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83 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Film, wie ein Glas Laphroaig...
-The Fountain- gilt als Insidertip für intelligentes, experimentierfreudiges Kino. Klar, dass der Film so schnell wie möglich in den Player musste. Darren Aronofsky hat -The Fountain- liebevoll und geschickt inszeniert. Dazu beide Hauptrollen mit beeindruckenden, vorzüglich spielenden Akteuren besetzt. Letztendlich herausgekommen ist jedoch ein Film, der...
Veröffentlicht am 16. August 2007 von Thomas Knackstedt

versus
12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Tod ist eine Krankheit und es gibt Heilung
Was ist dieser Film nun? Ein transzendenter, jenseitiger Komposthaufen? Oder spirituelle, überirdische Filmkunst?
Nachdem ich hier von verschiedenen Rezensenten, deren Meinung ich alle sehr schätze, so dermaßen unterschiedliche Rezensionen gelesen hatte, war klar dass ich "The Fountain" sehen muss. Eingedenk der Tatsache dass ich eh ein gewisses...
Veröffentlicht am 21. Februar 2009 von Ophelia


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83 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Film, wie ein Glas Laphroaig..., 16. August 2007
Rezension bezieht sich auf: The Fountain [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
-The Fountain- gilt als Insidertip für intelligentes, experimentierfreudiges Kino. Klar, dass der Film so schnell wie möglich in den Player musste. Darren Aronofsky hat -The Fountain- liebevoll und geschickt inszeniert. Dazu beide Hauptrollen mit beeindruckenden, vorzüglich spielenden Akteuren besetzt. Letztendlich herausgekommen ist jedoch ein Film, der die Zuschauer spalten wird. Kunstkino mit Kultniveau? Oder doch nur zusammenhanglose Bildschnipselei ohne tieferen Anspruch? Das muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.

Der Wissenschaftler Tom(Hugh Jackman) und die Schriftstellerin Izzy(Rachel Weisz) sind ein Paar. Sie lieben sich abgöttisch. Izzy ist todkrank, sie hat einen Tumor im Körper, der ihr das Leben raubt. Tom arbeitet in seinem Labor daran, ein Gegenmittel gegen Izzys Krankheit zu finden. Einen Stoff, gegen die Krankheit des Alterns und des Todes. Nicht mehr und nicht weniger ist sein Anspruch, als die Welt zu verändern, um Izzy zu retten. Doch die Zeit läuft ihm davon.

Izzy hat sich, anders als Tom, mit ihrem Schicksal arrangiert. Sie schreibt ein Buch mit dem Titel -The Fountain-. Dabei geht es um einen spanischen Konquistador, der für seine Königin den Baum des Lebens finden soll. In einer unglaublichen Mission findet der spanische Ritter diesen Baum auf der Spitze einer uralten Mayapyramide. Izzy schreibt dieses Buch jedoch nicht zu Ende, sie überlässt es Tom, das letzte Kapitel hinzuzufügen. Aber Tom ist noch nicht dazu bereit, dem Tod entgegen zu treten...

Aronofsky verwebt die reale Geschichte von Izzy und Tom mit Bildern aus Traum- und Romansequenzen in einem wahren Bilderrausch, der einem den Atem raubt und manchmal fast erschlägt. Dabei nimmt er in einer Zukunftsvision ungeniert Anleihen bei Klassikern wie -Lautlos im Weltall- oder -2001 Odysee im Weltraum-. So illusionslos, tief traurig, bewegend und echt der hoffnungslose Kampf des Liebespaares gegen den Tod ist, so verspielt, imaginär und exzentrisch sind Aronofskys Visionen, mit denen er uns das Thema näherbringen will.

Hugh Jackman und Rachel Weisz werden zugegriffen haben, als sich die Chance bot eine interessante Rolle weitab des Mainstream zu spielen. Sicherlich in jeder Sekunde bewußt, dass dieser Film unterschiedliche Reaktionen auslöst. -The Fountain- kommt daher wie ein Glas Laphroaig; entweder liebt man ihn, oder aber bekommt nicht einen einzigen Tropfen herunter. Ich habe mir mehr als nur einen Tropfen gegönnt und es nicht bereut.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Film, 16. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Fountain (DVD)
Ich habe mir den Film nur angeschaut, weil ich fast alle Filme anschaue mit Hugh Jackman. Ich war darauf gefasst, dass der Film mir nicht gefallen wird, nachdem ich Kritiken gelesen und Bilder gesehen hatte. Aber das Gegenteil passierte, ich war beeindruckt. Ich finde den Film weder langweilig noch unverständlich. Allerdings muss man sich auf einen Film einlassen, der anstrengend ist. Man muss aufmerksam hinschauen, um der Handlung zu folgen. Es geht um Tod und Wiedergeburt. Ohne das eine gibt es das andere nicht. Die Handlung wechselt zwischen dem wirklichen Leben und den Fantasien von Tom und Izzy, den beiden Hauptfiguren, und verläuft deshalb in 3 Ebenen mit fließenden Übergängen. Man sieht Tom und Izzy in der Realität (Tom forscht besessen nach einem Heilmittel für seine todkranke Frau Izzy und verbringt dabei mehr Zeit in seinem Labor als mit ihr. "Der Tod ist eine Krankheit, und ich finde ein Mittel dagegen"). Dazwischen sieht man Izzys Fantasie und wie sie ihren bevorstehenden Tod verarbeitet. Sie hat sich damit abgefunden, findet Trost und Kraft in einem alten Maja-Mythos und schreibt ein Buch über die spanische Inquisition (steht hier symbolisch für Krankheit und Tod) und über die Suche nach dem ewigen Leben. Ihr Mann Tom ist in ihrem Buch Thomas, der Conquistadore, der im Auftrag der spanischen Königin im Regenwald nach dem Baum des Lebens sucht. Außerdem sieht man auch immer wieder die Fantasie von Tom zum Thema Tod und ewiges Leben. Nach und nach erkennt er, dass der Tod unausweichlich ist und ein Teil des Lebens. Toms Fantasien sind für den Zuschauer wahrscheinlich am schwersten zu verdauen und auch etwas abgehoben. In Toms Fantasie sieht man eine Luftblase, in der Tom bleich und kahlgeschoren mitsamt dem sterbenden Baum des Lebens (der Baum ist Izzy) durch das Weltall zum Maja-Sternennebel Xibalba schwebt,um dort zu sterben und den Baum des Lebens neu erblühen zu lassen. Der Film bietet beeindruckende Bilder, aber nicht allein diese Bilder machen ihn interessant, sondern vor allem die Schauspielleistung der beiden Hauptdarsteller Rachel Weisz und Hugh Jackman. Kunstvollste Bilder allein geben nichts her, es sind für mich immer noch die Schauspieler, die einen Film spannend machen. Etwas weniger Bilderrausch wäre vielleicht besser gewesen, der Flug in der Luftblase ist doch ein bisschen abgehoben, deshalb 4 statt 5 Punkte.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophie für Herz und Seele..., 6. März 2009
Von 
Marcus Hartmann (Drübeck, Sachsen-Anhalt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Fountain (DVD)
In kraftvollen Bildern und mit film-kompositorischem Geschick beweist Darren Aronofsky in Drehbuch und Regie sein großes Talent. Ein atemberaubender, tief emotionaler, fantastischer, unendlich philosophischer und anregender Film über das Leben, die Liebe, den Tod und die ewigen Fragen nach Erleuchtung, Wiedergeburt, Glück und der Angst vor dem Sterben. Hugh Jackman und Rache Weisz beweisen auch in diesem, eher Hollywood-untypischen Filmerlebnis, großartiges schauspielerisches Talent und schaffen eine Geschichte, die jeglicher Bedeutung von Zeit und Raum der Rücken kehrt. Ein Meisterwerk der Philosophie!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Atmosphäre und tolle Bilder, 29. Juli 2010
Von 
Fabian Schölzel (Bremerhaven) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Fountain [Blu-ray] (Blu-ray)
An den Rezensionen hier kann man sehr gut sehen: Entweder man wird diesen Film lieben oder ihn hassen. Meiner Meinung nach ist es auf jeden Fall ein Experiment wert, herauszufinden, wie man selber nach dem Film darüber denkt. Man sollte aber keine extreme Komplexität erwarten, wie es vielleicht von manchen bei "intellektuellen" Filmen erwartet wird - denn solch einer will der Film meiner Meinung nach gar nicht sein. Vielleicht könnte man sagen, das man den Film eher erfahren als verstehen kann. Das soll natürlich auch nicht bedeuten, das es keine Zusammenhänge zwischen den tollen Szenen und Bildern gibt. Sie sind halt nicht überkompliziert, aber haben trotzdem - oder vielleich gerade dadurch - eine unglaubliche Tiefe, die ich wirklich bei noch keinem anderen Film so erfahren habe.

Zudem gefällt mir, wie der ganze Film aus einem Guss zu sein scheint. Die Farbgebung ist stets gleich gehalten und gewisse Elemente lassen sich in vielen Szenen wiederfinden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr berührend und mal was anderes, mit gewaltigen Bildern, 8. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: The Fountain [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
So möchte ich den Film zusammenfassen. Ich bin sonst kein Fan des emotionalen Kinos. Meist artet das in pathetisches Gefasel und pseudobetroffenes Musik- und Bildgeschwurbel aus. Bei "The Fountain" war ich aber ausnahmsweise wirklich berührt. Dazu kommt eine Flut an Bilden, die einem aufgrund ihrer Ungewöhnlichkeit und stillen Größe im Kopf hängenbleiben. Auch ist dieser Film von erfrischender Andersartigkeit. Die üblichen Schemata des Kinos werden regelmäßig missachtet. Allerdings verliert sich der Film meiner Ansicht nach zum Teil in seiner eigenen Vielfalt, sodass er zum Teil etwas zusammenhanglos wirkt.
Sehr sehenswert, auf jeden Fall für jeden, der Freude an etwas "anderen" Filmen hat.
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig und Grandios, 28. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: The Fountain [UK Import] (DVD)
Drei Handlungsstränge:
1. Der Konquistadore Tomas bricht auf Drängen seiner geliebten spanischen Königin im Jahr 1500 n. Chr. nach Mittelamerika auf, um in dem sagenhaften Reich der Maya nach dem Baum des Lebens zu suchen.
2. Der Neurowissenschaftler Dr. Tom Creo, und sein Team versuchen um das Jahr 2000 mit Hilfe einer geheimnisvollen Pflanzendroge, von einem bis dahin noch unbekannten Baum aus Mittelamerika stammend, ein Allheilmittel für Hirnkrankheiten zu suchen. Seine über alles geliebte Frau Izzi, identisch mit der früheren spanischen Königin, stirbt jedoch kurz bevor sich ein Erfolg abzeichnet.
3. Ein Raumschiff, eine Kugel mit einer durchsichtigen D-Branenhülle, fern jeder heutigen technologischen Möglichkeit und nur mit dem sterbenden Baum des Lebens und seinem Begleiter darin, der gleichen Person wie der Konquistadore und Dr. Creo aus den anderen beiden Handlungssträngen, fliegt um das Jahr 2500 auf einen goldenen Sternennebel zu. Der Sternennebel war nach Vorstellung der Maya die Welt Schibalba, dort wo die toten Seelen wiedergeboren wurden. Hier so hofft der transzendentale Begleiter wird seine vor vielen Jahrhunderten verstorbene Izzi, konserviert in dem Baum des Lebens, den er auf ihr Grab pflanzte, wieder zum Leben erweckt.

Die einzelnen Handlungsstränge besitzen eine geheimnisvolle Selbstbezogenheit, ihre Handlungen reflektieren sich in der Geschichte des Buches "The Fountain" an dem Izzi bis kurz vor ihrem Tode schreibt und dessen letztes Kapitel unvollendet bleibt.

Letztlich verschmelzen die Handlungsstränge in einer grandiosen filmischen Inszenierung zu einem tiefergreifenden Ganzen. Sie verschmelzen nicht nur indem sie auf eigenartigste verschachtelt sind, sondern auch weil sich die Kausalität ihrer Handlungen mehr und mehr bedingen. Sie werden zu einem einheitlichen Ganzen, einer einzigen Handlung, einer einzigen Hoffnung, der Suche nach der Überwindung des Todes und einem ewigen Leben mit seiner alles geliebten Izzi - seiner Königin.

Wer von dem Film nicht innerlich berührt sein sollte, wird ihn nicht gut finden, zu komplex seine Handlungen quer durch die Jahrhunderte hindurch, zu tief seine Emotionen um den Tod eines geliebten Menschen, und zu subtil seine innere Botschaft.
Grandios die schauspielerische Leistung von Hugh Jackman, der die schwierige Aufgabe hatte, drei so unterschiedliche Charaktere, den Konquistadore, Dr. Creo und den transzendentalen Begleiter darzustellen und schlussendlich noch zusammenzuführen. Einzigartig auch die einfühlsame Filmmusik von Clint Mansell.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, 16. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Fountain [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Drei verwobene Geschichten, die zu drei verschiedenen Zeitpunkten spielen (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) lassen sich vielseitig interpretieren, was der Grund vieler gegensätzlicher Diskussionen ist. Man kann ihn als esoterischen Film sehen über Wiedergeburt und ewiges Leben, als Drama über den Verlust eines Menschen oder auch als einzelne Sequenzen, die drei Geschichten mit verschiedenen Aussagen erzählen. Unabhängig von dem, was man im Film sucht oder findet, geniesst man die Szenen - sofern der ruhige Erzählfluss nicht als störend betrachtet wird. Oft wird dieser Film scheinbar als unverständlich bezeichnet. Doch es gibt Interpretationen, die die Geschichte als sehr einfach darstellen. Sieht man zum Beispiel die Gegenwart als Haupthandlung, in der das Buch mit dem Titel "The Fountain" geschrieben wird, dann ist die vergangene Handlung jener Teil, den die sterbende Ehefrau geschrieben hat, um ihre Angst vor dem Tod zu besiegen. Das Finden und Essen vom Baum, jene letzte Sequenz aus der Vergangenheit, hat demnach der trauernde Ehemann auf Bitten seiner Frau in das Buch geschrieben. Die Zukunft ist die Konsequenz aus den Handlungen der Vergangenheit und der Gegenwart. Vielleicht ist sie Teil des letzten Kapitels des Buches oder Teil der Gedanken des Ehemanns. Der Film ist voll von Metaphern und Verweisen und somit reizvoll, wenn man sich darauf einlässt, so viele Einzelheiten wie möglich zu erkennen und in einem eigenen Bild im Kopf zusammen zu fügen. Eben so wie ein gutes Buch individuelle Bilder und Gedanken im Kopf des Lesers zu erzeugen vermag.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildgewaltiges Spektakel, 1. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: The Fountain [UK Import] (DVD)
Hugh Jackman erweist sich in diesem Film als tatsächliches Multitalent: Hut ab!

The Fountain erzählt drei parallele Handlungsstränge gleichzeitig in sehr unterschiedlichen "visuellen Geschmäckern". Das vorweg, nun zum Plot:

Der Hauptplot erzählt die Geschichte eines Wissenschaftlers, Tom, dessen Frau Izzie unheilbar erkrankt ist. Er verbringt seine Tage und Nächte verzweifelt im Labor nach der erbitterten Suche für ein Allheilmittel gegen Krebs, das seine Frau retten soll. Dabei vernachlässigt er sein restliches Leben, inklusive die letzten wertvollen Augenblicke, die er mit Izzie verbringen könnte.

Izzie derweil verbringt ihre Zeit damit ein Buch zu schreiben, vermutlich um die Last des Erlebten und den aussichtlslosen Kampfes ihres Mannes verarbeiten zu können. Sie hat ihren bevorstehenden Tod doch längst akzeptiert und sucht nun nach einer Möglichkeit Tom zu erreichen und ihm den Abschied zu ermöglichen. Sie recherchiert viel in Museen und verknüpft die Entstehungsmythen sowie Sagen um Leben, den Tod, das Leben nach dem Tod usw. verschiedener Kulturen in ihre Geschichte, die den zweiten Plot (mit der gleichen Besetzung) beginnt:

Die Geschichte eines Conquistadors im Spanien zur Zeit der Inquisition, der sich in die Königin verliebt und für Sie in den düsteren Dschungel Südamerikas reist um sich auf die Suche zu machen nach dem Baum des Lebens, dessen Saft jedem Trinker ewiges Leben schenken soll.

Izzie kann ihre Geschichte nicht beenden (oder lässt sie das Ende bewußt aus?) und bittet Tom es für sie fertig zu schreiben.

Der dritte Handlungsstrang ist surreal und zeigt einen einsamen Tom, der allein in einer Seifenblase durch das Weltall zischt und mit dem vertockneten Lebensbaum als Begleiter einen mystischen Nebel zu erreichen versucht, der den Baum wieder zum grünen bringen soll. Dieser Teil der Geschichte ist nur symbolisch gemeint. Tom, der sich abkapselt, ein Baum, der seine Frau repräsentiert aus dem er- mit schlechtem Gewissen- immer wieder ein Stück herausschneiden muss um die lange Reise zu überleben, die Suche nach der Erleuchtung, nach dem Ende der Reise.

Doch Tom kann diese Erleuchtung erst dann finden, wenn er "das richtige" Ende für die Geschichte des Konquistador schreibt und damit auch das Schicksal seiner Frau-sowie aller Menschen- akzeptiert.

Der Film hört sich trauriger an, als er ist. Ein Monumentales Meisterwerk mit unglaublicher Atmosphäre und wahrlich spektakulären Bildern, sowie eine Hintergrundmusik die einem immer wieder mit einer Gänsehaut erschauern lässt.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 20. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: The Fountain [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Ich hatte noch nie von diesem Film gehört und bin durch Zufall in der Videothek auf ihn gestoßen. Zu Anfang wusste ich nicht, was ich von ihm halten sollte, weil der Film mittendrin und bereits mit metaphysischen Bildern einer Phantasiewelt einsetzt, die mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten.

Im weiteren Verlauf hat mich der Film wirklich berührt, und das, ganz ohne gezielt auf die Tränendrüse zu drücken, wie etwa "Hinter dem Horizont". So sensibel und behutsam behandelt habe ich das Thema Tod noch in keinem Film zu sehen bekommen. Dabei wird auf eine religiöse Behandlung des Themas verzichtet, vielmehr wird der Tod aus einer mythologisch-naturverbundenen Perspektive betrachtet.

Großartig ist auch die konsequent durchgestaltete Atmosphäre des Films. Alles passt zusammen, die Bilder, die Musik, die Figuren. Es gibt nichts Grelles und keine Misstöne, und doch sind die Bilder, Worte und Musik eindringlich. Auf eine jede einzelne Szene erklärende Interpretation wird verzichtet, es werden mehr Gefühle erzeugt und vermittelt. Der Film ist traurig, aber doch einer der schönsten, die ich je gesehen habe.
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62 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gefühlvolles Drama, fantasievolle Inszenierung, 29. August 2007
Rezension bezieht sich auf: The Fountain [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
"The Fountain" ist ein sehenswertes Drama, über den Arzt Tommy, der seine totkranke Freundin Izzi mit allen Mitteln von ihrem Krebsleiden befreien will. Hierzu stellt er mit seinem Team intensive Forschungen und Versuche an Affen an. Als es gelingt den Tumor eines seiner Versuchstiere mit Hilfe einer Substanz, die aus einem Baum aus Guatemala gewonnen wird, zu bezwingen,keim neue Hoffnung in Tommy auf.
Eines Abends beauftragt ihn Izzi mit der Fertigstellung ihres Buches. Dieses handelt von dem Conquistador Tomas, der im Dienste der Königin von Spanien um 1500 das Königreich von einer drohenden Usurpation durch die Hl. Inquisition befreien soll. Der Film taucht nun in diese Geschichte ein. Die Rolle des Tomas entspricht der Tommys, die Königin (Isabella von Kastilien?) entspricht Izzi in der Realität; folglich wäre das Wüten der Inquisition mit dem Krebsgeschwür Izzis gleichzusetzen, das es zu beseitigen gilt. Die Königin beauftragt Conquistador mit der Suche nach dem "Heilmittel", das nur in der Neuen Welt - laut den Forschungen eines Franziskanermönchs - an einer alten Mayastätte zu finden ist.

Meiner Meinung nach handelt es sich also weniger um zwei unterschiedliche Zeitebenen, als vielmehr um einerseits die Realität und andererseits die filmische Darstellung der Fiktion Izzis. Einige Rezensenten haben dem Film mangelnde Historizität vorgeworfen. Ich halte diese Kritik für nicht gerechtfertigt: Das Buch Izzis ist kein Geschichtsbuch, das Fakten vermitteln soll, sondern eine reine Fiktion, die in einen historischen Kontext (Conquista, Inquisition, Isabella v. Kastilien) gebettet ist. Der Film will auch zu keinem Zeitpunkt vermitteln, dass dieser fiktive Roman historische Realität zeigt. Er ist und bleibt ein fiktives Produkt Izzis und wird dementsprechend in Szene gesetzt: durch im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Bilder und Kameraeinstellungen.

Neben diesen beiden Strängen läuft noch die symbolträchtige Space-Odysse des "Astronauten" Tommy ab, der sich mit einer Art Schneekugel-Raumschiff, in dem sich der Baum des Lebens (Symbol für die leidende Izzi?) befindet. Dieser Teil erinnert tatsächlich stark an Kubricks Odyssee 2001 und arbeitet mit ähnlichen Motiven und Symbolen: Geburt, Schöpfung, Tod, ewiges Leben stehen hier im Vordergrund und werden atemberaubend schön und symbolhaft vor der Kulisse des lichterfüllten Sternenkosmos in Szene gesetzt.
Die Story ist eigentlich nichts besonderes - die Parallelhandlung innerhalb Izzis Buch ist sogar, was Story und Spannung angeht eher schwach. Sie lebt eher von der Symbolträchtigkeit.
Auch in der Realität passiert nicht allzuviel, hier geht es vornehmlich um das Leid der Kranken und die Suche nach dem Heilmittel.
Die Schauspielerliefern eine wirklich erstklassige Leistung ab. Besonders Hugh Jackman glänzt in den unterschiedlichen Rollen und stellt alle Emotionen ebenso wie Rachel Weisz sehr überzeugend dar. Insgesamt also ein gelungenes Werk!

Schauspieler: *****
Story/Spannung: ***
Bilder/Kulisse: *****
Kostüme: ****
Anspruch: ****
Aussage: ****
Logik/Nachvollziehbarkeit der Handlung: ****

(bei 0-5 Sternen für diese Kategorien)
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