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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großer alter Mann des Rock'n'Roll, 24. Juli 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Man Overboard (Audio CD)
Mit mittlerweile 70 Jahren ist Hunter älter als alle anderen großen Rock Heroen, wobei ,alt' in Bezug auf ihn auch durchaus als Qualitätsmerkmal gesehen werden kann. Schon damals bei Mott The Hoople gehörte er zu dieser Spezies der sing-a-rock writer, zu der man auch Bob Seger und Bruce Springsteen zählen muß, Musiker also, die rocken konnten, aber auch textlich anspruchsvoll und introspektiv waren, und das hat sich in den letzten 40 Jahren nicht geändert.

Das 3te Album seines Spätwerks nun präsentiert einen weisen, aber nicht leisen alten Mann, dessen songwriting ein Qualitätslevel bekommen hat, dass Füller gänzlich ausschliesst. Er referenziert gern - bewusst oder unbewusst - auf die anderen ganz grossen contemporaries, bleibt sich aber selbst stets treu. Wenn er sich bspw. bei dem Rocker ,Up And Running' anfangs sowohl musikalisch als auch textlich bei Dylan's ,Subterranean Homesick Blues' bedient, dann ist das eine Auszeichnung der sich his ,Bobness' durchaus bewusst sein sollte.

Das balladenhafte Titellied wiederum schuldet Springsteen viel, aber auch der Blues (,Babylon Blues' - ein track über den sich die Black Crowes freuen würden) und Folk (das humorige ,Girl From The Office') werden gerne mal integriert in ein Album, das zeigt wie viel sich dieser Mann musikalisch in den letzten 40 Jahren zu eigen gemacht hat. Die positive Durchhalteparole ,Win It All' schliesslich ist dann einer dieser songs, die in den 70ern wahrscheinlich ein Klassiker geworden wäre, heute aber für die Masse der Musikkonsumente einfach viel zu gefühlsbetont und uncool klingen mag - für Hunter Fans wird es dennoch einer werden.

Produziert ist dieses Album facettenreich, aber klassisch zeitlos. Es rockt, es folkt, es bluest in den passenden Arrangements und ergibt einen kurzweiligen Mix mit einer nachhaltigen Qualität. Hunter mag zwar mittlerweile aussehen wie seine eigene Großmutter, sein songwriting und seine Ausdruckskraft aber sind wie der oft bemühte mit-dem-Alter-immer-besser-werdende-gute-Wein.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Smells like an Hoople Spirit.., 29. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Man Overboard (Audio CD)
Während andere sich mit rüstigen 70 Lebensjahren bereits zum Sterben hinlegen oder wiederum andere im Ü60 Alter nur peinliche Las Vegas taugliche Swing/Pop Nummern zustande bekommen, legt der Ober Hoople Ian Hunter die Messlatte nach oben und zeigt allen zusammen mit dem Mellencamp Spezie Andy York wie schon beim 2005er "Rant" und 2007er "Shrunken Heads" Album als bewährten Produzenten und kongenialen Komponisten und Gitarristen was eine Harke ist.
Mit "Great Escape" gibt er das Album Motto vor "..My Heart was pulsing like a funny Car just before the Start of Race.." mit viel Akkustikgitarren, Banjo und Mandoline folkig/rockig daher groovend und sich unweigerlich im Ohr festsetztend.
"Arms & Legs" bekommt man mit der leicht süchtig machenden Hookline nicht mehr aus der Birne.
Wo sich andere Künstler verdammt schwer tun gelingen Ian Hunter uns seiner Band locker aus dem Handgelenk geschüttelte, perfekt abgehangene Midtempo Edelsteine, die den Hoople Spirit mit der Altersweisheit Hunters in die Neuzeit transportieren. "Up and Running" könnte durchaus den 70er zugehörig gewesen sein, grooved und rockt es doch unverschämt Oldschool aus den Boxen. Für "Man Overboard", die mit viel angenehmer Akkustikgitarre und zarter Mundharmonika geprägten Ballade, die sich unmerklich hymnisch nach oben schraubt, würde Rod Stewart wohl morden..
Ob Bluesig, mit knarziger Bottleneck Gitarre bei "Babylon Blues" oder humoristisch,flockig mit einem "Cembalo" begleitend, steht Ian Hunter über den Dingen und der Spaß am Album quillt aus allen Studiolöchern hervor. Die illustre Band, Keyborder Andy Burton(Schramms-Willie Nile)Drummer Steve Holly(Warren Haynes,Tom Russel) sowie James Mastro(Amy Speace, John Cale)und Jack Petruzelli(Joan Osborne,Rufus wainwright) an den Gitarren sorgen für den perfekt sitzenden Rock`nRoll Anzug des Altmeisters . Chapeau Ian !!
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4.0 von 5 Sternen Kurz und knapp, 21. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Man Overboard (Audio CD)
Können 60er Fußballstadiongegröhle - Sie können definitiv mit dem Fanschal schwarmtauglich dazu winken! - und 70er New York Rock'n'Roll zusammengehen? Na klar, Ian Hunter - der Sechziger, mit Stimme und mit 70 - und Andy York - der Siebziger, mit Gitarre und nicht ganz so alt - leisten wieder und wieder den Nachweis! Hast Du eine, hast Du alle - das ist zumindest keine schlechte aus dieser Reihe und Hunter-Schunkel-Balladen hat's auch....
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen genau richtig für einsame highways, 16. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Man Overboard (Audio CD)
Melodische Rocksongs wechseln sich mit ruhigeren Stücken ab, die aber - dank Hunters einprägsamer Reibeisenstimme - ebenfalls sofort ins Ohr gehen.Das Klangbild ist sauber produziert, der Sound kommt druckvoll und klar aus den Boxen.
Wer Springsteen und Rod Stewart mag, sollte mal reinhören.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Londoner Hooligan, 14. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Man Overboard (Audio CD)
Klar wird mit vielen Superlativen heutzutage etwas inflationär umgegangen, aber niemand wird ernsthaft bestreiten, dass es sich bei Ian Hunter um eine lebende Rocklegende handelt. Ender der 60er debütierte Hunter auf der wegweisenden ersten LP von Mott the Hoople, diesen Londoner Hooligans, die eigentlich nur wegen der Weiber Musik machten. Aber Hunter ging dann klammheimlich den Weg von ungezügelter Prä-Punk-Power, zum ernstzunehmenden Post-Punk-Poeten. Und ist heute, 70(!)-jährig ganz weit weg vom Aufhören, wie "Man overboard" zeigt. "The great escape", der Opener schunkelt einen mit sinistrem Groove in ein Füllhorn von fantastischen Songs. "Arms and legs", würde in einer besseren Welt anstelle von sagen wir, Rod Steward, im Radio laufen, der Proto-Streetrock von "Up and running" steckt voll berstend intensivem Boogie und im Titeltrack wächst sich die akustisch geklampfte Strophe, im Refrain zur reinrassigen Hymne aus. Der "Babylon Blues" klingt wie er heißt und "The girl from the office" zeigt eindrücklich wie man einen Song über das Alltägliche richtig schreibt. Nämlich nicht wie es der Boss mit seinem völlig missglückten "Queen of the supermarket" vorgemacht hat. "Flowers" ist erneut perfektes Radiofutter, das wohl leider selten bis nie im Radio laufen wird. In "These Feelings" das von fern an "Lucy Jordan" von Marianne Faithful erinnert, wird's dann gar gemäßigt psychedelisch. "Win it all" ist dann für mich der einzige kleine Ausfall auf einem großen Album, eine schick instrumentierte Ballade, die kompositorisch einfach etwas schmalbrüstig daherkommt. "Way with words" ist da wieder ein anderes Kaliber. Ebenfalls im balladesken Bereich angesiedelt, hätte dieser Song auf einem Jahrhundert-Album wie John Hiatts "Bring the family" nicht nur eine gute Figur abgegeben, sondern dieses sogar noch veredelt. Mit dem Ohrwurm "River of tears" beschließt Hunter dann ein beachtliches Album, mit dem er noch einmal seinen Stellenwert im Rock'n'Roll-Circus unterstreicht. Wer auch nur ein bisschen etwas für ehrlichen handgemachten Rock übrig hat, kann den Ian Hunter von 2009 eigentlich gar nicht übersehen. Wäre auch echt schade drum.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Barde mit Lebenserfahrung, 25. April 2014
Von 
Thomas Max "Max" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Man Overboard (Audio CD)
Ian Hunter schreibt interessante Songs, irgendwo zwischen sehr britischem Rock`n`Roll, Singer-Songwriter-Stil im Sinne Randy Newmans und Glam-Rock. Auch im Rentenalter hat er sich seinen Sarkasmus bewahrt, ebenso seine Rührseligkeit, seinen Witz, seine Kompromisslosigkeit und im Grunde auch seine Frische. Kaum zu glauben, dass er über 70 ist!

Als Teil des "Alterswerkes", das Hunter seit einigen Jahren veröffentlicht, eine Platte nach der anderen, wie einst im Mai, besteht dieses Werk leicht. Mir persönlich gefällt Shrunken Heads noch besser. Wie auch immer: schön, dass es sowas noch gibt!
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Man Overboard
Man Overboard von Ian Hunter (Audio CD - 2012)
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