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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Dezember 2009
Nach dem großen Erfolg des Vorgängers "Some Girls" kam 1980 dann Emotional Rescue raus...eine Platte mit Material, das aus den selben Aufnahme-Sessions stammt wie Some Girls und teilweise auch aus Tattoo You-Sessions.
Bei den Kritkern war Emotional Rescue" nie gut angekommen. Sie meinten immer, die guten Songs seien alle auf "Tattoo You" gelandet. Was aber so nicht ganz stimmt.
EM ist eine gute Mischung aus typisch-gutem Stones-Rock'n'Roll ("Summertime Romance", "Let Me Go", "Where the Boys Go", "She's So Cold"), auf höchstem Niveau diesmal, und einigen groovigen Disco-Nummern ("Dance", Emotional Rescue"). Eine besondere Ausnahme ist "Send It to Me", wo sich die Stones wie schon 1976 auf dem "Black and Blue"-Album mit Reggae versuchen...und es gelingt ihnen!
Weiß der Himmel, warum Kritiker dieses Album immer als mittelmäßig oder durchschnittlich bezeichnen. Es ist deutlich unterschätzt und hat diese Urteile nicht verdient. Man höre sich nur mal "Undercover" von 1983 an und man weiß, wieso!
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am 24. November 2015
Mit einigem Abstand, in diesem Falle immerhin 35 Jahre, beurteilt man manche Dinge doch etwas gelassener.
Damals, in 1980, war ich noch absoluter Hardcore-Stones-Fan. Kritik an ihren Aufnahmen kommentierte ich höchstens mit einer gerümpften Nase.
"Emotional Rescue" empfand ich immer als eine logische Weiterentwicklung von "Some Girls". Vielleicht etwas geschliffener, weniger aneckend.
Aber durchaus hörenswert. Und das ist bis heute so geblieben.
Bemühe ich mich um eine objektive Betrachtungsweise ihrer Arbeit, lasse also den Heroismus außen vor den ich als Jugendlicher empfand, kommt dieses Album weiterhin "straight" rüber und klingt immer noch gut.
Kein Meisterwerk, ganz klar. Aber doch ein solides Stück Rock n'Roll, deutlich besser als andere Veröffentlichungen dieser Decade.
Und auch deutlich spannender als einige ihrer zuvor erschienenen Platten.
Die Stones hatten ihre Zeit und die endete irgendwann in den frühen 70ern.
Was danach kam, betrachte ich als pures Entertainment. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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am 6. Juli 2011
Im Sommer 1980 erschien dieses Album, nach 2 jähriger Wartezeit und für meine Begriffe wird die Platte bis heute unterschätzt, ebenso, wie z.B. "Somegirls" (der Vorgänger) überschätzt wird.
Es sind beides keine schlechten Platten gewesen, aber weder war die eine "herausragend" noch die andere "grottenschlecht", vielmehr klingt "Emotional Rescue" um vieles besser, als was andere Zeitgenossen der Stones um 1980 herum abgelieferet haben, frisch und locker, wenn auch wieder mit der zu dieser Zeit offenbar unvermeidlichen Verbeugung vor dem vermeintlichen Zeitgeist, einzige Unverschämtheit allerdings: der Titelsong, hier versucht Mick Jagger, nun endlich ein BeeGee zu sein, die Disco-Welle war zwar noch nicht ganz verebbt, aber vielleicht glaubte man ja auch: wir sind die Stones, wir dürfen alles und können es ja sowieso auch besser.
Natürlich auch wieder eine unvermeidliche Nr. 1, es waren eben die Stones, nur wenige Jahre später war es mit diesem Automatismus vorbei.
Insgesamt hört man eine Band, die sich ein weiteres Mal selbst reproduziert, seit Mitte der 70er Jahre ist das so, bis heute, auf hohem Niveau, aber auch nichts mehr, was einen wirklcih umhaut.
Hat aber 1980 auch niemand mehr wirklich erwartet, glaube ich und außerdem: wollen wir denn "moderne" Stones?
Also im ganzen durchaus anhörbar, klingt heute beinahe zeitlos, abgesehen vom erwähnten "Ausrutscher", was will man eigentlich mehr?
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am 28. Juni 2011
... die Songs haben mich dieses Mal nicht ganz so berührt wie die VOrgänger- Alben!
Ganz klar haben hier musikalisch die 80er- Jahre angefangen, auch für die Stones, die mit dieser Platte sicherlich auf der Höhe ihrer Zeit waren. Im Gegensatz zu "Some Girls" ist finden sich hier wieder weniger Punk- und Rock and Roll- ANklänge. Dafür aber sehr viel Country und Reggae, und die ganz neuen Stilrichtungen von Funk und Disco.
Letzteres war ein Versuch sicherlich wert; aber das passt irgendwie nicht ins Image dieser Band. Man ist etwas verwirrt. Es fehlen auch die tiefen Blues- Klänge. VOn ihren Ursprüngen - das scheint klar zu sein - haben sich die Stones hier inzwischen schon sehr weit entfernt!
Sicher darf man es den Stones dabei aber nicht übelnehmen, wenn sie sich hier wieder sehr experimentierfreudig und äußerst vielseitig zeigen.
Dennoch: es bleibt ein nachdenklicher Beigeschmack beim HÖren der Songs.
Ich habe das Gefühl, dass Mick Jagger's Stimme noch nie so aufdringlich wirkte; sich sonst nie so unpassend in den Vordergrund gespielt hat, wie auf dieser Platte. Er hätte sich mehr zurückhalten sollen; irgendwie melodiöser kommen sollen. Mir kommt er ein wenig vor, als würde er sich hier nicht ganz in seinem Element fühlen?!
Und ich habe auch ein wenig den Eindruck, dass sich die Stones ein wenig zu sehr an die neue Generation anbiedern wollen, ohne dabei wirklich überzeugend zu wirken. Immerhin gehen die Jungs hier ja auch schon stark auf die 40 zu. VOm Gesang her kommt mir Jagger auch noch ein wenig so vor, als würde er zu "primitiv- cool" in Möchte- gern- junger, nicht unbedingt intelligenter Manier auf Punk- Sänger machen, ohne dabei aber Punk zu singen.
Immerhin gehen die Jungs hier schon stark auf die 40 zu. Und ich habe das Gefühl, Jagger könnte hier in seiner Midlife- Crisis sein?
Auf jeden Fall gefällt mir - gemessen an den anderen Kriterien - hier Jaggers Solo- Gesang am wenigsten. Er wirkt für mich etwas einfallslos, unengagiert; er gibt ziemlich wenig "Seele", finde ich. Er wirkt stellenweise unpersönlich, ja arrogant.
Songwriting, Kreativität und Instrumenteeinsatz sind da schon wesentlich besser.
Die TEXTE kommen mir hier allerdings fast ausnahmslos äußerst belanglos vor. Ncihts zum Nachdenken. WEnig Aussagen. Flach. Oft pseudo- intelligent wirkend. Peinlich.
Für mich macht die Scheibe auch insgesamt einen zu glatten, unpersönlichen, berechnenden, "seelenlosen" Eindruck.

Das Cover ist bei weitem das Schlechteste, das jemals auf einem Stones- Album war. Wer diese dämliche Idee hatte? Es repräsentiert für mich in keinster Weise die Musik der Rolling Stones! Nachtsichtgerät- Aufnahmen! Es wirkt sehr bizarr, beunruhigend, ohne Aussage, und viel zu kühl. Man fragt sich, welche Drogen denn diesen "Horror- Trip" verursacht hätten! - LSD? "Thema verfehlt", würde man auf jeden Fall sagen wollen!

So schlecht wie die Verpackung ist der Inhalt dann aber auf jeden Fall nciht. Die ganz großen Knaller hat die Platte zwar nicht. - Vielleicht auch das ein Grund dafür, dass über diese Platte heute kaum mehr Jemand redet. Dafür aber sind die einzelnen Songs durchaus gelungen; ich finde hier keinen Songs wirklich schlecht. Allerdings auch keinen, den ich unbedingt zu den besten Stones- Songs zählen würde.
Zu den einzelnen Songs (wohlgemerkt: ich beurteile hier äußerst kritisch! - man kann gerne anderer Meinung sein):

- "Dance" ist eine sehr schwungvolle, gute, funky Disko- Club- Nummer mit einem Super- Bläser- Einsatz und gutem Harmonie- Gesang. Schon recht innovativ und auf der Höhe ihrer Zeit. Eine gute Sache für die Disko. Auch in diesem Genre können die Stones also durchaus mithalten. Für mich ein ganz heißer Favorit auf den Gewinn des "Preises" "Song des Albums", der völlig zurecht die temporeiche EInleitung dieses Albums ist!

- "Summer Romance", wieder mit guten Bläsern. Simplerer Rock and Roll- Rhythmus; etwas wie "aus der Konserve".

- "Where the boys go" klingt ähnlich; kommt übertrieben "cool" rüber. Einfacherer Rock- Rhythmus. Für mich einer der schwächeren Songs der Platte. Text sinnlos.

- "Let me go" hat stark country- lastigen Rhythmus und Instrumentierung. Text: schwach.

- "Send it to me" ist ein einfacherer Reggae- Rhythmus. Ziemlich schwach. Text: sinnlos.

- "Indian Girl", ein Country- Song. Man hat aber den Eindruck, der Sänger will einen mit dem Text verarschen.

- "Emotional Rescue", ein sich etwas witzig anzuhörender Versuch, wenn Mick es hier - wie ein Homo oder Kastrat - mit der Kopf- Stimme versucht, ähnlich Prince oder den Bee Gees. Passt nicht ganz zu ihm. Das Ergebnis ist aber auch wieder nicht ganz so schlecht.

- "Down in the Hole", langsamere Country- Ballade. Zu diesem SOng hätte ein wirklich tragischer, tiefgängiger, oder/ mit zornig- kritischer Text gepasst. Dann wäre der SOng wirklich schon sehr perfekt.

- "She's so cold" ist ein country- lastiger, schneller Rocksong, den Viele für den besten Song dieses Albums halten. Tatsächlich geht durchaus die Post ab, auf originelle WEise, so dass er auch zu meinen Favoriten hier zählt. ALlerdings wirkt er für meinen Geschmack auch etwas zu "cold", und eine Spur zu poppig. Und es hätte dem Song wirklich besser getan, wenn da ein besserer Text draufgekommen wäre, wie man es von den Stones früher noch eher gewohnt war, anstatt das sinnlose "neuartige" Disko- Geplärre kritiklos zu kopieren!

- Die Ballade "All About you" ist an den Schluss zu setzen bei diesem Album war eine gute Idee; von den Jungs ein Abschiedsgruß von dieser Platte! Geanglich nciht ganz perfekt, dennoch gefühlvoll genug vorgetragen.

FAZIT: meiner Meinung nach hätte die Platte durchaus ncoh 5 STerne verdient, wenn sie auch nicht die beste Platte der Stones ist!
Allerdings stellt sich für mich bei diesen Songs nicht ganz so das "stones- typische", angenehme Feeling ein wie früher. Die Stones haben sicherlich mit ERfolg sich den neuen musikalischen Trends versucht anzupassen; jedoch ist für mich dabei ein wenig zu viel "Stones- Originalität", im Sinne ihres alten Stils verloren gegangen. Auch wirken die Stones nicht mehr ganz so "echt" wie auf den VOrgänger- Alben. Anpassung in Ehren; aber mit fast 40 muss man mit den verdienten "Meriten" einer solch großartigen Rockband nicht mehr unbedingt auf 20 machen, und sollte die Fehler und Schwächen dieser Altersgruppe nicht als "cool" betrachten, sondern sollte überlegener dabei wirken, als eine Band, die weiterhin Vorreiter ist, anstatt Kopie des Neuen. azu!
Vor allem Jagger gefällt mir hier wenig.
Besonders verärgert haben mich aber hierbei die Texte, wodurch die Songs meiner MEinung nach sehr an Würde und Wert verlieren. Denn die Texte gehören für mich zur Seele und Qualität eines guten Rocksongs unbedingt dazu! Man hat den Eindruck, Jagger hätte sich intellektuell nicht weiterentwickelt, wäre auf dem Stand der Pubertät stehen geblieben, weil er nur noch mit Jugendlichen in der Disko abhängen würde, und hätte es aufgegeben, die Jugend ncoh zu belehren, ihnen Lehrer und Vorbild zu sein, und macht hier einfach einen auf Mitläufer, zu einer Zeit, wo gute Texte wirklcih Mangelware waren, und scheinbar nicht "zum guten Ton" in der Musikszene gehörten.
Vielleicht stört mich das ALbum vor allem deshalb, weil ich es zu sehr an den zeitgenössischen Pop angebiedert finde. Und letzterer ist nunmal nicht meine Sache. Es ist also der Zeitgeist, den ich hier nicht mag; wofür man aber die Rolling Stones nicht unbedingt tadeln sollte. Die musik machte zu diese Zeit eine allmähliche Entwicklung in Richtung Synthi- Pop (womit die Stones zum Glück nie viel zu tun haben sollten!).

Nichtsdestotrotz gehört das Album noch zu den Besten seiner Zeit, auch wenn mir das VOrgänger- Album "Some Girls" besser gefallen hat. Die Songs kann man nciht so oft hören wie bei anderen Stones- Alben.
Es ist dennoch ein interessantes Album, vor allem wenn man den Stones das Experimentieren mit neuen Stilen nicht übelnehmen will. Die Country- Rhythmen sind hier jedoch sehr gut gelungen, und weisen auf jeden Fall eine Perfektionierung zu den Vorläufern auf.

Rein musikalisch gesehen also ein gutes Stones- Album! Nicht das Beste, aber bei weitem auch nciht das Schlechteste! Hörenswert auf alle Fälle!
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am 29. November 2003
Mit der 1978 erschienenen LP "SOME GIRLS" waren die Stones nach langer Durststrecke künstlerisch wieder zu ihrem Niveau der späten Sechziger gelangt. Und mit "EMOTIONAL RESCUE" bewiesen sie, daß sie sich auch im Zeitalter von Punk und New Wave durchaus halten konnten. Für mich haben diese beiden Platten immer irgendwie zusammengehört, wo "SOME GIRLS" den lauteren, ungeschliffeneren Sound einer live im Studio eingespielten Wiederauferstehung des Rock'n'Roll liefert und damit den "orthodoxeren" Eindruck hinterlässt, gibt sich "EMOTIONAL RESCUE" stellenweise ausgetüftelter, feiner arrangiert und insgesamt abwechslungsreicher. Die Jungs scheinen richtig Spaß am Experiment (siehe auch das dazugehörige Thermo-Cover) gehabt zu haben, trotzdem ist dabei eine knackige Rockscheibe entstanden, die den Faden von "SOME GIRLS" weiterspinnt und einfach jedes Stück wert ist. "Dance" ist , ähnlich wie "Miss You" vom Vorgänger, eine gelungene Reminiszenz an die Disco/Funk-Ära, aber dank Charlie Watt's trockenen Drums und einigen sehr präzisen Riffs eine 100%ige Stones-Nummer, gefällt mir sogar noch besser, weil es hier nicht so ganz nach kalkulierter Hitsingle klingt. "Summer Romance" bietet, ebenso wie "Let Me Go", "Where The Boys Go" und das göttliche "She's So Cold" absolut zeitgemäßen (aus heutiger Sicht: zeitlosen) Rock, der die Einflüsse des Punk nicht verleugnet, sich aber auch nicht von ihm vereinnahmen lässt. Man nimmt Jagger und Co. einfach ab, was sie da bringen, diese Musik ist ihnen gemäß und wirkt überhaupt nicht gekünstelt oder erzwungen. Daneben gibt es mit "Send It To Me" noch eine ausnahmsweise gelungene Reggae-Adaption, feine mexikanische Bläser bei "Indian Girl" und mit "Down In The Hole" seit langem mal wieder einen richtig glaubwürdig dargebotenen Blues, den Jagger trotz klassischem Instrumentarium mit Mundharmonika unglaublich modern klingen lässt, also nix mit uralt und gähn! Überhaupt ist Jagger wieder extrem gut bei Stimme, was auch dem Titelsong zugute kommt, der sich - auch musikalisch - die BEE GEES und ihr "Saturday Night Fever" vorknöpft. Zugegeben, das Ding ist vielleicht wirklich Geschmackssache, war aber damals ein veritabler Charthit und ich habe es gemocht. Tja, und dann gibt es mit "All About You" zum Abschluss noch eine der für mich besten Keith-Richards-Gesangsnummern, die je auf einer Stones-LP veröffentlicht wurden, ein grandioser Ausklang für eine tolle LP. Ich denke, die 1980er "EMOTIONAL RESCUE" gehört mit der 1974er "IT'S ONLY ROCK'N'ROLL" zu den Stones-Platten, die qualitativ noch am dichtesten an ihre absoluten Meisterwerke ("BEGGAR'S BANQUET", "STICKY FINGERS", "LET IT BLEED" und "SOME GIRLS") rankommen. Nein, "EXILE ON MAIN ST." habe ich da nicht vergessen, denn die fand ich schon immer nichtssagend!
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am 20. September 2000
Irgenwann, so um 1980 rum, meldeten sich die Rolling Stones, seit 1962 im Geschäft und seit etwa 1975 totgesagt, wieder mal zurück. Ich erinnere mich, daß Thomas Gottschalk, damals noch legendärer disk-jockey von Bayern 3, sich zwei Abende Zeit nahm, dieses Album seinen Hörern vorzustellen. Die Begeisterung hält bei mir noch heute an. Der Nachfolger des legendären Gitarristen und Mitbegründers der Rolling Stones, Brian Jones, ein völlig unbekannter Gitarrist namens Mick Taylor, war längst durch Ron Wood, einem versierten Rockmusiker, ersetzt worden und so boten die Stones Rock vom Feinsten. "She`s so cold" ist neben "Emotional rescues" einer der absoluten Highlights dieses Albums.
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Etliche Titel auf "Emotional Rescue" waren Überbleibsel aus den Sessions für "Some Girls" zwei Jahre zuvor (die ich auch schon nicht so toll fand), und so ist es denn auch nicht verwunderlich, dass hier einiges wie Resteverwertung von Songs zweiter Wahl klingt. Für meinen Geschmack ist der Versuch, die Erfolgsformel von "Some Girls" weiter zu spinnen, hier gründlich daneben gegangen.

Ich werde mit der Platte einfach nicht warm - einfach weil sie mir durchweg zu kühl und anteilnahmslos produziert ist. Die Gitarren - und sogar Bobby Keys' Saxophon - klingen überwiegend dünn und hohl, und ich vermisse schmerzlich den rauen, dreckigen, warmen Sound der Stones bis einschließlich "Black and blue".

Dance (Pt. 1) ist okay, Keith hätte es lieber als Instrumentalnummer gelassen; die zweite Version mit richtig viel Text, If I was a Dancer (Dance Pt. 2) ein Jahr später auf "Sucking in the Seventies", gefällt mir besser, weil lebendiger. Let me go ist im Vergleich mit der Live-Version auf "Still Life" zwei Jahre später einfach zu brav. All about you ist eine der wenigen Balladen von Keith, die mich einfach nicht berühren (anders als z.B. Sleep tonight, Losing my Touch oder The worst etc.). Summer Romance und Where the Boys go sind einfach nur lärmig und hohl, ohne jede weitere Substanz. Send it to me ist ein netter, aber weiterer kühler Versuch, einen Reggae hinzulegen, und der Tiefpunkt der Platte ist für mich Indian Girl, in dem Jagger ohne jede innere Beteiligung zu fader Klavier- und Akustikgitarrenbegleitung von Vergewaltigung und weiteren Bürgerkriegsgräueln singt.

Überzeugend finde ich lediglich drei Songs: Emotional Rescue (eine Art Fortführung des Erfolgsrezeptes von Miss you) ist wenigstens originell, selbst wenn man (wie Keith) nicht so auf diese Art Musik steht. She's so cold hat mir immer klasse gefallen, seit ich es '80 zum ersten Mal im Radio hörte - hier passt die kühle Produktion wenigstens wie die Faust auf's Auge! Und mit Down in the Hole kriege ich endlich doch noch meinen langsamen, dreckigen Blues...

"Emotional Rescue" bleibt für mich die kälteste aller Stones-Platten. Sie klingt, als hätten die Stones hier nur die Form gewahrt und ohne große innere Beteiligung eine Pflichtübung in Stückwerk erledigt, und sie bleibt somit weitestgehend in meinem CD-Regal stehen.
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Ich war mit den '94er Stones-Remasters immer zufrieden; die neuen von 2009 klingen allerdings doch noch mal kräftiger und etwas differenzierter. Für die neue Auflage wurde das Booklet mit den Thermo-Fotos einfach übernommen, d.h. Texte gibt's auch hier keine, da wurde mal wieder gespart.

Etliche Titel auf "Emotional Rescue" waren Überbleibsel aus den Sessions für "Some Girls" zwei Jahre zuvor (die ich auch schon nicht so toll fand), und so ist es denn auch nicht verwunderlich, dass hier einiges wie Resteverwertung von Songs zweiter Wahl klingt. Für meinen Geschmack ist der Versuch, die Erfolgsformel von "Some Girls" weiter zu spinnen, hier gründlich daneben gegangen.

Ich werde mit der Platte einfach nicht warm - einfach weil sie mir durchweg zu kühl und anteilnahmslos produziert ist. Die Gitarren - und sogar Bobby Keys' Saxophon - klingen überwiegend dünn und hohl, und ich vermisse schmerzlich den rauen, dreckigen, warmen Sound der Stones bis einschließlich "Black and blue".

Dance (Pt. 1) ist okay, aber ich bleibe etwas ratlos - ist es nun eine Gesangsnummer oder nicht? If I was a Dancer (Dance Pt. 2) ein Jahr später auf "Sucking in the Seventies" war besser, weil lebendiger. Let me go ist im Studio einfach zu brav (wie der Vergleich mit der Live-Version auf "Still Life" zwei Jahre später zeigte). All about you ist eine der wenigen Balladen von Keith, die mich einfach nicht berühren (anders als z.B. Sleep tonight, Losing my Touch oder The worst etc.). Summer Romance und Where the Boys go sind einfach nur lärmig und hohl, ohne jede weitere Substanz. Send it to me ist ein netter, aber weiterer kühler Versuch, einen Reggae hinzulegen, und der Tiefpunkt der Platte ist für mich Indian Girl, in dem Jagger ohne jede innere Beteiligung zu fader Klavier- und Akustikgitarrenbegleitung von Vergewaltigung und weiteren Bürgerkriegsgräueln singt.

Überzeugend finde ich lediglich drei Songs: Emotional Rescue (eine Art Fortführung des Erfolgsrezeptes von Miss you) ist wenigstens originell, selbst wenn man (wie Keith) nicht so auf diese Art Musik steht. She's so cold hat mir immer klasse gefallen, seit ich es '80 zum ersten Mal im Radio hörte - hier passt die kühle Produktion wenigstens wie die Faust auf's Auge! Und mit Down in the Hole kriege ich endlich doch noch meinen langsamen, dreckigen Blues...

"Emotional Rescue" bleibt für mich die kälteste aller Stones-Platten. Sie klingt, als hätten die Stones hier nur die Form gewahrt und ohne große innere Beteiligung eine Pflichtübung in Stückwerk erledigt, und sie bleibt somit weitestgehend in meinem CD-Regal stehen.
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am 31. Juli 2009
Es war damals die Sommer LP des Jahres. Werner Reinke stellte sie mit der neuen Queen r(The Game) in einer extra Sondersendung vor.
Die Bravo, der Rolling Stone sowie der MusikExpress reagierten mit Höchstwertungen.
Was heute bleibt : Emotional Rescue, Sommer Romance, She so Cold, Dance.. etc. hört Sie im Sommer am See .-)
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...versuchen The Rolling Stones am Beginn der 80er-Jahre Trends gerecht zu werden, die sich mit der urmusikalischen Integrität (also den Wurzeln) der Band einfach nicht vereinbaren ließen.
So überflüssig wie z.B. die Frage, ob denn die Stones mit einem Brian Jones - wenn er zu dieser Zeit noch gelebt hätte - jemals eine Platte wie EMOTIONAL RESCUE gemacht hätten, ist auch das Album selbst. Verwunderlich genug (wenigstens im Nachhinein gesehen), dass ein Keith Richards an solcher Musik Gefallen und Interesse finden konnte. Naja...

Jedenfalls kann EMOTIONAL RESCUE keine echte Überraschung gewesen sein, tendierte doch schon SOME GIRLS (das ich keineswegs für ein wirklich tolles Stones-Album halte), wenn auch noch deutlich mehr rockorientiert, ein bisschen in Richtung "Disco" und bediente sich kühler, glatter Sounds. Das, was sich auf SOME GIRLS also schon als leise böse Vorahnung bemerkbar gemacht hatte, fand in EMOTIONAL RESCUE seinen vorläufigen negativen Höhepunkt - leider! Immerhin gelang mit dem Nachfolgewerk TATTOO YOU (1981), das sich so wie auch diese Platte hier vieler Überbleibsel aus den Some-Girls-Sessions bediente, wieder eine kleine Steigerung, ehe es dann im Laufe der Mittachziger zur schwersten musikalischen Krise der Steine kam...

Warum ich die Scheibe trotzdem besitze? Nun, ich bin Stones-Fan mit Herz und Seele und sammle leidenschaftlich gern CDs. Und: Da ist ein Song namens SHE'S SO COLD auf der Platte, der den gesamten negativen Geschmack, den die Platte nach einem Gesamthördurchgang zu hinterlassen droht, fast in 4 Minuten wettmachen kann. WAS für eine geniale Nummer ist das! Hier klingen die Stones für eine kurze Zeit wieder nach sich selbst: warmherzige, countryähnliche Gitarrenklänge, ein simpler, aber groovender Rhythmuspart, begleitet von einem - zugegebenermaßen - flachen, aber eindringlichen Text, den so "lyrisch" nur ein Mick Jagger "vortragen" kann...
Gut, DANCE (Part 1) ist eigentlich auch recht ordentlich geworden. Zumindest für mich ist dies eines der geglücktesten Disco-Experimente der Stones. Aber "Disco" bleibt es halt trotzdem. Auch SEND IT TO ME würde ich noch als kleinen Lichtblick auf EMOTIONAL RESCUE bezeichnen - was der Song vor allem seiner Atmosphäre (und genau die fehlt auf dem Album ansonsten meist) und einmal mehr Jaggers Stimme und Interpretation zu verdanken hat...
Das war's dann aber auch schon. Der Rest ist Fehlanzeige. Uninspiriert, gedrungen, kühl, flach und platt hört sich das Gesamtpaket EMOTIONAL RESCUE - wenigstens für meine Ohren - an. Ich verstehe ja auch nicht, warum sich die Stones dazu gemüßigt fühlten gleich 2 Jahre nach SOME GIRLS noch einmal ein Album auf den Markt zu bringen. Es wäre viel klüger gewesen, die wenigen Highlights, die man bis dahin gesammelt hatte, nochmals durchzufiltern und allesamt auf einer Scheibe (mitsamt dem Material von TATTOO YOU) zu veröffentlichen. Aber gut - Geld wird's schon zur Genüge eingebracht haben, nehme ich mal an...

Wie gesagt: EMOTIONAL RESCUE ist einer der wenigen Tiefschläge der größten Rock 'n' Roll Band der Welt und in Anbetracht der Tatsache, dass, wenn man verschiedene Trends mitmachen will, manchmal halt auch auf die Schnauze fällt, ein verzeihbares Missgeschick. Dass diese Platte ihrerseits wiederum eine böse Vorankündigung für das (meiner Meinung nach) ebenfalls misslungene UNDERCOVER sowie DIRTY WORK (das bestenfalls einen Hauch besser davonkommt) war, ist dann wieder eine andere Geschichte... Bis STEEL WHEELS - einer kleinen, aber immens wichtigen Wiederauferstehung - sollte es noch fast ein ganzes Jahrzehnt dauern. Aber immerhin: Bis EMOTIONAL RESCUE haben die Stones 18 Jahre lang im Grunde kein einziges wirklich schlechtes Album herausgebracht, auch wenn ich persönlich das 1967 erschienene BETWEEN THE BUTTONS nicht so toll finde...

Aufgrund der Tatsache, dass es trotz allem immer noch The Rolling Stones sind (und das hört man phasenweise ja auch noch), die hier musizieren und dass SHE'S SO COLD ein Track auf EMOTIONAL RESCUE ist, vergebe ich - ein bisschen schweren Herzens (weil Stones-Fan) - 2 STERNE...

Wahre Fans werden sich die Scheibe aber ohnehin nicht entgehen lassen! Und soweit ich weiß, ist SHE'S SO COLD nur auf diesem Album und auf keiner Compilation zu finden, weshalb der Kauf des Tonträgers (falls er noch ein bisschen billiger werden sollte) in irgendeiner Weise doch noch gerechtfertigt erscheint...

Unterkühlter Kampf gegen Maschinenrhythmen und belanglose Disco- und Popplätscherer, den die Stones mit ihrem Grundverständnis von Musik eigentlich so und so nicht gewinnen konnten. War im Nachhinein gesehen aber vielleicht auch besser so...

Also: Ich sage nicht, dass man sich die Scheibe nicht zulegen soll. Man sollte nur keine allzu hohen Erwartungen in EMOTIONAL RESCUE setzen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass das Album tatsächlich jemanden aus einer schweren emotionalen Lage erretten kann, auch die Band hatte es einst nicht gerettet... So... Punkt.
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