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am 12. August 2007
Musikalisch gesehen war das Jahr 1966 ein extrem Gutes. Bob Dylan veröffentlichte sein Meisterwerk "Blonde On Blonde", die Beach Boys brachten das legendäre "Pet Sounds" heraus und die Beatles erreichten mit "Revolver" den Gipfel ihrer Kreativität. Die Entwicklung, die bereits auf dem Vorgänger "Rubber Soul" zu hören war, setzte sich bei den Aufnahmen zu "Revolver" fort. Die Beatles verwendeten mehr Zeit auf die Entwicklung des Sounds und ließen sich, allen voran George Harrison, der hier gleich drei hervorragende Beiträge liefert, von fremden Musikstilen beeinflussen. John Lennon bezeichete "Revolver" als das "Acid Album" der Beatles, in der Tat waren bei der Entstehung der Platte eine ganze Menge bewußtseinserweiternder Drogen im Spiel, auch dies ist deutlich hörbar. "Revolver" markiert den Höhepunkt und gleichzeitig das Ende einer Ära, es ist das letzte Album, auf dem alle vier Beatles mit vereinten Kräften beteiligt waren und das erste, auf dem sich die individuellen Songwriter Freiraum schafften. Bereits auf dem nächsten Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" machen sich die ersten Auflösungstendenzen in dieser einzigartigen Band bemerkbar. Auf "Revolver" jedoch bekommt man jedoch noch einmal alles zu hören, was die Beatles so einmalig macht.
George Harrisons "Taxman" macht den Anfang, über einem treibenden Beat singt Harrison einen ätzend satirischen Text über die britische Steuerpolitik (der extreme finanzielle Erfolg britischer Bands hatte den königlichen Fiskus auf den Plan gerufen) und beschimpft die einstigen Premierminister Wilson und Heath als Steuereintreiber. Ein starker Auftakt.
"Eleanor Rigby" ist ein absoluter Meisterstreich von Paul McCartney. Keiner der Beatles spielte bei diesem Song ein Instrument, Produzent George Martin schrieb ein Arrangement für ein Streicheroktett, darüber erzählt Paul die traurige Geschichte der bemitleidenswerten Eleanor, die nach einer Hochzeit den Reis in der Kirche aufliest und findet eindringliche Bilder, die die Ausmaße der menschlichen Einsamkeit schildern. Trotz des tragischen Themas stieg die Single sofort auf Platz 2 der britischen Charts ein und hielt vier Wochen lang die Spitze.
"I'm Only Sleeping" ist ein famoser Alleingang von John Lennon und laut George Harrison der erste Song, bei dem die Beatles ein rückwärts abgespieltes Instrument (in diesem Fall bei einem Gitarrensolo) verwendeten. Der sarkastische Text erinnert ein wenig an "Dandy", bzw. "Dedicated Follower Of Fashion" von den Kinks, Lennon beschreibt darin jedoch sein eigenes gelangweiltes Luxusleben in der Londoner Vorstadt, ein gnadenlos kritisches Selbstportrait.
"Love To You" ist der zweite Harrison - Beitrag. Die Sitar, Harrisons neues Lieblingsinstrument, hat hier zum ersten mal die Ehre, das Leadinstrument eines Beatles - Songs zu sein, ferner holte man noch den Tabla - Spieler Anil Bhagwat ins Studio. Der erste Bealtes - Song mit wirklich orientalischer Atmosphäre, der viele andere Bands beeinflussen sollte.
Es folgt "Here, There And Everywhere", wieder ein klassischer McCartney - Ohrwurm, ganz klar von Brian Wilson, dem genialen Songwriter der Beach Boys, beeinflußt und eines der schönsten Liebeslieder der Beatles.
"Yellow Submarine" ist einer dieser Songs, die jeder schon mal gehört hat. Inzwischen über 40 Jahre alt, ist er noch immer in jedem Fußballstadion verteten. Geschrieben als Gesangsbeitrag für Ringo scheint es vor Drogenanspielungen nur so zu wimmeln, so knallbunt kommt der Text daher. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um ein simples Kinderlied, das immerhin die Inspiration für den genialen gleichnamigen Zeichentrickfilm war.
"She Said She Said" ist wieder ein eindeutiges Lennon - Gewächs, John setzt sich hier mit seinen LSD - Erfahrungen auseinander, inspiriert von einem Gespräch mit dem Schauspieler Peter Fonda, in dem der Satz "... I know how it feels to be dead" fiel. Ziemlich harter Stoff mit grandiosem Sound.
"Good Day Sunshine", wieder von McCartney, ist eine Hommage an die klassische britische Music - Hall, ein Gute - Laune - Lied mit unbeschwertem Text, wie es nur Paul hinbekommt.
"And Your Bird Can Sing" ist zwar einer der mitreißendsten Songs auf dem Album, inhaltlich geht es jedoch wieder um Lennons Erfahrungen mit LSD. Der Song besitzt eine unverkennbare Gitarrenline und gehört zu den besten Lennon - Songs der Beatles - Zeit, auch wenn John sein Werk später als "Schrott" bezeichnete.
Gleich darauf zeigt McCartney mit "For No One", was für ein hervorragender Songwriter in ihm steckt, der Song hat ein sehr kompliziertes Arrangement und es gibt ein kurzes Hornsolo, was noch keiner anderen Band eingefallen war.
"Doctor Robert" ist eine Hommage an einen New Yorker Arzt, der prominente Patienten immer bereitwillig mit den gewünschten Drogen versorgte, gemeint ist Dr. Robert Freyman, ein bekannter Promi - Mediziner.
"I Want To Tell You" von George Harrison besticht durch einen für die Bealtes ungewöhnlich schwermütigen Text und komplizierten Harmoniewechseln.
"Got To Get You Into My Life" ist noch einmal allerfeinster McCartney, musikalische deutlich von Motown inspiriert und mit großer Bläsersektion augenommen. Paul nimmt hier skeptsch Stellung zur neuen Modedroge LSD, die er zu dem Zeitpunkt noch nicht probiert hatte.
Das Album endet mit "Tomorrow Never Knows", einer der härtesten und eindeutigsten Drogensongs der Beatles, Lennon nahm zu dieser Zeit intensiv LSD und beschäftigte sich mit dessen bewußstseinerweiternder Wirkung. Lennons Stimme wird hier technisch verfremdet, um die Toneffekte zu erzielen wurden zufällig abgespielte Bandschlaufen aufgenommen. Das Ergebnis ist eines der ersten psychedelischen Meisterwerke.
Das Album zeigt die Beatles auf dem Höhepunkt ihrer Inspiration, als sie noch als Band mit vereinten Kräften an einem Strang zogen. Schon kurz nach den Aufnahmen hörten sie auf, Konzerte zu geben und der langsame Trennungsprozeß setzte ein. Hier gibt es noch einmal die wohl einflußreichste (und für viele beste) Band aller Zeiten zu ihrer größten Zeit zu hören.
Für jeden Musikliebhaber unverzichtbar.
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am 17. Dezember 2006
Dies ist das beste Album der bedeutendsten Band der Musikgeschichte. Gegenüber "Rubber Soul" wurde der instrumentelle Einsatz verbessert und erweitert, sodass im Vergleich zum Vorgängeralbum neue Klangerlebnisse geboten werden. Damit meine ich nicht nur den verblüffenden Einsatz von indischen oder klassischen Instrumenten, sondern auch die Art, eine kraftvolle verzerrte Gitarre zu spielen. Die Vielfalt der Stücke ist erstaunlich, wofür meiner Meinung nach gerade McCartney verantwortlich ist, der hier vielleicht den Höhepunkt seines musikalischen Schaffens erreicht hat, dicht gefolgt von Lennon, der (gemeinsam mit Produzent George Martin) mit "Tommorow never knows" ein fulminantes, absolut zeitloses Finalstück gezaubert hat. Auch Harrisons Beiträge sorgen dafür, dass der Standard (bis auf eine Ausnahme) gehalten wird. Ringo Starrs souveräne Art, das Schlagzeug zu spielen, kann man - wie immer - uneingeschränkt genießen. Man kann die einzelnen Stücke gar nicht genug loben, das zärtliche "Here, There and Everywhere" und das mitreissende "And your Bird can Sing" seien hier nur stellvertretend genannt. (Die behäbige Struktur von "Yellow Submarine" wird durch das verrückte Drumherum mehr als ausgeglichen). 35 Minuten voller großartiger Einzelstücke in so dichter Folge und Intensität, dass diese Einzelstücke wieder zu einem Gesamtwerk werden. Bei "Sgt. Peppers" sind beim Versuch, ein Konzeptalbum zu produzieren, zumeist weniger überzeugende Songs herauskommen, die für sich genommen im Schatten von "Revolver" stehen. Sechs Sterne.
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am 5. Juni 2003
In meiner frühen Jungend mitte der Siebziger, waren zwar die Beatles schon Geschichte, aber viele Beatles-Songs waren absolutes Pflichtprogramm in jeder Blues-Runde einer Jugendparty beliebiger Freizeitheime. Wir haben uns in der Bibliothek natürlich das blaue und das rote Album mit Ohrhörern im Duschbrausendesign angehört, weshalb diese Alben auch meine ersten Beatles Alben gewesen sind. Als die ersten Beatles CDs veröffentlicht worden sind, stürzte ich mich sofort auf die bekannten Alben wie 'Abbey Road", 'St. Pepper" oder das 'White Album", denn ernsthafte Musik von den Beatles vor dem als Musikmeilenstein geltenden 'Pepper" Album schien mir nicht möglich, da die Beatles vor 1967 doch nur fröhliche Gassenhauer komponiert haben, die man aus den Filmen 'Help" und 'Yeah, Yeah, Yeah" doch bereits so gut kannte. Irgendwie habe ich mir dann doch die Mühe gemacht und Revolver wirklich vollständig angehört. Natürlich kennt man 'Taxman", hat 'Got to get to into my life" bereits auf seiner 'Best of Earth wind and fire" Platte und auch 'Good day sunshine" hat man schon einmal in der Langnese Honig Werbung gehört.

Ich musste beim Anhören immer ungläubiger auf das Erscheinungsjahr 1966 schauen. Da wechseln mit jedem Lied die Stilrichtungen. Jeder Song ist nur so vollgepackt mit Ideen. Der Abwechslungsreichtum übertrifft alle Erwartungen um Längen. Die Platte war tontechnisch, musikalisch, instrumental einfach perfekt. Wenn ich nur daran denke, was andere Bands zu der Zeit so alles veröffentlicht haben, waren die Beatles allen anderen um Lichtjahre voraus. Dachte ich vorher, durch diverse Oldi-Sendungen beeinflusst, es ginge 1966 einfach aus klangtechnischer und instrumentaltechnischer Sicht nicht besser (dumpfer Sound, simple Gitarrenriffs usw.), so wurde ich eines Besseren belehrt. Die Komplexität und der Variantenreichtum der Songs haben die meisten Bands nie erreicht und auch die technische Ausführung der Songs fast alle Bands erst in den Siebzigern. Tja und selbst auf so einen Klamauksong wie ' Yellow Submarine" als absolutes Mitgrölerlebnis in jedem Pub muss man erst einmal kommen. Ich gebe zu, dass sich diese Genialität bereits auf 'Ruber Soul" abgezeichnet hat, aber der wirkliche Wendepunkt in eine neue Ära der Popmusik war für mich nicht erst das Pepper-Album, sondern bereits das Album Revolver. 1966 war auch das Jahr, in dem die Beatles ihren letzten Live-Auftritt hatten. Wer sich Revolver anhört versteht auch, dass diese Musik zu dieser Zeit einfach Live noch nicht umgesetzt werden konnte. Wenn ich zudem noch an die Fernsehsendung über die Beatles bei ihrer abschließenden US-Tour denke und dabei das grölen und kreischen der Fans in den Ohren habe, wird es für mich noch deutlicher, das die Band sich diese anspruchsvolle Musik durch derartige Live-Auftritte einfach nicht kaputtmachen wollte.

Meine persönlichen Anspieltipps sind:

'Got to get to into my live"
Eigentlich der beste Soul-Song aus diesem Jahr, trotz Steve Wonder, Isley Brothers, Four Tops oder wie sie sonst noch alle heißen. Nicht umsonst wurde dieser Song von den Soul-Heroen der Siebziger ' Earth wind an fire" gecovert und sehr erfolgreich veröffentlicht. So blöd das klingt, aber dieser Beatles Song wurde für die Soul/Funk-Band einer ihrer wichtigsten Hits. Was für mich aber wirklich überraschend war, ist die Tatsache, dass die Beatles Ausgabe moderner und frischer klingt. Sogar der Bläsereinsatz ist fetziger, obwohl gerade die Brasstruppe das Sahnestückchen von Earth Wind and Fire war.

'God day sunshine"
Ein richtiger Ohrwurm mit einem tollen Refrain. Das Lied klingt ebenfalls sehr modern. Nicht umsonst wurde es von der Langnese Honig Werbung im Original verwendet und nicht in einer modernisierten Coverversion.

'Love to you"
Wirklich aufregendes Sitar-Gezupfe von Mr. Harrison. Die indischen Einflüsse sind unüberhörbar.

'She said she said"

Lennon in Hochform. Der Song klingt eigentlich fast so wie der 2 Jahre später moderne 'Psychedelic Sound".

'Yellow Submarine"
Ringo Star kann nicht singen! Aber dieses 'Nichtkönnen" macht er auf diesem Song auf eine sehr sympathische Weise. Dafür ist die Melodie so einfach gestrickt, dass bei diesem Lied auch wirklich jeder mitsingen kann. Außerdem wird der Song noch durch tolle Bläser aufgewertet.

' Here, there and everywhere"

Eine wirklich sehr schöne Ballade.

"Eleanor Rigby"

Vielleicht der perfekteste Song auf der CD. Geniale Streicher. Der Song gefällt übrigens meiner 14 jährigen Tochter auch am besten. Man sieht dadurch sehr deutlich, wie sich auch die nachwachsende Jugend neu für die Beatles begeistern kann, wobei das bestimmt nicht an den beiden Rentnern Paul und Ringo liegt, deren "Boy Group Appealing" doch schon über 40 Jahre her ist.

Besonders die letzten beiden Songs scheint auch Sir Paul innig zu lieben, da er diese häufig bei seinen eigenen Live-Konzerten spielt. Insgesamt bin ich sowieso der Ansicht, dass die wichtigsten Songs auf diesem Album aus seiner Feder stammen.

Ich möchte aber trotzdem noch auf den letzten Song eingehen, den ich in meiner bisherigen Rezension unterschlagen habe. Tomorrow Never Knows, auf dem Album der letzte aber im Studio eigentlich der erste aufgenommene Song, hat nicht nur die absolute Besonderheit von rückwärts laufenden Tonbandschleifen, das tibetanische Totenbuch als Textvorlage und vermutlich einen John Lennon auf einen LSD Trip, der passend zu seinem Zustand auch noch beim Gesang die Stimme durch Effekte verfremden lässt, sondern wurde auch fleissig gecovert. Da sind bekannte Namen dabei wie Phil Collins, Living Colour, Billy Idol, Our Lady Peace oder die Pop Punker Motion City Soundtrack jeweils auf Studioalben, oder viele andere Interpreten auf deren Livealben. Aber egal welche Version ich mir anhöre, die Version von den Beatles ist für mich immer noch die spannendste ohne auch nur einen Hauch von verstaubt zu sein. Dieser monotone Beat lässt einen einfach nicht mehr los. Da stecken für die damalige Zeit wahnsinnig viel Technikspielereien drin, die definitiv damals auf der Bühne praktisch nicht umzusetzen gewesen sind. Es ist ein würdiger Abschluss, der meine Behauptung, die Beatles waren ihrer Zeit ein Stück voraus einfach noch mal akustisch bestätigt.

Zusammengefasst viel Rock, viel Pop, etwas Soul, einige Balladen. Vielfältiger kann eine CD eigentlich nicht mehr sein. Vor allem ist es zeitlose Musik für alle Generationen.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. November 2015
"Revolver", das siebte Studioalbum der Beatles, erschien im August 1966. Produziert wurde es natürlich wieder von George Martin. Es hat eine Laufzeit von knapp 35 Minuten, was damals vollkommen normal war. Drei Titel stammen diesmal von George Harrison, alle anderen von John Lennon und Paule McCartney, auf Coversongs wurde verzichtet.

Der Vorgänger "Rubber Soul" war schlichtweg genial! Wie kann sich der Nachfolger "Revolver" dagegen behaupten? Los geht es mit dem tollen Titel `Taxman` von George Harrison. Das ist ein richtig guter, rockiger Opener für das Album. Mit "Eleanor Rigby" kommt direkt der 2. Kracher. Paul McCartney singt den Song, sonst hören wir hier keinen der Fab Four. George Martin hat den Song für ein Streicher Oktett arrangiert. Auch der 3. Song `I`m only sleeping` gefällt mir sehr gut. Hier darf Lennon singen. Bei `Love you to` von Harrison hören wir diverse damals ungewöhnliche Instrumente wie Sitar und Tambura. Sehr experimentell das Stück und für die damaligen Ohren sicher was ganz besonderes. `Here, there and everywhere` ist eine schöne Ballade von McCartney. `Yellow submarine`, von Ringo Starr gesungen, ist sicher einer der bekanntesten Songs der Gruppe. Auch die folgenden Tracks sind durch die Bank sehr gelungen. Besonders gefallen mir `Good day sunshine`, `Got to get you into my life` und `Tomorrow never knows`. `Tomorrow never knows` ist starker Psychedelic und sicher ein Vorbild für viele nachfolgenden Gruppen. `Doctor Robert` soll es sogar wirklich gegeben haben. Er hat wohl die Gruppe mit "Medizin" versorgt. `You`re bird can sing` sorgt für gute Laune.

Auf "Revolver" stimmt einfach alles. Toller Gesang und Melodien, wie sie nur die Beatles konnten. Dazu wird kräftig experimentiert. Viele halten "Revolver" sogar für wichtiger als den Nachfolger "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band". Soweit möchte ich nicht gehen, bei mir stehen die Alben eher auf einer Stufe. Ganz fette 5 Sterne für ein weiteres Meisterwerk der Vier.
Das Remaster ist sehr gut gelungen!
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TOP 1000 REZENSENTam 9. September 2015
Als "Revolver" 1966 erschien,waren die Beatles längst Superstars,mit kreischenden Fans,ausverkauften Konzerttouren,Kultstatus usw.
Und das ist nicht verwunderlich.
Unter Zuhilfenahme ihres Produzenten George Martin hatten die "Pilzköpfe" geradezu magisch wirkende Melodien geschrieben und damit eine musikalische Revolution gestartet,die man sicher als legendär bezeichnen darf.
Bis zu ihrer Auflösung hatte die Gruppe einen stetigen Wandel durchgemacht,mit neuen Sounds,frischen Ideen,sodaß die ersten Alben mit den letzten kaum vergleichbar sind.
Den Anfang mit einer gewissen Progressivität in ihrer Musik machen George Harrison,Paul McCartney,John Lennon und Ringo Starr mit "Revolver".
Man muß es der Band zugute halten,daß sie in ihrer Berühmtheit,ihrem unfaßbaren Erfolg nicht in starren Mustern verharrte,sondern sich stetig weiterentwickelte,schräge Experimente wagte,ohne dabei alte Qualitäten über Bord zu werfen.
So kann man "Revolver" ganz sicher als beeindruckend abwechslungsreich bezeichnen.
Das freche "Taxman" mit dem abgehackten Grundrhythmus,das süßliche "I'm Only Sleeping",das an alte Zeiten erinnernde "Dr.Robert",das schräg-progressive "Tomorrow Never Knows",das infantil wirkende "Yellow Submarine" usw....
Die Beatles haben hier wie gewohnt mit viel Können und Klasse extrem ansprechende Melodien geboten,jedoch stellenweise eine Experimentierfreude an den Tag gelegt,die die ohnehin vorhandenen Qualitäten nicht nur ergänzt,sondern erst richtig herausbringt.
Bis auf die platten "Yellow Submarine" und "Good Day Sunshine" besteht "Revolver" für mich durchgehend aus Spitzen-Songs,die mich auf unterschiedlichsten Ebenen ansprechen,teilweise für Gänsehaut sorgen.
Besonders freut mich,daß auch George Harrison endlich mehr Raum für seine Kompositionen eingeräumt wurde.
Harrison stand als Songschreiber immer im Schatten von Lennon/McCartney,denen gemeinhin der kreative Teil der Musik zugeschrieben wird.
Tatsächlich hat Ringo Starr hauptsächlich Schlagzeug gespielt und ansonsten wenig beigetragen,Harrison jedoch braucht sich als Komponist hinter Lennon/McCartney nicht zu verstecken,was er gerade auch auf "Revolver" eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Ab "Revolver" sollte der experimentelle Teil in der Musik bei den Beatles stetig zunehmen,geblieben ist bis zum Ende jedoch das Gespür für schöne Melodik und eine einnehmende Umsetzung.
Für mich ist "Revolver" unbedingt eines der besten Alben der Band.

Der Sound war für damals recht gut,die alte Schallplatte klang entsprechend.
Die erste CD aus den 80ern konnte klanglich ebenfalls überzeugen,ohne zu begeistern.
An den Sound der Vinyl-Scheibe kam sie nicht ganz heran,im Vergleich zu anderen CDs (im Vergleich zu deren Vinyl-Ausgaben) der 80er von anderen Bands schnitt sie aber gut ab.
Wer die ersten CD-Auflagen von Genesis oder Pink Floyd kennt,weiß,was ich meine...(grusel).
Umso gespannter war man daher auf die angekündigten Remaster-Versionen der Beatles-Alben.
Es wurde versprochen,die Remasters mit äußerster Sorgfalt,auf höchstem technischen Niveau und ohne Eingriffe in die Authentizität der Musik vorzunehmen;das ist doch mal `ne Ansage.
Das Ergebnis löste jedoch dennoch gespaltene Reaktionen aus.
Zwar wurde auf Remaster-Sünden,wie extrem beschnittene Dynamik und Aussteuerung bis in den Verzerrbereich verzichtet,dennoch gibt es auch Kritik an den Überarbeitungen.
Die Remasters,also auch die von "Revolver" klingen transparenter,klarer,analytischer,als die alte CD,jedoch auch als die alte Schallplatte.
Während die Befürworter von deutlich mehr vernehmbaren Details in der Musik schwärmen,hören sich die überarbeiteten Versionen für Kenner der alten Scheiben eigenartig fremd oder vielleicht ungewohnt an.
Auch ich bevorzuge die alte CD,aber das fällt wohl in den Bereich Geschmackssache.
Ich kenne die Musik seit Jahrzehnten,hatte die alte Schallplatte und empfinde die CD von `87 als authentischer im Klang.
Daß schönere Aufmachung und eine Video-Dokumentation als Bonus für die moderne Edition sprechen,mag für manchen ausschlaggebend sein;moderner tönt es noch dazu.
Ich bleibe dennoch bei der alten CD,da sie bei mir,das mag an mir liegen,einfach mehr Emotionen auslöst.
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am 12. August 2015
Bereits der Vorläufer "Rubber Soul" legte den Grundstein für die weitere musikalische Evolution der Fab-Four, doch erst auf diesem im Original 1966 erschienenen Opus hier entfalteten sich haufenweise unterschiedliche Einflüsse zu einem stimmigen, von Anfang bis Ende überaus abwechslungsreichen Gesamtkunstwerk, das in vielerlei Hinsicht wegweisend sein sollte für nachfolgende Kreativhandwerker (zu nennen wären da vor allem die psychedelischen Aspekte, angefangen von der Sitar auf "Love You To", die in der Entwicklung speziell dieser Musikrichtung von nun an keine Nebenrolle mehr besetzte, bis zu den Tonexperimenten mit rückwärts gespielten Bändern oder hypnotisierenden Schlagzeugparts auf "Tomorrow Never Knows", welches nicht umsonst später von solch einer Drummer-Ikone wie Phil Collins auf seinem Solodebut gecovert wurde!). Auch die härtere Rockfraktion wird hier immer wieder gerne mal beide Ohren riskieren, denn einige Gitarrenklänge (Pauls z.B., der sich nicht immer nur auf die Baßarbeit festlegen ließ, auf dem Eröffnungsstück "Taxman", einer der 3 Harrison-Songs auf "Revolver") zeichnen sich durch eine gewisse "Bissigkeit" aus, die später bei den Hauptvertretern dieser Musikgattung perfektioniert wurde und auch Ringos kraftvolles Schlagzeug auf "She Said She Said" gehört durchaus dazu. Treibende, dynamische Kracher wie "Doctor Robert" und vor allem "And Your Bird Can Sing", aber auch ruhigere Sachen wie das traumhafte "Here, There And Everywhere" sowie die allseits bekannten Hits "Yellow Submarine", "Good Day Sunshine" und das soulige "Got To Get You Into My Life" sorgen dafür, daß Langeweile auf dieser Scheibe verboten ist. Aufgenommen wurde das Original in den Abbey Road Studios und produziert wurde es, na klar, von George Martin. Der gebürtige Berliner Musiker und Grafiker Klaus Voormann (auch gerne als "5. Beatle" bezeichnet) gestaltete das sehr bekannte Cover, wofür er ein Jahr später einen Grammy erhielt. Sowohl die Musik als auch das Coverartwork wurden von einem sehr großen Musikfachmagazin unter die vordersten Ränge gewählt und das absolut zu recht. Der Begriff "Meilenstein" ist eventuell das eine oder andere Mal überstrapaziert worden, jedoch ist er für "Revolver" eine wirklich alternativlose Bezeichnung! Die remasterte 2009er CD-Version des Albums hat neben der klangtechnisch exzellent aufgearbeiteten Musik auch noch ein sehr informatives Booklet, sowie als Bonus einen Video über die Entstehung von "Revolver" zu bieten, das, nebenbei erwähnt, NICHT die Waffe bezeichnet, sondern eine spanisch-englische Wortspielerei (span. "volver") darstellt. Gibt es eine andere Möglichkeit als 5 Sterne? Ja: 5+!!! Christian Schauer, Berlin. Weitere von mir verfaßte Rezensionen: Beatles "Love", Uriah Heep "Demons And Wizards"
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am 20. August 2014
Spätestens seit dieser Platte wusste der Fan anno 1966 das das definitiv das Ende der Konzerte war.
Mit dieser Platte haben die Fab Four endgültig den reinen Studiopassus klar gestellt: mit diesen Sounds, Experimenten und Füllen an Instrumenten können wir unmöglich noch live auftreten...
Vom gewohnten Sound der Beatmusik bis hin zu Experimenten mit dem Beginn des Psychedelic bietet uns die Band eine bis dato ungehörte Soundfülle. nicht vergessen, wir sind im Jahre 1966! Noch dazu gesellt sich eine munter Schar an Gästen dazu, darunter ein Inder mit Tabla...
Eleonor Rigby wird nur von Paul gesungen, den Rest erledigt ein Orchester. Zweifellos hatte George Martin unheimlich viel getan und auch Einfluss auf den Sound der (Studio) Beatles genommen, aber mit Revolver haben sie angefangen sich aus zu toben. Apropos Paul, nicht Leadgitarrist George hat im seinem Taxman die Leadgitarre gespielt, es war Paul....

Wenn ich die CD höre, höre ich lieber die Originale Ausgabe von 87,die "neueren" Remaster finde ich ein wenig zu steril. Das, finde ich, passt nicht zu den fast 50 Jahre alten Aufnahmen. Aber das ist Geschmackssache...

Klasse Album einer klasse Band. Leider viel zu kurz geraten, trotz 14 Songs.

Großer Tipp!!
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am 14. April 2005
Dieses Album stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der Pilzköpfe (damals trugen sie diese Bezeichnung durchaus noch zu recht) dar. Ähnlich wie das Vorgänger-Album "Rubber Soul" ist jedoch schon ein Übergang bezüglich der geschriebenen Texte und dem Einsatz von Musikinstrumenten zu verzeichnen.
Herausragende Komposition: "Eleanor Rigby". Dieses Klagelied über eine sehr einsame alte Frau erhält seinen besonderen Reiz durch die ungewöhnliche Orchestrierung mit Cello und Bratsche und darf daher ohne jeden Zweifel als ein absoluter Klassiker der Pop-Geschichte gelten.
In dieselbe Kerbe schlägt "Got to get you into my life" das ähnlich wie "Eleanor Riby" von McCartney's Lead-Stimme beherrscht wird, im Gegensatz dazu allerdings ein wirklich erfrischendes Stück Pop-Musik darstellt.
Auch die übrigen Kompositionen verdienen Beachtung. Vor allem "I want to tell you", "I'm only sleeping" und "For no one".
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am 27. Februar 2008
Das 1966er Album "Revolver" zeigt die Beatles auf dem Höhepunkt ihres Schaffens als kreative Köpfe, die im Studio herausfordernde und für Jahrzehnte richtungweisende Musik komponierten und aufnahmen. Dies kam einerseits durch den Entschluss zustande, auf die kräftezehrenden Bühnenauftritte der Vorjahre von nun an gänzlich zu verzichten, andererseits profilieren sich hier die beiden Bestandteile des erfolgreichsten Komponistenduos aller Zeiten, John Lennon und Paul McCartney, als eigenständige Künstler mit unverwechselbarer musikalischer Handschrift und einem unbeschreiblich guten Gefühl dafür, "die richtigen Töne zu treffen", wie man so schön sagt. Die Art und Weise, wie sich diese beiden Legenden auf "Revolver" ergänzen, wie sie genau die Gegenpole bilden, die den Legendenstatus ihrer Band erst ermöglichen konnten und sie musikalisch zu völlig neuen Ufern führten, ist aus der Retrospektive immer noch genauso faszinierend, wie sie es damals in der Entstehung des Albums gewesen sein muss.
Auf der einen Seite steht Paul McCartney, der mit seiner Melodieverliebtheit und seinem unvergleichlichen Gespür für prägnante Songstrukturen gut und gerne auch ein brillianter klassischer Komponist hätte werden können, was sich auch in seinen Arrangementideen, in denen Streicher und Bläser eine große Rolle einnehmen, widerspiegelt. Ob mit trauriger Melancholie wie auf "Eleanor Rigby" oder "For no one", ob schwärmerisch dahinschwelgend wie auf "Here, there and everywhere" oder von einer enormen Heiterkeit geprägt, die sich eins zu eins auf den Hörer überträgt, wie auf "Good day sunshine" oder "Got to get you into my life" - dieser Mann zieht den Hörer mit der Kraft und Schönheit seiner Melodien in seinen Bann wie kein Zweiter.
Auf der anderen Seite steht der eher in Richtung Künstlertyp tendierende John Lennon, der die Ecken und Kanten in die Musik der Beatles einbringt, der zeitweise auf eine rockige Gangart setzt und dazu noch mit neuartigen Sounds experimentiert und sowohl musikalisch als auch textlich im Ganzen eher augenzwinkernd und ironisch zu Werke geht. Herausfordernde Rocknummern wie "She said she said" oder "And your bird can sing" strahlen eine ungemeine Energie aus, während "I'm only sleeping" und vor allem das auf nur einem Akkord basierende und durch hochinnovative Klangexperimente berühmt gewordene "Tomorrow never knows" schon die spirituell-hypnotische Richtung andeuten, in die Lennon von diesem Zeitpunkt an im Zuge seines Lebenswandels immer mehr tendieren und damit für einige der genialsten Songs der Musikgeschichte sorgen sollte.
Die Tatsache, dass sich nun auch noch George Harrison vorwitzig unter die Songschreiber mischt und dabei auch noch glanzvoll reüssiert, steigert nur noch die Faszination, die "Revolver" ausmacht. Auf "Love you to" bringt er erstmals so richtig radikal seine sprichwörtliche Sitar und das damit verbundene "indische Element" in die Musik der Beatles ein, und mit "Taxman" sorgt er für einen Opener, der mit exzellentem geradlinigem Riffrock ein Bindeglied zwischen dem Rock'n'Roll der frühen Tage und der ungemeinen künstlerisch anmutenden Kreativität dieser Schaffensphase darstellt. Einziges Manko der Platte, wenn man hier davon sprechen darf, ist für mich der unglücklicherweise berühmteste Track des Albums, das vielzitierte und doch so alberne "Yellow submarine". Das geht nicht gegen den immer irgendwie sympathisch-bemitleidenswert wirkenden Drummer Ringo, der hier mal singen darf und dabei sicherlich nicht die allerglücklichste Figur macht, sondern eher gegen den Komponisten. "Yellow submarine" ist für mich einer der ganz ganz wenigen wenn nicht sogar der einzige Punkt in der Diskographie der Beatles, an dem Paul McCartney es mit der Seichtheit und Einfachheit seiner Melodieführung so weit getrieben hat, das es schon nicht mehr schön ist, sondern in diesem erhabenen und hochkreativen Albumzusammenhang einfach stört. Aber was soll man sich mit dem wenigen negativen aufhalten, wenn man so ein historisches und tolles Album vor sich hat. Flankiert von Vorgänger "Rubber soul" und Nachfogler "Sgt. Pepper" gehört es, zusammen mit Brian Wilson's "Pet Sounds" und Bob Dylan's 65/66er Folk-Rock-Trilogie, zu dem engstmöglichen Kreis des Kanons, der stellvertretenden für die Mitt-60er steht, jene Phase, in der die Rockmusik ihren kreativen Höhepunkt erreichte und die wohl richtungweisendste und beste Musik des 20. Jahrhunderts, wenn nicht sogar aller Zeiten (ich weiß, diese Quervergleiche hinken) geschrieben und aufgenommen wurde. Ein Muss für jeden.
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am 29. Dezember 2015
Gute Güte, was soll man über diese Scheibe (trifft eigentlich auf alle Beatles Scheiben zu) schreiben??
Musik = genial!!
Klang = wirklich großartig und selbst für den Vinyl Fan geeignet!!
Cover/Booklet = ich mag Digipacks, deshalb finde ich das Teil liebevoll und gut gestaltet.
Preis = habe für 7,99 € zugeschlagen, einfach toll.
Lieferung = wie für Amazon üblich "megaschnelle Zustellung".

Übrigens, gehört Eleanor rigby zu meinen Alltime Favorites von den Jungs, obwohl schon ca. 1.000.000 mal gehört, trotzdem, ich liebe den Song!!
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