neue, alternative Zeitlinie im altbekannten Star Trek Universum, sondern schlägt auch in technischer Hinsicht neue Wege ein. Der Film ist deutlich moderner, actionreicher und kinetischer inszeniert als die bisherigen Star Trek Filme - und womöglich auch deutlich augenzwinkernder. Dies kann man sicherlich finden wie man will, und mir sind genug Star Trek Fans bekannt, die genau diese neue Erzählweise etwas unpassend finden, mit Argumenten, welche ich durchaus nachvollziehen kann. Für mich stellte sich aber beim ersten Anschauen dieses Filmes vor allem die Erkenntnis ein, das STAR TREK technisch toll gemacht und schlichtweg enorm unterhaltsam ist.

Sicherlich: die Charaktere sind in etwas neuem Licht gezeichnet, die Erzählweise unterscheidet sich deutlich von bisherigen Star Trek Filmen - was ich allerdings auch sinnvoll finde. Nach den eher behäbigen (und womöglich etwas beliebigen) letzten Filmen wie "Insurrection" und "Nemesis" und der gegen ende sicherlich guten, aber meines Erachtens nicht überragenden Serie "Enterprise" musste ja etwas frischer Wind durch die in den letzten 10 Jahren ziemlich angeschlagene Star Trek Franchise wehen. Irgendetwas musste ja passieren, damit das Star Trek Universum wieder frisch und aufregend wirkt.

Die Lösung der Macher auf diese Frage lautete "zurück zum Anfang" durch ein Reboot, neue Gesichter für altbekannte Rollen, mehr Action und mehr Schwung... und verdammt nochmal, es ist gelungen. Der Film ist spannend, bietet einige Überraschungen und hat eine Menge Gags sowie witzige Anspielungen auf den bekannten Star Trek Kanon, geht in manchem neue Wege (was bei einem Reboot ja auch sinnvoll ist, eine 1:1 Kopie von TOS hätte sicherlich kein Mensch gebraucht) - und hat gleichzeitig den Mut, mit einigen Star Trek Konventionen zu brechen.
Sicherlich ist dies mal besser und mal schlechter gelungen, aber meiner Ansicht nach war es genau das Problem der letzten Star-Trek-Kinofilme vor STAR TREK, dass sie sehr vorhersehbar waren und einfach zu wenig wirkliches Neuland betreten haben... "Nemesis" und "Insurrection" beispielsweise waren in vielem ein klassischer Fall von "nett, aber nichts wirklich Neues".

STAR TREK ist nun etwas Neues im altbekannten und wohlvertrautem Universum, die gesamte Machart und die Inszenierung unterscheidet sich deutlich von bisherigen Star Trek Konventionen, obwohl die Geschichte einfach erstklassig zu Star Trek passt. Der Film macht dazu auch noch großen Spaß, und die neue Besetzung macht als Ensemble ihren Job großartig... und da das Ganze auch noch technisch toll in Szene gesetzt ist bietet STAR TREK mehr als sehr (!) viele Reboots, nämlich wirklich ein vordergründig bekanntes Universum in neuem Licht und mit neuer Stimmung. Meiner Ansicht nach ist dies das, was ein Reboot im Idealfall leisten kann, und dies liefert STAR TREK.

Gegen den Reboot wird seitens zahlreicher Fans immer wieder angeführt, dass dies "kein Star Trek" mehr wäre. Bei allem Verständnis und allem Respekt kann ich dies nicht so wirklich nachvollziehen - denn gerade TOS, auf dem ja dieser Reboot aufsattelt, ist eigentlich ziemlich actionlastig und ziemlich gradlinig inszeniert. Die Crew der Enterprise wurde hier häufig als eine Bande von Draufgängern portraitiert, nicht anders, als es nun beim Reboot der Fall ist.
Insofern finde ich nicht, dass dieser Reboot der Vorlage nun gar nicht mehr entsprechen würde - er ist einfach eine neue Version. Ob die neue Storyline und die neue Besetzung nun "besser" als die klassische Truppe um Shatner und Nimoy sind mag jeder für sich entscheiden, ich stelle aber fest, dass das Ensemble seinen Job gut macht und die Aufgabe, die in den letzten Jahren etwas schwächelnde Star Trek Fanchise wieder in Schwung zu bringen gut gelöst wurde.

Ich muss also als Fazit feststellen: ja, ich war mehr als skeptisch, und ich habe von dem Film wenig erwartet. Das Resultat hat mich aber bestens unterhalten, und ich finde es gelungener als die Filme, welche in den Jahren davor unter dem Namen Star Trek in die Kinos kam... und auch wesentlich besser als zahlreiche Reboots.

Was will man also mehr erwarten? Von mir gibt's knappe 5 Sterne.
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am 8. Mai 2016
„Space – The Final Frontier“ diese Worte sind im heutigen Filmuniversum noch immer bekannt. J.J. Abrams bringt mit Star Trek-Die Zukunft hat begonnen den elften Teil der Star Trek Reihe auf die Kinoleihnwände. Das produzierende Studio Paramount hat es sich geschätzte 150 Millionen Dollar kosten lassen, das seit über sechs Jahren darniederliegende Merchandising-Zugpferd wiederzubeleben.

Chris Pine spielt James Tiberius Kirk. Er ist ein Draufgänger, der keiner Prügellei oder einer Regelbrechung aus dem Weg geht. Dies setzt Pine perfekt um. Zachary Quinto, verkörpert Spock, kann dem Halbvulkanier neue Nuancen abgewinnen, indem er die emotionale Komponente von Leonard Nimoys Ur-Spock (auch er kommt übrigens zu einem Gastauftritt) noch stärker betont und den Charakter so ambivalenter erscheinen lässt. Der eigentliche Bösewicht Nero, der nur auf Rache brennt und allen anderen für ihn nur Mittel zum Zweck oder gar nur im Weg sind, erscheint schon fast zu banal. Aber Eric Bana weiß zu überzeugen und gibt der ganzen Sache mit seinem Auftreten den letzten Schliff. Zur Classic-Crew gehören auch noch Karl Urban, der als grantiger und zynischer Dr. Leonard „Pille“ McCoy, das humoristische Salz in der Suppe ist. Auch die anderen Schauspieler überzeugen in ihren Rollen.

J.J. Abrams wagt den Neustart und legt mit seinem SciFi-Abenteuer eine spektakuläres Vorgeschichte zur populären Space-Saga hin. Was Abrams und seinem Team viele nicht zugetraut hätten, ist eingetroffen: Star Trek ist wieder Kinotauglich – und das nicht nur für uns alteingesessene Fans, die sich vor allem an Details und Anspielungen auf bekannte Elemente erfreuen dürften und denen die äußerst unterhaltsame Zusammenführung der beliebten Charaktere als verdammt gelungen vorkommen dürfte, sondern in erster Linie auch für diejenigen, die mit dem Franchise bisher gar nichts am Hut hatten.

Das Design der Schiffe ist einfach perfekt gelungen. Das liegt auch daran, dass optische Effekte, wie z.B. Antriebe, Lichtdesign, Phaser komplett überarbeitet wurden und am Ende im audiovisuellen Mix ein völlig neues Star Trek Kinoerlebnis geschaffen wurde. Der Übergang der Raumschiffe in den Warpantrieb ist technisch gut umgesetzt worden und das geniale neue Waffendesign der Handphaser, welches bei Schusswechseln eine nie zuvor erlebte Action und Dynamik erzeugt, lässt einen den Mund vor Erstaunen kaum zu bekommen. Ebenso zeigt das schnittige, düstere und fast schon skelettartige Aussehen von Neros Schiff die erfinderische Vielseitigkeit und Kreativität des Technik Teams.

Die Enterprise kehrt zurück. „Star Trek – Die Zukunft hat begonnen“ ist ein rasanter und actionreicher Science-Fiction Film. J.J. Abrams schafft es die Charaktere perfekt in den Film mit einzubauen. Der Film hat es geschafft, alt und neu zu verbinden. Optisch ist Star Trek einfach nur grandios umgesetzt wurden. Zum Abschluss noch ein Zitat von Spock: ,,Mögen sie lang und in Frieden leben“.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. November 2011
Wir schreiben das Jahr 2009. Ein weltbekanntes Sci-Fi-Franchise, das fast fünf volle Dekaden sein Dasein feiert, wagt einen Neustart. Angesichts seines hohen Alters ein nicht wirklich unlogisches Unterfangen. Denn was gab es bisher seit dem Anfang von allem, anno 1966 ? Drei Nachfolgeserien, die weit in der Zukunft NACH der Classic-Serie angesiedelt waren, und eine Serie, die von der Zeit VOR der TOS-Crew handelte.
Viele dieser Serien haben massenhaft Anhänger, aber auch viele Gegner. Die Meinungen gehen da ziemlich auseinander; für die eine Gruppe ist TOS das Maß aller Dinge, für Andere stellt TNG einen Meilenstein des gesamten STAR TREK-Universums da, und bei den anderen Serien gibt es bestimmt ähnliche Ansichten und Meinungen. Doch alles in allem hat jede dieser Serien seine Daseins-Berechtigung. Das gleiche gilt auch für die Kinofilme.
Der Nachteil an so einer Langlebigkeit ist die kaum noch vorhandene Möglichkeit, das Fandom noch so zu begeistert wie zu früheren Zeiten. "ENTERPRISE" und "STAR TREK X - Nemesis" sind Beispiele / Opfer dieses Abwärtstrends der letzten Jahre.

Nun setzt Paramount wieder auf den Anfang von allem, und da noch ein kleines Stück weiter zurück: Zu den jungen Jahren der TOS-Crew. Auf den ersten Blick ein begrüßenswertes Ziel, wurde doch dieser Zeitraum der geliebten Crew-Mitglieder auf filmischer Ebene wenig ausgeleuchtet.

Doch so einfach wollte man es sich doch nicht machen. Der neue STAR TREK 2009 sollte mehr als nur eine schlichte Kopie sein. Moderner, temporeicher, aktueller, anders. Letzteres mit großem Ausrufezeichen. Gleichzeitig aber auch Vieles von dem beinhalten, was STAR TREK, insbesondere TOS ausgemacht hat.

Die wohl wichtigste Frage vorab: Ist "STAR TREK" ein typisches STAR TREK-Abenteuer ?
Die Antwort lautet: JEIN !

Schon der Look, die Action und das Tempo, das der Film an den Tag legt, beweist, dass eine richtige Neu-Umstrukturierung am Franchise vorgenommen wurde. Auch mit dem Stil der Inszenierung geht man neue Wege: intensive und neuartige Kamera-Perspektiven, die in Kombination mit Lenseflairs ein stimmiges und packendes "Mittendrin"-Gefühl vermitteln, wuchtige, aber wohl dosierte Sci-Fi-Action-Einlagen, eine ungewohnt leichtfüßige Erzählweise und eine musikalische Untermalung, die eine komplett neue Richtung geht (fern vom bekannten Werken eines Jerry Goldsmith oder James Horner), eine junge frische Schar an Darstellern, die ihre Aufgabe wunderbar meistert. Alles Merkmale, die ganz dick unterstreichen, dass dieser "STAR TREK" auf den ersten Blick anders ist als alles bisher Dagewesene.

Doch betrachtet man den Film im Detail, stellt man fest, dass oben Genanntes nur die glänzende Oberfläche darstellt. Im Kern steckt viel mehr ursprüngliches STAR TREK drin, als viele es zugeben oder wahrhaben wollen:
Die Charaktere und ihre Gefühlswelt, der Humor und unzählige Zitate und Anspielungen auf das ursprüngliche TOS, bilden die Quintessenz des Films. Genauer:
Die Macher hinter "STAR TREK" haben viel an bekanntem Charme aus der Serienzeit übernommen, sich aber auch getraut, den bekannten Figuren teilweise ungeahnte Charakterzüge zu verpassen, oder diese auch völlig neu darzustellen (trifft insbesondere auf Chekov und Scotty zu). Eine lobenswerte Entscheidung, meiner Meinung nach, wird dem Zuschauer doch die Möglichkeit geboten, seine Lieblinge von Grund auf neu kennenzulernen. Dennoch ist ein hoher Wiedererkennungswert gegeben, wenn man mit der TOS-Materie vertraut ist. Viele Eigenheiten und Macken der Protagonisten sind geblieben. Großes Lob verdient auch die Jung-Schauspieler-Riege. Alle spielen keine billige 1:1-Kopie des jeweiligen Charakters, sondern hauchen ihrer Figur auf ihre eigene Art und Weise Leben ein. Ist auch besser so, ein Chris Pine kann und soll keinen "Overacting"-William Shatner nachahmen. Dann doch lieber einen "neuen", jungen, eigenständigen Kirk, mit leicht rebellischem Touch.

Eine besondere Rolle wurde dem Humor zugesprochen. Ich kann hier nur für mich sprechen:
Es hat mir seit einer halben Ewigkeit kein STAR TREK-Film mehr so viel Spaß bereitet wie dieser jüngste Film. In diesem Punkt kommt Teil 11 dem Original näher als das Meiste, das zuletzt den Namen "STAR TREK" tragen durfte. Endlich kann die trockene, mit der Zeit etwas öde, permanente "Ernsthaftigkeit" eine kleine Pause einlegen, um dem Spaßfaktor genug Raum zu lassen. Ich finde das ist ein Punkt, der immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Das alte Buddy-Gefühl, das bekannte Stück "Menschlichkeit" ist wieder da.

J.J. Abrams' Neu-Inpretation zeugt aber auch vom Mut, Tabus zu brechen:
Durch Neros Eingriff in die Zeitgeschichte verändert sich das zukünftige Leben unserer Helden, die "eigentlichen" Freunde Kirk und Spock sind sich anfangs eher spinnefeind, was viel Reibungsfläche bietet; diese Beiden verlieren einen geliebten Menschen, ihre Lebensläufe können unterschiedlicher nicht sein, Spocks Heimatplanet Vulkan wird vernichtet, und noch vieles mehr, was eher das Prädikat "STAR TREK-untypisch" verdient... Andererseits überhaupt nicht untypisch, hat doch das STAR TREK-Universums zur Genüge gezeigt, dass alles im Bereich des Vorstellbaren und Möglichen ist.

"Vulkan wird vernichtet"... Hey, da klingelt es bei den Kennern bestimmt gewaltig. Ist eigentlich unmöglich, da dieser in der Classic-Serie und auch danach doch weiterhin existiert.
Die Lösung dieses Widerspruchs (und einiger Anderer) ist so einfach wie genial:
Die Filmhandlung spielt sich in einer alternativen Realität / Zeitlinie innerhalb des "STAR TREK"-Universums ab. Das bedeutet: Es muss nicht auf die zukünftigen Ereignisse, die man aus TOS, TNG, DS9 und VOY kennt, Rücksicht genommen werden. Dieser Kniff ebnet somit den Weg, völlig neue Abenteuer zu gestalten, losgelöst vom "alten" STAR TREK.
Viele Anhänger sehen diese Lösung als Verrat am Franchise. Dieser Behauptung kann ich nicht zustimmen. Wenn in allen Serien die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft behandelt wurden, Zeitreisen zur genüge aufkamen und auch alternative Zukunftsereignisse in den Raum gestellt wurden, warum soll man nicht auch eine alternative Vergangenheit der TOS-Crew aufgreifen ? Warum sollten unsere Lieblinge denn keine ungestüme Jugend haben (für mich eine erfrischende Änderung, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Kirk und Co. zeitlebens reine Musterschüler und Vorbild-Menschen waren) ?
Meine Damen und Herren, wir sprechen hier schließlich über Science-Fiction ! Und Science-Fiction bietet unendlich viele Möglichkeiten und Ideen, in der Zukunft angesiedelte Geschichten zu erzählen. Und die Idee hinter "STAR TREK" ist nur eine von Unzähligen.

Gegner solcher Veränderungen - welche auch hier in diversen Rezensionen und Kommentaren reichlich ihren Unmut darüber auslassen - werfen dem Film in gleichem Zuge Logiklöcher in ungeahnten Dimensionen vor. Mal berechtig, mal nicht.
Man muss sich mal eines vor Augen halten:
Das gesamte STAR TREK-Franchise ist ein einziges Sammelsurium von inhaltlichen und logischen Fehlern, egal welcher Art oder Form (Interessierte finden genug Nachschlagewerke dazu. Viel Spaß beim Schmunzeln !). Die Tendenz, sich mehr und mehr in Fehlern zu verstricken, ist bei so einem stark gewachsenen Franchise im Grunde genommen unvermeidlich. Gegebenheiten, wo sich die Serien und Filme gegenseitig widersprechen, gibt es mehr als genug. Darum macht "STAR TREK" anno 2009 nicht mehr falsch als vorangegangene Filme / Serien. In über 40 Jahren haben sich soviele Paradoxien im STAR TREK-Universum ergeben, man glaubt es kaum. Wer sich damals nicht daran gestört hat, sollte auch jetzt nicht damit anfangen.
Und beim Schwerpunkt "Zeitreisen" haben nach nüchterner Betrachtung diverse Serien-Episoden und Filme, die dieses Thema aufgegriffen haben, in Punkto Logikfehler mehr Haken geschlagen als ein Hase auf der Flucht.

Außerdem: Wer richtig anspruchsvolle Sci-Fi sucht, der schaut sich kein "STAR TREK" an (zumindest was die Kino-Filme betrifft). Da gibt es andere Filme wie "Contact" oder sogar den Klassiker "Blade Runner", die mehr Aufmerksamkeit und Zeit des Nachdenkens erfordern und eher das Prädikat "philosophische Vollwertkost" verdienen.

Aber darum geht es auch gar nicht, bzw. darum ging es nie ausschließlich.

STAR TREK hat neben seinen moralischen und ideologischen Inhalten auch (oder ganz besonders !) durch seinen Humor, seine Kurzweiligkeit und - was am wichtigsten ist - seine Figuren stets zu unterhalten gewusst. Abrams' Film konzentriert sich hier auf die letzten drei Punkte. Und überzeugt damit auf jeden Fall.
Manche Fans mögen den Forschungsaspekt vernachlässigt sehen; da es sich hierbei aber um einen Neustart handelt und die Formierung der Crew im Fokus liegt, ist dies noch zu verschmerzen. Zukünftige Fortsetzungen - und die wird es lt. Paramount defintiv geben - werden bestimmt auch diesen Aspekt beinhalten, fängt die Forschungsreise der Enterprise am Ende des Films doch gerade erst an.

Die Story des Films ist überschaubar und nicht gerade die Originellste, aber sie funktioniert, ist alles andere als stupide und wird dank toller, imposanter Effekt- und Actionszenen (die dem Stoff durchaus stehen, aber nie wie z.B. in "STAR WARS" zur totalen Reizüberflutung verkommen), einer treibenden Musik, toller Darstellerleistungen und einer deftigen Portion Fun stark aufgewertet.
Die Uniformen, die den TOS-"Pullovern" stark ähnlich sehen (aber doch moderner gestaltet wurden), die leicht abgewandelte, mit mehr Rundungen versehene Enterprise, diverse Soundeffekte und andere Kleinigkeiten versprechen zudem Retro-Feeling pur. Das begeistert !
Eine perfekte Symbiose aus Nostalgie und modernem Facelift.

Die Neuausrichtung wird viele Neu-Fans finden, aber auch den einen oder anderen Alt-Fan abschrecken. Andere, so wie ich, die Ur-Version und Neu-Interpretation mit gutem Gewissen vereinbarungen können und aufgeschlossen sind, werden viel Spaß haben.
Puristen unter den Trekkies, die sich am alten Glanz der Vergangenheit klammern, sollten daher einen Bogen um diesen Film machen und beim "alten" STAR TREK bleiben, wenn es sie glücklich macht, und anderen (Alt-)Trekkies ihren Spaß an diesem Pre-Boot lassen. So tritt man sich nicht gegenseitig auf die Füße. Jedem das Seine.

Ob STAR TREK-Erfinder Gene Roddenberry an diesem Film Gefallen gefunden hätte oder nicht (geschweige an allen Filmen und Serien, die nach seinem Tod, also nach 1991 entstanden sind), wird unbeantwortet bleiben, denn der gute Mann ist nunmal seit 20 Jahren tot. Wer meint darüber urteilen zu können, sollte mit seinen Aussagen vorsichtig sein... Es sei denn diese Person kann mit Toten sprechen ;-)

Jedenfalls ist "STAR TREK" (2009) der wohl gelungenste Neustart einer Filmreihe des neuen Jahrtausends, vor allem aber wegen seiner Fokussierung auf die Charaktere ein Sci-Fi-Film mit viel Herz und Seele. Die Crew harmoniert perfekt, die Darsteller sind hervorragend getroffen und die Inszenierung zeitgemäß. Mission erfüllt, J.J. ! Wir bitten um Nachschub !
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am 29. August 2013
Nach langer StarTrek Pause wurde endlich wieder ein neuer Film gedreht. Endlich geht das StarTrek Universum in eine nächste Runde. Dieser neue StarTrek Film ist in seiner ganzen Rundumgestaltung sehr zeitgemäß. Die Animationen sind sehr aufwendig und zahlreich. Die vielen Effekte sind der Wahnsinn und die Spannung und Action auf einem Topp Level. Die Figuren Kirk und Spock wurden sehr gut neu inszeniert.
Diese neue StarTrek Aufmachung knüpft nicht an Picard an, sondern an den Draufgänger Kirk. In den Filmen mit Picard war alles philosophischer und nachdenklicher. Kirk ist eben eher der emotional geleitete, spontane StarTrek Kapitän. Daran denkend, finde ich den neuen Film sehr gut und freue mich auf viele weitere die da hoffentlich noch folgen werden!
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am 7. September 2010
"Star Trek" ist nun schon die elfte Verfilmung des auf der Original Serie basierende gleichnamige Franchise nach einer Idee von Gene Roddenberry. Nachdem eher weniger erfolgreichen zehnten und letzten Kinofilm "Star Trek - Nemesis (in dem sich die Crew unter Captain Jean Luc Picard endgültig verabschiedete) wagt sich J.J. Abrams an einen Neuanfang des Franchise.

Ich (Jahrgang 1984) bin mit Star Trek (The Next Generation) aufgewachsen. Meine Mutter ist seit der TV Austragung der klassischen Serie ein Star Trek Fan und hat mich somit damit infiziert. Ich weiß noch wie ich jeden nachmittag nach der Schule meine Hausaufgaben oder was ich auch sonst immer gemacht habe unterbrochen habe um um 15 Uhr auf SAT1 Star Trek gucken zu können.

Später folgten Serien wie "Deep Space Nine" oder "Voyager". Und Kinofilme wie "Treffen der Generationen" oder "Der erste Kontakt". Doch spätestens nach "Star Trek Nemesis" war es erstmal vorbei mit der Star Trek Begeisterung. Man kann auch sagen die Luft war raus. Der letzte Kinofilm wie auch die letzte Serie "Enterprise" haben einfach nicht mehr in die Zeit gepasst.

Nachdem ich das erste mal gelesen hatte das man plant auch bei Star Trek einen Neuanfang zu wagen war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Was sich änderte als das erste mal der Name J.J. Abrams in diesem Zusammenhang hörte oder besser gesagt las. "Lost" und ganz besonders "Fringe" sind geniale Serien für die J.J. Abrams u.a. verantwortlich war. Und meine Skepsis änderte sich zu anfänglicher Begeisterung.

Nachdem ich den ersten Trailer gesehen hatte war ich endgültig begeistert. Und jetzt konnte ich es nicht mehr erwarten den Film zu sehen. Und nachdem ich im Kino war ich mehr als begeistert. Eine Neuauflage mit den Figuren aus der klassischen Serie, gespielt vom neuen jungen Darstellern ist gelungen.

Abrams ist es dabei, meiner Meinung nach, gelungen dem Franchise neues Leben einzuhauchen. Lange oder Noch nie war Star Trek so jung, so cool und so nah am Mainstream. Obwohl viele das sicher für keine gute Entwicklung halten. Doch für das Überleben des gesamten Franchise ist das eine mehr als gute Nachricht.

Die Idee eine alternative Zeitlinie zu erschaffen ist für einen Star Trek Fan nicht wirklich neu und doch ist hier die perfekte Idee für einen Neuanfang. Damit ergab sich die Chance die Figuren in ihren Werdegängen und Verhaltensweisen zu verändern und auch für den klassischen Star Trek Zuschauer weniger berechenbar zu machen. Gleichzeitig ergibt sich die Chance für komplett neue Geschichten. Und J.J. Abrams hat diese Chance mit den ersten Film genutzt.

Ausgelöst durch eine Katastrophe in der Zukunft wurde die Vergangenheit verändert. Das Föderationsschiff USS Kelvin wird entsendet um Energie Turbulenzen zu untersuchen. Als plötzlich ein großes romulanisches Raumschiff auftaucht und die USS Kelvin angreift ist diese hoffnungslos unterlegen. Der Captain der Kelvin Richard Robau begibt sich auf Weisung des Captain des romulanischen Raumschiffes auf dessen Schiff. Als er dort dessen Fragen nicht beantworten kann wird es von diesen getötet. Nachdem danach der Angriff auf die Kelvin weiter geht befiehlt der erste Offizier George Kirk die Evakuierung des Schiffes. Um der Crew und seiner in den wehen liegenden Frau die Flucht zu ermöglichen steuert Kirk die Kelvin in das romulansiche Schiff um es größtmöglich zu beschädigen und opfert sich so gleichzeitig selbst.

Der Film ist gerade unter Star Trek Fans umstritten. Auch gerade wegen der Tatsache das es sich um die Figuren von Kirk, Spock und Co. handelt, diese Figuren von neuen Darstellern verkörpert werden und auch einfach anders sind als sie es die letzten Jahrzehnte waren.

Dabei ist es gelungen die Figuren von Kirk, Spock und Co. mit frischen Gesichtern auferstehen zu lassen. Besonders gelungen die Wahl von Zachary Quinto als Spock. Man nimmt ihm die Rolle des logischen und nur unfreiwillig komischen Vulkaniers von der ersten Minute ab. Sowie Chris Pine als James "Jim" Kirk. Überzeugend und ich muss zugeben überrascht gewesen zu sein wie schnell man sich an die neuen Gesichter gewöhnt hat. Aber auch Karl Urban als Pille, Zoë Saldaña als Uhura, Simon Pegg als Scotty, John Cho als Sulu und Anton Yelchin als Chekov könne von Beginn an überzeugen und passen perfekt zu ihren jeweiligen Rollen.
Desweiteren sind Eric Bana, Winona Ryder, Chris Hemsworth, Jennifer Morrison sowie Leonard Nimoy zu sehen.

Die Blu-Ray Veröffentlichung kann sich auch sehen lassen. Die limitierte Sonderedition kommt in einem kleinen Enterprise Modell sowie zwei Blu-Ray Discs zu einem nach Hause. Die Enterprise muss man selber zusammenbauen was aber kinderleicht ist.
Die beiden Discs befinden sich in der Untertasse (sind im oberen sowie im unteren Teil untergebracht). Das öffnen der Untertasse ist auch einfach und ohne das man Angst haben muss etwas kaputt zu machen.

Als Extras bekommt man u.a. eine sehr ausführliche Übersicht über die Entstehung des Films. Neben einem Audiokommentar gibt es noch Dokus über die Realisation der Raumschiffe, der Aliens, der Planeten, Ausstattung und Kostüme sowie Dokus über das Casting, Eine neue Vision, Wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist, Ben Burtt und die Sounds von Star Trek, Musik, Gene Roddenberrys Vision, Entfernte Szenen, Gag Reel und Trailer.

Ich weiß nicht ob ich der klassische Trekkie bin, Oder ob es den überhaupt gibt. Ich sehe die Serie TNG, DS9 und Voyager immer wieder gerne genauso wie die alten Kinofilme mit der Crew unter Kirk und die etwas neueren unter Picard (inklusive Nemesis).
Und ich finde die Interpretation des Franchise unter J.J. Abrams mehr als gelungen. Die Bilder sind fantastisch genauso wie die Leistung der Schauspieler. Und die Geschichte passt und unterhält. Und ich kann nur hoffen das noch einige neue Filme von Star Trek Folgen werden.
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am 8. Mai 2016
Ich habe zuerst den 2. Teil im Kino gesehen weil Benedict Cumberbatch mitspielt. Ich war begeistert von Zachary Quinto, zuvor hab ich ihn in einer Serie gesehen. Der erste Teil erklärte einiges auch Fragen, die ich zu den alten Filmen hatte. Gute Regie und Schauspieler!!!
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am 3. Januar 2015
Tolles Remake der alten Serie in modernem Stil, dürfte altengessessenen Treckies jedoch ein wenig gewöhnugsbedürftig erscheinen. Die Idee, die alternative Handlung anhand einer durch den Zeitsprung entstandenen Singularität und einem daurch entstandenen Paradoxon zu erklären, ist gewagt- aber gut. Das ist ja ein altbekanntes Problem mit Zeitreisen in die Vergangenheit- klingt logish, und faszinierend. Insgesamt: Anschauen!
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am 14. November 2010
Resurrection wäre wirklich ein passender Titel gewesen, denn eine Wiedergeburt, der seit den 60ern existierenden "Serie", ist es allemal.
Ich muss schon sagen - sehr gewagt, was hier Regisseur J. J. Abrams und sein Team, auf die Beine gestellt haben.
Man kann sich lebhaft vorstellen, wie gespannt man auf die Zuschauerreaktionen nach der Premiere und danach gewartet hat. Im Prinzip war alles möglich, der totale Verriss duch die Fans, bis hin zum auf die Schulter klopfendem Lob und Gratulationen von allen Seiten.
Man wollte offenbar nicht dem üblichen Star Trek-Weg folgen und eine X-te Auflage einer Geschichte mit Klingonen, der Föderation und Co. abliefern. Vielmehr erfand man das Star Trek-Universum komplett neu - im wahrsten Sinne des Wortes.
Dies ist natürlich ein gewagter Schuss vor den Bug und eine regelrechte Kampfansage an viele Hardcore Fans. Auch ich, als Star Trek Fan der ersten Stunde, muss zugeben, dass ich sehr irritiert war. Was??? Vulkan wird zerstört? Alles plötzlich anders? Eine neue alternative Zeitlinie? (man könnte dies noch endlos fortsetzen)
Persönlich war ich schon gespannt auf eine Geschichte, die den "wahren" Beginn von Kirk und Spock und ihre jungen Jahre zeigen würde und ich bin sicher, auch diese wäre ein Erfolg geworden. Aber wie gesagt, man entschied sich (leider oder Gott sei Dank?) anders.
Ohne viel verraten zu wollen, die meisten wissen ohnehin bereits, um was es geht - Romulus wird durch Spocks Scheitern, dies zu verhindern, zerstört. Ein dadurch entstehendes schwarzes Loch bringt ein Schiff mit Romulanischen Überlebenden, sowie Spock selbst in die Vergangenheit. Die Romulaner (angeführt von Eric Bana, den ich im Kino gar nicht erkannt hatte), versuchen nun ihrerseits Vulkan in der Vergangenheit zu zerstören, um dass Unglück rund um Romulus in der Zukunft zu verhindern. Fälschlicherweise schieben sie nämlich alles Spock in die Schuhe.
In der neuen alternativen Zeitlinie ist aber Gott sei Dank nicht alles anders. Man trifft natürlich auf praktisch alle wichtigen Charaktere, erlebt wie Kirk (Chris Pine), Spock (Zachary Quinto aus der Serie Heroes), Pille/Bones McCoy (Karl Urban aus Herr der Ringe, RED, etc. - habt ihr eigentlich gewusst, dass er Karl-Heinz heisst :) ) Scotty (Simon Pegg/Shaun of the Dead), Uhura (Zoe Saldana) und Chekov und Sulu auf der Akademie zusammentreffen.
Die Schauspieler wurden allesamt hervorragend ausgewählt und passen sehr gut in die übergrossen Fussstapfen, die ihre "Vorgänger" hinterlassen haben.
Auch Bruce Ringwood als erfahrener Captain Pike macht seine Sache sehr gut! Als ich ihn am Ende im Rollstuhl sah, konnte ich mir ein Lachen im Kino nicht vergleichen - war natürlich auch wieder eine tolle "Hommage" an die alte Serie (obwohl, ich Pike und Kirk als eher gleichaltrig in Erinnerung habe).
Überhaupt, trotz alternativer Zeitline, gab man sich sehr viel Mühe zum Detail, was vermutlich viele Trekkies wieder besänftigte. Angefangen vom Kobayashi-Maru-Test, den ja Jim Kirk mit Bravour gemeinstert hat :), bis hin zu Kirks Jugend in Iowa.
Kurz zur Technik - das Bild der Blu-ray ist wirklich erste Sahne! Angemessen für einem Film dieses Kalibers. Der deutsche Ton ist ok, nicht weltbewegend, habe gelesen, dass sogar der Ton auf DVD etwas besser sein soll.
Auf der Bonus-Blu-ray gibts viel zu entdecken und man erfährt in unzähligen mehr oder weniger langen Featurettes viel Hintergrundinformationen.

Fazit:
Was mir besonders gefallen hat:
- Bild der Blu-ray
- Liebe zum Detail
- die Schauspieler bringen die alten Charaktere wirklich gut rüber, ganz besonders Spock und Pille. die beiden waren wirklich hervorragend.
- man bekommt Leonard Nimoy als alten Spock wieder zu sehen!
- der Mut zur Veränderung, obwohl man sich natürlich mit der Idee der geänderten, seit den 60ern bekannten Star Trek Geschichte, erst mal anfreunden muss. Dies gibt aber andererseits massig Möglichkeiten für weitere Ideen für Filme, Serien etc.
- für Paramount-Verhältnisse umfangreiche Bonus-Blu-ray (meist erhält man sowas erst nach der xten Special Edition)
- viele "Realeffekte" durch Bauten und Modelle, statt übertriebenem Computereinsatz
- Der schnelle Ablauf, die gute "Pace", es gibt kaum/keine langweilige Szenen. (J.J. Abrams sagt im Making Of, dass er die schnelle Star Wars "Pace" in das eher langsame Star Trek Universum bringen wollte - was ja beinahe ein bisschen frech ist ;) )

nicht ganz so toll:
- Ton eher durchschnittlich
- Chekov ist war nett und lustig, nervt aber ein bisschen :)
- dass Spock Kirk auf dem Schneeplaneten aussetzt, kann vermutlich kein Star Trek Fan nachvollziehen, so anders kann die geänderte "Realität" gar nicht sein.
- die Monsterverfolgung auf dem Eisplaneten war eher peinlich, offenbar wollte man einfach ein paar Effekte zeigen. Erinnerte ein bisschen an die noch viel ärgere und sinnlosere Reise durch den Planetenkern in Star Wars Episode 1.
- trotz der über 2 Stunden, hätte man sich natürlich noch mehr Szenen mit Pille, Scotty, Sulu und Co. gewünscht. Hauptsächlich sah man halt Kirk und Spock.
- die Romulaner bleiben blass, es hätte auch jede andere neue oder alte Rasse sein können, es hätte keinen Unterschied gemacht, sie waren eher "Nebensache".

Star Trek - trotz oder vielleicht sogar wegen der alternativen Zeitline, macht Lust auf mehr. Die daraus resultierende interessante Story tut ihr übriges, die Schauspieler passen und vermitteln glaubwürdig Kirk, Spock und Co. zu sein.
Und an alle Hardcore Fans, die unzufrieden waren - gebt dem Film vielleicht nochmal eine Chance, und seht ihn euch noch ein 2tes Mal an.
Kann 2012 gar nicht erwarten, da soll der nächste Star Trek Film ins Kino kommen. Angeblich diesmal mit dem alten Captain Kirk (William Shatner).
Vielleicht wird ja dort die Zeitlinie wieder "gerade" gerückt :)
Möglich ist ja alles...
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am 24. März 2010
Der zehnte Star Trek - Kinofilm, bei dem es um einen besessenen Romulaner ging, der eine Superwaffe besitzt, mit der er die Föderation auslöschen will, floppte. Nun wollte man einen Neuanfang, für den man J.J. Abrams als Produzenten und Regisseur holte. In diesem hoffnungsvollen Neuanfang geht es um einen besessenen Romulaner mit einer Superwaffe, mit der er die Föderation auslöschen will.

Aah so ja!

Im Vorfeld wurde gesagt, daß sich der neue Film an den offiziellen Kanon (=Star-Trek-Historie) hält. Nichts davon! Im Gegenteil: Fast die gesamte bisherige Historie (alles in allem 605 Fernsehfolgen und 10 Filme, also alles mit Ausnahme der Serie "Enterprise", die vor diesen Ereignissen spielt) wurde mit einem Wisch ausgelöscht, indem durch eine Zeitreise eine neue Zeitlinie erschaffen wurde. Vulkan existiert nicht mehr, Spocks Mutter ist tot, Spock selbst existiert in zwei Versionen in der selben Zeit. Dies sind nur die gröbsten "neuen Tatsachen", mit denen sich der allgemeine Trek-Fan abfinden muß. Es gibt noch viele weitere Ungereimtheiten...

Wie schlagen sich nun die neuen Darsteller der alten Haudegen? Mehr schlecht als recht, würde ich sagen. Am Besten kommt noch Zachary Quinto als junger Spock daher, der seine Emotionen noch nicht so unter Kontrolle hat, während sein alter ego in Gestalt von Leonard Nimoy - souverän wie immer - für die wenigen starken Charaktermomente sorgt. Auch Karl Urbans Pille kann überzeugen. Weniger gelungen ist dagegen Scotty (Simon Pegg), der so gar nichts von seinem bisherigen Charakter vorweisen kann. Ziemlich aufgesetzt und unglaubwürdig erscheint die Romanze zwischen Spock und Uhura (Zoe Saldana), zumal sie für die Handlung auch völlig unwesentlich ist. Am schwierigsten ist wohl Chris Pine zu beurteilen. Daß Kirk noch ein unreifer Schnösel ist, der mehr Ärger als alles andere macht, ist ja noch plausibel. Allerdings wird dieser Aspekt doch so stark übertrieben, daß man ihm den Reifeprozeß, den er im Laufe des Films durchmacht, nicht richtig abnimmt. Enttäuscht dürften wohl die meisten vom Kobayashi-Maru-Test sein, wo der Rotzlöffel apfelessend mit einer Mir-doch-eh-egal-Attitüde durchs Set stapft. Haben wir uns nicht viel eher vorgestellt, wie Kirk ernsthaft durch die Simulation führt, um anschließend mit einem shatner'schen Grinsen in all die verblüfften Gesichter zu schauen?

Kommen wir zum Bösewicht: Nero sieht cool aus, wird von Eric Bana noch cooler gespielt, hat aber mit einem Romulaner, wie wir sie kennen, ungefähr soviel gemeinsam wie Admiral Archers Beagle mit einem Klingonen. Und seine Beweggründe sind noch fadenscheiniger als die von Shinzon im vorigen Film. Na gut, dafür sorgt er mit seiner Vendetta für ordentlich Action und einen unterhaltsamen SciFi-Film.

Denn das ist er, von einem neutralen Standpunkt aus (sprich: als Nicht-Trekkie) betrachtet. Die Special Effects sind state-of-the-art, Bild und Ton ebenso, und unterhalten wird man wirklich gut. Nur Trek-Feeling will sich nicht einstellen, mit den Ausnahmen, wenn Leonard Nimoy auf der Bildfläche erscheint. Deswegen eine getrennte Wertung: Für Star Trek Fans 2 Sterne, für alle anderen 4 Sterne.

Wie inzwischen (leider) üblich, hat die DVD nur wenig Extras zu bieten - einen Audiokommentar, ein knapp 20minütiges Making Of und eine Gagreel - wohingegen die Blu-Ray mit Extras nicht geizt. Eine 2-DVD-Edition (im Steelbook) kann da schon mehr überzeugen. Die enthält u.a. noch (kommentierte) geschnittene Szenen und einige weitere Featurettes.

Wie es mit Star Trek weitergeht, muß man abwarten. Die Schauspieler sollen jedenfalls Verträge für mehrere Filme unterschrieben haben. Nur schade, daß mit einem billigen Trick (der an eine 80er-Jahre-Soap-Serie erinnert, wo plötzlich eine ganze Staffel oder so sich als Traum eines Protagonisten herausstellte) alles, was wir kennen, auf den Kopf gestellt werden kann.

(Der alte) Spock: Ich bin es, und werde es immer sein - Ihr Freund.
Kirk: In die Vergangenheit zu reisen um die Geschichte zu verändern - das ist mogeln.
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am 15. April 2016
Es wurde Zeit, die Unsterblichkeit der Abenteuer dieses Raumschiffes und der Protagonisten neu zu definieren.
Und diese Neudefinition ist sowas von gelungen! Absolut top: die Story, die zeitgemässe Ausführung, die Mitwirkende vor und hinter der Kamera - einfach alles. Die "Into the Darknes" ist eine 100%-ig würdige Fortsetzung. Bin gespannt auf die weiteren Abenteuer der Crew...
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