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71
4,1 von 5 Sternen
Sticky Fingers
Format: Audio CDÄndern
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57 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juni 2015
Sticky Fingers ist ein Album für die Ewigkeit, nicht nur wegen des Reisverschlusses auf dem Cover. Die LP lief bei mir rauf und runter. Songs wie Sway, Moonlight Mile, You Gotta Move, Sister Morphine und I Got The Blues sind intensiv und gehen mir unter die Haut. Wild Horses und Dead Flowers sind etwas für die Seele.
Diese Bewertung der Limited Super Deluxe Edition erfolgt nach zwei Kriterien. Erstens nach Album, Konzert, Sound usw. und zweitens nach dem Wert für uns Fans. Auf eine klangliche Bewertung der Vinylsingle möchte ich verzichten, da mein alter Dual-Plattenspieler höchstwahrscheinlich nicht mit den modernen Tonabnehmersystemen mithalten kann.
Die Box ist recht stabil. Das Buch hat einen festen Einband mit vielen Bildern, der Text ist in Englisch. Die Vinylsingle (Brown Sugar/Wild Horses) befindet sich im vorderen Einband. Sie steckt in einer Papierhülle ohne Innenfütterung und ist mit dem Original-Cover versehen. Die Silberlinge stecken im hinteren Einband und sind nicht mit den Covern bedruckt. Erst nach dem Herausnehmen kann man erkennen, um welche CD es sich handelt. Die Postkarten zeigen Aufnahmen der Stones, aber leider ohne Bill Wyman.
Warmer Sound und kristallklarer Klang zeichnen die alternativen Versionen auf der zweiten CD aus. Da fragt man sich schon, warum Bob Clearmountain Sticky Fingers nicht mit den gleichen technischen Möglichkeiten bearbeitet hat (bearbeiten durfte?). Es hätte dem Album nur gut getan. Einfach den Remaster von 2009 in die Box zu legen, ist für eine Limited Super Deluxe Edition zu wenig, da gleichzeitig eine exklusive japanische Ausgabe mit SHM-CDs erscheint. Im Vorfeld ist von Universal Japan (Uigy) eine SACD des Albums veröffentlicht worden. Fünf Sterne für das Album, eigentlich keinen Wert für uns Fans, mit gutem Willen zwei Sterne.
Gefreut habe ich mich über die Acoustic Version von Wild Horses auf der zweiten CD. Die alternativen Versionen (allen voran Brown Sugar mit Eric Clapton) sind meiner Meinung nach gut ausgewählt und der Sound ist, wie erwähnt, erstklassig. Leeds und Marquee na klar, aber Roundhouse hatte ich nicht auf dem Schirm. Umso begeisterter war ich von dem Klang. Hier besonders bärenstark: Midnight Rambler. Fünf Sterne für die zweite CD. Leider ist hier nur das halbe Konzert vertreten, obwohl der Platz auf der CD für die restlichen fünf Titel gereicht hätte. Da kann man nur den Kopf schütteln und sich wieder fragen: Was soll das? Der Wert für die Fans ist deshalb nur mit vier Sternen zu bewerten.
Unter Bootlegern ist Live In Leeds eines der besten Konzerte der Mick Taylor Ära. Let It Rock ist wohl der bekannteste Titel dieses Gigs. Es gibt mittlerweile 40 Bootlegs, die Inhalte von Leeds haben, aber auf allen sind die beiden Titel Jumping Jack Flash und Live With Me nicht vertreten. Für mich die Überraschung der Box, weil ich nicht mehr damit gerechnet hatte, sie zu Gehör zu bekommen. Mein Highlight ist, neben Let It Rock, Love In Vain. Der Sound auf dem Bootleg Get Your Leeds Lungs Out ist schon super, aber Bob Clearmountain hat auch hier noch mehr herausgeholt. Meiner Meinung nach zu viel des guten, denn bei größerer Lautstärke fangen die Bässe an zu wummern. Es hätte gereicht, das Grundrauschen zu entfernen und etwas dezenter die Tonspuren anzuheben.
Fünf Sterne, Wert für die Fans: Fünf Sterne.
Bei dem Konzert im Marquee Club, vom US- Fernsehen mitgeschnitten, stellten die Rolling Stones ihr neues Album Sticky Fingers vor, das kurze Zeit später erschien. Nur zwei Videoclips aus dem Marquee Club sind auf der DVD, armseliger geht es nun wirklich nicht. Bei dem tollen Gig wurden acht verschiedene Titel, davon einige mehrfach, gespielt. Dead Flowers ist im Netz veröffentlicht worden und hätte hier mit draufgehört. Der Sound und die Bildqualität sind erste Sahne. Dafür fünf Sterne, Wert für die Fans: ein Stern. Dieser eine Stern resultiert aus der Tatsache, dass die Stones Live At The Marquee Club im Rahmen der From The Vault Bootleg- Serie als DVD separat am 19.6.2015 (Eagle Records) veröffentlichen werden. So wird einem das Konzert in dieser Box schmackhaft gemacht, um dann nochmals kräftig in die Tasche zu greifen. Das Kalkül von Universal wird aufgehen, denn als beinharter Stones Fan wird man, alleine schon wegen Leeds, um diese Limited Super Deluxe Edition Box nicht herumkommen. Drei volle Konzerte aus 1971 hätten es sein können, aber gerade bei diesem hohen Preis für die Box steckt zu wenig hörbarer Inhalt drin.
Wert der Box für uns Fans: drei Sterne

Anmerkung
Mit dieser aggressiven Preispolitik hat Universal den Bogen überspannt. Die Deluxe Edition (2 CD) kostet 19,99 Euro. Wenn man bedenkt, dass der Stonesfan das Album in der vorliegenden Qualität oder besser besitzt, kostet die zweite CD 19,99 Euro. Für weitere 22 Euro lässt sich Universal die zwei Videoclips in der Limited Deluxe Box bezahlen. Für den Aufschlag bekommt man demnächst das komplette Marqueekonzert auf DVD inclusive der CD. Und für Leeds werden weitere 58 Euro fällig. Teures Vergnügen. Die Musikindustrie braucht sich auch gar nicht wundern, wenn immer weniger Tonträger gekauft werden und sich die Leute die Musik aus dem Netz runterladen. Der komplette Leeds- Gig und die fünf Titel von Roundhouse sind bei YouTube verfügbar.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juli 2015
Bewerten tu ich hier nicht die Musik der Scheibe, die über jeden Zweifel erhaben ist. Da ich seit früher Jugend Schallplatten liebe, musste ich ich diese überall hochgelobte Neupressung haben.
Verpackung alles top, dann der große Moment....hmmm, daß knirscht aber als ich die 1. Scheibe sanft in meine Hand gleiten lassen möchte....
Das eigentliche Album (also nicht die Zusatzscheibe, die war in beiden Fällen weitestgehend ok) komplett voll mit Staub/Sand, Fettflecken. Kann ja wohl nicht sein, denk ich mir. Direkt moniert, zurückgesandt und neuen Versuch gestartet.
Heute (07.07.2015) kommt der Ersatz. Alles wie immer top verpackt, Aussenfolie ab, vorsichtig die erste Scheibe aus dem Schuber und....genau wie bei der ersten Lieferung nur diesmal weniger Staub, dafür mehr Fettflecken jetzt auch über mehrere Lieder in Wellenform. Schade, aber hier hat man sich Produktionstechnisch nicht mit Ruhm bekleckert. Auch der zweite Versuch geht natürlich zurück und einen dritten Versuch starte ich erst gar nicht, sondern höre weiterhin meine alte Pressung!
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. April 2008
es gibt natürlich kein "bestes" rolling-stones-album, aber dieses ist sehr nahe dran. ich muss mir immer was zu essen machen, wenn ich es höre, so unendlich hungrig klingen diese songs. ein album als beschreibung trotziger lebensgier. leben in zeiten des todes. anders als auf "exile" verlieren sie sich hier nicht in einem zugegeben verführerisch-bösen sound, sondern schaffen eine immer wieder faszinierende einheit von klang, song und interpretation. das swingt und knallt und heult und platzt beinahe vor dringlichkeit. und gerade die nicht-hits, wie "sway" oder "i got the blues" oder "can't you hear me knocking?" haben eine hinterhältige qualität, die einen auch dann noch unvermittelt in den hintern beißt, wenn "brown sugar" sich bereits bis zur gemütlichkeit abgenutzt hat.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2011
Musste es wirklich diese doch recht teure SHM-SACD-Version sein, um STICKY FINGERS 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung endlich einmal in voller Dynamik genießen zu können? Es gibt doch genug Beispiele von "normalen" CD-Produktionen, bei denen man beim Mastern oder Remastern auf die übliche Kompression verzichtet hat, um die ursprüngliche dynamische Bandbreite der Aufnahmen zu erhalten! Nun denn, dieses neue SACD-Remaster klingt jedenfalls vom Eröffnungsriff von "Brown Sugar" bis zum letzten Takt von "Moonlight Mile" so dynamisch und transparent wie nie zuvor, wenn auch nicht ganz mit der räumlichen Tiefe wie einige der 2002 veröffentlichten Stones-SACDs wie Beggar'S Banquet oder Let It Bleed. Für einen Referenzstatus reicht es dennoch allemal aus. Übrigens kein Multichannel, sondern lediglich SACD-Stereo.
Anders als das von amazon abgebildete Coverfoto suggeriert, muss man auf den kultigen Reißverschluss verzichten, dafür steckt die SHM-SACD in einem ansprechend gestalteten mehrfach aufklappbaren und bebilderten Klappcover, so dass man weder auf den Andy Warhol-Slip, noch auf eine Replik der Rückseite des originalen LP-Covers verzichten muss.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juni 2015
über die original sticky fingers platte gibt es nichts mehr zu sagen, es ist die beste der Stones und praktisch jeder titel ist ein Klassiker

die oft und bis heute live gespielt werden. vergesst den blöden reißverschluß und hört euch die musik an. die Bonus cd beginnt mit einer rohen Version von Brown Sugar, auf der Eric Clapton mitspielt, allerdings ohne besondere Akzente zu setzen. Aber absolut hörenswert. Mick hat das Stück geschrieben, inklusive Riff, auch wenn Keith Richard meint, er habe ihm das beigebracht. Wild Horses mit akustischen Gitarren übertrifft noch das Original, die sowieso schon beste Ballade der Stones klingt hier noch einfühlsamer und intensiver. Nie klang Jagger waidwunder und verletztlicher - zum Gänsehautkriegen. Can`t You Hear Me Knocking dagegen kann sich mit der Plattenversion bei weitem nicht messen. Das Riff ist noch unvollständig, Jagger sucht nach einem Text, Mick Taylor hat sein berühmtes Solo noch nicht gefunden, das Zusammenspiel klappt noch nicht wirklich. Kaum zu glauben, daß daraus eine der musikalisch besten Nummern der Stones werden wird. Bitch hört sich wie eine Live-Aufnahme an, rauh und wild - ein Genuß. Bei Dead Flowers fehlt die Subtilität, viel zu viel Lärm, uninspiriert. Die Konzert Mitschnitte aus dem Roundhouse zeigen, welche tolle Live-Band die Stones damals waren. Besser sind sie später nie mehr geworden. Nur der Robert Johnson Klassiker Love in Vain ist enttäuschend. Jagger ist nicht wirklich bei der Sache und Mick Taylor verzichtet auf die für diesen Titel unentbehrliche Slide- Gitarre. 1969 klang das viel besser, sogar beim Konzert im Hyde Park und erst Recht bei der folgende Amerika Tour. Der absolute Höhepunkt dafür ist Midnight Rambler, hier kocht und brodelt die Musik, die Gitarren klingen roh und dreckig, Jagger bellt den dionysischen Text, Bill und Charlie treiben das Ganze voran. Die beste Version. Der Preis für die 2CD Version ist günstig, ein Kauf absolut empfehlenswert. Die Preise der anderen Super Deluxe Boxen sind im Grunde Wucher und nicht nachvollziehbar. Hier schaufelt sich die Musikindustrie ihr eigenes Grab zu, in dem sie eh schon liegt. Aber vorher wird noch mal ordentlich abgesahnt, weil man damit rechnet, daß der wahre Fan sich alles kauft.Man sollte ihnen den Spaß verderben. (Man kann alles auf You Tube hören) Schade ist allerdings um Live at Leeds, daß der Super Box beiliegt. Zusammen mit Get Yer YA Ya`s Out ist es das beste Live Dokument, das es von den Stones gibt. Kein Vergleich zu den späteren, viel schwächeren Live-Alben.
Für diese 2CD Box gibt es eine klare Kaufempfehlung. Bessere Rockmusik ist schwer zu finden.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich bin kein Stones-Fan und werde auch keiner mehr. Aber mit diesem Album und dem ebenfalls fantastischen "Exile On Main Street" setzten die ehemals britischen Blues-Rocker Maßstäbe:

Mit "Sway", "Brown Sugar" und "Can't You Hear Me Knocking" wird die Sparte Blues-Rock bedient, dass es eine Freude ist. Krachende Riffs, pumpender Bass und ein energischer Sänger lassen keinen Zweifel aufkommen, in welche Richtung dieses Album marschiert. Keith Richards bedient die Rhythmusgitarre so vorbildlich, dass bestimmt 10 Jahre lang alle Gitarristen dieser Welt versuchten, solche Grooves aufzubauen.

Auch die Sparte "traditioneller Blues" wird angemessen bedient: "Sister Morphine" bleibt ein vorbildlicher Song mit feiner Instrumentierung und "You Gotta Move" ist ein gelungener Zwitter zwischen Hymne und Slow-Blues. Und mit "Dead Flowers" wird sogar die Sparte Country-Rock auf hohem Niveau bedient.

Amerikanischer und urwüchsiger haben die Stones wohl nie geklungen. Und zeitloser auch nicht.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Juni 2015
Über das Original Album an sich gibt es kaum neues zu berichten - es ist ein Klassiker und sicher das beste Album der Stones, wahrscheinlich sogar eines der besten Alben überhaupt!
Die "Darreichungsform" sämtlicher Leckerbissen mutet jedoch etwas seltsam an und ist alleine mit Geldmacherei nicht zu erklären, eher mit Schlampigkeit. Als SF 2009 remastered heraus kam musste man sich schon wundern warum das so lieblos und ohne Bonus, Zippverschluss und Tralala daher kam. Naja, dann eben jetzt, 6 Jahre später - diesmal zwar mit Bonus, Zippverschluss und sehr viel Tralala, aber eben schlampig zusammengestellt! Warum? Bei Exile hatte man es auch geschafft Vinyl und Buch und Bonus in ein Set zu packen, warum nicht auch hier? Wer auf Vinyl steht, der muss die Platte kaufen, dort gibt's auch Bonus und ein paar Tracks vom Roundhouse - aber nicht alle, Midnight Rambler bekommt man nur in der Box - und da auch nur auf CD! Wer Live at Leeds will (schon alleine wegen der nie gehörten Versionen von JJF und LWM) muss überhaupt die teure Box nehmen, da gibt's aber keine schönen schwarzen Scheiben, dafür ein nettes Buch, und wer Marquee will, der darf sich das in ein paar Tagen separat zulegen, dafür brauchen wir aber alle keinen "Teaser".
Schön wäre gewesen:
Sticky Fingers solo und mit Bonüssen (da hätte sich sicher noch was für die B-Seite der zweiten Scheibe gefunden, wir kennen das ja alles von diversen Bootlegs, z.B. eine schöne Rohversion von Sister Morphine oder ein zweiter Mix von BS)
Live at Leeds als EIGENE Veröffentlichung, aber bitte auf Vinyl !!! (muss ja nicht immer eine DVD dabei sein)
und zu guter Letzt kann ich mir nicht vorstellen dass die Mastertapes vom Roundhouse lediglich 5 Tracks hergegeben haben, da wäre es sicher möglich gewesen das ganze ebenfalls komplett und - ja natürlich - auch auf Vinyl herauszubringen.
Fazit: das Album war und ist immer noch top, die Boni sind wunderschön und toll gemastered und live haben die Stones selten so lebendig geklungen. In der Aufteilung der Zuckerl auf diverse Ton- und Bildträger hat man sich aber ein bisschen verfahren.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2015
....aber das hat wohl auch niemand erwartet ! Die Bonus CD enthält im Gegensatz zu den Neuveröffentlichungen von "Exile" und "Some girls" dieses Mal keine unbekannten Songs, sondern sogenannte "Alternativ-Vesionen", wobei man (nicht nur angesichts der Tatsache, ob solche Sachen im you-tube-Zeitalter, wo man jeden Furz der Stones hören kann) sich fragt, noch Sinn machen. Brown Sugar mit Clapton, seit Jahrzehnten als Bootleg bekannt, haut mich nicht wirklich um. Die angebliche "Akustik-Version" von Wild Horses ist keine Alternativ-Version, sondern das Original, sozusagen als "Unvollendete". Es ist genau der Track, der später auf Sticky Fingers veröffentlich wurde, hier jedoch noch in der Rohfassung, die in den USA wenige Tage vor dem Altamont-Desaster, aufgenommen wurde (siehe entsprechenden Ausschnitt im Film "Gimme Shelter". Für Sticky Fingers wurde lediglich (in England ?) eine E-Gitarre und der Background-Gesang dazugemischt. Soviel zur alternativen Akusitv-Version, um die so viel Wirbel gemacht wird. Cant't you hear me knocking ist auch keine Alternativ-Version, sondern klingt wie einer der ersten Versuche, bzw. Sessions, zu denen sich der Song später entwickelte. In dieser Rohfassung fällt auf, dass die Harmonien im Refrain sehr denen von Sympathy for the devil ähneln. Saustark ist das rattenscharfe Riff am Anfang und der Einsatz von Charlie Watts. So können nur die Stones -bei all ihren sonstigen Defiziten- spielen. Zur Widerlegung all derjenigen die behaupten, Keith Richards könne erst im hohen Alter und mit von Arthritis gezeichneten Fingern keine guten Gitarrensoli spielen, kann man sich hier beruhigt vom Gegenteil überzeugen. Wie Can't you hear .... zeigt, konnte er es schon damals nicht. Gottseidank waren er und Jagger so klug, die Jazz Session des Originals dann dem Virtuosen Mick Taylor und dem Saxofonisten Bobby Keyes zu überlassen. Bitch ist nach dran an der späteren Veröffentlichtung, jedoch mit weitaus mehr Energie und nimmt einen mit. Super gespielt und die Bläser Keyes und Price setzen dem ganzen die Krone auf!!! Die Alternative von Dead Flowers klingt weniger countrymäßig, eher wie eine Live-Version. Nicht schlecht. Die Live-Songs aus dem Roundhouse entstanden nur einen Tag nach dem legendären Leeds-Auftritt. Teilweise spielen die Stones hier mit mehr Energie, und Mick Taylor lässt einen zum wiederholten Mal daran denken, dass die Stones mal einen richtig tollen Gitarristen hatten. Nie klangen die Stones besser und vor allem authentischer als in der Kombination Richards/Taylor in jenen Tagen! Hervozuheben ist die tolle Tonqualität des Live-Produkts. Gebraucht hätte man die Neuauflage sicher nicht, aber es macht Spaß, die Musik zu hören. Ach so, die Deluxe-Ausgabe mit Vinyl, DVd, etc. ist für mich reine Verarsche........
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 29. Januar 2010
Was dieses Album so groß macht, ist dass hier einfach alles auf wunderbare Weise zusammenkommt. Der schwarz groovende Pubrock von ,Brown Sugar' und ,Bitch', die wunderbaren Folk Balladen à la ,Wild Horses', der country rock von ,Dead Flowers', der vertrackte Funkrock von ,Can't You Hear Me Knockin', die berührende Blues Ballade ,I Got The Blues' oder der extrem dreckige Blues von ,You Gotta Move'. Und trotz dieser vielen Stilschlenker wurde es so ein homogenes großartiges Album, auf dem kein Ton zuviel oder zu wenig gespielt wird.

Das wichtigste aber - das songwriting ist hier durchgehend auf so hohem Niveau wie wohl auf keiner anderen Stones Platte - zumindest der 70er Jahre. Und dargebracht ist das ganze so authentisch, dass man bei jedem track merkt - die spielten diese songs nicht - sie lebten Sie. Am deutlichsten tritt das vielleicht bei ,You Gotta Move' zu Tage, denn nie wieder vorher oder nachher, performte eine weisse Band den Blues so authentisch (und wohl auch nie wieder so stark unterhaltungschemikalisch beeinflusst).

Dass man hier auch noch die für den jeweiligen song hundertprozentig passenden Gastmusiker hinzunahm, tut sein Übriges für die Nachhaltigkeit dieser Platte. Ry Cooder an der Slide Gitarre (neben Mick Taylor) ist hier ebenso perfekt gewählt wie Billy Preston, der bei ,I Got The Blues' wohl seinen größten Stones Moment hat. Und Bobby Keys Saxophone auf ,Can't You Hear Me Knockin' passt auch wie die Faust auf's Auge.

Eine Platte für die Ewigkeit, die sich - genauso wie Pink Floyd's DSOTM, einfach nicht abnutzen will - selbst wenn man ,Brown Sugar' vielleicht schon nicht mehr hören kann, aber auch das ist eigentlich immer noch großartig.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Dezember 1999
Eigentlich würde ich mich ja nicht unbedingt als eingefleischten Stones Fan bezeichnen, doch diese Platte ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Dieser rauhe ungeschliffenen Sound ist doch eine wohltuende Abwechslung zum all dem überproduzierten und ahlglatten Pop Zeugs das man heutzutage häufig aufgetischt bekommt. Die Lockerheit mit der Keith Richards seiner verstimmten Gitarre unvergessene Riffs wie z. B. das von Brown Sugar entlockt sucht immernoch ihresgleichen, und außerdem ist die Platte ein Dokument der relativ kurzen Phase in der Mick Tayler der Band angehörte und diese über einen adäquaten Leadgitarristen verfügte. Und die Kombination von Charlie Wattts einzigartig dezenten und spartanisch hölzernen Schlagzeugspiel, der satten Rhytmusarbeit von Richards und den filligranen Soloeinlagen von Tayler und schließlich der charakteristischen Stimme von Mick Jagger machen diese Album zu einem Höhpunkt der Rockgeschichte, mit Klassikern wie Wild Horses und Dead Flowers. Schade nur, daß die CD Hülle nicht über den schönen Reißverschluß der LP Verpackung verfügt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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