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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gar nicht so übel
Als ich hörte, dass es aus Hollywood eine Verfilmung der Geschichte des Attentats vom 20. Juli auf Hitler geben sollte, war ich zunächst, gelinde gesagt, etwas entsetzt. Bryan Singer als Regisseur und Tom Cruise als Hauptdarsteller? Oh mein Gott, das ließ schon schlimmes erwarten - ist der Regisseur doch eher für Actionfilme, der Hauptdarsteller eher...
Veröffentlicht am 15. März 2012 von Jimmy K.

versus
7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie man sich das in Hollywood so vorstellt...
Der Film ist keineswegs schlecht. Zu bedenken ist, dass die Produzenten selbst gar nicht behaupten, dass 1:1 den historischen Gegebenheiten entsprochen wird. Es wird der Spagat zwischen historischer Genauigkeit und Actionfilm zwar halbwegs gemeistert, die Inszenierung wirkt aber dennoch ein wenig oberflächlich, künstlich und auch nicht wirklich spannend...
Veröffentlicht am 1. März 2010 von N. I. Body


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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gar nicht so übel, 15. März 2012
Von 
Jimmy K. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat (DVD)
Als ich hörte, dass es aus Hollywood eine Verfilmung der Geschichte des Attentats vom 20. Juli auf Hitler geben sollte, war ich zunächst, gelinde gesagt, etwas entsetzt. Bryan Singer als Regisseur und Tom Cruise als Hauptdarsteller? Oh mein Gott, das ließ schon schlimmes erwarten - ist der Regisseur doch eher für Actionfilme, der Hauptdarsteller eher für weltanschauliche Verirrungen zuständig. Aber um ehrlich zu sein - der Film ist gar nicht mal schlecht.

Erzählt wird die Geschichte des Attentats vom 20. Juli aus der Perspektive der Attentäter. Im Mittelpunkt stehen ihre Planungen und Geheimkonferenzen, aber auch ihre persönlichen Vorbehalte, ihre inneren Zerwürnisse und Gewissenskonflikte. Die Handlung dreht sich vor allem um Stauffenberg selber, seine Frau und Familie sowie um einen Mann, der dem deutschen Widerstand durch seine unermüdliche Tätigkeit Ideen und Inspirationen verschaffte: Henning von Tresckow, als Generalmajor lange Zeit der Chef des Stabes bei der Heeresgruppe Mitte (Russland).

Wie die Sache ausging, ist ja bekannt - und auch beim Ansehen dieses Films ist der Zuschauer entsetzt und schockiert darüber, was mit den Verschwörern geschah: Die einen standrechtlich erschossen, die anderen an Klaviersaiten (!) aufgehängt und langsam erdrosselt. Hitler, das Schwein, hatte sogar noch befohlen, die Exekutionen zu filmen; die Aufnahmen schaute er sich dann im Führerbunker genüsslich an. Auch das Filmen der Hinrichtungen wird im Film "Operation Walküre" gezeigt: Wenn man genau hinsieht, sieht man in einer der letzten Szenen einen Kameramann im Hinrichtungsraum filmen.

Gut fand ich auch, dass Roland Freisler, notorischer Opportunist und Verbrecher, seines Zeichens Richter am sogenannten Volksgerichtshof, sein Fett wegkriegt. Auf seine rhetorische Frage an Erwin von Witzleben, ob er denn geglaubt habe, die Politik besser machen zu können als der Führer, antwortet der ehemalige General nur: "Sie werden uns jetzt hinrichten. Aber nicht viel später, da wird das Volk sich an Ihnen rächen." Nun, im Fall Freislers brauchte es das gar nicht: Freisler fiel einem Bombenangriff zum Opfer und verblutete auf offener Straße. Besser hatte er es nicht verdient.

Also: Trotz so mancher historischen Unkorrektheit - der Film ist gut! Ansehen lohnt auf jeden Fall, auch die DVD hat einiges zu bieten.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut und spannend, 3. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat (DVD)
Im Jahr 1944 gruppiert sich ein Trupp Staatsverräter, um Adolf Hitler zu ermorden und die Macht zu übernehmen. Mit der umgeschriebenen "Operation Walküre" versuchen sie, einen Staatsstreich zu organisieren. Im Juli fällt Graf von Stauffenberg die Aufgabe zu, Hitler in seinem Quartier Wolfsschanze in die Luft zu sprengen und die Operation zum Laufen zu bringen - und Deutschland und Europa den Frieden...

Damals wurde viel Wirbel um diesen Film gemacht, dachte man bei Cruise und Singer an einen amerikanisierten Versuch der Darstellung der damaligen Ereignisse. Was uns letzendlich erwartet, ist ein spannender Historienfilm, faktisch nicht ganz korrekt, aber das möchte er auch gar nicht sein.

Cruise und sein Ensemble verstehen es, den Zuschauer zu fesseln, sie hoffen zu lassen, obwohl man doch genau den Ausgang der Geschichte kennt - gerade uns Deutschen ist das Attentat von Stauffenberg ja kein unbekanntes Ereignis, haben ja auch schon ein paar TV-Verfilmungen hinter uns.

Als Einstieg wurde das Attentat in Tunesien gewählt, welches zeigt, wie Stauffenberg zu seinen Verletzungen kam. Und dass er schon davor nicht mehr von Hitler überzeugt war und sein Handeln nicht von Verbitterung getrieben wurde.
Bei dieser Sequenz sah ich meine Vorahnungen, dass Hollywood ein Actionspektakel draus macht, bestätigt, aber zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt.

Auch wenn ich kein großer Fan von Tom Cruise bin, muss ich ihm zugestehen, dass er seine Rolle als Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit Leben erfüllt, von den Zweifeln bis zum bitteren Ende. Noch mehr überzeugt haben mich allerdings die Darsteller um ihn herum, angefangen bei Bill Nighy als General Olbricht bis zum Adjutanten Stauffenbergs Werner von Haeften, darunter auch ein toller Christian Berkel, der zwar nicht der einzige deutsche Schauspieler war, aber der wichtigste.

Diese Darstellerriege bringt einen zum Bangen, Fiebern und Aufregen über Fehler und verursacht einem zum Ende hin sogar Gänsehaut, als man sieht, wie sie die Macht übernehmen, nur um sie kurz darauf wieder entrissen zu bekommen.

Faktisch kein exakter Film über das Attentat, aber ein Film, der der Welt näher bringen kann, dass es in Deutschland nicht nur die Nazis gab.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Gefahr des Helden in Wehrmachtskluft, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat (DVD)
Die Geschichte ist mehr als bekannt, die Darsteller auch. Handwerklich eine 1+, aber das war alles zu erwarten.
Natürlich kann man sich den Film ansehen. Spannend inszeniert, und obwohl das Ende ja eigentlich schon verraten ist, kann man durchaus mitfiebern.
Die Gefahr: Wehrmachtsuniformen, NS-Pathos und deutscher Heldenmut sind verführerisch. Da jeder vernunftbegabte Mensch weiß, wohin der Hitlerfaschismus geführt hat, verbieten wir uns - zurecht, natürlich - dieser Verführung anheim zu fallen.
Stauffenberg allerdings bietet Bryan Singer und damit auch uns das Schlupfloch, die Erhabenheit des Militarismus unreflektiert und mit reinem Gewissen zu genießen - der Oberst im Generalsstab war ja schließlich Hitlers Todfeind.
Dass der überzeugte Nationalist - und das sage ich als reine faktische Anmerkung, nicht, um sein Opfer zu diskreditieren - selbst antisemitische und diktatorische Agendas guthieß und Hitler anfangs allzu bereitwillig folgte, sollte nicht vergessen werden. Die Vernichtungslager gingen ihm schließlich zu weit und Hitlers grenzenlose Verachtung für die eigenen Soldaten, die er lediglich als mathematische Ressource ansah, ließen Stauffenberg schließlich zum Feind des Regimes werden. Dass bei einem geglückten Attentat nach einer Machtübernahme durch die Gruppe um Tresckow Freiheit und Demokratie Einzug gehalten hätten, dürften mittlerweile nichtmal mehr die naivsten Heldenverehrer ernsthaft glauben - als leuchtendes Vorbild für das Selbstopfer auf dem Altar der Freiheit taugt v. Stauffenberg daher nicht.
Von daher: Guter Film, der Bewunderung für seine Protagonisten und den Einsatz ihres Lebens erzeugt, der jedoch nicht unkritisch und unreflektiert konsumiert werden sollte, könnten beeinflussbare Individuen doch fatalerweise herauslesen, dass Faschismus light akzeptabel sein könnte. Kann er aber nicht sein. Daher: Got brain? Use it.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brisantes Thema, gelungen umgesetzt!, 18. September 2009
Von 
Amigo Del Sol "ADS" (Fürstentum Lippe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat (DVD)
Nach einer schweren Verwundung in Nordafrika kehrt der deutsce Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Tom Cruise) nach Deutschland zurück. Aus Angst, Deutschland werde im Zweiten Weltkrieg eine katastrophale Niederlage einstecken müssen, und aus Verachtung vor dem Nazi-Regime plant er ein Attentat auf Adolf Hitler und die anschließende Machtübernahme. Gemeinsam mit dem General Friedrich Olbricht (Bill Nighy) und dem Generalmajor Henning von Tresckow (Kenneth Branagh) arbeitet Stauffenberg den Operationsplan "Walküre" aus und erklärt sich bereit, Hitler selbst zu töten...

Schon im Vorfeld gab es viel Aufregung, dass ausgerechnet Tom Cruise ein "deutsches Thema" an Originalschauplätzen verfilmen möchte (Regie führt Bryan Singer). So war auch ich nicht gänzlich davon überzeugt, dass dies ihm wirklich gelingen wird. Ist es doch ein durchaus heikles Thema für das Filmpublikum in Deutschland. Was Tom Cruise und Regisseur Bryan Singer allerdings abliefern ist ein geschichtlich gut-aufgearbeiteter Film, wo wohl nur Geschichtsexperten die eine oder andere kleine Schwäche entdecken dürften.
Für den Zuschauer liefert der Film in bester Thriller-Manier, trotz der vorhersehbaren Ereignisse, Spannung bis zum Schluss ab, so dass der Zuschauer eigentlich bis zuletzt hoffen kann, dass das Attentat auf den Massenmörder Hitler und der anschließende Staatsstreich doch noch gelingen wird und sei es nur auf der Leinwand.

Einzigen Kritikpunkt den ich gefunden habe, ist für mich die schon sehr lineare Verfilmung der Ereignisse. Szenen wo es den zweifelnden Stauffenberg gibt oder seine Familie werden nur ansatzweise gezeigt. Auch eindrucksvolle Bilder, wie beispielsweise der Gottesdienst in einer zerstörten Kirche, fließen viel zu wenig ein. Das sind Elemente die einem Film wie diesen hier, die nötige Tiefe und Emotionalität verleihen. Außerdem irritieren etwas die bekannten internationalen Gesichter in ihren Rollen als diverse Nazi-Größen und Widerstandskämpfer.

Insgesamt ist "Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat" trotzdem ein gelungener Verschwörungsthriller, der die Ereignisse von damals so wiedergibt, wie sie geschehen sind - ohne dabei abzuschweifen oder sich auf falschen Wegen zu verirren. Tom Cruise Darstellung des Stauffenberg ist routiniert und solide und strahlt die notwendige Glaubwürdigkeit aus. So ist der Film am Ende eingebettet in ein brisantes Umfeld, dem er im Enteffekt nicht genug Rechnung tragen wird oder tragen kann. Sondern nur versucht die Ereignisse von einst so darzustellen, wie sie geschehen sind und das auf chronologische und schnörkellose Weise - 4 Sterne
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bisher beste Verfilmung des gepanten Hitler Attentats...., 21. Juli 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat (DVD)
Bryan Singers "Valkyrie" kam schon lange vor dem Kinostart ins Gerede. Seten wurde ein Film im Vorfeld schon so ausdiskutiert, vor allem wegen seinem Hauptdarsteller Tom Cruise, einer der führenden Scientologen weltweit. Darf dieser umstrittene Prominente den deutschen Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielen ?
Bereits dreimal versuchten sich deutsche Filmemacher an den Geschehnissen des 20. Juli 1944, die beiden im Wirtschaftwunder-Deutschland gedrehten "Es geschah am 20. Juli" und "Der 20. Juli" (beide 1955) sowie Jo Baiers Fernsehfilm "Stauffenberg", der im Jahre 2004 entstand.
Alle drei Arbeiten waren redlich bemüht historisch korrekt diesen schicksalhaften Tag zu skizzieren, aber gross im Gedächtnis blieb keiner der drei Filme.
Es fehlte vielleicht die eigene Handschrift, aber auch die Heraushebung der Figur Stauffenberg durch einen charismatischen Darsteller, so dass die Figur in Erinnerung bleiben konnte.
Fazit: Korrekt, bemüht - aber zu wenig schillernd, als dass es im Gedächtnis bleiben würde.
Wenn Hollywood auf die Idee kommt, dann befürchtet man aber vielleicht - nicht immer zu Unrecht - den krassen Gegensatz: Einen spannenden Blockbuster, der allerdings klischeebehaftet und mit Pathos durchtränkt historische Fakten aufgrund der höheren Priorität in Punkto gefälliger Dramaturgie verbiegt und verfälscht.
Die Operation Walküre war ursprünglich ein Plan der deutschen Wehrmacht zur Unterdrückung eines möglichen Aufstandes im Zweiten Weltkrieg. Die Umstürzler um Claus Schenk Graf von Stauffenberg funktionierten diesen Plan für ihren Staatsstreich um und authorisierten ihn mit Hitlers Unterschrift.
Die Auslösung durch das Codewort "Walküre" war nur dem Führer selbst und dem Kommandanten des Ersatzheeres vorbehalten. Somit hing die Durchführung von zwei Schlüsselpersonen ab.
Deshalb sollte Hitler einem Attentat zum Opfer fallen und dies sollte Stauffenberg (Tom Cruise) mit seinem Begleiter Werner von Haeften (Jamie Parker) bei der Lagebesprechung im Führerhauptquartier Wolfsschanze in Ostpreussen ausführen. Die Bombe ging hoch, sehr schleppend wurden die weiterführenden Planungen der Operation in Berlin eingeleitet..
Mit einer Riege guter Darsteller wartet der Film auf: Bill Nighby als Friedrich Olbricht, Kenneth Branagh als als Henning von Treschow, Tom Wilkinson als Friedrich Fromm, Terence Stamp als Ludwig Beck, Thomas Kretschmann als Otto Ernst Remer, Carice van Houten als Frau von Stauffenberg, Christian Berkel als Albrecht Mertz von Quirnheim, Harvey Friedmann als Goebbels, David Bamber als Hitler etc.
Regisseur Bryan Singer und Hauptdarsteller Tom Cruise gelingt es, ihren Geschichtsthriller sehr spannend für ein Millionenpublikum zu gestalten, ohne den Inhalt zu verfälschen, dass man schon in dieser Hinsicht gratulieren darf. Immerhin und das sagen ja auch einige Berichte von der US-Premiere aus, war das dortige Publikum verblüfft, dass es in Deutschland damals auch eine agierende Opposition gab. Ich glaube es ist schon der Verdienst eines Topstars wie Cruise, dass deutsche Geschichte nicht nur im nationalen Geschichtsunterricht verbleibt, sondern dass die Ereignisse durch das Kino auch eine internationale Bedeutung erhalten könnten. Was ein spannender Mainstramfilm manchmal erstaunliches leisten kann..
Mir hat diese amerikanische Version auch besser gefallen, als die deutschen Verfilmungen. Der Film zeigt gar nicht soviel Action, sondern baut durch den Ablauf des Staatsstreichs und den Aufgaben der darin involvierten Personen extrem spannendes Politkino. Interessanterweise in einigen Sequenzen so konzipiert wie einige alte Movieklassiker, die den 2. Weltkrieg behandeln, wie "Das dreckige Dutzend" oder "Agenten sterben einsam".Man spürt aber anderseits förmlich den Respekt der Macher vor den historischen Fakten, so dass auch immer wieder eine dokumentarisch anmutende Machart sichtbar wird.
Der Film ist viel besser als sein Ruf...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Willkür, aber halt Hollywood, 6. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat (DVD)
Ich denke der Film ist ordentlich gemacht. Es mag schon sein, dass hier und da einige historische Fakten falsch dargestellt werden. Im Großen und Ganzen stimmt aber wohl die Richtung. Wenn hier einige Historiker rummäkeln, dass diese oder jene Situation oder Uniform nicht 100%ig ist, dann sollte bedacht werden, dass ein Spielfilm keine historische Dokumentation ist, die den Anspruch der Perfektion hat. Der Film kommt aus Hollywood und soll in erster Linie unterhalten und damit Geld einspielen. Und das ist mit der Besetzung Tom Cruise als Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg wohl auch gelungen. Aber genau hier ist mein kleines Manko. Alle Aufmerksamkeit Herrn Cruise. Die Bedeutung von Henning von Tresckow, Friedrich Olbricht und Anderen tritt durch die Inszenierung Cruises in den Hintergrund. Deshalb rate ich unbedingt die Dokumentation mit Kommentaren u.a. der Kinder dieser Widerstandskämpfer auf der DVD mit anzuschauen. Das andere Zusatzmaterial fand ich dagegen weniger spannend. Vielmehr zeigen mir die gesprochenen Worte mal wieder, wie ignorant Amerikaner gegenüber anderen Nationen und deren Geschichte sein können. Trotzdem der Film lohnt sich.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Respekt und Würde, 17. Februar 2010
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat (DVD)
Wenn man das ganze Bohai um diesen Film im Vorfeld bedenkt, kann man die Filmemacher für das Selbstvertrauen, mit dem sie diesen Film realisiert haben und zu dem Ergebnis nur beglückwünschen.
Viele Filme speziell aus Hollywood verzerren Geschichte ja gern mal oder stellen ein geschöntes Bild von ihr da. Das trifft auf diesen Film absolut nicht zu.
Die Drehbuchautoren haben das Kunststück geschafft, die Geschichte um Stauffenberg und die restlichen Attentäter sehr glaubwürdig in eine schlüssige, flüssige Handlung zu verpacken, ohne unnötigen Storybalast hinzu zu fügen, der nichts zur Geschichte beigetragen hätte. Tolle Ausstattung (Kostüme, Requisiten), gute Drehorte und eine saubere Inszenierung, lassen die Zeit Stauffenbergs perfekt wieder aufleben.
Man HÄTTE einen super spannenden, reißerischen Thriller daraus machen können für Tom Cruise als Vehikel um ihn zum Mr. Superheld im II. Weltkrieg zu stilisieren. Doch genau das hat man definitiv NICHT getan. Ganz im Gegenteil. Der Film kommt einer Dokumentation der Ereignisse näher, als einem Thriller und Tom Cruise reiht seine Darstellung in Punkto Klasse locker an die von den Kritikern so hoch gelobten Rollen in "Rain Man" und "Geboren am 4. Juli". Damit beweißt er mal wieder, dass er einer der facettenreichsten Schauspieler seiner Generation ist. (Wer jetzt Scientology schreit, dem sei gesagt, das interessiert mich überhaupt nicht, dass ist seine private Sache. Für mich gilt die Leistung als Schauspieler). UND Cruise spielt hier sehr glaubwürdig (fand damit selbst vor der Familie Stauffenberg Gnade) und ist nicht DER Star, sondern einer von einem ausgezeichneten Ensemble. Fast läuft ihm sogar Kenneth Branagh (Harry Potter) als General Treskow den Rang ab.
Weitere hochkarätige Darsteller sind allein 3 aus den "Fluch der Karibik"-Filmen: Bill Nighy (Davy Jones), Kevin McNally (Mister Gibbs), Tom Hollander (Cutler Beckett), von denen man sich hier von der Schauspielklasse überzeugen kann und die mit Cruise eine perfekte Einheit ergeben.
Wer also bei Filmen Wert auf Authenzität legt, Filme die Geschichte nicht verfälschen oder reißerisch überhöhen, ist bei "Operation Walküre" richtig.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Blu-ray Umsetzung eines Thriller Meisterwerks, 10. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Viel wurde diskutiert im Vorfeld und zum Teil auch noch in den hier zu lesenden Rezensionen zu diesem Film. Darf Cruise einen der wenigen Helden des deutschen Widerstands spielen? Dürfen Cruise und sein Team an Originalschauplätzen drehen? Dient das ganze nur Scientology? Darf man überhaupt einen Film mit Cruise sehen, weil er in bekennend in Scientology ist?
All das ist in einem Wort UNSINN und hat mit den Film Operation Walküre und mit einer vernünftigen Filmrezension nichts zu tun.

Man mag von Cruise Scientology Zugehörigkeit denken was man will, über die Qualität seiner Filme, sagt all das nichts aus. An Operation Wallküre waren abertausende, renommierte Filmschaffende und dutzende Geldgeber beteiligt, die mit Scientology nichts am Hut haben und sich bzw. ihr Geld garantiert nicht für ein Imagemachwerk dieser Sekte hergegeben hätten.

Man sollte sich auch mal fragen, von wem Cruise Scientology Zugehörigkeit ständig und penetrant ins Feld geworfen wird. Von den Medien und vor allem von den Scientology Gegnern, die Cruise dadurch mehr instrumentalisieren, als er sich selbst. Die Tatsache, dass er zu seiner zugegebener Maßen sehr fragwürdigen Scientology-Überzeugung steht, obwohl es mitlerweile Imagetechnisch eindeutig für ihn besser wäre, sich davon loszusagen, macht ihn zumindest konsequenter und ehrlicher, als die üblichen Fähnchen im Wind Stars, die das Risiko eines solch eindeutigen, öffentlichen Bekenntnisses niemals eingehen würden.

Aber nochmals: All das hat mit Cruise Filmen und dem hier "rezensierten" Operation Wallküre nichts zu tun. Operation Wallküre ist schlicht ein unheimlich spannender Geschichtsthriller mit hervorragender Besetzung (incl. Cruise), der perfekt inszeniert ist und der sich vor großen Genreklassikern und Hitchcock-Suspense-Meisterwerken wahrlich nicht verstecken muss. Dabei stimmt alles: Das Timing, der Erzählfluss und Spannungsaufbau, die Filmmusik und Ausstattung, die Settings und vor allem die bis in die kleinste Nebenrolle hervorragend besetzten und agierenden Darsteller. In der Tat merkt man dem Film in jeder Szene an, dass er mit viel Liebe zu Detail und großer Hingabe von echten Meistern ihres Handwerks gemacht wurde.

Wer sich aufgrund hirnloser Propaganda diesen Film entgehen lässt, ist selber schuld und handelt mit Verlaub nicht gerade weltoffen oder gar klug.

Nun zu Qualität der Blu-ray. Diese bietet, wie bei einem Toptitel nicht anders zu erwarten, eine hervorragende Bild- und Tonqualität. Schärfe, Schwarzwerte und Kompression sind perfekt. Schade beim ton lediglich, dass MGM/Fox darauf verzichtet haben, eine deutsche DTS HD Spur mit drauf zu packen. Ansonsten gibt sich der Ton keine Blößen.

Ein weiteres Highlight sind die Extras und dort besonders die zweistündige Dokumentation von Ken Burns "Das Vermächtnis des Deutschen Widerstandes". Hervorragend recherchiert, spannend und informativ aufgearbeitet. Ebenso zu empfehlen sind die untertitelten Audiokommentare der Crew. Man hört den großen Respekt vor dem Widerstand und dem Projekt heraus und wird bestens informiert über das spannende Entstehen des Films.

Klarer Kauftipp von mir!
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4.0 von 5 Sternen Guter Film!, 9. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat (DVD)
Der Film ist gut. Ich mochte den Tom Cruise nie richtig aber er hat die Rolle gut gespielt. An historischen Orten verfilmt mit viel Action. Geschichte kann doch sehr spannend sein obwohl man den Ausgang des Filmes kennt. Vieleicht gibt es einen 2. Teil, mit einem alternativen Ausgang in dem das Attentat gelingt. Das wäre doch mal interessant. Ich freue mich dass nun auch die Amerikaner sich um dieses Thema gekümmert haben. 4 Sterne (I like it!), weil ich nicht sagen möchte: "I love it!". Ansehen, lohnt!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie man sich das in Hollywood so vorstellt..., 1. März 2010
Von 
N. I. Body - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat (DVD)
Der Film ist keineswegs schlecht. Zu bedenken ist, dass die Produzenten selbst gar nicht behaupten, dass 1:1 den historischen Gegebenheiten entsprochen wird. Es wird der Spagat zwischen historischer Genauigkeit und Actionfilm zwar halbwegs gemeistert, die Inszenierung wirkt aber dennoch ein wenig oberflächlich, künstlich und auch nicht wirklich spannend.
Auf die Hintergründe des Attentats und die weiteren politischen Ziele der Attentäter wird nur ansatzweise eingegangen. Eigenartig ist, dass die (technische) Erklärung für das Scheitern des Bombenattentats nicht thematisiert wird, es hat vielmehr irgendwie den Anschein, dass im Film das "Schicksal" oder eine "höhere Macht" den Erfolg verhindert hätten.
Die überwiegend amerikanischen/englischen Schauspieler wirken leider nicht "deutsch" genug. Tom Cruise spielt gut, mehrmals hat man aber das Gefühl, hinter der von ihm gespielten Rolle einen kurzen Blick auf einen vollkommen fanatischen Menschen zu erhaschen. Bild, Ton und deutsche Synchro sind OK, keinesfalls aber herausragend. Als Extra gibts eine halbstündige History-Doku mit zahlreichen Interviews und Originalaufnahmen.
Sinnvoll ist es sicher, sich vor dem Betrachten des Filmes nochmal kurz zB. bei Wikipedia einen Überblick über die Hintergründe und die handelnden Personen zu verschaffen. Ich glaube nicht, dass ich mir die DVD ein zweites mal ansehen werde. Fazit: 3 Sterne.
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