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75 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Packendes und fein inszeniertes Meisterwerk!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
An einem Samstagmorgen in Los Angeles im Jahre 1928: Christine Collins (Angelina Jolie) verabschiedet sich von ihrem Sohn Walter und geht zur Arbeit. Als sie Abends zurückkehrt, ist ihr Sohn spurlos verschwunden. Nach fünf langen Monaten der Ungewissheit taucht Walter plötzlich wieder auf. Doch während die Polizei den Erfolg feiert, merkt Christine sofort, dass der Junge nicht ihr Sohn Walter ist. Auf der Suche nach ihrem Sohn und der Wahrheit stößt sie dabei auf zahlreiche Widerstände und auf alles andere als eine kooperative Polizei, die sich ihren offensichtlichen Irrtum nicht eingestehen will. Einzig Reverend Briegleb (John Malkovich) stellt sich auf ihre Seite..."Der Fremde Sohn" ist mal wieder ein unheimlich gutes Regiestück von Clint Eastwood geworden. Seine Story spielt in einer Zeit, als Los Angeles nicht wirklich als Stadt der Engel galt. Soziale Missstände, ein korrupter Polizeiapparat, die Wirtschaftskrise und eine florierende Kriminalität, sind eine schwierige Grundlage für eine alleinerziehende Mutter in der Stadt zu jener Zeit. Clint Eastwood nimmt dies als Grundlage für einen fein inszenierten Film. Ein klitzekleinwenig nörgeln könnte man bei der Besetzung der Hauptdarstellerin. Irgendwie wirkt Angelina Jolie die ganze Zeit auf mich ein wenig wie ein Fremdkörper. Sie spielt zwar zweifelsohne die beste Rolle ihres Lebens, aber sie scheint nicht ganz verinnerlicht zu haben, dass auch sie ihre Omnipräsenz auf der Leinwand zum Wohle der Handlung etwas mehr hätte reduzieren dürfen. Sie wirkt etwas überschminkt und zu divenhaft. Was damit nicht ganz meiner Idealvorstellung einer verzweifelten Mutter entspricht. John Malkovich verkörpert den Part des Hoffnungsträgers im Vergleich dazu hervorragend und fügt sich perfekt in die Handlung ein. Aber dies sei im Endeffekt nur eine Nuance von Kritik in einem rundum gelungenen Film, denn selbst Jolie schafft es unter Eastwood in zuvor nie geahnte schauspielerische Sphären vorzustoßen. Auch wenn sie ihr Diven-Image nicht restlos abschütteln kann. Filmtechnisch ist Eastwood dabei äußerst stilistisch vorgegangen: die farbliche Optik ist gekonnt reduziert, zudem arbeitet Eastwood mit vielen Nahaufnahmen. Dazu kommt eine sachliche, betont ruhige Kameraführung. Die vor allem die wenigen, aber richtig fesselnden Filmmomente umso intensiver wirken lässt. So dass die ganze Zeit unablässig eine kalt-lodernde Dramaturgie über dem Film liegt. Insgesamt ist "Der Fremde Sohn" ein packendes Drama, dass sowohl handwerklich, wie im Großen und Ganzen auch schauspielerisch überzeugt. Die Story ist bewegend und bleibt bis zur letzten Minute unheimlich spannend. Alleine dafür verdient sich der Film schon 5 Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schaudermär,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
Clint Eastwood als Regisseur, ein ansprechender Klappentext und meine Erwartungen an einen gelungenen Filmabend waren gut.Was sich mir dann aber während des Filmes bot, fesselte, erschauderte und faszinierte mich unverhofft mehr. Was sich mir anfangs als dramatisches Frauenschicksal eröffnete, wandelte sich im Verlauf der nun folgenden 140 Minuten als handfester Thriller mit authentischem Hintergrund. So nah, dass sich mir dabei die Nackenhaare sträubten. "Der fremde Sohn" ist eine Gesellschaftsparabel. In einer Zeit sozialer Missstände, korrupter Behörden, boomender Kriminalität und dem Kampf um Gerechtigkeit und dem Rechtsempfinden im Allgemeinen. Trotz beklemmender Intensität bedient sich der Film aber keinerlei expliziter Gewaltdarstellungen. Der Schrecken in diesem Werk verbreitet sich vor allem durch den stetigen Wechsel von Perspektiven, die die jeweiligen Handlungsstränge voran- und zueinandertreiben. Als winzigen Makel habe ich persönlich die Besetzung der Angelina Jolie empfunden, die mir - im Gesamtbild des Films - dann doch eine Spur zu "präsent" gewesen ist. Zu Beginn hatte ich etwas Mühe, die Jolie in dieser Rolle für mich anzunehmen. Dieser Film trägt sich meiner Meinung nach allein schon durch das gute Script und die gewohnt bedächtige Erzählstruktur seines Regisseurs, die damit ein spektakuläres Finale konsequenterweise verweigert. Fazit: Gut inszeniertes, durchaus (selbst)kritisches Stück US-Geschichte mit gutem Plot. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
79 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Kampf für die Wahrheit...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
Nach ergreifenden Dramen wie "Mystic River" und "Million Dollar Baby" liefert Regisseur Clint Eastwood nun ein weiteres Meisterwerk ab: Im Film "Der fremde Sohn" lässt er Angelina Jolie als verzweifelte Mutter zu absoluter Höchstform auflaufen.Los Angeles im Jahr 1928: Christine Collins (Angelina Jolie) ist eine alleinerziehende Mutter, die mit ihrem Job bei einer Telefongesellschaft den Unterhalt für sich und ihren Sohn Walter (Gattlin Griffith) verdient. Sie liebt ihren Jungen über alles und ist stets darauf bedacht, ihm eine weltoffene, verantwortungsbewusste und positive Lebenseinstellung mit auf den Weg zu geben. Doch ihrem Glück wird schon bald ein jähes Ende gesetzt: Als Walter eines Tages spurlos verschwindet, beginnt für Christine ein Albtraum. Es folgen Monate, die geprägt sind von Verzweiflung, Ratlosigkeit und Hoffnung - bis ihr die Polizei schließlich die Nachricht überbringt, dass man ihren Sohn gefunden hat. Begleitet von zahlreichen Beamten und Journalisten, erwartet eine überglückliche Christine am Bahnhof das Eintreffen ihres Kindes. Doch als der Junge aus dem Zug steigt, erlebt sie eine böse Überraschung: Es ist nicht Walter. Als Christine erklärt, dass dies nicht ihr Sohn ist, versucht Captain J.J. Jones (Jeffrey Donovan), sie mit den absurdesten Argumenten vom Gegenteil zu überzeugen. Die Polizei von Los Angeles leidet nach etlichen Korruptionsaffären und negativen Schlagzeilen unter einem starken Imageverlust. Der Fall des verschwundenen Jungen - oder vielmehr dessen Auflösung - soll das Ansehen der Gesetzeshüter wiederherstellen. Also wird Christine so lange bearbeitet, bis sie sich schließlich für ein Pressefoto mit dem fremden Sohn aufstellt. Zu Christines Entsetzen behauptet der Junge ebenfalls, ihr Sohn Walter zu sein. Zwar beteuert sie immer wieder, dass ihr das falsche Kind zurückgegeben wurde, aber niemand scheint ihr zu glauben. Erst als Reverend Gustav Briegleb (John Malkovich) an sie herantritt, findet Christine einen Verbündeten. Der Geistliche kennt die zwielichtigen Machenschaften der Polizei nur zu gut und bestärkt die junge Frau in ihrem Willen, die Suche nach der Wahrheit und ihrem richtigen Sohn nicht aufzugeben. Da Christine dem Polizeiapparat jedoch langsam lästig wird, weist man sie unter einem Vorwand in die Psychiatrie ein... Was sich nach der Erfindung eines Drehbuchautors mit einer Vorliebe für ergreifendes Drama anhört, basiert tatsächlich auf einer wahren Begebenheit. Regisseur Clint Eastwood und Hauptdarstellerin Angelina Jolie haben die bewegende Geschichte von Christine Collins mit einer Intensität und visuellen Kraft umgesetzt, die dem Film auch über seine Laufzeit von rund zweieinhalb Stunden hinweg eine unglaubliche Wirkung verleihen. Nach Werken wie "Mystic River" (2003), "Million Dollar Baby" (2004) und "Letters from Iwo Jima" (2006) beweist Eastwood mit "Der fremde Sohn" erneut, dass er nicht nur ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, sondern auch zu den talentiertesten Filmemachern unserer Zeit zählt. Er versteht es wie kaum ein Zweiter, seinen Figuren in jedem Moment ihres Auftretens eine starke Glaubwürdigkeit zu verleihen und die Handlung so zu inszenieren, dass sie einen von der ersten Minute an packt und schließlich immer tiefer in ihren Bann zieht. Wenn beispielsweise die erschreckene Wahrheit über Walters Verschwinden Schritt für Schritt ans Licht kommt, oder Christine in der Psychiatrie an der Ausweglosigkeit ihrer Situation fast zerbricht, dann sind das Augenblicke, die tief bewegen. Schauspielerisch bietet Angelina Jolie die bisher beste Leistung ihrer Karriere und übertrifft sogar noch ihre oscarprämierte Darstellung einer Psychopathin in "Durchgeknallt" (1999). Neben Actionrollen wie in "Mr. & Mrs. Smith" (2005) oder "Wanted" (2008) hat sie sich in jüngster Zeit durch die Filme "Der gute Hirte" (2006) oder "Ein mutiger Weg" (2007) auch als ernst zu nehmende Charakterdarstellerin etabliert und knüpft mit der Rolle von Christine Collins mehr als würdig daran an. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Verzweiflung und Hoffnung, ihr Bestreben, trotz aller Hindernisse den Kampf für die Wahrheit nicht aufzugeben, und ihre ständig wechselnden Gefühlszustände von Charakterstärke bis Resignation stellt Angelina Jolie derart überzeugend dar, dass sie dafür mit ihrer zweiten Oscar-Nominierung belohnt wurde. Von der Ausstattung über die Musik bis hin zur Atmosphäre stimmt hier wirklich alles. Clint Eastwood hat mit "Der fremde Sohn" ein weiteres Meisterwerk geschaffen, das mit einer großartig inszenierten Geschichte und einer überragenden Hauptdarstellerin Erzählkino vom Feinsten bietet. Fazit: Angelina Jolie brilliert in einem ergreifenden Drama über den Mut, für das Zurückbekommen eines geliebten Menschen bis zum Äußersten zu gehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Packender, mitreißender Thriller,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
Der fremde Sohn, aus der Regie-Feder von Clint Eastwood und starbesetzt mit Angelina Jolie und Malkovich, erzählt den Alptraum einer jeden Mutter: Einmal einen Moment nicht aufgepasst, da verschwindet der einzige, heißgeliebte Sohn spurlos. Für die alleinerziehende Mutter, gespielt von Jolie, eine Katastrophe.Die Polizei ist von Beginn an mehr Hindernis als Hilfe, wird schon bald zu ihrem Ärgsten Gegenspieler - denn sie liefert der verängstigten Mutter nach mehreren von Hoffnung und Bangen geprägten Monaten ein Kind ab, welches nicht das ihre ist. Und während die gerissenen Beamten, die nur ihre Karriere, ihren Ruf und die gefüllte Tasche mit den Korruptionsgeldern im Kopf haben steif und fest behaupten, sie hätten das richtige Kind gefunden und die Mutter sei nur ein wenig verwirrt, versucht eben diese herauszufinden, was mit ihrem eigentlichen Kind geschehen ist. Kein leichtes Unterfangen im Jahre 1928. Unterstützung findet sie bei ihrer Suche lange Zeit nur im von Malkovich gespielten Prediger, der immer auf der Seite derjenigen steht, die von den Stadtoberen offenkundig unfair behandelt werden. Gemeinsam kommen die beiden nicht nur der Korruption und den Vertuschungsmethoden der Polizei nach und nach auf die Schliche, sondern entdecken, gemeinsam mit einem abtrünnigen Beamten, noch ein viel größeres Verbrechen, welches jede Korruption, jede Verleumdung in den Schatten stellt... Spannend und packend inszeniert wird dieser Thriller trotz seiner Länge von rund 135 Minuten zu keiner Sekunde langweilig. Er berührt, er reißt emotional mit, er lässt dem Zuschauer keine andere Wahl als mitzufiebern. Wer was für gute Thriller übrig hat, der sollte sich diesen in keinem Fall entgehen lassen. Genannt sei neben guter Bild- und DD5.1 Tonqualität noch das erwähnenswerte Bonusmaterial sowie die Tatsache, dass diese DVD ein Wendecover besitzt, mit dem man das unschöne FSK-Logo verschwinden lassen kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fast zu viel für einen Film (Spoiler),
Von
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
Nach seinem stringent erzählten Meisterwerk "Gran Torino" (2008) unternimmt es Clint Eastwood in "Der fremde Sohn" aus dem gleichen Jahr, die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Christine Collins (Angelina Jolie) zu zeigen, deren Sohn Walter (Gattlin Griffith) im Frühjahr des Jahres 1928 spurlos aus ihrem Haus verschwand, während sie auf der Arbeit für eine kranke Kollegin einspringen mußte.Da die Polizei von Los Angeles infolge der Brutalität und Machtgier ihres Chiefs James E. Davis (Colm Feore) in die öffentliche Kritik gekommen ist - besonders der Pfaffer Gustav Briegleb (John Malkovich) tut sich als hartnäckiger Ankläger hervor - und somit Erfolge notwendig sind, wird Christine nach fünf Monaten ein zufällig aufgegriffenes Kind als ihr eigener Sohn zugeführt. Der Junge habe sich natürlich, bedingt durch das Trauma der Entführung, verändert, und sie selbst müsse auch erst einmal zur Ruhe kommen, sagt man ihr, als sie im Moment der medienwirksam ausgestalteten glücklichen Wiedervereinigung zurückschreckt und behauptet, das Kind sei nicht ihr Sohn. Zu Hause angekommen, entdeckt Christine, daß ihr angeblicher Sohn eine Handbreit kleiner ist als Walter und daß er, anders als ihr Sohn, beschnitten ist; sie holt sich schriftliche Bestätigungen seitens ihres Zahnarztes und der Lehrerin Walters ein, nach dem das von der Polizei zurückgebrachte Kind unmöglich Walter sein kann, und nimmt auch Verbindung zu Briegleb auf. Captain Jones (Jeffrey Donovan) läßt Christine daraufhin als hysterisch und psychisch gestört in eine Irrenanstalt einweisen, in der sie sehr schnell entdeckt, daß sie dort nicht die einzige Frau ist, die auf diese Weise vom LAPD zum Schweigen gebracht wurde. Inzwischen gerät Detective Lester Ybarra (Michael Kelly) zufällig auf die Spur des jungen Mannes Gordon Northcott (Jason Butler Harner), eines Geistesgestörten, der auf einer abgelegenen Hühnerfarm anscheinend an die zwanzig Jungen getötet hat. Jones versucht mit allen Mitteln, Ybarra dazu zu bewegen, seine Nachforschungen in dieser Richtung einzustellen, doch der Detective ermittelt auf eigene Faust weiter. Auf der DVD-Hülle wird Eastwoods neuer Film als Psychothriller charakterisiert, aber diese Bezeichnung greift auf jeden Fall zu kurz, denn das Werk ist weitaus ambitionierter, vereint es doch vielmehr Elemente des Thrillers, des Dramas, des Gerichtsfilms und des politischen Films, worüber seine innere Einheit bisweilen zu zerbrechen droht. Michael Straczynskis Drehbuch orientiert sich am wahren Fall der Wineville-Chicken-Morde und es stellt die Aufklärung dieser Greueltat, den Kampf einer verzweifelten Mutter gegen bis zur Skrupellosigkeit selbstgerechte und einem Allmächtigkeitswahn verfallene Behörden sowie das Psychogramm des Täters und eine Reflexion über den Sinn der Todesstrafe fast gleichberechtigt nebeneinander. Auch das ergreifende Spiel Angelina Jolies sowie die routinierte Kunst Malkovichs scheinen den 136-Minuten-Rahmen des Filmes beinahe zu sprengen, was ein wenig auf Kosten des Erzählflusses geht. Fast scheint es, als habe sich Eastwood peinlich darum bemüht, nur ja keine Nuance des Falles außer Acht zu lassen, so daß dem Zuschauer einiges an Aufmerksamkeit und Geduld abverlangt wird. Der tapfere Kampf der Mutter gegen die Übermacht der Exekutive und ihre Unterstützung durch den anfangs noch etwas zwielichtig - vielleicht wirken hier unsere gewöhnlichen Erwartungen an Malkovich im Hintergrund - erscheinenden Pfarrer nimmt vor allem die erste Hälfte des Filmes ein, während es in der zweiten Hälfte verstärkt um die Verfolgung und Verurteilung Northcotts geht. Eastwood zeichnet hier ein ganz anderes Bild der Polizei, als wir es sonst von ihm gewohnt sind: Zwar war Dirty Harry ebenfalls nicht zimperlich in der Wahl seiner Methoden und setzte sich gern über den Buchstaben des Gesetzes hinweg, doch hatte er dabei - ganz der Ideologie der konservativen Rechten verhaftet - immer das Gute im Sinn, während liberale Paragraphenhengste ihm Steine in den Weg legten. Hier allerdings wird gezeigt, wie das selbstherrliche Gebaren der Polizei die Rechte des Individuums zu zertreten und sein privates Glück zu zerstören droht. Das unbeeindruckte Bemühen des Chiefs und seiner Kreaturen, allen voran Jones', ihre "Wahrheit" triumphieren zu lassen, scheint darüber hinaus eine beunruhigende Ähnlichkeit zum Verhalten der Bush-Administration während des Irak-Krieges aufzuweisen, so daß "Der fremde Sohn" durchaus auch als politischer Film zu sehen ist. Aber die LAPD hat auch eine erlösende Figur in ihren Reihen: Detective Ybarra, dessen von Gewissensbissen getragenes Abwägen zwischen Pflicht und Corpsgeist während einer langen Szene sehr gut zu sehen ist, bevor er schließlich die Anweisung seines Vorgesetzten mißachtet und echte Polizeiarbeit leistet - hier schon eher ein Anklang an Dirty Harry, dem Vorgesetztenschreck par excellence. Überhaupt zelebriert der Film durchgehend die persönliche Tapferkeit des Individuums in Momenten größter Gefahr oder gegenüber scheinbar unbesiegbarer Übermacht, beispielsweise wenn der von Briegleb ins Rennen gebrachte Anwalt erklärt, er wolle Christine ohne Honorar helfen, da er von ihrem Mut und ihrer Ausdauer fasziniert sei, oder wenn der kleine Walter bei seiner Flucht zurückkehrt, um einem anderen Jungen zu helfen, der schließlich durch ihn gerettet wird. Die zweite Hälfte des Filmes widmet sich vor allem dem Handlungsstrang um Gordon Northcott, dessen Hinrichtung breiter Raum eingeräumt wird. Wir sehen unter anderem, wie Northcott Christine um ein letztes Gespräch bittet, dann allerdings einen Rückzieher macht und von der verzweifelt und enttäuscht auf ihn einschlagenden Mutter, die man ironischerweise wieder einschließt - eine von Eastwood glänzend vorgenommene Visualisierung ihrer psychischen Situation -, aus dem Raum geschafft wird. Auf dem Schafott dann, umringt von den schweigenden Eltern der Kinder, die er getötet hat, winselt Northcott um Aufschub, und der Zuschauer ringt mit Genugtuung und Entsetzen, wenn eine Totale die zuckenden Füße des sterbenden Delinquenten zeigt. Eastwood läßt uns hier selbst entscheiden, wie wir empfinden wollen. Die beiden Prozesse am Ende - die Verhandlung gegen den Polizeichef von Los Angeles und der Mordprozeß gegen Northcott - bringen die Handlungsfäden wieder zusammen, was durch eine rasche Schnittfolge bei den beiden Urteilsverkündungen bewirkt wird. Hier gelingt eine kunstvolle Verknüpfung zweier Ebenen, deren Nebeneinander - dies ist mein einziger Kritikpunkt - den Film an manchen Stellen zu sprengen drohte. Christine hat am Ende ihren Sohn zwar nicht wieder, aber die Gewißheit, daß Walter einem anderen Kind das Leben gerettet hat, sowie die Hoffnung, daß er ebenfalls bei dem Fluchtversuch entkommen sein könnte. Ob diese Hoffnung der Resignation vorzuziehen ist, kann der Zuschauer ebenfalls mit sich selbst ausmachen, doch Christines stolze Verabschiedung von Detective Ybarra und die Andeutung einer Annäherung zu ihrem ehemaligen Vorgesetzten, dessen Zuneigung zu ihr schon recht früh im Film deutlich wurde, lassen den Film, wenngleich er mit keinem Happy End aufwartet, in einer heiteren Stimmung enden. Eastwood erzählt diese in ihrer Tragik an "Mystic River" und "Million Dollar Baby" erinnernde Geschichte in einem meist langsamen Tempo, das durch sparsame Schnitte und ruhige Kamerafahrten hervorgerufen wird, und den Ernst und die Schwere des Stoffes angemessen würdigt. Tom Stern, seit "Blood Work" der bevorzugte Kameramann des Regisseurs - auch für die beiden oben genannten Filme -, wählt hier vornehmlich blasse Farben, um das Flair der 20er Jahre aufkommen zu lassen; auch das Spiel mit Dunkelheit und Licht unterstützt die Erzählung des Kampfes um individuelles Glück, etwa wenn zu Anfang des Filmes Christine ihren Sohn zu Bett bringt und das Licht ausknipst, und wir als Zuschauer in einem dunklen Raum zurückbleiben, in dem wir nur das durch den Türrahmen des Schlafzimmers fallende Licht sehen. Hier zeigt sich bedeutungsvoll, wie das Mutter-Sohn-Glück von Dunkelheit umrahmt ist. Jeder der auftauchenden Charaktere ist im Grunde einen eigenen Film wert - man denke nur an die eiskalte blonde Schwester in der Irrenanstalt, die mit totem Gesichtsausdruck den Patienten Elektroschocks verabreicht, oder an die Prostituierte, mit der sich Christine dort anfreundet -, und so ist es Eastwood gelungen, ein wirkliches Stück Leben auf die Leinwand zu bekommen. Trotz ihrer maskenhaft aufgetragenen Schminke versteht es Angelina Jolie, die Protagonistin sehr bewegend zu spielen, und neben Maggie aus "Million Dollar Baby" hat Eastwood hier eine starke Frauenfigur erschaffen, die dem Zuschauer gut in Erinnerung bleiben wird. Noch ein letzter Hinweis: Obwohl der Film die Altersfreigabe ab 12 trägt, sind einige Szenen doch sehr hart, so daß ich niemandem empfehlen würde, den Film mit einem Kind zu schauen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Clint Eastwood wird mir langsam unheimlich,
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
Ich habe es bereits bei meiner Rezension zu "Gran Torino" erwähnt dass einem der gute Clint Eastwood mittlerweile wirklich Angst einjagt. Es ist absolut faszinierend dass eigentlich jeder Film von Ihm ein kleines aber feines Meisterwerk darstellt. Jedes mal wenn ich einen Film von Ihm gesehen habe denke ich mir dass dies nur schwer zu toppen ist und jedesmal werde ich eines besseren belehrt. So nun auch mit seinem Film "Der fremde Sohn" wo uns Eastwood zum wiederholten male zeigt wie großes Kino aussehen muss. Er schafft es wie kein zweiter den Zuschauer zu fesseln und wieder einmal mit einer wahren Geschichte zu faszinieren. Wie man dem Bonusmaterial entnehmen kann war allerdings erst Ron Howard (Apollo 13) für den Regiestuhl eingeplant.Wir schreiben den März 1928 im pulsierenden Los Angeles als die alleinerziehende Mutter Christine Collins feststellt, nachdem Sie von der Arbeit zurückkehrt, dass Ihr neunjähriger Sohn Walter verschwunden ist. Sofort macht sich die Mutter auf die Suche und informiert die Polizei, welche den Fall aber eher etwas ruhiger angeht. Es vergehen fünf lange Monate des Wartens als sich plötzlich Polizei Captain Jones bei Christine in der Arbeit meldet um Ihr mitzuteilen dass man Ihren Sohn gefunden hat. Sie ist außer sich und begibt sich wie im Trance zum Bahnhof um den Heimkehrer in Empfang zu nehmen. Leider aber erlebt Sie dort eine riesige Enttäuschung, denn der gefundene Junge ist nicht Ihr Sohn. Captain Jones führt das veränderte Aussehen auf die letzten 5 Monate zurück und versucht die Mutter zu beruhigen. Sie nimmt den Jungen mit nach Hause, stellt aber umgehend fest dass dieser Junge nicht Ihr vor 5 Monaten verschwundener Walter ist. Polizei und Ärzte wollen die Mutter aber vom Gegenteil überzeugen. Als man Ihr keinen Glauben schenkt geht Christine an die Öffentlichkeit und landet umgehend in der Psychatrie. Mehr wird hier nicht verraten, denn dass ist wirklich nur der Anfang eines exzellenten und sehr aufwühlenden Filmes. Ich habe selbst drei Kinder und man hat von Beginn an ein flaues Gefühl im Magen wenn man erfährt wie übel hier einer verzweifelten Mutter mitgespielt wird. Jolie spielt großartig und ich denke man kann Ihre Leistung durchaus mit Ihrer Darstellung in "Durchgeknallt" vergleichen. Sie hält sich auffallend zurück und es ist wohl etwas Wahrheit daran dass in einer Zeitschrift stand Eastwood hätte Sie an die kurze Leine genommen. Jedenfalls spielt Sie die verzweifelte Mutter mit einer absoluten Überzeugung die man Ihr sofort abnimmt. Neben Angelina Jolie haben mich vor allem Jeffrey Donovan als arroganter Polizei Captain Jones überzeugt und auch Jason Butler Harner mit seiner Darstellung des Massenmörders Gordon Northcott. Wobei ich zugeben muss dass ich beide Schauspieler in diesem Film das erste mal gesehen habe. Die Darstellung als psychotischer Mörder sucht jedenfalls seinesgleichen und jagte zumindest mir Schauer über den Rücken. Es ist faszinierend was Eastwood aus seiner Cast herausholt. Wie Eastwood das LA der 20er Jahre umgesetzt hat ist auch wieder perfekt, wass man auch im Bonusmaterial erfährt. Er spart bei seinem Film sehr mit Farben und taucht alles in dunkle und vor allem graue Farben. Die Bildqualität der DVD ist exzellent, der Ton meiner Ansicht nach viel zu leise, was aber mittlerweile wohl so üblich ist. An Bonusmaterial gibt es zwei Featurettes mit einer Gesamtlaufzeit von ungefähr 18 Minuten. Dass ist zwar nicht viel, aber es ist zumindest recht informativ. Im ersten Featurette wird über die Entstehung des Films, der Kulissen und Kostüme und über die Besetzung gesprochen. Natürlich wird dabei auch Regisseur Eastwood von allen Seiten gelobt. Das zweite kurze Film dauert gerade mal fünf Minuten und zeigt wie Angelina Jolie zu Christine Collins wird. Laut Bonusmaterial möchte Jolie nie wieder einen Film ohne Clint Eastwood drehen - warten wir mal ab. Alles in allem ein ganz großer Film, für mich ein kleines aber feines Meisterwerk. Der Film besticht durch großartige Bilder, vor allem die Umsetzung des LA der 20er Jahre ist brilliant. durch exzellente Darsteller, eine faszinierende Geschichte und den für mich derzeit besten Regisseur. Die DVD ist ordentlich, wobei etwas mehr Infos, vor allem über die wahren Hintergründe, sehr interessant gewesen wären. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht sein kann, was nicht sein darf.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
Der Sohn Walter der allein erziehenden Mutter Christine Collins wird Ende der Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Los Angeles vermisst. Sie meldet dies ordnungsgemäss der Polizei, die auch nach dem Jungen routinemäßig sucht.Einige Monate später liefert die Polizei einen neunjährigen Jungen bei Frau Collins ab, der von sich behauptet Walter zu sein. Christine erkennt sofort, dass es sich nicht um ihren Sohn handelt. Sie sagt dies der Polizei. Die Medien feiern den Erfolg der Polizei und dieser ist an dem Veto der Mutter wenig gelegen. Der ermittelnde Beamte widerlegt so die Argumentation der Mutter und lässt sie letztendlich als hysterisch und gefährlich in einen geschlossene Anstalt einweisen. Dem Eingreifen einer Bürgerrechtsgruppe verdankt Christine ihre Freilassung nach fast zwei Wochen. Die Wahrheit über ihren Sohn soll Christine erst Jahre später erfahren. Zwischenzeitlich wird die Polizei auf einen Serientäter aufmerksam und kann ihn verhaften und überführen. Das Schicksal von Christines Sohn bleibt weiter im Dunkeln. Erst als ein weiterer ehemals gefangen gehaltener Junge ausfindig gemacht wird und dieser über die letzten Tage von Walter berichtet, findet Christine ihren Frieden.. Die wahre Geschichte wird sehr spannend erzählt und zeigt eine beängstigende staatliche Polizeigewalt. Die Protagonistin scheint wie Don Quichotte gegen Windmühlen anzukämpfen. Sie wird Opfer einer gnadenlosen Exekutiven, deren einziges Interesse die Wiederwahl ihrer Ämter ist und sich entsprechend in den Medien darstellt. Ein unter die Haut gehender Film. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
FSK ab 12 - absoluter Wahnsinn!!!,
Von SeliaNova (Oldenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
Ich kann zwar nur für mich selbst sprechen, aber der Film ist garantiert nichts für schwache Nerven. Besonders nicht, wenn man kleine Kinder hat.Der Film baut sich während der 3 Stunden in ein gewaltiges Psychodrama auf und ich muss zugeben, dass mein Mann und ich danach völlig fertig waren. Das schlimme daran ist, dass es nach einer wahren Begebenheit passierte. Man muss aufpassen, danach nicht das Vertrauen in die Menschheit zu verlieren. Ich weiß nicht, wie ein 12 jähriges Kind so einen Film seelisch Auffangen soll... FSK ist mindestens ab 16!!! Zum Film selbst kann ich nur sagen Top. Die Schauspielerische Leistung ist wirklich bemerkenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Verfilmung einer wahren Geschichte mit schauspielerischen Höchstleistungen,
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
Dieser Film ist einer der besten die ich im Jahr 2009 gesehen habe. Ich denke zum Inhalt wurden hier schon einige Angaben gemacht.Diese Verfilmung auf Basis der wahren Geschichte ist Clint Eastwood super gelungen. Die Mischung aus Spannung (man weiss bis kurz vor Schluss nicht was mit dem Jungen geschehen ist) und Gefühl ist perfekt umgesetzt worden. Angelina Jolie spielt die Mutter die alles dafür tun würde um ihren Sohn wieder zu finden so überzeugend, dass man während des Films das Gefühl bekommt als wäre es ihre eigene Geschichte. Ich denke eine bessere Schauspielerin hätte man für die Rolle der Christine Collins nicht finden können. Der Film ist glaubwürdig von der ersten bis zur letzten Sekunde und wer keine Angst davor hat auch einmal eine Träne zu vergießen dem kann ich diesen Film nur wärmstens empfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Man möchte am liebsten lauthals schreien vor Ungerechtigkeit - Eastwood enttäuscht nie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
L.A. Ende der 1920er Jahre: Die Telefonistin Christine Collins kehrt nach ihrer Arbeit nach Hause zurück und merkt, dass ihr Sohn Walter spurlos verschwunden ist. Sie gibt eine Vermisstenanzeige auf und einige Monate danach wird ihr ein Junge vorgeführt, der sich als Walter Collins ausgibt. Die Polizei händigt ihr dieses gefundene Kind aus, doch sie betont mehrmals ausdrücklich, dass dieser nicht ihr Sohn ist. Die Polizei hält sie für verrückt und lässt sie in eine Nervenheilanstalt einweisen. Der einzige der noch an sie fest glaubt, ist Reverend Briegleb. Zeitgleich erzählt ein Junge einem Polizisten er habe seinem Cousin geholfen Jungen einzufangen und auf bestialische Art und Weise abzuschlachten..."Der fremde Sohn" ist als Film durch und durch packend. Angelina Jolie einmal in der Opferrolle bzw. als Figur zu sehen, deren Äußerungen in Zweifel gestellt werden, ist zunächst einmal etwas Neues und Faszinierendes. Man merkt natürlich, dass ein sehr erfahrener Regisseur hier am Werke war und wer sollte es anderes sein als der talentierte Mr. Eastwood, den man schon als Regisseur von "Million Dollar Baby" oder "Ein wahres Verbrechen" kennt. Man empfindet mehr als Mitgefühl und Mitleid mit der Figur Christine Collins, zumahl der ganze Plot ja auf eine wahre Begebenheit beruht, wie man am Anfang des Films unweigerlich mitbekommt. Die Geschichte um den Kindermörder Gordon Northcott und die Verwechslung des Sohnes, die Person Christine Collins hat alles tatsächlich existiert und dies ist zweifellos ein weiterer Grund, was diesen Streifen so packend macht, bei dem man durch die ungerechte Behandlung Collins' und den Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit durch den Polizeiapparat und dessen Korruption, gegen die der Reverend stetig bis an sein Lebensende ankämpft, am liebsten laut aufschreien möchte und krass ausgedrückt: "Ihr verdammten Schweine, warum könnt ihr einem Menschen nicht glauben!?" ausrufen möchte. Es gibt keine langweilige Szenen, man hofft letztendlich nur, dass alles irgendwie zu einem Happy-End kommt, selbst wenn die Situation ziemlich verzwickt und trist ist. Man hofft als Zuschauer ebenfalls auf Gerechtigkeit, Richtigstellung der Tatsachen und Bestrafung der Menschen, die an Collins nicht glaubten und dann noch ihre eigenen Fehler zu leugnen suchen. Der Film kann durchaus heute noch als Maßstab für Korruption hier- oder woanders zu Lande gelten, die nicht zu einem Happy-End führen lässt, sondern ungerechterweise weiter den Bruch der Menschenwürde unterstützt und sorglos in Kauf nimmt. Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Der fremde Sohn von Clint Eastwood (DVD - 2009)
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