Kundenrezensionen

10
4,7 von 5 Sternen
Rolling Stones - Terrifying/The Legendary Atlantic City Concert 1989
Format: DVDÄndern
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Das letzte Konzert der "Steel Wheels"-Tour der Stones in Amerika gab es seit vielen Jahren als hervorragendes "Atlantic City"-Bootleg auf 3fach-LP und -CD; fast 20 Jahre nach seiner Entstehung läuft mir endlich auch der Konzertfilm über den Weg! Wie die CD, enthält er das gesamte 160minütige Konzert; hier findet sich sogar das Continental Drift-Konzertintro. So wie schon Swingin' Pig Records seinerzeit mit dem Bootleg eine vorübergehende Gesetzeslücke nutzten, ist auch "Terrifying" eher eine halboffizielle Veröffentlichung: Der Sound ist okay, aber die Bildqualität ist nur so gut wie die der VHS-Cassette, von der es wahrscheinlich übernommen wurde. Fast das gesamte Konzert ist in sanftem Dunkelblau gehalten, ab und zu unterbrochen von blutroter Bühnenbeleuchtung. Die verwendeten Kameras waren noch nicht so lichtstark wie heute (vgl. z.B. Scorseses "Shine a Light"); die offizielle Tour-DVD "Live at The Maxx" war besser ausgeleuchtet.

Das Konzert war fantastisch: am letzten Abend der US-Tournee gaben die Stones für Radio und Fernsehen 160 Minuten lang nochmal alles (inzwischen nähert sich die Länge von Stones-Konzerten eher der 120er Marke an). Bill wird fast gar nicht gezeigt, und wenn, dann wirkt er überwiegend niedergeschlagen, wahrscheinlich Zeichen seiner Eheprobleme mit Mandy Smith und rückblickend Vorbote seines anstehenden Ausstieges bei den Stones. Keith, der tags zuvor 46 geworden war, ist blendend aufgelegt und spielt zusammenhängender als heute, wo er auf der Gitarre eher Splitter in die Songs schickt (beides hat was für sich).

Die Größe der Bühne und die Zahl der Gastmusiker setzten neue Maßstäbe, die heute noch gelten: erstmals gingen die Stones mit den Uptown Horns sowie seit langem wieder mit ihrem alten Kumpel Bobby Keys (sax) auf die Bühne. Die Backgroundsänger Bernard Fowler und Lisa Fisher (bis heute auf Tour dabei) sowie Cindy Mizelle setzten sowohl stimmlich als auch optisch mehr als nur Akzente, und mit Chuck Leavell (ebenfalls bis heute fest dabei) und Matt Clifford hatten sie sogar zwei Keyboarder an Bord! Mithilfe damals modernster Sampling-Technologie gelang es den Stones auch endlich, komplexe psychedelische Songs wie 2000 Light Years from Home live umzusetzen. Angesichts dieser zehnköpfigen Verstärkung waren die Stones gezwungen, zum ersten Mal in ihrer Geschichte ihre Schlüsse zu proben, die sie bis dahin immer gern recht willkürlich hatten zerfasern lassen.

Man spürt der Band die Spielfreude nach sieben Jahren Bühnenabstinenz an. Außerdem enthielt die Setliste etliche Songs, die sie live fast noch nie oder schon ewig lang nicht mehr gespielt hatten (Paint it black, Ruby Tuesday, 2000 Light Years from Home, Salt of the Earth, Bitch, Undercover of the Night, Harlem Shuffle) sowie Songs aus ihrem damals aktuellen Album "Steel Wheels", die leider bald darauf wieder in der Versenkung verschwanden (Sad sad sad, Mixed Emotions, Rock and a hard Place, Terrifying und Can't be seen).

Zu den Höhepunkten zählen Lisa Fishers Einlage bei Gimme Shelter und die Gastauftritte von John Lee Hooker, den die Stones mit Eric Clapton bei Boogie Chillen begleiten, von Axl Rose und Izzy Stradlin bei Salt of the Earth sowie besonders Eric Claptons Soli bei Little red Rooster (diese Version landete, leicht gekürzt, auf "Flashpoint").

"Atlantic City" wird mit all seinen kleinen Schwächen immer eines meiner Lieblingsbootlegs von den Stones bleiben: bei Can't be seen fängt Keith schon mal ohne einen Teil der Band an (die offizielle "Flashpoint"-Version ist kompakter), irgendwer versemmelt das Intro von Salt of the Earth, und Keyboarder Matt Clifford trifft im Intro von You can't always get what you want nicht alle Töne auf dem Flügelhorn richtig, aber egal: dies ist das Konzert, das ich bis heute lieber als offizielle Live-CD sehen würde als "Flashpoint". Endlich gibt's auch den Film dazu - auch wenn ich jetzt weiß, dass Mick Jagger die Zugabe Jumpin' Jack Flash in einem affigen Kapuzenbademantel singt!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 2011
Irgendwie stimmt hier alles. Obwohl man die Kameraführung nicht gerade
raffiniert nennen kann und die Lichtverhältnisse eher schlecht sind, merkt man,
dass hier alles gegeben wird. Frontmann Mick Jagger und die Band laufen zu
Höchstform auf und machen das, was sie am besten können: Rock and Roll.

Es scheint, als ob sich die Stones nach ihren Drogenjahren, ab den 80ern
entschieden hätten, die größte Rock & Roll Show aller Zeiten in Szene zu setzen.
Das ist ihnen mir Terrifying gelungen. Es das beste Rock & Roll Konzert
das ich kenne. Die Stones waren damals in den 40gern, also in ihren besten
Jahren. Das merkt man dem Konzert an. Später in den 90ger Jahren ließen
sie eindeutig nach und ihre Platten waren eher durchschnittlich.

Einer der Höhepunkte dieses Konzertes ist wohl der Auftritt von John Lee
Hooker mit dem Titel »Boogie Chillen«, zusammen mit Eric Clapton. Eric Clapton spielt
ein grandioses Solo zu »Little Red Rooster« und scheint damit auch Keith Richards zu
beflügeln, der später einige herausragende Einlagen bringt.

Was das Konzert so besonders oder sogar legendär macht, ist das durchweg hohe
musikalische Niveau. Die E-Gitarren krachen sauber und schnörkellos durchs Stadion
und die Bläser und Background Sänger sorgen für den Groove. Der schüchterne
Bill Wyman steht die ganze Zeit irgendwo auf der Bühne rum und Charlie Watts
hatte wiedermal einen besonders harten Arbeitstag bei den Stones. Alle anderen
sind einfach nur im Rock & Roll Rausch. Zum Schluss bei »Satisfaction« kocht das
Stadion und bei der Zugabe »Jumpin' Jack Flash« erreicht die Ekstase transzendentale
Bereiche, in deren Genuss man normalerweise erst nach jahrelangem Meditations-
Training gelangt. :-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Dezember 2013
Diese Veröffentlichung ist nichts für Fans die nur nach
perfektem Konzert-Material suchen. Im Audio-Bereich ist die alte 3er-LP-Box von Swingin Pig um einiges besser. Auch die Bilder sind von der Qualität her nicht zum jubeln (daher nur 4 Sterne).
Wer dies aber verschmerzen kann oder die oben erwähnte Box nicht hat, sollte sich vom Kauf nicht abschrecken lassen, denn 10,00€ sind für diese DVD kein Geld.
Über die musikalische Qualität dieses Konzertes haben ja
schon andere geschrieben und ich kann mich da nur dieser
Meinung anschliessen.
Also gibt es von mir am Schluss eine Kaufempfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Mai 2014
Diese DVD hat mich voll und ganz überzeugt.Kam gar nicht mehr vom Fernseher weg.Die Stones gaben damals alles.Auch wurden in den USA Songs gespielt,die in Europa nie zur Aufführung kommen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Januar 2013
Fünf Sterne für die Musik. Wirklich eines der besten Stones-Konzerte, das der Nachwelt erhalten bleibt.

Dennoch (oder gerade deshalb?) ist ein Hype wie "Der vorübergehend sogar legale Livemitschnitt auf 3 LP ist bis heute eines der meist gesuchten und höchst gehandelten Bootlegs" nicht nötig: das Album steht nicht nur bei mir im Schrank (sowohl als Doppel-CD als auch als Dreifach-LP), sondern ist selbst bei amazon für schlappe 70 Euro erhältlich.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Dezember 2013
Das ist eines der besten Konzerte, die ich jemals gesehen habe. Bei der Bildqualität darf man nicht zu kritisch sein, immerhin ist es bereits 24 Jahre her. Aber es sind die besten Songs dabei, die DVD dauert 160 Minuten, und dann noch diese Gäste!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Dezember 2012
Bei den Stones liegt einem der Vergleich mit einem guten Wein auf der Zunge,je älter desto besser!Dieses Konzert zeigt,das die Männer Spass haben bei dem,was sie tun.Bis heute hat sich daran nichts geändert
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2013
Zweifellos eine der besten Konzert-DVDs der Rolling Stones,
nur übertroffen von Martin Scorseses „Shine a Light" und
„Ladies und Gentlemen", die ja beide Kinoproduktionen sind.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ja, was soll ich zu der CD sagen. Ich bin durch und durch Stones Fan und besuchte auch alle Konzerte, die bis dato in Deutschland stattgefunden haben.
Wie immer, geile Mucke, starker Auftritt - ergo geile CD!!!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Oktober 2011
Der Ton dieses Konzertes ist völlig OK, Sound wie von der bekannten Dreier-CD bzw. LP-Ausgabe. Aber das Bild lässt wirklich zu wünschen übrig: es ist oft recht dunkel und säuft regelrecht ab. Dabei war die Kameratechnik 1989 doch nicht soooo schlecht ... ??!! Für Stones-Fans und / oder Sammler ist die DVD sicher einj nettes Schmankerl; wer aber Stones-Hochgenuss in Ton UND Bild sucht sollte auf "Four Flicks" oder "Bigger Bang" setzen - da bleiben wirklich keine Wünsche offen.
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