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am 14. Juni 2009
...aber alle respektieren die Waffe." Das ist die Einstellung der Cops Turk(Robert De Niro) und Rooster(Al Pacino) in ihrem Job. Die beiden alten Haudegen des NYPD werden mit einer Mordserie betraut, die es in sich hat. Ein Killer tötet gnadenlos Verbrecher, die aus Mangel an Beweisen wieder auf freien Fuß gekommen sind. Der Mörder hinterlässt bei seinen Opfern kleine Zettel mit Gedichten. Aber das macht die Ermittlungen nicht einfacher. Als dann auch noch der Verdacht aufkommt, dass ein Cop seine Finger im Spiel hat, traut kein Ermittler dem anderen mehr.

Als Erzählstimme hat Regisseur John Avnet De Niros Charakter Turk eingebaut. Der gibt uns in Videosequenzen zu verstehen, dass er ein Mörder ist. Aber wie das genau in die Geschichte passt, wird erst am Ende aufgelöst.

So weit, so gut. Ich bin bekennender De Niro und Pacino Fan. Nie werde ich Filme wie Taxidriver, Der Pate, Wie ein wilder Stier oder Serpico vergessen. Aber es gibt für alles eine Zeit. De Niro und Pacino sind noch immer allerhöchstes Level als Mimen. In den Charakteren von Rooster und Turk wirken sie jedoch mindestens 20 Jahre zu alt. Das passt vorn und hinten nicht und auch ein paar eingestreute Bett-Spielchen De Niros kommen eher peinlich als sexy rüber. Wenn ich dann noch bedenke, dass Avnet für Filme wie -Grüne Tomaten- und -Aus nächster Nähe- verantwortlich zeichnete, dann darf man die Messlatte für die Bewertung von -Kurzer Prozess- schon ein Stück weit oben anlegen.

Diese Erwartungen kann der Film nie erfüllen. Die Story um die beiden harten Cops ist so plakativ wie vorhersehbar und weist teilweise Passagen auf, die nur noch an sinnfreie Selbstjustiz denken lassen. Der Dreh an der Spannungsschraube kommt zu kurz. Es scheint, als ob Avnet sich voll und ganz auf die Präsenz seiner beiden Hauptdarsteller verlassen hat und dabei die Story vernachlässigte.

De Niro und Pacino sind noch immer präsent, gar keine Frage. Aber ihre Fans, die den Film ganz sicher als MUSS in den Player befördern werden, können nicht uneingeschränkt zufrieden sein. Denn da, wo Pacino und De Niro draufsteht, sollten sie auch drin sein. Sie diese beiden Ermittler Turk und Rooster spielen zu lassen, ist für mich fast so, als würde man Lionel Messi oder Kaka in der Kreisklasse einsetzen. Keiner der beiden Topstars kann seine genialen Schauspielfähigkeiten in diesem Film ausspielen, leider!

So bleibt für mich nur das Fazit, dass -Kurzer Prozess- kein Meilenstein der Filmgeschichte werden wird. Zwei Top-Mimen und ein ganz großer Regisseur sind noch keine Garantie für einen überdurchschnittlich guten Film. Sie können und dürfen das natürlich völlig anders sehen und müssen wieder mal für sich selbst entscheiden.
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am 7. April 2013
Wer das entsprechende Alter hat, wird sich erinnern, wie in den 90er Jahren das Geraune einsetzte, bevor Michael Manns Kultthriller "Heat" in die Kinos kam: Robert DeNiro und Al Pacino - zwei der Giganten amerikanischer Schauspielkunst - in einem Film, und zwar gemeinsam auf der Leinwand! Zuvor waren beide in "Der Pate II" aufgetreten, leider jedoch jeder in einer der verschiedenen Zeitebenen des Films, so daß keine gemeinsamen Szenen zustande gekommen waren. "Heat" sollte also DER Moment auf der Leinwand sein. Und dann gab es auch da "nur" 2 relativ kurze Szenen, in denen sich die beiden die Leinwand teilen mussten (wenn auch eine davon epochemachend war). Nun denn, dachte sich der geneigte Fan dieser Schauspieler, vielleicht, irgendwann, wer weiß...

"Righteous Kill", deutscher Titel: "Kurzer Prozeß", sollte nun der Film sein, in dem Pacino und DeNiro gemeinsam wirklich einen ganzen Film bestreiten. Einen Copthriller. Serienmörder inklusive. Was hat man sich drauf gefreut!

Tom "Turk" Cowan (Robert DeNiro) und David "Rooster" Fisk (Al Pacino), sind Partner bei der Polizei von NYC. Beides alte Haudegen, fällt ihnen bei ihrem neuesten Fall auf, daß sie es mit einem Opfer zu tun haben, welches in einem anderen Prozeß freigesprochen wurde. Das Opfer eines weiteren Verbrechens identifizieren sie ebenfalls als früheren Beschuldigten in einem Gerichtsverfahren. Bei beiden Leichen wurden kurze Gedichte gefunden, die das Opfer verhöhnen, zugleich aber darauf hinweisen, daß der Täter wohl mehr über seine Opfer und deren Vergangenheit als vermeintliche Täter wusste, als es jemand gekonnt hätte, der mit den Fällen nicht vertraut gewesen wäre. Der Polizeichef Lieutenant Hingus (Brian Dennehy), der zunächst unbedingt Turk und Rooster wollte, verfällt zusehends - wie auch andere Kollegen der beiden - der Theorie, daß man es hier nicht nur mit einem Serienmörder zu tun hat, sondern offenbar mit einem aus den eigenen Reihen, also einem Polizisten. Und da alle Opfer, es werden immer mehr, bis schließlich 14 Morde aufzuklären sind, offensichtlich zu Unrecht ihre jeweiligen Prozesse als Beschuldigte verschiedenster Kapitalverbrechen als freie Männer überstanden, scheint man es auch mit einer Art von Selbstjustiz zu tun zu haben. Turk steht schnell unter Verdacht, denn nicht nur hatte er irgendwie mit einigen der Opfer noch Kontakt, nein, er ist auch bekannt als jähzornig bis hin zur Gewalttätigkeit. Rooster - der fest von der Unschuld seines Freundes und Kollegen überzeugt ist - steht schnell allein da mit seiner Treue zu Turk...

Vielleicht täte man dem Film einen Riesengefallen, wenn man ihn erst gar nicht als Thriller, Krimi oder sonst etwas aus der Spannungsecke ankündigen würde. Sondern eher als eine Art Drama: Der alternde, einer anderen Zeit verhaftete Polizist (Mann), der mit den Anforderungen und Werten einer "neuen Zeit" nicht klar kommt und somit anfängt, Recht und Gesetz selbst in die Hand zu nehmen; oder als das Drama zweier Männer, die aufgrund ihrer Jobs vom Schlechten im Menschen überzeugt sind und nicht mehr wissen, wie sie mit einer Wirklichkeit klarkommen sollen, die sich ihnen zusehends entzieht; oder als Geschichte zweier Freunde, denen zusehends ihre berufliche Pflicht ins Gehege ihrer Freundschaft kommt; oder...

...oder vielleicht hätte man besser das Drehbuch nochmal ganz genau gelesen und all die unausgegorenen Szenen neugeschrieben, all die Dialogzeilen gestrichen, die selbst von einem Al Pacino vorgetragen einfach nur hölzern wirken, all die Unglaubwürdigkeiten der Handlung neu überdacht und vor allem all die Windungen und krummen Wege, die die Story nehmen muß, um überhaupt mal an einem Punkt anzukommen, etwas grader hingebogen - vielleicht, und nur vielleicht, wäre dann ein etwas interessanterer, spannenderer und seinen Hauptdarstellern (die diesen Film angeblich unbedingt machen wollten) angemessenerer Film dabei herausgekommen. Aber wahrscheinlich eher nicht.

Die ganze Anlage des Films wirkt schon schwach und verschwurbelt, wobei man ihm immer ansieht, welche anderen Filme er sich als Vorbild sucht. Sei es "French Connection", sei es (natürlich) "Heat" - an keinen dieser Klassiker und Wegmarken reicht dies hier auch nur im Entferntesten ran, eher ist es schon peinlich, diese Filme mit diesem Machwerk in einem Atemzug zu nennen. Mit Robert DeNiro und Al Pacino wurde hier die beste Besetzung, mit der ein Regisseur wie Jon Avnet ("Grüne Tomaten") je die Chance hatte zu arbeiten, einfach verscheuert. An ein schlechtes Drehbuch, eine schlechte Story und letztlich an einen schlechten, unausgegorenen Film, der zwischendurch mit extremer Brutalität bei diversen Ballereien, meint, wett machen zu müssen, was ansonsten nie irgendeinem Anspruch gerecht werden würde. Allein - auch das reicht nicht.

Schade. Wir werden weiter warten und hoffen und immer weider aufschrecken und erwartungsvoll ausharren, wenn davon die Rede sein sollte, daß Pacino und DeNiro geminsam vor der Kamera...wirklich....ganz, ganz wirklich...? Wir warten...
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am 16. September 2009
Die hochdekorierten Detectives Rooster (Al Pacino) und Turk (Robert De Niro) arbeiten seit 30 Jahren zusammen. Nun wo sie kurz davor sind, sich aus dem aktiven Polizistenalltag zurückzuziehen, untersuchen sie einen Mord an einem berüchtigten Zuhälter, begleitet von einem Gedicht über die Tat. Als ein weiteres Verbrechen nach gleichem Muster geschieht, wird immer deutlicher das es sich hier um einen Serientäter handelt. Dieser scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, diejenigen zur Strecke zu bringen die einst für ihre Taten, weder von der Polizei noch von der Justiz zur Rechenschaft gezogen werden konnten...

Ein Hauch von Filmgeschichte umweht "Kurzer Prozess - Righteous Kill" - nach Der Pate II (Restauriert) aus dem Jahre 1974, in dem Robert De Niro und Al Pacino zwar beide mitspielten, aber keine einzige gemeinsame Szene hatten und Heat [Blu-ray] [UK Import] von 1995, wo sich beide auf verschiedenen Seiten des Gesetzes in zwei (legendären) Szenen gegenüber standen, folgt nun die dritte Zusammenarbeit, in der sie als zwielichtige Polizisten und Partner etliche Szenen Seite an Seite bestreiten.

Aber trotz dieser beiden Superstars, vermag "Kurzer Prozess - Righteous Kill" nicht wirklich zu zünden. Zu behäbig wirkt die Inszenierung, kein richtiges Tempo wird aufgebaut und nach der dynamischen Vorspann-Sequenz, flacht der Film enorm ab. Sicherlich ist es jedesmal ein Highlight wenn De Niro und Pacino gemeinsam auftauchen, aber diese "magischen" Momente kommen mit Ausnahme des Finales kaum zur Entfaltung und verbreiten in keinsterweise die knisternde Spannung wie einst in Heat.

Dazu kommt leider auch ein Drehbuch, dass eine Storyline nach Schema-F liefert und durch die zwielichtige Zeichnung der beiden Hauptcharaktere allzu vorhersehbar wird. Von den beiden Altstars wirkt allerdings nur Al Pacino wie ein echter Cop, kurz vor Pensionierung. Robert De Niro, offensichtlich vom Drehbuchautor als "böser Cop" gezeichnet, wirkt hingegen weit unter Normalform auf mich.

So erreicht der Film und das Schauspiel der Altstars im Enteffekt erst im Finale einen Hauch von Klasse. Die zahlreichen Unzulänglichkeiten zuvor, entschädigen am Ende durch eine gelungene Auflösung und einem durchaus sinnvollen zusammenfügen Handlungsstränge. Was sogar im Finale ein Klimax á la Heat referiert. Trotzdem bleibt am Ende ein gediegenes, nur teilweise unterhaltsames Alterswerk mit De Niro und Pacino zurück. In welchem beide noch einmal zeigen, was sie schauspielerisch - im Rahmen des schwachen Drechbuches - drauf haben. Mehr aber auch nicht - 3 Sterne.
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Die beiden alteingesessenen Cops Turk und Rooster ermitteln nach erlaubtem Schema, nur ein kleines dunkles Geheimnis belastet Ihre Partnerschaft: Turk hat in einem Fall Beweise untergeschoben, um eine Verurteilung zu erreichen ...
Nun geht ein Serienkiller um, der nicht verurteilte Straftäter, die nach seiner Meinung den Tod verdient haben, eiskalt tötet. Anhand einer Videoaufnahme scheint der Täter schnell festzustehen - es ist ein Cop!

Zwei absolute Hochkaräter, die endlich wieder einmal gemeinsam vor der Kamera stehen! Niemand verkörpert, amerikanische Polizisten glaubhafter als DeNiro und Pacino. In der Geschichte geht es nicht nur um den Fall, es wird auch eine sehr genau ­Hintergrundrecherge über die beiden Cops erstellt. Er zeigt die Härten auf, im normalen Polizeialltag, den Stress und auch die normale Laufarbeit. Der Film zeigt, wie zwei moralisch korrekte Polizisten
langsam aber sicher am System zugrunde gehen, weil Sie Nichts an ihm ändern können. Ungeschminkt und manchmal brutal wird der Polizeidienst in NYC dargestellt, auch der Kampf mit den (andersdenkenden) Vorgesetzten (Brian Dennehy in einer klasse Nebenrolle). Schnell bildet man sich ein Urteil, nur um durch neue Spuren auf ganz andere Ideen gebracht zu werden ...
Sehenswert!
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TOP 1000 REZENSENTam 22. November 2014
Al und Robert werden über die Jahre zu Parodien ihrer selbst, so sah man sie bereits in "The Godfather Part II" und "Heat" in ein- und demselben Werk, wo hingegen "Kurzer Prozess" nur einen mittelmäßigen Actionfilm der Neuzeit darstellt. Die Darstellung von 50 Cent ist akzeptabel, wird aber auch niemandem den Atem rauben, ebenso wenig wie die DVD.
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am 18. Juli 2012
Ich denke, die vielen durchwachsenen Rezensionen sind durch die Vorerwartungen zu erklären. De Niro und Pacino sind nunmal mit die größten ihres Fachs überhaupt. Trotzdem, ich finde den Film gut erzählt. Die Bildästhetik ist ebenso schön. Zur Handlung ist genug gesagt worden. Nur so viel meinerseits: Selbst wenn man den Film mehr als einmal gesehen hat, ist das Ende doch immer wieder wirkungsvoll.

In Anbetracht des sinkenden Verkaufspreises der DVD und der Blue Ray kann man wirklich nicht falsch machen, wenn man sich diesen Film zulegt oder verschenken mag. Er ist spannend und kurzweilig. Ein ordentlicher Thriller halt! Ohne die Vorerwartungen, bedingt durch die Schauspieler, würde es deutlich bessere Kritiken geben, da bin ich mir sicher.
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am 8. Januar 2012
Ich kann mich den ganzen negativen Rezensionen nicht anschließen. Ohne viel über den Film verraten zu wollen versuche ich meine Meinung knapp wiederzugeben.

Oft ist hier zu lesen, dass der Film nur durch seine Starbesetzung strahlt und das Talent der Beiden Hollywoodgrößen vergeudet wird.

In meinen Augen wird die Geschichte sehr gut und spannend erzählt. Die Charaktere, die De Niro und Al Pacino verkörpern kommen authentisch rüber. Der Zuschauer wird bewusst in eine bestimmte Richtung gelenkt, dieser Eindruck wird über den ganzen Film verstärkt. Nur stellenweise können leichte Zweifel aufkommen, die aber durch die fortlaufende Story nur nebensächlich erscheinen.

Da sich hier auch der ein oder andere Hobby-Sherlock-Holmes eingefunden hat scheint die Story für das Detektivauge ja wirklich gläsern zu sein... Für den gewöhnlichen Kinofreund meines Erachtens nach nicht ;)

Eventuell sind die Erwartungen auch einfach zu hoch gesteckt. Denn anscheinend muss jeder Film, in dem die beiden Großmeister mitspielen, mehrere Auszeichnungen gewinnen und Kinokassenrekorde sprengen...

Fazit: Ich hoffe ich konnte Sie dazu bewegen sich diesen Film anzuschauen und nicht von den negativen Bewertungen zurückzuschrecken. Sollten Sie ebenfalls an dem Film gefallen gefunden haben würde mich das für Sie freuen.
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am 9. September 2012
Das schon zu Beginn des Filmes absehbar ist, wer der Täter sein könnte tut der Spannung keinen Abbruch, denn: die Frage ist nicht, wer es ist, sondern warum und wie er es tut und darin liegt die Suspense.
Kurzer Prozess-der Titel sagt was Sache ist, es gibt jemand der handelt und etwas tut gegen den kriminellen Abschaum auf den Straßen, und diese Person hat ihre Beweggründe, nämlich endlich aufzuräumen,was die Justiz aus Faulheit, Dummheit und aufgrund von Korruption nicht schafft.
Das ist zwar kein neues, weltbewegendes Thema, und viele denken sich zurecht, das kenne ich schon und habe ich in den diversen Variationen in vielen Filmen schon gesehen. Trotzdem ist es ein starkes Thema.

Es ist ein vorwiegend ruhiger Thriller ohne spektakuläre Schießereien oder Action (Gewalt kommt vor, steht aber nicht im Vordergrund). Es geht um die Interaktion der Hauptfiguren, die Freundschaft und die Beziehung der zwei Partner, und um die Vorbildrolle die der eine der beiden für den anderen im Lauf der Zeit dargestellt hat (dies wird am Ende aufgeklärt). Es besteht eine starke Bindung zwischen den beiden, da sie gemeinsam einem Angeklagten falsches Beweismaterial unterschieben, da dieser zwar schuldig ist, aber die Beweise nicht ausreichen um ihn zu verurteilen. Die beiden Cops haben gemeinsam viel erlebt, was sie zusammengeschweisst hat.

Dieser Film hat sicher nicht den Anspruch zum Nachdenken anzuregen, aber trotzdem wirft er zumindest oberflächlich ein paar Fragen auf wie zb.:
Wie weit darf ein Cop gehen, um Gerechtigkeit walten zu lassen - wo sind hierbei die Grenzen, darf man Verbrechen begehen um damit Gutes zu bewirken, darf man das Gesetz in die eigene Hand nehmen?

Zu den Schauspielern/Rollen:

Robert de Niro/Turk: aufbrausend und aggressiv wie ein überkochender Teekessel, derbe Sprüche, man denkt sofort nur er kann der Killer sein, hat aber auch sensible Momente, vor allem ist zum Schmunzeln wie der alte abgebrühte Hase unter dem Pantoffel seiner jüngeren Gespielin Karen steht (zumindest im Bett)...

Al Pacino/Rooster: spielt den Gelasseneren der beiden Cops, eindeutig der Gemäßigtere, man glaubt er ist mit sich im reinen, und vollkommen aufrichtig ohne Leichen im Keller, das dreht sich dann aber komplett....

Carla Cugino/Karen: hat mir auch sehr gut gefallen wie sie mit Robert de Niro zusammenspielt, interessante Konstellation- in die Jahre gekommener Cop mit dominanter jüngerer Frau mit speziellen Vorlieben die sich nimmt was sie braucht, dies verleiht dem Film einen leicht dreckigen/verruchten Touch...

Donnie Wahlberg und John Leguizamo spielen 2 etwas einfältige, ehrgeizige Cops die sich in Turk verbeissen und ihn als Täter festnageln wollen da sie ihn rasch für den Killer halten, die beiden spielen ihre Rollen sehr überzeugend.

Trilby Glover (Lockvogel) und 50 Cent (Dealer) finde ich sehr gut besetzt und fügen sich gut in den Film ein.

Dieser Film ist sicherlich nicht annähernd die beste Leistung in der Karriere von Robert de Niro und Al Pacino, und niemals mit einem Meilenstein wie Heat zu vergleichen (für mich einer der besten Filme aller Zeiten überhaupt!!!), und sicher hat der Film seine Längen aber alles in allem hat mir der Film sehr gut gefallen.
Man darf nicht den Fehler machen und aufgrund schon dagewesener Zusammenarbeit von Schauspielern und von bisherigen Erfolgen bei jedem Film dieselbe Messlatte anzusetzen, ich finde man sollte jeden Film unvoreingenommen für sich alleine bewerten.

Was mir insbesondere gefallen hat:
- Besetzung
- Cooles Intro (Musik, Kameraeinstellung, Licht, alleine die Idee, die Hauptfiguren im Intro am Schiessstand zu zeigen ist einmal etwas anderes und sehr gelungen)
- Righteous Kill ist meiner Meinung nach ein Genremix aus Copfilm und Thriller mit ein wenig Flair eines Film Noir
- Die schon öfters bemängelte wacklige Kamerführung finde ich als Stilmittel interessant eingesetzt, da es dem Film einen nicht so kommerziellen (=Hollywood - Glatt)
Touch verleiht, nicht perfekt = interessant
- Einfach eine Abwechslung zu den aalglatten Komödien, wo alle einen Maulkorb tragen müssen - in Righteous Kill darf noch geflucht werden!!!!
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am 13. August 2012
Es bleibt letztendlich nur zu rätseln, wie Millennium sowohl Robert DeNiro als auch Al Pacino für diesen Film an Bord holen konnten. Wenngleich es immer wieder nett ist, die beiden Schauspielgiganten in einem neuen Film zu sehen ist es fast erschreckend, wie leer und gehaltlos ihre Performances in diesem Film wirken. Auch die anderen bekannten Schauspieler – Brian Dennehy, John Leguizamo, etc. – kommen kaum zur Geltung. Die schauspielerischen Leistungen machen hier einen uninspirierten, gelegentlich sogar lustlosen Eindruck. Das könnte aber zumindest zum Teil auch am Budget des Films liegen, das sich durch einen deutlichen Videolook des Filmmaterials niederschlägt. Bei Pacino und DeNiro ist man einfach schickere, hochwertigere Optik gewohnt. Hinzu kommt, dass der Film mit der typischen Millennium-Kameraarbeit produziert wurde, sodass die Kamera oft auch in ruhigen Szenen schwenkt und in Bewegung bleibt. Dies wirkt zwar nur selten übertrieben und störend, macht aber trotzdem keinen wirklich guten Eindruck. Pacino hat bereits für den Film „88 Minutes“ mit Millennium zusammen gearbeitet, dort allerdings eine wesentlich bessere Figur gemacht.

Der grundlegende Unterschied zwischen den beiden Filmen ist, dass es „88 Minutes“ recht schnell gelungen ist, Spannung aufzubauen – etwas, woran „Kurzer Prozess“ komplett scheitert. Der Film ist zwar keinesfalls als langweilig zu bezeichnen und das Drehbuch ist auch nicht misslungen, trotzdem fehlt dem Film die Dichte, die den Zuschauer vor den Bildschirm fesselt. Der Film präsentiert sich zudem recht wendungsarm und wenig überraschend. Allerdings gibt es am Ende eine hervorragende Wendung, die alle Ereignisse des Films in ein neues Licht rückt. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass man während des Films das Ende schon erraten könnte (einige Szenen deuten es mehr als nur deutlich an), trotzdem ist der Twist am Ende wirklich gelungen.

Durchschnittlicher Thriller mit durchschnittlichen schauspielerischen Leistungen und durchschnittlicher Inszenierung – keinesfalls langweilig, aber auch keinesfalls fesselnd oder spannend.

5/10 Punkte
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TOP 1000 REZENSENTam 5. Juli 2009
"Turk" Cowan und "Rooster" Fisk sind seit Jahren Partner beim NYPD und beste Freunde.
Als Turk mitbekommt das ein von ihnen inhaftierter Kindermörder im Prozess freigesprochen wird hängt er ihm einen Mord an den er nicht begangen hat und sorgt so für späte Gerechtigkeit.
Aber scheinbar geht er noch weiter.
Im Umfeld des Cops werden immer wieder Verbrecher getötet die zuvor nicht bestraft wurden.
Das sorgt für Misstrauen bei den Kollegen Perez und Riley die sich an Turks Fersen heften.
Rooster sitzt zunehmend zwischen den Stühlen und muss sich entscheiden......
Oder ist alles vielleicht doch ganz anders?

Hmm....leider wurde die Chance vertan einen wirklich großen Film zu schaffen.
Das liegt am wenigsten an den beiden Ikonen Robert De Niro und Al Pacino die ein gute Performance hinlegen.
Nein....das Problem ist der Plot der zeitweise ziemlich vorhersehbar und unspannend ist.
Auch das Ende ist nicht das Gelbe vom Ei.
Selbst in Sachen Dialoge gibts einige Schwächen und auch der Soundtrack ist eher 08/15.
Dazwischen unterhält Righteous Kill ganz gut, kommt aber aufgrund der Oben genannte Schwächen nicht über solides Mittelmaß hinaus.
Neben De Niro und Pacino wirken u.a. mit: Carla Gugino, Donnie Wahlberg, John Leguizamo, Brian Dennehy, Curtis "50 Cent" Jackson, Frank John Hughes, Oleg Taktarov und Melissa Leo.
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