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am 5. Mai 2009
warum judas priest ausgerechnet für dieses album hier so abgewatscht werden, erschließt sich mir nicht. mir ist es das liebste album von ihnen, lieber noch als painkiller (das natürlich "größer" ist). nie vergesse ich den sommer von '88, als wir die kassette gehört haben, bis das band franste...

ob die drums hier von dave holland oder herrn computer bedient wurden, ist mir ehrlich gesagt vollkommen wurscht. hauptsache, sie klingen geil. und das tun sie für meine ohren, gerade weil sie so elektronisch und kalt klingen. von diesem album führt ein direkter weg zu industrialbands wie NIN - man höre nur einmal das schlagwerk in "blood red skies".

der gitarrensound ist vorzüglich, heftig, breit, cinemascope. großartig, was kk und glenn hier spielen, gar nicht mal so sehr die soli (die sind virtuos und toll, aber sehr eighties), mehr noch die rhythmusspuren und die fills. wunderbar, wie sie jeden song größer machen durch ihr spiel.

die songs: die finde ich bis auf eineinhalb ausnahmen (das ungelenk aus mehreren teilen verleimte "love you to death" und das hörbar bei turbo liegengelassene, ein wenig aufdringliche "love zone") inspiriert, stark, erfreulich. "ram it down" schlägt schon die brücke zu painkiller, "i'm a a rocker" ist ein auf großartige weise banaler, nun ja, rocker, "hard as iron" fetzt, "monster of rock" zeigt wieder einmal, dass sie von sabbath gar nicht so weit weg sind. und "blood red skies" ist sowieso gänsehautware, auch heute noch.

zum viel diskutierten "johnny b. goode": ich mag die version, weil sie einerseits dem chuck-berry-original gerecht wird, andererseits ganz priest ist. und weil sie sowohl als parodie wie auch ganz ernsthaft funktioniert. zusammen mit der interpretation von peter tosh und der von michael j. fox in "zurück in die zukunft" meine liebste fassung dieses stücks.

das einzige, was mir ein bisschen missfällt: die texte sind arg klischeehafte metal-glaubensbekenntnisse, aber das ist bei priest öfter so.

für mich ist dieses album das prequel zu painkiller - und gleichzeitig eine schöne erinnerung an turbo. da ich beide alben mag, habe ich damit kein problem.
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am 21. Juni 2013
Nach dem sehr kommerziellen, radiotauglichen "Turbo" war die Schiene des harten Weges wieder geebnet. Dieses Album war die Abzweigung, die man 1988 nehmen musste, denn der logische Nachfolger "Painkiller" war das bis dato Härteste, was die Engländer lieferten. Ich denke, jedem Fan ist daher bewusst, das auch "Ram it down" der nächste logische Schritt nach dem poppigen Vorgänger war. Die oftmals angeprangerten Drums von Schlagzeuger Dave Holland (das Line-Up blieb unverändert) klingen auf diesem Werk zwar tatsächlich wie ein Drum Computer, doch fließt es auf keinen Fall in meine Bewertung mit ein. Auch ist dies in keinerlei Hinsicht ein Kritikpunkt, sondern lediglich eine Feststellung.
"Ram it down" stellte die Weichen für das oben angesprochene Album, womöglich gefällt es mir auch daher so gut, zumal ich es keineswegs für das Schlechteste halte, was die Priester je in die Plattenläden brachten. Wie auch "Defenders of the Faith" ist dieser Longplayer bestückt mit feinstem, rasantem Heavy Metal. Der erste Kracher findet sich bereits mit dem Titelstück - einem Pflichtsong auf Konzerten der Engländer - .
Konstant kann die Scheibe mit "Heavy Metal" das hohe Niveau fortführen, einem Song, der völlig ins Schwarze trifft.
Auch das etwas plastische "Love Zone" hinterlässt einen einprägsamen Eindruck, ähnlich wie "Come and get it" und "Hard as Iron", die beide durch eine klassiche Halbballade - "Blood Red Skies" - aufgelockert werden. Ein etwas dürftiger Titel, für einen ansonst sehr guten Parcforceritt. "I'm a Rocker" ist dann ein klein wenig schwächer, aber auf der anderen Seite auch nicht schlecht. Ein kleiner Ausrutscher, der durch die letzten drei Stücke - "Johnny B. Goode", "Love you to death" und "Monsters of Rock" - aber wieder glattgebügelt wird.

Fazit: Eine weitere historisch wichtige, wenn auch etwas verkannte Scheibe. Von Langeweile ist auf diesem knapp fünfzig minütigen Longplayer keine Spur zu vernehmen. 5 große Sterne!

Line-Up:
Rob Halford - Vocals
K.K. Downing - Guitars
Glenn Tipton - Guitars
Ian Hill - Bass
Dave Holland - Drums
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am 13. Mai 2003
Nach dem etwas weicheren - aber keinesfalls schlechteren - "Turbo" ging's für Priest wieder etwas zurück in Richtung des 84er Albums "Defenders of the faith". Mit Songs wie "Ram it down", "Heavy metal", der Halbballade "Blood red skies", dem sehr Black Sabbath-lastigen "Monsters of rock" sowie "Hard as iron" hatte man immerhin 5 Dampfhämmer im Gepäck, die auch auf "Defenders of the faith" eine gute Figur abgegeben hätten.
Im Gegensatz dazu gibt's mit "Love zone", "Come and get it", "Love you to death", "I'm a rocker" und dem Chuck Berry-Cover "Johnny B. Goode" auch 5 etwas softere Songs, die wiederum bestens auf "Turbo" gepasst hätten. Für viele Fans war das somit ein zweischneidiges Schwert, ich sehe darin allerdings kein Problem, denn die Songs haben alle Klasse, egal ob weicher oder härter.
Dennoch gibt's zwei Kritikpunkte: Zum einen die doch arg dümmlichen Texte (Ausnahme: "Blood red skies" und natürlich Johnny B. Goode), da hatte Halford wirklich keine allzu großen Geistesblitze. Zum anderen mal wieder das Ärgernis der remasterten Neuauflage. Natürlich gibt's mal wieder zwei Bonussongs (hier noch nicht mal unveröffentlichte Stücke, sondern lediglich "Night comes down" und "Bloodstone" als Live-Versionen), die meiner Meinung nach allerdings keinen Neukauf rechtfertigen.
Fazit: Wer das Album noch nicht hat, muss zugreifen, ansonsten lieber das Geld in eine andere CD investieren.
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am 13. Dezember 2007
Ram it down war seiner Zeit mein erstes Metal-Album, defintiv die Platte, die bei mir den "Schalter umgelegt hat". Bis heute faszinieren mich die treibenden Rythmen, die wilden Riffs, und natürlich Halfords markanter Gesang.. Hard as iron, I'm a Rocker und Blood Red Skies zählen mit Sicherheit zu den Highlights der Priest- Geschichte (I'm a Rocker war nicht umsonst bei der letzten Tour dabei!). Aber auch die restlichen Songs haben Überklasse, und was manche an den Texten auszusetzen haben ist für mich nicht nachvollziehbar.
Im Vergleich mit anderen Priest Alben reiht sich Ram it Down nahtlos ein, es ist eben ein Album für sich, es geht eigene, neue Wege, hat einen eigenen Stil und einen eigenen Sound, wie es bei Judas Priest immer der Fall war und ist.

Behauptungen, das Drummer Dave Holland bei Ram it down von einem Drumcomputer ersetzt wurde, habe ich intensiv recherchiert und bin zu dem Schluß gekommen, das es hierfür keine haltbaren Quellen gibt. Bei Blood Red Skies wurden einige Samples verwendet, das hat K.K. Downing bereits 1988 zugegeben, aber das wars. Der Rest ist erfunden.
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am 20. Dezember 2002
Eine Platte es Übergangs für Judas Priest. Nach dem zumindest von ihren Hard-Core-Fans zwiespältig aufgenommenen Richtungswechsel auf TURBO (1986) verordnete sich die Band ein moderates Back-To-The-Roots. Man wollte wieder weg von Gitarren-Synthies a la Miami Vice zurück zu etwas härteren Sounds. Aber andererseits - was sollte man mit den vielen Songs machen die noch aus den TURBO-Sessions übrig waren ?!? Das Ergebnis war ein etwas durchwachsener Kompromiss aus altem und neuem.
Auf der einen Seite hört man Songs wie "Love Zone", "Come And Get It" und "I'm A Rocker" an, daß sie zu recht nicht auf Turbo erschienen sind (bestenfalls B-Seiten-Niveau).
Auf der anderen Seite enthält die Platte mit "Hard As Iron" und "Ram It Down" auch zwei wirkich "neue" Speedgranaten. Letzterer Song fehlt bis heute (als einziger Song von "Ram It Down" übrigens) in keinen Live-Set der Band.
Weiterhin bemerkenswert ist "Monster Of Rock"; noch nie klangen Judas Priest so zäh und lava-artig, noch nie traten ihre Sabbath-Wurzeln so deutlich zu Tage.
Der Höhepunkt der Platte ist gleichzeitig auch der beste epische Judas-Priest-Song aller Zeiten: "Blood Red Skies". Textlich ein düsteres "Blade-Runner"- bzw. "1984"-artiges SF-Szenario, musikalisch gewissermaßen die erste Industrial-Ballade der Musikgechichte (und das 1 Jahr vor dem Debüt von NIN!): harte elektronischen Beats stehen wunderschön getragene Melodie- und Gesangslinien gegenüber. Halford und die ganze Band zeigen sich hier in Höchstform.
Erwähnenswert am Rande ist noch die Chuck-Berry Coverversion "Johnny Be Goode", die groß angekündigte aber letztlich kommerziell wenig erfolgreiche Single des Albums.
Insgesamt also ein Album zum Reinhören und Selbstentscheiden.
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am 11. Mai 2003
Habe mir gerade wieder mal 'Ram it down' und 'Painkiller' angehört und muss sagen: Painkiller hat vielleicht den knalligeren Titelsong, aber als Gesamtalbum ist "Ram it down" einfach zeitlos genial. Nicht zuletzt durch die oft kritisierten elektronischen Drums erhält das Album seinen eigenen Charakter, vor allem aber die teilweise düster-sphärischen Melodien machen aus dem Album einen Klassiker! Echt super! Anspieltip: 'Blood Red Skies' - dieser Sound ist echt einzigartig, da gibt's sehr wenig vergleichbares.
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am 8. August 2014
Ram it down fand in den Kritiken ehr mäßige Resonanz, was wahrscheinlich noch am Turbo-Schock lag. Rückblickend fällt es oft in den Schatten des genialen Nachfolgers. Dabei hat Ram it down einiges zu bieten. Gute Songs, die Gitarren sind richtig fett, Halford in Top-Form, nur der Drum-Sound klingt ein wenig steril.

Ram it Down: Von einem hohen Schrei eingeleitet und schnellen, sägenden Gitarren gefolgt, bietet der Song alles was von einem klassischen Uptemp Song erwartet! Klares Statement: Distanz zu Turbo - Back to the Roots.

Heavy Metal: Der Titel hält was verspricht. Nach eim einem guten Gitarrensolo folgt ein klassicher Stampfer mit Mitgrölpotenzial.

Love Zone: Eingäniger, aber ehr durchschnittlicher Song (vielleicht noch aus der Turbo-Phase).

Come And Get It: Midtemp Song. Auf dem gleichen hohen Niveau von Heavy Metal.

Hard as Iron: Straighte Double-Bass Nummer hätte auch auf Painkiller gepasst.

Blood Red Skies: Düsteres, futuristische, hymdenhaften Epos! Hier fügen sich Synthesizer und Drumcomputer perfekt ein. Priest sagten einmal in einem Interview, dass sie sich wundern, dass den Song noch niemand für einen SF-Film verwendet hat. Recht haben sie! Ich kenne keinen vergleichbaren Song. Im wahrsten Sinne des Wortes - Ganz großes Kino!

I'm Rocker: Gute Hymne. Textlich und musikalisch in Tradition von Rock Hard Ride Free.

Johnny B. Goode: Gelunge Coverversion des Rock'n Roll Klassiker im typischen Priest Sound.

Love You to Death: Einzigister schwacher Song. Will nicht zünden. Ähnlich wie damals Pain and Pleasure von Screaming for Vengeance.

Monsters of Rock: Episch, schleppender Song. Erinnert ein wenig an Black Sabbath.
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am 14. Dezember 2013
Der Song Ram It Down war damals, 1989 im zarten Alter von sechs Jahren mein erster bewusster Kontakt mit dem Genre des Heavy Metals, dem ich nach wie vor treu geblieben bin. Daher verbinde ich mit Ram It Down, damals noch liebevoll von Schallplatte auf Kassette überspielt zahlreiche nostalgische Erinnerungen. Nun habe ich mir, da das Tape ausgeleiert ist, das Album endlich mal auf CD gekauft, auch um meine Priest-Sammlung zu vervollständigen.

Nun, was soll ich sagen: Damals als sechs Jähriger Pimpf, der grade in der Schule das ABC anfing zu lernen, war ich vor Allem vom rasanten Titeltrack sehr beeindruckt und ich bin froh, ihn nun in vernünftiger Klangqualität lautstark geniessen zu können - zum Leidwesen meiner Nachbarn. Ich sehe Ram It Down, den Song, auf beinahe einer Stufe mit Freewheel Burning und halte ihn für einen der besten Priest Songs der 80er, die Gitarrenarbeit von Tipton und Downing ist wirklich atemberaubend, cineastisch, übertrieben und ohne musikalischen Tadel. Dieses orgiastische Riff- und Solo-Gewichse hat wirklich was für sich und ich schätze diesen mit Klischees nur so überladenen Song sogar höher ein als Painkiller. Nicht nur wegen des nostalgischen Wertes, sondern auch weil sich bei Painkiller eine Art Abnutzungseffekt breit gemacht hat. Viele Abende in Rock-/Metal Diskotheken während meiner Studienzeit und an keinem wurde Painkiller ausgelassen. Daher ziehe ich Ram It Down inzwischen vor. Aber die Drums... Autopilot. Das kann nicht Dave Holland gewesen sein, der das eingetrommelt hat. Es ist viel zu schnell. Oder er hat es eingetrommelt und am Mischpult hat man das Tempo der Drumspur nochmal künstlich hochgeschraubt.

Neben dem Titelsong beeindruckt mich die sehr düstere, atmosphärische und ausserordentlich spannungsgeladene Halbballade Blood Red Skies mit wirklich gänsehauterregenden Melodien und subtilen Stimmungen, die man von Judas Priest aus den 80ern so gar nicht gewöhnt ist. Das Terminator-artige Stakkato-Drumming macht hier den Reiz aus, wo es auf dem Rest des Albums doch eher nervt. Die farbenprächtigen und atemberaubenden Harmonien der Gitarren und auch Robs Stimme machen diesen Song wirklich zu einem Höhepunkt im Schaffen von Judas Priest.

Das dezent in die Painkiller Richtung schielende Double-Bass Geballer Hard As Iron und der brachiale Stadion-Stampfer Monsters Of Rock würde ich ebenfalls als kleine Lichtpunkte auf dem Album anerkennen. Die Songs knallen ohne Umschweife mit einer stumpfen, aber dennoch erheiternden Brachialität durch die Boxen. Die Refrains sind vom Feinsten, die Gitarrenarbeit ebenfalls makellos und beeindruckend. Allerdings werden hier wirklich alle platten Klischees mehr als bedient.

Allerdings war es das auch schon. Die restlichen Songs des Albums, vor Allem Heavy Metal und Come And Get It wirken leider vollkommen einfallslos und wie fade Überbleibsel aus den Turbo Sessions. Ein trauriges Ideen-Recycling und kreativ wirklich nicht sehr berückend. Damals als sechsjähriger konnte ich das natürlich nicht einschätzen, Iron Maiden waren mir damals noch zu kompliziert.

Johnny B Goode ist ein ganz gutes Cover, das im Albumkontext ziemlich aus dem Rahmen fällt.

Fazit: Zwei sehr gute bis nahezu überragende Songs, zwei gute Songs, zwei mittelmässige (das Chuck Berry Cover und I'm A Rocker) und vier absolut grottenschlechte bis bestensfalls mittelmässige Songs, die kein Fettnäppfchen auslassen... doch selbst die schlechten Songs kratzen noch irgendwie die Kurve, weil das eine oder andere Solo von Glenn Tipton oder K.K. Downing doch schon zum Zungenschnalzen ist. Aber ein Solo alleine kann einen Song nicht retten.

Beispiel: Wenn Halford nach einem zugegebenermassen ziemlich fetzigen Intro-Solo "When The Power Chords Come Crashing Down" singt, man aber nur einen technoid-synthetischen Drumbeat hat und keine fetten Powerchords wie aus dem Hause Tony Iommi (hört Euch mal das beinahe zeitgleich erschienene Headless Cross an - DAS sind Powerchords), ist das irgendwie ein musikalischer Treppenwitz? Ich weiss es nicht...

Insgesamt würde ich dennoch eine Kaufempfehlung aussprechen, da die beiden sehr guten und die beiden guten Songs den Kauf mehr als rechtfertigen und man über die restlichen kompositorischen Mängel hinwegsehen kann.

Mit viel Wohlwollen und dem persönlichen Nostalgiefaktor vergebe ich hier vier sehr knappe Sterne mit Tendenz nach unten. Wer an Songs wie Freewheel Burning, Painkiller oder Rapid Fire seinen Spass hat, kommt bei Songs wie Ram It Down oder Hard As Iron vollkommen auf seine Kosten. Wem epische Gänsehautsongs wie Beyond The Realms Of Death oder The Sentinel gefallen, der wird von Blood Red Skies ebenfalls begeistert oder überrascht sein. Den Rest kann man wirklich getrost nebenbei hören, aber die großartigen Gänsehaut- oder "Wow!"-momente werden ausbleiben.

So war es letztenendes kein Wunder, dass Dave Holland gegangen wurde und Scott Travis an den Kesseln das Ruder übernommen hat.

So leidet dieses Album an der musikalischen Resteverwertung und einer zu glatten, sterilen und leblosen Techno-Produktion, wird aber durch die von mir erwähnten Glanzpunkte noch über die Ziellinie gerettet. Über die Texte... naja, da decke ich dann doch mal lieber den Mantel des Schweigens drüber.
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am 16. März 2007
...ist der Tag am nächsten (ist zwar von Ton Steine Scherben, passt hier aber perfekt).

Denn Ram it down muss erstmal ohne Umschweife als das schwächste Album von Priest bezeichnet werden (sieht man von dem Output mit dem anderen Sänger mal ab - das war nicht wirklich Priest). Dennoch, dass es in der Liga von British Steel, Screaming for Vengeance und Defenders of the Faith, aber auch Point of Entry und Turbo nicht wirklich mithalten kann, macht es noch lange nicht zu einem schlechten Album. Denn auch Ram it down enthält einiges vom Priest-typischen Qualitätslevel: das Songwriting, vor allem die Balance von Härte und Melodie, und die Solos sind größtenteil klasse, Halford ist in top Form, zudem gehören einige Songs zum Härtesten und Schnellsten, was Priest bis dahin herausgebracht hatten (der Titelsong und vor allem Hard as Iron - super).

Wo also liegen die Schwachpunkte? Auf den oft kritisierten Lyrics will ich hier nicht rumreiten. Denn ich sehe nicht, was so schlecht daran sein soll, wie hier die Atmosphäre eines Heavy Metal-Konzertes (in Ram it down) oder das HM-Lebensgefühl (Heavy Metal, I'm a Rocker) dargestellt werden. Lediglich Love Zone und Love you to death versinken zu sehr im Sumpf der Teenie-Thematik. Dafür gibt es mit Monster of Rock aber auch wieder einen wahren HM Hymnen-Text, wie er typischer für Priest kaum sein kann (man muss hier an Heavy Duty+Defenders of the Faith denken).

Der eigentliche Schwachpunkt des Albums ist der Gesamteindruck vom Sound, vor allem der Drumsound, der selbst die härtesten Songs irgendwie steril, unlebendig...fast schon un-metal-mäßig klingen lässt. Wie konnte Tom Allom nur zulassen, dass das Album in dieser Form an die Öffentlichkeit gelangte?

Die Antwort liegt in der Verfassung der Band zu jener Zeit begründet. Da war einerseits der Mangel an Begeisterung für Turbo im Lager der Fans, zudem hatte jenes Album nicht den erhofften Multi-Platinum Standard erreicht, andererseits markierten Turbo und die Fuel for Live-Tour dennoch mit die erfolgreichste Phase der Band. Das Livealbum von 1987 konnte die nach der gewohnten Härte verlangenden Fans allerdings nicht versöhnen, und so sah man sich - durch die jüngste Vergangenheit verunsichert - gezwungen, auf dem folgenden Studioalbum das Niveau zu erreichen, für das der Name Judas Priest eigentlich steht.

Doch schwerer noch als die Unsicherheit bezüglich der kommerziellen Interessen mag sich eine Unsicherheit innerhalb der Band selbst ausgewirkt haben. Denn was soll man machen, wenn man einen Drummer hat, mit dem man sich noch immer irgendwie verbunden fühlt, der aber letztlich nicht in der Lage ist, das zu bringen, was für die Umsetzung der musikalischen Zielsetzung nötig ist? Man lässt die Technik einspringen, die seinen Stil perfekt kopieren, aber zugleich auf das nötige Tempo hochschrauben kann (vergleicht mal die Drum-parts vom Song Ram it down mit Screaming for Vengeance!) ...und doch wird man sich mit dieser Lösung kaum gut fühlen, weder musikalisch noch im Hinblick auf die Chemie in der Gruppe. Und so spiegelt der Drumsound des Albums die Schwäche, in der sich die Band damals befand, ihre Ratlosigkeit, macht sie geradezu für alle hörbar. Und so, wie die Drums hier klingen, war die Ratlosigkeit der Band ziemlich groß...so groß, dass auch Tom Allom sie nicht mehr retouchieren konnte. Während sie auf den anderen Alben ihre Ziele ERREICHT hatten, laufen die Metal Gods ihnen hier HINTERHER - das ist es, was Ram it down trotz der klar vorhandenen Stärken zu einem für Priest-Verhältnisse schwachen, genaugenommen sogar völlig untypischen Album macht.

Dass jedoch ein unglücklicher Drumsound das äußerliche Symptom von bandinterner Schwäche ist, das ist allerdings ein Phänomen, das in der Rockmusik hier nicht zum ersten Mal auftritt. Man denke nur mal daran, was für einen Drummer sich Status Quo nach der Trennung vom Fellezauberer John Coghlan in die Band geholt hatten! Wie zugedröhnt mussten die da gewesen sein? Und was hatten Priest wohl geraucht gehabt, als sie auf Love Zone versuchten, den Drumsound von ZZ Top's Velcro Fly nachzuahmen?

Die Metal Gods haben zum Glück die Kurve gekriegt... der Drummer, den sie nach Dave Hollands folgerichtigem Ausstieg nach der Mercenaries of Metal-Tour bekamen, wirkte wie eine megamäßige Vitaminspritze und führte zur Entfesselung einer Kreativität, die wir in dieser Intensität noch nie so deutlich zu spüren bekommen hatten, abgesehen davon, dass man sie der Band nach Ram it down gar nicht mehr zugetraut hätte: Redemption roared across the burning (eigentlich müsste es natürlich heißen: the BLOOD RED) Sky ...the PAINKILLER!

(Zitat vom Painkiller-Albumcover)

Ob es diesen Power-Schub überhaupt gegeben hätte, wenn die Krise vorher weniger schlimm gewesen wäre? Vielleicht nicht...und somit hatte die Krise letztendlich auch etwas Gutes. Denn schließlich kommt ja auch der Painkiller erst dann, wenn fast nichts mehr zu retten ist.
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am 23. September 2012
Die martialisch anmutenden plakativen Songtitel dieses Albums lassen keinen Zweifel offen dass wir es hier mit einem Album zu tun haben bei dem Judas Priest um jeden Preis beweisen wollten, dass Sie noch imstande sind echten zeitgemässen Heavy Metal zu kreieren, der sich auch vor jüngeren Bands in Härtegrad und zeitgemässem Riffing nicht zu verstecken braucht. Gerade nach dem melodischen Mainstream-Album Turbo wollte man offenbar aus eigener Intention heraus das Ruder wieder rumreissen um der Welt zu zeigen, dass man noch richtig Dampf im Kessel hat. Leider befindet sich mit dem hymnischen Titelsong nur ein schnellerer Song auf diesem Album, es regiert meist schwerfälliger plakativer stampfender hymnischer Heavy Metal in langsamen bis mittlerem Tempo. Gegen Ende des Albums wird mit der Gute-Laune-Cover-Single "Johnny B.Good" die recht kalt wirkende Sache etwas aufgelockert, "Im a Rocker", "Hard as Iron", "Come and get it" und das brachiale "Heavy Metal" sind echte schwere Heavy Metal-Kracher mit guten Refrains und das gefühlvolle epische 8-Minütige "Blood Red Skies" ist über jeden Zweifel erhaben und kann auch auf ganzer Linie überzeugen. Lediglich das mit Computer-Rythmen unterlegte "Love Zone" mit seinem drögen Refrain nervt auf Dauer etwas, und die Beiden Schlusstracks "Love you to Death" und "Monsters of Rock" sind eigentlich auch nur verzichtbare Durchschnitts-Nummern. Die Produktion ist relativ kühl gehalten, was sich oft sehr Roboterartig anhört -- besonders das Schlagzeug hört sich sehr spacig und modern an -- manche Leute behaupten auch dass hier ein Drum-Computer zum Einsatz kam, was ich allerdings im Jahre 1988 nicht annehme. Auch wird behauptet dass ein Grossteil des Materials bereits zu Turbo-Zeiten geschrieben wurde und Turbo als Doppel-Album geplant war mit einer Heavy Metal-Platte und einer weicheren melodischeren Platte, die ja bekannt ist -- auch daran habe ich meine Zweifel, auch wenn bestimmt Songfragmente auch dieser Zeit durchaus stammen können. Zu unterschiedlich ist das Material zu Turbo(das mich allerdings im melodiösen Mainstream-Bereich auch voll überzeugen konnte!!)
Ich verstehe nicht ganz warum dieses Album damals so kritisiert wurde von Presse und Fans, hat man doch seinen unterkühlten Musikstil doch eigentlich nur etwas zeitgemäss modifiziert im Vergleich zum letzten echten Heavy Metal-Album Defenders of Faith(1984), das auch schon einen recht modernen Anstrich hatte und die Gitarren nicht mehr richtig brateten wie zuvor, sondern auch dort schon einen relativ modernen unterkühlten Klang hatten.

Eigentlich ähnelt dieses Album seinem berühmten Nachfolger Painkiller vom Stil her sehr, so dass ich zu dem Schluss komme, dass Ram it Down auch all jenen Leuten gefallen müsste, denen auch Painkiller gefällt. Zumindest ist der musikalische Unterschied zum Nachfolger Painkiller sehr viel geringer als zum Vorgänger Turbo. Schlecht ist Ram it Down beileibe nicht, nur wegen seiner etwas unterkühlten Computer-Sounds etwas gewöhnungsbedürfig. Trotzdem sehe ich es als starkes Album an, dass stärker ist als die 70-Jahre-Priest-Alben, die Ripper Owens-Alben, das unsägliche Nostradamus und sich auch vor Point of Entry(1981) nicht zu verstecken braucht!
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