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TOP 500 REZENSENTam 4. Juni 2009
... ist das so eine Sache, sie läßt sich einfach nur eine begrenzte Zeit aufrecht erhalten, irgendwann erliegt man ganz zwangsweise dem Drang, alle Beschränkungen fallen zu lassen. Das ist menschlich. Und irgendwann ist jetzt. Nach dem Besuch des phänomenalen Konzerts von Sonic Youth im Münchner Haus der Kunst habe ich noch schwer mit den Worten gerungen, um sie nicht ganz so kritiklos und liebedienerisch klingen zu lassen. Damit ist es mit dem neuen Album endgültig vorbei. Diese Platte, das muß einfach raus, ist besser fast nicht hinzubekommen, eine Offenbarung vielleicht, in jedem Falle aber ein perfektes Stück Musik. Sie enthält alle Ingredienzien, die Sonic Youth seit nunmehr 28 Jahren so unverwechselbar machen - und das ist in der heutigen Zeit vielleicht das größte Kompliment, was man einer Band machen kann. Sie klingen nicht "wie" oder "nach", sie sind Stil und Original in einem. Rückkopplungsorgien, kantige Breaks, atonale Verzerrungen, herzzerreißende Melodien - alles dabei und von allem genug. "Sacred Trickster" war als Appetizer in seiner Wucht schon nicht zu verachten, "Anti-Orgasm" bietet als Duett fast schon schwermetallische Riffs nebst bandtypischem Fadeout, ebenso grandios der Swing von "Malibu Gas Station", die fast schon befremdliche Harmonie bei "Walking Blue" und die winzige, augenzwinkernde Drumsession von "What We Know". Getreu dem Motto "Das Beste zum Schluß" haben sie mit "Massage The History" die Essenz ihres Schaffens ans Ende der Platte gelegt, knappe zehn Minuten zwischen Lamm und Biest, zwischen Leere und Lärm, Kim Gordon wimmert waidwund zum Gotterbarmen, der Rest sägt und hämmert die Einrichtung darnieder und am Ende steht wie so oft der atemlose, einzelne Ton als Monument. Ob das nun die Platte für die "Ewigkeit" ist, müssen andere entscheiden - für den Moment allerdings fällt mir weiß Gott keine Alternative ein. Wollen wir also hoffen, dass die Band dem alterstypischen Greisen-Casting von Rick Rubin so lange wie möglich widerstehen kann. Denn - Herrgott nochmal - wenn diese Welt gerecht ist, dann spielen sie in zwanzig Jahren keine Kammermusik, sondern immer noch diesen genialen Sound. Jawoll.
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am 17. Oktober 2013
Sie tun es einfach immer und immer wieder und werden dabei nicht müde. Und schlechter sowieso nicht. Die New Yorker Alternative-Paten zogen auch auf Album Nr. 17 mal wieder alle Register und unterstrichen auch im 28igsten Jahr ihres Bestehens ihre Relevanz in der Welt Gitarren-dominierter Musik. Dabei haben sie selber so viele Epochen, Hypes und Bands aufsteigen und fallen sehen und waren oft selber Teil dieses Kreislaufes. Angefangen bei No Wave, über Hardcore, Noise oder Grunge bis hin zur kommerziellen Total-Verweigerung waren Kim Gorden, Thursten Moore, Lee Ronaldo und Steve Shelley stets Teil innovativen Rocks und gleichzeitig Vorbild und Referenz. Nach Jahren des Experiments kehrten Sonic Youth mit „The Eternal“ zur Freude der Fans der ersten Stunde (aber sicherlich auch der jüngeren) wieder zurück nach Hause zum Altbewährten. Wie viel das mit dem Auseinanderbrechen der Scheinehe zu ihrem jahrelangem Label Geffen zu tun hat, ist dabei relativ, denn einen kommerziellen Erfolg, wie der von Nirvana, war bei Sonic Youth wohl im vornherein nicht zu erwarten. Viel eher waren die einstigen Freunde und Tour-Partner der Band aus Seattle eher ein namhaftes Prestigeobjekt, an dem man über die Jahre die Lust verloren hat. Gut für Sonic Youth, denn hier klangen sie wieder so befreit und herzlich, wie schon lange nicht mehr. „The Eternal“ deckt die letzten 28 Jahre locker ab und bietet dennoch die ein- oder andere Überraschung. Aber die wird jeder für sich selber entdecken. Denn eigentlich ist auf „The Eternal“ trotzdem alles wie immer: Thursten Moore singt die meisten, Kim Gorden ein paar weniger- und Lee Ronaldo die übrigen Songs, es gibt knackige Hits („Anti-Orgasm“, „Thunderclap for Bobby Pyn“), östrogene Power in „Mailbu Gas Station“ und brüchige Noise-Ausraster in „Calming The Snake“. The Eternal bietet eine beeindruckende Rückschau auf die letzten Jahrzehnte mit Sonic Youth und unterstreicht trotzdem die Relevanz der Band im Hier und Jetzt. Das eine Band eine Allianz für`s Leben sein kann, haben Sonic Youth stolze 30 Jahre lang demonstriert. Dass ausgerechnet die Scheidung des Langzeit-Ehepaares Moore/ Gorden nun wohl auch das Ende von Sonic Youth bedeutet, ist bitter. Denn in dieser Liebegeschichte fand dieses bedeutende Kapitel der Rockgeschichte einst ihren Anfang.
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am 17. Oktober 2013
Sie tun es einfach immer und immer wieder und werden dabei nicht müde. Und schlechter sowieso nicht. Die New Yorker Alternative-Paten zogen auch auf Album Nr. 17 mal wieder alle Register und unterstrichen auch im 28igsten Jahr ihres Bestehens ihre Relevanz in der Welt Gitarren-dominierter Musik. Dabei haben sie selber so viele Epochen, Hypes und Bands aufsteigen und fallen sehen und waren oft selber Teil dieses Kreislaufes. Angefangen bei No Wave, über Hardcore, Noise oder Grunge bis hin zur kommerziellen Total-Verweigerung waren Kim Gorden, Thursten Moore, Lee Ronaldo und Steve Shelley stets Teil innovativen Rocks und gleichzeitig Vorbild und Referenz. Nach Jahren des Experiments kehrten Sonic Youth mit „The Eternal“ zur Freude der Fans der ersten Stunde (aber sicherlich auch der jüngeren) wieder zurück nach Hause zum Altbewährten. Wie viel das mit dem Auseinanderbrechen der Scheinehe zu ihrem jahrelangem Label Geffen zu tun hat, ist dabei relativ, denn einen kommerziellen Erfolg, wie der von Nirvana, war bei Sonic Youth wohl im vornherein nicht zu erwarten. Viel eher waren die einstigen Freunde und Tour-Partner der Band aus Seattle eher ein namhaftes Prestigeobjekt, an dem man über die Jahre die Lust verloren hat. Gut für Sonic Youth, denn hier klangen sie wieder so befreit und herzlich, wie schon lange nicht mehr. „The Eternal“ deckt die letzten 28 Jahre locker ab und bietet dennoch die ein- oder andere Überraschung. Aber die wird jeder für sich selber entdecken. Denn eigentlich ist auf „The Eternal“ trotzdem alles wie immer: Thursten Moore singt die meisten, Kim Gorden ein paar weniger- und Lee Ronaldo die übrigen Songs, es gibt knackige Hits („Anti-Orgasm“, „Thunderclap for Bobby Pyn“), östrogene Power in „Mailbu Gas Station“ und brüchige Noise-Ausraster in „Calming The Snake“. The Eternal bietet eine beeindruckende Rückschau auf die letzten Jahrzehnte mit Sonic Youth und unterstreicht trotzdem die Relevanz der Band im Hier und Jetzt. Das eine Band eine Allianz für`s Leben sein kann, haben Sonic Youth stolze 30 Jahre lang demonstriert. Dass ausgerechnet die Scheidung des Langzeit-Ehepaares Moore/ Gorden nun wohl auch das Ende von Sonic Youth bedeutet, ist bitter. Denn in dieser Liebegeschichte fand dieses bedeutende Kapitel der Rockgeschichte einst ihren Anfang.
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am 17. Oktober 2013
Sie tun es einfach immer und immer wieder und werden dabei nicht müde. Und schlechter sowieso nicht. Die New Yorker Alternative-Paten zogen auch auf Album Nr. 17 mal wieder alle Register und unterstrichen auch im 28igsten Jahr ihres Bestehens ihre Relevanz in der Welt Gitarren-dominierter Musik. Dabei haben sie selber so viele Epochen, Hypes und Bands aufsteigen und fallen sehen und waren oft selber Teil dieses Kreislaufes. Angefangen bei No Wave, über Hardcore, Noise oder Grunge bis hin zur kommerziellen Total-Verweigerung waren Kim Gorden, Thursten Moore, Lee Ronaldo und Steve Shelley stets Teil innovativen Rocks und gleichzeitig Vorbild und Referenz. Nach Jahren des Experiments kehrten Sonic Youth mit „The Eternal“ zur Freude der Fans der ersten Stunde (aber sicherlich auch der jüngeren) wieder zurück nach Hause zum Altbewährten. Wie viel das mit dem Auseinanderbrechen der Scheinehe zu ihrem jahrelangem Label Geffen zu tun hat, ist dabei relativ, denn einen kommerziellen Erfolg, wie der von Nirvana, war bei Sonic Youth wohl im vornherein nicht zu erwarten. Viel eher waren die einstigen Freunde und Tour-Partner der Band aus Seattle eher ein namhaftes Prestigeobjekt, an dem man über die Jahre die Lust verloren hat. Gut für Sonic Youth, denn hier klangen sie wieder so befreit und herzlich, wie schon lange nicht mehr. „The Eternal“ deckt die letzten 28 Jahre locker ab und bietet dennoch die ein- oder andere Überraschung. Aber die wird jeder für sich selber entdecken. Denn eigentlich ist auf „The Eternal“ trotzdem alles wie immer: Thursten Moore singt die meisten, Kim Gorden ein paar weniger- und Lee Ronaldo die übrigen Songs, es gibt knackige Hits („Anti-Orgasm“, „Thunderclap for Bobby Pyn“), östrogene Power in „Mailbu Gas Station“ und brüchige Noise-Ausraster in „Calming The Snake“. The Eternal bietet eine beeindruckende Rückschau auf die letzten Jahrzehnte mit Sonic Youth und unterstreicht trotzdem die Relevanz der Band im Hier und Jetzt. Das eine Band eine Allianz für`s Leben sein kann, haben Sonic Youth stolze 30 Jahre lang demonstriert. Dass ausgerechnet die Scheidung des Langzeit-Ehepaares Moore/ Gorden nun wohl auch das Ende von Sonic Youth bedeutet, ist bitter. Denn in dieser Liebegeschichte fand dieses bedeutende Kapitel der Rockgeschichte einst ihren Anfang.
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am 8. Juni 2009
Nach "Rather Ripped" war man schon etwas verunsichert. Es war zwar schön und hatte seine Momente; aber es war halt nur "schön". Irgendetwas fehlte. Das Album wirkte irgendwie unfertig. Die Energie und der Zauber, der Sonic Youth seit 1981 umgibt, kam bei weitem nicht so rüber, wie man es sich erhofft hatte. Vor allem der Noise musste poppigen Riffs Platz machen.
Später erfuhr man, dass dies alles der Firmenpolitik des Major-Labels Geffen zu "verdanken" war. Und endlich stand der Labelwechsel zu dem Indie-Label Matador an.
Der Enthusiasmus und die wieder gewonnene Energie sind auf "The Eternal" unglaublich spürbar!

"Sacred Trickster" bietet einen energetischen Einstieg für das Album mit wunderschönen dissonanten Gitarren und einem bösen Ende (was auf der Platte sowieso an der Tagesordnung ist) und Kim Gordon zeigt, dass sie zumindest doch ein bisschen singen kann. Bei "Malibu Gas Station" und "Calming The Snake" möchte man seine Meinung gern revidieren; doch ganz ehrlich: Was wäre Sonic Youth ohne Kim Gordons Stimme und ihrem Nicht-Gesang ?!
"Leaky Lifeboat (for Gregory Corso)" zeigt endlich mal wieder wie gut Moores und Gordons Stimme harmonieren, ist aber melodisch eindeutig dem UK-Bonustrack "Eyeliner" von "Rather Ripped" entlehnt.
"Back To The Roots" gilt für den Song "Poison Arrow", welcher direkt von "The Velvet Underground and Nico" stammen könnte. Noch nie klang Thurston Moore so sehr nach seinem Vorbild Lou Reed wie hier. Auch der Refrain von Ranaldo und Gordon ist stilistisch dem Klassiker zuzuordnen.
Das Riff von "Thunderclap For Bobby Pyn" und das Arrangement von "Massage The History" sind eindeutig bei der Arbeit an Thurston Moores Soloplatte "Trees Outside The Academy" entstanden und es macht wahnsinnig Spaß sie zu entdecken; was übrigens für alle Lieder gilt!
Den Höhepunkt meiner Meinung nach markiert "Anti-Orgasm", der als Hommage an den Film "Das wilde Leben" und die darin verkörperte Gegen- alles- und- jeden- Einstellung entstanden ist. Mit seinen Noise-Attacken und dem psychedelischen Outro ist er ein Sonic Youth Song geworden, der einfach mal nicht besser hätte geschrieben werden können.

Alles in allem ist natürlich der Pop, gerade durch den Gesang, auf dem Album weiterhin vertreten. Deshalb und wegen der oben genannten entlehnten "Riffs" gibt es einen Punkt Abzug. Da es aber endlich wieder Noise (und zwar so richtig) gibt und Sonic Youth es wieder einmal geschafft haben ein Album zu produzieren, das so anders als alle anderen ist und trotzdem Sonic Youth, gibt es volle Punktzahl! Und außerdem: Sie sind Sonic Youth, damit das klar ist!
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am 3. Juli 2009
Sonic Youth klingen auf diesem Album absolut unverbraucht, auf die volle Plattenlänge interessanter denn je und ja, als wären sie auf dem einstweiligen Höhepunkt ihres Schaffens angekommen.
Der Vorgänger "Rather Ripped" war für SY-Verhältnis schon extrem eingängig, hier gehts wieder ein bisschen mehr nach vorne und das verstörende Element kommt wieder ein wenig stärker hinzu ("Calming the snake", "Anti-Orgasm"). Der Rock steht wieder stärker im Mittelpunkt und mit dem neuen, zweiten Bassisten schaffen sie sogar ein gemächliches, hypnotische-eingängiges Groovegebilde à la "Antenna". Die Produktion ist durchgängig überragend, schlicht brilliant. In puncto Klang, kann man da als Band die nicht dem Massengeschmack frönt wahrscheinlich wenig besser machen. Spätestens am Budget einer "gewöhnlichen" Alternativ- oder Indieband sollten da viele Bemühungen scheitern, womöglich aber auch einfach an der langjährigen Erfahrung dieser absoluten Ausnahmekapelle. Und wer weiß, wenn das so weitergeht setzen sie vielleicht in naher Zukunft oder mit 70 Jahren noch eins drauf :-) Wahnsinn.
Mein persönliches Highlight ist "What we know" mit Lee Ranaldo am Gesang.
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am 12. Mai 2009
Die kurze Frühjahrstour ließ schon Großartiges vermuten, aber daß das neue Album SO gut werden würde konnte man nun doch nicht erwarten: Sonic Youth schaffen es ihrem an Höhepunkten nicht gerade armen Gesamtwerk ein Album hinzuzufügen, das auf Augenhöhe mit ihren Allerbesten steht. Die Band fegt hier wie im Rausch durch ein Set von Stücken, das einen atemlos euphorisiert mit der Frage zurückläßt, wie die es schaffen fast 30 Jahre nach ihrer Bandgründung noch so frisch, so rotzig, und dabei so cool und abgeklärt zu klingen. Mehr Rock'n'Roll (dessen Gitarrensound durch die famose Produktion übrigens bestens zur Geltung kommt) gab es von dieser Band seit "Goo" nicht mehr. Woahhh!

(Anmerkung: Das noch nicht erschienene Album konnte im Rahmen einer Vorbestellung per Stream legal in voller Länge probegehört werden.)
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am 18. Juli 2009
da diese Band mich seit ein paar Jahren begleitet kann ich nur sagen,ja dieses Album ist gut!Sicherlich nicht so "trashig" wie manch einer ihrer Vorgänger,und ein wenig "poppig" klingt sie auch,was aber nicht weiter stört. Von mir aus können SONIC YOUTH weiter machen
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am 6. Juni 2009
Schrecklich diese Ungewissheit vor dem Erscheinen der heißersehnten Platte einer Lieblingsband. Wie oft haben Bands schon 1, 2, 3 grandiose Alben veröffentlicht um dann spätestens beim 2, 3, 4 maßlos zu enttäuschen. Uninspiriert, der Sound und die Songstrukturen ausgereizt.
Enttäuschung reihte sich in den letzten Jahren an Enttäuschung - erst Radiohead, dann The Notwist, Mogwai, Calexico... Und dann wird plötzlich das neue SY Album angekündigt. Das Datum rückt immer näher, die Vorfreude, Spannung aber auch die Skepsis steigen. Wird es ihnen gelingen, sich nach der letzten, x-ten Frischzellenkur, die das an Energie und Drive kaum zu toppende Rather Ripped hervorgebracht hatte nocheinmal zu steigern bzw. zum gefühlt zwanzigsten Mal ihren Sound neuzuerfinden? Werden sie wieder ein Feuerwerk aus schnellen und langsamen, kurzen und langen, ausgetüftelten und straighten, wilden und atmospärischen Songs und Sounds abbrennen? Und werden Sie? Werden Sie? Ja? Ja? Ja!!!
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am 26. Juli 2009
Diese Platte ist besonders im vergleich zu anderen SY-Platten, und zwar aus folgenden einfach zu umreißenden Gründen:

(1) Der neue Bassist spielt song-dienlich, also kompositorisch einfacher, technisch präziser und näher am Schlagzeug als Kim Gordon. Das allein ändert den Klang der Band schon komplett.

(2) Thurston Moore kommt dazu mit Gitarre und Gesang sehr Song-orientiert von seinem letzten Solo-Album zu Sonic Youth zurück, sodass hier plötzlich eine komplette Rhytmusgruppe auftaucht, die absolut in eine Richtung spielt.

Vom chaotischen frühen SY-Sound sind daher nur noch Lee Ranaldos Gitarre und Kim Gordons Gesang übrig, was durchaus genügt. Die Platte ist daher eingängiger, einfacher, und vielleicht weniger SY-typisch als wahrscheinlich alle vorherigen Platten. Und das ist toll, denn klassische SY-Platten gibt es nach all den Jahren eigentlich genug.

Was aber außerdem fasziniert an der Scheibe ist, wie meine Vor-Rezensenten schon hervorgehoben haben, die Jugendhaftigkeit, die SY scheinbar innewohnt. Viele viele Momente, die ich so noch nirgends gehört habe, und die man hier hören kann, ohne vorher eine zehnminütige Noise-Attacke 'überstehen' zu müssen (will man ja nicht immer...)

Daher Fazit: Ein toller Soundtrack für den Sommer, der sicherlich oft meine Wohnung beschallen wird. Vier Sterne, weil die Scheibe trotzdem im Schatten von Thurston Moore's 'Trees Outside The Academy' und vielleicht ein, zwei SY-Alben steht (ist subjektiv welche, aber bei mir: 'Goo' und 'Experimental Jet Set, ...')
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