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am 19. April 2016
Vier Menschen mit einem Trauma, vier Geschichten, die parallel erzählt werden.
Ein Mann in Meanwhile-City will einen Unbekannten töten. eine junge Frau inszeniert wiederholt ihre Selbsttötung, ein alter Mann auf Suche und ein junger Mann, dem eine Kindheitsfreundin nicht aus dem Sinn geht.
Meanwhile-City, eine Horrorvision einer Zukunftsstadt, deren Sinn es nur zu sein scheint, jeden Bürger religiös zu haben, es gibt eine Behörde, in der die abstrusesten Glaubensrichtungen, Sekten oder Anbeter wie Pilze aus dem Boden schießen, seien es die Nagellackladies, denen der Lack ausgeht, seien es die glühenden Verehrer von Gebrauchsanweisungen. Hier ist Ryan Phillippe mit seiner Stoffmaske unterwegs, verfolgt, ausgebüxt und schließlich auf der Lauer, während Eva Geen Pillen schluckt, gerettet wird, schnibbelt, gerettet wird,...
Nach 25 Minuten fragt man sich, was das soll, nach knapp einer Stunde bekommt man eine Vorstellung, dass vier traumatisierte Seelen die unterschiedlichsten Wege gefunden haben , ihre Traumata zu verarbeiten und wird gespannt, und nach 80 Minuten schauen zwei der vier von einem Dachboden in ein Restaurant gegen über, wo die zwei anderen auf Erlösung hoffen, und der Film nimmt ein explosives Ende.

Wer die "wirre" erste halbe Stunde übersteht, über die scheinbare Zusammenhanglosigkeit durch das wirklich beeindruckende Spiel von Eva Green getröstet, merkt allmählich, dass außer einem Trauma die vier Protagonisten nichts gemeinsam haben, und gibt es überhaupt eine Gemeinsamkeit der dunkelhaarigen "Selbsttötungsinszeniererin" Eva Green mit einer rothaarigen Eva Green , der Sam Riley fasziniert folgt?

Ein reiner Zufall führt die vier Menschen schließlich zusammen, die anfangs wirren Fäden liefen erkennbar nach ca 60 Minuten in eine Richtung, um sich schließlich verhängnisvoll zu verschlingen, in zum Teil beeindruckenden Bildern gezeigt, aber überzeugende Psychogramme haben wir nicht gesehen.

Fantasy oder Science Fiction war in den Köpfen einzelner verlorener Seelen, aber große Teile des Filmes liefen nur darauf hinaus, das spektakuläre Ende zu ermöglichen, hatten aber nicht viel psychologischen Tiefgang.

Kann man sich anschauen, ein zweites Mal lohnt nicht.

Doc Halliday
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am 4. April 2009
"Franklyn" ist einer dieser Filme, die sich nur schwer einem Genre zuordnen lassen und es somit auch schwer haben dürften, eine größere Zielgruppe anzusprechen. Zu fließend sind die Übergänge zwischen Drama, Fantasy und Experimentalfilm. Zu verschachtelt die Handlung, zu willkürlich der Wechsel zwischen verschiedenen Welten und zu unbefriedigend die Auflösung. Visuell jedoch überzeugt "Franklyn" auf ganzer Linie. Wunderschöne neo-barocke und gleichzeitig düstere Kulissen, phantastische Kostüme und phantasievolle Gestalten bevölkern den einen Ort der Handlung, Meanwhile City. Der andere Ort, das London von heute, kommt im krassen Gegensatz dazu waffengrau und wolkenverhangen daher, dafür sind die Einzelschicksale der Protagonisten recht interessant.

In Meanwhile City ist Jonathan Preest (Ryan Phillippe, "Crash") auf der Suche nach "The Individual", einem Mann oder Wesen, welches er vorhat zu töten. Warum und weshalb, wird erst ganz am Ende dieser verworrenen Geschichte aufgelöst. Die Stadt wird beherrscht von religiösen Fanatikern und machtgeilen Klerikern, Preest ist fortwährend mit schützender Maske unterwegs, allerdings kein Einzelfall in Meanwhile City, die Hälfte der Einwohner scheint sich nur maskiert fortzubewegen. Viel mehr möchte ich zu diesem seltsamen Ort gar nicht sagen, ich wende mich mal der Parallelhandlung zu. Hier treffen wir als erstes auf Milo (Sam Riley, "Control"), der gerade von seiner Freundin verlassen wurde und nun die bereits geplante Hochzeit absagen muss. Durch seinen besten Freund gibt es hier sogar ein Wiedersehen mit Richard Coyle, dem herrlich durchgeknallten Jeff aus der Serie "Coupling". Leider nur in einer Nebenrolle. Nun denn... Milo trifft stattdessen auf seine Kindergartenliebe, die er offensichtlich nie ganz vergessen konnte. Leider ist sie nicht das, was sie zu sein scheint. Derweil ist ein alter Mann auf der Suche nach seinem Sohn. Je mehr er auf seiner Suche über ihn herausfindet, umso weniger scheint er ihn zu kennen. Und dann ist da noch Emilia (Eva Green, "Casino Royale"), die ihren Uni-Professor mit immer bizarreren und vor allem lebensgefährlichen Kunstprojekten beeindrucken will. Nach und nach verweben sich die unterschiedlichen Handlungsebenen miteinander, bis letztendlich die schreckliche Wahrheit ans Licht kommt und geschickt alle Protagonisten zusammenführt.

Bis es jedoch so weit ist, wird dem Zuschauer einiges an Geduld abverlangt, denn lange Zeit bleibt völlig unklar, was das alles soll und wie es zusammenpassen könnte. Zudem wird die Hälfte des Films im englischen Original von der hypnotisch bis einschläfernden Erzählstimme von Ryan Phillippe untermalt, die aber vorzugsweise nur wirres Zeug faselt. Die Wechsel zwischen Meanwhile City und London sind sehr abrupt und bremsen das Einfühlungsvermögen des Zuschauers in die Geschichte immer wieder aus. Willkürlich und zusammenhanglos erscheinen die verschiedenen Geschichten, die hier abwechselnd erzählt und eingeblendet werden. Sicher ist nur, dass unsere Protagonisten alle einen Hau haben, die einen mehr, die anderen weniger. Viel mehr lässt sich zur Geschichte gar nicht sagen, denn schließlich soll die Auflösung ein Geheimnis bleiben, das jeder für sich selbst entdecken sollte, wenn er sich denn entschließt, sich auf das filmische Experiment "Franklyn" einzulassen. Es lohnt sich bedingt, wobei sich sagen lässt, dass der Film für einen Großteil der durchschnittlichen Kinogänger sicherlich nichts ist, bekannte Darsteller hin oder her. Regie-Neuling Gerald McMorrow, der hier auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, hat sehr viel Mühe und sicherlich auch Herzblut in seinen Erstling gelegt, sich dabei aber ein wenig verzettelt. Zu lange bleibt unklar, wie die verschiedenen Puzzleteile zusammengehören, Vielen ist die Geduld, sich weiter auf "Franklyn" einzulassen, bis dahin verloren gegangen. Bisweilen wirkt der Film sogar überfrachtet, sowohl optisch als auch inhaltlich, zumindest bei der Story wäre hier etwas weniger mehr gewesen.

Dennoch kann man dem Film eine gewisse Faszination nicht absprechen. Wenn man dann endlich die Zusammenhänge erkennt und sich das ein oder andere Aha-Erlebnis einstellt, ist man wieder mehr in die Geschichte involviert und somit auch an ihrem Fortgang interessiert. Das Ende beantwortet die meisten Fragen, wirft aber auch gekonnt einige neue auf. Darstellerisch hält er ebenfalls die ein oder andere Überraschung parat. Phillippe bleibt erstaunlich blass, obwohl ihm hier eine tragende Rolle zukommt. Ähnlich ergeht es Riley, der Vielen noch gut aus seiner überzeugenden Leistung in "Control" in Erinnerung geblieben sein dürfte, hier aber auch eher in zweiter Reihe agiert. Am interessantesten ist sicherlich die Rolle der Emilia, der Eva Green tragische und schräge Züge verleiht und so beweist, dass ihre schwache Leistung in "Casino Royale" hoffentlich eine Ausnahme war. Die Nebenrollen sind stimmig besetzt, bleiben hier aber nur schmückendes Beiwerk. Hätte der Regisseur sich ein bisschen weniger auf die fulminante optische Umsetzung seiner Geschichte und ein wenig mehr um eine etwas weniger krude Story gekümmert, wäre "Franklyn" ein weitaus fesselnderer Film geworden. So schwankt er etwas unschlüssig zwischen Psychothriller, Fantasyfilm und künstlerisch ambitionierten Autorenfilm hin und her und kann somit keinen klaren Fokus setzen.

Ein Film, auf den man sich voll und ganz einlassen muss, der gängige Erzählstrukturen konterkariert und dem Zuschauer Geduld und Intelligenz abfordert. Durch die imposanten Kulissen wird man aber nur allzu gern davon abgelenkt, der Geschichte mit der Aufmerksamkeit zu folgen, die sie einfordert. Ein filmisches Experiment, sicherlich nicht massentauglich und leider auch nicht komplett gelungen, dennoch definitiv eine Erfahrung. Man muss sich nur entscheiden, ob man sie machen will. Drei von fünf Reisen durch Zeit und Raum, auf denen man leicht vom Weg abkommen kann.
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Ja, nun, zu allererst: Ich hätte gern mehr Punkte gegeben.

Eines vorab: der Film ist in der Tat von der Idee sowie von etlichen Szenen und gerade der Atmosphäre in Meanwhile-City her tatsächlich in diesen Momenten ein kleines Meisterwerk.
Die Eröffnung ist bombastisch, grandios, toll und faszinierend. Und genau da fängt das Problem an... der Film ist einfach nicht rund und er hält leider nicht das, was er verspricht.
Er weckt Erwartungen, die er leider für mich (und nur für mich kann ich hier sprechen) nicht erfüllen konnte.

Pros & Contras

Die Szenen in Meanwhile-City sind einfach fantastisch. Ich wünschte, der ganze Film hätte sich dort abgespielt. Die Atmosphäre ist zum Schneiden. Die Off-Stimme passt super. Die Idee mit den Religionen ist einfach - ich kann es nicht anders sagen - köstlich. Die ganze Ausstattung eigentlich perfekt, mir ist nichts Gegenteiliges aufgefallen. Auch der dezente Einsatz neuzeitlicher Detail (z.B. die Ampeln) weckt das Interesse daran, wo sich die Handlung abspielt, was die Geschichte dieser dystopischen Welt ist, die sich in keinster Weise ver der Kulisse in einem Klassiker wie Blade Runner verstecken braucht.

Diese Qualitäten, diese erzählerische Dichte werden dann abrupt unterbrochen. Von der Optik her - fasst schon an eine in kühle Farben gedrehte Kriminalserie erinnernd - geht es weiter. Radikaler Schnitt. Das erste AHA! Interesse ist immer noch da, wenn auch etwas Wehmut, dass ich nicht mehr in Meanwhile-City bin. Später merke ich, das ist erst der 2. Handlungsstrang von 3 (oder 4), je nach Sichtweise. Denn wir haben noch eine weitere Handlung, die eingeflochten ist, die ebenfalls ihre eigene Bildsprache hat. Noch ein AHA!

Bis jetzt ist alles noch gut, wenn auch die Falten vom ständigen Stirnrunzeln noch etwas tiefer werden. Und so jagt ein AHA! das nächste, wobei es aber eher überrascht-verwundete Ausrufe sind in die sich mit der Zeit ein leicht verwirrter Unterton mischt. Aus keinesfalls triumphierenden AHA!s werden dann jedoch immer mehr HÄ!s und so jagt eine Szene die andere und selbst nach 1 Stunde (ich möchte mich da nicht genau festlegen) hat man immer noch keinen Plan, was für einen Sinn hinter diesem Film stecken mag. Da hat wohl jemand zuviel gewollt, denn auch einen Spannungsbogen kann man überspannen, was meiner Meinung hier der Fall ist. Und wenn der Bogen überspannt ist, dann kann er nichts mehr treffen, höchstens, man würfe ihn. Denn der Film bietet leider - auch hier kann ich wieder nur für mich sprechen - keine kleinen, perfiden (weil fälschlich) und doch so geliebten "Jetzt hab ich's"-Momente. Nein, er lässt einen im Dunkeln tappen, bis es eigentlich nur noch anstrengend ist, von einer erkennbaren Meta-Handlung oder Master-Plan kaum zu sprechen.

Und dann - Halleluja! - schließt sich der Kreis, aber macht es Knall? Fehlanzeige. Stattdessen wird das ganze so zum Erbrechen erklärt mit Hinweisen und Hinweisen und Hinweisen, dass man sich dann fragt, im Gegensatz zur ersten Stunde des Filmes mit dem Gefühl einfach nicht intelligent genug zu sein, der Handlung folgen zu können (es könnte durchaus auch länger gewesen sein), ob man nicht nun veräppelt wird, ob einem nicht nun eine gewissen Grundintelligenz abgesprochen wird. Dieser Prozess ist dabei so dermaßen schleichend, dass es nur noch enervierend ist, und da tut mir wirklich die Mühe der Schauspieler leid, weil dieser Zustand des Betrachters nicht deren Schuld ist, wirklich nicht, es ist die Schuld des Regisseurs, des Cutters oder der Produzenten.

Zuerst wird die aufkommende Spannung durch eine lange Tortur an unterschiedlichsten Szenen dreier Handlungsstränge abgetötet und dann, als man endlich triumphierend die Faust gen Wohnzimmerdecke hebt und ein erleichtertes "Jahahaaa, ich weiß es, ich weiß es" über die Lippen sprudelt, wie die Niagarafälle über den Abhang, dann wird immer und immer wieder erklärt. Das ist alles redlich bemüht und wirklich engagiert, aber Filmgenuss - und der wurde doch verdammich nochmal am Anfang geweckt (auf den Tisch hau) - stelle ich mir anders vor. Und das trotz so vieler - für sich alleine - guter Szenen und Ideen. Der Film krankt an seinen Ambitionen, etwas ganz besonderes sein zu wollen. Leider, leider und nochmals: leider!

Und das alles führt dann dazu, dass man das Finale dann nicht mehr ordentlich greifen kann. Weil man sich vorher durch diese ständigen Hochs und Tiefs geschaut hat. Das Finale fängt übrigens auch wieder genauso an wie der Film, nämlich sehr atmospährisch und eigentlich auch spannend und dann... dann wird es in den Sand gesetzt. Warum? Weil es tatsächlich das abspult, was man nach einem Standard-Drehbuch erwarten könnte. Es ist klar, wer sterben wird - und das auf wirklich plumpe Art und Weise -, wer wenn bekommt und wer wen verliert.

Das Schlimme ist, der Film ist trotzdem noch gut! Warum es schlimm ist? Ha! Weil der Film immer wieder durchblicken lässt, was er hätte leisten können. Und das bekommt ihm gar nicht gut, und mir auch nicht (hust).

Fazit:
Ich bin zwiegespalten, da der Film durch seine Anfangssequenz wirklich die Messlatte sehr hoch angelegt hat und sie dann doch nicht übersprungen hat.
Schade, denn er hätte das Potenzial für einen Knaller gehabt. Aber zu sehr holpern Handlung und Spannung dahin; der Film stellt sich quasi selbst ein Bein.
Dennoch ist er in jedem Falle sehenswert, gerade für Leute, denen es nichts ausmacht, wenn ein Film auch seine Längen hat (nicht im negativen Sinne), also ruhigere Passagen und nicht immer nur Action, Action, Action. Aber, er ist kein leichter Film, er fordert und gibt leider nicht das zurück, was er nimmt, und am Ende bleibt traurigerweise das unbefriedigende Gefühl, dass er irgendwie nicht das gezeigt hat, was er hätte zeigen können. Das Dumme dabei ist, man kann noch nicht mal den Finger drauflegen und sagen: "Daran ist's konkret gescheitert!"
Also, schmeist den Kamin an, bei dem Sauwetter gerade (es ist kalt und feucht und so gar nicht bunt-herbstlich), holt Euch 'nen Grog oder 'nen Tee und schaut Euch den Film unbedingt mit anderen Leuten an, damit Ihr, sollte Bedarf sein, was höchstwahrscheinlich der Fall sein wird, auch mal darüber diskutieren könnt, was da gerade auf Euer Flimmerkiste abläuft.

Mein Herz sagt: "Ich will aber, dass der Film toll ist. Ich gebe 5 Sterne."
Mein Bauch sagt: "Ist mir egal, mir passt er nicht. Ich gebe 2."
Mein Kopf sagt: "Vielleicht versteh ich es einfach nicht. Dabei hab ich mich doch so bemüht. 3 Sterne sind meine Wahl."

Auf jeden Fall, ist der Film einen zweiten Blick wert, und wer weiss, vielleicht kann ich dann die Wertung noch verbessern...?

Vielen Dank für Eure Geduld und Aufmerksamkeit.

Lest Euch ja die anderen Rezensionen zum Film durch!
Leiht Euch den Film vielleicht besser erst mal aus, bevor Ihr ihn kauft.
Wenn Ihr den Film mögt, dann schaut Euch "The Fall" und UNBEDINGT "Pans Labyrinth" an.
44 Kommentare| 62 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Oktober 2009
Mit diesem Satz schickt uns Jonathan Preest(Ryan Phillippe) in die Geschichte. Preest lebt in der Megametropole Meanwhile-City irgendwo in einer anderen Zeit und einem anderen Raum. Als Erzähler führt uns Preests Stimme durch die Story. Preest will Rache, um jeden Preis. In der religiösen Welt von Meanwhile-City funktioniert nichts ohne den Glauben. Preest sucht "Das Individuum". Mit ihm hat er eine Rechnung offen. Der Tod eines Mädchens, das Preest beschützen sollte, geht auf sein Konto. Und Preest wird nicht eher ruhen, bis diese Schuld gesühnt ist.

In London platzt gerade die Hochzeit von Milo(Sam Riley). Das wirft ihn aus der Bahn. Urplötzlich sieht er immer wieder eine Frau mit roten Haaren in seiner Nähe. Milo ist sich ganz sicher, dass es sich dabei um seine alte Sankastenliebe Sally handelt. Er folgt ihr, braucht aber einige Zeit, bis er ihr wieder gegenübersteht.

Emilia(Eva Green) ist psychisch total angeknackst. Die Kunststudentin hat Probleme mit ihrer Mutter. Da war irgendetwas in ihrer Kindheit, das ihr noch heute Angst macht. Emilia weiß nicht, was das war und ihre Mutter hält sich bedeckt. So folgt bei Emilia ein Selbstmordversuch dem nächsten, bis sie ihre Mutter zur Rede stellt. Von da an steht Emilias Welt Kopf.

Peter Esser(Bernhard Hill) sucht seinen Sohn David. Während David im Irakkrieg war, ist seine Schwester Sarah gestorben. David verwindet weder den Krieg, noch den Tod der geliebten Schwester. Als er zurück nach England kommt, verschwindet er spurlos. Peter macht sich auf eine verzweifelte Suche nach seinem Sohn.

Wie gut war das denn? Das war mein erster Gedanke nach -Franklyn-. Sie werden sich fragen, was die vier kleinen Geschichten da oben miteinander zu tun haben? Legen sie die DVD in den Player und nach ca. einer Stunde lichten sich die Nebel nach und nach. Ich persönlich fand die Auflösung, und den Weg dorthin, schlichtweg brillant. Wie die Teile eines Weltenpuzzles sich langsam zusammenfanden, das war beeindruckend, intelligent gemacht und ungemein kreativ.

Gerald McMorrow hat mit -Franklyn- einen kleinen, aber feinen Film gemacht. Am Anfang landet man als Zuschauer im kalten Wasser, aber McMorrow wirft uns einen Rettungsring nach dem anderen zu. Wenn sich dann die einzelnen Stücke zu einem Ganzen finden, ist das perfekt gelungenes Kino. Nebenbei beschenkt uns McMorrow mit grandiosen Aufnahmen von Meanwhile-City und einem Aufgebot an Darstellern, die wirklich gut agieren. Allen voran Eva Green, die als Emilia so "verrückt" ist, wie man es nur sein kann. Sam Riley als verwirrter Milo und Ryan Phillippe in der Maske des Jonathan Preest ergänzen die hervorragenden Schauspielleistungen. Wenn McMorrow dann noch mit genialen Schnitten die Welten wechselt, kommt echte Begeisterung auf.

-Franklyn- war, jedenfalls für mich, mal wieder ein Glücksgriff aus dem DVD-Regal. Vielleicht nimmt der Film sie genau so mit wie mich. Dazu müssen sie das Teil einfach in ihren Player befördern und dann mal wieder selbst entscheiden: Top oder Flop? Passen sie nur auf, dass sie ihre Entscheidung auch in der Realität treffen und nicht irgendwo anders...
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am 11. Februar 2014
Ich besaß "Franklyn" bereits als DVD. Seit wir den neuen hochauflösenden Fernseher haben, habe ich einige DVD, die wir schon hatten noch zusätzlich als BluRay gekauft, um den vollen Bildgenuss zu haben. Auch bei Franklyn habe ich das getan. Ich habe es nicht bereut. Die höhere Auflösung hat mir noch mal ein ganz neues Filmerlebnis beschert. Einfach super.

Dieser Film ist definitiv kein Mainstream. Es ist geeinget für Leute, die dunkle mystische Geschichten mögen und auch Filme nicht scheuen, die kein Happy-End auf ganzer Linie bieten. Der Wechsel zwischen der normalen und der anderen Welt (mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten) ist gewöhnungsbedürfig, macht aber gerade den Reiz dieses Filmes aus. Vor allem wenn am Ende Emilia ein Blick in Jonathans Welt erhält. Das ist der berühendste Augenblick des Filmes, finde ich.
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Als Fan spezieller Fantasyfilme bin ich auf diesen britischen Streifen gestoßen.

In der Megametropole Meanwhile-City ist es Pflicht einer Religion angehören, egal welcher. In dieser düsteren Stadt lebt der Atheist Jonathan Preest, der den Tod eines Mädchens, das er beschützen sollte, rächen möchte. Als maskierter Vigilant zieht er los und will den Mörder, den er "Das Individuum" nennt, töten.
Milo versucht sein Leben in den Griff zu kriegen nachdem seine Hochzeit geplatzt ist. Doch dann meint er eine Frau mit roten Haaren zu sehen, nämlich seine frühere Sandkastenliebe Sally. Er will sie auf jeden Fall finden.
Die Kunststudentin Emilia hat Probleme mit ihrer Mutter, die vor ihr ein großes Geheimnis verbirgt. Ein Geheimnis, das was mit Emilias Kindheit zu tun hat. Um ihre Mutter zum Reden zu bringen begeht Emilia mehrfache künstlerisch gestaltete Selbstmordversuche.
Der alte Peter Esser ist auf der Suche nach seinem Sohn David, der im Irakkrieg war als seine kleine Schwester Sarah gestorben ist. David hat den Krieg und den Tod seiner Schwester nicht verwunden und verschwand kurz nach seiner Rückkehr nach England. Peter will seinen Sohn finden, egal wie gering die Hinweise auf dessen Aufenthaltsort sind.

Es faszinierend, dass die unterschiedlichen Handlungsstränge auf eine besondere Art und Weise miteinander verbunden sind. Die Hauptdarsteller Ryan Phillippe (Jonathan Preest), Sam Riley (Milo), Eva Green (Emilia) und Bernard Hill (Peter Esser) passen zu ihren Rollen und die Atmosphäre kommt sehr eindrucksvoll zur Geltung.

Dieser Film eine Freude für alle, die sich für Filme mit mystischen bis hin zu surrealistischen Inhalten interessieren.
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am 12. August 2015
Vier Menschen auf der Suche nach Erlösung. Jeder geht auf andere Weise mit seinen Problemen aus der Vergangenheit um. Sie erfinden in ihren Gedanken Welten und die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwinden immer mehr, bis die vier Menschen an einem Ort zusammentreffen, an dem sich für jeden einzelnen von ihnen das Schicksal entscheidet.

*

“Franklyn” ist kein Film für nebenbei. Ähnlich wie “Sucker Punch” erzählt er von Welten, die lediglich in den Vorstellungen der Protagonisten existieren und sich mit der Realität immer mehr vermischen. Gerald McMoorow hat einen anfangs sehr undurchsichtigen und auf den ersten Blick wirren Film geschaffen, der sich erst im Laufe der Zeit zu einem logischen Ganzen zusammenfügt. Da muss man schon ein wenig Geduld aufbringen, um das Finale zu erreichen. Aber durch die fabelhaften Schauspieler, allen voran Bernard Hill, ist das gar nicht so schwierig.

Schräg und surreal wird die Geschichte von verlorenen Seelen erzählt, die auf der Suche nach sich selbst und ihrer Vergangenheit sind. “Franklyn” ist nicht wirklich weltbewegend, aber dennoch verbirgt sich ein gewisser Reiz in der Erzählung, der nicht von der Hand zu weisen ist. Vollkommen abseits vom Mainstream wagt Regisseur McMoorow ein Experiment, das leider nur zum Teil aufgeht, wobei ich nicht einmal genau benennen kann, woran es eigentlich hapert. Aus optischer Sicht ist nichts zu bemängeln, aber dennoch wirkt der Film nicht ganz rund.

Trotz der Kritik verbirgt sich hinter dieser Low Budget Produktion ein Kleinod in Sachen Fantasy, Dystopie und Science Fiction.
Beeindruckende Kulissen, eine innovative, mutige Inszenierung und überzeugende Schauspieler machen “Franklyn” zu einem Erlebnis, das, wenngleich es letztendlich unbefriedigend wirkt, dennoch im Gedächtnis haften bleibt. Kein Blockbuster, sondern ein liebevoll gedrehtes Experiment mit kleinen Aussetzern.

*

Fazit: Ungewöhnliche Kulissen, genreüberschreitend und experimentiell. So lässt sich das Dystopie-Fantasy-Werk von Gerald McMoorow wohl am besten beschreiben.

© 2015 Wolfgang Brunner
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am 20. März 2015
Merkwürdiger Film und ich kann mich irgendwie nicht entscheiden ob 2 oder 3 Sterne zu vergeben. Ständig wird der Zuschauer von einer düsteren Fantasy Welt in das moderne London versetzt, warum erschließt sich erst zum Ende. Zwischendurch fand ich den Film einfach nur langweilig habe aber durchgehalten. Die Szenen in der Fantasy Welt sind die einzigen, die ich neben dem Ende spannend fand aber spätestens als der Vater in die Anstalt kam, war zu erahnen, wohin das Ganze führt. Die Schauspieler finde ich großartig aber der Film ist verwirrend, teilweise langatmig und der Handlung ist schwer zu folgen.
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am 14. Mai 2014
Ich hab den Film schon ewig nicht mehr gesehen. Hab ihn mir dann als Bluray geholt. Stand jetzt ca 2. Monate OVP im Regal.
Ich finde man sollte dem Film Zeit geben sich zu entwickeln. Wer erwartet das er von Anfang Klar ist und man nach 5 Minuten das Ende erahnen kann ist hier falsch. Der Film baut immer mehr Spannung auf. Erst ab der hälfte vom Film erkennt wirklich die Zusammenhänge der realen und fiktiven Welt.
Ist auf jedenfall einmal ansehen Wert.
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am 4. Februar 2013
Ein neuer FilmNoir in aktueller Optik. Hier sind zwei Genres in einer Story mit guten aber aquch teils unbekannten Schauspielern verfilmt. Die Handlung führt die 4 Hauptfiguren auf verschiedenen Erzählebenen zusammen. Lange bleibt der Zuschauer im ungewissen wohin die fantastische Reise führt.
Die Bilder sind sehr ästhetisch, trotz der fetischinspirierten Looks und sie fesseln totz fehlender wilder Actionszenen und blutiger Schiessereien. Sehr zuempfehlen!
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