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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen *Hohelied der Liebe*
Schon die ersten Klänge in Form schon fast zärtlichen Oboenspiel zeigen an wo es auf Lacrimosas neustem Werk musikalisch und textlich langgeht. Die Liebe wird in ihrer feinsten Form besungen wobei das fast 12 minütige *Saphire* schon die optimale Eröffnung ist. Leises Oboen / Flötenspiel folgen die klanglichen Ergüsse einer feinen...
Veröffentlicht am 28. Mai 2005 von pitter2000

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das erste Lacrimosa-Album, was mich nicht begeistern konnte
Anfang Mai 2005 kam mit "Lichtgestalt" das neunte Studioalbum von Lacrimosa auf den Markt. Als begeisterter Fan seit 1999 hab ich mir das Album sofort gekauft, da mich Lacrimosa-Alben noch nie enttäuscht hatten und die ersten Rezensionen sehr gut waren. Ersteres sollte sich mit diesem Album ändern.

Zunächst zum Allgemeinen, das Album ist wie von...
Veröffentlicht am 11. Dezember 2009 von Trent


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen *Hohelied der Liebe*, 28. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Schon die ersten Klänge in Form schon fast zärtlichen Oboenspiel zeigen an wo es auf Lacrimosas neustem Werk musikalisch und textlich langgeht. Die Liebe wird in ihrer feinsten Form besungen wobei das fast 12 minütige *Saphire* schon die optimale Eröffnung ist. Leises Oboen / Flötenspiel folgen die klanglichen Ergüsse einer feinen Akkusticgitarre die den Hörer dank der fantastischen Stimme Tilo Wolffs schon fast an den Rand des Träumens bringen. Doch knapp nach der Hälfte des Tracks wechselt das Klangbild abrupt, wütende metal-lastige Gitarren peitschen dem Hörer ins Ohr so das sich der Song explosionsartig entfaltet. Ein starker Opener...

Schon fast als Ohrwurm kann man dagegen *Kelch der Liebe* bezeichnen der anfängt als hätte man eine Rondo Veneziano CD im Player. Flotte Orchestertöne bestimmen neben der Stimme von Tilo Wolff das Klangbild wobei der Sänger mit den folgenden Textzeilen schon fast zum Poeten gereift zusein:

*Ein Leben ohne Liebe ist kein Leben!
Ich brauch kein Leben! Ich brauch nur Dich!
Deinen Körper, Deine Seele
Dein Herz!
Und wenn die Welt in Flammen steht
Und auch der letzte Mensch vergeht
Selbst wenn die Sonne sich zerbricht
Bleibt Dir der Liebe Licht*

Genauso verhält es sich mit dem Titelsong *Lichtgestalt* der nun erstmalig klangliches Violinenspiel gepaart mit rockigen Gitarreneinlagen in das Ohr des des Hörers führt. Dank ohrwurmmäßigen Gesangs und der gängigen Musik hat der Track sicherlich Hitpotenzial. Ganz andere Klänge bietet das wesentlich traurigere *Nachtschatten* welches anfänglichst nur durch schon fast drohende Streichereinheiten bestimmt wird. Auch hier gelingt es Tilo Wolff einmal mehr den Hörer in seinen Bann zuziehen und einen von Liebesschmerz und Einsamkeit handelnden phänomenalen Text zum Besten zu bringen. Die sich steigernde Stimme führt den Song dann gegen Ende zu einem bombastischen Orchesterfinale der seinesgleichen sucht.

Der zu Beginn elektronisch angehauchte englische Song "My last Goodbye" in welchem sich Anna Nurmi perfekt, durch ihren gegenüber Vorgängeralben stark verbesserten Gesang, in die Klangsymphonie einfügt ist ein sehr intensives Stück der Platte, in welchem aufgezeigt wird wie gut sich Klassikelemente mit Metal paaren lassen. Die Stimmen von Tilo und Anna ergänzen sich dabei perfekt und lassen keine Kritik zu. Bei *The Party ist Over* bestimmt ein wehlastiger Gesang sowie seichtes Flötenspiel den Track der von der verlorenen Liebe handelt und bei dem der Hörer voll mit dem Sänger mitfühlt.

Als richtigen Fetzer kann man *Letzte Ausfahrt: Leben* bezeichnen der sofort mit rockigen Klängen beginnt und einen schon fast genialen Refrain bietet. Auch hier überwiegt allerdings ein wehklagendes Klangbild der natürlich den dazu passenden Text bietet. Hier folgt auszugsweise der Refrain der sofort zum mitsingen (oder gröhlen) animiert:

*Letzte Ausfahrt: Leben
Aus dem Winter meiner Seele
Nur ein kleiner Schritt genügt
Und ich geh auf neuen Wegen*

Mit dem fast 14 minütigen Track *Hohelied der Liebe* folgt dann der musikalische Höhepunkt des Albums. Hier werden sämtliche Phasen von Klassik und Metalelementen vereinigt. Nach einer Eröffnungssequenz, die durchaus auch als dramatische Filmuntermalung hätte herhalten können, steigert sich der musikalische Bombast und ein Engelsgleicher Chorusgesang fasziniert den Hörer. Die dann wechselnden harten Klangbilder zeigen dann einmal mehr die musikalische Vielschichtigkeit auf über die Lacrimosa verfügt und deren Höhepunkt wohl ein famoses Gitarrensoli ist. Ein geniales Meisterwerk. Der abschließende Bonustrack ist nur eine alternative Version des Songs *The Party Is Over* bei dem deutlich höhere Klaviersequenzen zu vernehmen sind.

Somit gelang es *Lacrimosa* mit ihrem neusten Werk *Lichtgestalt* ein deutlich gereifteres Album zuschaffen welches deutlich von den schwermütigen Vorgängern abweicht. Vielmehr ist es ein dynamisches und gleichzeitig melancholisches Album welches durch eingängige Refrains und Melodien sowie einem wehklagenden Gesang überzeugen kann. Ganz klar somit ein Top-Album welches nicht nur Gothic-Fans begeistern wird. In diesem Sinne.....

Pitter

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die härtere Gangart, 3. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Der Großteil der neuen Songs ist sehr rockig, dadurch auch sehr eingängig. Tilo singt entsprechend agressiv, aber leider auch manchmal unverständlich und in den langsamen Stücken etwas sehr "leidend". Die langsameren Songs sind diesmal nicht so gewöhnungsbedürftig wie oft und auch Annes Gesang wirkt diesmal wesentlich gereifter und steht nicht mehr sosehr im Gegensatz zu Tilo. Das Orchester gibt wiedermal sein bestes und wird gut in Szene gesetzt.

Was mir etwas fehlt sind melodische textlich-mystisch Stücke wie "Schakal", "Flamme im Wind" und ähnliches. Auch fehlen die Stücke, die langsam beginnen und in einem schnellen Finale ausklingen. Aber das stört nicht weiter, da auch die neuen Stücke ihre Reize habe, auch wenn besonders die schnelleren z. T. recht ähnlich klingen.

Textlich ist alles wieder typisch Wolff, mit dem Unterschied dass die Texte diesmal ziemlich direkt sind, was besonders beim Song "Lichtgestalt" etwas irritierend ist, da man Textzeilen wie "Ich bin der Schmerz zwischen deinen Beinen" nicht wirklich in einem Lacrimosa-Lied erwartet. Der Song ist von seiner Direktheit vergleichbar mit "Liebesspiel". Thematisch dreht sich diesmal alles um die Liebe. Wer jedoch Schnulzen erwartet, dürfte enttäuscht werden.

Ingesamt ein sehr gutes Album. Es ist vor allem wegen seiner schnellen und direkten Art etwas besonderes und hebt sich daher etwas von den anderen ab. Melodisch ist es (zumindest bei den schnellen Songs) ewas zu einseitig. Das stört den sehr guten Gesamteindruck jedoch nur wenig.

Die Bestnote gibts vor allem deshalb, weil Lacrimosa es dank der harten und direkten Art geschafft hat, zu überraschen und zu überzeugen, was anhand der bisherigen 8 Alben nicht so leicht sein dürfte. Lacrimosa-Fans werden es sicherlich lieben.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schrei nach Liebe, 30. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Tilo Wolff gehört für mich zu den Leuten, von denen ich immer wieder beeindruckt werde, denn dieses Album gehört zu den besten Lacrimosa-Alben und reicht durchaus an die Klasse von „Elodia" und „Inferno" heran.
Wieder einmal werden hier klassische Instrumente und Arrangements in beeindruckender Weise mit teilweise hartem Rock kombiniert. Wie bei Lacrimosa bekannt reicht Tilos Gesangstil dabei vom emotionslosen Erzählen hin zum apathischen Schreien und verzerrtem Gefistel. Die Texte gehen wie gewohnt um Seelenschmerz, Liebe, Einsam- und Zweisamkeit.
So unterschiedlich wie menschliche Gefühle an sich, so unterschiedlich sind auch die einzelnen Stücke: Lieder wie „Sapphire", „Hohenlied der Liebe", „The Party Is Over" oder „My Last Goodbye" (hier darf Anne Nurmi auch etwas mehr singen) haben eine so intime Schönheit, dass ich sie am Liebsten im stillen Kämmerlein nur für mich genießen möchte, während „Kelch der Liebe", „Letzte Ausfahrt: Leben" und „Lichtgestalt" so expressiv sind, dass man sie locker auf dem Tanzboden hören und ausleben kann. Gerade das letzte halte ich für eines der besten Lacrimosa-Stücke überhaupt, da das Lied einfach mitreißt und der Refrain einen nicht mehr loslässt. Beeindruckend ist auch „Hohenlied auf die Liebe", in der Tilo einen Text aus der Bibel (1. Korinther, 13) verton hat und damit beweist, dass sich Gothic und christlicher Glaube nicht ausschließen.
Aber in jeder Stille ist auch Raum für Härte und jede Härte braucht auch Momente der Ruhe. Das bedeutet, dass auch in den ruhigen Stücken auch mal die harte E-Gitarre randarf, wodurch die Lieder in sich abwechselungsreich sind und überraschend bleiben. So hält „Sapphire" diesen Spannungsbogen sehr gut aufrecht und wird trotz der über 11min. Länge nicht langweilig.

Man muss wirklich kein Gothic sein, um Lacrimosa zu mögen. Wer sowohl klassische Musik als auch Hardrock gut findet und ungewöhnliche deutsche Texte zu schätzen weiß, kommt an diesem Album nicht vorbei.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wundervolle und hervorragende CD..., 7. Mai 2005
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Ich muss gestehen, das bis zum erscheinen dieses Albums, Lacrimosa's Schaffensphase für mich nur bis zur genialen '98 Live-CD ging... denn mit den danach folgenden Werken konnte ich persönlich gar nichts mehr anfangen bzw. keinen Zugang mehr finden.

Demzufolge habe ich auch nur stirnrunzelnd und leicht schulterzuckend die Ankündigung zur neuen Platte wahrgenommen... was mich aber zum Kauf der Platte dennoch animierte, waren 1.) die Vorabhörproben der Albumstücke "Kelch der Liebe" und "Nachtschatten" und 2.) Tilo's Aussage in einigen Interviews, das "Lichtgestalt" sich vom Sound her mehr in Richtung das '97er Albums "Stille" (welches mein persönliches Lieblingsalbum ist) orientieren würde und demzufolge wieder mehr melodiöse Gothic-Metal Elemente zu den klassichen (und eben Lacrimosa-typischen) Soundkulissen Miteinfließen lassen würde... und was soll ich sagen: ich wurde mit dem Kauf der Platte wahrlich nicht enttäuscht! :)

Im Grunde schreitet "Lichtgestalt" (textlich gesehen) auf gewohnten Pfaden, deren Inhalte die Liebe, Trauer, Ohnmacht, Wut und Sehnsucht beinhaltet... doch halt: was ist z.B. mit "Letzte Ausfahrt: Leben"? Ich habe von Lacrimosa noch nie ein so Lebensbejahendes und zugleich Ohrwurmlastiges Lied gehört! Und auch der Abschluss der CD (das 14.30 min. lange "Hohelied der Liebe", welches eine Vertonung aus Teilen des Korintherbriefes (aus der Bibel) darstellt) entlässt einen für Lacrimosa-Verhältnisse sehr positiv und gestärkt aus Tilo's (und natürlich seinem alten Ego: dem Harlekin) Gedankenwelt.

Wie schon erwähnt sind wieder viele härtere und schneller gesungene Stücke auf der Platte vertreten... aber auch die ruhigen und typisch melancholischen Klavierstücke bleiben uns erhalten bzw. wechseln sich mit genial mit den härteren Musikeinlagen ab (bestes Beispiel: er 11 minütige Opener "Sapphire")... wobei ich als kleinen Wehrmutstropfen dennoch anbringen möchte, das das melancholischste Stück der Platte ("The party is over"), auch das am "schlechtesten" gesungene Stück ist (es erinnert mich irgendwie an das geniale und minimalistische "Bresso" ("Einsamkeit, '92)...wirkt aber dennoch bei weiten nicht so intensiv und authentisch, wie ich persönlich finde).

Hoch loben muss ich auch Anne Nurmi (Tilo's Gesangspartnerin und Mitmusikern): hat die gute doch ENDLICH mal singen gelernt! Und das sogar richtig gut, passend und stimmig ("My last goodbye"). :)

Im Grunde bleibt es dennoch schwer einzelne Songs hervorzuheben, da sie doch (wie immer bei dieser Band) zusammenhängende und aufeinander bauende "rote Fäden" darstellen, die natürlich auch unterschiedliche Stimmungen und Gefühle in sich tragen... es bleibt mir einfach nur zu sagen, das "Lichtgestalt" ein hervorragendes Werk geworden ist, auf das die Band wirklich stolz sein kann (und auch das Coverdesign war selten passender und schöner als hier...genial!).

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es lebe die Liebe ..., 12. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Und wenn die Welt in Flammen steht
Und auch der letzte Mensch vergeht
Selbst wenn die Sonne sich zerbricht
Bleibt dir der Liebe Licht

Es lebe die Liebe ...
... und dieses Album: Gäbe es diese Lieder nicht, müssten sie noch erfunden werden, denn sie sind ein weiterer musikalischer Meilenstein im mit nichts vergleichbaren Werk von Lacrimosa.
Ohne „Lichtgestalt" wäre die Welt um ein Stück Liebe und Schönheit ärmer.

"Sapphire" stimmt melodiös und gewaltig ein auf wirklich Großes, das dem Hörer bevorsteht.
Bei "Kelch der Liebe" und "Lichtgestalt" handelt es sich um bild- und klanggewaltige Hymnen und "Ohrwürmer" im positivsten Sinne. "Nachtschatten" präsentiert sich eindrucksvoll als Ruhe vor dem Sturm. Anne Nurmi's "My last Goodbye" meint sie hoffentlich nicht ernst, denn sie würde ernstlich fehlen. Mit "The Party is over" gibt Thilo Wolff den melancholischen Höhepunkt, um bei "Letzte Ausfahrt - Leben" doch noch die Kurve zu sich selbst zu kriegen.
Und wer, am Ende angelangt, bei "Hohelied der Liebe" immer noch nicht begeistert und ergriffen ist, der sollte von vorne anfangen, um zu lernen und zu fühlen, was in unserem kurzen, bescheidenen Leben wirklich Trumpf ist: Es lebe die Liebe!

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft schön!, 7. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Da ich nicht unbedingt alles, was die Gothicszene hervorbringt gut finde, war ich zuerst etwas skeptisch, bevor ich mich dazu entschied, die CD zu kaufen. Ich kannt Lacrimosa nur durch einen Freund, der sie mir empfahl, da ich ein großer Fan von L'Âme Immortelle bin.
Ich muss sagen, dass sich der Kauf mehr als gelohnt hat. Die Platte pendelt zwischen eingängigen, durchaus rockigen Nummern und verliert sich zum Teil in melancholischen Melodien, die zum Träumen und Nachdenken anregen. Dadurch, dass keine der Lieder weniger als fünf Minuten dauern, sondern oftmals sogar die 10-Minuten-Grenze hinter sich lassen, hat man genug Zeit, sich in die Geschichte hineinzuleben, die erzählt wird. Man fühlt mit den leidenden Protagonisten bis zum Ende.
Die CD ist ein gelungenes Meisterwerk fernab jedes kommerziellen Mainstreams und ein wahrer Geheimtipp!
Fazit: Mir ist klar, dass die Musik von Lacromisa nicht jedermanns Sache ist, wenn man aber bereit ist, sich auf diese Musik einzulassen und dazu noch dem Gothicrock nicht abgeneigt ist, so sollte man die CD unbedingt kaufen!
Einfach traumhaft schön!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das erste Lacrimosa-Album, was mich nicht begeistern konnte, 11. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Anfang Mai 2005 kam mit "Lichtgestalt" das neunte Studioalbum von Lacrimosa auf den Markt. Als begeisterter Fan seit 1999 hab ich mir das Album sofort gekauft, da mich Lacrimosa-Alben noch nie enttäuscht hatten und die ersten Rezensionen sehr gut waren. Ersteres sollte sich mit diesem Album ändern.

Zunächst zum Allgemeinen, das Album ist wie von Lacrimosa gewohnt druckvoll und differenziert produziert. Nach dem sehr klassisch gehaltenem Vorgänger "Echos" treten hier auch die Gitarren wieder etwas vermehrt in den Vordergrund. Die Texte aber, welche zwar auch bisher schon immer sehr pathetisch waren, überschreiten hier die Grenze zum Kitsch des öfteren.

Nun zu den einzelnen Songs:
Der erste Song "Sapphire" beginnt mit ruhigen Oboenklängen und baut sich im Verlauf des Songs immer weiter auf, bis zur Mitte hin dann Schlagzeug und E-Gitarren einsetzen und Tilo fast schon in Black Metal-Manier zu keifen beginnt. Sehr effektvoll und überraschend, auch wenn bei der Stimme Schlagzeug und Gitarren durchaus noch etwas mehr auf den Putz hauen könnten. Der Song geht insgesamt über 11 Minuten, hat dabei aber keine Längen und bildet einen sehr guten Einstieg in das Album.
Es schließt sich "Kelch der Liebe" an, welcher mit leicht an Rondo Veniziano erinnernden Streichern beginnt und ein flottes Tempo vorlegt. Musikalisch gefällt mir der Song auch sehr gut, beim Text wird's aber kritisch. Zeilen wie "Ich brauch kein Leben, ich brauch nur dich" sind in meinen Ohren schon sehr kitschig und grenzwertig. Zum Ende hin wird der Song nochmal dramatischer, was mir sehr gefallen hat.
Nun folgt der Titeltrack, auch ein etwas schnellerer Song, der auch gut anzuhören ist, sofern man beim Text wieder etwas weghört. "Ich bin der Schmerz zwischen deinen Beinen". Ähm, ja...
Mit "Nachtschatten" wird es nun etwas ruhiger. Allerdings auch langweiliger. Instrumental durchaus schön, dennoch geht der Song an einem vorbei, ohne einen zu packen.
Dann kommt mit "My last Goodbye" die obligatorische Anne Nurmi-Ballade. Dummerweise erinnert der Gesang hier recht schmerzhaft an Enya, was einfach nicht zu Lacrimosa passt. Zudem tröpfelt der Song ohne große Höhepunkte vor sich hin, so dass man ihn auch überspringen kann, ohne was zu verpassen.
Mit "The Party is over" folgt der erste Song, den Tilo allein komplett auf Englisch singt. Auch dieser Song ist sehr ruhig und ohne Höhepunkte. Tilo schwelgt gesanglich im Selbstmitleid, musikalisch ist nach der Hälfte alles gesagt, dennoch zieht sich der Song noch mehrere Minuten hin.
Es flogt "Letzte Ausfahrt: Leben". Mit diesem Song wird es dann wieder etwas schneller und gitarrenlastiger. Leider wirkt der Song durch die Melodieführung und auch durch die Glocken sehr wie ein Schlager mit Gitarren. Der Refraintext klingt auch eher bemüht und sehr selbstmitleidig, so dass auch dieser Song mich nicht begeistern konnte.
Das abschließende "Hohelied der Liebe" weiß dann aber für die vorhergegangenen Songs zu entschädigen, denn hier zeigen Lacrimosa nochmal ihre Stärken. Die Instrumentierung erinnert ein wenig an J.S. Bach und obwohl der Song weit über 10 Minuten geht, wird er zu keinem Zeitpunkt langweilig. Somit zum Ende des Albums nochmal ein sehr guter Song, leider neben dem Opener der einzige Song, den ich so bewerten kann.

Fazit: Bisher gab es keinen Song von Lacrimosa, der mir nicht gefallen hat. Das hat sich leider mit diesem Album geändert, gab es hier doch gleich drei davon, sowie einen mittelmäßigen. Darüber können auch die anderen vier guten bis sehr guten Songs hinwegtäuschen. Als langjähriger Fan ist das Album somit für mich schon eine Enttäuschung. Drei Sterne gibt's deswegen, weil mit "Sapphire" und "Hohelied der Liebe" zwei sehr gute Songs dabei sind, die sich ohne Probleme mit den sehr guten Songs der anderen Lacrimosa-Alben messen können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wolf-Welt, 25. Mai 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Willkommen in der ureigenen Welt des Tilo Wolff - „Lichtgestalt" nennt sich der mittlerweile neunte reguläre Full Length Output (die „Live" benamste Doppel-CD nicht mit eingerechnet) dieser in den Jahren zu einer festen, ausgereiften Konstanten im Goth-Metal Bereich avancierten Truppe.

Timo Wolff, sowie seine langjährige Begleiterin Anne Nurmi präsentieren auch auf deren neuestem „Baby" ein über 70 Minuten andauerndes Sammelsurium aus episch-orchestralen Monsterepen, wie der sich langsam aufbauende, lediglich mit Akustik Gitarre und Oboe unterlegte, im Mittelteil für Lacrimosa Verhältnisse gerade zu explodierende Opener „Saphire", tief traurig, schaurige, vor Tristesse zerfließende Tränendrücker wie die beiden englisch eingesungenen „My Last Goodbye" und „The Party Is Over", sowie quasi um den Hörer ein wenig aufzumuntern, locker flockig-rockende Goth-Metal Eingängigkeit der Sorte „Kelch der Liebe".

Dies Alles wurde anno 2005 um einiges flockiger, über weite Strecken auch metallischer und - hauptsächlich durch die erneut schwer orchestral unterlegten Kompositionen - schneller auf den Punkt kommend eingespielt, als dies bei den nicht ganz so starken Vorgängerwerken („Echos" und „Fassade") der Fall war - die nach wie vor Lacrimosa Referenzwerke „Stille" und „Inferno" erreicht man zwar auch mit „Lichtgestalt" (noch) nicht, Freunde der schwarzen, über weite Strecken tiefsttraurigen Gothic Kunst werden aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht enttäuscht werden.

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4.0 von 5 Sternen ...zurück zum Glück!, 8. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Mit gewohnt stilvollem Coverartwork und ebenso niveauvollem Titel kommt sie geschwebt, die neue Trauerweide aus dem Hause LACRIMOSA, und auch wenn mich die letzten Tagträume von Herrn Tilo Wolf nicht mehr ganz so berühren konnten wie die Überwerke „Stille" und „Inferno", setzt Spannung und Neugierde ein, als ich das Teil am erstmöglich zu erhaschenden Regentag einführe. Und siehe da, „Lichtgestalt" orientiert sich definitiv an oben genannten Meisterstücken, ertönt wieder weit saftiger, sprich gitarrenverstärkter als sein Vorgänger und weiß mit der gewohnt genialen Symbiose aus symphonisch opulenter Inszenierung, wehklagendem Gesang und notwendiger Härte, von Beginn an zu fesseln. Die Textergüsse sind wie immer ein Genuss, die Melodiebögen gewohnt packend wie sagenhaft schön, und auch wenn mich die beiden vertretenen englischsprachigen Songs (wie immer) wenig begeistern, bleiben mit Monumentalheulbojen wie dem mächtigen „Saphire", niveauvollem Liedgut der Fachrichtung „Letzte Ausfahrt Leben", dem einprägsamen Titelsong oder einfach perfekten LACRIMOSA Depriohrwürmern der Klasse „Kelch der Liebe", genügend Hits, um neben all den die hard Fans der Band auch Interessierte aus anderen Lagern zu erreichen und zu begeistern.

„Lichtgestalt" ist zwar nicht ganz so stark wie oben erwähnte Ausnahmewerke, jedoch ein absolut hochkarätiges LACRIMOSA Album, an dessen musikalischer Klasse es absolut nichts zu rütteln gibt und bei dem sich die Geister wie immer ausschließlich an der (zeitlebens am schmalen Grad zwischen schön und erbärmlich falsch wandelnden) Vokalakrobatik von Tilo Wolf scheiden werden. Ich für meinen Teil finde die wehklagend, tragisch und teils wütende Stimme wie immer perfekt für die weltweit einzigartig, verzweifelt schöne Soundkulisse dieser Band und kann somit nur eine absolute Kaufempfehlung für jene Leute aussprechen, die so denken wie ich. Der Rest wird's eh wieder hassen...;)

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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rückkehr der Legende, 12. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Lichtgestalt (Audio CD)
Mit "Lichtgestalt" feiert die wichtigste Gothic-/Dark Wave-Ikone eindrucksvoll ihr Comeback. Was Lacrimosa seit den frühen 90ern veröffentlicht haben, ist und bleibt einfach absolute Klasse. Trotz musikalischer Innovation ist die Band um Tilo und Anne immer ihren Wurzeln true geblieben. Ein Lacrimosa-Song hört sich eben auch nach Lacrimosa an. Das war im alten Jahrtausend so, und anno 2005 ist das kein bisschen anders. "Lichtgestalt" klingt wunderbar melodisch, tiefsinnig, nachdenklich und dann doch wieder entfesselnd. Von einem aperiodischen Reifeprozess kann man hier nicht sprechen, da es kein Lacrimosa-Album gibt, dass als unreif oder verspielt deklariert werden kann. Nein, die gesamt Musikkarriere von Lacrimosa ist ein Kunstwerk, dass jedesmal von neuem zu unendlicher Reife, Stil und Klasse gelangt. Es ist schwer, die Musik zu beschreiben, geschweige denn sie zu charakterisieren und zu bewerten. Lacrimosa waren und sind die Referenzgröße der deutschen Gothic-Szene. Dieser Status wurde mit Songs wie "Lichtgestalt", "Letzte Ausfahrt:Leben", "Klech der Liebe", "Nachtschatten"... nochmals unterstrichen, und nicht verteidigt. Eigentlich wie immer: Das (fast) perfekte Album. Nur fast, weil nix auf der Welt perfekt ist. Ich verbeuge mich!
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Lichtgestalt
Lichtgestalt von Lacrimosa
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