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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frost/Nixon (Blu-ray)
Unter der Regie von Ron Howard wurde 2008 ein interessantes Filmprojekt umgesetzt. Basierend auf einem Theaterstück und Drehbuch von Peter Morgan, wurde das legendäre Fernsehinterview von Talkmaster David Frost mit dem damals schon im Ruhestand befindlichen US Präsident Richard Nixon verfilmt. In den Hauptrollen glänzen Frank Langella und Michael...
Veröffentlicht am 17. November 2009 von papa jay

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brillante Dialoge sind anders...
Man hat während des ganzen langen Films nie den Eindruck, dass Frost hier ein brillantes Interview führt. Statt geistreichen Dialogen zu folgen wartet man auf den Show-Down, der letztlich nicht der Fragetechnik, sondern der inneren Zerrissenheit Nixons zu verdanken ist. Ermüdend.
Veröffentlicht am 12. Juli 2010 von Ralf Vogel


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frost/Nixon (Blu-ray), 17. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Frost/Nixon [Blu-ray] (Blu-ray)
Unter der Regie von Ron Howard wurde 2008 ein interessantes Filmprojekt umgesetzt. Basierend auf einem Theaterstück und Drehbuch von Peter Morgan, wurde das legendäre Fernsehinterview von Talkmaster David Frost mit dem damals schon im Ruhestand befindlichen US Präsident Richard Nixon verfilmt. In den Hauptrollen glänzen Frank Langella und Michael Sheen. Der Film erzählt einiges über die Hintergründe dieses TV Interviews und widmet sich in der ersten Hälfte vor allem den Recherchen von Frosts Team. Die zweite Hälfte widmet sich dem Interview selbst. Schlußendlich kann ich nur sagen, daß ich nicht erwartet hätte, daß diese eigentlich sehr trockene Materie so spannend in Szene gesetzt werden kann. Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut und verleihen diesem filmischen Zeitdokument Glaubwürdigkeit. Die Bildqualität ist grundsätzlich gut bis sehr gut, allerdings auch sehr wechselhaft. Oft werden Filter verwendet, um das Bild absichtlich älter aussehen zu lassen. Das ist notwendig, da immer wieder altes Archivmaterial mit den modernen Filmaufnahmen kombiniert werden. Der Ton ist in Ordnung, bietet aber kaum Highlights. Die Dialogverständlichkeit ist durchwegs sehr gut. Die Extras sind sehr interessant und informativ.

Film: 8/10
Bild: 8/10
Ton: 7/10
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Nur einer von uns kann gewinnen!", 11. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Frost/Nixon (DVD)
Als Richard Nixon(Frank Langella) 1977 diese Worte zum Fernsehmoderator David Frost(Michael Sheen) sagt, ist er sich sicher, dass er der Gewinner des spektakulären Fernsehduells sein wird. Aber, wie uns die Geschichte zeigt, auch Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika können sich irren.

Nach dem Watergate Skandal 1972 muss Richard Nixon abtreten. Er tut das, ohne sich jemals für sein Verhalten zu entschuldigen, oder ein Geständnis abzulegen. Gerald Ford, sein Nachfolger, setzt mit der kompletten Begnadigung Nixons, de facto einer Absolution für seinen Vorgänger, dem Ganzen noch die Krone auf. Danach wird Nixon immer wieder gefragt, attackiert, gehört, aber nie räumt er seine Fehler ein. Der britische Talkshowmoderator David Frost, der Talkshows in England und Australien moderiert, will ein Interview mit Nixon. Der willigt, nach Zusage eines horrenden Honorars, ein. Wie sollte ein unpolitischer Talkmaster am Image des Expräsidenten kratzen können? Das sieht nicht nur Nixon so. Frost findet keine Geldgeber und muss das finanzielle Risiko fast allein tragen. In vier Talkrunden soll er Nixon ausfragen. Die ersten drei davon verlaufen desaströs für Frost. Er ist zu weich, lässt sich einwickeln, wirkt laienhaft. Aber als er selbst am Rand des Ruins steht, besinnt er sich. Als sich das Blatt wendet, horcht die Welt auf und wird Zeuge eines Vorfalls, der noch heute die politischen Journale füllt.

Ron Howard ist zweifelsohne ein Risiko eingegangen. Sein -Frost/Nixon- ist ein hervorragender Film. Allerdings muss man sich für das Thema interessieren. So ist auch meine Bewertung zu verstehen. Wer leichte Unterhaltung oder kurzweiligen Zeitvertreib sucht, der wird sie in diesem Film nicht unbedingt finden. Wer allerdings beim Zuschauen lernen will, wer erkennen möchte, wie dieser gigantische Apparat Politik funktioniert, wer spannend und atemlos verfolgen will, wie diese Geschichte damlas ablief, der ist hier genau richtig. Howard hat dem politischen Kalkül am Beispiel Nixons die Maske vom Gesicht gerissen. Und das alles, ohne polemisch, plakativ oder oberflächlich zu sein.

Die Charaktere des Films sind wundervoll besetzt. Sheen gibt den geckenhaften Frost einzigartig. Seine Berater Bob(Oliver Platt) und Jim(Sam Rockwell) brillieren in ihren Rollen genau so, wie Kevin Bacon als Präsidentberater Brennan. Ihm nimmt man fast jede Rolle ungefragt ab.

Ein Sonderlob geht an Frank Langella. Wie er die Facetten Nixons, vom arroganten, selbstgefälligen, macht- und geldsüchtigen Polit-Dinosaurier, bis hin zum verzweifelten, bemitleidenswürdigen alten Mann spielt, das verdient allergrößten Respekt.

Als der Satz: "Ich habe das amerikanische Volk verraten" Nixons Lippen verlässt, hält die Welt den Atem an. Aber bis zu diesem Moment stehen David Frost unzählige Hürden im Weg. Nach dem Buch von Peter Morgan hat Ron Howard Frosts Weg nachgezeichnet und lässt uns daran teilhaben. Noch heute gelten die gleichen Regel im Spiel um Macht und Regierung. Wer der Meinung ist, das man aus Geschichte nicht lernen kann, der darf sich bei -Frost/Nixon- gern eines besseren belehren lassen. Ich bin sogar der Meinung, dass Geschichte genau darin ihre Berechtigung hat: Zu lernen und zu verstehen. In diesem Sinne lege ich ihnen -Frost/Nixon- ans Herz. Der Film ist absolut empfehlenswert. Sollten sie sich allerdings ganz und gar nicht für Politik und deren Umfeld interessieren, ist der Platz in ihrem DVD Player mit einem anderen Film vielleicht besser ausgefüllt.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne für Geschichts- und Politikinteressierte..., 13. Oktober 2009
..., 1 Stern für alle anderen.

Ron Howards Werk ist komplex, trocken und anspruchsvoll, soviel vorneweg. Das ist nicht die Schuld des Filmemachers, sondern des Themas. Wer also nicht ein gewisses Interesse an den politischen Prozessen generell oder an amerikanischer Innenpolitik des 20. Jahrhunderts mitbringt, wird diesen Film spätestens nach einer halben Stunde wieder ausstellen. Es werden keine größeren Zusammenhänge vermittelt, kein Kontext oder Bezug zum Gesamtbild hergestellt, sondern das Thema in engem Rahmen abgehandelt.

Der erste Absatz soll allerdings nicht abschrecken. Nur sollte man wissen, was man zu erwarten hat, wenn man die DVD in den Player legt. Für alle, die es riskieren wollen, ohne zur oben genannten Gruppe zu gehören: Der Film ist kann auch ohne Hintergrundwissen extrem spannend sein. Das gilt vor allem für die Aufarbeitung des eigentlichen Duells (man sollte allerdings kein Duell im klassischen Sinn erwarten, eher ein psychologisches Frage-Antwort-Spiel). Szenen drumherum sind teilweise weniger interessant, aber geben den Charakteren die nötige Substanz. Langella als Nixon ist grandios, aber unterscheidet sich grundlegend von füheren Darstellungen wie der von Anthony Hopkins. (Für Einsteiger in die Materie ist es übrigens ein gute Grundlage, sich vorher Hopkins' "Nixon" anzusehen. Ebenso empfehlenswert Redford/Hoffman in "Die Unbestechlichen" über die Watergate-Affäre, dem Dreh-und Angelpunkt bzw. der Grundlage für "Frost/Nixon", auch wenn dort Nixon nur eine Randfigur bleibt.) Der Film ist mehr Polit-Drama als Polit-Thriller, wer also nichts mit extrem dialoglastigen Filmen anfangen kann, der sei an dieser Stelle ebenfalls gewarnt.

Technisch ist die Amazon-exklusive Special Edition der normalen Fassung klar vorzuziehen. Zum gleichen Preis erhält man hier auf einer Bonus-DVD die Original-Interviews von damals in einer leicht gekürzten Fassung (was aber nicht weiter tragisch ist, der Großteil ist aus heutiger Sicht sowieso eher uninteressant bzw. belanglos). Diese DVD ist baugleich mit der einzeln erhältlichen "Frost/Nixon - Das Original-Interview zur Watergate-Affäre" (ASIN: B001P7JZIU). Einiges davon findet sich allerdings auch im Bonus-Material der Film-DVD wieder.

Die Special Edition steckt in einem Pappschuber (mit fest aufgedrucktem FSK-Logo), die eigentliche DVD-Hülle besitzt allerdings ein Wendecover. Was natürlich überhaupt keinen Sinn macht, außer, man wirft den Pappschuber weg. Für Filmsammler wird der Schuber also dank des FSK-Logos wertlos sein, Normal-Käufern wird der Schuber vermutlich sowieso egal sein. Aber die Marketing-Abteilung wird schon wissen, welcher Zweck dahintersteckt.

4 Sterne für den Film, 5 für das Bonusmaterial.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Geschichtsunterricht, bis ins Detail perfekt umgesetzt, 28. März 2010
Von 
Buchkolumne.de (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Frost/Nixon (DVD)
Ich bin 1983 geboren und deswegen kannte ich den Begriff "Watergate" auch nur aus Filmen und dem Nachlesen der damaligen Vorgänge, nicht aus eigenem Verfolgen der Geschehnisse. Umso mehr interessiert war ich an dieser Verfilmung von Ron Howard, die mir weitere Hintergründe vermitteln sollte.
Im Vorspann werden ganz kurz noch einmal die Vorgänge um den Rücktritt von Richard Nixon zusammen gefasst, allerdings ist hier ein gewisses Vorwissen unbedingt erforderlich, um die weiteren Reaktionen des Präsidenten nachvollziehen zu können. Der Moderator David Frost war damals relativ erfolgreich, dennoch traut ihm keiner ein sinnvolles Politikinterview zu, obwohl er ein Team von bekannten Redakteuren um sich schart. Er scheint seinen Ruf als Partyhengst und Playboy eher zu bestätigen als ernsthaft am Enthüllungsjournalismus zu arbeiten. Die Finanzierung des Projekts steht bis zum Schluss auf wackligen Füssen und Frost muss sogar das Gehalt von Nixon aus eigener Tasche zahlen. Dieser sieht in diesem Fernsehgespräch eine Möglichkeit zur Rehabilitation, als erfahrener Machtmensch mit jahrelanger Übung in der Manipulation von Menschen kann er mit Frost in der Unterhaltung machen was er will - womit er auch bis zum Schluss Recht behalten sollte. Der Film zeigt bis ins Detail perfekt wie gegenteilig Frost und Nixon sind, man erkennt jede Gefühlsregung in kleinen Gesten und kann die Spannung während des 28-stündigen Interviews fast durch den Fernseher spüren.

Bei mir hat dieser Film das Interesse am damaligen Politikgeschehen nur noch mehr geweckt, ich werde mir demnächst noch weitere Bücher besorgen. Ron Howard wusste hier sehr gut zu besetzen und hat jede Einstellung so gewählt, dass man am Ende ebenso unzufrieden zurückbleibt, wie es den Amerikanern damals gegangen sein muss. Dafür erhält "Frost/Nixon" sämtliche Sterne, denn diese knapp zwei Stunden sind definitiv sehenswert - leider bloss ohne bereits vorhandenes Hintergrundwissen ungeniessbar und deswegen gibts einen Punkt Abzug. Hier wird mal wieder deutlich, wie spannend Politik und Geschichtsunterricht eigentlich sein können - setzen, sehen, dazulernen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Journalismus vs. verbrecherischen Politiker, 30. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Frost/Nixon (DVD)
Mit der Darstellung des David Frost bekommt der Zuschauer ein näheres Bild dazu, wie anstrengend die Leistungsgesellschaft auch im Bereich des Journalismus war/ist. Frost zielt darauf ab, den zurückgetretenen Präsidenten Richard Nixon in einem exklusiven Interview vorzuführen und damit Profit zu machen. Auf der anderen Seite den designierten 37. Präsidenten der Vereinigten Staaten Richard Nixon, der mit allen Wassern gewaschenen ist. Bevor der Zuschauer sich den Film anschaut, sollte er sich kurz einige Zeilen zu Richard Nixon (Präsident von 1969 - 1974) und der Watergate Affäre besorgen, um sehr gut auf den Film eingestimmt zu sein. Es ist zwar nicht zwingend notwendig, es macht den Film allerdings noch interessanter. Die Darsteller selbst leben die Figuren und spielen überragend. Insbesondere Frank Langella als Richard Nixon überzeugt den Zuschauer von einem geldgierigen, skrupellosen und verfassungsbrechenden Präsidenten, der am Ende durch Frost der Öffentlichkeit sein wahres Gesicht zeigt. Genial.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brillante Dialoge sind anders..., 12. Juli 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frost/Nixon [Blu-ray] (Blu-ray)
Man hat während des ganzen langen Films nie den Eindruck, dass Frost hier ein brillantes Interview führt. Statt geistreichen Dialogen zu folgen wartet man auf den Show-Down, der letztlich nicht der Fragetechnik, sondern der inneren Zerrissenheit Nixons zu verdanken ist. Ermüdend.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Paraderolle für Frank Langella, 3. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Frost/Nixon (DVD)
Ich kann eigentlich nicht verstehen, warum dieser Film, der in vier Kategorien nominiert war, keinen Oscar erhalten hat.
Vor allem die schauspielerische Leistung von Frank Langella ist einfach gigantisch. Er "spielt" nicht den Präsidenten Richard Nixon, er verkörpert ihn mit einer unglaublichen Intensität und Authentizität.
Natürlich lebt dieser Film, der weder mit einem überraschenden Plot, geschweige denn mit Action- oder Bettszenen aufwarten kann, von der überragenden Präsenz seiner beiden Hauptdarsteller. Im Zentrum stehen die vier Interviews, die der Talkmaster David Frost im Frühjahr 1977 mit dem 1974 von seinem Amt zurückgetretenen Präsidenten Richard Nixon führte.
Hört sich eher langweilig an, könnte es auch sein, vor allem, wenn man sich nicht besonders für die historischen Ereignisse jener Zeit interessiert. Ehrlich gesagt konnte ich mir vorher auch nicht vorstellen, dass ich die ganze Sache so spannend finden würde. Schließlich sind Diskussionsrunden mit Politikern so ungefähr das Ödeste, was man sich antun kann.
Was in diesem Film fasziniert, ist das Wort- und Beziehungs"gefecht" zwischen Frost und Nixon, das für beide Kontrahenten von existentieller Bedeutung ist. Beide Seiten versprechen sich viel von der Begegnung (materiell, Reputation), haben aber auch einiges zu verlieren. Dabei neigen beide zunächst dazu, ihren Gegner zu unterschätzen. In den ersten Runden wird der Kampf noch äußerst subtil ausgetragen. Vor allem Nixon/Langella greift tief und sehr erfolgreich in die Trickkiste der Manipulation: er weiß aus jedem Angriff einen Vorteil für sich zu ziehen, lenkt mühelos das Gespräch immer wieder in plätschernde Gewässer, erzählt banale Anekdoten, flechtet eher beiläufig eigene Ruhmestaten ein, schwafelt und sülzt, dass es eine Freude ist. "Gecoacht" wird Nixon von seinem Stabschef Jack Brennan (auch sehr gut: Kevin Bacon); und dessen unauffällig spürbare Präsenz und die kurzen Absprachen zwischen beiden machen deutlich, dass es sich hier wirklich um eine ernste Angelegenheit, ein Duell, handelt. Nixon ist einfach ein alter Fuchs, ein gewiefter Taktiker, der im leichten Plauderton und völlig unangestrengt höchst suggestiv wirkende, wahrscheinlich wohlüberlegte Bemerkungen einfließen lässt. Frost zeigt sich über lange Strecken völlig überrumpelt, weiß der Dominanz Nixons nichts entgegenzusetzen, kann seine zur Schau getragene Zuversicht, Nixon doch noch zu "knacken", nur noch mit Mühe aufrecht erhalten. Er muss vor allem vor seinem Kontrahenten und den Fernsehkameras Contenance bewahren, jedoch spricht sein Mienenspiel Bände. Das macht Michael Sheen wirklich großartig. Beide Hauptdarsteller brauchen die Großaufnahmen nicht zu scheuen, da stimmt jedes Zucken und Blinzeln. Dass das Blatt sich am Ende wenden wird, ist keine Überraschung. Man wartet nur darauf, wie es schauspielerisch umgesetzt wird. Nixon ist ein gebrochener Mann, der realisieren muss, dass seine politische Karriere beendet ist.
Fazit: Wer sich für die Feinheiten des menschlichen Ausdrucks und menschlicher Beziehungen interessiert, wird an diesem Film seine Freude haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn!!!, 23. Januar 2010
Von 
Leonidas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Frost/Nixon (DVD)
Frank Langella ist Richard Milhouse 'Tricky Dick' Nixon! Dieses wunderbare Kammerspiel zwischen dem gefallenen Politprofi und Ex-Präsident und dem Sunnyboy ist so wunderbar unaufgeregt und gleichzeitig so intensiv, dass man schier vor dem TV-Gerät klebt!
Dabei entsteht ein teilweise bedrückendes und beklemmendes Sittengemälde der damaligen Zeit mit den schönen und den vielen Schattenseiten.
Genial!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fabelhaftes Duell, 26. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Frost/Nixon (DVD)
Gerade heute in der zivilisierten Welt gibt es keine Duelle mehr, Herausforderungen und die darauffolgende Gegeneinanderstellung zweier Kontrahenten, die nur ihre Ehre im Sinn haben und nichts weiter wollen als diese mit dem bevorstehenden Kampf aufrechtzuerhalten. Das wäre zu viel für den modernen Weltenbummler, dessen Spektrum an Herausforderungen sich nicht in physischer Auseinandersetzung darlegen, sondern vielmehr seinen Geist fordern, mit dem er im Stande ist auch ohne Realakt einen Kampf zu gewinnen. Verbale Kämpfe, die den Rhetoriker in einem zwingt sich zu offenbaren, den Gegner zu degradieren, da es am Ende nur einen Sieger geben darf. Denn auch in diesen Kämpfen geht es um die Ehre, die Aufrechterhaltung des eigenen Namens, in der Gesellschaft so wie in jeglicher Kultur.

Ron Howard hat sich eines dieser verbalen Duelle angenommen: David Frost vs Richard Nixon. Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und der britische Publikumsliebling banaler Fernsehshows. Ein Duell, das sich anfänglich wie keines anhört. Partyhengst Frost liebäugelt lieber mit weiblichen Wesen, als dass er sich ernsthaft auf seine kommende Aufgabe konzentriert: Nixon ein Geständnis zu der Watergate-Affaire in einer mehrteiligen Interview Reihe entlocken. Auch seine finanziellen Sorgen kaschiert er mit einem Grinsen und bezahlt zu Anfang schmerzlich aus eigener Tasche, da die amerikanischen Fernsehanstalten kein Interesse an diesen Interviews hegen. Als unfairer Schlagabtausch mit offensichtlich siegreichem Ende für Nixon, kommt es dann aber doch anders als gedacht. Frost überrascht jedes Crewmitglied hinter der Kamera und ganz besonders Nixon, der seinen Kontrahenten unterschätzt und zu Frosts wichtigsten Coup seines Lebens verhilft.

Es ist keine Überraschung, wenn man sagt, dass Frost/Nixon von seinen zwei Protagonisten getragen und bis zum Ende gelebt wird. Michael Sheen und Frank Langella gehen hervorragend in ihren Rollen auf und überzeugen gerade in ihren verbalen Schlagabtauschen, in denen man ihr Zusammenspiel am besten bewundern kann. Ein Kampf, bei dem sich zu Anfang der klare Vorteil für den Präsidenten herauskristallisiert, der aber im Schlussakt an Fahrt gewinnt und keiner mehr weiß, wer am Ende erfolgreich aus den Interviews hervorgehen wird. Ron Howard gelingt es aus einer Zweipersonen-Konstellation einen Thriller zu schaffen, der eigentlich keiner ist. Gerade in der Inszenierung hält sich Howard an lebensnahen Einstellungen und projiziert eine authentische Atmosphäre, wenn die beiden Protagonisten sich treffen. Bei den Interviews scheint es geradezu so, als ob man es gerade im Fernsehen schaut und man live dabei ist. Genau dieser Nervenkitzel, die Rivalität zweier Kontrahenten, die Sticheleien, das gekonnte Hin und Her, das fehlt vielen vermeintlichen Thrillern.

Bevor ich Frost/Nixon gesehen habe, hatte ich keine umfassende Kenntnis über Richard Nixon, der Watergate-Affaire und schon gar nicht über die Interviews, deren Resultat mir nicht bekannt war. Womöglich war dies einer der Gründe, warum Ron Howards Inszenierung bei mir so funktionierte, wie es sollte. Auf einen Höhepunkt zugespitzt wird der ehemalige Präsident in seiner Souveränität gebrochen und resigniert ' vor Millionen von Menschen. Aber nach der herrschenden Kritik funktioniert der Film so oder so, ist dementsprechend auch fünffach oscarnominiert gewesen und wird auch in Zukunft zu den nennenswerten Filmen des Jahres 2008 zählen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zwar nicht authentisch, aber spannend., 12. September 2009
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Frost/Nixon (DVD)
der als frauenheld und lebemann berüchtigte moderator david frost aus england möchte seinen promistatus in den u.s.a. erhöhen und lädt den ehemaligen präsident richard nixon zu mehreren interviews ein.
unter aufwendung hoher finanzieller mittel sagt nixon zu, auch um sein demoliertes image aufzupolieren.
nach der watergate affaire war er als erster präsident zurückgetreten und hatte nie über seine schuld in dem politskandal gesprochen.
dieses will sich frost zunutze machen und nixon ein geständnis abringen.
zu diesem zweck engagiert er 2 politjournalisten die mit seinem produzenten fragen formulieren und recherchen anstellen sollen.
schon am ersten interviewtag wird allerdings klar das der eloquente und redegewandte ex-präsident, dem smarten moderator vollkommen überlegen ist.
mit psychotricks und ausschweifenden lodhuddeleien über seine glanztaten verdrängt nixon unbequeme themen wie vietnam oder watergate.
wird frost den spieß noch umdrehen können oder gerät das interview zu seinem waterloo?
schließlich steht nicht nur sein ruf auf dem spiel, sondern auch seine karriere und eine menge geld, das frost anhand fehlender sponsoren aus eigener tasche bezahlen musste.

sicherlich wurde eine menge story kinotauglicher umgeschrieben und chronologisch falsch wiedergegeben.
z.b. gab es die kleinen psychotricks der beiden nicht und auch einige aussagen nixon's wurden von anderen interviews hinzugefügt.
trotzdem ist dieser film brilliant inziniert und durchweg spannend.
die duelle der beiden charaktere sind natürlich die highlights des films und bleiben am meisten haften.
die darsteller agieren allesamt überzeugend.
herausheben möchte ich aber frank langella als nixon. seine leistung ist schlichtweg genial.
die dialoge sind ausgefeilt und wirken authentisch, auch wenn sie das nur teilweise sind.
wie bereits beschrieben sind die storylines hervorragend inziniert.
ich jedenfalls habe den film genossen und empfehlen ihn interessierten des genres weiter.
wer filme wie "all the president's men" oder "nixon" mochte kommt an diesem hier definitiv nicht vorbei.
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Frost/Nixon
Frost/Nixon von Ron Howard (DVD - 2009)
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