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Kundenrezensionen

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Auf ABBEY ROAD präsentieren sich die Beatles als zerstrittene Einheit. Wie auch schon beim "weißen Album" hat jeder SEINE Beiträge abgeliefert - und trotzdem funktioniert die Platte - ein wenig überraschend vielleicht - auch als Konzeptalbum sehr gut.

Ein letztes Mal gemeinsam die Straße überqueren... Dann sollte die Zeit des fruchtbaren Miteinander aber endgültig zu Ende gehen. Ein Plattencover, das Bände spricht. Es ist nicht minder legendär als die CD selbst!
Höhepunkte sind - wie eigentlich auf allen Alben der einstigen Pilzköpfe - gleich mehrere zu finden, wobei ich hierbei allen voran Mr. Harrisons Beiträge hervorheben möchte. Das wunderbar melancholische "Something" und das unwiderstehliche "Here Comes The Sun" sind meiner Meinung nach zwei der schönsten Beatles-Nummern überhaupt! Auch der Startschuss mit "Come Together" ist ein Highlight und vielleicht sogar die ausgereifteste Komposition, die Lennon während seiner Beatles-Zeit beigetragen hat. Es zeigt, dass sich die Band - trotz (oder gerade wegen) interner Differenzen - weiterentwickeln konnte und gereift ist!
Überhaupt finde ich persönlich die 2. Beatles-Dekade nach SGT. PEPPERS (auch, wenn ich gerade diese Scheibe für ziemlich überbewertet halte) 1967 interessanter als die früheren Jahre, auch, wenn die Briten nun nicht mehr 5 Hit-Singles (und mehr!) pro Jahr ablieferten. Irgendwie merkt man doch auch an der Zusammenstellung der späteren Alben, dass die Band "gewachsen" ist. Insbesondere eben - so würde ich meinen - hier, auf ABBEY ROAD, das vielleicht keinen revolutionären Wendepunkt in der Bandbiographie markiert, aber als leicht melancholisch-zynisches (bitte nicht falsch verstehen) Adieu verstanden werden kann (wenn man es will).

Fazit: ABBEY ROAD halte ich neben THE BEATLES (dem "weißen Album" halt) für das interessanteste und gelungenste Gesamtwerk der legendären Fab Four!

Prädikat: LEGENDÄR SCHÖN - SCHÖN LEGENDÄR. Ohne Zweifel ein Klassiker der jüngeren Musikgeschichte!
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am 18. April 2005
Mit dieser Platte haben die Fab Four zum letzten Male ein wahres Kunststück vollbracht. Schon der Einstieg mit Lennon's "Come together" macht einen erfrischenden Auftakt. Harrisons Kompositionen "Something" und "Here comes the sun" stellen einen Höhepunkt in der Karriere der Beatles ebenso wie Harrisons als Einzelperson. Das auch kurze Stücke ihren Reiz haben, zeigen die in einander übergehenden Titel "You Never Give Me Your Money", "Sun King", "Mean Mr. Mustard" und "Polythene Pam". "Golden Slumbers" und "Carry that Weight" runden die LP ideal ab.
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am 28. April 2007
Um es gleich vorweg zu sagen, etwas absolut bahnbrechendes oder revolutionäres wie auf "Revolver" und "SGT.Peppers", wird der aufmerksame Zuhörer auf diesen letzten Studioaufnahmen der Fab4 nicht vorfinden. Selbstverständlich kann dieses Album auch den coolen Charme des Weißen Albums nicht toppen.

Was den gerade auseinanderbrechenden Beatles jedoch auf eindrucksvolle Weise gelang, war einen wirklich souveränen Klassiker zu erschaffen, der heute noch durch seine Harmonie und Perfektion zu überzeugen weiß und darüberhinaus so manches Highlight enthällt.

Es hatte wohl nach dem "Let it be"-Desaster niemand mehr damit gerechnet, dass sich die Band noch ein letztes Mal zusammenraufen würde, um gemeinsam mit George Martin, dieses letzte Album aufzunehmen. Glücklicherweise ließ sich George Martin zur Produktion des neuen Albums überreden, obwohl er mit den Aufnahmen vom "Weißen Album" und von "Let it be" mehr als unzufrieden gewesen war. Auf "Abbey Road" durfte Martin endlich wieder, wie auf den früheren Erfolgsalben seine bewährte Produktionsweise einbringen, was man an den perfekten und stimmigen Arrangements und an der Qualität der Aufnahmen sofort heraushören kann. Er sollte es nicht bereut haben, denn nach seinen eigenen Aussagen wurde diese letzte Produktion sogar sein Beatles-Lieblingsalbum !

Die A-Seite der urprünglichen LP enthielt 6 Songs unterschiedlichster Stilrichtungen von denen Lennons "Come together" und Harrisons "Something" natürlich besonders herausragen. Mit seinem zweiten selbstgeschriebenen Lied, dem kindlich fröhlichen "Octopuss garden", gelang es Ringo endlich noch einen guten Song abzuliefern, der sogar auf das spätere "Blaue Album" gebracht wurde.

Paul ist mit dem boshaften "Maxwells Silver Hammer" und dem leidenschaftlich vorgetragenen "Oh! Darling" vertreten, beides sind typische Macca-Kompositionen die ganz nett anzuhören sind. Den Ausklang der A-Seite bildete damals das überlange rockige "I want you" von John, in dem er seinen damaligen Gemütszustand völlig kompromislos herausschreien konnte.

George''s zweites absolutes Glanzstück "Here comes the sun" eröffnete die B-Seite, dem das klassisch angehauchte "Because" von John folgt. Dieses Stück beeindruckt noch heute durch seine zauberhaften Gesangsharmonien.

Nach beiden Songs folgt das grandiose Medley, bei dem es gelang bruchstückhafte und unvollendete Einzelsongs von John und Paul zu einem harmonischen und stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Die Konzeption des Medleys haben wir hauptsächlich McCartney zu verdanken, der hier gemeinsam mit George Martin großartige Arbeit geleistet hat. Besonders schöne Momente darin sind für mich "Sun King", "You never give me your money", "Golden Slumbers" sowie Pauls ergreifende Schlusshymne "The End". Kaum zu glauben, dass dieses schöne Medley nur aus der Not heraus geboren wurde, um das vorhandene Songmaterial doch noch auf dem Album verarbeiten zu können.

Weiterhin sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Ringo Starr auf "Abbey Road" zu wahrer Höchstform auflief und mit seinem sensiblen und doch äußerst druckvollen Drumming eine absolute Spitzenleistung abgeliefert hat. Da ihn die anderen Beatles dazu überedeten, gab Ringo sogar sein erstes und einzigstes Drumm-Solo für die Band zum Besten. (Ringo wurde völlig zu unrecht unterschätzt !)

Mit dem überragenden "Something" wählte man als weiteres Novum erstmals einen Harrison-Song als Singleauskopplung aus, was eindrucksvoll unterstreicht, dass aus George ein gereifter Songwriter geworden war.

Ursprünglich sollte das Album "Everest" heißen, wegen der gleichnamigen bevorzugten Zigarettenmarke (mit einer Bergsilhouette auf der Verpackung) von Toningenieur Geoff Emerick. Man erwägte deshalb, dass die Beatles zum Himalayagebirge reisen sollten, um dort die Fotos für das Cover zu schießen. Doch diese aufwendige Idee wurde wieder verworfen und so begnügte man sich schlussendlich mit einem Foto, das die Band bei ihrer berühmten Überquerung der "Abbey Road" zeigt und nannte das Album einfach so wie die Straße in der sich das Musikstudio befand. Eine gute Wahl, denn dieses Cover wurde schließlich absoluter Kult und ist mittlerweile unzählige Male kopiert worden. Daran mögen all die "Paul is dead"-Gerüchte, die damals in Verbindung mit dem Foto enstanden sind, einen nicht unerheblichen Anteil haben.

Kurzum "Abbey Road" ist ein Album das Geschichte schrieb. Es besitzt eine legendäre Verpackung, viele gute Einzelsongs sowie das überragende Abbey-Road-Medley der B-Seite, das dieses Album wie aus einem Guß wirken läßt. Völlig unbeeindruckt von den musikalischen Veränderungen der vergangenen 39 Jahre wirkt dieser Klassiker noch heute frisch und inspiriert. Dieser Longplayer ist für Musikliebhaber ein absolutes Muss und kann auch Neulingen nur ans Herz gelegt werden !!
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am 16. April 2009
Nach dem katastrophalen Versuch, in den Londoner Twickenham Studios neue Songs einzuspielen und sich dabei durchgängig filmen zu lassen, um das neue Album letztendlich auch noch zur Gänze live aufzuführen und als Live-LP zu veröffentlichen, schien das Ende der größten Band aller Zeiten besiegelt. Interne Streitereien nahmen überhand, Uneinigkeiten über die künstlerische Ausrichtung wurden unüberwindbar und große Motivationsprobleme in Sachen öffentlicher Aufmerksamkeit und dem Leben in der Band, vor allem seitens der spirituell interessierten John Lennon und George Harrison, ließen keine andere Schlussfolgerung mehr zu. Doch es geschehen noch Taten und Wunder: Nachdem das Twickenham-Projekt erstmal auf Eis gelegt wurde (um später unter dem Titel "Let It Be" noch als ganz manierliches, wenn auch ziemlich unausgegorenes Abschlussalbum zu erscheinen), rauften sich die Fab4 noch einmal zusammen und präsentierten schließlich das bestmögliche Abschiedsgeschenk, was sie ihren Fans hätten machen können: Abbey Road, ein Album wie aus einem Guss, voller hitverdächtiger Melodien, aber auch und vor allem voller neuartiger, herausfordernder Song-Strukturen und interessanter Arrangements - eine Platte voller Inspiration und Harmonie; einfach der würdige Abschluss des größten popularmusikalischen Phänomens überhaupt.
Schon die berühmten Anfangssequenzen des leicht jazzig angehauchten Klassikers "Come together" weisen zum Auftakt die Richtung, bevor mit George Harrisons "Something" der vielleicht schönste Lovesong der Rockgeschichte erklingt, gespickt mit Harrisons gefühlvollen Gitarrenriffs, seiner butterweichen Stimme und satten Streichern - legendär. Weniger emotionsgeladen, dafür aber ebenso melodiös und eher amüsant geht es in der Folge bei McCartney Popnummer "Maxwell's Silver Hammer" sowie seinem genialen 6/8-Kracher "Oh Darling!" daher. Daraufhin darf auch Ringo Starr mal als Songwriter ran: Sein "Octopus' Garden" kommt eher als banales Popliedlein daher, das sich allerdings schnell und effizient im Gehör des Rezipienten festsetzt und da auch nicht mehr heraus möchte. Einen starken Kontrast dazu bildet der Geheimtipp dieser Platte: Mit "I want you! (She's so heavy!)" bietet John Lennon unter Zusammenarbeit mit dem Keyboarder Billy Preston alles auf, was er hat: Leidenschaft, Melodiegespür, einfach Genialität in Sachen herausforderndes Songwriting. Diese 7 Minuten-Nummer hat einfach alles - ein Hochgenuss für anspruchsvolle Musikgenießer. Wiederum eine totale Wendung um 180 Grad stellt Harrisons darauf folgendes "Here comes the sun" mit seinem berühmten zuckersüßen Gitarrenintro sowie seinen eher seichten Melodielinien und Textzeilen dar. Ein Welthit, zu dem man weiter nichts hinzufügen muss. Was nun folgt, ist eine Serie zusammenhängender Tracks, die Lennon und McCartney so ziemlich im Wechsel beisteueren und zu einem hochinteressanten Ganzen zusammenbringen: Zunächst erklingt das fast als Choral in Erscheinung tretende "Because"; mit "You never give me your money" geht es dann ebenso schwungvoll wie McCartney-mäßig melodiös weiter, bevor das meditativ daherkommende "Sun King" für Entspannung sorgt und zu zwei weiteren, eher spaßig anmutenden Lennon-Nummern, nämlich "Mean Mr. Mustard" und "Polythene Pam" überleitet. Was nun noch folgt, ist eine Reihe von 5 McCartney-Tracks, bestehend aus dem schwungvollen "She came in through the Bathroom Window", den Schlafliedern "Golden Slumbers" und "Carry that Weight", sowie dem plakativ an diese Stelle gesetzten Rocker "The End", der in einem klugerweise nicht zu opulent angelegten orchestralen Finale kulminiert und das Album eigentlich schon abschließt, wenn sich da nicht noch das kurze Scherz-Lied "Her Majesty" einschleichen würde (vermutlich als poststrukturalistische Absicherung gegen jegliche Kitsch-Vorwürfe).
Insgesamt präsentiert sich "Abbey Road" als großartiges und herausforderndes Rock-Album, welches als geschlossenes Ganzes daherkommt und sich trotz der späteren Veröffentlichung des eher tristen "Let It Be" mit Recht als das ultimative Abschiedsgeschenk der Beatles an diese Welt, die sie und ihre Musik seit jeher mit so offenen Armen empfangen hat, gelten kann.
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am 22. Mai 2007
Tatsächlich hatte man den Beatles Abbey Road als Abschluß ihres Schaffens, aufgenommen nach dem LP-Nachfolger 'Let It Be' nicht mehr zugetraut. Und vielleicht gerade deshalb verbreitet das aus Einzelnummern bestehende Album eine Stimmung, die so aus einem Guss ist, dass mich Abbey Road schon immer wie ein Konzeptalbum anmutete. Die Unbeschwertheit der Anfangsjahre ist verflogen. Erwartungen, Abhängigkeiten drücken auf die Fab Four und jeder meint, es gehe zusammen nicht mehr und jedenfalls alleine besser. Sie wollens noch einmal wissen, nehmen den Sarkasmus Johns in Kauf und unterwerfen sich Pauls Diktat. George ist froh, seine Nummern unterzubringen. Und siehe da: Es entsteht Popmusic at its Best. Zwingend und treibend 'Come Together', Oh Darling' oder 'I Want You'; als Weltkulturgut konzipiert 'Something' und 'Here Comes The Sun'; british easygoing 'Maxwells Silver Hammer' und 'Octopuss Garden'. Ganz unterschiedliche Musik und doch aus einem Guss, ganz Beatles und doch anders als alles vorher einschließlich 'Srgt. Pepper' und dem 'White Album'. Auf jeden Fall eines, wenn nicht das beste Album der Beatles.
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am 11. November 2005
Gäbe es 6 Sterne, dieses Album hätte sie verdient. Was macht es zu etwas so Besonderem in der langen Beatles-Karriere ?
Nun, da ist zuerst einmal der Umstand, dass es die letzten Studioaufnahmen sind, die im Sommer 1969 entstanden. Allein dies erfüllt den Fan mit Wehmut, vor allem wenn das geniale Medley auf Seite 2 (LP) mit dem für die Beatles so typischen Satzgesang in THE END ausklingt und wirklich damit den Schlusspunkt setzt (dem McCartney lediglich noch ein ebenso typisches Augenzwinkern mit HER Majesty hinterherschiebt).
Als nächstes fällt auf, dass nach dem eher uneinheitlich und ziellos wirkenden WHITE ALBUM (dass dennoch ebenfalls wunderbar ist) und dem das Auseinanderbrechen der Band musikalisch wie filmisch festhaltenden LET IT BE ein Werk voller Harmonie und guter Laune entstand, worauf zwar alle Fans gehofft aber woran damals wohl kaum noch jemand geglaubt hat. Hier greifen alle Songs ineinander, werden die Gegensätze zwischen Paul und John zu wirklich einheitlichen Endergebnissen verschmolzen und durch Georges wohl stärkste Songs (außer While my guitar...) harmonisert und ein sich immer ein wenig ausgeschlossen fühlender Ringo perfekt eingebunden als gleichberechtigter Sänger und Instrumentalist.
Die perfekte Produktion des für die damalige Zeit weltbesten Produzenten George Martin verleiht dem ganzen Album schließlich jene Perfektion, mit der es nach mehr als 35 Jahren immer noch zu beeindrucken weiß.
Ebenfalls ein Novum war, dass mit der ausgekoppelten Single SOMETHING kein Lennon/McCartney Song gewählt wurde, was sicher auch noch einmal Balsam für George Harrisons wunde Seele war, fühlte er sich doch stets als Songwriter verkannt.
Schließlich wurde auch durch das berühmte Cover und die vielen hineininterpretierten Geheimnisse (Paul sei tot)eine einzigartige Verpackung geschaffen. Und so ist dieses Album auch ohne einen überragenden Nr.1 Welthit wie HEY JUDE, GET BACK oder schließlich LET IT BE das in seiner Gesamtheit überzeugendste Beatles-Album geworden.
Danke Beatles !
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am 19. August 2000
Dieses Album hat eine ganz besondere Geschichte. Mit dem Material von "Let It Be" waren die 4 Jungs aus Liverpool keineswegs zufrieden. Es bot zwar einige Highlights, diese wurden jedoch mit enormer Filigranität und zu zähfliessend produziert, dass sie den Beatles selbst keinen Spass mehr bereiteten, worauf Sie das Album- sowie das Filmprojekt auf Eis legten. Nachdem das Weisse Album schon nicht mehr im alten Beatles-Style produziert wurde und auch das Beisein von Yoko Ono bei allen Aufnahmen innerhalb der Band für Verwirrung sorgte, kam nun noch die Unzufriedenheit mit "Let It Be" hinzu und ein Split der Band war nicht gerade ein utopischer Gedanke. Also dachte sich George Harrison, er müsse die Jungs noch einmal zusammentrommeln, um den Fans nochmal ein gebührendes "Letztes Abendmahl" - schräger Vergleich - abzuliefern. Und das ist den Beatles gelungen. George Martin, der sich geschworen hatte nie wieder für die Beatles ein Album zu produzieren (er war mit der Produktionsweise der letzten beiden Scheiben unzufrieden) stieg mit grossem Bedenken in das Projekt ein, "Abbey Road" avancierte jedoch zu seinem Lieblingsalbum! Alles an diesem Album ist Kult. Das Cover ist eben so oft kopiert worden wie der Opener "Come Together", der vor allem in der Cover-Version der Band Gotthard noch mal auflebt. Die Single "Octopuss's Garden" sowie die beiden Harrison Stücke "Something" und "Here Comes The Sun" müssten jedermann bekannt sein. Die A-Seite der LP bietet jedoch auch mit "Maxwell's Silver Hammer", "Oh! Darling" und "I Want You" verdammt gute Kompositionen. Markanter ist jedoch die B-Seite von Abbey Road! Sie besteht aus bruchstückhaften Songs, die, auf geniale Weise kombiniert, eine Art Rockoper ergeben, die, zusammen mit dem Werk "Tommy" von The Who, das im gleichen Jahr veröffentlicht wurde, dem Begriff "Konzeptalbum" einen Namen gibt. Von den darin enthaltenen Songs sind vor das Opener-Trio "Because", "You Never Give Me Your Money" und Sun King" sowie das Schluss-Trio "Golden Slumbers", "Carry That Weight" und "The End" zu erwähnen. Es sind allesamt wunderschöne Beatles-Songs, wenn sie auch eigentlich untypisch für die Band sind. Vor allem der abschliessenden Worte von "The End": "And in the end the love you take is equal to the love you make" sowie die abschliessende Coda Harrisons treiben mir persönlich beinahe immer Tränen in die Augen! Das Angehängte "Her Majesty", das in wenigen Worten die Machtlosigkeit der Queen beschreibt überhört man dann, weil einem nach The End klar wird, dass so eben das Leben einer Legende zu Ende geht. Das zieht einen irgendwie emotional runter. Dasselbe erlebt man auch bei "The Long And Winding Road", dem Ende von "Let It Be". Aber ich will ja nicht emotional werden... Wie gesagt das Album hat viele inspiriert: Pink Floyds Roger Waters hat gesagt, dass es ohne "Abbey Road" kein "Dark Side Of The Moon gegeben hätte und Jimmy Page und Robert Plant tut es heute noch leid, dass "Led Zeppelin II" damals "Abbey Road" in den Album-Charts vom 1. Platz vertrieben hat. Besonders muss dieses Album jedoch Joe Cocker begeistert haben, denn er hat noch im gleichen Jahr Cover-Versionen von "Something" und "She Came In Through The Bathroom Window" auf sein Album "Joe Cocker!" gepackt! Meine Wertung 5 (in Wirklichkeit 6) Sterne für dieses Album!
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am 29. Oktober 2005
"Abbey Road" ist meiner Meinung nach das legendärste Album der Beatles. Das Cover ist legendär, die Umstände, unter denen es enstand ebenfalls (nach dem in den Augen der Fab Four missglückten "Let It Be"-Album, das erst nach diesem erschien als es die Band schon nicht mehr gab, trommelte George den Rest der Band zusammen, um nochmal ein perfektes Album zu machen) und die Musik ist es sowieso. John liefert mit "Come Together" und "I Want You ("She's So Heavy)" zwei seiner absolut besten Lieder ab (obwohl, hat er zu Beatles-Zeiten überhaupt schlechte oder nicht geniale Musik geschaffen?), Georges "Something" und das wünderschöne "Here Comes The Sun" sind für mich neben "While My Guitar Gently Weeps" seine besten Lieder ever und Ringo singt mit "Octopus's Garden" eines der bekanntesten Kinder-Lieder aller Zeiten und liefert so ganz nebenbei auf "The End" eines der besten Drum-Solos aller Zeiten ab. Dazu dann noch Paul, der unter anderem mit dem lustigen "Maxwell's Silver Hammer", "You Never Give Me Your Money" (zusammen mit Ringo) und dem Hidden-Track "Her Majesty"brilliert und beim grandiosen Medley, das ab "Sun King" beginnt und bis zu "The End" reicht spürbar seine Genialität einbringt. Diese CD ist für mich DAS Album der Beatles und es ist auch das Lieblings-Werk ihres Haus-Produzenten George Martin. Das hier ist ganz große Geschichte der Musik und für alle ein Muss und sofort zu bestellen!
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am 14. Dezember 2006
Als die Beatles 1969 noch zur Aufnahme eines (letzten) Studioalbums vertraglich verpflichtet waren, sprachen sie kaum noch oder lagen in offenem Streit miteinander. John Lennon - immer noch der Kopf der Band - schaffte es, den ziemlich genervten George Martin (den "5. Beatle") doch noch einmal ein letztes Mal als Produzent für das Album zu verpflichten. Der stellte aber eine Bedingung: Die Studioarbeit habe RUHIG und MANIERLICH abzulaufen - sonst mache er es nicht. Und die Beatles rissen sich zusammen...

Und wie sie sich zusammenrissen! Gegenüber den vorangegangenen Alben gab es noch einmal eine musikalische Weiterentwicklung: Georges Moog-Synthesizer wurde harmonisch ins Soundgefüge integriert. Was für großartige Chorknaben die Fabfour waren, hat man wohl nie besser gehört als auf "Sun King" und "Because". Paul gelingt auf der 2.Seite endlich das zusammenhängende Medley, das er schon für "Pepper" geplant hatte. George etabliert sich endgültig als GLEICHWERTIGER Songwriter neben John und Paul: Sein fantastisches "Something" wird als erste Single ausgekuppelt!

Trotz der oben geschilderten Bedingungen, unter denen dieses Album entstand: Es ist das HARMONISCHTE von allen Beatles-Alben! Es ist das Album für Groß und Klein, Jung und Alt, Experte und Novize. "Abbey Road" ist der letzte ganz große Geniestreich der Beatles - danach war die Band Geschichte.
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am 14. April 2003
Die letzten Aufnahmen mehr oder weniger. Und die besten allemal! Abbey Road hat nicht nur das legendärste Cover der vier, sondern auch die ausgefeilste, kraftvollste und stimmigste Musik. Besser als "Sgt. Pepper", "The Beatles (White Album)" und dem Film-Nachschlag "Let it be".
George Harrison steuert mit "Something" seinen schönsten Song überhaupt bei, "Come together" ist atemberaubend, "I want you" psychedelisch und orchestralisch, "Maxwell's Silver Hammer" lustig, "Octopus's Garden" bizarr, "Here comes the Sun" tränereich-schön. Ein Highlight nach dem anderen, in einer Stimmigkeit, wie auf keinem Album zuvor. Danach war bekanntlich Schluss, aber was hätte man "Abbey Road" auch noch draufsetzen können? Bei allen großartigen Alben, die die Beatles aufgenommen haben, ist dieses definitiv ihr bestes.
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