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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endstation Dreierbeziehung
Was in der ersten, sehr plakativen Szene mit dem schlüpfrigen Balzverhalten einer erwartungsfrohen männlichen Genitalgemeinschaft rund um eine adoleszente junge Dame beginnt, ist nahezu prädestiniert, um letztendlich im verworrenen Gefühlschaos zu enden: Es ist die Geschichte der Georgina Spencer (Keira Knightley), die im Alter von 17 Jahren von ihrer...
Veröffentlicht am 26. September 2009 von Mrs. Peel

versus
20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wollen Sie sich bitte hinlegen?
Mit noch nicht einmal 18 Jahren wird die lebenslustige Georgiana mit dem wesentlich älteren Herzog von Devonshire verheiratet. Wir schreiben das Jahr 1774, und es handelt sich um eine Ehe, die vornämlich aus einem Grund geschlossen wurde: um dem Herzog einen (männlichen) Erben zu verschaffen. Der Status als Herzogin verspricht Ansehen, Reichtum und Macht,...
Veröffentlicht am 8. Februar 2010 von Laura


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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endstation Dreierbeziehung, 26. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin (DVD)
Was in der ersten, sehr plakativen Szene mit dem schlüpfrigen Balzverhalten einer erwartungsfrohen männlichen Genitalgemeinschaft rund um eine adoleszente junge Dame beginnt, ist nahezu prädestiniert, um letztendlich im verworrenen Gefühlschaos zu enden: Es ist die Geschichte der Georgina Spencer (Keira Knightley), die im Alter von 17 Jahren von ihrer Mutter, Lady Spencer, einen unterschriftsreifen Ehevertrag mit dem Duke von Devonshire vorgelegt bekommt und den Kontrakt in naiver Euphorie auch bereitwillig eingeht. Die Freude trübt sich spätestens in der Hochzeitsnacht, in der ihr frisch angetrauter, sehr umtriebiger, aber äußerst langweiliger Gatte (Ralph Fiennes) möglichst schnell und dementsprechend unbeholfen und unsensibel sie ihrer Kleider entledigt, um endlich in der mechanisch-schmerzhaften Horizontalen des Liebesaktes den heiß ersehnten männlichen Erben zu bekommen. So weicht die Euphorie der bitteren Erkenntnis, dass in einer Welt, die Frauen in Mätressen und Gebärmaschinen einteilt, für Liebe nicht viel Platz ist. Fortan fristet die junge Lady ein Dasein in Unterdrückung, Unfreiheit, Gefangensein in gesellschaftlichen Konventionen, sexueller Frustration und erogener Ödnis. Es folgen eskapistische Versuche in die Politik und die Etablierung als Modeikone. Beides wird im Film jedoch nur angedeutet. Das politische Engagement beschränkt sich hier auf eine kurze Konversation beim Dinner mit Politikern und auf einen öffentlichen Auftritt für die Whig-Partei ihrer heimlichen Liebe Charles Grey, mit dem sie nicht nur politische Ansichten, sondern auch die liberalen Bettlaken teilt. Alles andere wird von Regisseur Saul Dibb im Dunkeln zurückgelassen. Georgina Spencer wird so eher als erstes It-Girl der Zeitgeschichte porträtiert, das bei gesellschaftlichen Partys nicht immer frei von Peinlichkeit in Erscheinung tritt. Da kann es schon mal passieren, dass die auf ein beträchtliches Maß an prätentiösem Phallussymbol angewachsene und mit penibel detaillierter Genauigkeit geflochtene Perücke bei einem Gesellschaftsabend den Flammen zum Opfer fällt. Damit aber nicht genug. Die junge, vom Glück verlassene Duchess holt sich in ihrer Einsamkeit auf naive Art und Weise und aus tiefer Sehnsucht nach einer Freundin (besser gesagt Leidensgenossin) auch noch eine lüsterne Nebenbuhlerin mitsamt Kindern ins Haus. In der Folge werden emotionale Berg- und Talfahrten und einzelne Schicksalsschläge abgearbeitet.

Der Film basiert auf der Biografie von Amanda Foreman. Skizziert werden die emotionalen Seiten dieser Figur. Die gesellschaftspolitische Bedeutung wird nur an der Oberfläche angerissen. Was hätte wohl ein James Ivory aus diesem Stoff gemacht? Der Film ist jedoch optisch so gut geschossen, dass viele Schwächen gar nicht ins Gewicht fallen. Sowohl Ausstattung, als auch Kostümierung, Kameraeinstellungen und die äußerst warme Farbpalette der sehr elegant gehaltenen Bilder kaschieren wunderbar einige Längen und überzeichnen den äußerst vorhersehbaren Plot. Darstellerisch bringt Ralph Fiennes in seiner typisch minimalistischen Art und Weise die Blasiertheit, Belanglosigkeit und die unterdrückende, verklemmte subtile Gewalt des Dukes sehr gut auf die Leinwand. Überraschend ist, dass diese Figur von Fiennes als ebenfalls im Standesdünkel gefangene Person interpretiert wird und so eine nahe liegende Dämonisierung vermieden wird. Hayley Atwell als Bess Foster versucht ihrer sehr festgelegten Rolle einiges an Vielschichtigkeit zu geben. Keira Knighley haucht trotz Schwächen des Drehbuchs der Duchess noch soviel Leben ein, dass man diese Figur zumindest als sinnbildliche Leidensikone für alle frustrierten Adelsdamen dieser Zeit erkennt.

Bonusmaterial: Making Of, unveröffentlichte Szenen, TV-Spots, Trailer. Die DVD hat ein Wendecover.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Gefangene in ihrem eigenen Hause, 28. März 2009
Rezension bezieht sich auf: The Duchess [UK Import] (DVD)
So einiges wurde geschrieben über "Die Herzogin" bzw. "The Duchess" - vieles diente dem Marketing dieses Filmes. Und das dieser letztendlich doch in Deutschland veröffentliche wurde, halte ich für einen großen Glücksfall.
Das dramatische Leben der Gee Spencer - ihre Zerrissenheit, ihre glücklichen Momente und vor allem viele traurige Stunden - zeigt dieser Film. Dabei ist die Cinematography dermaßen atemberaubend, die Kostüme eine Fest für die Augen und die darstellerischen Leistungen einfach nur brilliant.
Keira Knightley zeigt mit ihren (zum Dreh noch) 23 Jahren, warum sie schon in ihrem jungen Alter zu den ganz großen englischen Schauspielerinnen zählt. In "The Duchess" ist sie nicht nur schön wie nie, es ist ihre bis dato größte Rolle. Ist IST die Herzogin von Devonshire.
Ralph Fiennes spielt natürlich wunderbar und überzeugend wie immer, genau so Charlotte Rampling. Aber auch Dominic Cooper (Sense & Sensibility 2008) und Hayley Atwell (Brideshead Revisited) glänzen.
Abschließend sei noch gesagt, dass Rachel Portman (Chocolat) wieder einmal einen wunderschönen Soundtrack komponiert hat.
Als Extra auf der englischen DVD ist das "Costume Diary" hervorzuheben, welches sich ganz den wunderbaren Kostümen widmet.

Vielleicht kein Film für die breite Masse, aber sicher für diejenigen, welche prachtvoll ausgestatte, dramatische und intelligente Historienfilme/Biographien wertschätzen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungen, 10. Juni 2010
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin (DVD)
Von einem Film, der mit einem Oscar für die besten Kostüme gekrönt wurde, erwartet man vor allem gelungene optische Reize. Kostümfilme erfreuen sich einer ständig wachsenden Beliebtheit und die schillernde Figur der Herzogin von Devonshire, die im 18. Jahrhundert das gesellschaftliche und politische Leben ziemlich aufmischte, ist eine grandiose Wahl für einen glamourösen Bilderrausch. Doch den Zuschauer erwartet hier keinesfalls ein amüsantes Fest, vielmehr steht die Privatperson der Herzogin, deren Ehe- und Familienleben alles andere als eine endlose Party war, im Vordergrund. Keira Knightley ist hier eine perfekte Wahl für die intelligente, leidenschaftliche Georgiana, die bereits im zarten Mädchenalter mit dem viel älteren Herzog William Cavendish verheiratet wurde, wunderbar zurückhaltend gespielt von Ralph Fiennes. Die große Sehnsucht nach Freiheit und Glück schwebt wie ein melancholischer Schleier über diesem Portrait einer Ehe. Einfühlsam werden die begrenzten Möglichkeiten der Emanzipation dieser willensstarken Herzogen aufgezeigt, der es gelang, Herzen zu erobern.

Passenderweise wird Georgiana in der ersten Szene im Freien gezeigt. Ausgelassen feu-ert sie mit ihren Freundinnen die jungen Männer an, die ein Wettrennen für sie veranstal-ten. Durch ein Fenster ihres Elternhauses beobachtet der Herzog William Cavendish die Szene, wobei die Kamera geschickt andeutet, dass er nur seine zukünftige Braut scharf im Blick hat. Dieser Moment bekommt gegen Ende des Films noch einmal eine größere Be-deutung. Im Raum werden die Bedingungen des Ehevertrages festgelegt. Die einzige fes-te Bedingung des Herzogs ist, dass seine Ehefrau einen männlichen Erben zur Welt bringt. Ein Kinderspiel, wie die ehrgeizige Lady Spencer (Charlotte Rampling "Angel - Ein Leben wie im Traum") versichert, bevor sie ihrer Tochter die aufregende Nachricht der anstehenden Hochzeit mitteilt. Für Georgiana ist die Heirat die Erfüllung eines Traumes. Für sie scheint die Geschichte mit dem Prinzen, der seine geliebte Prinzessin heiratet, kein Märchen, sondern Realität zu sein. Die Hochzeitsnacht erweist sich jedoch als ebenso wenig märchenhaft, wie der Alltag der Eheleute. William scheint sich liebevoller und aufmerksamer um seine Hunde zu kümmern, als um seine junge Frau. Die aufgeweckte Georgiana kommt mit der wortkargen, gelangweilten Art ihres Ehemannes nur sehr schlecht zurecht. Allerdings bemerkt selbst der Herzog, dass sie einen ausgezeichneten Blick für extravagante Kleidung besitzt. Auch die feine Gesellschaft ist begeistert von der lebhaften, jungen Herzogin mit der fabelhaften Garderobe. Die Pflichtabendessen mit den Parteimitgliedern der Whigs, die der Herzog in seinem Haus veranstaltet, werden für die Herzogin zu einer anregenden Veranstaltung. Ein Bekannter aus ihren Jugendtagen, Mr. Charles Grey (Dominic Cooper "Jane Austen's Sense & Sensibility (Sinn und Sinnlichkeit)"), gehört zu den vielversprechenden Jungpolitikern der Partei, die Georgiana unterstützt. Doch ihrer Aufgabe, einen Sohn zu gebären, ist die verehrte Herzogin nicht gewachsen. Nach zwei Töchtern und zwei Fehlgeburten, kurt die Familie in Bath. Dort lernt die Herzogin eine Frau kennen, die sie bald als Freundin in ihr Haus aufnimmt und ihre engste Vertraute wird. Leider hat auch der Herzog eine Vorliebe für die schöne Elizabeth Hervey (Hayley Atwell mit einer Perücke, die ihr überhaupt nicht steht! "Jane Austen's Mansfield Park (2007)") und zwingt seine Ehefrau zu einer entwürdigenden Ménage à trois. Trost und Ablenkung erfährt die Herzogin durch gesellschaftliche Ereignisse. Auch ihre Beziehung zu dem Politiker Grey wird enger. Als sie sich sicher ist, dass Charles ihre Gefühle erwidert, teilt sie ihrem Ehemann mit, dass auch sie einen Liebhaber wählen möchte, um glücklich zu werden. Damit hat sie jedoch eindeutig gesellschaftliche Grenzen überschritten und bekommt dies auch empfindlich zu spüren. Als sie schließlich doch noch den ersehnten männlichen Erben zur Welt bringt, glaubt sie, mehr persönliche Freiheiten genießen zu können, doch ihre Stellung in der Gesellschaft und ihr familiärer Status legen ihr Verpflichtungen und Beschränkungen auf, die sie nicht ignorieren kann, um das Glück all derer, die ihr so am Herzen liegen, nicht zu gefährden.

Diesen Film unter den Begriff Drama einzuordnen, wäre bestimmt falsch. Natürlich gab es einige sehr tragische Momente im Leben der jungen Herzogin, die im Film nicht ausgespart wurden. Die große innere Stärke, welche Georgiana entwickelt, gibt Keira Knightley sehr gut wieder. Ihre verzweifelte Wut, als sie das Verhältnis ihres Mannes mit ihrer besten Freundin aufdeckt, ist sehr gut spürbar. Viel später, als sie Charles Grey begegnet, der ebenso verzweifelt ihre gemeinsame Liebe beschreit und in der Eingangshalle ihres Hauses eine Szene hinlegt, sieht man diese Entwicklung sehr deutlich. Die Herzogin tritt ihrem Liebhaber würdevoll, aber sehr bestimmt entgegen. Es gibt von ihrer Seite keine leidenschaftlichen Ausbrüche mehr, denn sie hat ihre Wahl getroffen und dabei auch das Glück ihres geliebten Charles bedacht, auch wenn er es in diesem Moment nicht begreift.
Auch Ralph Fiennes gibt seiner Figur Tiefe. Es ist schon ein Kunststück für diese eigentlich eher unsympathische Figur vom Zuschauer Mitgefühl und Empathie einzufordern. Fiennes gelingt es. Wir sehen, der Herzog ist ein Kind seiner Zeit. Er ist den Prinzipien seines Standes fest verbunden. Die übernommenen Verpflichtungen öden ihn oft an, Gefühle und große Leidenschaften oder Interessen sind schon lange verstorben. Aber er respektiert in gewisser Weise die Lebenslust seiner Frau und achtet ihre Gefühle, auch wenn dies ein Widerspruch zu seinem persönlichen Verhalten zu sein scheint, denn er zwingt sie ja in eine unmögliche Lebenssituation. Also eine sehr widersprüchliche Figur, der Ralph Fiennes Charakter verleiht.

Insgesamt ein interessantes gesellschaftliches Portrait mit überzeugenden Hauptdarstellerin. Sicherlich hätte man noch mehr aus ihrem öffentlichen Leben zeigen können, zum Beispiel ihren Anteil an der Politik. Hier hat man sich bewusst auf die Privatperson konzentriert und dieser Film kann sicherlich dazu anregen, sich mehr mit der Biographie der außergewöhnlichen Herzogin zu befassen.

Übrigens hätte auch die Musik einen Oscar verdient, die Rachel Portman ("Chocolat") komponiert wurde und wundervoll zu der Stimmung des Filmes passt.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wollen Sie sich bitte hinlegen?, 8. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin (DVD)
Mit noch nicht einmal 18 Jahren wird die lebenslustige Georgiana mit dem wesentlich älteren Herzog von Devonshire verheiratet. Wir schreiben das Jahr 1774, und es handelt sich um eine Ehe, die vornämlich aus einem Grund geschlossen wurde: um dem Herzog einen (männlichen) Erben zu verschaffen. Der Status als Herzogin verspricht Ansehen, Reichtum und Macht, und Georgiana zeigt sich über diese mehr als gute Partie zunächst durchaus erfreut. Doch bald stellt sich heraus, dass ihr Ehemann ein unsensibler Klotz ist, der lieber mit seinen Hunden spricht als mit ihr. Nichts ist mit romantischer Liebe, im Schlafzimmer geht es eher nüchtern zu, und der Herzog setzt sich ohne besondere Rücksicht und ganz offen über das Gebot ehelicher Treue hinweg. Schließlich macht er sogar Georgianas beste Freundin und Vertraute zu seiner langjährigen Geliebten und Lebensgefährtin. Als Georgiana ihrerseits versucht, durch eine Affäre etwas Trost und Liebe zu finden, bekommt sie die volle Härte der damaligen Doppelmoral zu spüren.
Ich habe vor dem Anschauen des Films nicht gewusst, dass es Georgiana Cavendish, Herzogin von Devonshire, wirklich gegeben hat, und dass in diesem Film wahre Ereignisse aus ihrem Leben (nach-)erzählt werden.
Die "wahre" Georgiana Cavendish wird als eine der bekanntesten und einflussreichsten Frauen ihrer Zeit beschrieben, eine Frau mit schillernder Persönlichkeit, die auf der einen Seite politisch und kulturell sehr engagiert war, auf der anderen Seite einen Hang zu modischer Extravaganz, zum Glücksspiel und zum Konsum von Rauschmitteln aufwies.
Diese vielen Facetten berührt der Film nur ansatzweise. Er stellt die tragischen Beziehungsgeschichten in den Vordergrund und lässt andere Aspekte nur in kurzen Szenen aufblitzen. Erst jetzt, nachdem ich etwas mehr über die tatsächliche Georgiana weiß, kann ich einige Szenen wesentlich besser zuordnen. Schade fand ich, dass mir gegen Ende des Films Motivation und Gefühlslage Georgianas immer unklarer wurden. Dies mag an einer zunehmend distanzierteren Erzählweise liegen. Jedenfalls hinterließ der Schluss des Films bei mir den Eindruck einer eher mutlosen und gebrochenen Frau, die sich mit im Grunde untragbaren Gegebenheiten abgefunden und arrangiert hat. Irgendwie ein Happy-End, das nicht besonders glücklich wirkt. Ob dies beabsichtigt war bzw. der damaligen realen Situation entsprach, vermag ich leider nicht zu beurteilen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ergreifendes Melodram mit einer hervorragenden Keira Knightley..., 3. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin (DVD)
Ich wusste, als ich die Disk "der Herzogin" in meinen DVD Player schob, dass ich mich mit deisem Film garantiert auf keine lockere Komödie mit Happy End eingelassen hatte, sondern auf ein packendes Melodram mit durchaus realistischem Hintergrund. Und so kam es dann auch...

Wir befinden uns im 18. Jahrhundert. Als Georgina Spencer in jungen Jahren von ihrer Mutter mit dem attraktiven aber kaltherzigen Herzog von Devonshire verheiratet wird wird das Leben der jungen Diva Schlag auf Schlag anders. Die Ehe mit ihrem unsensiblen und untreuen Gatten gestaltet sich als Hölle auf Erden. Sie wird von ihm betrogen, missbraucht und gedemütigt, bis zu dem Tag an dem sie sich gegen ihren Mann auflehnt und den charmanten Politiker Charles Grey begegnet.

Ich höre oft von einer Vielzahl von Leuten die meinen der Film wäre unnötig, ohne Inhalt oder unrealistisch. Ich persönlich sehe den Film als das genaue Gegenteil an. Denn der Film weiß es zu verstehen geschickt eine Botschaft zu übermitteln deren Inhalt daraus besteht das sich auch Frauen im 18. Jahrhundert gegen Männer und sogar den Staat auflehnen können. Und somit gestaltet sich der Film ganz und gar nicht zu einem inhaltsleeren und belanglosen Kostümfilmchen.

Fazit: Meine Erwartungen hat "Die Herzogin" voll und ganz erfüllt, jedoch hat der Film einige Längen die sich der 5 Sterne Bewertung in den Weg stellten.
Dennoch empfehlenswert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Emotionsintensiver Kostümschinken, 14. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin (DVD)
"Die Herzogin" ist ein Historienfilm der Extraklasse. Warum er zumindest in meiner Stadt nicht im Kino lief, ist mir unbegreiflich. Alleine die Kostüme, Perücken und die Kulissen sind eine solche schillernde Pracht, dass einem die Augen überlaufen, die Filmmusik ist himmlisch und die Leistungen von Keira Knightly und Ralph Fiennes sind oscarrreif. Erstere brilliert sowohl als scheue Jungfer als auch als gesellschaftliche Ikone, betrogene Gattin, Frau am seelischen Abgrund und liebende Mutter, womit sie die gesamte Bandbreite ihres erstaunlichen Talentes demonstrieren kann. Die Sexszenen sind ebenso diskret wie geschmackvoll und sinnlich, nicht zuletzt auch durch Charlotte Rampling, die eine beeindruckende Nebenrolle perfekt ausfüllt. Der Film entwickelt durch diese drei Darsteller eine lebendige emotionale Wucht, die den meisten anderen Filmen dieses Genres fehlt und der man sich kaum entziehen kann, und selbst der eher blasse Dominic Cooper macht seine Sache gut. Kitschigen Feminismus wird man hier dabei vergeblich suchen, denn das Drehbuch hält sich an Fakten, und Fakt war, dass die echte Duchess of Devonshire zwar eine schillernde, dominate, aber auch eine äußerst labile und weiche Persönlichkeit war. Manche Rezensenten meinen wohl, diese Tatsache hätte man dem Film zuliebe beugen müssen, aber dann hätte er keinen biographischen Hintergrund mehr gehabt, und insofern verstehe ich Kritiken dieser Art nicht. Der Trailer hält meiner Meinung nach voll, was er verspricht: das Porträt einer Frau, die ihrer Zeit voraus war, nicht aber ihren eigenen Schwächen, von denen eine die Geltungssucht, eine andere die Naivität war. Vor allem das Ende ist ein realistisches und nur aus unserer heutigen Sicht heraus ein tragisches. Mehr persönliche Freiheit konnte eine Frau von ihrem Typus sich damals nicht erkämpfen, ohne unzumutbar große Opfer zu bringen, und die wahre Georiana hat es nicht einmal nicht getan. Außerdem wird auch die Rolle ihres kaum minder leidenden Mannes, der nicht pauschal verurteilt wird und ebenso wie sie seinen Platz finden muss, berücksichtigt. Wirklicher Mangel des Films ist indessen, dass er viel zu kurz ist, mindestens um eine halbe Stunde. Er reißt nur eine kleine Spanne ihres Lebens an, und viele Dinge, die in dem tollen Bonusmaterial Erwähnung finden, wie etwa ihr Magerwahn und ihre Drogensucht, werden entweder völlig ignoriert oder nur angerissen. Das ist nicht zu verstehen, waren die Voraussetzungen doch bestens und sind Historienfilme doch selten unter zwei Stunden lang. Man hätte noch viel, viel mehr aus dem Thema und den Schauspielern herausholen und eine gewaltige Steigerung an Spannung und Dramatik erreichen können. Schade auf jeden Fall, aber mehr als einen Stern Abzug beschert der spritzigen "Herzogin" dieses Manko nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Film der Kategorie: gepflegter, schön bebilderter Durchschnitt ohne Tiefgang, 9. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin (DVD)
"Die Herzogin" hat durchaus ihre positiven Aspekte.
Jeder Keira Knightley Bewunderer findet in dieser hervorragend gefilmtem Kostümdramolette sein absolutes Lieblingsstück. Für Ohr und Auge wird Bild für Bild, Einstellung für Einstellung ein wahrer prachtvoll ausgestatteter Mikrokosmos des höfischen Adelslebens geboten.
Da sitzt jede Perücke, jedes Mieder, jede kleinste goldenen Verzierung.
Die Schauspielleistung annehmbar. Keira Knightley ist hier um länger besser als in ihrer verunglückten Anna Karenina Rolle. Ralph Finnes spielt ihren Ehemann hervorragend, und das schon so oft gesehene Drama von dem zwanghaften Korsett der gesellschaftlichen Moral ist ansprechend, aber kraftlos herausgearbeitet.
Fast schon verliebt gleitet die Kamera in einem einzigen Fluss über Knightley, ihre atemberaubenden Kostüme.
Faszinierende Bälle, prächtige Gärten, das Drama um eine nicht lebbare Liebe- alles ist vorhanden, und ebenfalls alles nur schöner Schein, glitzernde Aussenhülle einer dramaturgischen Luftblase.
Alle Aspekte schon so viel bessser, nachdrücklicher verfilmt worden.
Man mag ein Werk wie "Gefährliche Liebschaften" Kubricks "Barry Lyndon" oder Scorseses "Zeit der Unschuld" gar nicht in einem Atemzug nennen.
Wo dort Tiefgründigkeit, Komplexität und Raffinesse herrschten ist "Die Herzogin" reine gleißende Oberfläche.
Die Tragödie der Frau, die sich letztendlich der Staatsräson in ihrer erstickenden Doppelmoral beugen muß ist so oft dramatischer und intelligenter verfilmt worden.
Eine "Anna Karenina" (natürlich nicht die verunglückte Knightley Verfilmung), eine "Madame Bovary" auch eine "Effi Briest" wäre dazu erwähnen.
"Die Herzogin" ist das Paradebeispiel eines seichten Plätscherfilms, der brav das Auge betört, aber niemals aus Genrekonventionen ausbricht. Seelenlos, aber zum einmaigen Anschauen geeignet ob der Ausstattungs- und Kostüm Vielfalt.
Reicht das für einen guten bewegenden Film, der uns Schicksale, Zeitepochen näherbringen soll, reicht es ganz einfach gesprochenen auch für einen mitreissenden Filmabend.
Die Antwort ist klar :Nein. Denn die Sichtweise des Films ist ebenfalls viel zu sehr den heutigen Sehgewohnheiten, den einfachen, durchschaubaren Charakterzeichnungen verpflichtet um wirklich nachdenkenswert und überzeugend zu sein.
Da hätte es wohl schon der Doppelbödigeit eines Kubrick, oder Milos Forman bedurft, daß man hier länger als einen flüchtigen Blick riskiert.
Dramaturgisch stockt der Film ebenfalls eklatant. Alles schon gesehen, es kommt wie vermutet. Weder inszenatorisch, noch im Bilderaufbau ist eine eigenständige Handschrift auszumachen.
So ist der Film ein gepflegt, konventionelles Kaffekränzchen Film zum verregnetetn Sonntagnachmittag.
Die grossen tragischen Gesellschaftsthemen verwässsern in verzuckerter Langeweile.
Bessere, intelligenter durchdachte Beispiele gibt es viele.
"Die Herzogin" hat den Charme einer Ausstattungsexplosion, die aber ohne eine wirkliche emotionale Beteiligung des Zuschauers an einem vorbeirauscht.
Schön anzusehende Kostümdramoletten ohne wirkliche Höhepunke und Tiefgang ist dann doch auf Dauer sehr wenig, um im Gedächtnis zu bleiben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIe Großmutter aller It-Girls, 3. Mai 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin (DVD)
Geschichte wie sie schöner und inspirierender nicht sein könnte: Für Georgiana Spencer wurde im Alter von 17 Jahren eine Ehe mit dem Herzog von Devonshire engagiert. Schnell steigt sie in den aristokratischen Kreisen zu einer äußerst populären Persönlichkeit auf. Sie engagierte sich in der Politik, schrieb Gedichte und war wohl die erste Modeikone überhaupt.
Doch in der Ehe fand "G", wie sie von allen nur genannt wurde, keine Erfüllung. Ihr Ehemann, der Herzog, war ein gefühlskalter Lüstling, der nicht vor den Röcken der besten Freundin Georgianas halt machte, jedoch von ihr verlangte keine Affären zu haben und ihm einen männlichen Erben zu schenken. Dies geschah nun auch nach zwei Töchtern. Georgiana sah ihre Pflicht erfüllt und suchte die wahre Liebe nun in Charles Grey. Doch der Herzog will seine Herzogin nicht glücklich mit einem anderen Mann sehen.
"Die Herzogin" wurde im letzten Jahr mit einem Oscar für die besten Kostüme prämiert. Im Making of des Filmes erfährt man noch einiges mehr über die wahre Geschichte der Georgiana Cavendish, Herzogin von Devonshire, die von Zeichnern, den frühzeitlichen Paparazzis, nur so umschwärmt wurde und deren Bild in den Klatschspalten der Tageszeitungen des 18. Jahrhunderts landete.
"G" liebte es im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen auch wenn sie dort wahrlich einsam war. In der Hauptrolle glänzte Keira Knightley mit dem Porträt einer Ikone des 18. Jahrhunderts, die ihre Umwelt wahrhaftig prägte. Es ist auch ein trauriges Portät eines steifen Lebens in den Konfessionen der damaligen Zeit, in der Frauen als schmückendes Beiwerk galten. Doch war Herzogin Georgiana besonders gut darin und so ist auch ein Porträt einer prunkvollen, intelligenten und schönen Frau, die die Maßen zu begeistern wusste, so wie ihre Nachfahrin Lady Diana, Königin der Herzen. ML

Weitere Extras: Making of des Filmes mit viel Hintergundmaterial zu Georgiana
Trailer
geschnittene Szenen
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5.0 von 5 Sternen Eine Reise in die Vergangenheit, 16. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin (DVD)
Zugegebenermaßen schaffte es dieser Film seiner nachempfundenen Zeit entsprechend tatsächlich den Eindruck zu erwecken, er sei betagter als ein Relikt oder Artefakt. Konservativ, altmodisch, aber genau genommen noch recht neu. In jedem Falle gut.

Die Darstellerin der Hauptrolle (Keira) wird zwar von einem grandiosen Film getragen, aber ist für dessen Genialität definitiv mit-verantwortlich, schließlich ist sie einerseits wunderschön, lässt sich andererseits nicht durch die komplexen Dialoge überfordern. Sie ist genau die Schauspielerin, die man sich in dieser "ungegenwärtigen", hübschen Rolle vorstellen kann.
Ralph Fiennes verkörpert seine sehr schmierige, unangenehme Rolle derart glaubwürdig, dass man schon fast zu Unrecht Wut auf den Akteur bekommt, somit sehr echt in seiner Wirkungsweise. Die Geschichten die der Film schreibt, scheinen roman-entnommen zu sein, es wirkt alles sehr dekorativ fotografiert und episch erzählt, all dies in Zeitstufen die das Leben der Hauptprotagonistin begleiten, welche unter der damaligen Männerherrschaft Leid trägt und dies leider keineswegs zu knapp.

Als die DVD vor fünf Jahren erschien, war ich laut der FSK bereits ausreichend alt um sie zu sehen. So sehe ich es ebenfalls: kein Kindermärchen, aber auch nicht nur auf nicht mehr Heranwachsende zugeschnitten. Bild und Ton überzeugen ebenfalls.
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34 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Trailer suggeriert eine ganz andere Art von Film, 27. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Herzogin (DVD)
Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, dachte ich mir, der Film "Die Herzogin" handelt von einer Adeligen im aristokratischen und konservativen England des 18. Jahrhunderts, welche sich aufgrund ihrer Popularität gegen die Mißstände und Ungerechtigkeiten der damaligen Zeit einsetzt und gegen ihren eigenen Stand rebelliert. Dem war leider nicht so. Die politischen Ambitionen beschränken sich auf ein Gespräch beim Dinner und auf zwei Auftritte bei Wahlkampfveranstaltungen, wobei sie hierbei selbst nichts sagt.

Der Film portraitiert vielmehr die damalige Rolle der Frauen in der Ehe sowie der "feinen Gesellschaft". Diese beschränkte sich ausschließlich auf das Kinderzeugen (vor allem männliche Nachkommen), gesellschaftlich eine gute Figur zu machen und natürlich besonders auf die Fähigkeit, die Untreue der Ehemänner zu erdulden.

Der Film ist alles in allem gut umgesetzt (die Epoche), die Drehorte sind imposant, die Kostüme hervorragend und die Schauspieler spielen ihre Sache gut. Leider bietet der Film wenig Spannung.
Trotz der positiven Eigenschaften hinterlässt der Film bei mir keine besondere Botschaft oder einen bleibenden Eindruck. Ich hatte während des Films immer das Gefühl (oder auch die Hoffnung), jetzt passiert etwas, jetzt ist das Maß voll, jetzt explodiert sie und lehnt sich gegen ihr Schicksal auf. Leider ist das nicht passiert.
Wo ist hier bitte das besondere an der Herzogin? Was macht sie einzigartig bzw. inwieweit hebt sie sich von anderen Adeligen der damaligen Zeit ab? Ich kann hier keine besonderen emanzipativen oder rebellischen Züge erkennen?
Mag sein, dass die "wahre Geschichte" der Herzogin anders und spannender verlief, dies geht aus dem Film meiner Meinung nach jedoch nicht hervor. Die Herzogin lehnt sich weder gegen die Gesellschaft noch gegen ihren Ehemann auf. Vielmehr toleriert sie die Untreue (sogar eine spätere Heirat ihres Mannes mit ihrer "besten Freundin") und bleibt bis zu seinem Tod mit ihm zusammen zum Wohle ihrer Kinder (obwohl die Kinder irgendwann auch mal erwachsen sind und der Grund für ihr Bleiben damit wegfällt).

Fazit: Der Film ist Durchschnitt. Die Drehorte und Kostüme werten den Film zwar auf, können der spannungsarmen Story jedoch nicht über das Mittelmaß hinaushelfen. Hinterlässt bei mir keinen bleibenden Eindruck.
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Die Herzogin
Die Herzogin von Keira Knightley (DVD - 2009)
EUR 7,99
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