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TOP 500 REZENSENTam 4. April 2009
Placido Domingo war für zwei Jahrzehnte weltweit der Inbegriff des Otello, und hat die Vorstellungen der Hörer von dieser Rolle mindestens so entscheidend geprägt wie vor ihm Martinelli, del Monaco oder Vickers, trotz seiner im Vergleich zu den drei anderen sehr viel lyrischeren Stimme.

Dies ist die erste seiner drei Gesamteinspielungen der Rolle aus drei Jahrzehnten (1978, 1985 und 1993!) und weist mit Renata Scotto und Sherill Milnes die prominentesten Sänger für die beiden anderen Hauptrollen auf.

Milnes ist auch tatsächlich der beste der drei Jagos, weil er den für die Rolle so nötigen wie schwierigen Mittelweg findet zwischen bloßem Schöngesang und Overacting zu Lasten der musikalischen Linie. Seine kraftvolle Stimme mit dem nasalen Timbre passt ideal zur Rolle und lässt verschmerzen, dass sein Vorbild Leonard Warren die Rolle nie im Studio gesungen hat.

Scotto präsentiert sich ebenfalls in guter Form - obwohl sie zu dieser Zeit eigentlich schon ein sehr viel dramatischeres Repertoire sang, was zu Lasten der Stimmqualität ging. Hier aber zeigt sich sich angemessen verletzlich und jugendlich im Timbre.

Domingo selbst hört man am besten in der zweiten Aufnahme: Dort hat seine Stimme mehr Kraft und Metall, die Interpretation hat enormes Temperament - Domingo geht gesanglich mehr Risiken ein, vielleicht weil es sich um einen Filmsoundtrack handelte. Hier ist er musikalisch vorsichtiger, überzeugt vor allem in den lyrischeren Passagen, während ihm in den großen dramatischen Ausbrüchen etwas Volumen fehlt ("Ora per sempre," "Si, pel ciel," "Niun mi tema"). Ein guter Otello, der aber zimindest in dieser Aufnahme z. B. Jon Vickers nicht vergessen machen kann.

Der Rest der Sänger lässt keine Wünsche offen - kein Wunder, hat doch James Levine, der GMD der Metropolitan Opera New York seine besten Sänger mitgebracht. Auch Chor und Orchester des Hauses tragen zu einem prächtigen, glanzvollen Gesamtbild bei.

Insgesamt kann man sagen, dass diese Aufnahme nicht nur zu dem konkurrenzlos günstigen Preis sehr hörenswert ist. Wenn man Placido Domingo aber wirklich als Konkurrenz zu den großen Otellos der Vergangenheit erleben will, muss man zu der Maazel-Aufnahme von 1985 greifen.
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am 7. Januar 2011
Als Placido Domingo 1978 seinen ersten Othello unter Levine aufnahm, stand er aus heutiger Sicht betrachtet, ja immernoch im Anfangsstadium seiner langjährigen internationalen Kahrriere. Er hatte zwar den Othello schon auf der Bühne verkörpert, war aber noch immer recht jung. Viele Tenöre sehen den Othello schließlich als krönenden Höhepunkt der Karriere; für Domingo war er aber offensichtlich nur eine weitere Sprosse auf der hohen Karriereleiter.
Seine Stimme ist für den Feldherrn sehr prädestiniert, denn er hat die Möglichkeit, mit seinem baritonalen Organ dem Othello ganz andere Farben zu verleihen als Kollegen, die mit einem weißeren Timbre an die Partie herangehen.
Domingo findet denn auch zum Großteil sehr lyrische Momente, die er wunderbar aussingt; allerdings sind auch - besonders im Finale des zweiten Akts - noch einige Töne zu vernehmen,en die ihm seine damaligen stimmlichen Grenzen (noch) aufzeigten. Als Gesamtergebnis ist hier aber schon ein großes zukunftsweisendes Versprechen zu vernehmen.
Renata Scotto gibt eine zufriedenstellende Desdemona, die ebenfalls ihre Meriten in den lyrischen Zwischentönen findet, wenn sie sich etwas zurücknehmen kann. In den Ausbrüchen jedoch stellt sie ihr Porträt für meinen Geschmack etwas zu sehr in ein fast schon veristisches Klangbild, das mir etwas zu üppig klingt.
Die Dämonie die Sherill Milnes stimmlich für den Jago fehlt, setzt man Vergleiche mit Fachkollegen wie z. B. Tito Gobbi an, kompensiert er geschickt mit seinem unvergleichlich edlen Baritontimbre; der Bösewicht klingt bei ihm eher nach Lack als nach Leder. Insgesamt aber auch hier eine mehr als ordentliche Gesamtleistung.
James Levine erzeugt mit dem National Philharmonic Orchestra wieder einmal den fast schon cinemacopischen Gesamtklang, den man von ihm gewohnt ist. Das macht in dem Eröffnungssturm und den großen Szenen durchaus Effekt, verhuscht aber die fast schon kammerspielartigen Szenen, die das Werk durchaus auch hat, ein wenig.
Insgesamt ist diese Aufnahme, die durch ein sehr homogenes Restensemble ergänzt wird, empfehlenswert, nicht nur für Domingofans.
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am 6. Juli 2009
In dieser Aufnahme sticht der Bariton den Tenor aus. Placido Domingo ist zwar auch in dieser Aufnahme wie immer der vor Eifersucht schäumende Otello, aber die Verschlagenheit und Hinterhältigkeit von Sherill Milnes Jago lässt ihn hier etwas verblassen. Renate Scotto ist eine gute Desdemona. Auch die übrigen Rollen sind gut besetzt und Levin hat sein Orchester gut im Griff. Beeindruckend ist die Chorszene zu Beginn des 1. Aktes, sehr gut gelungen.
Eine empfehlenswerte Aufnahme.
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