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5.0 von 5 Sternen Time can tear down a building, or destroy a woman's face ...
... aber dieser Longplayer wird bleiben! Gebt dieser CD eine Chance: den Player of repeat und schön laut! Nach dem fünften Hören gefällt's und nach dem zehnten Mal ist klar, dies ist eines der besten Stones-Alben. If you can't rock me ist der klassische Opener, danach kommt die für diese Zeit typische "Verbeugung" der Stones Richtung Motown -...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2005 von stephan.

versus
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 2009er Remastering
Ich möchte nichts zur Qualität der Songs sagen, sondern zum 2009er Remastering:
Also, ich hatte das Album in der Ur-CBS-Version und muss sagen, dass es in der hier vorliegenden Version das Label Remastering eigentlich nicht verdient.
Gut, zugegeben, es macht wohl etwas mehr "Wumm" (ist also komprimierter) und einiges klingt "weiter vorne", aber nichts...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2009 von steve_be


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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Time can tear down a building, or destroy a woman's face ..., 13. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock 'n' Roll (Audio CD)
... aber dieser Longplayer wird bleiben! Gebt dieser CD eine Chance: den Player of repeat und schön laut! Nach dem fünften Hören gefällt's und nach dem zehnten Mal ist klar, dies ist eines der besten Stones-Alben. If you can't rock me ist der klassische Opener, danach kommt die für diese Zeit typische "Verbeugung" der Stones Richtung Motown - Ain't too proud to beg - paßt übrigens nicht gerade in das Jagger-Macho-Image dieser Zeit. Danach kommt dier Titelsong, eigentlich eher einer der schwächeren Songs, zäh, holpernd, klanglich breiig. Der Text ist m.E. eher eine Absage an den Glamrock "wärst Du endlich zufrieden, wenn ich mich auf der Bühne umbringe?". Bowie, der anno 1972 schon "Rockn'Roll Suicide" begangen hatte und auch Alice Cooper konnten das besser. Only Rock'n' Roll - but I DO Like It! If you really want to be my friend, die Ballade, auch eher Motown als Blues, eine schöne ruhige Ballade. Danach kommt mit Time Waits ... eines der Highlights des Albums, schöne Melodie, tolle Gitarren und der Text - Mick, hör Dir doch mal zu! Dann könntest Du viel ruhiger alt werden. Die "zweite Seite" begint mit 2 schönen Rockern, Dance Little Sister mit Trend zur Discothek, in Luxury jammert Jagger über das liebe Geld und die unersättliche (Ehe-)Frau (made a million for the Texans, 20 Dollar me, working so hard, to keep you in your Luxury). Till the next time, say good-bye wäre eigentlcih eine schöne ruhige Ballade zum Ausklang, aber es wird noch besser. Short and Curlies, eine kurzer Ausflug in den Blues/Boogie (Mick stöhnt schon wieder über die Frauen, die ihn unter Kontrolle haben ... ) bildet die Überleitung zum wohl besten Song des Albums: Fingerprint File! Musikalisch eher ruhig, Motown (kein Disko!), im Text schimpft Jagger auf den Überwachungsstaat!
Fazit: Starke Melodien, gute Texte, schöne Stones-Riffs und klasse Solo-Gitarren und - hey! - ein Bass Solo! Play it Loud!
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 2009er Remastering, 28. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock 'n' Roll (Audio CD)
Ich möchte nichts zur Qualität der Songs sagen, sondern zum 2009er Remastering:
Also, ich hatte das Album in der Ur-CBS-Version und muss sagen, dass es in der hier vorliegenden Version das Label Remastering eigentlich nicht verdient.
Gut, zugegeben, es macht wohl etwas mehr "Wumm" (ist also komprimierter) und einiges klingt "weiter vorne", aber nichts ist in meinen Ohren und über meine durchaus gute Hifi-Anlage klarer.
Man hatte hier definitiv (im Gegensatz zu den gelungenen Remasters aus dem Abkco-Katalog) KEINEN Zugriff auf die Originalmasters, und hat lediglich etwas an den Reglern herumgespielt.
Wer das Album bereits besitzt, für den lohnt sich die Neuanschaffung nicht!!!

======Ergänzung 2011==============
Nach nochmaligem Prüfen, muss ich sagen, dass sich für mich die Virgin-CD-Version am besten anhört. Es soll auch eine neue SACD-Version herausgekommen sein, die ich allerdings mangels Hardware noch nicht beurteilen kann.
Also: Finger weg von Universal, und nach Virgin (vermutlich gebraucht) suchen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen stark oder stärker, 4. August 2008
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock 'n' Roll (Audio CD)
ich finde, man tut den alben der stones in den mittleren siebzigern unrecht: die sind nicht so schlecht (und ich finde "some girls", das angebliche "comeback", dann auch wieder nicht soo gut).

natürlich haben sie ihre allerbeste zeit hinter sich (niemand schafft zweimal im leben eine serie wie "baggar's banquet" bis "exile"). aber sie halten von damals bis heute ein hohes niveau. es mag dienst nach vorschrift sein, aber dieser dienst ist besser als anderer leute schnaps. es gibt kein stones-album, auf dem nicht wenigstens ein paar songs, ein paar momente für die ewigkeit drauf sind.

auf diesem album ist es "time waits for no one", ein damals, aus dem mund von mick jagger, vielleicht auch koketter text, der heute eine ganz andere, auch tragische bedeutung hat - niemand außer mick jagger versucht so hartnäckig, der zeit davonzujoggen. dazu eine wunderbare, gleichzeitig tief traurige UND ganz sachliche melodie, fast lapidar tönen die strophen, bevor das lied in den refrain fällt, von ungeheuer eleganten gitarren begleitet. ABER: dann dieses unglaublich gute, sich windende, nach oben, ans licht kletternde und wieder abstürzende gitarrensolo von mick taylor! das ist ohne zweifel einer der stärksten momente im gesamten schaffen der stones.

der hit des albums ist der titeltrack, mick jagger hat ihn ronnie wood abgekauft oder besser, gegen einen seiner songs eingetauscht. "it's only" wurde ein enormer erfolg, gilt als klassiker und ist stammgast im hit-run-teil der konzerte (und ronnie kriegt keine tantiemen; er hat nur ein credit als "inspiration"). ganz versteh ichs ja nicht: ein netter rocker mit sarkastischem text übers showbiz, aber im kern halt nicht viel mehr als leicht sumpfige rock 'n' roll-routine.

auffälligster titel ist sicher "fingerprint file", tiefschwarzer funk, wie einem blaxploitation-film entnommen, dazu ein gehetzter, bitterer text über paranoia und überwachungsstaat, damals wie heute keineswegs nur fiktion. großartig, wie zwei weiße musiker wie taylor und richards hier durch tiefste wah-wah-sümpfe waten, auch bill wymans bass klingt nicht anbiedernd schwarz, sondern originell und respektvoll.

was hamma da noch? "if you can't rock me" geht heftig ab, groovt aber irgendwie schwammig und bremst sich ständig selbst. "ain't to proud to beg" dagegen groovt sehr fein, und der text ist natürlich, von jagger gesuungen, erstaunlich und/oder ironisch. "till the next goodbye" ist eine dankenswerter weise ganz kitschfreie, ehrlich wirkende ballade. "luxury" stößt erstmals richtung reggae-land vor. "dance little sister" ist ein geschäfter rocksong, der immer nur beinahe und dann doch nie ganz abhebt, irgendwie wirkt das stück außer atem. "if you really want to be my friend" ist ein schwermütiger, aber nicht allzu behäbiger gospel. "short and curlies" ist ein netter boogie.

ein interessantes album mit starken songs, die man vermutlich noch stärker hätte spielen können.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung - 2009 Remaster, 25. Mai 2009
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock 'n' Roll (Audio CD)
Man kann von keiner Band erwarten, das hohe Level, das die Stones zwischen '68 und '71 mit ihren eher düsteren und bedrohlicheren Alben "Beggars Banquet", "Let it bleed", "Get yer Ya-Ya's out!" und "Sticky Fingers" vorlegten, ewig halten zu können ("Exile on Main Street" nehme ich hier bewusst aus); das wurde ihnen dann auch selber klar, sie schalteten einen Gang runter und verlegten sich ab '73 mit "Goat's Head Soup" mehr aufs Entertainment.

"It's only Rock'n'Roll" markierte '74 mehrere Wendepunkte: es war das erste Stones-Album seit langem, das ganz auf Bläser verzichtete, das erste, das Jagger & Richards als "Glimmer Twins" selbst produzierten, und es war Mick Taylors Ausstand bei den Stones. (Man einigte sich damals für die Presse auf den üblichen Terminus der "künstlerischen Differenzen"; rückblickend scheint jedoch die Tatsache, dass Taylor von Mick und Keith fast nie an den Autorentantiemen beteiligt wurde, ein nicht unwesentlicher Faktor seines Ausstiegs gewesen zu sein.) Nicht zuletzt fand sich hier auch Ronnie Woods Einstand bei den Stones: beim Titelsong war er an den Aufnahmen beteiligt, und sein Autorenbeitrag wird immerhin als "Inspiration" gewürdigt.

Die Zutaten waren ansonsten ähnlich wie beim Vorgänger "Goat's Head Soup", nur dass die Songs eine Idee straffer waren und die Aufnahmen diesmal in München stattfanden; wieder setzten Nicky Hopkins und Billy Preston an den Tasten ihre unverwechselbaren Akzente.

Von den 10 Songs bleiben 4 etwas blass: If you can't rock me scheint noch nicht ganz ausgearbeitet, ein etwas unglücklicher Start für das Album; einer der wenigen Songs, die von der Live-Version auf "Love you live" übertroffen wurden. Von Luxury erschien auf den CBS-CDs Mitte der 80er eine 4:29-Version, auf den '94er und den 2009er Remasters gibt's wieder die 5-Minuten-Version - nicht, dass man den Unterschied ohne Blick aufs Display des CD-Spielers merken würde. Short and Curlies ist ein etwas farbloser Boogie, und das gospelige If you really want to be my Friend dümpelt streckenweise etwas vor sich hin.

Der Rest ist erste Sahne: It's only Rock'n'Roll (But I like it) ist zwar ein etwas altmodischer Rock'n'Roll-Song - aber er macht (wie der Titel schon sagt) einfach Laune (man achte auf die Toms gegen Ende, diesmal von Kenny Jones statt von Charlie Watts gespielt) und ist bis heute fest verankerter Live-Favorit. Obwohl sich die Stones bei Ain't too proud to beg zur Abwechslung ziemlich notengetreu ans Original der Temptations halten, machen sie sich den Song richtig zu eigen; das wäre die bessere Startnummer gewesen! Till the next Goodbye ist eine gefühlvolle Ballade über ein oder mehrere Rendez-vous, und Dance little Sister schiebt einfach gut nach vorne, auch wenn musikalisch nicht allzu viel passiert - die Stones am Kochen!

Time waits for no one besticht besonders durch Mick Taylors elegantes Schlusssolo - ein würdiger Abschied. Am besten gefällt mir das richtig intelligent und dynamisch durcharrangierte Fingerprint File, inhaltlich eine Mischung aus Überwachungsstaat-Fiktion und Agententhriller.

Wie gesagt, "It's only Rock'n'Roll" hat nicht mehr die Tiefe der eingangs erwähnten Alben, aber gute Unterhaltung bietet es allemal, und es bleibt - nach "Sticky Fingers" - mein zweitliebstes Stones-Album der Siebziger.

Die 2009er Remasters sind zwar gestalterisch genauso spartanisch wie ihre Vorgänger, klanglich aber etwas differenzierter und voller ausgefallen als die '94er Remasters (mit denen ich die letzten 15 Jahre aber auch schon gut leben konnte), leider aber auch sehr stark komprimiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echtes Juwel, 11. Dezember 2012
Von 
W. Anzenhofer (Kaufering) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock 'n' Roll (Audio CD)
Eine der besten Scheiben der Stones! Kann man gar nicht oft genug hören, wird nie langweilig. Jeder Song hat seinen eigenen "Flair". Coole Riffs, rauher Sound (besonders Luxury/Dance little Sister). "Time waits for no one" und "Fingerprint File" sind wohl die Highlights. "Short and curlies" ist ebenfalls sehr anspielenswert, weil ich einfach Ians Klavierbegleitungen sehr schätze!
Auf jeden Fall macht mir diese Scheibe viel mehr Spaß anzuhören, als das Goats Head Soup Geseier. Das einzige, was ich wirklich schwach finde ist das ziemlich schwache Cover. Für solch eine Kracher-Scheibe und dessen Titel hätte es mehr aussagekräftige Grafiken/Bilder gegeben, als treppenherabsteigende Lithos, eingerahmt von engelsähnlichen Winselstuten... Hey, der Titel war "It's Only Rock'n`Roll" und nicht "It's Only Heaven`n`Wimp".
In diesem Sinne: It's Only Rock'n`Roll.. but WE like it (Stand übrigens auch auf der Anzeigentafel des Olympiastadions Muc am 10. und 11. Juni 1982)
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4.0 von 5 Sternen Mein Stones-Re-Entry!, 14. Januar 2012
Von 
Axel Breiing (Essen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock 'n' Roll (Audio CD)
Ich bin Jahrgang 1970 und wurde Stones-Fan 1983 mit der damals neuen (und sehr guten) Scheibe "Undercover". Dann flaute meine Leidenschaft etwas ab. 1985 machte mir ein älterer Freund ein Mix-Tape (jaja, das waren Zeiten!) mit seinen Insider-Stones-Faves aus rund 20 Jahren. Ich hörte erstmals den Song "Time waits for no one" von diesem Album und war sogleich verzaubert. Und bin es noch. Ein geradezu hypnotischer Track! Das Album selbst ist etwas durchwachsen aber ca.die Hälfte der Stücke zündet, z.B.ist "Fingerprint file" mein zweiter Fave des Albums. Check out "Time waits for no one"!
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2.0 von 5 Sternen Tja, wie die Geschmäcker sich trennen, 28. März 2014
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock 'N' Roll (MP3-Download)
Für mich ist das eines der weniger guten Alben. Time waits for noone, hätte Chancen gehabt, blieb aber unbeantwortet. Was gibt es da noch. Ach ja, Its only rock n roll. Ja, das ist es wohl auch. Only that.
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4.0 von 5 Sternen Nicht das Beste Stones- Album! - But I like it!, 18. Juni 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock 'n' Roll (Audio CD)
Es scheint mir, als ob die Stones bei diesem Album nicht so viele echte Inspirationen gehabt haben, und sich vielleicht auch nicht so viel Mühe mehr gemacht haben, als z.B. bei vielen Vorgänger- Alben! Man hat auch den Eindruck, die Stones experimentieren ein wenig, und sind auf der Suche nach ihrem zukünftigen Sound. Auch wirkt die Scheibe stellenweise doch ein wenig flach.
Nichtsdestotrotz mag ich das Album dennoch; denn es ist doch irgendwie ein typisches Stones- Album, bei dem der Stones- typische Blues fast überall durchkommt (es ist eher KEIN echtes Rock and Roll- Album!). Auch kommen bei vielen Songs Tasteninstrumente, wie Orgel, sehr vorteilhaft zum Einsatz. Auch Mick Taylor beweist hier oft eindrucksvoll seine selten erreichte Gitarrenvirtuosität.
DIe großen Rock- Schocker sucht man hier vergebens; es ist vor allem ein ruhigeres, typisches Stones- Balladen- ALbum.

Besonders gut gefällt mir der Titel- Song; er ist ja inzwischen zu einer regelrechten Hymne der Rock and Roll- Fans geworden; spricht er doch so einfach wie richtig aus, was uns bei dieser einfachen, aber doch unglaublich dynamischen und vitalen Musik so fasziniert: "It's only Rock and Roll, but I like it!". Diese Musik ist einfach gut, man spürt es, sie macht gute Laune; es ist nichts zum Drübernachdenken!
Die anderen Songs sind nicht unbedingt die großen Knaller; aber eben auch nicht schlecht. Von diesen finde ich noch das schnelle "Dance little sister" zimlich bemerkenswert, sowie "Fingerprint File". "Time waits for no one" ist eine typische Stones Ballade. "Short and Curlies" ist eine ganz gute Boogie- Nummer. Der Rest ist weniger bemerkenswert; aber für Blues- Balladen- Fans dennoch hörenswert.
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4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung - 1994 Remaster, 25. Mai 2009
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock 'n' Roll (Audio CD)
Man kann von keiner Band erwarten, das hohe Level, das die Stones zwischen '68 und '71 mit ihren eher düsteren und bedrohlicheren Alben "Beggars Banquet", "Let it bleed", "Get yer Ya-Ya's out!" und "Sticky Fingers" vorlegten, ewig halten zu können ("Exile on Main Street" nehme ich hier bewusst aus); das wurde ihnen dann auch selber klar, sie schalteten einen Gang runter und verlegten sich ab '73 mit "Goat's Head Soup" mehr aufs Entertainment.

"It's only Rock'n'Roll" markierte '74 mehrere Wendepunkte: es war das erste Stones-Album seit langem, das ganz auf Bläser verzichtete, das erste, das Jagger & Richards als "Glimmer Twins" selbst produzierten, und es war Mick Taylors Ausstand bei den Stones. (Man einigte sich damals für die Presse auf den üblichen Terminus der "künstlerischen Differenzen"; rückblickend scheint jedoch die Tatsache, dass Taylor von Mick und Keith fast nie an den Autorentantiemen beteiligt wurde, ein nicht unwesentlicher Faktor seines Ausstiegs gewesen zu sein.) Nicht zuletzt fand sich hier auch Ronnie Woods Einstand bei den Stones: beim Titelsong war er an den Aufnahmen beteiligt, und sein Autorenbeitrag wird immerhin als "Inspiration" gewürdigt.

Die Zutaten waren ansonsten ähnlich wie beim Vorgänger "Goat's Head Soup", nur dass die Songs eine Idee straffer waren und die Aufnahmen diesmal in München stattfanden; wieder setzten Nicky Hopkins und Billy Preston an den Tasten ihre unverwechselbaren Akzente.

Von den 10 Songs bleiben 4 etwas blass: If you can't rock me scheint noch nicht ganz ausgearbeitet, ein etwas unglücklicher Start für das Album; einer der wenigen Songs, die von der Live-Version auf "Love you live" übertroffen wurden. Von Luxury erschien auf den CBS-CDs Mitte der 80er eine 4:29-Version, auf den '94er und den 2009er Remasters gibt's wieder die 5-Minuten-Version - nicht, dass man den Unterschied ohne Blick aufs Display des CD-Spielers merken würde. Short and Curlies ist ein etwas farbloser Boogie, und das gospelige If you really want to be my Friend dümpelt streckenweise etwas vor sich hin.

Der Rest ist erste Sahne: It's only Rock'n'Roll (But I like it) ist zwar ein etwas altmodischer Rock'n'Roll-Song - aber er macht (wie der Titel schon sagt) einfach Laune (man achte auf die Toms gegen Ende, diesmal von Kenny Jones statt von Charlie Watts gespielt) und ist bis heute fest verankerter Live-Favorit. Obwohl sich die Stones bei Ain't too proud to beg zur Abwechslung ziemlich notengetreu ans Original der Temptations halten, machen sie sich den Song richtig zu eigen; das wäre die bessere Startnummer gewesen! Till the next Goodbye ist eine gefühlvolle Ballade über ein oder mehrere Rendez-vous, und Dance little Sister schiebt einfach gut nach vorne, auch wenn musikalisch nicht allzu viel passiert - die Stones am Kochen!

Time waits for no one besticht besonders durch Mick Taylors elegantes Schlusssolo - ein würdiger Abschied. Am besten gefällt mir das richtig intelligent und dynamisch durcharrangierte Fingerprint File, inhaltlich eine Mischung aus Überwachungsstaat-Fiktion und Agententhriller.

Wie gesagt, "It's only Rock'n'Roll" hat nicht mehr die Tiefe der eingangs erwähnten Alben, aber gute Unterhaltung bietet es allemal, und es bleibt - nach "Sticky Fingers" - mein zweitliebstes Stones-Album der Siebziger.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SACD mit "neuen" Tracks...., 17. August 2011
Rezension bezieht sich auf: It's Only Rock'n Roll [Sacd] (Audio CD)
Interessant an dieser Ausgabe von IORR sind die Tracks "Time Waits For No One", hier 8 Sekunden länger als üblich und eine slowed-down version von "Fingerprint File" die ca. 26 sekunden länger als üblich läuft.
Leider nur auf SACD-Player abspielbar!!!
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It's Only Rock 'n' Roll von The Rolling Stones (Audio CD - 2009)
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