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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schicksalsschläge
"So intensiv, dass man den Blick nicht mehr abwenden kann!"
Selten habe ich eine Kritik auf der Vorderseite einer DVD gelesen, die so viel Wahrheit enthält.

Der Film ist schlicht und ergreifend genial! Ich selbst kenne nur wenig andere Werke, die Sportfilm und Melodrama so geschickt miteinander verbinden können (siehe Million Dollar Baby)...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2011 von Der Philosoph

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhalt top, Bildqualität - mit Absicht - verrauscht
Dass der Film thematisch intensiv und brillant ist, stimmt und wurde bereits oft erwähnt. Aber Blu-ray-Fetischisten, die für ihr Medium knackige Schärfe und super Farben erwarten, werden etwas enttäuscht sein. Der Film wurde komplett mit einer Handkamera gedreht (siehe "Making of") und benutzt Körnigkeit und Bildrauschen als künstlerisches...
Vor 23 Monaten von Sinn ist gut veröffentlicht


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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schicksalsschläge, 30. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: The Wrestler (DVD)
"So intensiv, dass man den Blick nicht mehr abwenden kann!"
Selten habe ich eine Kritik auf der Vorderseite einer DVD gelesen, die so viel Wahrheit enthält.

Der Film ist schlicht und ergreifend genial! Ich selbst kenne nur wenig andere Werke, die Sportfilm und Melodrama so geschickt miteinander verbinden können (siehe Million Dollar Baby). Selbstverständlich ist es keine Überraschung, dass Actionfans von dem Film enttäuscht sein werden, jedoch finde ich es mehr als nu positiv, dass Mickey Rourke seine Rolle als knallharter Einzelkämpfer stillgelegt und mit "The Wrestler" eine völlig neue schauspielerische Dimenson geöffnet hat. Nämlich die des Dramas. Rourke beweist hier besser denn je, dass er eben auch anders kann. Es muss doch nicht immer der harte Junge sein. Manchmal ist ein einfacher Mensch besser. Manchmal ist weniger mehr.

Bei "The Wrestler" bekommt der Zuschauer ca. 105 Min. einen tragischen, aber doch mitreißenden Einblick in die verletzte Seele eines Profi Wrestlers. Der Film scheut sich nicht und zeigt in vielerlei Hinsicht die kalte Realität, besonders in dem Thema Schicksalschlag. Verdeutlicht wird auf knallharte Fasson, dass kein Mensch vor dem Schicksal geschützt ist. Weder ein Wrestler noch ein Büroarbeiter. Der Film endet aprubt und lässt den Zuschauer eiskalt zurück. Ein derartiges Ende war von so einem Film zwar zu erwarten, dennoch passt es wie die Faust auf's Auge. Mehr möchte ich in dieser Hinsicht jedoch nicht verraten.

Die Alterfreigabe ab 16 Jahren ist durchaus berechtigt und sinnvoll. Der Streifen spiegelt auf äußerst brutale, ja fast schon verstörende Art und Weise, die Facetten des Lebens wider. Zwar stehen die Wrestling Kämpfe hier nur an zweiter Stelle, jedoch sind diese auch sehr brutal und drastisch gehalten, was die Alterbsbegrunzung ebenfalls rechtfertigt.

Fazit: Absoluter Geheimtipp für jeden, der bei Filmen auch gern mal das Gehirn einschaltet. "The Wrestler" ist zwar keine leichte Kost, jedoch trotzdem ein absolut sehenswertes Meisterwerk, dass sich durch die geschickte Verschmelzung zweier Filmgenre auszeichnet.
Uneingeschränkt empfehlenswert!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Meisterwerk! Mickey Rourke IST Randy "The Ram", 11. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: The Wrestler [Blu-ray] (Blu-ray)
(Mehr ein Essay als eine Rezension)

Als bekennender Wrestling-Fan und Kenner der Szene, seit nun mehr als über 25 Jahren, ist es mir immer wieder ein Anliegen gewesen, dass der „Wrestling-Sport“ in der breiten Öffentlichkeit in respektabler Art und Weise dargestellt wird.
Regisseur Darren Aronofsky und Hauptdarsteller Mickey Rourke (der mit seiner atemberaubenden Performance auftrumpft) haben es geschafft einen authentischen und vor allem würdevollen Film über das Schicksal eines professionellen Wrestlers zu zeigen. Mit einem dreimal ausverkauften Gartenbaukino und stehenden Ovationen der Zuschauer ist der Film honoriert worden und avancierte dadurch zum großen Highlight der Viennale 2008, bei dem ich den Film zum allerersten Mal begutachten konnte und mit voller Begeisterung über diesen tollen Film, den Kinosaal verließ.

Mein besonderes Augenmerk möchte ich auf die Darstellung von Mickey Rourke als Randy „The Ram“ Robinson legen und dabei versuchen einige Fragen argumentativ zu untermauern. Inwiefern entsprechen die gezeigten Szenen im Film der Realität?
Hierbei werde ich versuchen chronologisch vorzugehen und theoretische Fakten mit Beispielen aus dem Film in einem Kontext zu stellen bzw. mit empirischen Beispielen zu veranschaulichen, sodass die einzelne Fragen, die der Film offensichtlich aufwirft, gänzlich beantwortet werden können. Wie viel vom Schauspieler Mickey Rourke steckt tatsächlich in der Figur des Randy „The Ram“ Robinson? Anhand welcher Kriterien ist zu erkennen, dass der Film versucht möglichst authentische Momente einzufangen?

Erläuterungen einiger Szenen aus dem Film The Wrestler (2008)
Die erste interessante Szene auf die ich eingehe, findet in der zwölften Minute des Filmes statt. Randy „The Ram“ Robinson ist in der Umkleidekabine und bereitet sich auf seinen Kampf vor, der unmittelbar bevorsteht. Wir sehen ihn, wie er eine Rasierklinge nimmt und sie mit Hilfe eines Tapes geschickt unter sein Handgelenk „versteckt“. Was hat es mit dieser Szene auf sich? Um die Dramatik in einem Wrestling-Match zu steigern, wird oft „gebladet“, so der korrekte Terminus im professionellen Wrestling. Ist ein Match bereits eine gewisse Zeit im Gange, kommt es (wenn es bereits vorher abgesprochen worden ist) zum „Blading“. Hierbei zückt der Wrestler, der gerade von einem zB: schweren Stuhlschlag getroffen oder auch, wie es im Film der Fall ist, auf einer entblößten Ringecke (bei der die Polsterung vom Gegner entfernt worden ist) mit dem Kopf aufkommt, in einem passenden Moment, in dem auch der Kameramann gezielt auf seinen Kontrahenten oder auch in die Menge filmt, seine versteckte Rasierklinge und ritzt sich ein wenig die Stirn auf. Da die Stirn eine gut durchblutete Stelle und der Wrestler ständig in Bewegung ist und dabei schwitzt, vermehrt sich das Blut recht schnell und dies beschleunigt den dramatischen Effekt, gleichzeitig assoziiert der Zuschauer die Blutung des Wrestlers mit der „unfairen“ Aktion, die kurz zuvor stattgefunden hat.
Es dauert nicht lange bis es zum Ende des Kampfes kommt. Unmittelbar nach dem Matchende wird der Wrestler dann vom Arzt im Backstage-Bereich erstversorgt. Diese besagte Szene ist glänzend von Darren Aronofsky inszeniert worden, genauso wie die zuvor besprochenen Matchausgänge mit den Wrestlern.
Im Backstage-Bereich besprechen die einzelnen Wrestler den Matchverlauf ihres Kampfes und erläutern dem Gegner welche Moves sie dabei einsetzen bzw. wie sie den Kampf aufbauen wollen. Die Protagonisten fungieren dabei als Regisseure und Drehbuchautoren, die in der Lage sind, den ganzen Ablauf des Kampfes bereits im Kopf zu entwickeln, noch bevor der eigentliche Kampf überhaupt stattgefunden hat.
Wrestler sind Sportler, Schauspieler und Stuntmänner in einer Person und haben es als Aufgabe, diese Komponenten gut zu vereinen.
Wrestling ist „Sports Entertainment“ und auf diesen Ausdruck beharren alle Wrestling-Organisationen auf der Welt. Eine Art „Soap Opera“ im sportlichen Sinne. Aronofskys The Wrestler ist in vielerlei Hinsicht eine Hommage an das Wrestling und versucht es nicht zu belächeln, sondern verschafft vielmehr einen tiefen Einblick in die Materie.
So auch die Szene im Stripklub, bei der die Stripperin Cassidy (gespielt Marissa Tomei) die Platzwunde an Randys Stirn bemerkt und sagt: „They say Wrestling is fake“ und Randy darauf erwidert: „I’ll show you fake!“ und ihr seine sichtbaren Narben zeigt, die er im Laufe seiner langen Karriere durch unzählige Verletzungen im Ring erlitten hat. Mit diesem Satz geht Randy in die Offensive spricht somit jedem einzelnen Wrestler bzw. Wrestling-Fan aus der Seele. Natürlich sind Matches besprochen und geplant und sicherlich steht der Gewinner des Kampfes bereits vorher fest. Doch wer verliert oder gewinnt ist im Wrestling-Sport zweitrangig. Die oberste Priorität ist es, den Zuschauer mit tollen Moves und Manövern im Ring zu fesseln und zu unterhalten. Dabei wird im engen Körperkontakt „gearbeitet“ und darauf geachtet seinen Kollegen nicht ernsthaft zu verletzen. (Doch wie in jeder anderen Sportart sind Verletzungen nicht ausgeschlossen.) Diese Aufgabe erfüllen die Wrestler mit großer Bravur und zum großen Teil ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit. Auch wenn es so einfach aussieht: Landen Sie doch beinahe täglich mehrere Male mit dem Rücken auf der harten Ringmatte auf oder krachen durch Holztische und fallen von einer vier Meter hohen Leiter. Spätestens dann werden Sie merken, dass diese Männer in der Tat große Opfer vollbringen, nur um ihre Fans zu unterhalten.
Und genau dies und nichts anderes versucht Randy „The Ram“ dem Laien in dieser Szene zu vermitteln.
In den folgenden Szenen versucht Aronofsky den Lifestyle eines Wrestlers dem Zuschauer näher zu bringen. Solarienbesuche sowie tägliches Training, sowie ein gepflegtes Äußeres gehören dabei zum Alltag. Für Zündstoff sorgt der Regisseur beim Tabuthema ‚Steroide’. Es ist offensichtlich, dass auch im professionellen Wrestling, wie in jedem anderen Profisport auch, ein Großteil der Wrestler mit Steroiden arbeitet. Doch die Steroide alleine bringen diese Menschen nicht zu Fall.
Es ist der „Crazy Lifestyle“, den sie nachgehen. Alkohol, Steroide, diverse Designerdrogen, Partys, sowie die Abhängigkeit von verschiedenen Schmerzmitteln und das ständige „on the road“ sein, (manchmal sogar bis zu 300 Tage im Jahr) tragen gemeinsam dazu bei, dass viele Wrestler leider kein hohes Alter erreichen und sehr viele, bereits in ihren Dreißigern und Vierzigern viel zu früh verstorben bzw. sehr früh körperliche Schäden davongetragen haben und im Rollstuhl gefesselt sind. Dies wird dem Zuschauer in der Szene bewusst, in der Randy bei einem sehr mäßig besuchten „Legends Signing“ teilnimmt und seine in die Jahre gekommenen Kollegen wieder sieht. Der eine trägt eine Beinprothese, der andere braucht seine Krücken und ein weiterer sitzt im Rollstuhl und ist inkontinent. Selbst Randy ist keine Ausnahme. Er trägt ein Hörgerät, braucht seine Lesebrille, sein Körper ist mit unzähligen Narben übersäht und er hat gerade eine schwere Bypass-Operation hinter sich. Ein körperliches Wrack, im wahrsten Sinne des Wortes.
Auch das Thema ‚Familie’ greift der Regisseur auf. Da sehr viele Wrestler eine sehr lange Zeit „on the road“ sind und in verschiedenen Städten rund um den Globus auftreten, sind es die eigenen Kinder und die Ehefrau, die darunter zu leiden haben. Im Film sehen wir in einer ergreifenden Szene, wie Randy versucht sich bei seiner Tochter für die verlorene Zeit zu entschuldigen und zugibt seine väterlichen Pflichten vernachlässigt zu haben.
Dieses Thema ist auch eng mit dem Thema der ‚Einsamkeit’ verknüpft. Ein zerrüttetes Familienleben führt sehr oft zur Trennung, Scheidung und Abkapselung. Und diese Einsamkeit ist ein großer Wegbegleiter von Randy im Film. Wie zu Beginn des Filmes zu sehen ist, haust er alleine in einem Wohnwagen und hat kaum Geld die Platzmiete zu bezahlen und ist gezwungen Gelegenheitsjobs in einem Supermarkt anzunehmen um sich über Wasser halten zu können. Hier versucht Aronofsky wieder gegen ein Vorurteil anzukämpfen. Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass sich viele Wrestler nach ihrer aktiven Karriere mit einem schönen Sümmchen zur Ruhe setzen können. Jedoch sieht die bittere Realität anders aus. Ein Bruchteil der Wrestler schafft es, alleine vom Wrestling-Sport leben zu können. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass mehr als die Hälfte aller Wrestler, selber für Fahrten und Hotelaufenthalte aufkommen müssen und weil viele keine ausreichende Ausbildung nachweisen können, sind sie gezwungen bis ins hohe Wrestlingalter in den Ring zu steigen.
Es gibt sehr wenige Ausnahmen und Randy ist keine davon. Dies wirft unweigerlich die Frage auf, weshalb man überhaupt den Beruf eines Wrestlers ergreifen möchte?
Die Antwort, die Ihnen jeder Wrestler geben würde ist folgende:
Es ist die Liebe zu den Fans und die Anerkennung, die sie für ihre Aufopferung von ihnen erhalten. Und dies beruht auf absoluter Gegenseitigkeit. Wrestler setzen ihren Körper beinahe täglich aufs Spiel nur um ihre Fans zu unterhalten.
Der Adrenalinkick, den sie dabei verspüren, wenn sie vor einem Live-Publikum auftreten gibt ihnen ein unbeschreibliches Gefühl. Allein die Tatsache, dass die Fans ihr hart verdientes Geld für eine Wrestling-Show ausgeben, anstatt für einen „echten“ Wettkampfsport zeigt, dass sich doch etwas mehr als nur „Show“ dahinter verbirgt. Einen solch’ gegenseitiger Respekt zwischen Fans und den Akteuren im Ring sehen wir nur selten bei anderen Sportarten.
Dies liefert uns Regisseur Darren Aronofsky in der stärksten Szene des Filmes, der Schlussszene und der damit verbundene Monolog von Randy im Ring, adressiert an seine Fans:

"I just want to say to you all tonight I’m very grateful to be here. A lot of people told me that I’d never wrestle again and that’s all I do. You know, if you live hard and you play hard and you burn the candle at both ends, you pay the price for it. You know in this life you can lose everything you love, everything that loves you. Now I don’t hear as good as I used to and I forget stuff and I ain’t as pretty as I used to be, but goddamn, I’m still standing here and I’m The Ram. As time goes by, they say ‚'he’s washed up', 'he’s finished', 'he’s a loser', 'he’s all through'. You know what? The only one who’s going to tell me when I’m through doing my thing is you people here. You’re my family."

Dieses Statement ist wahrlich eine Liebeserklärung und eine Hommage an alle Fans, denn sie sind in der Tat die wahre Familie eines Wrestlers und lassen ihn niemals im Stich. In Randys Fall wird dies ganz klar. Am Ende hat er alles verloren. Seine Tochter, seine Arbeit, seine Freundin, doch die Liebe seiner Fans hält ewig, denn nur im Ring fühlt er sich wirklich zu Hause und geborgen und wird nicht ständig von der Außenwelt verletzt. Seinen letzter Satz, den er im Backstage-Bereich an Pam richtet, verdeutlicht dies sehr gut: „ The only place I get hurt is out there. The world don’t give a s*** about me. [...] You hear them? This is where I belong.“

Mickey Rourke vs Randy „The Ram“ Robinson
Mickey Rourke schafft es mit seiner eindringlichen Darstellung ein ganzes Kinopublikum zu lähmen. Schauspieler und Figur verschmelzen ineinander. Rourke, der einst gefallene Hollywoodheld der 80er Jahre, versuchte sich in den 90er Jahren als Boxer. Doch die große Boxkarriere blieb aus und ein tiefer Abgrund ins Nichts folgte. Die psychischen sowie physischen Wunden sind heute deutlich erkennbar.
Die Rolle des Wrestlers ist Rourke auf dem Leib geschrieben, spiegelt in großen Teilen sein eigenes Leben wider. Seine Aufopferung, Ehrlichkeit und Hingabe für die Figur kennt keine Grenzen. Dieser Tatsache war sich auch Regisseur Aronofsky stets bewusst, als er den einstigen Hollywoodbeau für diese Rolle unbedingt verpflichten wollte.
14 Jahre ist Rourke von der Bildfläche verschwunden gewesen. Der Verlust des Ruhmes, des Geldes, der Freunde und der Familie haben diesen schwer zugesetzt. Auseinandersetzungen mit Autoritätspersonen sowie seine Aggressionen und Wutausbrüche sind kaum zu bändigen gewesen, bis er letztendlich auf Darren Aronofsky trifft und ihm die Rolle seines Lebens verspricht unter der Bedingung, dass er alles tue was der Regisseur von ihm verlangen würde und ihn dabei niemals in Frage stellen bzw. vor Cast und Crew seine Autorität untergraben würde.
Weiters erhielt der Hauptdarsteller die Möglichkeit, Teile des Drehbuches umzuschreiben um seine Dialoge mit eigenen Erfahrungen aus der Vergangenheit Ausdruck zu verleihen. Dies ist besonders im zuvor erwähnten Schluss-Monolog des Filmes, sowie auch im aufklärenden Gespräch mit seiner Tochter Stephanie, als er sie um Verzeihung bittet, der Fall. Diese Szenen sind komplett von Mickey Rourke improvisiert worden.

Was macht The Wrestler zu einem herausragenden Film?
Aronofsky bleibt mit der Kamera dicht bei seinem Hauptprotagonisten.
Der komplette Film ist mit der Handkamera gedreht worden, um einen dokumentarischen Stil zu erzeugen. Rourke verkörpert den Wrestler so gekonnt, sodass der Zuschauer das Gefühl bekommt, er sehe gerade ein Biopic eines echtes Wrestlers, denn seine Haltung, seine Gestik, seine Mimik sowie sein gesamtes Auftreten und Erscheinungsbild sind bestens aufeinander abgestimmt. Hinzu kommt, dass der Film an Originalschauplätzen spielt und dabei eine authentische Wrestling-Kulisse mit einem echten Ring und echten Wrestling Fans zeigt, denn die Aufnahmen im Ring sind unmittelbar nach einer echten Wrestling-Veranstaltung entstanden.
Weiterhin wurden für diesen Film zahlreiche Profi-Wrestler gewonnen. Mit dem ehemaligen Wrestler und heutigen Wrestling-Trainer Afa Anoa’i, der Mickey Rourke für den Film glänzend vorbereitet hat, konnte ein weiterer Star und Berater aus der Wrestling-Szene engagiert werden.
Eine große Anerkennung gebührt dem Regisseur, der diesmal auf aufwendige Montagearbeiten verzichtet hat ("Requiem for a Dream") und versucht mit "The Wrestler" eine geradlinige Story zu erzählen und die Kunst des Wrestlings, durch Blicke hinter die Kulissen, in den Vordergrund zu stellen. Der Zuschauer bekommt somit eine ausführliche Einführung in die Welt des Wrestlings.
Der Film ist ein bewegendes Portrait eines gefallenen Helden, der einfach erzählt ist und es durchaus verdient hat, bei einem breiten Publikum Gehör zu finden.
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurige Liebesgeschichte und Sportfilm, 18. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Wrestler (DVD)
Es heißt ja bekanntlich, dass Männer wie Weine sind: Je älter desto besser! Mickey Rourke alias "The Ram" zeigt eindeutig, dass ein Mann gezeichnet durch das Leben mit Ecken und Kanten durchaus ein neue Maßstäbe für Attraktivität setzt.

"The Wrestler" ist ein Sportfilm der besonderen Art. Meisterhaft erzählt er die Geschichte eines Mannes, der auf der Suche nach Liebe ist. Der Regisseur Darren Aronofsky konzentriert sich entgegen der normalen Erwartungen weniger auf die den Ruhm oder die glanzvollen Zeiten des Sportlerdarseins, sondern auf die Schattenseite. Der Film beginnt am Ende der Erfolgsstaße. Ein gelungenes Bild eines Mannes außerhalb der Rings/Arena. The "Ram" versucht in dem Film fast schon verzweifelt eine Beziehung aufzubauen, sei es zu seiner Tochter, der er jahrelang kein wirklicher Vater gewesen ist oder zu Stripperin Cassidy. Facettenreich wird dargestellt, wie die Menschen ihn außerhalb des Rings sehen und als ehemaligen Wrestling Star wahrnehmen. Von Zuneigung, Bewunderung, Sympathie bis hin zu geringer Wertschätzung ist alles dabei. Die Kinder auf dem Trailer Park sehen ihn als den großen Kameraden, der Lagerchef mit Verachtung, die Fans, jene die sich an seine guten Zeiten erinnern, bewundern ihn. Frust, Schmerz und Einsamkeit werden in mehreren Szenen berührend dargestellt.

Der Film zeigt, trotz des Focusses auf der Gefühlsebene auch eindrucksvolle Wrestling Szenen und Stunts. Aronofsky hat mit der Wahl seiner Schauplätze hervorragend, die melancholische Stimmung, des Filmes untermalt. Der Zuschauer kann sich mühelos in die Lage des Wrestlers hineinversetzen. Das ganze wird nur noch durch das Ende getoppt. Der Film erreicht seinen emotionalen Höhepunkt mit der Entscheidung die "The Ram" für sich, sein Leben getroffen hat, um seinen Frieden mit sich und der Welt zu finden. Alles in allem ein authentisch inszeniertes Meisterwerk über das Leben eines Sportler.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Ring unbesiegt, im Leben am Boden, 14. August 2011
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Wrestler (DVD)
Wäre es kein Film über einen Wrestler, dann könnte es auch genau so gut um einen 80er Jahre Rockstar gehen, Mötley Crüe oder eine dieser Bands (oder eben um einen gefallenen Filmstar wie Mickey Rourke), bei denen es um Spaß ging statt um Botschaft, bis dann Kurt Cobain kam und alles "ruinierte". Dieses Zitat aus The Wrestler hat mir besonders gut gefallen. Regisseur Darren Aronofsky zeigt, wie auch bei der extrem intensiven Balletstudie Black Swan, einen geradezu physisch spürbaren Film über das Wrestling und einen abgehalfterten, tragischen Star dieser eigenartigen Show-Sport Szene. Anders als bei Black Swan gibt es in The Wrestler auch einige leichtere, sogar lustige Szenen, etwa wenn der Wrestler bei seinem Job an der Fleischtheke versucht einer für ihn unerträglichen-trivialen, anständigen Arbeit nachzugehen. Sein wahres Talent entfaltet der Wrestler im Ring, vielleicht keine weltbewegende Sache, aber dort bekommt er zumindest Anerkennung und ist Jemand. Im Alltag ist er ein Niemand.
Es überwiegen aber die traurigen Momente, etwa wenn der Ex-Sportler versucht Kontakt zu seiner Tochter aufzunehmen oder sich Hoffnungen auf eine Beziehung mit einer Stripperin macht. Immens beeindruckend und intensiv sind die Szenen im Ring, wenn die Kämpfer so tun als ob sie ernsthaft kämpfen würden statt nur eine Show abzuziehen. Echt sind zumindest die Schmerzen, aber eben auch der Applaus. Doping, Trailerpark und Autogrammstunden, bei denen den wenigen Interessierten, wie einem kleinen Jungen Autogramme für 5 Dollar verkauft werden. Das Showgeschäft in ungeschönter, deprimierender Ehrlichkeit. Wenn der Wrestler mit seinem Nachbarsjungen ein Wrestling-Videospiel aus den 80er Jahren spielt, in dem er als Figur dabei ist, und der Junge eigentlich viel lieber Call of Duty spielen würde, hat er das Mitgefühl jedes sensiblen Zuschauers auf seiner Seite und wenn er gegen Ende ein Plädoyer für seine Kollegen und sich hält, dann fällt es schwer über diese trashigen Stars zu lachen, auch sie wollen nur das Beste aus ihren Leben machen.

Ein sehr intensiver, berührender und technisch brillanter Film!
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen emotional und authentisch, 10. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Wrestler (DVD)
"The Wrestler" ist kein Actionfilm, obwohl der Film tief in das Leben eines Profiwrestlers blicken lässt. Bei diesem Film handelt es sich eher um ein Drama um den in die Jahre gekommenen Wrestling-Star Randy "The Ram" Robinson, der nach zwanzig Jahren immer noch im Geschäft tätig ist, weil er keine andere Perspektive hat seinen Lebensunterhalt auf andere Art und Weise zu verdienen. Überhaupt bedeutet das Wrestling alles in seinem Leben, es gibt ihm Halt und bringt ihm Anerkennung. Freundschaften und Familie hat er nicht, bis auf seine Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood), bei der er sich jahrelang nicht gemeldet hat.

Randy (gespielt von Mickey Rourke) hält sich mit billigen Kämpfen über Wasser und bewegt sich ständig am Rande des Existenzminimums. Seine beste Zeit hat er längst hinter sich gelassen, vom einstigen Erfolg ist ihm nichts geblieben. Mit der Einnahme von Steroiden versucht er seinen alternden Körper in Schuss zu halten. So kommt es unerwartet zu einem Herzanfall, den Randy während eines Kampfes erleidet. Die Ärzte warnen ihn vor Überanstrengung und raten ihm, seine Karriere als Wrestler aufzugeben. Randy sucht sich einen Job als Delikatessenverkäufer, der ihm zunächst Spaß aber nicht glücklich macht. Den einzigen Trost findet er bei Stripperin Cassidy, die er allabendlich im Stripplokal besucht und zu der er sich hingezogen fühlt. Auch sie kämpft gegen die Zeichen des Älterwerdens und ist als allein erziehende Mutter ebenfalls auf ihr Publikum angewiesen. Auf ihren Rat hin und um der Einsamkeit zu entfliehen, beginnt er nach Jahren wieder die Nähe zu seiner Tochter zu suchen.

Es scheint, als würde Randy einen neuen Weg einschlagen und sein Leben in neue Bahnen lenken, bis er das Angebot auf ein großartiges Comeback bekommt. Er widersetzt sich dem Rat seiner Ärzte und beginnt für seinen großen Kampf zu trainieren...

Mickey Rourke spielt seine Rolle authentisch, sei es als harter Hund in nicht ungefährlichen zweitklassigen Showkämpfen oder als verzweifelter Einzelgänger, auf der Suche nach ein wenig Zuwendung, die ihm regelmäßig verwehrt bleibt. Das Drama zeigt auf sehr emotionale Weise, wie sich Randy in ausweglose Situationen manövriert und lässt somit den Zuschauer an Randys Schicksal teilhaben. Verstärkt wird dieses durch die Kameraführung, die den Protagonisten oft von hinten zeigt und den Zuschauer aus Randys Perspektive auf die Dinge blicken lässt. Die Tragik des Hauptdarstellers wird durch seine lockere Art aufgefangen, sodass der Zuschauer nicht nur um ihn bangen, sondern auch über ihn schmunzeln muss.

Darren Aronofsky hat mit "The Wrestler" einen Film geschaffen, der auf dem schmalen Grad zwischen dem knallharten Showbusiness und der Tristesse des Alltags und Einsamkeit abseits des Rampenlichts wandelt. Er schafft es auf einfühlsame Art, dem Zuschauer einen Einblick in das Leben eines gealterten Stars zu gewähren und fesselt ihn von Minute zu Minute bis hin zum großen Finale.
Ein besonderer Film, der emotional berührt und bewegt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich guter Film, 3. Februar 2012
Mich selber hat der Film sehr überzeugt und auch mitgenommen. Auch wenn ich kein Wrestling Fan bin.

Wegen des Films brauch ich wohl kaum eine Bewertung schreiben, denn derjenige der sich für den Film intressiert wird sich wohl auch grob die über 100 Bewertungen bei der The Wrestler [Blu-ray] anschauen.
Der Film bleibt ja der Gleiche.

Deswegen sage ich lieber was zu der Blu Cinemathek Verpackung.
Diese besteht komplett aus Pappe, bis auf ein wenig Hartplastik wodrin die Blu-Ray ist.
Ein FSK Logo ist als Aufkleber auf der Plastikverpackung, nicht auf den Hülle. Die Hülle ist aber nicht wie abgebildt Schwarz-Weiß, sondern in Farbe. Genau wie der Einschub.

Auf dem Einschub ist wieder ein FSK 16 Logo. Diesmal aber drauf gedruckt. Wenn man den Einschub aufklappt sieht man auf der rechten Seite eine Bild vom "Wrestler" wozu eine Beschreibung von Mickey Rourke über die Persönlichkeit des Wrestlers steht. Auf der Linken ist eine kurze Zusammenfassung und Rezension zum Film.

Wer sich also den Film holen möchte, die Pappe nicht stört oder es sogar lieber mag kann hier ruhig zugreifen.
Ihn wird ein gutes Drama geboten, wo man mitfühlen kann.

p.s.: Die Bildqualität ist kein Highlight 3 von 5. Stört aber bei so einem guten Film auch nicht denn man guckt ihn nicht um in die Sitze gedrückt zu werden.
Für den Ton gilt das gleiche 4 von 5.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mickey Rourke "rockt" zu Axl Rose and Accept, 2. April 2010
Rezension bezieht sich auf: The Wrestler (DVD)
Rouke is back - ein Mann, ein Film.
Eine gelungene Mischung aus ergreifendem Drama und Sportfilm mit einem hervorragend aufspielenden Hauptdarsteller und einem Top Soundtrack.

Der Film beginnt am Ende der Karriere von Randy "The Ram" Robinson. Er wohnt in einem heruntergekommenen Trailerpark und trägt außerhalb des Rings Brille und Hörgerät. Ohne Aufputsch- und Schmerzmittel geht nichts mehr. Mit gelegentlichen Auftritten vor "kleinem Publikum" bei Veranstaltungen für alte Fans, bringt er sich durch.
Nach einem Herzinfarkt, hängt er auf ärztlichen Rat und unfreiwillig seine Karriere an den Nagel und versucht sich mit normalen Jobs über Wasser zu halten (hinter der Spezialitätentheke mit weißem Haarnetz - genial).
Er tritt nach vielen Jahren seiner Tochter gegenüber um sie besser kennen zu lernen und das versäumte nachzuholen (sehr ergreifend die Szene der "Aussprache" mit seiner Tochter). Was gut beginnt, gerät leider nach kurzer Zeit wieder aus dem Ruder.
Zu der Stripperin Cassidy fühlt er sich hingezogen, doch diese will nichts mit "Kunden" anfangen, eine Meinung die sie zu spät revidiert.

Da er mit allem scheitert, bleibt nur noch ein gelegentlicher Barbesuch oder Partys (denken wir an die Frage "Willst du ne Feuerwehrmannparty?" - sehenswert). Schnell wächst die Erkenntnis, das Wrestling das Einzige ist was er kann und entweder man steht ganz oben oder wird kaum noch beachtet.
Zu dieser Zeit kommt das verlockende Angebot, gegen seinen "Erzfeind" nach 20 Jahren nochmals in den Ring zu steigen und in diesem Kampf geht es um alles.

Fazit:
Am Ende von was auch immer, ist man meistens schlauer - und - wieviele riskieren ihr Leben für ihren Traum?
Es gibt nur ein Wort dafür - Respekt.

Einer der besten Filme der letzten Jahre! Sehenswert!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Charakterstudie vom Feinsten, 11. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Wrestler (DVD)
Randy-The Ram (fantastisch gespielt von Mickey Rourke) ist früher einmal einer der ganz großen Wrestler gewesen. 20 Jahre später lebt er in einem Trailerpark und macht Handlangerarbeiten für ein bisschen Kohle. Seine schmutzigen Kämpfe in kleinen Venues bringen auch nicht genug Kohle ein, aber immerhin ist The Ram hier in seinem Element. In seiner Freizeit bezahlt er die Stripperin Cassidy für ein bisschen Zweisamkeit.

Gerade als er sein Comeback plant, erleidet er einen Herzinfarkt und darf nicht mehr in den Ring. Er versucht sich seiner Tochter, mit der er seit Jahren keinen Kontakt hatte, anzunähern und einen normalen Job hinter einer Supermarkttheke zu meistern. Schafft er es sein Leben umzukrempeln oder bleibt er für immer der Wrestler?

Der Film ist unglaublich gut. Dadurch, dass die Figur des Wrestlers dem Zuschauer so nah gebracht wird, wie es im Medium Film eben geht, ist jedes Missgeschick, jede Demütigung und jeder Hieb im Ring für den Betrachter fast körperlich spürbar.

Als Charakterstudie auf einer Ebene mit Taxi Driver, Monster und Wie ein wilder Stier!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragender Mickey Rourke, 23. August 2009
Rezension bezieht sich auf: The Wrestler (DVD)
Der ehemalige Wrestling-Superstar Randy Robinson (Mickey Rourke) hat seine besten Zeiten längst hinter sich. Er hält sich mit einigen Schaukämpfen gerade so über Wasser, sein Nachttisch sieht wie eine Apotheke (bestehend aus Drogen, Anabolika und Schmerzmitteln) aus. Er trägt ein Hörgerät und hat sich schon längst von seiner Tochter entfremdet. Sein einziger "sozialer" Kontakt außerhalb der Wrestlingszene ist die Stripperin Cassidy (Marisa Tomei). Nach einem besonders blutigen Kampf erleidet er einen Herzinfarkt. Zum ersten Mal denkt er darüber nach, aus seiner Tretmühle auszubrechen.

Regisseur Darren Aronofsky ("The Fountain") hat für seine Verhältnisse einen bemerkenswert subtilen Film gedreht. Subtil deshalb, weil er für seine sonstigen opulenten Bilder schlicht kein Geld hatte, da der Film für amerikanische Verhältnisse ein geradezu lächerliches Budget von fünf Millionen Dollar hatte. Das lag wohl vor allem an Hauptdarsteller Mickey Rourke, der sich zu blankem Kassengift entwickelt hatte. Aus diesem Grund wurde auch praktisch der ganze Film mit einer Handkamera gedreht, was paradoxerweise dem Film nur zugute kommt, weil die Kamera dadurch ganz nahe an seinen Figuren ist.

Das ist deshalb wichtig, weil es in "The Wrestler" um Menschen geht, vor allem natürlich um die Figur des Randy Robinson. Ganz, ganz leicht wird man hier an "Rocky Balboa" erinnert, wo Sylvester Stallone noch einmal die Chance zu einem großen Kampf erhält. Aber ansonsten ist "The Wrestler" davon meilenweit weg, weil er ungleich düsterer und dreckiger ist.

Umso bewegender sind dann die kurzen schönen Sequenzen des Films, etwa als Randy nach langer Zeit wieder Kontakt zu seiner Tochter findet, die ihn zuerst zurückweist, aber nach und nach wieder Vertrauen zu ihm findet. Dies kulminiert in der vielleicht schönsten Szene des Films, als die beiden einen kurzen Tanz aufführen.

(An dieser Stelle muss ich eine SPOILERWARNUNG abgeben, weil der Rest meiner Rezension das Ende erzählt, aber mir ist keine andere Möglichkeit eingefallen, um den Film in seiner ganzen Schönheit (und Traurigkeit) zu beschreiben.)

Doch das Glück ist nicht von Dauer, genauso wenig wie seine Hoffnung, mit Cassidy ein neues Leben zu führen, die innerlich durchaus bereit ist, seine Zuneigung zu erwidern, aber aus "Professionalität" nichts mit einem Kunden anfängt.

So kommt Randy zum Schluss doch noch einmal zu einem spektakulären Schaukampf, dessen Ausgang allerdings konsequenterweise offen bleibt (das ist auch gut so, denn das hätte in einem ganz schlimmen Klischee enden können). Seinen größten Kampf, nämlich den gegen sich selbst, verliert Randy.

"The Wrestler" steht und fällt mit seinem Hauptdarsteller Mickey Rourke. Mein lieber Mann, hätte der sich nicht 14 Jahre lang selbst (durch Drogen und maßloser Selbstüberschätzung) zerstört, er würde in einem Atemzug mit Leinwandgrößen wie Robert De Niro oder Al Pacino oder, oder genannt werden. Wenn er sich jetzt zusammenreißt und er die entsprechenden Angebote bekommt, kann das durchaus noch zustande kommen. Mickey Rourke ist nämlich einer der wenigen Schauspieler, der sämtliche Gefühlslagen eines Menschen ohne übertriebene Mimik ausdrücken kann.

Aronofskys Film ist nicht frei von Fehlern, er enthält doch einige Klischees, aber deswegen eine niedrigere Wertung als fünf Sterne (bei einer Skala bis 10 hätte ich wahrscheinlich einen Stern abgezogen) zu vergeben, erscheint mir aber zu kleinkariert, zumal allein Rourke fünf Sterne wert ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste schauspielerische Leistung ever!, 30. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wrestler / Steelbook Collection (DVD)
..die Mickey Rourke da abliefert.
Habe den Film schon im Kino gesehen und muss sagen, Mickey hat den gebeutelten abgehalfterten Wrestler so gut rübergebracht, dass mir zwischendurch (Kampfszenen mit dem Necro-Butcher (x-treme Wrestler, wer sich bei Youtube mal was von dem ansieht, wird mich verstehen)) selbst real schlecht geworden ist...
Denke dass es leider vielen Wrestlern so ergeht, wenn die Karriere den Höhepunkt überschritten hat.
Unglaublich authentisch. Must have!
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The Wrestler [Blu-ray]
The Wrestler [Blu-ray] von Darren Aronofsky (Blu-ray - 2009)
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