Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wut!
das (neben "black and blue") abgelehnte, vergessene, ungeliebte stones-album. und wie ich finde: unterschätzte.

es mag ja sein, dass nicht jedes stück auf diesem album zu den höhepunkten der rockgeschichte zu zählen ist. aber auf diesem album geht es um stimmung, um athmosphäre, um vibe (gar nicht so sehr um sound - der ist, obwohl das...
Veröffentlicht am 6. August 2008 von guitar

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kalter Krieg
Eigentlich stimmten die Zutaten: mit Harlem Shuffle war ein veritabler Hit an Bord, die Band rockte aggressiv wie lange nicht mehr, und es gab neben den üblichen Stones-Nummern mit One Hit (To the Body) eine aufregende Einstiegsnummer, die leider viel zu früh wieder aus dem Liverepertoire verschwand. Jagger versuchte wie üblich zu provozieren, wenn er in...
Veröffentlicht am 20. April 2013 von Toby Tambourine


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wut!, 6. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
das (neben "black and blue") abgelehnte, vergessene, ungeliebte stones-album. und wie ich finde: unterschätzte.

es mag ja sein, dass nicht jedes stück auf diesem album zu den höhepunkten der rockgeschichte zu zählen ist. aber auf diesem album geht es um stimmung, um athmosphäre, um vibe (gar nicht so sehr um sound - der ist, obwohl das als "keith's album" gilt, sogar zu brav, zu sauber, zu eighties). und die atmo hier ist: beklemmung. aggression. wut.

der blitzende hass zwischen jagger und richards ist der treibstoff, der diese musik auf betriebstemperatur bringt. und auch DAS ist eine kreative leistung, die ihnen erst wer nachmachen muss: destruktivität in kunst zu verwandeln.

auf dem cover sieht man sie, die dysfunktional gewordene familie, bunten gewands aber grauen gesichts, müde herumkugeln. vor allem charlie sieht genauso fertig aus, wie er wohl damals war.

der beginn mit "one hit" gehört zum aufregendsten, was die stones je aufgenommen haben. vielleicht löst das lied nicht zur gänze die versprechen ein, die das auftaktriff gemacht hat, aber es ist dennoch die hymne des albums, der soundtrack zur damaligen situation: noch ein hieb in den bauch! und dazu knurren und bellen die gitarren. toll, großes theater! auch die version von "harlem shuffle" ist ihnen wunderbar gelungen, ein herrlich wild groovendes crossover von soul, rock, funk und disco. die maxiversion war damals ein echter partyschlager, der song war zudem das bis jetzt letzte stück der stones, das einem hit zumindest ähnlich sah. eine auffällig gelungene nummer ist auch keith's reggaeübung "too rude".

vielleicht ist dieses album kein klassiker, aber ein gelungenes zeitdokument. und es zeigt einen weg auf, den die stones auch hätten gehen können, aber nie wieder gegangen sind: hardrock.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kalter Krieg, 20. April 2013
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
Eigentlich stimmten die Zutaten: mit Harlem Shuffle war ein veritabler Hit an Bord, die Band rockte aggressiv wie lange nicht mehr, und es gab neben den üblichen Stones-Nummern mit One Hit (To the Body) eine aufregende Einstiegsnummer, die leider viel zu früh wieder aus dem Liverepertoire verschwand. Jagger versuchte wie üblich zu provozieren, wenn er in Had it with you von Inzest sang.

Und doch schien die Band selbst ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem Werk zu haben; nicht umsonst betitelten sie es als einen "schmutzigen Job", wobei das Popper-Gepose auf dem Cover so gar nicht zum bisherigen Image der "greatest rock'n'roll band in the world" passen wollte - einige LPs kamen sogar in pinkes PVC eingeschweißt in die Läden! Jemand schrieb treffend, Bills Gesichtsausdruck sage alles, und wie man erst lange später erfuhr, hatte Charlie Watts, der letzte Stone, von dem man es erwartet hätte, seine Midlife-Krise mit Alkohol und Dogen eingeläutet, was ihm rückblickend ebenfalls anzusehen ist.

Es stand nicht gut um die Stones: Keith, der den größten Teil der 70er dem Heroin gewidmet hatte, war wieder clean und verlangte seinen Teil an der Führung der Band zurück, was Jagger vergrätzte. Die Streitigkeiten darüber fanden während der Sessions dergestalt ihren Ausdruck, dass selten alle fünf Mitglieder gleichzeitig im Studio waren und so viele Gastmusiker wie nie zuvor die Aufnahmen nicht nur wie bisher ergänzten, sondern fehlende Mitglieder zeitweise ersetzten. Mick Jagger träumte von einer Solokarriere, und da die Promotion für sein erstes Soloalbum "She's the Boss" für ihn Priorität zu haben schien, führte seine häufige Abwesenheit zum ersten Stones-Album, auf dem Keith (bei 40 Minuten Laufzeit) gleich zwei Nummern sang. Zudem wiesen die zahlreichen Beiträge der Co-Autoren darauf hin, dass Jagger und Richards kaum noch so eng wie früher zusammenarbeiteten, das Album schien überwiegend aus Solobeiträgen zu bestehen. Sogar die Hauptsingle des Albums, Harlem Shuffle, war seit über 20 Jahren die erste Coverversion der Band auf einer A-Seite. Mick Jagger hatte sicher recht, als er sich weigerte, mit einer Band in einem solchen Zustand für ein Album wie dieses auf Promotion-Tournee zu gehen.

Die Zeichen des Albums standen fast ausschließlich auf Sturm, nicht nur die Texte handelten auffällig oft von Aggressionen (One Hit, Fight), auch der Comic auf der Innenhülle zeigte eine wahre Leuteschinderin im Fitnessstudio. Selten hatten sich die Stones von der Klangästhetik her so sehr dem Zeitgeist angepasst, die Snare klang sehr achtzigermäßig und dominierte zu oft über die Gitarrenarbeit, das Markenzeichen der Band. Die hier zur Schau gestellte (und im Video zu One Hit offen ausgetragene) Wut war nicht die von Freunden, die noch etwas füreinander empfanden, sondern eher die kalte Wut von zwei Führungsköpfen, deren überbordendes Ego keinen Platz für den jeweils anderen ließ, geschweige denn für die Zukunft der Band. So klang das Album trotz aller eingangs erwähnten Zutaten merkwürdig zerfahren (Dirty Work), oberflächlich (Back to zero, Hold back) und vom Gesamteindruck in einer Pose der Aggressivität erstarrt. Als das Album erschien, war ich enttäuscht. Lediglich Keiths Solonummer zum Abschluss, Sleep tonight, schlug versöhnlichere Töne an. Wie ein Anachronismus mutet ganz am Ende dieses im Sound der Achtziger gehaltenen Albums die halbminütige Hommage an Ian Stewart an, dessen Boogie Woogie-Piano zu den Akkorden von Key to the Highway erklingt. Stewart war der sechste Stone gewesen, ihr Roadmanager und eine Art "gute Seele" der Band, der sie immer auf dem Boden der Tatsachen hielt; er war kurz nach Fertigstellung dieses zerrissenen Albums gestorben.

Mehr als alles andere ist "Dirty Work" (darin dem "Weißen Album" der Beatles nicht ganz unähnlich) das Psychogramm einer berühmten Rockband in einem Kalten Krieg auf dem Weg in den (beinah) unaufhaltsamen Zerfall. Umso erstaunlicher, dass sie sich drei Jahre später wieder zusammenrauften, und diese Krise mittlerweile sogar in der ersten Hälfte der Bandgeschichte liegt – und die Stones seitdem nur vier weitere Studioalben veröffentlicht haben!

P.S. Die Kompression des Remasters von 2009 ist so stark, dass sie die dynamische Erhebung am Anfang von One Hit (To the Body), als die Band nach 23 Sekunden einsteigt, schlicht glattbügelt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dirty Work! Nur Hardrock- Fans kommen hier voll auf ihre Kosten!, 3. Juli 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
Vorliegendes Album ist wohl das schlechteste Album der Stones bis zu diesem Zeitpunkt, weshalb man den Titel dieses Albums für ziemlich zutreffend halten möchte: "Dirty Work". Denn die Songs wirken stellenweise etwas uninspiriert und ideenlos; nicht so ausgereift wie man es von den Stones sonst eher gewohnt ist.
Es gibt auf der Platte nicht den "großen Hit". Es wird etwas durchschnittlich.
Vorherrschender Stil hier ist der 80er- Jahre- Hardrock. Für Fans dieses Stils ist das Album nicht schlecht. Tatsächlich hat noch kein Album der Stones so sehr aus diesem aggressiven, neueren Stil bestanden wie dieses. Und dass die Stones diesen Stil durchaus beherrschen, beweisen sie mit dieser Scheibe.
Jagger singt hier durchgehend mit sehr aggressiver Stimme.
Die Aufnahmen wurden überschattet von starken Konflikten zwischen Jagger und dem zu dieser Zeit wieder recht gesunden Richards, sowie dem schlechten Zustand des Drummers Watts.
Jagger verfolgte zu diesem Zeitpunkt Soloprojekte, und stand für dieses Stones- Album daher nicht sehr häufig zur Verfügung. Das Album trägt daher stärker als die vorigen die Handschrift von Keith Richards.
Das Album fängt die schlechte Stimmung der Band gut ein: "Dirty Work" vermittelt schlechte Laune und Unzufriedenheit. Dazu passend handeln viele der Song- Titel und -themen von Aggressivität, Straßenkampf, u.Ä. Das ist das Konzept des Albums.
Dieses Thema nimmt man den inzwischen über 40 Jahre zählenden Bandmitgliedern aber nicht wirklich ab; am wenigsten dem aus gut situierten Verhältnissen entstammenden Jagger (Richards dagegen soll ja tatsächlich eine harte Jugend gehabt haben). Natürlich passen die Texte zum hier vorherrschenden Hard- Rock; viellt. ein Zugeständnis auch an den ZEitgeist?
Dennoch: das ALbum vermittelt gut den Zeitgeschmack der 80er- Jahre, an den sich die Stones wieder geschickt angepasst haben, bzw. diesen mit dieser Scheibe sogar geprägt haben!
Wer genau hinhört, der meint sogar hier schon die frühen Guns and Roses herauszuhören, die ja in dieser Zeit ihre Karriere gestartet haben, und die die Stones zu ihren prägenden Einflüssen gezählt haben (und mit ziemlicher Sicherheit haben sie auch dieses Album gehört!).

Das Album erreichte Platz 4 in den USA und in England.

Dass die Stones ihrem eigenen Songmaterial bei dieser Platte selber nicht viel zugetraut haben, kann man daran sehen, dass sie für die Single eine Coverversion ("Harlem Shuffle") ausgesucht haben, die sogar zu einem Hit in den USA (No. 5 der Charts) avancierte.
Die 2. Single dieses Albums war ein völliger Fehlgriff: die Eigenkomposition "One Hit to the Body", ein Stones- typischer, aber ziemlich schwacher Hardrock- Song, der in keinem Land nennenswerte Chartpositionen erreichte. Ich hätte mir die Single auch nicht - selbst als Stones- Fan - nicht gekauft. Man hätte besser andere SOngs der Platte als single auskoppeln sollen.
"Fight" z.B. ist schon besser, eingängiger; ebenfalls sehr aggressiv, und bringt Stones- typischen Sound dabei gut zur Geltung.
"Hold Back" ist wieder ein guter Hard Rocker, typisch für diese Zeit.
"Too Rude" ist eine Reggae- Cover- Version, gut gesungen von Keith Richards.
"Winning ugly" ist ebenfalls im typischen Geschmack für diese Zeit.
So auch "Back to zero".
"Dirty Work", rauer Hardrock.
Auch "Had it with you" ist typischer Hardrock; doch hier kommt der Stones- SOund dabei besonders passend zur Geltung. Einer der besten Songs der Platte, durchaus originell.
"Sleep tonight", von Richards gefühlvoll gesungen, ist die einzige Ballade des Albums, dennoch einer der besten Songs dieses Albums.
Zum Schluss sind noch in einem Hidden Track ein paar Takte Boogie des kurz nach diesem Album verstorbenen Keyboarders Ian STewart zu bewundern, dem dieses Album auch gewidmet ist.

FAZIT: die wandlungs- und anpassungsfähigen STones haben hier für diese Zeit ein sehr passendes Album vorgelegt, und bewiesen, dass sie den Zeitgeist mit gutem Hard Rock durchaus verstanden haben, und haben ganz gute Arbeit hingelegt, trotz des Desinteresses Jaggers an der Band zu dieser Zeit, und den starken Konflikten und Problemen der Band.
Fans dieses 80er- Jahre Hard Rock- Stils kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten.
Leider kommen die anderen Stile hier etwas zu kurz.
Auf jeden Fall haben die Stones hier mal etwas sehr neues und modernes ausprobiert - und das durchaus mit einigem Erfolg! (dank Keith Richards!).
Es ist daher eine durchaus interessante Platte, keine besonders gute, aber auch keine schlechte (gibt es von den Rolling Stones überhaupt eine "schlechte" Platte?).
Für eingefleischte Fans der Band, und für solche des 80er- Jahre- Sounds und insbesondere des HardRocks dieser Zeit jedenfalls durchaus ein Erlebnis!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kampf und Krampf - und dennoch etwas unterbewertet!, 4. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
Ja, es stimmt. Die 80er, mit Ausnahme von TATTOO YOU (1981) und STEEL WHEELS (1989), waren recht durchwachsen. Mick und Keith zankten sich ständig, Mr. Watts schlitterte in eine abscheuliche Midlife-Crisis usf.

Auch mich stimmt DIRTY WORK, das von einigen Leuten aus dem näheren Stones-Umfeld (inklusive Keith, glaube ich) sogar als "3. Weltkrieg" bezeichnet wurde (eben aufgrund des ständigen Krachs zwischen Kopf (Mick) und Seele (Keith) der Steine), nicht zufrieden. Stones-Alben gibt's wohl 16-18 bessere!
Und trotzdem: Immerhin sind mit dem begeisternd-bombastischen Eröfnungstrack "One Hit (To The Body)", das - wenn man die Anlage LAUT aufdreht - die Zimmerwände zum Erbeben bringt - sowie der "zurechtgeschneiderten" Everybody's-Darling-Single "Harlem Shuffle" und meiner Meinung nach auch mit dem liebevollen "Too Rude" (K. Richards) drei Songs auf der Platte enthalten, nach denen man - qualitativ gesehen - auf EMOTIONAL RESCUE (mit Ausnahme von "She's So Cold") und UNDERCOVER vergeblich sucht...
Auch die Kälte und Distanz, die - mal mehr, mal weniger ausgeprägt - obligatorisch für die Steine-Scheiben von SOME GIRLS (1978) bis STEEL WHEELS (1989) ist, passt zu DIRTY WORK irgendwie...

Jedenfalls halte ich es keineswegs für die schwächste Platte der Rolling Stones. Diesen Rang nimmt für mich ziemlich eindeutig der Vorgänger UNDERCOVER ein!

Aufgrund anderer Errungenschaften der Steine-Chronologie kann ich aber auch DIRTY WORK maximal 2-3 Sterne verleihen, so schwer mir das als Stones-Fan auch fällt.

Resümee: Für echte Stones-Sammler und -freunde ist eigentlich ohnehin jedes Studioalbum ein Muss. Und, wie gesagt, rechtfertigen im Grunde schon alleine "One Hit (To The Body)", "Harlem Shuffle" und "Too Rude" den Kauf der Scheibe.
Nicht-Stones-Fans und Leuten, die rein aus Interesse mal in die riesige Chronologie der Steine reinhören wollen, rate ich aber doch eher vom Erwerb dieser Platte ab...

Die Stones mit Wut im Bauch, gebeutelt von der Midlife-Crisis - ein K(r)ampf!
(Gut aber, dass sie sich ihm gestellt haben!).

Als Gesamtkonzept schlechtes Mittelmaß, höchstens passabel! Aber - abschließend nochmals - NICHT das schlechteste Rolling-Stones-Album aller Zeiten!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterbewertet - es ist KEIN schwaches Album!, 11. Dezember 2009
Von 
Sjard Seliger (Neumünster, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Dirty Work ist KEIN so schwaches Album wie alle meinen.
Natürlich ist es kein Meilenstein in der Geschichte der Rolling Stones, aber es ist deutlich unterbewertet. Es entstand zu einer Zeit, in der die Band mit inneren Schwierigkeiten zu tun hatte und nicht auf dem Zenit ihrer Songwriterischen Fähigkeiten stand, das muss man berücksichtigen. Aber denkt man an diese Umstände und "gewöhnt" sich so an das Album, klingt es echt gut und hat einige sehr gute Songs zu bieten.
Die da wären z.B. der Opener "One Hit to the Body" mit seinem genialen Gitarrenriff, das ungewöhnliche "Too Rude", der straighte Rocker "Had It With You" und der ruhige Schlusstrack "Sleep Tonight" mit einem schönen Refrain.
Dirty Work kann es locker mit Alben wie Voodoo Lounge oder Some Girls aufnehmen, es ist allemal besser als z.B. das relativ eintönige Steel Wheels. An den Meilenstein Exile on Main Street kommt es aber nicht heran. Trotzdem bekommt es von mir 5 Sterne, weil es ''den Umständen entsprechend'' wirklich gelungen ist...also ich hätte es schlimmer eingeschätzt ;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


17 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Album lebt!!!, 17. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
Auch wenn sich das Cover mit seinen Achziger Jahre-Farben grauenhaft neuen Käuferschichten anbiedert, dieses Album lebt! Die Zwistigkeiten zwischen Jagger und Richards sind hier künstlerisch weitgehend auf fruchtbaren Boden gefallen und haben ein paar Rocknümmerchen hervorgebracht, die ich den Herren zu diesem Zeitpunkt so nicht mehr zugetraut hatte, vor allem wenn man sich an die weitgehend belanglose "Tattoo You" an die unzusammenhängende "Undercover" und an Jaggers leichtverdauliche Soloeinlagen erinnert. Zwar gibt es hier und da ein paar Schwächen ("Too Rude" und "Back To Zero" sind für mich eigentlich musikalisches Restematerial), aber das allermeißte bietet spannenden, authentischen Rock`n`Roll, wie sie ihn alle paar Jahre dann doch noch mal hinkriegen. Nebenbei ist die Coverversion von "Harlem Shuffle" exquisit gelungen, wenn auch die damalige Maxiversion noch um Klassen besser war. Insgesamt hat "Drecksarbeit" genau das, was dem Nachfolger "Steel Wheels" fehlt, nämlich eine interessante, kontrastreiche Sperrigkeit mit wahrem Leben, und Charlie Watts liefert dazu einen fast schon gewalttätigen Pulsschlag.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine der meistunterschätzten Stones-Platten, 8. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
Gerade die weniger bekannten (oder gepushten) Werke der Stones haben es oft in sich. "Dirty Work" entströmen in jeder Sekunde die damals vorherrschenden Aggressionen zwischen Jagger und Richards, die ihren Konflikt bewußt in den Songs und Texten austragen. Das Ergebnis ist eine selbst für Stones-Verhältnisse extrem rauhe, ungeschliffene und angriffslustige LP. Kein Partykracher, dafür sind die Texte zu desillusioniert und defätistisch. Die kurzen, lauten Song-Kracher und mörderischen Riffs dominieren, Jagger tobt aus Leibeskräften. Einen Abstrich bedeutet aus meiner Sicht das seltsam hohl und blechern produzierte Schlagzeug von Watts, der die zu allen Zeiten von den Stones gewohnten monotonen Beats auflegt. "Dirty Work" rockt bei weitem lauter, "härter" als die folgenden Werke der Stones. Sofern man kompromißlosen Hard-Rock braucht, sollte man unbedingt reinhören.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur für Fans, 7. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
Für den Stones Fan ein Muß, weil dieses Album die Spannungen zwischen Jagger und Richards Mitte der achtziger Jahre wiederspiegelt. Ansonsten sind lediglich "One Hit" und Richards "Sleep Tonight" wirklich zu empfehlen (von "One Hit" ist im Übrigen die extended Version nocheinmal um Klassen besser, als der opener dieses Albums). Tracks wie "Back to Zero" oder Too Rude" lassen hingegen darauf schließen, daß auch im Grunde mißlungene Kompositionen/Songs zur Vervollständig des Albums herangezogen werden mußten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die langweiligste Stonesplatte überhaupt, 7. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
Wer von den Nicht-Stones-Fans mal wissen will, wie es um das Verhältnis Jagger-Richards Mitte der 80er gestanden hat, auf dieser Platte ist es zu hören, das geniale Songschreiberduo funktioniert überhaupt nicht, Jagger krächzt mehr als er singt, ihm ist die mangelnde Lust an den Stones anzuhören. Einzig Richards versucht zu retten, was zu retten ist mit seinen beiden "Solobeiträgen". Und das beste Stück auf der Scheibe ist ausgerechnet die Coverversion von Harlem Shuffle. Wenigstens wissen wir seit dem nächsten Album, daß es die beiden immer noch können. Dieses sei jedoch nur Fans zu empfehlen, die haben es aber sowieso der Vollständigkeit halber gekauft.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rolling Stones, 11. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dirty Work (Audio CD)
Sehr alt, doch immer wieder gut und gerne zu hören!
Sie werden einfach nicht schlechter und man kann nicht genug davon bekommen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Dirty Work
Dirty Work von The Rolling Stones (Audio CD - 2009)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen