Kundenrezensionen


41 Rezensionen
5 Sterne:
 (29)
4 Sterne:
 (4)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Machtspiele im besetzten Indien - brillant umgesetzt!
In diesem Film geht es um Macht und Mut. Die Geschichte:

Ein Dorf soll auf Befehl eines tyrannischen englischen Offiziers mit doppelter Steuer ("Lagaan") belastet werden. Der Raja protestiert, kann aber die ihm von den Engländern gestellte Bedingung nicht erfüllen, da sie seinen Glauben verletzt.

Als die Bürger sich beschweren,...
Veröffentlicht am 8. Mai 2006 von Monika Sehmsdorf

versus
3.0 von 5 Sternen große Bilder, große Geschichte, großes Kino
Lagaan wurde 2001 veröffentlicht und stellt eine Arbeit des großen Ashutosh Gowariker dar, der die Geschichte geschrieben hat und natürlich die Regie führte. Produzent des beeindruckenden Filmes ist Aamir Khan, der auch die Hauptrolle übernahm. Ihm an die Seite gegeben wurde Gracy Singh, die ihre Aufgabe meistert, danach aber nicht mehr...
Veröffentlicht am 16. Februar 2012 von Teufelchen


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Machtspiele im besetzten Indien - brillant umgesetzt!, 8. Mai 2006
In diesem Film geht es um Macht und Mut. Die Geschichte:

Ein Dorf soll auf Befehl eines tyrannischen englischen Offiziers mit doppelter Steuer ("Lagaan") belastet werden. Der Raja protestiert, kann aber die ihm von den Engländern gestellte Bedingung nicht erfüllen, da sie seinen Glauben verletzt.

Als die Bürger sich beschweren, entsteht aus einem heftigen Wortwechsel heraus eine Wette: Wenn die Dorfbewohner es schaffen, die englischen Offiziere beim Cricket zu schlagen, wird ihnen und der ganzen Provinz für drei Jahre die Steuer erlassen. Verlieren sie, müssen sie die dreifache Steuer zahlen.

Der Wetter ist Bhuvan, ein junger Mann aus dem Dorf, der keinesfalls die Bevölkerung hinter sich hat. Im Gegenteil ist man davon überzeugt, daß er am Untergang des Dorfes Schuld sein wird. Nur langsam gelingt es Bhuvan, seine Leute davon zu überzeugen, daß sie beim Cricket eine Chance haben, ohne die Wette aber keine - denn wer kann doppelte Steuern zahlen, ohne zu verhungern? Seine Anhängerschaft wächst, aber Cricket ist kein Kinderspiel, selbst die Regeln sind den Indern nicht bekannt.

Bhuvan schafft es, für seine offensichtlich gerechte Sache die Unterstützung eben nicht nur des Dorfes zu erringen und kann schließlich eine Mannschaft aufstellen. Dabei muß er mit allen, auch den tiefsten religiösen und gesellschaftlichen Vorurteilen aufräumen, und das ist nicht leicht in einem Land der Kasten.

Das Spiel selbst bildet den krönenden Abschluß des Films und ist so SPANNEND, daß man es gar nicht beschreiben kann.

Der Film handelt von Macht - die Engländer üben Macht über den (stinkreichen) Raja aus, der sich leider nicht in der Lage sieht, den Leuten zu helfen und sich damit außerhalb der Gemeinschaft der Inder stellt. Man fragt sich unwillkürlich, warum die Inder diesen Raja dulden und auch noch mit Abgaben beehren, obwohl er ihnen absolut nichts bringt, sondernd sich lediglich bereichert. Immerhin hätte er ja anbieten können, die Lagaan aus eigenen Mitteln wenigstens vorzustrecken. Der Raja übt Macht über die Bauern aus, und diese haben ein ausgeklügeltes Machtsystem durch ihr Kastenwesen.

Bhuvan überschreitet die Grenzen der sozialen Ordnung und zeigt, daß Strukturen, die das Überleben behindern, nicht dazu taugen, Machtansprüche zu sichern.

Im Film geht es auch um Mut: Die Personen, die als erste die Grenzen des sozialen Zusammenlebens überschreiten, leben ihn vor. Das ist nicht nur Bhuvan, sondern letztlich auch sein Gegenspieler, der Engländer, denn auch er überschreitet mit der Wette seine Befehle. Wie er richtig sieht, hat er aber nur dann von seinen Vorgesetzten etwas zu fürchten, wenn er verliert - sonst hat er durchaus etwas zu gewinnen.

Wie aber auch Personen, die gerade keine Führungspersönlichkeiten sind, den Mut zur Tat aufbringen, das erzählt der Film so eindringlich, so nachvollziehbar, so mitreißend, daß man ihn nach dem ersten Sehen gleich nochmal einlegen will.

Die Schauspieler sind allesamt vorbildlich besetzt, gerade auch in den Nebenrollen, und liefern glaubwürdige Charakterstudien ab.

Die Qualität der Untertitel kann ich mangels Hindikenntnissen nicht beurteilen, allerdings sind sie gerade noch tragbar, was den Englischen Teil des Films angeht. "The People" wird zB nicht mit "Volk", sondern "Leute" übersetzt, die Empress of India wird zur Beherrscherin Indiens usw.

Die in Bollywood unverzichtbaren Tänze und Lieder sind fast alle sinnvoll in dörfliche Festivitäten verpackt und bieten musikalisch nicht die übliche Einheitskost (Stampf Stampf,ich bin verliebt, Stampf Stampf), sondern bringen den Film auch musikalisch weiter.

Wirklich sehenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Spiel namens Gilli-Danda, 9. September 2005
Der Bollywood-Film "Lagaan" (2001) präsentiert sich genauso sympathisch wie seine Darsteller, allen voran Protagonist Aamir Khan. Eine Hauptfigur zum gern haben, ein junger Mann, der ein Ziel verfolgt und sich dem Unrecht widersetzt.
Indien, britische Kolonialherrschaft im Jahr 1893. Captain Russell (Paul Blackthorne) beschließt aus einer bösen Absicht heraus die Steuern (ind. Lagaan) für die armen Bauern der gesamten Region zu verdoppeln. Er hat aber nicht mit dem mutigen, jungen Bhuvan (Aamir Khan) gerechnet. Denn wie es der Zufall so will, kommt es zu einer Wette zwischen ihm und Bhuvan. Siegessicher und arrogant verkündet der Captain: Falls die Dorfbewohner die britische Mannschaft beim Cricket besiegen sollten, wird der gesamten Dorfregion die Lagaan für zwei Jahre erlassen! Harte Arbeit steht bevor, denn Bhuvan muß nicht nur die Dorfbewohner von seinem Vorhaben überzeugen, sondern auch eine starke Cricketmannschaft zusammenstellen. Überraschende Hilfe bekommt er dabei von der schönen Elizabeth (Rachel Shelley), Captain Russells Schwester. Ganz zum Ärgernis von Gauri (Gracy Singh), die das Treiben um "ihren" Bhuvan eifersüchtig beobachtet. So nimmt die Geschichte ihren Lauf...
So wie für einen Bollywood-Film üblich, muß man sich auch für "Lagaan" viel Zeit nehmen. Am besten sehr viel Zeit, um für einige Stunden in die Geschichte, deren Mittelpunkt das Cricketmatch ist, einzutauchen. "Lagaan" ist kein zuckersüßer Liebesschinken, dafür wird aber eine sehr originelle und bis zum letzten Moment spannende Geschichte erzählt, stellenweise auch erstaunlich glaubwürdig. Der Film ist allein schon wegen seiner fantastischen Ausstattung sehenswert. Die sehr schönen Musik- und Gesangseinlagen, wurden unaufdringlich in die Handlung mit eingebaut. Auch der Humor kommt, Dank der kauzigen und lustigen Dorfbewohner, nicht zu kurz. Ein Film, nicht nur Bollywood-Fans!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein faszinierendes Filmerlebnis, 21. März 2003
Lagaan ist der erste Indische Film den ich mir bis heute über 20 mal angeschaut habe. Jede einzelne Minute des Film ist einfach atemberaubend. Noch nie zuvor habe ich in einem Film so mitgefiebert. Das Kricket Match zwischen den Indischen Bauern und den Engländern lässt sich kaum im Worte fassen.
Dieser Film ist einfach ein Muss für jeden!!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn fünf Finger eine Faust bilden, 7. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Lagaan - Es war einmal in Indien [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Davon, sowie von Zusammenhalt, Mut, Entschlossenheit, Verrat, Unterdrückung, Liebe und Kricket, ja davon erzählt "Lagaan - Es war einmal in Indien", ein Meisterwerk der indischen Filmkunst.

Bei diesem Film stimmt einfach alles, es fehlt nicht an Humor, Spannung und einzigartigen Ideen.
Nachdem man "Lagaan - Es war einmal in Indien" gesehen hat, entdeckt man die Kraft des Zusammenhaltes und der Freundschaft neu und beginnt wieder an Wunder zu glauben.

Voller Kraft und Energie wird die Geschichte eines kleinen indischen Dorfes zu Zeiten der Besetzung Indiens von den Engländern erzählt: Der überhebliche Kommandant Russell (Paul Blackthorne) erhebt trotz einer großen Dürre rücksichtslos die Steuern (Lagaan) für die ihm zu befehligende Provinz. In großer Not begibt sich das gesamte Dorf auf den Weg zum Kommandanten, doch als der junge Bauer Bhuvan (Aamir Khan) das dort stattfindende Spiel der Engländer, Kricket, beleidigt, fordert Russell das Dorf zu einer wahnwitzigen Wette heraus: Wenn die Dorfbewohner es schaffen sollten, die Engländer im Kricket zu besiegen, so werden ihnen für drei Jahre die Steuern erlassen. Verlieren sie jedoch, werden diese verdreifacht, was das Ende für alle bedeuten würde.
Und so nehmen die Dorfbewohner die Herausforderung zunächst sehr widerwillig auf, obwohl noch keiner von ihnen jemals in seinem Leben Kricket gespielt hat.

"Lagaan - Es war einmal in Indien" brennt geradezu voller Leidenschaft und Energie.
Man kann nicht anders, als für Bhuvan und seine Leute mitzufiebern, da die Mannschaft, ebenso wie die Geschichte, absolut einzigartig und erfrischend ist.
Genauso wie der entschlossene Bhuvan, toll gespielt von Aamir Khan, ist jede der Personen vollkommen authentisch und menschlich mit kleinen Macken und Schwächen, aber auch großen Stärken. Zutiefst berührt hat mich hierbei die glühende Verteidigungsrede für den behinderten Kachra (Aditya Lakhia), der einer niederen Kaste angehört und deshalb von den Dorfbewohnern nicht in der Mannschaft akzeptiert wird. Es ist zugleich eine wichtige Kritik an dem in Indien weit verbreiteten Kastensystem.

Außerdem hat mir gut gefallen, dass die Engländer nicht alle als "böse" dargestellt werden, sondern dass z.B. Russells Schwester Elizabeth (Rachel Shelley) den Dorfbewohnern sogar das Spiel erklärt. Vor der traurigen Vergangenheit Indiens hätte auch ein sehr einseitiger Film entstehen können, in dem jeder Engländer als Verbrecher dargestellt wird.

Nebenbei gibt es (wie könnte es anders sein :-)) eine zarte Liebesgeschichte zwischen Bhuvan und Gauri (Gracy Singh), die sich jedoch eher im Hintergrund abspielt, da das Kricketspiel klaren Vorrang hat.
Dieses ist absolut faszinierend und Spannung pur mit einer einfach fantastischen Regiearbeit durch die immer wieder aufs Neue die Spannung gesteigert wird und gar keine Langeweile zu gelassen wird, so sehr fühlt man sich mit den Helden verbunden.

Weiterhin entsprechen die Lieder vollkommen dem Film. Besonders "Chale Chalo", "Mitwa" und "O Rey Chhori" spiegeln den Geist des Films gekonnt wieder und sprühen nur so voller Kraft, Energie und Entschlossenheit.

Fazit: "Lagaan - Es war einmal in Indien" ist ein grandioser Film, der das Herz jedes Zuschauers bewegt, berührt und mitreißt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen absolut beeindruckend, spannend und mitreißend, 3. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Film ist absolut Spitze. Super Soundtrack, spitzenmäßig inszeniert und dargestellt, wunderschöne Aufnahmen, sehr spannend bis zum Schluß und wesentlich anspruchsvoller als so manch andere Bollywood Filme
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Indien von seiner besten Seite, 28. Mai 2004
Mensch der Film ist sooooo schön. Ich hab mir den schon 3 mal angesehen und bestimmt nicht das letzte mal. Der Film hat alles: Spannung, eine hinreissende Liebesgeschichte, Moral und Spiritualität.
Ganz hervohrragend ausgeführt. Handlung, Musik, Text alles stimmt ueberein. Die Musik-und-Tanz-Einlagen sind überhaupt nicht ein bißchen kitschig, passen sehr gut in die Handlung und gehoehren sogar zu meine Lieblingszsenen. Musikalisch hochinteressant ist die Gegenueberstellung von Indischer und Westlicher klassischer Musik in dem zentralen Liebeslied. Illustriert die spannung zwischen den beiden Kulturen die so in dem Film auf mehreren Ebenen zum Tragen kommt: politisch, persönlich und eben musikalisch.
Sehr schoen ist das Setting und Kostüm: authentisch traditionell indisch, nicht der moderne Bombay-yuppi stil vieler Bollywood Filme und nicht zu überladen. Maenner in verrissenen Hemden und zerzausten haaren und bezaubernde Frauen in schoenen bunten Saris kann man noch heute ueberall so zwischen Uttar Pradesh, Gujarat und Rajastan antreffen.
Gauri ist unglaublich süß, und singt und tanzt wirklich herz-zerreissend. Ihre "Radha Kaise Na Jale" Aufführung alleine ist die gesamte DVD wert.
Überraschend sympathisch waren aber auch die Männer des Dorfes, und sogar Rajaji. Nicht so'n Macho-Getue, sehr menschlich, mit Fehlern aber liebenswert. Eine grossartige Entwicklung, wie die Aussenseiter des Dorfes die ersten sind die Bhuvan zur Seite stehen, wie Bhuvan unablässig ermutigt und aufbaut (mann kann was von Motivationskunst lernen!) Die Einbeziehung von Spiritualität in die Geschichte an entscheidenden Wendepunkten gibt den Film einen Tiefgang, den man von Westlichen Filmen gar nicht erwartet. Eine grossartige Kostprobe der besten Seite Indiens!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Epos, 22. Februar 2005
Von 
Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der etwa dreistündige Streifen erzählt eine zwar erfundene, aber dennoch historisch sehr lehrreiche Geschichte aus der Zeit, in der Indien britische Kolonie war. Die britischen Militärniederlassungen hatten mit den örtlichen Herrschern für sie sehr einträgliche Schutzabkommen geschlossen, die natürlich auf dem Wege einer Steuer (=Lagaan) von den jeweiligen Untertanen des Herrschers erbracht werden müssen (eine Art Erntezehnter).
In dem Dorf Champaner, in dem Bhuvan (Amir Khan), der Held der Geschichte, als Bauer lebt, hat schon seit Monaten keinen Regen gesehen, und die Ernte droht völlig auszufallen. Über den Herrscher stellen die Bauern die Bitte, die Steuererhebung für dieses Jahr auszusetzen, damit sie selbst überleben können. Die Engländer bleiben jedoch hart - bis plötzlich der arrogante, selbstherrliche junge Provinzgouverneur die Idee zu einer Wette hat. Er hat zufällig gehört, daß die Inder und vor allem Bhuvan sich abfällig über das für Außenstehende völlig unverständliche Cricket geäußert und es mit einem indischen Kinderspiel verglichen haben. Also zwingt er kurzerhand dem Bauern Bhuvan die Entscheidung auf, entweder innerhalb von drei Monaten eine Mannschaft auszubilden und die Engländer in ihrem eigenen Nationalsport zu besiegen - in welchem Falle er drei Jahre lang der gesamten Provinz die Steuern erlassen werde, oder aber zu verlieren und die Steuer in dreifacher Höhe entrichten zu müssen (was die Bauern der Provinz unmöglich schaffen kann). Bhuvan, so in die Rolle des Schicksalsträgers für seine Leute gepreßt, nimmt die Wette an. Und damit beginnt die eigentliche Handlung. Bhuvan muß zunächst den Widerstand seiner eigenen Leute überwinden und ihnen vermitteln, daß es tatsächlich Hoffnung auf einen Sieg gibt. Nach und nach bekommt er seine Mannschaft zusammen und erhält sogar Hilfe von der Schwester des Provinzgouverneurs, die den Indern die Regeln des Spieles beibringt, damit diese überhaupt eine faire Chance haben (und die natürlich heimlich in Bhuvan verliebt ist). Fast droht dann alles zu zerbrechen, als Bhuvan darauf besteht, einen Unberührbaren in die Mannschaft mitaufzunehmen - aber zuletzt wird sogar diese Klassenschranke angesichts der Wichtigkeit des Sieges überwunden.
Der Zeitpunkt des Wettkampfes kommt: drei Spieltage sollen über das Schicksal der Provinz entscheiden. Das macht den Hauptteil des Filmes aus und enthält alle klassischen Elemente der Filmumsetzung eines solchen ungleichen Kampfes: es gibt einen Verräter, glückliche und unglückliche Zufälle, interne Konflikte auf Seiten der Briten ebenso wie auf jener der Inder, eine unglückliche und eine glückliche Liebe, und natürlich entscheidet zuletzt ein einziger Ballwurf über alles. Dennoch ist und bleibt der Film nicht zu vorhersehbar und äußerst spannend, und man kann das Fallen und Steigen der Hoffnung der Inder wirklich gut nachvollziehen. Das Ende ist fast ein bißchen zu idealisiert (selbst das Wetter feiert das Happy End mit...), aber das verzeiht man dem Film gerne, weil er drei Stunden lang Auge und Ohr so schön erfreut hat. Die Ausstattung ist schlicht, aber gekonnt, die SchauspielerInnen gehen, jede/r für sich, völlig in ihren Rollen auf (vom blasierten Gouverneur bis zum Unberührbaren), und die erzählten Emotionen übertragen sich auf mich als Zuschauer. Vom Cricket erfährt man nebenher gerade so viel, daß man der Handlung folgen kann.
Besonders loben möchte ich an dem Film neben den überzeugenden Schauspielerleistungen besonders die Musik und den Umstand, daß man trotz der Fiktion auch so einiges Authentische über diesen sonst nur sehr nebenbei zur Kenntnis genommenen Teil der Geschichte erfährt. Zwar hat mich Lagaan (vielleicht wegen des Themas) nicht so verzaubert wie Asoka, aber ich habe den Streifen mehr genossen als die meisten hochgejubelten westlichen Historienschinken der letzten Jahre.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So macht indische Geschichte Spass, 6. Juli 2006
Ich hatte auch bereits viel von diesem Film gehört.

Aber es wurde immer vor dem langen Kricket-Spiel gewarnt.

Vor einiger lief dieser Film dann in einer guten deutschen

Fassung im TV. Ich war sofort begeistert.

Das Kricket-Spiel ist so spannend gemacht, daß man selbst als

Laie nach kurzer Zeit mitfiebert, ob es den Indern gelingt, die

Briten zu schlagen.

Darauf besorgte ich mir diese DVD mit deutschen Untertiteln -

und bin sehr froh darüber. Auch dieser Film gewinnt mit den

Original-Stimmen sowohl von den Indern als auch den Briten.

Und in diesem Fall sind die deutschen Untertitel gut, was man

leider bei vielen anderen Produktionen nicht sagen kann.

Die Musik von A.R.Rahman ist fazinierend und ein wahrer

Ohrenschmaus.

Die Schauspieler und Charaktere sind wunderbar, die Handlung

spannend aufgezogen.

Diese DVD wird von der ganzen Familie immer wieder gerne gesehen,

sie ist wirklich zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Favorit, 9. März 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lagaan war vor ein paar Jahren der erste Bollywood-Film, den ich je gesehen habe und ist etliche Bollywood-Filme später immer noch mein Favorit. Ich war vorher skeptisch - ein Film, der fast vier Stunden dauert??? Er lief damals aber in einer Filmkunst-Reihe, in der mir bis dahin fast alle Filme gefallen hatten, also ließ ich mich drauf ein. Ich habe dann aber an mir bemerkt und seitdem auch an Freunden festgestellt, daß Lagaan einen ganz schnell in seinen Bann zieht und dann auch nicht wieder losläßt. Bei der Anmoderation hieß es, die "gefühlte Zeit" für diesen Film betrage nur eineinhalb Stunden, und das stimmt auch - meinetwegen könnte er noch eine Stunde dauern... Und dabei bin ich echt kein Fan von Sport-Filmen - nie hätte ich gedacht, daß ich ein Kricket-Match so spannend finden könnte! Es ist erstaunlich, wie der Regisseur es geschafft hat, einen gleichzeitig sehr ernsthaften und ausgesprochen unterhaltenden Film zu machen. Der weltweite Erfolg dieses Films, auch über die indische Diaspora hinaus, spricht ja schon für sich! Also: Obwohl es nur eine untertitelte Fassung gibt - es lohnt sich, sich auf diesen Film einzulassen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste indische Film aller Zeiten!, 16. September 2005
Von Ein Kunde
Dieser Film ist der mit Abstand beste indische Film aller Zeiten. Das unglaubliche und beeindruckende Engagement sowohl des Regisseurs als auch der Schauspieler machen diesen Film zu einem Fest für die Sinne!
Leider muss man sagen, dass der Film zwar vom TV-Sender Premiere hervorragend synchronisiert wurde, diese DVD aber jene Synchro-version nicht enthält!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Lagaan - Es war einmal in Indien [Special Edition] [2 DVDs]
EUR 19,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen