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Kundenrezensionen

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am 26. Oktober 2005
Bei den kritischen Rezensionen frage ich mich, ob deren Verfasser dieses Album (nicht nur ausschnittsweise!) überhaupt gehört haben oder nur vorgefertigte, auf einem Wust an Vorurteilen basierende Meinungen wiederkäuen.
Zudem kann bei einigen Diskussionen, die man etwa in den einschlägigen Foren zu dem Album führt, der Eindruck entstehen, dass es gar nicht sein darf, dass ein neues Album mit "Keeper of the seven keys" im Titel auch nur den Hauch einer Chance gegen die Klassiker aus den späten 80ern haben darf. Insofern müsse das vorliegende Werk ja schon fast aus Prinzip schlecht bewertet werden.
Man kann nur hoffen, dass jene Leute ihre Scheuklappen ablegen und dem Werke trotzdem eine Chance geben werden, denn dann werden sie vielleicht merken, dass "The legacy" seinen übermächtigen Vorgängern nicht nur locker das Wasser reichen kann, sondern überdies das beste Helloween-Album seit Jahren darstellt. Und das liegt nicht nur an dem mit 78 Minuten Gesamtspielzeit verteilt auf 2 CD's großem Gegenwert fürs Geld.
Ich will gar nicht bestreiten, dass ein paar schwache Momente auf dem Album gibt, zumal ich der Meinung bin, dass man bessere Auslese hätte betreiben sollen und die nicht ganz so überzeugenden Titel einfach weglassen und stattdessen das Ganze auf nur einem Silberling hätte rausbringen sollen. Diese CD mit ausnahmslos Highlights wäre dann das Beste, was Helloween in ihrer 20-jährigen Geschichte meiner Meinung nach jemals(!) gemacht hätten. Aber das ist Wunschdenken, da es "The legacy" nun mal in dieser Form gibt. Allerdings unterscheidet sich die Realität vom Wunsch nur marginal.
Sämtliche Großtaten des Doppel-Albums zu besprechen würde bei weitem den Rahmen dieser Rezension sprengen, daher möchte ich mich auf ein paar ausgewählte Glanzstücke beschränken, die meiner Meinung nach Helloween auf der Spitze ihres kompositorischen Könnens zeigen. Hier seien vor Allem die beiden überlangen Epen, die jeweils am Anfang der beiden CD's stehen, genannt. "King of the 1000 years" und "Occasion avenue" sind wahre Ungetüme von Songs. Was die Herren um Andi Deris hier zusammengeschustert haben spottet jeder Beschreibung. Helloween in Reinkultur. Insbesondere das düstere "Occasion avenue" hat es mir angetan. Schlichtweg der Hammer!
Weitere Höhepunkte stellen für mich "The invisible man", "Born on judgement day", "Pleasure drone", "Do you know what you're fighting for" und "Come alive" dar. Vor Allem CD 1 ist randvoll gepackt mit Highlights. Selbst die aus der Reihe tanzende Single "Mrs. God" weiß zu gefallen. Ein Song mit permanentem Augenzwinkern.
Einen Ausfall im Sinne einer Totalkatastrophe konnte ich auf dem gesamten Doppel-Album nicht ausmachen. Allerdings nimmt die Qualität der Lieder im Verlauf der zweiten CD etwas ab, da sie sich zu sehr gleichen. Aber abgesehen davon weisen alle Songs neben einer brillanten Instrumentenarbeit einen tollen Refrain auf, der einen sofort an sich bindet.
"The legacy" vermag es die hohen Erwartungen mehr als zu erfüllen, an der diesjährigen Power Metal - Konkurrenz im Eiltempo vorbeizuziehen und darüber hinaus eine würdige Erbschaft anzutreten. Für mich trotz des Bekanntheitsgrades der Band und der Vorgängeralben die Überraschung des Jahres!
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am 3. März 2006
Oh je - ob das gut geht?! Ein Nachfolger der legendären "Keeper Of The Seven Keys"-Scheiben? Äußerst fragwürdig war es, was die Kürbsköpfe vor hatten.
Und ja, auch ich war sehr skeptisch, habe dann aber doch ein Ohr riskiert um zu sehen, ob die Jungs den zumindest etwas an das Niveau der Kultscheiben heran kommen.
Ich erlebte eine faustdicke Überraschung - "The Legacy" ist einfach ein richtig geiles Helloween-Album geworden, welches an den besten Stellen tatsächlich mit den alten Klassikern mithalten kann!
Fünf Punkte hätte dieses Doppelalbum eigentlich verdient, denn Helloween haben die besten Songs zusammn gezimemrt, die man seit langem von dieser Band hören konnte. Leider trübt die 2. CD den Gesamteindruck ein wenig - "Do You Know What You're Fighting For", "Come Alive", "Shade In The Shadows" und "Get It Up" sind zu durchschnittlich, um mit dem Rest mithalten zu können. Mal gibt es hier einen nicht sehr zwingenden Refrain, aber geile Strophen, mal sind an anderer Stelle die Refrains klasse, doch der Rest plätschert etwas unspektakulär daher. Deshalb auch nur 4 Punkte - die aber knapp an der 5 Punkte-Marke kratzen!
Soviel zum nicht ganz so erfreulichen Teil.
Das positive: Der Rest - also die komplette erste CD sowie Tracks 1, 2 und 7 der zweiten CD - blasen einen richtig weg!
Mit dem ersten Longtrack "King For A 1000 Years" packen Helloween unglaublich geile Melodien, reichlich Tempowechsel, einen tollen Refrain und fantastische Soli in 14 vor Kraft nur so strotzende Minuten. Das Ende ist schier unglaublich und zeigt: Deris singt Weltklasse! Ein absoluter Überhammer und den Longtracks der "richtigen" Keeper-Scheiben mehr als ebenbürtig!
Mit "The Invisible Man", "Born On Judgement Day", dem Midtempo-Kracher "Pleasure Drone", der fantastischen Single "Mrs. God" und dem abschließenden "Silent Rain" geht es auf gleichem Niveau weiter - DAS sind die Helloween, die man sich wünscht!!! Wenn an einigen Stellen Michael Kiske singen würde, würde das Material problemlos auf die beiden ersten "Keeper"-Alben passen. Aber wie schon gesagt: Deris macht eh den besten Job seiner Karriere, davor muss man wirklich den Hut ziehen!
CD 2 beginnt ebenfalls mit einem langen Song, "Occasion Avenue". Dieser ist deutlich moderner ausgefallen, weiß jedoch ebenfalls zu jeder Sekunde zu überzeugen. Die Ballade "Light The Universe" ist auch toll, dann folgt der schon besprochene Rest, bevor es mit "My Life 4 1 More Day" wieder in die Vollen geht.
Fazit: Geil, geil, geil!!!
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am 7. August 2006
Ich kenne nur wenige Bands, bei denen sich die Gemüter so scheiden, wie bei Helloween. Für die einen ist es die Über-Band und für die anderen der größte Müll auf dieser Welt. Ich persönlich gehöre zwar keiner dieser Gruppen an, trotzdem bin ich eher ersterem zuzuschreiben, denn ich finde so konstant wie Helloween liefern nur wenige Gruppen gute Musik ab. Ich fand schon den Vorgänger "Rabbit don`t come easy" nicht so schlecht, wie viele sie beschreiben. Es ist wahr, dass ein paar Kindermelodien zu viel verwendet wurden, aber ja, hier bewerten wir ja den neuesten Silberling der Deutschen. Über den Titel will ich keine leeren Worte verschwenden, darüber wurde schon genug diskutiert. Ich finde, dass Helloween wieder ein starkes Album abgeliefert haben, dass seine Vorgänger durchaus schlägt. Die überlangen Tracks "The king for a 1000 years" und "Occasion avenue" gehen meiner Meinung nach erst nach mehreren Durchgängen ins Ohr, aber nach mehrmaligem Hören wissen diese Songs mit ihren schnellen Tempowechseln und raffinierten Melodien durchaus zu überzeugen. Songs wie "The invisible man", "Born on judgment day" und "Silent rain" auf CD1 könnten auf jeder Helloween-Platte stehen und gefallen mir sehr gut. Die Vorab-Single "Mrs. God" bietet wieder eine solide und eingängige Melodie, die leider ein wenig zu kitschig klingt und "Pleasure drone" ist einfach nur unnötig. Die Songs von CD2 kommen mir persönlich auch nicht so schlecht vor, wie sie manche Rezensenten vor mir beschreiben. Außer "Shade in the shadow" ist jeder Song anhörbar, nichts überragendes, aber solider und schneller Powermetal, wie man ihn von Helloween gewöhnt ist! Meiner Meinung nach hat Helloween ihr kompaktestes Album seit Jahren geschaffen, wobei mancher Song durchaus auf einer der legänderen Keeper-Scheiben stehen könnte und der Rest dabei nicht unbedingt abfällt! Hut ab vor diesem Unterfangen! Bravourös gelöst!
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am 9. April 2006
Andi Deris singt besser denn jeh, nachdem er ja in der Vergangenheit schon einige Schocker hingelegt hat.
Die Songauswahl ist z.T. Genial, vorallem auf der ersten CD, aber auch Light the universe auf CD 2!!
Klar ist Kiske unerreichbar und wird für immer im Herzen und in der Musik fehlen, aber die Jungs strampeln sich unterdessen schon ganz schön durch und werden zwischendurch richtig gut, nachdem sie durch ganz peinliche Tiefen mussten!!
Ich freu mich bereits auf die nächste Scheibe, die hoffentlich mit noch mehr Sorgfalt entsteht!
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am 3. November 2005
Mit großer Vorfreude habe ich das neue HELLOWEEN-Album KEEPER 3 - THE LEGACY erwartet. Die Erwartung an den neuen Longplayer war, dem Titel "Keeper Of The Seven Keys" entsprechend, ebenfalls sehr groß. Immerhin benennen sie dieses Album nach 2 der besten Metal-Alben allerzeiten - also stellt sich die Frage: Zurecht? Ohne Kiske/Hansen? Geht das gut? Antwort: JA! Es beginnt alles mit dem 13 Minuten Kracher "THE KING FOR A 1000 YEARS". Auf Grund der Länge von 13min habe ich schlimmstes befürchtet - doch am Ende des Liedes war ich darüber überrascht, wie schnell 13min vergehen. Ein unglaublich guter und abwechslungsreicher Song - und das direkt zum Anfang. Nicht eine Sekunde des Liedes ist langweilig. Grandiose Leistung von HELLOWEEN. Nach diesem Song stellt sich natürlich die Frage: Ist das bereits der Höhepunkt dieses Albums gewesen? Nein...Denn mit dem Zweiten Song, "THE INVISIBLE MAN" geht es mindestens gleichwertig (wenn nicht, sogar besser) weiter. Mit einer Länge von 7 Minuten ebenfalls relativ lang - doch bereits nach dem ersten hören war klar: 7 Minuten sind für diesen grandiosen Song sogar noch zu wenig. Der sehr gute ohrwurmverdächtige Refrain, macht "THE INVISIBLE MAN" zu einem weiteren Highlight des Albums. Und es ist erst der Zweite Song... Weiter geht`s mit "BORN ON JUDGMENT DAY". Die Erwartung war nach den ersten beiden Songs riesig. Zwar ist "Born On Judgment Day" auch ziemlich gut - doch im Vergleich zu den ersten beiden Highlits (und auch insgesamt) ist es doch der schwächste Song des Albums. Mit "PLEASURE DRONE"geht es dann aber wieder auf höchstem Niveau weiter. Ein weiterer erstklassiger Song mit Ohrwurm-Refrain. Einfach Spitze - HELLOWEEN in Top-Form, so gut wie lange nicht mehr. An 5. Stelle folgt "MRS GOD" - ein wahrer "Gute Laune Song". Diese gute Laune kam auch bei mir auf. Mit 3 Minuten die ideale "Hitsingle" und auch für`s Album nicht zu lang. HELLOWEEN befindet sich also auch weiterhin auf hölchstem Niveau. Zum Abschluss der ersten CD dieses Doppel-Albums bekommt man "SILENT RAIN" zu hören. Neben den ersten beiden Songs gehört auch "Silent Rain" zu den Highlights des Albums. So, nun war ich mit der ersten CD fertig und konnte bereits nach dieser ersten CD ohne jeden Zweifel sagen: Der Titel "Keeper Of The Seven Keys - The Legacy" ist gerechtfertigt. Alle 6 Songs auf höchstem Niveau - nicht ein "Totalausfall". Lediglich "Born On Judgment Day" ist im Vergleich zu den anderen Songs etwas schwach - wobei es sich dabei trotzdem um einen guten Song handelt. Tja, ich war von der ersten CD bereits so begeistert, dass ich mich fragte: Kann die Zweite da überhaupt mithalten? Was soll ich sagen... Die Zweite CD übertrifft die erste sogar: Der erste Track der zweiten CD, "OCCASION AVENUE". Nach "The King For A 1000 Years" wusste ich, dass HELLOWEEN auch überlange Songs schreiben können. Doch schnell wurde mir klar, dass "Occasion Avenue" der bisher Beste Song des Albums ist. CD 2 begann also schonmal überraschend gut, mit einem absoluten Highlight. Mit "LIGHT THE UNIVERSE" folgt eine sehr schöne Ballade mit Gastsängerin "Candice Night". Es geht weiter - mit "DO YOU KNOW WHAT YOU ARE FIGHTING FOR". Und wieder ein Song auf allerhöchstem Niveau. "COME ALIVE" ist ebenfalls wieder ein sehr guter Song, der aber im Vergleich zu den anderen wieder etwas schwächer wirkt. Trotzdem - HELLOWEEN überzeugen weiterhin! "SHADE IN THE SHADOW" - was soll ich noch sagen? Wieder ein erstklassiger Song... "GET IT UP" - siehe oben ;) Ein wahnsinns Song nach dem anderen. Zum Ende gibt es dann nochmal ein richtiges Highlight: "MY LIFE FOR ONE MORE DAY". Mit diesem Song wird ein erstklassiges Album auf allerhöchstem Niveau beendet! Dieses Album hat den Titel "Keeper Of The Seven Keys" ohne Zweifel verdient. Ich habe von diesem Album viel erwartet - und noch viel mehr bekommen. HELLOWEEN melden sich zurück an der Spitze des Heavy Metals. Und das ohne Kiske und ohne Hansen. Ja, so ist es. Wer jetzt immer noch der Meinung ist, HELLOWEEN wären ohne Hansen & Kiske schlecht, der hat sich mit dem Heavy Metal die falsche Musikrichtung ausgesucht ;) Bei all den hochklassigen Songs, ist es schwer "den Besten" zu finden. Doch DAS absolute Highlight des Albums ist "Occasion Avenue". Von mir gibt es 5 Sterne - und das nur, weil lediglich 5 Sterne verfügbar sind. Verdient hat dieses Album einige Sterne mehr ;)
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am 29. Oktober 2005
Nach den schwach ausgefallenen letzten Alben schaffen es Helloween mit dem dritten Keeper endlich wieder an ihre ersten drei Alben anzuschließen. Dieses Album ist das beste, was Helloween seit über 15 Jahren abgeliefert haben, oder sogar das beste was sie je gemacht haben!
Das Doppelalbum fängt an mit "The King for a 1000 Years", ein unglaublicher Song, der in seinen 13:54 Minuten einfach nur mitreißt und für mich das Lied des Jahres ist!
Weiter geht es mit den sehr sehr starken "The invisible Man" und "Born on Judgement Day", die auch beide voll überzeugen können und beide über ihre Spielzeit von 7:17 bzw. 6:14 Minuten nie langweilig werden.
Die erste CD wird dann beschlossen mit den drei kürzeren Tracks "Pleasure Drone", "Mrs. God" und "Silent Rain". "Mrs. God" ist ein recht kurzweiliger, leicht verdaulicher und sehr kurzer Track, der aber nicht vollkommen überzeugen kann. "Pleasure Drone" ist ein sehr schöner Ohrwurm, der ebenfalls Single Qualität hätte, wegen kurzweil und Stimmung im Song. "Silent Rain" ist ein eingängiger Banger, von dem zwar nicht das meiste hängen bleibt, der aber zum mitwippen veranlasst.
Die zweite CD wird eröffnet durch den zweiten sehr langen Track "Occasion Avenue". Ein Stück, das neben der Länge, durch seine modernen Aspekte sehr auffällt. Es geht los mit Radiogeräuschen, wobei im Radio Lieder der ersten beiden Keeper Scheiben laufen. Danach wird er ein, wie gesagt, eher moderner Track mit sehr guten Tempowechseln und einigen Ecken und Kanten, die mir sehr gut gefallen. "Light the Universe" ist eine sehr schöne Ballade, die Deris zusammen mit Candice Night singt, Blackmore Fans werden sie kennen. "Do you know what you are fighting for" ist einer der härteren Tracks des Albums, der von Anfang bis Ende einfach nur reingeht, sehr gut. Mit "Come alive" folgt dann der einzige echte Schwachpunkt des Albums, den man aber insgesamt verkraften kann, weil das Lied nur 3:20 Minuten lang ist und nicht weiter stört. "Shade in the Shadows" und "Get it up" bringen dann die Großartigkeit des Albums wieder zum Vorschein. "Shade in the Shadows" hat insbesondere einen unglaublich mitreißenden Refrain! "Get it up" ist eher ein gute Laune rocker, auch vom Text her. Abschließend kommt das hervoragende "My Life for one more Day", welches auf fast 7 Minuten nochmal alle Qualitäten von Helloween 2005 aufzeigt, durchgehend stark und eingehend.
Fazit: Wenn Helloween da weiter anknüpfen werden sie die schwachen letzten Jahre schnell vergessen machen, das Album ist ein heißer Anwärter auf den Titel "Album des Jahres 2005"!
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am 30. Oktober 2005
Ich war einmal von 1985-1989 (also von "Helloween" bis "Live in the U.K.") ein sehr großer Fan von HELLOWEEN.
Ab "Pink bubbles go ape" interessierten sie mich nicht mehr.
Sicherlich habe ich immer wieder mal in deren neuesten Werke reingehört, aber richtig begeistert war ich nie.
So war das auch als ich erfuhr, daß die Kürbisköpfe tatsächlich ein neues "Keeper"-Album aufnehmen wollten.
Mein erster Gedanke war: Ohne Kiske und Hansen? Das kann nicht gut gehen....
Nun, ich lese regelmäßig ROCK HARD + METAL HAMMER.
Und bei diesen beiden Metal-Magazinen liegen CD's bei, auf welchen monatlich stets das neueste vom neuesten vorgestellt wird. So hatte ich vor der Veröffentlichung das Vergnügen, schon mal die Songs "Mrs. God" + "Do you know what you're fighting for?" zu hören.
Und ich war da schon positiv überrascht. Ganz ehrlich: Solche Songs hätte ich den Jungs definitiv nicht mehr zugetraut!
So kam es dann, daß ich die "Keeper of the seven keys - The legacy" bei amazon vorbestellte. Pünktlich am Freitag, den 28.10.05 (Offizieller Veröffentlichungstermin) lag das Ding in meinem Briefkasten (Danke für die schnelle Lieferung!). Ich zerplatzte schon fast vor Neugier, und packte die erste CD (Es ist ein Doppelalbum) in meine Anlage.
Ich habe an diesem Wochenende nichts anderes gemacht, als mir dieses neue Werk intensiv anzuhören. Und ich muß sagen: Jungs, ich ziehe vor euch den Hut!! Endlich(!) haben HELLOWEEN nach langer Zeit ein Album veröffentlicht, welches mich von vorne bis hinten schlichtweg umhaut. Es ist egal, ob man nun den Hammer-Opener "The king for a 1000 years", die Ballade "Light the universe" oder den Mega-Ohrwurm "Pleasure drone" sich zu gemüte führt; JEDER Song ist von höchster Qualität. Man merkt den Jungs richtig an, daß Sie viel Arbeit in dieses Werk gesteckt haben.
Allerdings sollte man meiner Meinung nach nicht den Fehler begehen, dieses Doppel-Album auf Grund seines Titels mit den beiden Hammer-Alben von 1987 + 1988 zu vergleichen.
Auch wenn "The legacy" qualitativ gesehen durchaus an die Klasse der Alben "Keeper.... 1 + 2" heranreicht, ist Andi Deris nun mal kein zweiter Michael Kiske und die achtziger Jahre sind auch schon (leider) lange vorbei.
Wenn man also, so wie ich, nicht in der Vergangenheit sondern Gegenwart lebt und auf traditionellen Metal steht sei zum Schluß noch eins gesagt:
AB DAMIT IN DEN WARENKORB, ES LOHNT SICH!!!
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am 7. November 2005
So da haben wir die CD im Schacht liegen. Und sie wird da wohl auch in nächster Zeit nicht mehr heraus kommen! Nach der Vorab-Maxi war ich wirklich heiß auf die Scheibe. Dabei hatte es mir besonders der 13min Track angetan. Dieser bildet nun auch den Opener für das Gesamt-Werk. Dieser Track ist wirklich an Dramatik nicht zu überbieten und spielt ganz klar in der gleichen Liga wie "Keeper of the seven keys". Es befinden sich massenweise Ohrwürmer auf dieser Scheibe. Der zweite "länger als 10min"-Track Occasion Avanue fängt mit einem sehr coolen Intro an. Muss man gehört haben. Vernahm ich da die Stimme aus den 80ern :-)? Der Song steht auch ganz oben auf meiner Liste. Die Ballade mit Candice Night am Mikro kommt auch sehr schön und gefühlvoll rüber. Meiner Meinung nach ist dies die würdige Fortsetzung der ersten Keeper-Scheiben. Andi Deris macht seinen Job hier wirklich sehr gut. Ach ja, verdammt der Drummer ist wirklich eine Granate. Die Power ist einfach ansteckend. Also auf Helloween sind stärker als jeh zuvor.
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am 14. November 2005
Nach dem, meiner Meinung nach, äussert schwachen "Rabbits don't come easy" machen Helloween endlich wieder einen gewaltigen Sprung nach vorne.
Schon der erste Song "The King for a 1000 Years" ist ein großartiger. Tempowechsel, ein schöner Text und perfekt beherschte Instrumente stimmten auf das Album ein.
So geht es weiter durch beide CDs. Einfach eine tolle Scheibe.
Wer sich unsicher ist, sollte sich die Single "Mrs God" zulegen und reinhören.
Persönlich gefällt mir nach zweimaligem Höhren "The Invisible Man" am besten. Ein grandioser Song, der Lust auf die Tour macht.
Fazit: Nicht vergleichbar mit Keeper I und II da dort die Vorraussetzungen anders waren. Doch trotzdem ein würdiger Abschluss der Trilogie.
Das bis jetzt beste Power- Metal Album des Jahres und das wird es wohl auch bleiben.
Für Fans und Neueunsteiger eine klare Kaufempfehlung!!
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am 10. Januar 2013
Ehrlich gesagt ist es mir ein Rätsel was jetzt gerade dieses Album dazu prädistiniert der ultimative 3 Teil der Keeper of the Seven Keys-Alben zu sein. Es gibt keine Story, die weitergeführt wird wie bei Queensryches Operation Mindcrime2, und auch musikalisch orientiert man sich eher an der Deris-Ära. Andy Deris ist ein völlig anderer Sänger als der souveräne Stimm-Magier Kiske seinerzeit mit seiner angenehm klaren Heavy Metal-Stimme, er wird nie den künstlerischen Anspruch erfüllen können, den Kiske nunmal vorgegeben hat, wobei ich damit nicht sagen will, dass nicht auch Deris sein bestes versucht, aber sein gewöhnungsbedürftiges, oft recht nerviges kindliches Organ ist eben Geschmackssache, an dem sich durchaus die Geister scheiden können. Ich denke, dass Helloween ohne Kiske nie denselben hohen Status erreicht hätten, als mit Ihm - allerdings muss man auch sagen, dass er der Hauptverantortliche war, dass man mit den 2 letzten Alben einen nicht nachvollziehbaren Stilbruch vollzog, der hauptsächlich in der Tatsache begrüdet war, dass Kiske anspruchsvolleres Material singen wollte und nicht mehr diesen Kinder-Speed-Happy-Metal, der Helloween letztendlich bekannt machte. Und bevor das Schiff noch mehr vom Kurs abkam und sich womöglich gar niemand mehr für Helloween interessierte musste einfach eine Änderung in der Personalie Sänger her - Kiske wurde der Band-Ausstieg nahegelegt, den er auch annahm, denn er hatte gerade in einer Zeit als viele neue Musikbewegungen wie Grunge und Alternativ-Rock aus dem Boden schossen, keinen Bock mehr auf reinrassigen Heavy Metal - das muss man so akzeptieren. Man warb schliesslich den charismatischen, aber auch gewöhnungsbedürftigen Andi Deris von den aufstrebenden Pink Cream 69 ab, vielleicht hat man sich Deris auch deshalb ausgesucht, weil Deris ein guter Songschreiber ist, und Helloween mit Kiske und insbesondere Kai Hansen, der ja das meiste der ersten 3 Helloween-Alben schrieb und bis zu seinem Ausstieg der kreative Kopf der Band war, gleich 2 Hauptsongschreiber abhanden kamen. Zumindest kam der Sängerwechsel vermutlich zum richtigen Zeitpunkt, denn mit Ihrem gemeinsamen Erstwerk Master of the Rings bekam man wieder die Kurve.

Den meisten Songs auf The Legacy wurde wieder ein fröhlicher Anstrich verpasst, was etwas künstlich wirkt -- hier wollte man partout wieder zurück auf alte Keeper-Zeiten verweisen, was auch irgendwie gelungen ist, vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein, denn wenn ich es mir recht überlege, hören sich Alben wie Rabbit dont come Easy(2003), Better Than Raw(1998) und Master of the Rings(1994) auch nicht anders an als The Legacy. Aus vermarktungs-strategischen Gründen hat man das Album eben als 3.Teil der Keeper-Reihe benannt, was ja viel Aufmerksamkeit wieder auf Helloween lenkte und das auch aus diesem Grund ein Verkaufserfolg wurde, alleine der Albumtitel reichte um die Massen an Altfans wieder zu mobilisieren -- stilistische Unterschiede indes zu vorgennanten Alben kann ich nicht heraushören, das Album hätte genausogut jeden anderen Titel tragen können. Alle Trademarks von Helloween sind auf diesem Album vorhanden, speedige Nummern, eingängige Midtempo-Songs und 2 epische Langsongs, das war natürlich Pficht bei einem Album mit diesem Titel, dass man ein 14-minütiges und ein 11-minütiges Stück darauf verewigt -- ich hatte ein wenig bedenken als ich die Spielzeiten von "The King for a 1000 Years" und "Occasion Avenue" sah, aber letztendlich sind beide Songs ganz gut geworden, wenn Sie qualitativ auch nicht rankommen an "Keeper of the Seven Keys" und "Halloween". Ohne Frage sind natürlich beide Songs etwas künstlich in die Länge gezogen worden.

"Alles Live" von Wolfgang Petry hat eine Länge von genau 80:03 Minuten. Die Helloween-Doppel-CD hat Spielzeiten von 38:56 Minuten und 38:45 Minuten - warum braucht man dafür 2 CDs ??? -- Bei Vinylplatten war es tatsächlich so, dass mehr Platz eine besserer Sound-Qualität bedeutete, bei CDs ist das aber nicht der Fall und kein Argument mehr. Auch dies sehe ich als geschickte Vermarktungsstrategie, weil eine Doppel-CD einfach mehr hermacht und Aufmerksamkeit erzeugt und einem der Inhalt als wichtiger erscheint als auf nur 1 CD.

Die Produktion des Albums ist von Karl Rudolf Bauerfeind wieder sehr hochwertig gelungen ausgefallen, zum Glück klingt das Album nicht zu modern, was mir an Alben wie The Dark Ride, 7 Sinners und auch Straight to Hell nicht so gut gefällt. Es sind kaum Keyboards zu erkennen und die Gitarren kommen schön fett rüber und meist wird straigt nach vorne drauf los geknüppelt, aber immer mit viel Melodie.

Von Füllern oder minderwärtigem Material blieb The Legacy zum Glück verschont, alles kommt ganz sinnvoll mit spass und nachvollziehbar aus den Boxen. Zu den Höhepunkten des Albums zählen für mich die beiden erwähnten Epen, darüberhinaus das riffbetonte "Invisible Man" und die lustige kurze Single "Mrs.God", aber auch alle anderen Songs sind schön und haben Potential zu gefallen, am wenigsten gut gefällt mir die etwas verträumte eintönige Ballade "Light the Universe" mit Candice Night im Duett, das ist aber Geschmackssache. Ich muss sagen dass man hier 13 sinnvolle Songs in 80 Minuten interessanter Spielzeit untergebracht hat - Langeweile kommt zumindest bei mir keine auf, aber natürlich muss man sich dieses Werk schon einige Male hintereinander reinziehen, damit es richtig zündet und man warm damit wird, aber dann ist es ein packendes interessantes Album, auch wenn ganz grosse Songs und Melodien wieder einmal fehlen. Für mich gibt es nur zwei Alben aus der Deris-Phase, die mir noch besser gefallen als The Legacy - und das sind Deris Einstand Master of the Rings(1994) und der starke harte Nachfolger Gambling with the Devil(2007).
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