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5.0 von 5 Sternen Gelungene Mischung aus Rock und Disco
Nach dem großen Erfolg des Vorgängers "Some Girls" kam 1980 dann Emotional Rescue raus...eine Platte mit Material, das aus den selben Aufnahme-Sessions stammt wie Some Girls und teilweise auch aus Tattoo You-Sessions.
Bei den Kritkern war Emotional Rescue" nie gut angekommen. Sie meinten immer, die guten Songs seien alle auf "Tattoo You" gelandet. Was aber...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2009 von Sjard Seliger

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rolling Stones - "Emotional Rescue"
Im Sommer 1980 erschien dieses Album, nach 2 jähriger Wartezeit und für meine Begriffe wird die Platte bis heute unterschätzt, ebenso, wie z.B. "Somegirls" (der Vorgänger) überschätzt wird.
Es sind beides keine schlechten Platten gewesen, aber weder war die eine "herausragend" noch die andere "grottenschlecht", vielmehr klingt "Emotional...
Veröffentlicht am 6. Juli 2011 von Andreas Hotzan


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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Mischung aus Rock und Disco, 13. Dezember 2009
Von 
Sjard Seliger (Neumünster, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
Nach dem großen Erfolg des Vorgängers "Some Girls" kam 1980 dann Emotional Rescue raus...eine Platte mit Material, das aus den selben Aufnahme-Sessions stammt wie Some Girls und teilweise auch aus Tattoo You-Sessions.
Bei den Kritkern war Emotional Rescue" nie gut angekommen. Sie meinten immer, die guten Songs seien alle auf "Tattoo You" gelandet. Was aber so nicht ganz stimmt.
EM ist eine gute Mischung aus typisch-gutem Stones-Rock'n'Roll ("Summertime Romance", "Let Me Go", "Where the Boys Go", "She's So Cold"), auf höchstem Niveau diesmal, und einigen groovigen Disco-Nummern ("Dance", Emotional Rescue"). Eine besondere Ausnahme ist "Send It to Me", wo sich die Stones wie schon 1976 auf dem "Black and Blue"-Album mit Reggae versuchen...und es gelingt ihnen!
Weiß der Himmel, warum Kritiker dieses Album immer als mittelmäßig oder durchschnittlich bezeichnen. Es ist deutlich unterschätzt und hat diese Urteile nicht verdient. Man höre sich nur mal "Undercover" von 1983 an und man weiß, wieso!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rolling Stones - "Emotional Rescue", 6. Juli 2011
Von 
Andreas Hotzan "Steini" (Fürstenwalde) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
Im Sommer 1980 erschien dieses Album, nach 2 jähriger Wartezeit und für meine Begriffe wird die Platte bis heute unterschätzt, ebenso, wie z.B. "Somegirls" (der Vorgänger) überschätzt wird.
Es sind beides keine schlechten Platten gewesen, aber weder war die eine "herausragend" noch die andere "grottenschlecht", vielmehr klingt "Emotional Rescue" um vieles besser, als was andere Zeitgenossen der Stones um 1980 herum abgelieferet haben, frisch und locker, wenn auch wieder mit der zu dieser Zeit offenbar unvermeidlichen Verbeugung vor dem vermeintlichen Zeitgeist, einzige Unverschämtheit allerdings: der Titelsong, hier versucht Mick Jagger, nun endlich ein BeeGee zu sein, die Disco-Welle war zwar noch nicht ganz verebbt, aber vielleicht glaubte man ja auch: wir sind die Stones, wir dürfen alles und können es ja sowieso auch besser.
Natürlich auch wieder eine unvermeidliche Nr. 1, es waren eben die Stones, nur wenige Jahre später war es mit diesem Automatismus vorbei.
Insgesamt hört man eine Band, die sich ein weiteres Mal selbst reproduziert, seit Mitte der 70er Jahre ist das so, bis heute, auf hohem Niveau, aber auch nichts mehr, was einen wirklcih umhaut.
Hat aber 1980 auch niemand mehr wirklich erwartet, glaube ich und außerdem: wollen wir denn "moderne" Stones?
Also im ganzen durchaus anhörbar, klingt heute beinahe zeitlos, abgesehen vom erwähnten "Ausrutscher", was will man eigentlich mehr?
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen She's so cold - 1994 Remaster, 15. Mai 2008
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
Etliche Titel auf "Emotional Rescue" waren Überbleibsel aus den Sessions für "Some Girls" zwei Jahre zuvor (die ich auch schon nicht so toll fand), und so ist es denn auch nicht verwunderlich, dass hier einiges wie Resteverwertung von Songs zweiter Wahl klingt. Für meinen Geschmack ist der Versuch, die Erfolgsformel von "Some Girls" weiter zu spinnen, hier gründlich daneben gegangen.

Ich werde mit der Platte einfach nicht warm - einfach weil sie mir durchweg zu kühl und anteilnahmslos produziert ist. Die Gitarren - und sogar Bobby Keys' Saxophon - klingen überwiegend dünn und hohl, und ich vermisse schmerzlich den rauen, dreckigen, warmen Sound der Stones bis einschließlich "Black and blue".

Dance (Pt. 1) ist okay, Keith hätte es lieber als Instrumentalnummer gelassen; die zweite Version mit richtig viel Text, If I was a Dancer (Dance Pt. 2) ein Jahr später auf "Sucking in the Seventies", gefällt mir besser, weil lebendiger. Let me go ist im Vergleich mit der Live-Version auf "Still Life" zwei Jahre später einfach zu brav. All about you ist eine der wenigen Balladen von Keith, die mich einfach nicht berühren (anders als z.B. Sleep tonight, Losing my Touch oder The worst etc.). Summer Romance und Where the Boys go sind einfach nur lärmig und hohl, ohne jede weitere Substanz. Send it to me ist ein netter, aber weiterer kühler Versuch, einen Reggae hinzulegen, und der Tiefpunkt der Platte ist für mich Indian Girl, in dem Jagger ohne jede innere Beteiligung zu fader Klavier- und Akustikgitarrenbegleitung von Vergewaltigung und weiteren Bürgerkriegsgräueln singt.

Überzeugend finde ich lediglich drei Songs: Emotional Rescue (eine Art Fortführung des Erfolgsrezeptes von Miss you) ist wenigstens originell, selbst wenn man (wie Keith) nicht so auf diese Art Musik steht. She's so cold hat mir immer klasse gefallen, seit ich es '80 zum ersten Mal im Radio hörte - hier passt die kühle Produktion wenigstens wie die Faust auf's Auge! Und mit Down in the Hole kriege ich endlich doch noch meinen langsamen, dreckigen Blues...

"Emotional Rescue" bleibt für mich die kälteste aller Stones-Platten. Sie klingt, als hätten die Stones hier nur die Form gewahrt und ohne große innere Beteiligung eine Pflichtübung in Stückwerk erledigt, und sie bleibt somit weitestgehend in meinem CD-Regal stehen.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen She's so cold - 2009 Remaster, 16. Juni 2009
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
Ich war mit den '94er Stones-Remasters immer zufrieden; die neuen von 2009 klingen allerdings doch noch mal kräftiger und etwas differenzierter. Für die neue Auflage wurde das Booklet mit den Thermo-Fotos einfach übernommen, d.h. Texte gibt's auch hier keine, da wurde mal wieder gespart.

Etliche Titel auf "Emotional Rescue" waren Überbleibsel aus den Sessions für "Some Girls" zwei Jahre zuvor (die ich auch schon nicht so toll fand), und so ist es denn auch nicht verwunderlich, dass hier einiges wie Resteverwertung von Songs zweiter Wahl klingt. Für meinen Geschmack ist der Versuch, die Erfolgsformel von "Some Girls" weiter zu spinnen, hier gründlich daneben gegangen.

Ich werde mit der Platte einfach nicht warm - einfach weil sie mir durchweg zu kühl und anteilnahmslos produziert ist. Die Gitarren - und sogar Bobby Keys' Saxophon - klingen überwiegend dünn und hohl, und ich vermisse schmerzlich den rauen, dreckigen, warmen Sound der Stones bis einschließlich "Black and blue".

Dance (Pt. 1) ist okay, aber ich bleibe etwas ratlos - ist es nun eine Gesangsnummer oder nicht? If I was a Dancer (Dance Pt. 2) ein Jahr später auf "Sucking in the Seventies" war besser, weil lebendiger. Let me go ist im Studio einfach zu brav (wie der Vergleich mit der Live-Version auf "Still Life" zwei Jahre später zeigte). All about you ist eine der wenigen Balladen von Keith, die mich einfach nicht berühren (anders als z.B. Sleep tonight, Losing my Touch oder The worst etc.). Summer Romance und Where the Boys go sind einfach nur lärmig und hohl, ohne jede weitere Substanz. Send it to me ist ein netter, aber weiterer kühler Versuch, einen Reggae hinzulegen, und der Tiefpunkt der Platte ist für mich Indian Girl, in dem Jagger ohne jede innere Beteiligung zu fader Klavier- und Akustikgitarrenbegleitung von Vergewaltigung und weiteren Bürgerkriegsgräueln singt.

Überzeugend finde ich lediglich drei Songs: Emotional Rescue (eine Art Fortführung des Erfolgsrezeptes von Miss you) ist wenigstens originell, selbst wenn man (wie Keith) nicht so auf diese Art Musik steht. She's so cold hat mir immer klasse gefallen, seit ich es '80 zum ersten Mal im Radio hörte - hier passt die kühle Produktion wenigstens wie die Faust auf's Auge! Und mit Down in the Hole kriege ich endlich doch noch meinen langsamen, dreckigen Blues...

"Emotional Rescue" bleibt für mich die kälteste aller Stones-Platten. Sie klingt, als hätten die Stones hier nur die Form gewahrt und ohne große innere Beteiligung eine Pflichtübung in Stückwerk erledigt, und sie bleibt somit weitestgehend in meinem CD-Regal stehen.
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14 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch einmal mit Gefühl !!!, 29. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
Mit der 1978 erschienenen LP "SOME GIRLS" waren die Stones nach langer Durststrecke künstlerisch wieder zu ihrem Niveau der späten Sechziger gelangt. Und mit "EMOTIONAL RESCUE" bewiesen sie, daß sie sich auch im Zeitalter von Punk und New Wave durchaus halten konnten. Für mich haben diese beiden Platten immer irgendwie zusammengehört, wo "SOME GIRLS" den lauteren, ungeschliffeneren Sound einer live im Studio eingespielten Wiederauferstehung des Rock'n'Roll liefert und damit den "orthodoxeren" Eindruck hinterlässt, gibt sich "EMOTIONAL RESCUE" stellenweise ausgetüftelter, feiner arrangiert und insgesamt abwechslungsreicher. Die Jungs scheinen richtig Spaß am Experiment (siehe auch das dazugehörige Thermo-Cover) gehabt zu haben, trotzdem ist dabei eine knackige Rockscheibe entstanden, die den Faden von "SOME GIRLS" weiterspinnt und einfach jedes Stück wert ist. "Dance" ist , ähnlich wie "Miss You" vom Vorgänger, eine gelungene Reminiszenz an die Disco/Funk-Ära, aber dank Charlie Watt's trockenen Drums und einigen sehr präzisen Riffs eine 100%ige Stones-Nummer, gefällt mir sogar noch besser, weil es hier nicht so ganz nach kalkulierter Hitsingle klingt. "Summer Romance" bietet, ebenso wie "Let Me Go", "Where The Boys Go" und das göttliche "She's So Cold" absolut zeitgemäßen (aus heutiger Sicht: zeitlosen) Rock, der die Einflüsse des Punk nicht verleugnet, sich aber auch nicht von ihm vereinnahmen lässt. Man nimmt Jagger und Co. einfach ab, was sie da bringen, diese Musik ist ihnen gemäß und wirkt überhaupt nicht gekünstelt oder erzwungen. Daneben gibt es mit "Send It To Me" noch eine ausnahmsweise gelungene Reggae-Adaption, feine mexikanische Bläser bei "Indian Girl" und mit "Down In The Hole" seit langem mal wieder einen richtig glaubwürdig dargebotenen Blues, den Jagger trotz klassischem Instrumentarium mit Mundharmonika unglaublich modern klingen lässt, also nix mit uralt und gähn! Überhaupt ist Jagger wieder extrem gut bei Stimme, was auch dem Titelsong zugute kommt, der sich - auch musikalisch - die BEE GEES und ihr "Saturday Night Fever" vorknöpft. Zugegeben, das Ding ist vielleicht wirklich Geschmackssache, war aber damals ein veritabler Charthit und ich habe es gemocht. Tja, und dann gibt es mit "All About You" zum Abschluss noch eine der für mich besten Keith-Richards-Gesangsnummern, die je auf einer Stones-LP veröffentlicht wurden, ein grandioser Ausklang für eine tolle LP. Ich denke, die 1980er "EMOTIONAL RESCUE" gehört mit der 1974er "IT'S ONLY ROCK'N'ROLL" zu den Stones-Platten, die qualitativ noch am dichtesten an ihre absoluten Meisterwerke ("BEGGAR'S BANQUET", "STICKY FINGERS", "LET IT BLEED" und "SOME GIRLS") rankommen. Nein, "EXILE ON MAIN ST." habe ich da nicht vergessen, denn die fand ich schon immer nichtssagend!
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rückkehr der Stones, 20. September 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
Irgenwann, so um 1980 rum, meldeten sich die Rolling Stones, seit 1962 im Geschäft und seit etwa 1975 totgesagt, wieder mal zurück. Ich erinnere mich, daß Thomas Gottschalk, damals noch legendärer disk-jockey von Bayern 3, sich zwei Abende Zeit nahm, dieses Album seinen Hörern vorzustellen. Die Begeisterung hält bei mir noch heute an. Der Nachfolger des legendären Gitarristen und Mitbegründers der Rolling Stones, Brian Jones, ein völlig unbekannter Gitarrist namens Mick Taylor, war längst durch Ron Wood, einem versierten Rockmusiker, ersetzt worden und so boten die Stones Rock vom Feinsten. "She`s so cold" ist neben "Emotional rescues" einer der absoluten Highlights dieses Albums.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vorangekündigter Erstabsturz. Mehr schlecht als recht..., 4. Februar 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
...versuchen The Rolling Stones am Beginn der 80er-Jahre Trends gerecht zu werden, die sich mit der urmusikalischen Integrität (also den Wurzeln) der Band einfach nicht vereinbaren ließen.
So überflüssig wie z.B. die Frage, ob denn die Stones mit einem Brian Jones - wenn er zu dieser Zeit noch gelebt hätte - jemals eine Platte wie EMOTIONAL RESCUE gemacht hätten, ist auch das Album selbst. Verwunderlich genug (wenigstens im Nachhinein gesehen), dass ein Keith Richards an solcher Musik Gefallen und Interesse finden konnte. Naja...

Jedenfalls kann EMOTIONAL RESCUE keine echte Überraschung gewesen sein, tendierte doch schon SOME GIRLS (das ich keineswegs für ein wirklich tolles Stones-Album halte), wenn auch noch deutlich mehr rockorientiert, ein bisschen in Richtung "Disco" und bediente sich kühler, glatter Sounds. Das, was sich auf SOME GIRLS also schon als leise böse Vorahnung bemerkbar gemacht hatte, fand in EMOTIONAL RESCUE seinen vorläufigen negativen Höhepunkt - leider! Immerhin gelang mit dem Nachfolgewerk TATTOO YOU (1981), das sich so wie auch diese Platte hier vieler Überbleibsel aus den Some-Girls-Sessions bediente, wieder eine kleine Steigerung, ehe es dann im Laufe der Mittachziger zur schwersten musikalischen Krise der Steine kam...

Warum ich die Scheibe trotzdem besitze? Nun, ich bin Stones-Fan mit Herz und Seele und sammle leidenschaftlich gern CDs. Und: Da ist ein Song namens SHE'S SO COLD auf der Platte, der den gesamten negativen Geschmack, den die Platte nach einem Gesamthördurchgang zu hinterlassen droht, fast in 4 Minuten wettmachen kann. WAS für eine geniale Nummer ist das! Hier klingen die Stones für eine kurze Zeit wieder nach sich selbst: warmherzige, countryähnliche Gitarrenklänge, ein simpler, aber groovender Rhythmuspart, begleitet von einem - zugegebenermaßen - flachen, aber eindringlichen Text, den so "lyrisch" nur ein Mick Jagger "vortragen" kann...
Gut, DANCE (Part 1) ist eigentlich auch recht ordentlich geworden. Zumindest für mich ist dies eines der geglücktesten Disco-Experimente der Stones. Aber "Disco" bleibt es halt trotzdem. Auch SEND IT TO ME würde ich noch als kleinen Lichtblick auf EMOTIONAL RESCUE bezeichnen - was der Song vor allem seiner Atmosphäre (und genau die fehlt auf dem Album ansonsten meist) und einmal mehr Jaggers Stimme und Interpretation zu verdanken hat...
Das war's dann aber auch schon. Der Rest ist Fehlanzeige. Uninspiriert, gedrungen, kühl, flach und platt hört sich das Gesamtpaket EMOTIONAL RESCUE - wenigstens für meine Ohren - an. Ich verstehe ja auch nicht, warum sich die Stones dazu gemüßigt fühlten gleich 2 Jahre nach SOME GIRLS noch einmal ein Album auf den Markt zu bringen. Es wäre viel klüger gewesen, die wenigen Highlights, die man bis dahin gesammelt hatte, nochmals durchzufiltern und allesamt auf einer Scheibe (mitsamt dem Material von TATTOO YOU) zu veröffentlichen. Aber gut - Geld wird's schon zur Genüge eingebracht haben, nehme ich mal an...

Wie gesagt: EMOTIONAL RESCUE ist einer der wenigen Tiefschläge der größten Rock 'n' Roll Band der Welt und in Anbetracht der Tatsache, dass, wenn man verschiedene Trends mitmachen will, manchmal halt auch auf die Schnauze fällt, ein verzeihbares Missgeschick. Dass diese Platte ihrerseits wiederum eine böse Vorankündigung für das (meiner Meinung nach) ebenfalls misslungene UNDERCOVER sowie DIRTY WORK (das bestenfalls einen Hauch besser davonkommt) war, ist dann wieder eine andere Geschichte... Bis STEEL WHEELS - einer kleinen, aber immens wichtigen Wiederauferstehung - sollte es noch fast ein ganzes Jahrzehnt dauern. Aber immerhin: Bis EMOTIONAL RESCUE haben die Stones 18 Jahre lang im Grunde kein einziges wirklich schlechtes Album herausgebracht, auch wenn ich persönlich das 1967 erschienene BETWEEN THE BUTTONS nicht so toll finde...

Aufgrund der Tatsache, dass es trotz allem immer noch The Rolling Stones sind (und das hört man phasenweise ja auch noch), die hier musizieren und dass SHE'S SO COLD ein Track auf EMOTIONAL RESCUE ist, vergebe ich - ein bisschen schweren Herzens (weil Stones-Fan) - 2 STERNE...

Wahre Fans werden sich die Scheibe aber ohnehin nicht entgehen lassen! Und soweit ich weiß, ist SHE'S SO COLD nur auf diesem Album und auf keiner Compilation zu finden, weshalb der Kauf des Tonträgers (falls er noch ein bisschen billiger werden sollte) in irgendeiner Weise doch noch gerechtfertigt erscheint...

Unterkühlter Kampf gegen Maschinenrhythmen und belanglose Disco- und Popplätscherer, den die Stones mit ihrem Grundverständnis von Musik eigentlich so und so nicht gewinnen konnten. War im Nachhinein gesehen aber vielleicht auch besser so...

Also: Ich sage nicht, dass man sich die Scheibe nicht zulegen soll. Man sollte nur keine allzu hohen Erwartungen in EMOTIONAL RESCUE setzen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass das Album tatsächlich jemanden aus einer schweren emotionalen Lage erretten kann, auch die Band hatte es einst nicht gerettet... So... Punkt.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sommer Romance, 31. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
Es war damals die Sommer LP des Jahres. Werner Reinke stellte sie mit der neuen Queen r(The Game) in einer extra Sondersendung vor.
Die Bravo, der Rolling Stone sowie der MusikExpress reagierten mit Höchstwertungen.
Was heute bleibt : Emotional Rescue, Sommer Romance, She so Cold, Dance.. etc. hört Sie im Sommer am See .-)
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Deutlich besser als ihr Ruf!, 29. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
Emotional Rescue ist für nich eine typische Vertreterin der 3 New York City LPs der Stones, also die Platten aus der Zeit, in der Mick, Keith und Ronnie sehr stark am New Yorker Leben beteiligt waren. Diese Periode reicht von Some Girls 1978 bis Tattoo You im Jahre 1981 und ist für mich qualitativ genauso gut wie die 4 Über-LPs von 1968-72.
Gekonnt verflechten die Stones hier wilde Punk-Akkorde von Richards und Wood wie bei Let Me Go oder dem hammergeilen She's So Cold mit die tollen Texten von Jagger und der geradlinigen Rhytmusgruppe von Watts und Wyman.
Andere Highlights sind mit Sicherheit das flippige Summer Romance, das warmen Rhythmen von Down In The Whole und Indian Girl und der abgebrühte Groove von Keefs All About You am Ende der Platte.
Dance ist die beste Rock-Disco-Nummer aller Zeiten und Emotional Rescue ist nunmal ebenso Geschmackssache wie Worried About You (1981) oder Shattered (1978).
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mischmasch aus zu vielen Stilrichtungen, 3. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Emotional Rescue (Audio CD)
Das Problem mit einigen weniger gut verkauften Stones-Platten taucht auch hier auf: Es sind zu viele Stilrichtungen vereint. Dadurch erscheint die CD nicht "wie aus einem Guß" und ein Anhören am Stück läßt keine rechte Freude aufkommen, weil man sich ständig auf einen neuen Stil einstellen muß. Die Stones sind einfach zu vielseitig. Auf dieser CD findet sich zunächst ein wunderbar tanzbarer Hit namens "Dance" im üblichen Easy-Listening Stil für die Disco-Generation. Danach werden mit "Where the boys go", "She's so cold" die damaligen New-Waver bedient, die wiederum Disco verabscheuten. Der klassische Stones-Rock ist mit "Let me go" einigermaßen abgedeckt. Aber dann kommen noch ein paar blueslastige Schwergewichte wie "Down in the Hole" und "All about you", die nun überhaupt nichts mehr mit Disco und New-Wave zu tun haben. Bei diesen Titeln überwiegt Schwermut und Weltschmerz. Jede Stilrichtung, so perfekt sie von den Stones auch auf dieser CD dargeboten wird, beißt sich irgendwie mit den anderen. Es ist, als hätte man Madonna, die Sex-Pistols und B.B. King auf das selbe Konzert geschickt. Das beste ist, man brennt sich mit ausgewählten Titeln dieser CD eine eigene CD, die man mit anderen Stücken der Stones kombiniert. Die Selbstgebrannten könnte man dann folgendermaßen nennen: "Stones im Disco-Fever", "Stones spielen Stones", "Stones für Bluesmen".
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Emotional Rescue
Emotional Rescue von The Rolling Stones (Audio CD - 2009)
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