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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zeitlose Parabel
Die New Yorker Bronx 1964: Die sich in ihrem Urteil für unfehlbar haltende Schwester Aloysious Beauvier (Meryl Streep) führt als Rektorin eine katholische Schule mit harter und drakonischer Hand. Angst und Furcht werden von ihr als Mittel zur Disziplinierung eingesetzt. Als die junge und naive Schwester James (Amy Adams) bemerkt, dass der farbige und von anderen...
Veröffentlicht am 12. September 2009 von Mrs. Peel

versus
14 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Vorsicht! Kopierschutz erlaubt kein Abspielen auf PC!
Vorsicht! Wieder einmal ist der Ehrliche der Dumme. Diese DVD kann nicht auf PCs abgespielt werden. Auch einfache Versuche, den Film auf HD zu rippen, schlugen fehl. Ich bin kein Profi im Rippen, ich kaufe oder leihe meine Filme normalerweise. So wird einem die Ehrlichkeit aber immer mehr vermiest! Vielen Dank Miramax für den verkorksten Abend!!! Wer illegal saugt,...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2009 von Jules Winfield


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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zeitlose Parabel, 12. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage (DVD)
Die New Yorker Bronx 1964: Die sich in ihrem Urteil für unfehlbar haltende Schwester Aloysious Beauvier (Meryl Streep) führt als Rektorin eine katholische Schule mit harter und drakonischer Hand. Angst und Furcht werden von ihr als Mittel zur Disziplinierung eingesetzt. Als die junge und naive Schwester James (Amy Adams) bemerkt, dass der farbige und von anderen Schülern diskriminierte Ministrant Donald Miller alkoholisiert und verstört von einem privaten Treffen aus dem Pfarrbüro des progressiven und charismatischen Pater Flynn (P. S. Hoffman) kommt, nimmt Beauvier dies zum Anlass, um Flynn auf ganz subtile und perfide Art und Weise des Kindesmissbrauchs zu bezichtigen. Ein eigentlich leicht widerlegbarer Verdacht mutiert zu schweren Anschuldigungen.

Der Film, basierend auf Shanleys Theaterstück Doubt, ist eine zeitlose Parabel über Zweifel und Misstrauen, die klerikalem Glauben und Vertrauen diametral gegenüber gestellt werden. Er wird getragen von der spannungsgeladenen, unüberwindbaren Dialektik der beiden Antagonisten, deren Dialoge als kammerspielartiger Showdown in Szene gesetzt sind. Streep verleiht ihrem Charakter dabei bis zum Schluss hin eine burlesque entlarvende Note. Wohl keine andere Schauspielerin kann den allmählichen Verfall eines Charakters so wunderbar darstellen. Obwohl der Film, wenn auch nur ganz selten, in einigen Momenten in klischeehafte Symbolik abdriftet (so geht bei mancher lautstarken Auseinandersetzung quasi als Zeichen des Himmels öfters eine Glühbirne flöten), bleibt er gerade wegen den darstellerischen Leistungen und des Plots sehr sehenswert. Hoch anrechnen muss man dem Film, dass das Thema, das leicht zu einer reißerischen und gestelzt wirkenden Hollywood-Inszenierung verführt, von Shanley in angemessener Ruhe und mit hohem Realitätssinn verfilmt wird. Exemplarisch dafür ist die fast 10-minütige Dialogsequenz zwischen Beauvier und Donalds um Anstand bemühter Mutter, Mrs. Miller, die von Viola Davis gespielt wird.

Etwas spärlich fällt die Ausstattung der Extras aus:
- Audiokommentar von Autor/ Regisseur John Patrick Shanley
- Von der Bühne auf die Leinwand
- Die Filmmusik von Glaubensfrage
- Die Barmherzigen Schwestern
- Die Besetzung von Glaubensfrage
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42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zweifel..., 18. Juli 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage (DVD)
"Glabuensfrage" ist ein Spielfilm des amerikanischen Regisseurs und Dramatikers John Patrick Shanley. Das Drama basiert auf Shanleys preisgekröntem Bühnenstück "Doubt" - also "Zweifel" so auch der Originaltitel, der den Inhalt viel treffender beschreibt.
Herbst 1964: Der Priester Brendan Flynn (Philip Seymour Hoffman)der im Stadtteil Bronx gelegenen katholischen Privatschule St. Nicholas, geht in seiner Predigt auf das Thema "Zweifel" ein. Er ist ein beliebter Priester, der an der Schule gerne liberalere Tendenzen sehen würde, ein moderner kirchlicher Vertreter. Die Leiterin der Schule, Schwester Aloysius Beauvier (Meryl Streep) ist der krasse Gegensatz. Sie führt die Schule mit strenger Hand und harter Disziplin. Eine zu sich selbst und auch ihren Mitmenschen sehr viel abverlangende Frau. Eine, die den geistlichen Orden deshalb gewählt haben muss, um sich in erster Linie Gott zu widmen. In zweiter Linie aber bemüht um die Einhaltung der Regeln, die diese Bestimmung mit sich bringt...und auch als Kontrollorgan darauf zu schauen, ob auch ihre Mitbrüder und Mitschwestern ohne Fehl und Tadel oder ohne Sünde leben, also eine Fundamentalistin.
Sie ist unbeliebt bei den Schülern, weil ihre Strenge und ihre Bestrafungen Angst auslösen, andererseits verteidigt sie dieses Verhalten, weil nur so Respekt erreicht werden kann.
Der neue Priester ist ihr daher ein Dorn im Auge. Die Situation spitzt sich dann zu, als der erste farbige Schüler aufgenommen wird. Hänseleien durch die Mitschüler sind die Folge, der Priester hält die schützende Hand über den hilflosen Jungen. Die noch unerfahrene Lehrerin Schwester James (Amy Adams)missdeutet das Verhalten und wird durch eine vage und unüberlegte Andeutungen an ihre Vorgesetzte, ebenfalls misstrauisch und es kommt bald zum Verdacht, dass der Priester den Jungen Alkohol gab und ihn auch sexuell missbraucht hat...
"Glaubensfrage" war einer der diesjährigen Oscarkandidaten und brachte es auf stolze 5 Nominierungen. Alleine 4 davon konnten die Schauspieler erringen (Meryl Streep, Philip Seymour Hoffman, Amy Adams und Viola Davis als Mutter des schwarzen Jungen) und damit erübrigt sich die Frage, wo der Film seine Stärken hat.
Es ist allerfeinstes Schauspielkino, allen gelingt es ihren Figuren Tiefe Glaubwürdigkeit und Charakter zu geben. Ein grossartig aufspielendes Ensemble, vor allem die wunderbare Darstellung von Meryl Streep ist ein Hochgenuss.
Eine weitere Stärke offenbart der Film in der interessanten "Wendung" als die Ambivalenz sämtlicher Figuren zum Tragen kommt und der Film sich dann dadurch über den Durchschnitt der Hollywood-Dramen setzt.
Auch wenn der Film die 60er Jahre beleuchtet, ein Jahrzehnt der Rassenunruhen und vielen gesellschaftlichen Umwälzungen, ist die Thematik doch recht zeitlos, dieser Konflikt zwischen alt und neu, zwischen Zustand und Wechsel, zwischen Unfehlbarkeit und Ungewissheit existiert heute gleichermassen.
Gut, der Schluss wirkt vielleicht zu theaterhaft aufgesetzt, aber andererseits ist es auch eine geschickte Dramaturgie, die dann "rund" wirkt.
Und ein bisschen erinnert der Film auch an den Hepburn/Mac Laine Klassiker "Infam", bei dem auch durch einen Verdacht(durch die Lüge eines Kindes) Verurteilungen ausgelöst werden....
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen präzise Inszenierung & darstellerischen Glanzleistungen, 6. September 2009
Von 
Christian Latussek "milkspan" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage (DVD)
Es ist auf den ersten Blick gesehen ein einfach gestrickter Film, der eine überschaubare Geschichte erzählt. Allerdings lauern im Hintergrund komplexe moralische Fragestellungen. Über Gerücht oder Gewissheit, Täter oder Opfer entbrennt eine packende Auseinandersetzung, bei der Persönlichkeiten und Lebensmodelle, Überzeugung und Zweifel kollidieren. Am Ende ist nur eines sicher: die Qualität dieses Dramas, mit großartigen Dialogduellen und darstellerischen Glanzleistungen.
Die präzise Inszenierung von John Patrick Shanleys verzichtet auf alles, was von der Geschichte ablenken könnte. Die absolute Schlichtheit der Geschichte ist in diesem Falle äußerst zweckdienlich. Der Film in seiner Gesamtheit funktioniert liegt an dem starken Darsteller-Quartett: Meryl Streep, Philipp Seymour Hoffman, Amy Adams und Viola Davis (als Donalds Mutter). Meiner Meinung nach ist die beste und schauspielerisch kraftvollste Szene ist das Aufeinandertreffen von Pater Flynn und Schwester Beauvier in ihrem Büro. Die eisigen Spannungen, die sich hier zwischen Streep und Hoffman auftun, sind überwältigend!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die vielen Gesichter der Wahrheit, 1. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage (DVD)
Dass die Wahrheit viele Gesichter hat, ist eine alte Weisheit, aber nur selten gelingt es, diese Tatsache in einem Film so überzeugend darzustellen.
Schwester Aloysius (Meryl Streep) führt mit eiserner Hand die katholische Schule St. Nicholas in Bronx und fühlt sich in ihrer Macht angegriffen, weil der Priester Flynn (Filip S. Hoffmann) seine Schützlinge zu menschlich behandelt. Als die naive Schwester James (Amy Adams) ihrer Vorgesetzten berichtet, Flynn schenke dem ersten schwarzen Schüler, den die Schule aufgenommen hat, zu viel private Aufmerksamkeit, erweckt sie Schwester Aloysius'' Verdacht. Diese setzt sich in den Kopf, den Priester zu vernichten, was ihr, 'mit den perfidesten und subtilsten Mitteln, zuletzt auch gelingt, obschon sie ' ausser ihrem Verdacht keine handfesten Beweise von Flynns Pädophilie besitzt. Flynn gibt sich geschlagen und muss die Schule verlassen. Die Euphorie der Schwester Aloysius währt nicht lange, sie wird geplagt von Zweifeln und fragt sich, ob Flynn nicht doch unschuldig war. Das Ende des Filmes bleibt offen für Fragen, auf die es keine Antworten gibt...
Die schauspielerischen Leistungen der drei Darsteller, die tiefsinnige Geschichte, das hervorragende Drehbuch, die genialen Bilder, Schnitt und Regie machen aus dem Film einen Genuss der ganz besonderen Klasse. Ein Meisterwerk, das die 5 Oskar Nominierungen auf jeden Fall verdient.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Großes Schauspielerkino, 11. August 2009
Von 
Jan-W Hecker "j-whecker" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage [Blu-ray] (Blu-ray)
Zwei Schauspielasse in einem Film: Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman. Beide glänzen in einem Film über Bosheit und Intrigen auf das allerbeste. Wer einen Actionfilm sucht, ist hier völlig falsch. Wer ein Schauspiel (denn ein verfilmtes Schauspiel ist dies) auf höchstem Niveau erleben will, das beklemmend und eindringlich nachwirkt und die Atmosphäre der 60er fantatstisch widerspiegelt, ist dagegen goldrichtig. Lob, Lob, Lob.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "Was dir heute leicht gemacht wird..., 25. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage (DVD)
...dafür musst du Morgen büßen." Dieser Satz beinhaltet eigentlich alles, was Schwester Aloysius Beaver(Meryl Streep) von so neumodischen Dingen wie Kugelschreibern oder alternativen Erziehungsmethoden hält. Beaver ist Rektorin der kirchlichen St.Nicholas Schule in der Bronx. Wir schreiben das Jahr 1964. Als nächste, übergeordnete Instanz hat Schwester Aloysius den Pater Brendan Flynn(Philip Seymour Hoffman) über sich. Sie macht aus ihrer Abneigung gegen Flynn keinen Hehl. So hart, unerbittlich, altmodisch, konservativ und verbohrt wie Schwester Aloysius ist, so weich, freundlich, modern, fortschrittlich und einfühlsam ist Vater Flynn. Für Aloysisus ist klar, dass da etwas nicht stimmen kann. Sie bittet die junge Schwester James(Amy Adams) den Pater im Auge zu behalten. Und tatsächlich passiert etwas. Flynn kümmert sich aufopferungsvoll um den einzigen farbigen Schüler der Schule, Donald Miller(Joseph Forster). Als Donald zum Pater gerufen wird und kurze Zeit später verwirrt, und nach Alkohol riechend, wieder in den Unterricht kommt, meldet Schwester James das Aloysius. Für die Rektorin ist der Fall klar: Pater Flynn hat sich an dem Jungen vergangen. Aber es gibt keine Beweise. Für Schwester Aloysius ist das kein Hindernis. Ihre Direktive ist: "Ich entscheide, was wichtig ist!" So kommt es zum "Duell" zwischen der Rektorin und dem Pater.

John Patrick Shanley wurde für sein gleichnamiges Bühnenstück bereits mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Was lag da näher, als den Stoff auch zu verfilmen. Wie so oft bei Bühnenstücken, ist das nicht ungefährlich. So beginnt -Glaubensfrage- auch recht handlungsarm und besonnen. Aber mit jeder Minute verdichtet sich die Story mehr und nach einer halben Stunde will man unbedingt wissen, wie dieser "Glaubenskrieg" ausgeht.

Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman spielen sich geschickt die Bälle des Plots zu. Beide Schauspieler zeigen, dass sie nicht umsonst zu den absoluten Hochkarätern der Szene gehören. Amy Adams vervollständigt das Trio mit eindringlichem Spiel und einer Figur, der unsere Sympathien gehören. Sympathie ist das Stichwort. Wie Shanley es schafft, unsere Sympathien sehr schnell auf eine Seite zu ziehen, nur um sie später fast komplett umzupolen, vor allen Dingen jedoch in Zweifel(wie ja auch der Originaltitel des Films ist) zu ziehen, das ist eine filmische Leistung a la bonheur.

Mein Fazit: -Glaubensfrage- ist eine gelungene Bühnenverfilmung. Das kann man wahrlich nicht von jeder Theaterverfilmung behaupten. Es gibt ganz starke Szenen, wie zum Beispiel das Gespräch zwischen Schwester Aloysius und Mrs. Miller(Viola Davis). Die kirchlichen Doktrin der 60er Jahre und der Zeitgeist sind hervorragend eingefangen. Über allem stehen jedoch die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller. Sehenswert!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erstklassiges Kino, 19. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage (Doubt) (DVD)
Nachdem es der Film selbst zwei Wochen nach Deutschlandstart nicht in unsere Kinos geschaft hatte, war ich vergangenen Samstag in München, um mir dort den Film im Original anzusehen. Angefangen von den Leistungen der Hauptdarsteller Meryl Streep, Phillip Seymour Hoffman und Amy Adams bis hin zur Umsetzung war ich von dem Film äusserst begeistert. Jetzt wenige Tage vor der Oscar Verleihung würde ich sagen, dass der Film von seinen fünf Nominierungen alle zusammen als Gewinne mehr als verdient hätte.
Meryl Streep überzeugt als kratzbürstige und verbissene Sr. Aloysius Beauvier, vor der nicht nur die Schüler mehr als Respekt haben. Hinter der scheinbar harten Fassade zeigt sich dennoch eine gutmütige Frau, die sich vor allem auch der schon etwas älteren Schwester Veronica annimmt.
Phillip Seymour Hoffman mimt den liberalen Pfarrer Flynn, der mit seinen Jungs Basketball trainiert oder auf eine gemütliche Runde zusammensitzt. Obwohl er von dem "hungrigen Drachen" des Missbrauchs beschuldigt wird, behält er - zumindest äusserlich - seine Ruhe.
Alles in allem eine äusserst glaubwürdige Geschichte. Trotz der ernsten Thematik gelingt es den Darstellern aber auch immer wieder, durch kleine "Gags" die Stimmung etwas aufzulockern, ohne dabei den Faden der Geschichte zu verlieren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Film zum nachdenken., 14. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage (DVD)
Das Meryl Streep brilliant ist, brauch ich nicht zu erwähnen. Das Phillip Seymor Hoffman ein phantastischer Schauspieler ist, wird auch jedem bekannt sein :) Auch Amy Adams fand ich großartig, weil sie so herrlich naiv gespielt hat.

Alles in allem fand ich den Film grandios - zu mal man sich selber ein Bild machen muss und die Lösung nicht so vorgesetzt bekommt.
So böse wie die von Meryl Streep verkörperte Schwester dargestellt wird, ist diese gar nicht. Wenn man viel auf die Gesten und Reaktionen achten, die von ihr kommen, kann man durch aus zu dem Schluß kommen, dass in ihrer Vergangeheit etwas passiert ist, dass sie dazu bringt so hoch sensibel auf das Thema zu reagieren.

Auch wenn hier gesagt wurde, das Ende war vorhersehbar, so finde ich das überhaupt nicht da
*SPOILER* man nicht erfährt ob etwas passiert ist oder nicht. Hat der Priester sich zurück gezogen weil er ein schlechtes Gewissen hatte? Hat er sich selbst verraten als er auf den angeblichen Anruf bei seiner vorherigen Kirche so reagierte? Was meint Schwester Aloyssa als sie zum Schluß meint sie hat Zweifel? Zweifel an ihrem Vorgehen? Zweifel an der Reaktion der Kirche die den vermeintlichen Pädophilen ohne Strafe und Untersuchung einfach in die nächste Kirche versetzt? Ein Film zum nachdenken, grübeln und sich selbst ein Bild machen, was sicherlich nicht jedermanns Fall ist. Viele mit denen ich sprach sind der Meinung er hat sich wirklich an dem Jungen vergangen, viele meinen nein. Was ist nun die Wahrheit......
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Konservatismus versus Liberalismus, 17. September 2010
Von 
Sahara "Sahara" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage (DVD)
Mein Beweggrund, diesen Film zu kaufen, war schlicht und ergreifen: Meryl Streep. Dabei habe ich das Thema vollkommen ausgeblendet, ja, sogar vom kirchlich-biederen Look her dann doch erst noch mal Abstand genommen, den Film sofort zu sehen. Hätte man den Titel nicht mit "Glaubensfrage" übersetzt, sondern tatsächlich mit "Zweifel" (Doubt), was meiner Meinung nach sehr viel besser passen würde, wäre mir dieser sensationelle Film wahrscheinlich nicht ständig im DVD-Regal ausgewichen ...
Zweifel. Das ist das, was man spürt, wenn man mit aller Macht in eine Richtung prescht, sämtliche Opfer aufzubringen gewillt ist und am Ziel dann plötzlich gar nicht mehr weiß, ob der eigene Weg nun wirklich der richtige war.
So geht es der erzkonservativen Schwester, gespielt von Meryl Streep, die ihrem Pater, gespielt von Philip Seymour Hoffman, in Bezug auf den Umgang mit den Schützlingen misstraut. Verdachtsmomente gibt es für die Schwester genug, allen voran natürlich liefert die moderne Einstellung des Pater Grund für ein tiefes Misstrauen. Kirche und modernes Denken, das lässt sich auch in der Realität immer wieder feststellen, passen nicht zusammen, wollen nicht zusammen passen. Und so verkörpert die Schwester das starre, konservative Haltung der Kirche, während der Pater sich in der Pflicht sieht, auch Kirchenstrukturen zu überdenken und weiterzuentwickeln.
Ausgetragen wird der Kampf anhand eines Missbrauchsvorwurfs der Schwester gegenüber dem Pater. Ein Junge, um den sich der Pater aufgrund dessen Hautfarbe ganz besonders kümmert, verlässt mit einer Alkoholfahne das Büro des Paters. Schnell steht fest, was passiert sein muss. Die Erklärung des Paters scheint zunächst aber den Vorwurf zu widerlegen, doch die Schwester hält daran fest und geht der Sache unerbittlich nach.

Zum Ende sei so viel gesagt, dass es auch den Zuschauer mit Zweifel zurücklässt und mit einer Denkaufgabe, die es in sich haben kann. Das Thema Missbrauch in der Kirche ist so aktuell wie nie. Wo aber fängt Wachsamkeit an, in Diffamierung umzuschlagen? Welche Beweggründe stehen eigentlich hinter den eigenen Standpunkten? Geht es tatsächlich um den Schutz anderer, oder bekämpft hier Konservatismus den Liberalismus auf dem Rücken derer, die vorgeblich geschützt werden sollen?
Dies ist gewiss kein Film, der Fragen klärt. Hier werden vielmehr Fragen gestellt, die für unsere Gesellschaft wichtig sein sollten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zeitlos, 27. April 2010
Von 
Daniel Dilly - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Glaubensfrage (DVD)
New York, 1964. An einer katholischen Klosterschule ist der strengen und erzkonservativen Ordensschwester und Schuldirektorin, die liberale Einstellung eines Paters ebenso ein Dorn im Auge, wie sein allzu kumpelhafter Umgang mit den Schülern.

Im Schuldienst zwar vorgesetzt, in der kirchlichen Machtfolge ihm aber untergeben, hat sie jedoch keine Handhabe gegen ihn, bis eine junge Nonne und Lehrerin zu ihr kommt und von dem Verdacht berichtet, dass er sich einem Schüler unsittlich genähert haben soll. Dies versucht die Direktorin zu benutzen, um ihn von ihrer Schule zu verbannen.

Das war es schon. Sehr wenig Handlung für 100 Minuten Film, der vor allem durch die langen, geschliffenen Dialoge lebt, in denen es um Treue, Ehrlichkeit, Integrität, Anstand, Vertrauen und Glauben geht und auf dessen Feld sich Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman ein glänzend gespieltes Psychoduell liefern, in dem die kaum minder gut agierende Amy Adams zwischen die Fronten zu geraten droht.

Die Thematik ist überraschend aktuell, von daher kann man den Film ganz zeitlos betrachten, zumal er auch ein paar Einblicke in die internen Strukturen der Kirche gibt. Ausgesprochen spannend und unterhaltsam ist das Ganze allerdings nicht. Wer kurzweiliges Vergnügen für den Feierabend sucht, greift besser zu was anderem.
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