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5.0 von 5 Sternen Ein Album mit Überraschungen
Beim ersten durchhören des neuen Albums, ist mir eins aufgefallen, die depresive Stimmung weicht einer leicht positiveren Richtung.

Die ersten der insgesamt 13 Songs, weisen den typischen Placebo-Sound auf, ein Mix aus druckvollem Indie-Rock und viel Atmosphäre, z.B. wie bei Depeche Mode, The Cure und Sonic Youth. Aber das ändert sich ab "Devil...
Veröffentlicht am 17. Juni 2009 von Joerg Ohlmeyer

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Noch nicht auf dem Olymp angekommen
Placebo kann eigentlich nichts mehr falsch machen, auch mit ihrem letzten Album „Battle For The Sun“ sprangen sie direkt in die Top 3 vieler Charts. Auf dem kreativen Olymp ist die Band um den charismatischen Sänger Brian Molko allerdings mit diesem Album nicht angekommen.

Zweifelsohne ist „Battle For The Sun“ kein schlechtes Album,...
Vor 12 Monaten von ROTT veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Noch nicht auf dem Olymp angekommen, 27. August 2013
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Battle for the Sun (Audio CD)
Placebo kann eigentlich nichts mehr falsch machen, auch mit ihrem letzten Album „Battle For The Sun“ sprangen sie direkt in die Top 3 vieler Charts. Auf dem kreativen Olymp ist die Band um den charismatischen Sänger Brian Molko allerdings mit diesem Album nicht angekommen.

Zweifelsohne ist „Battle For The Sun“ kein schlechtes Album, doch die Trennung von Schlagzeuger Steve Hewitt, der ein Jahrzehnt lang den Stil der Band wesentlich mitbestimmte, hat deutlich ihre Spuren hinterlassen. Sein Nachfolger, der 22-jährige Steve Forrest, stammt von der amerikanischen Punkband Evaline und das hört man dem neuen Werk auch deutlich an. Sein druckvolles, schnörkelloses und geradliniges Spiel drückt Songs wie BREATHE UNDERWATER oder THE NEVER ENDING WHY seinen Stempel auf. Subtile Arrangements oder großartige Stimmungen, wie sie die Gruppe auf Meisterwerken wie „Black Market Musik“ oder „Meds“ erschuf, sind allerdings fast komplett verschwunden, alles klingt relativ gleich nach fettem Breitwandsound. BRIGHT LIGHTS ist ein schönes Beispiel, ja die Musik hat sich aufgehellt, wer aber das Dunkle und Bedrohliche in der Musik von Placebo sucht - auf diesem neuen Album wird er es kaum finden.

Ab und an schimmern die einstigen Qualitäten der Band durch, wenn sich zum Beispiel in der anrührenden Weise HAPPY YOU'RE GONE der Tremolo-Gesang des Sängers in Weltschmerz ergießt, die Band einen Gang zurückschaltet und Brian Molko tröstende Worte von lyrischem Tiefgang spendet. Alles in allem bleibt "Battle for the Sun" allerdings eines der schwächeren Alben von Placebo.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Album mit Überraschungen, 17. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Battle for the Sun (Audio CD)
Beim ersten durchhören des neuen Albums, ist mir eins aufgefallen, die depresive Stimmung weicht einer leicht positiveren Richtung.

Die ersten der insgesamt 13 Songs, weisen den typischen Placebo-Sound auf, ein Mix aus druckvollem Indie-Rock und viel Atmosphäre, z.B. wie bei Depeche Mode, The Cure und Sonic Youth. Aber das ändert sich ab "Devil In The Details", da tauchen verspielte Synthie-Beats, opulente Orchester-Arrangements und sogar Chöre auf.
In "The Never-Ending Why" ist ein Saxophon im Einsatz, und in "Kings of Medicine", kommen sogar Bläser vor. Bei Placebo wird es echt nicht langweilig, sie sind verdammt ehrgeizig und lassen sich immer noch was neues einfallen.
Alles in allem ein sehr gutes Album, was mich nach so vielen Jahren wirklich überrascht hat!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen der versuch eines neuanfangs, 27. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Battle for the Sun (Audio CD)
Schade, dass man keine halben Punkte vergeben kann. Aber 5 Punkte sind für mich zuviel; das hieße, *Battle for the sun* mit *Sleeping with ghosts* gleichzusetzen. Das geht für mich nicht. 4 Punkte sind mir aber auch fast zuwenig, aber für mich noch gerechtfertigter als die volle Punktzahl.
Was ist so anders an dem neuen Placebo-Album? Nicht nur der neue Drummer. Ich versuche immer noch, die schmutzige Wäsche, die öffentlich anlässlich des Albumreleases gewaschen wurde, zu vergessen. Derartige Schlammschlachten halte ich für überflüssig, zeigen sie doch oftmals Seiten, die man lieber nicht sehen möchte. Das hinterlässt doch alles einen bitteren Nachgeschmack. Und gegen seine Fans sollte man auch nicht zu forsch sein.
Aber zurück zum Eigentlichen. Es rockt, ganz eindeutig. Und es wurde Bombast abgeworfen. Auch gut, aber an manchen Stellen fehlt da was. Dieser Ursprungszustand wie weiland 1996 ist zwar nicht schlecht gemeint. Aber bei mir entzündet das nicht die volle Wirkung. Und noch eindeutiger fehlen die ruhigen Töne. Gut, ein *Without you i`m nothing* wird es nie wieder geben. Es ist einfach unerreichbar. Aber so ganz auf diesen Stoff verzichten.
Schon bei *Kitty Litter* wird ganz klar die Richtung angegeben. Und so geht es auch weiter bis zum Ende. Doch so recht wollte sich schon beim ersten Hören nichts festsetzen. Und so geht es mir bis heute. Das Album geht durch, aber die Widerhaken fehlen. Es sind durchweg gute Songs, wie auch die kommende Single *Ashtray heart*. Aber die Meßlatte wurde eben nicht hoch angelegt. Brian Molkos Stimme sorgt unüberhörbar für einen Wiedererkennungswert. Auch der Sound ist eindeutig Placebo. Und *For what it`s worth* fetzt richtig los und so hätte das komplette Album weitergehen können. Tut es aber nicht.
Placebo wollen sich neu definieren. Aber ganz so mutig wie weiland Robert Smith waren sie doch wieder nicht. *Battle for the sun* ist ein tolles 6.Album einer großen Band. Aber der erhoffte Umschwung war das noch nicht. Das war Nummer Sicher, ähnlich wie bei *Meds* (das mir besser gefällt). Die große Überraschung blieb aus.
Mal sehen, was die Zeit so bringen wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Redux, 19. Oktober 2010
Von 
fictionmaster (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
"Redux" bedeutet wiederbelebt und genau das stellt diese Neuauflage dar. Während CD1 noch einmal neu gemastered wurde (warum eigentlich?), bestehen die Lieder auf CD2 größtenteils aus alternativen Fassungen bereits bekannter Songs. Für Fans sicherlich ein interessanter Blick darauf, wie die Lieder noch klingen können. Mal gibt es ein Piano-Intro, mal sind im Lied Streicher enthalten. Eine Neuerfindung des Rads ist es allerdings nicht.

Mein Highlight ist "Soulmates (Redux)", das um einiges besser ist als die schwache Version auf "Sleeping with Ghosts". Der neue Song "Trigger Happy Hands" ist trotz des Frauengesangs im Hintergrund keine Wahnsinnsnummer. "Monster Truck" setzt den lauten und wilden Stil des Vorgängerlieds fort. Als B-Seite funktioniert der schwächere Track gut, auf dem Album wäre er jedoch eine Enttäuschung gewesen. Die langsame Version von "Breath underwater" ist der erste Lichtblick von CD2 und lässt das Originallied in ganz anderem Glanz erscheinen. "Unisex" kennt jeder Besitzer der teuren Deluxe Edition des Originalalbums bereits. Es bei hier wiederzufinden, ist wie ein leichter Schlag in die Magengrube.

Fazit: Wer das Album noch nicht besitzt, kann bedenkenlos auf die "Redux"-Box zurückgreifen. Neben dem T-Shirt mit bizarrem Clown-Cover-Motiv bekommt man die volle Ladung Placebo ab. Fans sollten sich überlegen, ob die zweite CD und die Single-Version von "Bright lights" auf CD1 den Neukauf rechtfertigen. Ich habe es getan und nicht bereut.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen immer noch Placebo., 19. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Battle for the Sun (Audio CD)
Es ist - immer noch - Placebo. Selbstverständlich war 'Meds' ein herausragendes Album gewesen, verdammt abwechslungsreich, sehr griffige Texte und Melodien, tolle Hooklines - da ist zwangsweise ein Vergleich zunächst automatisch hergestellt, und 'Battle for the sun' zieht - beim ersten Hören - deutlich den Kürzeren. Ungewohnt optimistisch ziehen sich die Melodien, ohne Geduld das Album als flach abzustempeln könnte eine mögliche Konsequenz sein.
Doch, so ging es zumindest mir, nach mehrmaligem Hören ist neben der unverkennbaren Frontstimme, die die erste vertraute Verbindung ist, auch die alte Melancholie wieder da. Allerdings mit Druck. Viel subtiler sind die Texte angelegt, viel freundlicher, aber immer noch schreit der Weltschmerz. Nur scheint es, dass man diesem bei Placebo nun etwas entgegenzusetzen hätte, und so rocken die Jungs eingängiger und kämpfen um die Sonne, Da kommt in den besten Momenten ein "the never-ending why" oder "kings of medicine", straffe, durchgezogene Songs ohne Makel, aber eben auch "Julien" mit einem unsäglichen Beginn oder auch die erste Single, die zwar immer noch rockt, aber eben auch nur Durchschnitt ist.

Placebo fügt ihrer Biographie ein weiteres Album hinzu; ob es das beste ist, würde ich verneinen, eine Weiterentwicklung und Ergänzung zu ihrer bisherigen Musik ist es allemal.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen FSK-Aufdruck? Nein Danke!, 12. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Battle for the Sun (Audio CD)
Placebo bieten auch auf ihrem neuesten Werk gewohnt Hörenswertes! Die bereits in zahlreichen Interviews und Albumrezensionen angesprochenen positiven Vibes, die Battle for the Sun auszeichnen, stehen der Band nicht schlecht, sind aber auch keinesfalls eine so drastische Stiländerung, wie man aufgrund der Vorankündigungen hätte vermuten können. Niemand muss sich Sorgen machen, dass der Weltzschmerz vollkommen aus der Welt von Brian Molko verschwunden wäre. Genau genommen gibt es sogar recht wenig Experimente auf Battle for the Sun. Straighte Rocker mit den bekannten Zutaten, die sich durchaus auch für die von Placebo angestrebten großen Arenen eignen, garantieren eine relativ unauffällige Aufnahme in die Live Setlist zur anstehenden Tour und werden auch denen nicht weh tun, die nun die vermeintlich fehlende Melancholie anprangern. Also, alles wie gehabt und sicherlich eine Empfehlung für alle, die auf gitarrenlastigen Poprock mit Ohrwurmcharakter stehen. Was an die dieser Stelle aber hoffentlich auch mal gesagt werden darf: Die neuen FSK-Aufdrucke auf den Covern (bei DVD-Beilage) sind absolut unzumutbar! Ich gehöre zu den Wenigen, die sich trotz leicht zugänglicher Gratis-Downloads immer noch gerne die Originale kaufen, da für mich das gesamte Erlebnis des Hörens, Sehens und Fühlens einer Platte wichtig ist. Außerdem soll der Künstler durchaus seinen verdienten Anteil an der erbrachten Leistung bekommen. Aber mit solchen Verunstaltungen, die hässlich und überflüssig sind, werden Konsumenten verprellt! Die Krönung des Spotts ist dann noch eine FSK-0-Angabe, die einem hier zugemutet wird. Tipp: Die CD + DVD nicht in Deutschland kaufen!
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30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch das sechste Album gestaltet sich in Placebo typischer Manier, 29. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Battle for the Sun (Audio CD)
Bei vielen zeigte sich Ende April eine spontane emotionale Freude, die sich nach außen hin auf der imaginären Skala zwischen einem leichten Lächeln und einem Freudenschrei geäußert haben dürfte. Den ersten musikalischen Auszug brachten uns Placebo paar Tage darauf mit der Single ' For What It's Worth ', die Ihre Premiere am 20. April feierte. Der langhaarige Brian Molko zeigte in dem dazugehörigen Video, was personifizierende Etiketten so alles anrichten können, einige allerdings offensichtlicher mehr als andere. Der Song selbst vertritt die bekannten Merkmale des englischen Trios, rund um den neuen Schlagzeuger Steve Forrest. Druckvoll aber doch mit leicht entschärfter Peitsche stürmen Sie mit einer simplen Struktur durch die 3:14 Minuten hindurch.

Wesentlich interessanter gestaltet sich hier schon der Titeltrack ' Battle For The Sun ', der ebenfalls seine Premiere im Radio feierte und anschließend zum kostenlosen Download auf der offiziellen Placebo Seite bereitstand. Manche meinen die ersten Minuten wären recht schleppend, andere finden es einfach nur verdammt gelungen, erfrischend anders ist das eigentliche Stichwort und erfüllt trotz allen Ausflüchten den typischen Sound von Molko und Steve Olsdal. Gerade die langgezogenen Sätze zu Anfang " I will battle for the sun/ And I won't stop until I'm done/ You are getting in the way/ And I have nothing left to say" und die sich permanent wiederholenden Worte im gesamten Titeltrack, lassen diesen so besonders erscheinen.

Brian meinte vor einiger Zeit selbst zur neuen Platte: "I believe 'Battle for the Sun ' to be the first of our albums to tell a story over the course of its 52 minutes. Our previous releases were really only collections of songs and even though the songs are ordered according to the musical flow." Die Geschichte selbst beginnt kompromisslos und unvermittelt, wenngleich es natürlich den brachialen Einstieg von ' Bulletproof Cupid ' nicht ersetzen kann. Es zwängt sich vielmehr zwischen diesem und ' Meds ' und übergibt an das schnellere ' Ashtray Heart '.

Zu Zeiten von ' Black Market Music ' musste man die Suche nach offensichtlichen Hits schon frühzeitig aufgeben und erkennen, dass Eingängigkeit und wirbelnde Riffs hier definitiv nicht zu finden sind. Ganz anders läuft es dagegen bei ' Battle For The Sun ' mit seinen drei potentiellen Hits zum Auftakt, die erst durch ' Devil In The Details ' mit verhangenen Visionen Ihr Heil im Abstrakten suchen. Die düstere Faszination umhüllte Molko schon seit Anbeginn der Karriere in dunkle Schattengebilde und zieht auch diesmal das mediengerechte Image auf die Band.

Nichts desto Trotz folgt nach zwei kleinen Hängern mit ' The Never ' eine ziemlich straighte Rocknummer mit netten Gitarreneffekten und einem krassen Schnitt zum nächsten Song ' Julien '. Eine Electro-Pop-Beat-Nummer, die sich gegen Ende dann noch eines anderen besinnt, die Konturen schweifen lässt und die Gitarren aus der Ecke nimmt. Nach der folgenden Ballade ' Happy You're Gone ' entschwinden Placebo wieder unseren Augen und jagen bereits mit großen Schritten dem Ende entgegen. Nach ' King Of Medicine ' verabschiedet sich das Trio dann entgültig, jedoch zu keinem Zeitpunkt von Ihrem erfolgreichen Markenzeichen.

Und schließlich haben Sie es auch gar nicht nötig. Placebo haben noch nie ein schlechtes Album abgeliefert und tun das auch mit ' Battle For The Sun ' nicht. Headliner auf sämtlichen Festivals in diesem Jahr und damit der Kommerz schlussendlich auch nicht zu kurz kommt, gibt es vom stink-normalen MP3 Download bis zur super-streng-limitierten und exklusiven Deluxe Edition alles für den aufgeschlossenen Placebo Fan von Heute. Über den Geschmack lässt sich streiten, aber eines ist dagegen sicher: Brian, Stefan und Steve werden sich in diesem Jahr zu den großen Abräumern zählen dürfen - Gegönnt sei es Ihnen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Frischzellenkur auf dem Weg an die Spitze, 9. Juni 2009
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Battle for the Sun (Audio CD)
Als ich vor gut zwei Jahren Placebo in der Philipshalle in Düsseldorf sah, war mir doch sehr schwer und bang ums Herz, da meine Lieblingsband ausgepowert, müde und lustlos wirkte. Die 18-monatige Mammuttour hatte ihre Spuren hinterlassen und ich befürchtete damals, nie wieder etwas von meiner Lieblingsband zu hören.

Umso überraschter war ich, als ich dann über diverse Medien vom neuen Album erfuhr und bereits Mitte März den Titeltrack Battle for the sun" bei meinem Haus- und Hof-Radiosender 1 Live hören konnte. In den letzten Wochen wurde man sozusagen von der Marketingwelle, die Placebo gestartet haben, überrollt. Vorab-Auftritte, Bonus-Tracks zum Runterladen, Radio-Konzerte im ausgewählten Kreis, jede Menge Titelbilder und -storys in Musikzeitschriften, Headliner beim niederländischen Pinkpop-Festival an Pfingsten, Headliner bei Rock am Ring/Rock im Park - Placebo überlassen nichts dem Zufall bei der Vermarktung ihres neuen Babys. Sie hören nicht auf zu erzählen, wie ausgelaugt, müde und depressiv sie waren, wie enttäuschend die Trennung von ihrem langjährigen Drummer und Freund Steve Hewitt war, dass die Band kurz vor dem Aus stand, dass Battle for the sun" ein positives Album ist und nicht so düster wie beispielsweise Meds" ist, dass der neue Drummer Brian und Stefan jede Menge Energie gibt, dass sie wieder Spaß haben u.s.w.

Bei Placebo ist vieles neu: der Drummer, die Plattenfirma, das Marketing. Placebo zeigen mit ihrer Frischzellenkur und ihrer neu gewonnenen Energie, dass sie an die Spitze wollen. Dies unterstrich Frontmann und Diva Brian Molko kürzlich in seinem Interview in der Musikzeitschrift Visions" mit der Äußerung Über uns sind nur noch U 2 und die Stones, aber die kriegen wir auch noch". Eine sicherlich provokante Äußerung, die aber zeigt, welche ehrgeizigen Ziele die Jungs sich gesetzt haben. Und die können sie durchaus erreichen. Das neue Album Battle for the sun" ist spritzig, frisch und optimistisch, ein wenig Mainstream, aber doch typisch Placebo: Schrammelige Gitarren, dröhnende Bässe und einer der ungewöhnlichsten Stimmen dieses Jahrhunderts.

Ich liebe jedes Album von Placebo auf seine Art und es gibt keines der sechs Alben, was ich mehr oder weniger mag. Sie sind für mich alle etwas Besonderes - sozusagen der Soundtrack meines Lebens in der jeweiligen Zeit. So ist es auch mit Bfts". Ich mache mir nicht die Mühe, hier jedes Lied auseinander zu nehmen und zu beschreiben, aber ich habe natürlich meine Favoriten und die sind: Ashtray Heart, Battle for the sun, Devil in the Detail, Speak in Tongues, Julien und Never ending why.

Zum Schluss möchte ich mir noch eine kurze Anmerkung an alle diejenigen erlauben, die enttäuscht vom Album sind oder es zerreissen: Ich persönlich kenne keine Band, die mit jedem neuen Album das Rad bzw. sich selbst neu erfunden hat. Wichtig ist doch, dass es Placebo nach ihrer Sinnkrise überhaupt noch gibt und sie haben mit Bfts keinen Rückschritt gemacht oder treten auf der Stelle - sie sind wieder da, und das kraftvoll, voller Energie und auf dem Weg an die Spitze, denn vor ihnen sind ja nur noch U 2 und die Stones :-) .
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Platte, DVD echter Fan-Leckerbissen, 7. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Battle for the Sun (Audio CD)
Vorab sei bemerkt, dass ich kurz dazu geschwankt bin, 4 Sterne zu geben, weil die Verpackung im Papier-Schuber zwar wirklich schön und nach meinem Geschmack ist, aber beim Abpacken der CDs etwas schief gelaufen sein muss. Sprich, der Schuber ist voll grobem Staub und beide CDs haben deshalb bereits beim Öffnen solche Kratzer gehabt, dass zumindest meine etwas zickige Stereoanlage nicht jeden Track ohne Probleme liest. Ich hoffe aber, dass es dieses Problem nicht öfter gibt :(.
Da aber nur 5 Sterne dem Inhalt, um den es eigentlich geht, gerecht werden können, muss ich einfach 5 vergeben. Die Platte ist den Jungs wirklich gelungen, auch wenn sie wie bei jedem neuen Werk ungewohnte Töne anschlagen. Wer die Platte mit dem richtigen Feingefühl hört, wird auch die melancholischen Töne nicht vermissen und schnell merken, dass er ein Werk vor sich liegen hat, das die Bezeichnung "back to the roots" wahrlich verdient. Denn das tun Placebo - sie nehmen uns in gewisser Weise mit auf eine Reise in das Gefühl und den Enthusiasmus am Beginn ihrer Karriere; bevor ihr Lebensstil jeden positiven Aspekt des Musikerdaseins niederriss und als sie noch begeistert und mit jugendlichem Blut an ihre Arbeiten herangingen. Jugendliches Blut haben sie sich auch mit dem 22jährigen Kalifornier Steve Forrest und neuem Drummer in die Band geholt, und dies scheint Molko und Olsdal wirklich gut getan zu haben; abgesehen davon dass Forrest musikalisch absolut überzeugen und sich dem Vergleich mit seinem Vorgänger stellen kann.

Die DVD ist mit Sicherheit eher etwas für die eingefleischten Fans, darf in deren Sammlung aber auf keinen Fall fehlen. Enthalten ist größtenteils von der Band selbstgedrehtes Filmmaterial der Studioaufnahmen in Toronto sowie exklusive Einzelinterviews mit den Bandmitgliedern. Definitiv auch eine Möglichkeit, mit dem neuen Mitglied der Band warm zu werden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ganz nett, 8. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Battle for the Sun (Audio CD)
Eigentlich haben die Jungs richtig gute Ideen, aber irgendwie verfallen sie immer wieder in sehr ähnliche Gitarrenriffs und nudeln immer 20 mal die selben Ausdrücke in einem Lied runter als würde ihnen die Idee zur letzten Strophe fehlen. Irgendwie schade weil Brian von den Vocals her total überzeugt und auch die texte gut und tiefgründig sind. Aber musikalisch ist mir das zu gewöhnlich und zu seicht. Aber im großen und ganzen netter alternativ Rock
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Battle for the Sun
Battle for the Sun von Placebo (Audio CD - 2009)
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