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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Größenwahn versteckt im Detail
Nach zwei eher durchschnittlichen Langspielern des damaligen Quartetts aus Leicester, hatte man rückblickend gesehen nicht allzu großen Erwartungen an die dritte Platte von Kasabian. Konnte das Debüt zumindest noch mit vielen ehrgeizigen Momenten erstrahlen, verpuffte zwei Jahre darauf auch dieser Effekt und hinterließ eine unscharfe Fotokopie einer...
Veröffentlicht am 8. Juni 2009 von Jon-Paul Kaiser

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neues aus der West Ryder Armen Irrenanstalt
West Ryder Pauper Lunatic Asylum ist das dritte Studio Album der aus Leicester stammenden Britischen Indie-Rockband Kasabian und wurde im Juni 2009 veröffentlicht. Das Album kletterte auf #1 der UK Album Charts. In England gehört Kasabian bereits länger zur erstes Rockliga. So spielten sie im Jahr 2006 als Vorband der Rolling Stones und in 2010 für...
Veröffentlicht am 26. März 2013 von Brezel.Pretzel


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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Größenwahn versteckt im Detail, 8. Juni 2009
Von 
Jon-Paul Kaiser (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Nach zwei eher durchschnittlichen Langspielern des damaligen Quartetts aus Leicester, hatte man rückblickend gesehen nicht allzu großen Erwartungen an die dritte Platte von Kasabian. Konnte das Debüt zumindest noch mit vielen ehrgeizigen Momenten erstrahlen, verpuffte zwei Jahre darauf auch dieser Effekt und hinterließ eine unscharfe Fotokopie einer Fotokopie der letzten zwanzig Jahre Rockgeschichte in England. Schade dachte man sich und stempelte Kasabian mehr oder weniger ab, denn wen interessieren schon zweitklassige Alben britischer Bands? Bei dem reichen Überfluss an guten Neuerscheinungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nur sehr sehr wenige.

Deshalb dachten die Herren von Kasabian um, mischten die letzten beiden Jahre ein wenig Pink Floyd und Syd Barrett in Ihre Songs, rührten diesen explosiven Mix auf die neue Scheibe ' West Ryder Pauper Lunatic Asylum ' und geboren war der neue Sound. "It all joins together which is beautiful, there's no gaps in it, it's very psychedelic, there's very much elements of the first but it's a more distant sounding Kasabian than we have been with the last two albums". Musikalisch ist Ihnen definitiv großes gelungen, der Opener ' Underdog ' strotzt nur so vor neuer Kraft und Leidenschaft. Mit ungeheurer Energie werden bombastische Riffs mit klassischen Aufnahmen vermischt, während Ian Matthews druckvoll seine Drums aus den Lautsprechern quetscht.

Doch damit ist noch lange nicht das Ende erreicht. Diesmal beschränken sich Kasabian nämlich nicht nur auf radio-taugliche Dauerbrenner, sondern perfektionieren Sie in mühevollen Kleinarbeiten. Spannende Wechsel, Bass-Riffs, melodische Refrains und Experimente mit Streichern in ' Where Did All The Love Go? ' gehören ebenso zum Repertoire, wie Krautrock-Rhythmen, Epen unwiderstehlichen Ausmaßes und Western Soundtracks im Stile eines Ennio Morricone. Die Vielfalt scheint grenzenlos zu sein, jeder Song scheint etwas anderes zu wollen und gleichzeitig erstreckt sich darüber eine Platte voller dunkler Psychedelic. ' West Ryder Pauper Lunatic Asylum ' steht auf dem Booklet und erzählt damit bereits die Geschichte hinter den Stücken.

Benannt nach einer psychiatrischen Klinik Anfang des 18. Jahrhunderts in Wakefield, zeigt das Cover die Band-Mitglieder als Napoleon gekleidet. Die Songs sind dem Größenwahn zum Glück nicht ausgeliefert und ersparen sich der geschichtlichen Anlehnung nach, zumindest die Verbannung auf die Insel St. Helena. Doch der Gedanke scheint in diesen Momenten reichlich weit von uns zu liegen. Wesentlich näher rückt uns dagegen schon der hyperaktive Frontmann Tom Meighan samt Folgschaft. ' Fast Fuse ' oder auch ' Fire ' vertreten hierbei den straighten Teil, während Stücke wie ' Take Aim ' in typischer Western-Manier und mit viel aufwirbelnden Staub, durch die sonnendurchfluteten Prärien galoppieren.

Kasabian sind gewachsen, sie legen Ihre experimentelle Seite offen auf den Tisch und verkörpern dabei einen filmischen Eindruck, der mehr an Tarkovsky als an Tarantino erinnert. Aber egal. ' West Ryder Pauper Lunatic Asylum ' ist abenteuerlich. Kompakt und berauschend.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein vertontes Rocklexikon, 3. Juli 2009
Von 
"Weißt du, dieses Album ist so verdammt intelligent! (...) Dieses Mal haben wir uns selbst übertroffen - das ist die Wahrheit!" (Kasabian im Interview mit der deutschen Musikzeitschrift "Visions").

Diese Band reiht sich in die endlose Abfolge britischer Großmäuler ein, deren Erfolg vorwiegend auf die heimatliche Scholle begrenzt ist. Ihr drittes Album WEST RYDER PAUPER LUNATIC ASYLUM setzte sich kürzlich mühelos an die Spitze der englischen Albumcharts, während hierzulande bisher nicht mehr als Platz 53 heraus sprang. Das könnte sich jedoch noch ändern, wenn man endlich den fabelhaften Ohrwurm "Where Did All the Love Go?" als Single veröffentlichen würde; zweifelsohne das bemerkenswerteste Beispiel der melodischen Talente dieses Quartetts aus Leicester.

Kasabian sind Musikverrückte. Sie saugen die verschiedensten Einflüsse aus allen Jahrzehnten der Rockgeschichte auf wie Schwämme und transponieren selbige in ihre eigene Vostellung von der perfekten kreativen Illusion. Oder der fast perfekten kreativen Wirklichkeit. Oder so ähnlich.

Locker werden Beatles-Klänge, psychedelischer Pop der späten 60er, Jimi-Hendrix-Licks, Einflüsse der Neuen Deutschen Welle ("Where Did All the Love Go" beginnt exakt wie Joachim Witts Klassiker "Goldener Reiter"), Manchester-Rave der späten 80er, Britpop der 90er (Oasis!!) und vieles mehr zu einem nicht immer schlüssigen, aber letztlich absolut interessanten Gebräu zusammen gemischt.

Das wunderbare "West Ryder Silver Bullett" enthält u.a. Italo-Western-Klänge, und "Secret Alphabets" verbindet eben diese mit erneuten NDW-Einflüssen und orchestralen Klängen à la Ian Brown (ex-Stone Roses) auf seinem letzten Album THE WORLD IS YOURS. "Fast Fuse" beginnt wie ein Black-Sabbath-Stück, um sich dann flugs zu einer Art von New-Wave-Temporocker ganz eigener Güte zu verwandeln (dieser geile Bass!). Und so weiter und so fort.

Dieses Album entspricht in etwa dem Inhalt eines Rocklexikons. Und es ist wirklich verdammt intelligent. Und es wird immer besser, je öfter man es in den Player legt. Schön, dass es so etwas noch gibt.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen West Ryder Pauper Lunatic Review, 24. August 2009
Von 
Third Man (Stuttgart, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Nachdem mir persönlich das letzte Werk Empire" überhaupt nicht gefiel, setzte ich alle Hoffnungen in diese neue Platte, daß die Jungs für meinen Geschmack wieder die Kurve kriegen würden.

Das ist durchaus gelungen, worüber ich sehr froh bin.

Steigen wir einfach mal ein:

"Underdog" war ja in einer Sony-Werbekampagne zu hören.
Ich selbst habe diesen Spot nie gesehen, sodaß ich den Track beim ersten Durchlauf auch zum ersten Mal hörte. Typische z.T. "verschleppte" Kasabian-Gitarren hier. Genau DAS, was ich bei einer Kasabian-Platte hören möchte. Guter Rocksong mit eingängigem Refrain. Toller Start.

Bei "Where Did All The Love Go?" war ich sehr überrascht. Und begeistert hat er mich dann auch erst beim zweiten Mal Hören. Jetzt finde ich ihn richtig, richtig toll und kann ihn mir sogar gut als Single vorstellen. Klingt fast tanzbar. Der Refrain, speziell auch die Backing-Vocals sind brillant. Und die Streicher-Passagen tun ihr übriges.

"Swarfiga" ist dann einfach ein eigentlich nicht erwähnenswertes, kurzes Instrumental-Einsprengsel. Sehr atmosphärisch geraten fügt es sich jedoch gut ein.

"Fast Fuse", welches bereits als limitierte Vinyl-EP zu haben war, und somit bekannt ist, besticht durch eine großartige, treibende Basslinie. Insgesamt klingt der Song recht bluesig. Macht Spaß.

Jetzt kommen wir zu den Tracks bei denen Gitarrist Sergio Pizzorno die Lead-Vocals von Tom Meighan übernimmt. "Take Aim" fand ich im ersten Moment recht unspektakulär und langweilig, aber der Track wächst bei jedem Durchlauf. Er bezieht seine Spannung aus dem wunderbar gespannten Bogen und der Steigerung von reiner Gesang/Akustik-Instrumentierung zu einem ausladenen Song mit Bläsern, elektronischen Elementen und Streichern gen Ende. Im Grunde ein Geniestreich, aber der erste ruhigere Moment auf der Platte.

"Thick As Thieves" (schön, diesen Songtitel nach Jahren einmal wieder zu lesen, nachdem "The Jam" ihn vor 30 Jahren bereits verwandten) schlägt dann in eine ähnliche Kerbe. Klingt etwas nach "British Legions" vom "Empire"-Album. Und mit "Hey Ho! Where Did We Go?" finden wir hier mit den catchiesten Refrain des Albums. Und grade in den Refrain-Momenten klingt es hier etwas nach den grandiosen "La's", oder partiell auch die ruhigeren Kula-Shaker-Sachen.

"West Ryder/Silver Bullet" ist dann das vielzitierte Duett mit Rosaria Dawson. Für mein Empfinden ist dies jedoch bereits das einzig bemerkenswerte hier.
Gefällt mir eigentlich nicht allzugut dieser Song.

Dem nachfolgt das vorab von der Band kostenlos zur Verfügung gestellte "Vlad The Impaler". Auch davon bin ich etwas enttäuscht. Natürlich haben wir hier klassische Kasabian-Elemente mit recht aggressiven Gitarren und treibendem Bass, aber irgendwie kommt mir dieser Song nicht so recht "aus den Puschen". Wenn man denkt, daß er jetzt endlich eine Wut vom Zaun bricht, ist er auch schon wieder vorbei. Er wirkt ein wenig gewollt und unfertig für mich. Keineswegs ein schlechter Song. Aber er reißt mich nicht wirklich vom Hocker, um das mal flappsig darzustellen.

"Ladies & Gentlemen (Roll The Dice)" ist dann erfrischend anders. So hat man Kasabian bislang nicht gehört.Tremolo-Gitarren-Parts und starker Orgel-Einschlag machen diesen Track zu einem weiteren Highlight.

Und grade durch diese Orgel-Passagen führt uns die Band mit dem nächsten Song "Secret Alphabets" zu einem der besten Psychedelic-Rock-Stücke der jüngeren Vergangenheit. Auch hier kommt wieder die Orgel zum Tragen (ein magischer Moment, etwa vergleichbar mit der Atmosphäre die der Synthie-Klangteppich von Portisheads "Machine Gun" an dessen Ende erzeugt) und der Song wächst sich mit orchestralem Finish zu einem wahrlichen Meisterwerk aus. Einer der besten Songs in Kasabians Katalog.

Darauf folgt "Fire" und ist "eigentlich nur" 08/15-Kasabian-Rock. Aber wie. Als erste physische Single des Tonträgers bestens gewählt, alleine des überbordenen zum Mitsingen einladenden Refrains wegen. Sicher ein Live-Favorit der kommenden Tournee.

Den Abschluß bildet dann "Happiness". Wie der Titel schon andeutet ein sehr optimistisches Stück. Die Gospel-Parts erinnern mich teilweise stark an ähnliche Elemente beim Black Rebel Motorcycle Club. Wunderschöner Schlußpunkt eines doch überraschenden, richtig starken Albums.

Insgesamt fällt auf, daß es eine richtig gute Neo-Psychedelic/Rock-Platte geworden ist. Alternative Rock denke ich, ist es inzwischen weniger.

Vielleicht nicht mit aller Konsequenz, aber ich denke, "vom Neuen das Beste" was aus dieser Ecke zu bekommen ist, ist diese Platte fürwahr.

Wenn Oasis von "Dig Out Your Soul" als psychedelischem Album sprechen und man ein solches sucht, ist "West Ryder Pauper Lunatic Asylum" jedoch definitiv die bessere Wahl.

Wer allerdings immer noch auf ein zweites Debüt-Album, respektive eine Neuauflage von "Club Foot" wartet, sollte die Finger von dieser Platte lassen.

Auch wenn Chris Karloff, mit der Hauptsongwriter der Band, noch erheblichen Anteil an "Empire" hatte, doch bereits dies ja eine Abkehr vom Sound des Debüts darstellte, so sollten hier diesbezüglich nun die Alarmglocken klingeln, wenn man eine Rückkehr erwartet hätte, nach seinem Ausstieg...
Kasabian klingen nun definitiv anders.
Frischer.
Und besser.
Ich gebe starke 4/5 Sternen, wenn ich mich festlegen müßte, da ich den Mittelteil doch etwas schwächer finde.

Die Platte beginnt und endet jedoch bärenstark.
Ob es ganz ans Debüt heranreicht, möchte ich hier noch nicht abschließend klären.
Aber es ist nah dran, qualitativ.
Anzumerken ist noch, daß selbst das haptische Erlebnis nicht zu kurz kommt.
Auch diese neue Platte erschien auf Doppel-10"-Vinyl. Somit haben sie es "geschafft", alle 3 Werke in diesem Format zu veröffentlich.
Wunderbar.

Und sowieso ist "West Ryder Pauper Lunatic Asylum" der beste Albumtitel diesen Jahres.
Spielend.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Krönung Kasabians, 12. Juni 2010
Drei Jahre nach dem durchwachsenen "Empire" veröffentlichen Kasabian im Sommer 2009 ihr drittes Werk "West Ryder Pauper Lunatic Ayslum". Im Vergleich zu Bands wie Bloc Party oder Kaiser Chiefs bekommen Kasabian seit jeher wenig Aufmerksamkeit in Deutschland geschenkt - ganz im Gegenteil zu England, wo Kasabian mit diesem Album zu einer wirklichen Größe wurden.

Und das zurecht, denn "West Ryder..." ist die bislang beste Platte im Repertoire der Band aus Leicester. Während "Underdog" noch vom altbekannten Kasabian-Mix aus "dreckigen" Riffs, kombiniert mit etwas Elektro und dem groovigen, rhythmischen Gesang Tom Meighans in der Strophe + melodischem Refrain geprägt ist, bekommt der Hörer schon beim zweiten Titel "Where Did All The Love Go" einen neuen Eindruck von der Band. Und der ist besser als alles was man sich von Kasabian noch erwartet hätte: Zu dem vertrauten Gesang von Meighan gesellt sich ein psychedelischer Sound und eine ebensolche Grundstimmung, die dem ganzen Album fortan der rote Faden ist. Thematisch orientiert sich das Album an Patienten einer englischen Armen-Psychiatrie des 19. Jahrhunderts . Jeder Song stellt dabei die Perspektive eines Kranken dar. Das Spektrum reicht dabei vom resignierenden Säufer ("Ladies And Gentleman") bis zu dem blutberauschten Psychopathen ("Vlad The Impaler").

Doch das soll niemanden abschrecken, der nun an minutenlange, schräge Orgel- und Gitarrensoli denkt, denn mit diesem Sujet schaffen es Kasabian hier Psychedelia-Sound, 60s-Pop und etwas Elektro derartig zu mischen, dass hintenraus sogar ihr eingängigstes und zugleich anspruchsvollstes Album dabei heraus kommt. Ein Song wie "Thick As Thieves" könnte bereits gute 40 Jahre alt sein und doch droht er niemals irgendwie in die abgeschmackte Ecke ausgelutschter Klischees abzudriften. Auch nicht wenn Songwriter Serge Pizzorno im Abschlusssong "Hapiness" teilweise wie Dylan klingt und von einem Gospelchor unterstützt wird - man ist einfach froh so einen Song zu hören, der an Vorbilder erinnert, diese aber niemals kopiert.

Das größte Highlight - und vielleicht der beste Song Kasabians bislang - ist aber der "Fire": Der bluesigen Strophe folgt ein krachiger, ohrwurmlastiger Refrain, der es schon zur Torhymne von Leicester City (Heimat-Fußballclub der Band) geschafft hat. Was die Band aus dem Track live macht, ist nochmal ein anderes Kapitel...

Ein Fazit kann ich mir nach der Kritik wohl sparen. Nicht aber zu erwähnen, dass "West Ryder Pauper Lunatic Asylum" für mich die beste Platte des vergangenen Jahres 2009 ist. Selten ein so homogenes wie auch hochklassiges Album gehört. Fünf Sterne.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen They are the last beatniks ..., 8. Juni 2009
2009 ist für die jüngere Brit-Rock/Pop-Szene das Jahr der angeblich so schweren dritten Alben. Drei namhafte Vertreter haben nun schon ihre dritten Platten auf den Markt gebracht (die Arctic Monkeys sollen irgendwann im August folgen) und schneiden bei mir sehr unterschiedlich ab. Während der von mir neugierig erwartete dritte Streich von Maximo Park leider unter die Rubrik: langweiligste Veröffentlichung des Jahres fällt und Franz Ferdinands Tonight allenfalls Durchschnittskost bietet, brennen die vier Jungs aus Leicester auf "West Ryder..." ein wahres Feuerwerk ab - dabei hatte ich mir gerade von Kasabian am allerwenigsten versprochen.
So kann's manchmal gehen...

Das Debut ließ mich zwar, wie so viele andere, damals angenehm überrascht aufhorchen, doch mit Empire war meine Begeisterung auch schon wieder verpufft. Nun kommt die von mir längst als One-Album-Wonder abgehakte Band mit diesem Beatmonster um die Ecke. Es kracht und scheppert an allen Ecken und Kanten, ob New-Wave, Triphop oder Pop, sie haben musikalisch alles verwurstet, was ihnen über den Weg lief. Dabei herausgekommen ist eine Platte, die von vorne bis hinten herrlich rockt.

Schwache Stellen sind kaum auszumachen, Höhepunkte gibt es dagegen derlei viele. Allein die ersten beiden Songs Underdog und Where did all the love go gehen ab wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Zum Besten, was die Platte zu bieten hat, zählt mit Sicherheit das schräge, triphoppige Vlad the Impaler, eine wunderbar skurrile Nummer, bei der man unmöglich still sitzen bleiben kann. "West Ryder..." bietet tanz- und partytauglichen Rüpel-Rock par excellence.
Fünf Empfehlungssternchen von mir, da überraschend gut gelungen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, 22. Juni 2009
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Damit hätte man wohl am allerwenigsten gerechnet: ausgerechnet Kasabian, die mit ,Empire' eine der wohl glattesten New New Rock Produktion der letzten Jahre hingelegt haben, scheint nun jene Band zu sein, die diesem Genre neues Leben einhaucht. Zumindest mit ihrem dritten Album schaffen Sie das auch beeindruckend.

Klar dominierend hier: die psychedelischen und asiatischen Einflüsse, die die Musik hier prägen, und obwohl oft genug die akkustische Gitarre zum Einsatz kommt, hat das Ding eine punkige Anmutung, die man bei vielen reinen Gitarrenbands oft vermisst. Eines der zwingendsten Stücke ist ,Fast Fuse' mit seinem reitenden Gitarrenriff. Wenn man bei ,Thick As Thieves' dann an Johnathan Richman's ,Egyptian Reggae' erinnert wird, dann liegt das nicht nur an der Instrumentierung, sondern auch an der Harmonik. Angereichert wird das Stück dann auch noch mit einer Ahnung von Morricone. Überhaupt sind Italo Western Sounds dann auch noch im weiteren Verlauf des Albums immer wieder zu entdecken - siehe ,West Ryder Silver Bullet'. ,Ladies & Gentlemen' klingt, als ob Sie aus Angelo Badalementi's Twin Peak ,Theme' eine Trip Hop Ballade gezimmert hätten, und wenn dann bei ,Fire' der Boogie Rhythmus der Glam Rock Heroen T. Rex ganz gekonnt verwurstet wird, spätestens dann weiss man, dass hier ein paar höchst kreative Köpfe am Werk sind, die sich durch kein Schubladendenken mehr limitieren wollen.

Eine positive Überraschung im Einheitsbrei der dzt. die New Rock Szene dominiert, und man kann nur hoffen, dass sich viele andere Bands durch dieses vielfältige und spannende Werk inspirieren lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der große Wurf, 23. Januar 2011
Ich habe die Musik von Kasabian erst vor Kurzem mit dem Song 'Fire' entdeckt, kannte also die ersten beiden Alben nicht. In der Befürchtung, dass die Single das beste und herausragendste sein wird habe ich dennoch auf Verdacht das Album gekauft - und bin immernoch überrascht von der großen Dichte und Vielfalt der Songs. Es ist in jedem Fall der große Wurf der Band, der musikalisch schwer wieder zu erreichen sein wird. Kasabian mischen die verschiedensten Stile neu zusammen und liefern dennoch ein Album aus einem Guss. Es besticht durch die vielen Stilwechsel (wie schon auf 'Fire') und neu zusammen gebaute Songstrukturen. Mal gibt sich die Band psychedelisch, mal reihen sich Western- oder Progrock-Einflüsse nahtlos aneinander ohne in dem Überfluss zuviel zu werden. Das hört sich manchmal nach 60er Jahre Hippiemusik an, manchmal nach Primal Scream, manchmal nach Oasis allerdings immer ganz eigen. Zwischendurch gibt es unglaublich schöne, stimmige Balladen wie 'Ladies And Gentlemen, Roll The Dice'. Ich jedenfalls kann kaum aufhören, dieses großartige Album (durch)zuhören. Große Überraschung für mich. Jetzt bin ich gespannt auf die ersten beiden Alben, die ich mir natürlich ebenfalls zulegen werde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielfältig und geniales Gesamtwerk, 18. Juni 2009
Ich habe, bevor ich das Album gekauft habe und nur wenige Titel kannte, Kasabian als Onehitwonder-Band abgestempelt.Nun muss ich erkennen, dass das eine völlige Fehleinschätzung war.

Kasabian gelingt es mit mutigen und experimentellen Songs, die gerade durch ihre Vielfalt an Einflüssen und große Tiefe überzeugen, ein Meisterwerk abzuliefern. Dabei werden verschiedenste Stimmungen vermittelt, von Unbeschwertheit hin zum eher düster Angehauchten.
Trotz der somit teils recht unterschiedlichen Einzeltitel wird ein stimmiges Gesamtwerk erzielt.

Einige Titel (z.B. Where Did All The Love Go?) eignen sich perfekt zum Kopfhörer anschmeißen, Augen schließn, Probleme der Welt vergessen und puren Wohlfühlen. :o)
Eine solche Mischung aus guter Launemusik und dennoch beibehaltenem Anspruch findet man nur sehr rar - absolut empfehlenswerter Kauf zu fairem Preis
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht einfach, aber genial, 21. August 2009
Ich höre die Scheibe schon länger, da ich von Kasabian im Allgemeinen bisher begeistert war. So außer ein paar Ohrwürmer (z.B. Secret Alphabet und Happiness) stellte sich der schnelle Erfolg hier aber nicht ein. Das soll sich im Nachhinein jedoch als Qualitätsmerkmal herausstellen! Die meisten Songs brauchen eine Zeit, bis man deren volle Tragweite erkennt, so vielschichtig und aufwändig aufgebaut sind sie. Und was beim ersten, zweiten Drüberhören noch Unverständnis mit sich bringt, stellt sich nach mehrmaligen Zuhören absolut meisterlich heraus! Um diesen Prozeß zu beschleunigen empfiehlt es sich übrigens die Kritiken über die Scheibe zu lesen - dort werden die Songs beschrieben und das AHA-Erlebnis stellt sich schneller ein. Eine einwandfreie 5-Sterne Scheibe!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mit liebe zum detail, und alles mischen was einen einfällt, 1. September 2009
die 3. platte von kasabian ist mit abstand die beste, gefolgt von ihrer 1.

schöne beats, top gitarren riffs, eingängiger bass, klug plazierter synthi sound und die eindringliche stimme mit riesen wieder erkennungswert

das umschreibt das album am besten.

auf dieser scheibe experimentieren sie viel mit sounds, legen sich nicht auf eine richtung fest. am besten mit einen guten film zu vergleichen, der immer eine neue richtung einschlägt.

hab kasabian auch vor kurzem live gesehn. eine top live band, klingen umheimlich gut, kann jeden nur empfehlen diese band live anzuschaun!!!
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