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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spielbergs moderne Version von Pinocchio
Steven Spielberg nahm sich des unverfilmten Projektes "A.I." an, nachdem der legendäre Stanley Kubrick im März 1999 gestorben war. Der wollte das von ihm geschriebene Skript zum Film schon seit längerem realisieren, schob dies aber immer wieder auf, da er die für die Spezialeffekte erforderlichen technischen Möglichkeiten als noch nicht ausgereift...
Veröffentlicht am 16. Mai 2003 von Askadar

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen A.I. oder die Dramaturgie des Traumes
A.I.-zweifellos kein schlechter Film.Aber einige starke Mängel weist er schon auf.
Von Visualisierung und Dramaturgie gleicht er mehr einem Traum , denn einem Film im klassischen Sinne;surrealistisch,überdreht,teilweise durchaus fesselnd.Jedoch merkt man leider genau , wo Kubricks Notizen aufhören und Spielbergianismus anfängt,wo Spielberg einen...
Veröffentlicht am 1. Juli 2006 von Elias Zimmermann


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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spielbergs moderne Version von Pinocchio, 16. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Steven Spielberg nahm sich des unverfilmten Projektes "A.I." an, nachdem der legendäre Stanley Kubrick im März 1999 gestorben war. Der wollte das von ihm geschriebene Skript zum Film schon seit längerem realisieren, schob dies aber immer wieder auf, da er die für die Spezialeffekte erforderlichen technischen Möglichkeiten als noch nicht ausgereift genug erachtete.
Die zu Grunde liegende Story ist in der Zukunft angesiedelt und erzählt von der Odyssee des kleinen Androidenjungen David (Haley Joel Osment), der aufgrund einer neuartigen Computertechnologie emotionale Zustände und Liebe empfinden kann. Allerdings erkennt David schnell, dass er nur als ein Mensch geliebt und als gleichwertig respektiert wird, was zu immer größeren Konflikten mit seinem menschlichen Bruder Martin führt, der aus Eifersucht alles versucht, um David in den Augen seiner Mutter zu diskreditieren. Infolgedessen wird David letzten Endes von seinen Eltern aus seinem neuen Zuhause verbannt und von seiner Mutter in einem abgelegenen Waldstück ausgesetzt. Von nun an auf sich allein gestellt, macht er sich mit seinem neuen Freund Joe (Jude Law), einem Androiden, der zum 'Gigolo' programmiert wurde, auf die Suche nach der am Ende der Welt zu findenden "Blue Fairy", die David zu einem richtigen Menschen machen soll.
Was die darstellerischen Leistungen anbetrifft, so muss man besonders Protagonist und Nachwuchstalent Haley Joel Osment hervorheben, der den Betrachter in diesem Film mit seiner beeindruckenden Ausdrucks- und Wandlungsfähigkeit überzeugen kann. Auch atmosphärisch vermittelt "A.I." die Grundstimmung einer veränderten, zukünftigen Welt, die mit vielen erstklassigen Spezialeffekten über die gesamte Laufzeit des Films aufrechterhalten wird. Vom visuellen Standpunkt aus betrachtet bietet der Film alles, was man sich wünschen kann.
Einzig auffallender Makel des Films ist die teilweise ins Sentimentale abgleitende Erzählung der Geschichte, die Spielberg besser nach den Vorstellungen Kubricks hätte verwirklichen sollen. Die Suche nach dem Menschsein, nach dem, was den Menschen eigentlich zum Menschen macht, kommt insgesamt zu kurz. Spielbergs Version lehnt sich mehr an das Märchen von Pinocchio an. Eine tiefgründigere Auseinandersetzung mit dieser Thematik musste seiner Vorliebe für das Erzählen moderner Märchen weichen.
Doch dessen ungeachtet bleibt der Film bis zum Schluss anziehend. Ein absolut sehenswertes Science-Fiction-Drama, das ich hiermit weiterempfehle.
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43 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen man muss sich nicht verteidigen, für diesen Film, 7. November 2004
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Oh, was musste ich mir alles anhören weil ich diesen Film so lobte, doch warum finden so viele Menschen diesen Film einfach nur "Langweilig", es ist Ihr Recht, O.K. doch ich finde man sollte sich öffnen, loslassen und ihn wirken lassen ! Die gestalten in diesem Film sind einzigarig und unbedingt sehenswert. Die Botschaft des Filmes sollte sich jeder selbst suchen. Ich gehe auf Details in diesem Film nicht ein, den die sind zu genüge beschrieben worden, lassen Sie sich nicht einschüchtern, und vertreten Sie Ihre Meinung, und stehen Sie dazu!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, 15. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Normalerweise mag ich die Steven Spielberg Filme nicht so gerne, aber dieser Film hat mich eines besseren belehrt. Ich habe ihn gerade im Fernsehen gesehen und fand ihn schlicht und ergreifend unglaublich. Diese moderne Interpretation von Pinoccio kann man meiner Meinung nach in die Reihe der besten Filme einreihen. Diesen Film schaut man sich nicht einfach an, man erlebt ihn. Ich war komplett in der Handlung integriert und dass sind meiner Meinung nach, die besten Vorraussetzungen für einen Film, wenn man ihn lebt. Für mich ist dieser Film wie gesagt einfach unglaublich, ein Meisterwerk, bei dem jeder normal denkende und fühlende Mensch einfach mitgerissen wird und begeistert ist. In meiner Reihe der besten Filme, hat er auf alle fälle einen festen Platz ergattert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typisch Spielberg......, 7. April 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit dem Film ist Steven S. ein sehr guter Wurf gelungen. Der Film baut langsam, aber kontinuierlich einen Spannungsbogen auf. Man sitzt vor der Mattscheibe und wünscht sich förmlich, dass aus dem Roboter ein Kind wird. Freunde von Actionfilmen kommen mit Sicherheit nur unzureichend auf ihre Kosten. Ob der Film ein nun ein "Sad"-End oder ein "Happy"-End hat, denke ich, muss jeder für sich entscheiden. Aber Aufwühlen und Berühren tut dieser Film in jedem Falle. Sowohl die visuellen Effekte (Industrial, Light & Magic) als auch die grandiose musikalische Untermalung von John Williams (u.a. Star Wars, Jaws, etc.)sind absolut perfekt platziert. Ein Muss.

Die Blechbox (Entschuldigung: Metalpak) ist halt die Standartbox für Warner-Home`s Zweitauflagen. Inhaltlich ist sie mit der Amaray-2-Disc-Edition identisch, bis auf das Presseheft, was ich jedem echten Filmfreak nur wärmstens ans Herz legen kann. Das wäre mal echt der Hammer, wenn Warner so ein Presseheft zu jedem Film mit herausbringen würde. Nach Lesen dieser Pressehefte bleiben eigentlich keine Fragen mehr offen.

Bewertung Film: 5 Punkte
Bewertung Bonus:4 Punkte
Bewertung Heft: 5 Punkte

Gesamt: 5 Punkte
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jenseits alles bisher gekannten!, 14. April 2002
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Als ich zum ersten Mal von der Geschichte des Filmes hörte, war ich skeptisch: Konnte Steven Spielberg so eine komplexe und dennoch einfache Handlung logisch auf die Leinwand bringen? Zu meiner Erleichterung jedoch kann ich jetzt sagen, dass er es sehr wohl versteht, die Geschichte des kleinen Roboterjungen David (die nicht ungewollt an Pinoccio erinnert) in Bilder umzusetzen. Mit einem gigantischen Aufwand an Special Effects, die hier allerdings im Vergleich zu Filmen wie "Star Wars" eine wohltuende Symbiose mit der Handlung eingehen, haben er und sein Team ein wahres Meisterwerk geschaffen, dass sicher noch für lange Zeit Maßstäbe setzen wird. Mehr sei hier dazu nicht verraten, die DVD ist zu sehenswert, als dass ich Ihnen hier die Freude nehmen will.
Ein äußerst glückliches Händchen bewies er mit der Besetzung der beiden Hauptrollen, des David und des Gigolo Joe, einem Liebesrobotter (quasi eine Art maschineller Callboy). Hier zeigt sich wieder einmal das unglaubliche Talent des durch "The sixth sense" international bekanntgewordenen Haley Joel Osment. Bei ihm ist es nicht nur der "Faktor Kind", der hier seine Wirkung ausspielt, nein, vom ersten Moment an nimmt man diesem Jungen seine Rolle ab, er spielt sie quasi mit dem ganzen Körper. In ihm steckt meiner Meinung nach ein hohes Potential an Talent, dass hoffentlich nicht zu schnell verheizt wird (Macaulay Culkin sie hier nur als warnendes Beispiel angegeben). Er hat eine gewisse Gabe, die man nicht lernen kann. Aber auch hier will ich nicht zu viel erzählen.
Jude Law (Gigolo Joe) erinnert mich hier an den Film "Ein wunderbares Land" (hiess im Original glaub ich "The wizard of Oz") mit seiner Leichtigkeit, mit der er seine Rolle spielt: Sich seiner einzigen Bestimmung bewusst, jedoch bestrebt in seinem Willen (sofern eine Maschine den haben kann) David zu helfen. Eine Szene sei hier als Beispiel genannt: Als David und er aus dem Fleischfest gerettet werden und er die Jungs überreden kann, sie nach Rouge City mitzunehmen. Für alles Nähere: Film ansehen;-)!
Technisch bieten die beiden Scheiben einen Leckerbissen nach dem anderen: Während auf der ersten DVD ein knapp 10minütiges Making of enthalten ist, geht die zweite DVD bis in das kleinste Detail: Die beiden Hauptdarsteller kommen getrennt und sehr lange zu Wort, es wird über das Sounddesing berichtet, uvm.
Alles in allem möchte ich sagen, dass dieser Film ein Werk ist, das man, wenn man es auch beim ersten Ansehen nicht mochte, es jedoch nicht so schnell abstempeln sollte: Es kann kein Mensch so kalt sein, das ihn diese Geschichte nicht berührt!
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träumen Androiden von blauen Feen ?????, 30. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (DVD)
David (Hollywood wo bleibt euer Oscar für minderjährige Hauptdarsteller ???) ist ein Roboterjunge, der auf menschliche Gefühle programmiert ist. Als der leibliche Sohn seiner Adoptiveltern aus dem Koma erwacht hat man für ihn keine Verwendung mehr und setzt ihn im Wald aus. Dort begibt er sich auf die Suche nach der blauen Fee die schon aus Pinoccio einen echten Jungen gemacht hat. Auf seiner Suche nach der Märchengestalt findet er eine Roboterzitadelle in der alle Bewohner mit menschlichen Gefühlen ausgestattet sind.

Dem Zuschauer stockt das erste mal der Atem wenn die ausgemusterten Roboter in einer Arena unter dem Applaus der Masse mit Säure und Elektroschocks hingerichtet werden. Die Bitte eines Roboters den Schmerzchip vor der Exekution abzuschalten spricht für sich. Hier gelingt David zusammen mit einem ebenfalls mechanischen Teddy die Flucht aus der Arena und er setzt seine Suche fort.

HIER WERDEN ROBOTER MIT MENSCHLICHEN GEFÜHLEN ERSCHAFFEN UM SIE DANN UNTER SCHMERZEN HINZURICHTEN !!!!!!

Soviel ganz kurz zur Handlung. Die gesamte Geschichte wird mit einem gewaltigen Feingefühl erzählt und man wartet als Zuschauer immer darauf, dass der Plot ins Peinliche wechselt. Tatsächlich werden die Charaktere (auch die der Roboter) mit dermaßen großem Respekt vor der Handlung aufgebaut, dass jegliche Chance auf Kritik im Keim erstickt wird.

FAZIT :

Wenn David nach ca. 2 Stunden Film mit einem U Boot in das Meer eintaucht kann sich der Zuschauer noch einmal bequem im Sofa zurücklehnen und noch 10 Minuten mit offenem Mund vor dem Fernseher verweilen und geschockt und erschüttert den Rest genießen. Ohne auch nur eine Sekunde ins Lächerliche abzurutschen wird uns hier ein Filmende präsentiert, dass sich mit den ganz großen Finalen der Filmkunst messen kann.

5 verdiente Sterne für ein Stück Kinogeschichte auf das ich viel zu spät aufmerksam wurde.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein fast großer Science-Fiction-Film - fordernd, intelligent, visionär, aber wenig involvierend in emotionaler Hinsicht, 8. Dezember 2011
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
"A.I. - Künstliche Intelligenz" war schon Jahre vor seiner Veröffentlichung etwas, auf das sich viele Filmfans ganz besonders freuten, denn hier ging es um die Zusammenarbeit von zwei der allergrößten Filmschaffenden überhaupt: Stanley Kubrick und Steven Spielberg. Basierend auf Brian Aldiss Kurzgeschichte "Super-Toys Last All Summer Long" versuchte Kubrick schon seit Anfang der Achtziger Jahre eine Adaption zu erschaffen. Hierfür wurden mehrere Treatments von mehreren Autoren geschrieben, hunderte Konzeptzeichnungen gemacht und Spezialeffekte bei ILM hergestellt, die Kubrick nicht zufrieden stellten.

Die bahnbrechende Science-Fiction-Story spielt in nicht allzu weit entfernten Zukunft auf der Erde, deren Großstädte nach dem Schmelzen der Polkappen unter Wasser stehen. Die Technologie ist bereits soweit, dass die Erde zu großen Teilen von nahezu komplett menschlich wirkenden Robotern besiedelt wird, die über künstliche Intelligenz verfügen und unterschiedliche Funktionen für die Menschen haben.

Im Fokus der Geschichte steht zunächst das junge Paar Monica (Frances O'Connor) und Henry (Sam Robards), deren eigener Sohn sich aufgrund einer unheilbaren Krankheit bereits seit Jahren in einem cryogenischen Schlaf befindet. Monica trauert und Henry erhält von seiner Firma, die Roboter herstellt, das Angebot, einen neuen "Mecha" zu testen, der die Trauer seiner Frau eventuell stillen kann. Hierbei handelt es sich um David (Haley Joel Osment), der erste Roboter, der echte Liebe empfinden kann. Nach längerer Gewöhnungszeit an den neuen Bewohner entwickelt Monica zögerlich eine Beziehung zu ihrem Ersatzsohn, doch nach einigen unglücklichen Begebenheiten entscheidet sich Monica David auszusetzen, der nun auf sich alleine gestellt ist und auf der Suche nach der blauen Fee ist, die aus ihm, wie bei Pinocchio, einen echten Menschen machen soll.

Nach vielen Jahren Entwicklungszeit und freundschaftlichen Besprechungen mit Spielberg bot Kubrick ihm dieses Projekt schließlich als Regiearbeit an, da Kubrick der Meinung war, dass Spielberg für das Material besser geeignet war. Spielberg war überwältigt von dem Angebot und lehnte schließlich ab, nach 1999 und der Veröffentlichung von "Eyes Wide Shut" wäre "A.I." dann Kubricks nächster Film geworden. Doch leider starb Kubrick bekanntlich und Spielberg übernahm nach dem Bitten von Kubricks Witwe wieder die Regie als letzten Freundschaftsdienst.

Was dabei heraus kam, wird gerne kritisiert, insbesondere Spielberg kommt oft nicht gut weg. Im Fokus steht u.a. das ausgedehnte Ende, wovon viiele denken, es sei Spielbergs Idee gewesen. Auch einige sentimentaleren Aspekte werden dem erfolgreichsten Filmemacher aller Zeiten angerechnet, die düsteren Elemente Kubrick. Doch letzten Endes stammt tatsächlich all dies von Kubrick selbst, Spielberg fühlte sich verpflichtet, die Vision seines Freundes nicht zu verfälschen und arbeitete nach dessen Aufzeichnungen und Konzeptideen.

Resultat ist ein faszinierender Film, bei dem deutlich die DNA von Kubrick zu spüren ist, wodurch sich einer der ungewöhnlichsten Spielberg-Filme ergab. Man erhält Kubricks kühle und klinische Präzision gepaart mit sehr tiefgründigen philosophischen Ansätzen, moralischen Fragen und einer Faszination für Wissenschaft und Technologie. Jedoch schwebt über all dem eine überraschend große Menschlichkeit und eine Spur Sentimentalität. "A.I." ist praktisch ein Kubrick-Film gesehen durch Spielbergs Augen und seiner eigenen Sensibilität.

Für Spielberg-Verhältnisse ist der Film eindeutig eher als langsam einzustufen, Action-Szenen sind abgesehen von der leicht beunruhigen "Fleischfest"-Szene, bei der Roboter vor gröhlenden Menschenmassen möglichst kreativ vernichtet werden, selten. Es ist ein fordernder und anspruchsvoller Film, der viele Fragen stellt und eine wagemutige, aber auch in gewisser Weise deprimierende Zukunft zeigt.

Hier entstehen teils sensationelle Bilder, wie man sie so noch nicht gesehen hat. Besonders faszinierend ist das versunkene New York und die riesigen Einfahrten durch gigantische Schlünder in die futuristische Stadt Rouge, einer Art futuristischen Las Vegas. Das Setdesign, das auf den für Kubrick angefertigten Konzeptzeichnungen basiert, wurde von Rick Carter spektakulär umgesetzt. Spielbergs Stammkameramann erzeugt zudem enorm atmosphärische Bilder, die dem Ganzen eine gewisse Härte verschaffen, die die Zukunft glaubwürdig und realistisch wirken lässt.

Großartig und bahnbrechend ist auch die Oscar-nominierte Special-Effects-Arbeit von ILM, die immer absolut fotorealistisch ist. Besonders bei dem Design der Roboter wurde Außerordentliches vollbracht, etwa bei teilweise zerstörten Mechas, bei denen das Innenleben sichtbar wird. Maestro John Williams hat hier eine zauberhafte Musik erschaffen, die nie zu pompös ist, sondern die Geschichte subtil unterstreicht. Hier werden besondere Höhen am Schluss erreicht, wo der Film (auch durch die märchenhafte Musik) einen traumartigen Zustand erreicht.

Essentiell für das Gelingen des Films sind aber seine Darsteller, ganz besonders Haley Joel Osment, der in der Rolle als David wirklich fasziniert. Ihm gelingt es auf fast unheimliche und nie übertriebene Weise, einen komplett glaubwürdigen menschlichen Roboter zu erschaffen, die subtilen Nuancen seiner Performance sind wirklich bemerkenswert. Jude Law spielt Gigolo Joe, einen Liebesroboter, der sich David annimmt und begleitet. Auch Law brilliert hier, hochpräzise kreiert er interessante Manierismen eines im Vergleich zu David etwas weniger entwickelten Roboters.

Ganz klar, "A.I." ist einer der ambitioniersten Filme des letzten Jahrzehnts, dessen Konzept enorm fasziniert. Hier erhält man echtes Science-Fiction mit einer großen Vision dahinter, die allerdings auch nicht sehr leicht zugänglich ist. Neben den philosophischen und moralischen Aspekten ist da natürlich die enorm wichtige emotionale Ebene und irgendwie will der Film da nicht so recht abheben, denn letzten Endes ist es nun mal eine Maschine, die hier im Mittelpunkt steht.

Trotz einem enorm hohen Entwicklungsgrad und höchster technologischer Komplexität dieses Wesens, das lernfähig ist und scheinar echte menschliche Emotionen hat, bleibt es eine Maschine. Diesen Gedanken hat man immer im Hinterkopf und trotz Osments toller Darstellung und der starken Inszenierung versagt "A.I." auf emotionaler Ebene größtenteils. In dieser Hinsicht war die Ambition des Projekts vielleicht dann doch zu groß, doch aufgrund der vielen Qualitäten ist "A.I." dann doch ein fast großer, sehr provokativer Film, der vielleicht in ein paar Jahren ein echter Science-Fiction-Klassiker werden könnte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen herzzereißend schöne story, 25. Februar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (DVD)
ich höre nie auf kommentare wie z.b. "auf keinen fall kucken" denn auch wenn ihn manche total öde und schlecht finden, muss das ja nicht auch auf mich zutreffen.

ich finde den film super gemacht von den effekten und der geschichte her auch wenn märchen mit aliens, androiden und "normalen" menschen vermischt wird, und das vielleicht nicht grade typisch für die regiseure ist.

am ende hab ich rotz und wasser geheult und man sollte diesem film gegenüber keine vorurteile haben sondern sich einfach von der fantasie des films mitreißen lassen und sich sein eigenes bild über ihn machen wie ich es getan habe. ich kann mir nicht vorstellen das man dem androidenjungen gegenüber kalt bleiben kann, z.b. als er die "blaue fee" findet und er so verzweifelt ist, oder als sein sehnlichster wunsch in erfüllung geht, das ist soooo herzzereißend.....

und man sollte nicht nur die unstimmigkeiten oder kleineren fehler oder sonstiges das schlecht an diesem film vielleicht ist sehen, sondern sich ein wenig in die handlung selbst hineinversetzen,
denn wer sehnt sich nicht nach liebe und geborgenheit?? auch wenn die suche danach aus der sicht eines andruiden dargestellt wird...

es werden zwar (wie schon in rezensionen erwähnt) auf grausame art in diesem film schmerzempfindende roboter von menschen zerstört, aber das zeigt nur wie intolerant der mensch gegenüber dingen sein kann die er nicht anerkennen will/kann wie auch immer, weil er vielleicht angst davor hat oder aus welchen gründen auch immer, seien es roboter ober dinge aus der realen welt, ich denke das die regiseure auch darauf ein wenig aufmerksam machen wollten und das finde ich nicht falsch...

das einzige was ich jedem empfehlen kann der sich sein bild von diesem film machen will...haltet auf jeden fall taschentücher bereit :-))
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89 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielleicht der radikalste Spielberg-Film, 6. März 2002
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Die Filme von Steven Spielberg haben der Menschheit schon oft ein sehr bescheidenes Zeugnis ausgestellt. Sie wollen an das Gute im Menschen glauben, wissen aber, dass die Regel anders aussieht. In "The Sugarland Express" steuern alle Beteiligten, trotz aller guten Absichten, geradewegs in die Katastrophe. In "Unheimliche Begegnung" sieht der Protagonist nur einen Ausweg aus all der Heuchelei und Fadenscheinigkeit seines Vorstadtlebens, raus ins All (oder, wie es auch oft interpretiert wurde: zurueck in den Mutterleib, wie am Ende von "2001"). In "E.T." muss ein Ausserirdischer einem Jungen das geben, wozu seine Mitmenschen offenbar nicht in der Lage sind, Liebe und Zuneigung. In "Das Reich der Sonne" desintegriert die Welt vor den Augen des Jungen so stark, dass er sich in seine eigenen Scheinwelten zurueckzieht.
Spielbergs Protagonisten suchen oft verzweifelt nach einem Ausweg und nach einer Moeglichkeit, sich selbst einen Rest von Anstand zu bewahren, wie etwa Oskar Schindler in "Schindlers Liste". In "Saving Private Ryan" ist die Welt sogar derart aus den Fugen geraten, dass die Suche nach Anstand (die Rettung eines Lebens) selbst ins Absurde muendet (Warum acht Leben fuer eine Lebensrettung riskieren?).
In "A.I." stellt Spielberg die Menschen vor ihre ultimative Pruefung. Er stellt ihr eine hemmungslos liebende Kreatur zur Seite, die sie sogar selbst geschaffen haben, was ihre Verantwortung ihr gegenueber sogar noch erhoeht.
Wie schon in vielen seiner frueheren Filme versagen die Menschen jaemmerlich. Einmal mehr entlarvt er die Oberflaechlichkeit (Monicas Liebe zu David endet immer dann, wenn er "Nicht-menschliche" Dinge tut) und Selbstverliebtheit (Prof. Hobby sieht Davids Entschlossenheit und Pein nur als endgueltigen Beweis seiner eigenen Genialitaet) der Menschen. Zudem belaestigt uns der Film immer wieder mit unangenehmen Fragen: Was ist "echt" (Der Film stellt immer wieder explizit und implizit die Frage, was eigentlich der Unterschied zwischen "echtem" und "unechtem" ist. Sei es nur durch einen Schnitt von einem Make-up auflegenden Roboter zu einer anderen Make-up auflegenden "Person", von deren "Echtheit"/"Unechtheit" wir noch nicht wissen, oder durch das Verwirrspiel mit dem kuenstlichen Mond)? Was ist Liebe? Was ist ihr Preis? Wie ist es um sie in der heutigen Zeit bestellt? Sein Film ist voller Sinnbilder fuer den Verfall der Kultur, wie etwa die Flesh-Fair oder Rouge City.
Ein paar gesonderte Worte zu den angeblich kitschig-sentimentalen letzten 20 Minuten. Diese Sichtweise ist kaum stichhaltig. Das Finale ist vielmehr die konsequente Weiterfuehrung der vorherigen Duesternis und Melancholie. "A.I." implizierte schon vorher, dass die menschliche Arroganz sie am Ende ausrotten wird. Das deutlichste Symbol ist das durch den Treibhauseffekt versunkene Manhattan ("The End Of The World"). Das Finale des Films macht dieses "Ende der (menschlichen) Welt" nicht nur gewiss, es wagt auch zu sagen: "Zum Glueck!" Wieder benoetigt es "Nicht-Menschen", hier sind es Roboter, die David einen letzten Rest von Trost spenden koennen, indem sie ihm eine "Mutter" zurueckzaubern, die all das sagt, was seine "echte" Mutter nie sagen konnte. Die Essenz ist also, wie es ein Kritiker richtig formulierte: "Eine bedingungslos liebende Kreatur wuerde die Menschheit in Einsamkeit ueberleben." Eine solch vernichtende Botschaft hat Spielberg seinen sinnsuchenden Protagisten (und den Zuschauern) noch nie mit auf den Weg gegeben.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Film!, 4. Februar 2003
Von 
A.T. (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Ich will weniger über Inhalt oder technische Ausführung schreiben, sondern dies bemerken: nur wenige andere Filme werden hier so wie A.I. entweder scharf abgelehnt oder hoch gelobt. Das ist zumeist ein Zeichen von Emotionalität und Charakter eines Films. Je schärfer das Pro und Contra, umso interessanter nachzufassen, woran es liegt. A.I. ist kein Terminator-James Cameron-Film. Es ist kein Kubrick-Film (auch wenn das manchen zu enttäuschen scheint). Es ist ein Spielberg-Film, dessen gefühlsbetonte Science-Fiction-Epen ihren Stil haben, der hier aber deutlich weiterreicht und die dem Film vorangehende Zusammenarbeit mit Kubrick durchblitzen läßt. Ich persönlich finde die wechselnden klimatischen Stimmungen des Films hervorragend. Die Ideen sind teilweise unglaublich, die Kamera klasse. Zudem ist die DVD extrem gut ausgestattet. Ich würde in jedem Fall diesen Film zum Kaufen empfehlen unter folgenden Bedingungen: vergesst, was ihr darüber gehört oder gelesen habt und bringt eine gehörige Portion Romantik und Freude zum Träumen mit. Dies ist eigentlich kein intellektueller Film, jedoch durchaus zum Nachdenken geeignet und in jedem Fall perfekt produziert. Ich gebe eindeutig 5 Sterne und würde auch noch einen sechsten dazureichen.
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